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SPORTaktiv Outdoorguide 2023

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ÖSTERREICHS GRÖSSTES AKTIVSPORT-MAGAZIN<br />

FIT | RUN | BIKE | OUTDOOR<br />

OUTDOOR<br />

GUIDE <strong>2023</strong><br />

FOTO: VAUDE/Moritz Attenberger


EDITORIAL<br />

Alfred Brunner<br />

<strong>SPORTaktiv</strong>-Geschäftsführer<br />

alfred.brunner@styria.com<br />

Kraftplatz Natur<br />

THINK WITH<br />

YOUR FEET!<br />

KOMFORT, SCHUTZ<br />

UND DÄMPFUNG<br />

„Nichts erdet den kleinen Menschen so kraftvoll wie die Präsenz<br />

der mächtigen Natur.“ Diese Aussage aus dem Prolog unseres<br />

Sport-Alleskönners und Naturliebhabers Lukas Schnitzer bringt die<br />

Relationen da draußen perfekt auf den Punkt. Die warme Jahreszeit<br />

zieht uns Bergfreunde wieder vermehrt auf die Berge und in die<br />

Natur. Diese dient uns dabei vor allem als Kraftplatz. Passend dazu geben<br />

wir dir mit dem OUTDOORGUIDE <strong>2023</strong> einen Jahresbegleiter mit<br />

auf den Weg. Erfreue dich an innovativen Produkttipps für eine bessere<br />

Ausrüstung sowie an unzähligen Tipps fürs Entdecken neuer Regionen,<br />

neuer Wege, neuer Hütten und neuer Wanderhotels.<br />

Unsere großen Interviews mit dem Bergsteiger<br />

Jörn Heller, der Bergführerin Lisi<br />

Fürstaller sowie dem Polarforscher und<br />

Abenteurer Sebastien Copeland geben faszinierende<br />

Einblicke in deren Gedanken und<br />

Abenteuer.<br />

Nutze die innovativen<br />

Produkttipps<br />

sowie<br />

die zahlreichen<br />

Tourismustipps.<br />

Das Thema Nachhaltigkeit ist in der<br />

Industrie, aber auch im Tourismus das wahre<br />

(Zukunfts-)Thema. Wir erklären, wie weit die Industrie schon ist und<br />

welchen Gütesiegeln man vertrauen kann. Neue Wege bedingen<br />

richtiges Orientieren. <strong>SPORTaktiv</strong> zeigt, worauf es beim Navigieren<br />

ankommt und warum die gedruckte Karte nach wie vor besonders<br />

wichtig ist.<br />

HIKING<br />

MERINO<br />

COMPRESSION<br />

SOCKS<br />

<strong>SPORTaktiv</strong> wünscht dir viele unvergessliche Bergmomente <strong>2023</strong>!<br />

Für Anregungen zum Besserwerden an alfred.brunner@styria.com<br />

sag ich wie immer „Danke“.<br />

Bleib fit,<br />

P.S.: Das echte Leben ist analog – geh raus und spür es!<br />

FOTO: Thomas Polzer<br />

Hol dir dein <strong>SPORTaktiv</strong> bequem per Post nach Hause!<br />

Sechs Stammausgaben inkl. vier Guides pro Jahr um € 36,–<br />

Abobestellung: 01-51414-900, abo@sportaktiv.com<br />

Vertrieb Österreich<br />

Deeluxe Sportartikel Handels GmbH<br />

Europastraße 8 / I . A-6322 Kirchbichl<br />

T + 43 (0) 5332 930 81<br />

e-mail: info@deeluxe.com<br />

www.deeluxe-sportartikel.com


You don’t need to be weighed down by a whole<br />

lot of kit to get the most out of your favourite<br />

outdoor pursuits and wild destinations.<br />

All you really need is the ambition to head out,<br />

and the right gear to get you there.


