beten lernen Weihnachten 2008 Unser Pfarrbrief - Kath ...

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beten lernen Weihnachten 2008 Unser Pfarrbrief - Kath ...

Am 9. November starb kurz nach der Vollendung

ihres 96. Lebensjahres in Paderborn

mit Frau Leifeld eine der ganz profilierten

Persönlichkeiten unserer Pfarre in der

Nachkriegszeit. Von 1945 bis 1980 war sie bei

uns als Seelsorgehelferin und Pfarrsekretärin

tätig. Zu dieser Zeit gab es die pastoralen

Dienste der Gemeinde- oder Pastoralreferentinnen

noch nicht. Mehreren Pfarrern

hat sie treu und unermüdlich gedient und

war gewissermaßen „mit der Gemeinde

verheiratet“. Dort, wo jetzt im Pfarrhaus das

Sitzungszimmer untergebracht ist, unmittelbar

neben dem Büro, hatte sie ihren

Wohnraum. Hier lebte sie sehr bescheiden

und setzte sich von früh bis spät für die

Belange der Pfarrgemeinde ein. Es spricht für

ihre Beheimatung in Neuss, dass Frau Leifeld

auch nach ihrem Ruhestand Hl. Dreikönige

treu blieb. Noch bis vor wenigen Wochen war

sie im Viertel unterwegs und pflegte ihre

Kontakte. Ein plötzlich erforderlich gewordener

Krankenhausaufenthalt entkräftete

sie so, dass sie nicht in ihre Wohnung

in einem unserer Häuser neben der Kirche

zurückkehren konnte, sondern mit Hilfe

der Familie einen Pflegeplatz in ihrer alten

westfälischen Heimat in Anspruch nehmen

musste. Dort ist sie am Sonntag, dem 9.

November, verstorben, nach einem erfüllten,

im Glauben bewährten und in der Gemeinschaft

der Kirche verwurzelten Leben.

Der Bischof von Osnabrück, Dr. Franz-Josef

„Zum Altare Gottes will ich treten,

zu Gott, der mich erfreut von Jugend auf.“

Ps. 42,4

Nachruf

Die Pfarrgemeinde Hl. Dreikönige trauert um die langjährige Seelsorgehelferin

Ludowika Leifeld

Bode, ein Neffe der Verstorbenen, betonte in

seiner sehr persönlichen und bewegenden

Predigt bei den Exequien in Kirchborchen

bei Paderborn, dass sie die ganzen Jahre

hindurch Neuss als ihre Heimat angenommen

hat, ohne freilich damit ihre familiären

Wurzeln und die Pflege der verwandtschaftlichen

Beziehungen zu vernachlässigen. Ihr

tiefer Glaube, so der Bischof, habe aber in ihr

das tiefe Bewusstsein ausgeprägt, dass, wie

der Völkerapostel Paulus schreibt, „unsere

wahre Heimat im Himmel ist“. Aus dieser

Gewissheit hat sie gelebt. Ihre geerdete

Frömmigkeit hat sie auf viele Menschen

ausgestrahlt. In Gottes guten Händen ist ihr

Leben nun auf ewig geborgen. Im Gebet und

tiefer Dankbarkeit wissen wir uns über den

Tod hinaus verbunden.

Pfarrer Herbert Ullmann

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