montane.com


Einfach mal raus 16<br />

Über die einzigartige<br />

Schönheit und Macht des<br />

„Draußen“<br />

Die Augen<br />

weit offen 28<br />

Bergsteiger Jörn Heller<br />

über Rekorde in Patagonien<br />

und den Klimawandel<br />

7 Schritte für die<br />

Sicherheit 32<br />

Tourenplanung, Wetter<br />

und Co: Worauf es für<br />

sichere Touren ankommt<br />

FOTO: Kärnten Werbung/Franz Gerdl<br />

66<br />

Wenn Wissen<br />

mitwandert 38<br />

Was man sich von schlauen<br />

Themenwanderwegen<br />

erwarten darf<br />

Erlebnis-<br />

Zubringer 48<br />

Wie Sommerbergbahnen<br />

die Berge zu Erlebnisräumen<br />

machen<br />

Mit Sack & Pack 62<br />

Nützliche Tipps rund um<br />

den Rucksack für Tagesund<br />

Mehrtagestouren<br />

62<br />

FOTO: Tatonka/Axel Weiss<br />

Auf weitem Wege 66<br />

Warum es sich lohnt, auch<br />

mal eine Mehrtagestour zu<br />

unternehmen<br />

Gegen Wind und<br />

Wetter 80<br />

Eine schützende Jacke ist<br />

das Bekleidungs-A & O<br />

beim Bergsport<br />

Über Nacht<br />

am Berg 86<br />

Über das intensive<br />

Bergerlebnis Hüttenübernachtung<br />

Fair zu Mensch,<br />

Tier und Klima 100<br />

Ein kleines 1x1 der<br />

Gütesiegel in der<br />

Outdoor-Branche<br />

Träume erfüllen 104<br />

Bergführerin Elisabeth<br />

Fürstaller über Freiheit<br />

und Verantwortung<br />

Wohin des<br />

Weges? 112<br />

Was man zur Orientierung<br />

und Navigation draußen in<br />

der Natur wissen sollte<br />

Rassige Steige 118<br />

Wie das Erlebnis „Klettersteig“<br />

zum sicheren Erfolg<br />

wird<br />

Die vier für den<br />

Klettersteig 124<br />

Worauf es bei der Ausrüstung<br />

für den Klettersteig<br />

wirklich ankommt<br />

Wandern mit<br />

Starthilfe 136<br />

So unterstützen spezialisiere<br />

Wanderunterkünfte<br />

im Wanderurlaub<br />

Magie der Kälte 142<br />

Polarforscher Sebastian<br />

Copeland und seine<br />

Faszination für die Natur<br />

PRODUKTE<br />

47 Speedhiking-Schuhe<br />

61 Wanderschuhe<br />

65 Rucksäcke<br />

83 Wanderjacken<br />

85 Hochtouren-Schuhe<br />

99 Wanderhosen<br />

117 Outdoor-Navigation<br />

126 Klettersteig-Ausrüstung<br />

129 Klettersteig-Schuhe<br />

TOP 20<br />

44 Themen-Wanderwege<br />

72 Weitwanderwege<br />

92 Hüttentouren<br />

122 Klettersteige<br />

140 Wanderunterkünfte<br />

CAMPS<br />

108 Herbstwander-Camp<br />

006


OPENING<br />

SPECIAL *<br />

-20%<br />

Neueröffnung<br />

ab Juli <strong>2023</strong><br />

Nach umfassender Neugestaltung unseres Hauses<br />

heißen wir Sie im Sommer als 4*S Aktivhotel<br />

am Kärtnter Nassfeld willkommen.<br />

Gönnen Sie sich eine wohltuende Auszeit vor<br />

beeindruckendem Alpenpanorama, aktivieren<br />

Sie bei Sport und Wellness Ihren Körper und<br />

Geist, und genießen Sie in unserem neuen<br />

Restaurant die kulinarische Liaison aus Kärntner<br />

Küche und meditarrenen Köstlichkeiten.<br />

* Buchbar bis 30.06.23 für den Reisezeitraum:<br />

07.07. – 05.08.23. Buchbar ab 2 Nächten.<br />

MEHR INFOS UNTER<br />

falkensteiner.com/carinzia<br />

Falkensteiner Hotel Carinzia GmbH · Tröpolach 156 · 9631 Jenig<br />

Constantin Wolf Henning Ritter von Deines / Till Schäfer · FN 332456g · LG Klagenfurt


008<br />

FOTO: Stefan Filzmoser<br />

Die Sonnenseiten entdecken<br />

Satte Ausblicke, saftige Almen und eindrucksvolle purpurrote<br />

Sonnenaufgänge, willkommen im Lavanttal!<br />

Hier liegt dir quasi fast ganz Kärnten zu Füßen. Die<br />

herrliche Landschaft, zahlreiche Hütten und mystische<br />

Plätze entlang des Weges wie die Meeraugen laden zum<br />

Entdecken ein. Besonders bei Kindern beliebt sind die<br />

sogenannten „Öfen“ – steinharte Blockburgen, die vor<br />

Millionen Jahren entstanden sind. Hier am Bild geht<br />

es für die Weitwanderer<br />

übrigens gerade über die<br />

sanften Rücken der Etappe<br />

20 des Panoramawegs Südalpen<br />

entlang der Pfade<br />

und Steige der Saualpe.<br />

www.region-lavanttal.at/wandern


009


010


FOTO: Südkärnten/Stefan Filzmoser<br />

Der südlichste Punkt Österreichs<br />

Die Region Klopeiner See – Südkärnten ist der absolute Süden<br />

Österreichs. Hauptdarsteller dieses Fotos ist das imposante<br />

Hochtal des Naturschutzgebiets Vellacher Kotschna, zu finden<br />

im kleinen Südzipfel der Landkarte. Dieses Gebiet liegt<br />

inmitten des „Karawanken UNESCO Global Geopark“ und ist<br />

eine Spielwiese für Outdoor-Fans. Für eine Wanderung im<br />

wilden Bergmassiv sollte man erfahren und gut ausgerüstet<br />

sein. Gipfelziele sind der Sanntaler<br />

Sattel auf 2000 m und der<br />

gegenüberliegenden Seeländer-Sattel<br />

auf 2034 m. TIPP:<br />

Gehe mit dem ortskundigen<br />

Geopark-Guide auf Tour.<br />

www.suedkaernten.at/geopark<br />

011


FOTO: Gert Perauer<br />

#earlybird am Slow Trail<br />

Kitzelberg am Klopeiner See<br />

012<br />

Für alle Frühaufsteher und die, die es werden wollen:<br />

Wer schon immer ein einzigartiges Foto mit #earlybird<br />

und #sunrise in die Social-Media-Welt tragen wollte,<br />

hat am Kitzelberg die fantastische Möglichkeit dazu.<br />

Die 3,5 km lange sanfte Wanderung auf den 686 m hohen<br />

Gipfel ist jedenfalls auch vor dem ersten Kaffee<br />

am Morgen machbar. Als Belohnung fürs Aufstehen<br />

wartet ein einzigartiger<br />

Seen-Weitblick über den<br />

Klopeiner See alias „wärmster<br />

Badesee Europas“ bis<br />

zum Turner See und über<br />

das gesamte Jauntal.<br />

www.klopeinersee.at/slow-trail


013


Südkärnten von seiner<br />

besten Seite<br />

Wandern, klettern, biken und natürlich baden und genießen: Die Region<br />

Klopeiner See – Südkärnten weiß so gut wie jeden Gusto zu bedienen.<br />

W<br />

arm und doch<br />

belebend. Das<br />

Südkärntner<br />

Wasser ist ein<br />

wahres Lebenselixier.<br />

Mit Temperaturen bis<br />

zu 28 °C und der reichen Auswahl<br />

an unterschiedlichen Seentypen<br />

kannst du hier mit Familie, Freunden<br />

oder Herzblatt ganz einfach<br />

deinen individuellen Lieblingsplatz<br />

finden. Das herrliche Karawankenpanorama,<br />

lauschige Auen oder belebte<br />

Strandbäder machen deinen<br />

Badeurlaub zum einzigartigen Erlebnis.<br />

7 1/2 der wärmsten Badeseen<br />

Europas, darunter die<br />

Seeikone Klopeiner See, laden zum<br />

genussvollen und wohlig temperierten<br />

Bade- und Wassersportvergnügen<br />

ein, und das bis weit in<br />

den Spätherbst.<br />

Berge von sanft bis wild<br />

Markante Gipfel, erloschene Vulkane,<br />

Millionen Jahre alte Tropfsteinhöhlen,<br />

Stollen, Klammen, Täler<br />

oder Wasserfälle – all das kannst<br />

du im „Karawanken UNESCO Global<br />

Geopark“ per Kanu, Mountainbike,<br />

Rennrad, ZipLine oder einfach<br />

zu Fuß erkunden. Erlebe bei<br />

einer Sonnenaufgangswanderung<br />

auf die Petzen mit, wie die Natur<br />

014


KLOPEINER SEE – SÜDKÄRNTEN – LAVANTTAL<br />

Von Klettervergnügen bis Badespaß, von Wellness<br />

bis eindrucksvolle Wanderung durch die Natur.<br />

Südkärnten weiß vielseitig zu begeistern.<br />

FOTOS: Region Klopeiner See – Südkärnten<br />

erwacht, oder lass grenzgeniale<br />

Naturspektakel wie das Naturschutzgebiet<br />

Vellacher Kotschna<br />

oder die imposanten Felsentore der<br />

Uschowa im slowenisch-österreichischen<br />

Grenzgebiet rund um die<br />

Steiner Alpen auf dich wirken. Wer<br />

es besonders genussvoll angehen<br />

möchte, der ist auf den 3,5 Kilometern<br />

des sanft angelegten Slow<br />

Trail Kitzelberg über den Ufern<br />

des Klopeiner Sees und Turnersees<br />

bestens aufgehoben. Weitwanderer<br />

kommen auf den 20 sonnenreichen<br />

Tagesetappen des Panoramawegs<br />

Südalpen zwischen Villach,<br />

Wörthersee/Rosental, Südkärnten<br />

und dem Lavanttal voll auf ihre<br />

Kosten. Und weil so viel Abenteuer<br />

und Bewegung bekanntlich hungrig<br />

machen, verwöhnen dich die urigen<br />

Almhütten und gemütlichen Berggasthöfe<br />

bis in den Oktober mit<br />

ihren regionalen Köstlichkeiten.<br />

Soll es noch höher hinaus gehen,<br />

bieten sich Klettersteige wie<br />

der landschaftlich reizvolle „Walter<br />

Mory“-Klettersteig auf der Petzen,<br />

der sportlich herausfordernde Türkenkopf-Klettersteig<br />

am Trobefelsen<br />

bei Bad Eisenkappel oder der<br />

technisch fordernde Klettersteig<br />

auf den Schlossberg Griffen an. Zusätzlich<br />

warten im Klettergarten in<br />

Bad Eisenkappel mehr als 100 Routen<br />

in verschiedenen Schwierigkeitsgraden.<br />

Ein Tipp für Neugierige, die<br />

sich abseits der Wanderschuhe ausprobieren<br />

wollen: Der MTB Zone<br />

Bikepark Petzen ist ein absolutes<br />

Muss für alle geländegängigen<br />

Zweiradfreunde. Sowohl als Profi<br />

als auch als Anfänger solltest du ihn<br />

auf deine „Das-muss-ich-einmal-gebiked-haben“-Liste<br />

setzen.<br />

Wellness am See<br />

Das brandneue Kärntner Badehaus<br />

am Klopeiner See bietet die perfekte<br />

Wellnessinfrastruktur für „nach<br />

dem Berg“. Saunen, Ruhezonen,<br />

FKK-Bereich, und ein großer beheizter<br />

Outdoor Infinity Pool samt<br />

entsprechendem Südkärntner Panorama<br />

fügen sich ideal in die sanfte<br />

Seenlandschaft ein – erhol dich &<br />

schöpfe Kraft!<br />

Klopeiner See<br />

Südkärnten<br />

Lavanttal<br />

Weitere Infos unter:<br />

www.klopeinersee.at<br />

www.suedkaernten.at<br />

www.region-lavanttal.at<br />

015


PROLOG Draußensein<br />

016


Einfach<br />

mal raus<br />

Wer in der Hektik des Alltags den Überblick verliert, sollte es mal<br />

mit einem Abstecher ins „Draußen“ versuchen. Nichts erdet den<br />

kleinen Menschen so kraftvoll wie die Präsenz der mächtigen Natur.<br />

von Lukas Schnitzer<br />

FOTO: SCHÖFFEL Austria<br />

017


PROLOG Draußensein<br />

Draußen hat unendlich<br />

viele Gesichter.<br />

Draußen, das sind tosende<br />

Wasserfälle,<br />

reißende Bäche,<br />

sanft anmutende<br />

Ströme und spiegelglatte Seen.<br />

Draußen sind tiefe Wälder, endlose<br />

Weiten und saftige Almen. Draußen<br />

schlängeln sich einsame Pfade genauso<br />

wie bequeme Wege zu versteckten<br />

Gipfeln, zu einzigartigen<br />

Panoramen, zu ganz besonderen Aussichtsplätzen.<br />

Draußen, das sind<br />

Berg und Tal, sind Ebene, Hügelland<br />

und Steppe. Unendlich viele Gesichter,<br />

die eines gemein haben – ihr<br />

breites Grinsen, ihr ganz besonderes<br />

Strahlen steckt an, und zaubert auch<br />

uns unweigerlich ein Lächeln auf die<br />

Lippen.<br />

Tausche Aufmerksamkeit<br />

gegen Glück<br />

Bunt bedrucktes Papier, dessen Anziehungskraft<br />

und „Macht“ auf uns<br />

kleine Menschen sowie die Jagd<br />

Das Abenteuer<br />

wartet draußen vor<br />

der Haustür und ist<br />

nie weiter als einen<br />

Steinwurf entfernt.<br />

nach dieser Macht lassen so manchen<br />

unter uns das schüchterne Lächeln,<br />

den zarten Ruf des „Draußen“<br />

übersehen, stumpf werden gegen die<br />

Faszination und Lehren der Natur.<br />

Hastig holen wir uns zwischen Kinder-zur-Schule-Bringen<br />

und Büro<br />

eine kompakte Dosis Fitness im<br />

gleichnamigen Studio. Quetschen<br />

hektisch eine Laufrunde zwischen<br />

zwei Termine, sitzen spätabends<br />

schwitzend in Reih und Glied und<br />

treten in die Pedale, laufen, steppen<br />

und rudern am Stand, um uns in Bewegung<br />

zu halten. Bewegung, die<br />

zweifellos guttut, im stressigen Alltag<br />

das menschliche Bedürfnis nach<br />

körperlicher Aktivität stillt und zwischen<br />

all unseren „Verpflichtungen“<br />

für ein klein wenig Wohlbefinden<br />

sorgt. Doch nur die Natur in all ihrer<br />

Schönheit und mit all ihren Gewalten<br />

vermag es, unser tagtägliches Tun<br />

ungefiltert in Relation zum großen<br />

Ganzen zu setzen, uns unbarmherzig<br />

den Spiegel ins eigene Gesicht zu<br />

halten. Das „Draußen“, das letzte<br />

Abenteuer abseits der eng gesteckten<br />

Grenzen unserer bequemen, in<br />

jederlei Aspekt käuflichen Zivilisation:<br />

Es erdet, es relativiert und es<br />

sorgt selbst in hektischen Zeiten für<br />

inneren Frieden.<br />

Wer regelmäßig seine Schuhe<br />

schnürt, um sich für ein paar Stunden<br />

oder Tage in der Einsamkeit der<br />

Wälder oder der Magie der Berge zu<br />

verlieren, wird es bestimmt bestätigen:<br />

Probleme, die in den eigenen<br />

vier Wänden übermächtig scheinen,<br />

„verlieren“ mit jedem Schritt, mit<br />

jedem neuen Aus-, Weit- und Tiefblick<br />

an Bedeutung. Die mächtigen<br />

Gipfel, die schroffen Felsen und endlosen<br />

Weiten saugen uns auf, erfor-<br />

Zu Fuß gelangt man an einzigartige Orte, die anders kaum erreichbar wären.<br />

FOTO: Martini Sportswear/Andre Schönherr<br />

018


NADIR MAGUET - 1h43’12” Solda-Ortler (Hintergrat) FKT<br />

1 2<br />

1<br />

2<br />

Von der Talsohle bis zum Gipfel: Leichtigkeit, Schnelligkeit<br />

und Präzision in einem steigeisenfesten und wasserdichten<br />

Low-Cut-Schuh. Sanftes Abrollen und beispielloser Grip auf<br />

jedem Terrain dank der Double Heel-Ferse.<br />

SPEED TO PEAK.


PROLOG Draußensein<br />

Mit minimalem Gepäck auf maximale Distanz – in der Leichtigkeit liegt viel Unabhängigkeit.<br />

dern unsere volle Aufmerksamkeit<br />

und befördern uns genau in den richtigen<br />

Moment – das Hier und Jetzt.<br />

Gleichzeitig setzt die Natur aber<br />

auch unsere „Erfolge“ in Relation.<br />

Wie unbedeutend doch solch ein kleiner<br />

Mensch inmitten einer imposanten<br />

Felswand scheint – und wie die<br />

Sonne auch ohne permanentes Mailchecken<br />

stoisch über den Horizont<br />

wandert. Wie viel oder wenig des<br />

bunt bedruckten Papiers der kleine<br />

Mensch im letzten Jahr angesammelt<br />

hat, wie weit er auf der Karriereleiter<br />

zu klettern vermag, welchen<br />

Abschlüssen er hinterherzulaufen<br />

vermag – all das ist den Bergen, den<br />

Flüssen und Wäldern, dem Sonnenaufgang<br />

am Gipfel einerlei. Die Momente<br />

draußen in der Natur, die bauschig<br />

aufsteigenden Nebelschwaden<br />

im sich langsam erwärmenden Morgen,<br />

das Spiel der Sonne mit dem<br />

Licht und den Wolken, der Blick hinunter<br />

ins Tal, das Glück den<br />

schweißtreibenden Anstieg hinter<br />

sich gebracht zu haben, der schneidige<br />

Wind oben am Gipfelgrat, der kalte<br />

Sprühregen im Gesicht und der<br />

Duft der Wälder und Almwiesen<br />

nach einem kurzen Regenguss – Momente<br />

wie solche, sie lassen sich<br />

nicht erkaufen, sie lassen sich nur<br />

erleben. Alles, was das „Draußensein“<br />

von uns fordert, ist unsere vol-<br />

le Aufmerksamkeit, Respekt und ein<br />

klein wenig Demut.<br />

Draußen ist für alle da<br />

Natur- und Bergerlebnisse – sie sind<br />

ob ihrer enormen Vielfalt tatsächlich<br />

für alle da. Weder braucht es irre<br />

Kondition noch teure Ausrüstung<br />

oder „Extreme“, um draußen „sein“<br />

Glück zu finden. Denn „Draußen“ findet<br />

nicht erst fernab der Zivilisation,<br />

sondern bereits hinter der Stadtgrenze<br />

statt. Alles, was es braucht,<br />

ist eine realistische Einschätzung<br />

der eigenen Fähigkeiten, dann lässt<br />

sich die Natur für jedermann entdecken.<br />

Das Glück reicht vom Ausflug<br />

mit kleinen Entdeckern über eine<br />

flotte Feierabendtour unweit der eigenen<br />

vier Wände bis hin zu alpinen<br />

und hochalpinen Abenteuern oder<br />

mehrtägigen Weitwandertouren –<br />

und findet sich genauso einsam allein<br />

...der schneidige<br />

Wind am Gipfelgrad,<br />

der kalte Sprühregen<br />

im Gesicht, der Duft<br />

der Wälder und<br />

Almwiesen ...<br />

FOTO: Dynafit<br />

wie mit Partner, Freunden oder geselligen<br />

Gruppen. Draußen, da grüßt<br />

man sich im „Du“, hilft sich gegenseitig<br />

und hinterlässt keine Spuren.<br />

Wählt man dann auch noch die passende<br />

Tour oder Route entsprechend<br />

der eigenen Erfahrung, gibt es wohl<br />

nur wenige Erlebnisse, die für langanhaltenderes<br />

Glück sorgen. Aber:<br />

Egal wohin euch der Ruf des „Draußen“<br />

in dieser Saison auch führt,<br />

oben respektive am Ziel anzukommen<br />

ist ein willkommener Bonus eines<br />

perfekten Tages in den Bergen –<br />

sicher zurück nach Hause zu kommen<br />

hat aber stets oberste Priorität.<br />

Einfach mal machen<br />

Darum unser gut gemeinter Rat,<br />

nein, unser Appell: Nehmt euch auch<br />

in stressigsten Zeiten ab und an die<br />

Zeit für „draußen“. Nicht hektisch<br />

und gestresst zwischen zwei Geschäftsterminen<br />

oder Kinderfußballturnier<br />

und Großonkel Karls Geburtstag<br />

gepresst, sondern ganz bewusst.<br />

Hier abseits des eng getakteten<br />

Alltags hat Hektik keinen Platz,<br />

wird diese, je nach Gelände, mitunter<br />

sogar gefährlich. Auch wenn die<br />

Phrase längst nicht angestaubt, sondern<br />

fast schon abgedroschen wirken<br />

mag – seht die Welt da draußen<br />

öfter mal mit Kinderaugen. Klettert<br />

(bitte im Rahmen eurer Möglichkeiten)<br />

mal auf oder über kleine Felsen.<br />

Wandert öfter mal auf unbekannte<br />

Gipfel, entdeckt regelmäßig neue<br />

Berge und Routen für euch. Haltet<br />

inne, um das emsige Treiben der<br />

Ameisen zu beobachten, folgt mutig<br />

und neugierig neuen Wegen, lasst<br />

euch fesseln vom Moment. Vielleicht<br />

lasst ihr euch ja von unseren Geschichten<br />

und Ratgebern etwas weiter<br />

hinten im Magazin sogar zu einer<br />

Weitwanderung inspirieren oder<br />

wagt euch begleitet von kundigen<br />

Händen an euren ersten Klettersteig.<br />

Geht einfach mal rein, rauf<br />

und raus in die Wälder, auf die Gipfel<br />

und in die „Wildnis“. Euer Körper<br />

wird es euch genauso danken wie<br />

eure Seele.<br />

020


6:00 | ALTA BADIA<br />

D O L O M I T E S


Radelnd entdecken<br />

Das slowenische Vipava-Tal und der Karst laden ganzjährig<br />

zu radelnden Entdeckungstouren mit Genussfaktor.<br />

ren Seite von der Hochebene des<br />

Trnovo-Waldes begrenzt, fasziniert<br />

das Vipava-Tal seine Besucher mit<br />

seinen Weinbergen und den über<br />

die Hochebenen ausgedehnten Wäldern.<br />

Zur Natur und Landschaft gesellen<br />

sich zahlreiche verstreute<br />

Kulturdenkmäler wie Burgen und<br />

Schlösser, mittelalterlich ummauerte<br />

Siedlungen und einfache Dörfer<br />

aus Stein. Darunter verstecken sich<br />

auch wahre Juwele wie etwa Lipica,<br />

das ursprüngliche Gestüt der weltbekannten<br />

Lipizzaner im Karst,<br />

oder die Grabstätte der Bourbons,<br />

D<br />

as Vipava-Tal und der<br />

Karst, beides beliebte<br />

Reiseziele im Westen<br />

Sloweniens, sind nicht<br />

nur geografische<br />

Nachbarn, sie haben auch sonst viel<br />

gemeinsam. Beide sind mit mildem,<br />

mediterranem Klima gesegnet, sind<br />

als Weinbaugebiete für ihre ausgezeichnete<br />

Küche und die einzigartigen<br />

Naturlandschaften bekannt.<br />

Oben auf dem Karstplateau fesseln<br />

die weltberühmten Karstphänomene,<br />

allen voran die Karsthöhlen. Einerseits<br />

vom Karst, auf der andeder<br />

Familie des letzten französischen<br />

Königs im Vipava-Tal.<br />

Was das Vipava-Tal und der<br />

Karst darüber hinaus teilen: Beide<br />

lassen sich am besten mit dem<br />

Fahrrad erkunden. Abwechslungsreiche<br />

Touren für Rennradfahrer,<br />

Mountainbiker, Tourenfahrer und<br />

Familien führen hier allesamt zu<br />

kulinarischen, kulturellen oder<br />

landschaftlichen Genüssen. Nova<br />

Gorica formt zusammen mit Gorizia<br />

in Italien einen einzigartigen<br />

Ballungsraum, der 2025 sogar Kulturhauptstadt<br />

Europas sein wird.<br />

022


VIPAVA-TAL & KARST<br />

Mountainbiker werden im<br />

Vipava-Tal und im Karst<br />

genauso fündig wie Rennradler<br />

und Genießer.<br />

FOTOS: Jan Cermelj; Marijan-Mocivnik; Jost Gantar;<br />

Das bereits erwähnte mediterrane<br />

Klima sowie die Nähe zur Adria<br />

erlauben es im Vipava-Tal und<br />

im Karst ganzjährig in die Pedale<br />

zu treten. Beide Regionen sind bekannt<br />

für ihre mitunter starken<br />

Nordostwinde, die Burja (Bora).<br />

Dafür weisen sie aber auch deutlich<br />

mehr Sonnentage als jede andere<br />

Region Sloweniens auf. Überall finden<br />

sich radfreundliche Unterkünfte<br />

und auch Fahrradverleihservices<br />

stehen so gut wie überall in den beiden<br />

Regionen zur Verfügung.<br />

Route of Stone<br />

Die sogenannte Route of Stone<br />

führt Biker in drei Tagen durch alle<br />

Farben des Karsts und der Brkini.<br />

Die Tour durchquert das magische<br />

Karstplateau dabei entlang malerischer<br />

Wege und durch unberührte<br />

Natur von Süden nach Norden.<br />

Wohlbekannte und weniger bekannte<br />

Sehenswürdigkeiten sowie lokale<br />

Köstlichkeiten laden zur Rast. Das<br />

bereits erwähnte Lipica-Gestüt gehört<br />

hier genauso zu den Must-sees<br />

wie der Botanische Garten Sežana,<br />

das Friedensdenkmal in Cerje, die<br />

Škocjan-Höhlen, das mittelalterliche<br />

Dorf Štanjel oder die Überreste<br />

von Volčji Grad.<br />

Radeln & Kulinarik im Paradiestal<br />

Radeln und Kulinarik bieten im paradiesischen<br />

Vipava-Tal gleich doppelten<br />

Genuss. Familien finden ent-<br />

spannte Touren mit interessanten<br />

Stopps in antiken Dörfern. Erfahrene<br />

Radfahrer und Rennradfahrer<br />

können die malerischen Hügel erkunden,<br />

während Mountainbiker<br />

spektakuläre Routen und teils steile<br />

Rampen finden. Einheimische Guides<br />

führen zu verborgene Ecken,<br />

die Vipava-Valley Outdoor-App unterstützt<br />

beim Finden von Touren.<br />

Weitere Infos unter:<br />

www.visitkras.info<br />

www.vipavskadolina.si<br />

023


...weil wir gemeinsam<br />

...weil neue wir Wege gemeinsam gehen!<br />

neue Wege gehen!<br />

EW<br />

Urlaub mit Hund<br />

Im „Mensch-Hund-Gespann“ macht es gleich doppelt so<br />

viel Spaß, die einzigartigen Naturlandschaften des Waldviertels<br />

zu entdecken! Wälder, Wiesen, Felsformationen<br />

und endloser Wasserspaß an Seen, in Klammen und an naturbelassenen<br />

Flussläufen warten nur darauf, bei einem<br />

Urlaub mit Hund von selbigem erobert zu werden.<br />

www.waldviertel.at/urlaub-mit-hund-wandern<br />

FOTO: Waldviertel Tourismus, weinfranz<br />

FOTO: Vaude<br />

Herz an Herz die Natur erleben<br />

In der schadstofffreien und atmungsaktiven Babytrage „Amare“<br />

(UVP € 150,–) von Vaude, die nachhaltig und klimaneutral hergestellt<br />

wird, können Kinder ab Geburt bis etwa drei Jahre in ergonomisch<br />

richtiger Anhock-Spreiz-Haltung sowohl vor dem Bauch als<br />

auch auf dem Rücken getragen werden. Dabei ist die für Kinder so<br />

wichtige Rundrücken-Haltung gewährleistet. Die Sitzbreite sowie<br />

die Rückenlänge sind je nach Größe des Kindes individuell einstellbar.<br />

Bauch- und Schultergurte sind extrem leicht und durch ein Mesh-Gewebe hoch<br />

atmungsaktiv, was für höchsten Klimakomfort und hohe Bewegungsfreiheit sorgt.<br />

Sie wiegt zudem nur 590 Gramm. www.vaude.com<br />

FOTO: Roadsurfer.com<br />

Deshalb gibt es in unserer vielfältigen Wanderrucksack-Kollektion<br />

genau den passenden Begleiter<br />

für deine individuellen Ansprüche und Bedürfnisse.<br />

Wie zum Beispiel bei unserem GREEN<br />

gelabelten Hike Pack 27 mit komfortablem Netz-<br />

rücken für deine entspannten Wandertouren.<br />

FAIRE &<br />

TRANSPARENTE<br />

PRODUKTION<br />

HOCHWERTIGE<br />

QUALITÄT &<br />

VERARBEITUNG<br />

ANTEILIG<br />

RECYCELTE<br />

MATERIALIEN<br />

FOTO: Cep Sports<br />

Ultrakomfortabel<br />

Kurz und leistungsstark: Mit den<br />

„Hiking Merino Mid Cut Socks“<br />

(UVP: € 27,95) von CEP Sportswear<br />

bist du optimal für ein aktives<br />

Wandererlebnis ausgestattet. Die<br />

bewährte „medi Kompression“<br />

verleiht dir zusätzliche Energie für<br />

deine Ein- oder Mehrtagestour und<br />

entfaltet eine schützende Wirkung<br />

im anspruchsvollen<br />

Gelände.<br />

Dazu kommt ein<br />

perfekter Tragekomfort<br />

– garantiert<br />

ohne Zwicken,<br />

Verrutschen und<br />

Blasen.<br />

cepsports.com<br />

ROADTRIPS LEICHT GEMACHT<br />

Das neue Routenplanungsfeature in<br />

der roadsurfer-spots-App kombiniert<br />

die Daten von Google Maps mit der<br />

eigenen Stellplatz-Datenbank von<br />

roadsurfer spots und ermöglicht so<br />

die unkomplizierte Planung des gesamten<br />

Roadtrips. spots.roadsurfer.com<br />

024<br />

TATONKA - OUTDOOR EQUIPMENT SEIT 1993


FOTO: Tobias Haller/Nodum Sports<br />

S<br />

TechOUTDOOR<br />

News<br />

Events<br />

Camps<br />

Szene<br />

E-BIKE & CLIMB IM CLIMBERS PARADISE TIROL<br />

Mit dem E-Bike ohne Anstrengung Tirols alpine Kletterspots erklimmen. Dank der<br />

frischen Bergluft ist auch bei heißen Temperaturen Klettern ein Genuss. Egal ob im<br />

Sportklettergarten, in einer Mehrseillängenroute oder am Klettersteig – inmitten<br />

einer eindrucksvollen Bergkulisse erwartet jeden Outdoor-Enthusiasten ein erlebnisreicher<br />

Tag. Alle Infos unter: www.climbers-paradise.com<br />

Klassenzimmer auf der Alm<br />

Die Initiative „Klassenzimmer auf der<br />

Alm“ möchte ein alternatives Bildungskonzept<br />

für Schüler:innen der 11. Gymnasialstufe<br />

auf einer selbst bewirtschafteten<br />

Alm erschaffen. Kernelemente<br />

sind unter anderem das praxis- und lebensnahe<br />

Lernen durch die Einbindung<br />

in den Almbetrieb, die nachhaltige Nutzung<br />

und Wertschätzung natürlicher<br />

Ressourcen sowie die Entwicklung von<br />

Persönlichkeit und Verantwortungsbewusstsein.<br />

Als Heimat für dieses Projekt<br />

suchen die Initiatoren eine Alm im<br />

europäischen Alpenraum zur Pacht oder<br />

zum Kauf. Weitere Infos unter:<br />

www.klassenzimmeraufderalm.de<br />

Start Exploring<br />

Die neue „5 Panel Explore Cap“ von<br />

BUFF® wurde für Entdecker:innen<br />

gemacht, die sowohl in der Natur als<br />

auch in der Stadt unterwegs sind.<br />

Recyceltes Ripstop-Gewebe und<br />

Ziernähte verbinden Stil mit Funktion.<br />

Der verstellbare und elastische Kordelverschluss<br />

ist von Kletterseilen inspiriert<br />

und sorgt für eine präzise Passform<br />

und ganztägigen Komfort. Sie<br />

ist aus recyceltem Polyester gefertigt<br />

und verfügt über ein feuchtigkeitsableitendes<br />

Band und atmungsaktives<br />

UPF-50-Gewebe. www.buff.com<br />

FOTO:TVB Pitztal<br />

3 FRAGEN AN<br />

PHILIPP STÖFELZ, MA<br />

GF TOURISMUSVERBAND PITZTAL<br />

Was bewegt dich<br />

aktuell im Business?<br />

Nach einer sehr erfolgreichen<br />

Wintersaison,<br />

in der wir unsere<br />

Schneekompetenz<br />

als Dach Tirols<br />

optimal ausspielen konnten, starten<br />

wir gerade in die Sommersaison.<br />

Neben der Eröffnung unseres neuen<br />

Trails am Hochzeiger etablieren<br />

wir derzeit neue Events, um uns im<br />

Sommer wie im Winter noch stärker<br />

als hochalpine und naturnahe<br />

Sportregion für Familien und Aktivsportler<br />

zu positionieren.<br />

Welchen Stellenwert hat Sport<br />

in deinem Leben?<br />

Sport ist für mich ein toller Ausgleich<br />

zum manchmal stressigen<br />

Alltag. Sei es eine Runde Mountain-<br />

Biken oder eine Gipfelwanderung<br />

im Sommer oder ein paar Stunden<br />

Skifahren oder Langlaufen im Winter<br />

– der Sport gibt mir die Möglichkeit,<br />

meinen Kopf frei zu bekommen.<br />

Welch Glück, dass man<br />

bei uns im Pitztal zu allen Jahreszeiten<br />

sportlich aktiv sein kann.<br />

Dein vergangenes oder zukünftiges<br />

Aktivsport-Highlight?<br />

Da gibt es unzählige, sodass ich gar<br />

kein einzelnes herauspicken kann.<br />

Fest am Plan für den heurigen Sommer<br />

steht eine Tour auf die Wildspitze,<br />

den höchsten Berg Tirols,<br />

der hoch über dem Pitztal thront.<br />

Ein weiteres Highlight ist sicherlich<br />

der „Pitz Alpine Glacier Trail“,<br />

bei dem im August wieder wagemutige<br />

Athleten bis zu 6000 Höhenmeter<br />

und 106 Kilometer bezwingen.<br />

Ein Must-see für mich!<br />

FOTO: klassenzimmeraufderalm.de<br />

025


Insektenschutz,<br />

der funktioniert<br />

Das Thema Mücken- und<br />

Zeckenschutz ist allgegenwärtig.<br />

Die Gefahren zu<br />

Hause steigen und Fernreisen<br />

sind auch wieder gefragt.<br />

Deshalb hat MAUL<br />

SPORT eine komplett neue<br />

„Insect Shield Funktionsbekleidungs“-Kollektion<br />

herausgebracht.<br />

Diese verfügt<br />

über einen effektiven, geruchlosen<br />

Insekten-Schutz,<br />

der über die gesamte Lebensdauer<br />

des Bekleidungsstücks<br />

anhält und für ein<br />

ungetrübtes Outdoorvergnügen<br />

sorgt.<br />

www.maul-sport.de<br />

FOTO: Maul Sports<br />

MONTANE<br />

expandiert in Österreich<br />

Die nachhaltige Outdoor-Marke<br />

MONTANE aus England ist auf<br />

Expansionskurs. Die besonders leichten,<br />

hochfunktionellen und athletischen<br />

Premiumprodukte fürs Trailrunning,<br />

Wandern, Klettern und Skitourengehen<br />

punkten in edlen und zeitlosen<br />

Farben. Zahlreiche Ultrabewerbe<br />

werden von Montane schon gesponsert,<br />

demnächst auch im Alpenraum.<br />

Anfragen von interessierten Händlern<br />

an: Montane Österreich, Tel. +43<br />

676/87 19 70 133. www.montane.com<br />

EW<br />

Allrounder<br />

Für Trail- und Outdoor-Fans<br />

ist der Zanier Endurance<br />

(UVP € 19,99) ganzjährig<br />

essenziell – Top-Features:<br />

Schlüsselfach, touchscreenkompatibel,<br />

Flex-Material<br />

und optimale Passform.<br />

Qualität, die man vom Tiroler<br />

Handschuhspezialisten<br />

ZANIER seit 1969 gewöhnt<br />

ist. www.zanier.com<br />

FOTO: Spice Media für Zanier Gloves<br />

Der neue (Im-)Pulsgeber für Outdoor-Abenteuer<br />

Garmont entwickelt Schuhe für Menschen, die gerne in der Natur denken,<br />

atmen und leben. Den Frühling vor Augen präsentiert das Traditionshaus<br />

aus Venetien mit dem neuen 9.81 PULSE deshalb den perfekten<br />

Schuh für Sommerabenteuer. Der Low-Cut-Schuh überzeugt mit<br />

dynamischem Design, mit großer Bewegungsfreiheit, einem äußerst<br />

bequemen Tragegefühl und einzigartigen technischen Eigenschaften,<br />

was vor allem Leichtwanderer (345 Gramm bei<br />

Größe 42) zu schätzen wissen: atmungsaktiv, bequem,<br />

praktisch und zuverlässig.<br />

de.garmont.com<br />

Sport. Spa. Style.<br />

AKTIV AM BERG, ENTSPANNT IM TAL.<br />

JETZT BIS ZU<br />

-15%<br />

SUNSHINE<br />

SPECIAL *<br />

SICHERN!<br />

Die beeindruckende Kulisse des Dachstein gebirges erleben<br />

und aus unzähligen Möglichkeiten für jedes Alter und<br />

alle Ansprüche wählen. Die Weite der Land schaft und die<br />

klare Bergluft wirken lassen. Im Hotel neue Vitalität im<br />

Acquapura SPA erlangen, hochwertige Kulinarik genießen<br />

und die steirische Herzlichkeit kennen lernen.<br />

Aktiv sein, tief durchatmen, Kraft tanken.<br />

* Limitiertes Angebot nach Verfügbarkeit.<br />

MEHR INFOS UNTER<br />

falkensteiner.com/schladming<br />

Planai Hotel Errichtungs- und Betriebs GmbH · GF Anton Jäger<br />

Europaplatz 613 · A-8970 Schladming · LG Leoben · FN 379022 k · Firmensitz: Schladming


Genießen und<br />

erleben in<br />

Südkärnten<br />

Die neu gegründete<br />

Großregion<br />

Klopeiner See –<br />

Südkärnten – Lavanttal (KSL) geht<br />

nun mit gebündelter Power an den<br />

Start. Am 1. Tourismustag Mitte Mai<br />

wurden die neue Werbelinie sowie<br />

beeindruckende Werbemittel<br />

präsentiert. Die beiden Magazine<br />

„genießen“ (am Klopeiner See) und<br />

„erleben“ (Lavanttal) sind online<br />

kostenlos zu bestellen.<br />

www.suedkaernten.at<br />

www.region-lavanttal.at<br />

FOTO: Deuter/Stefan Neuhauser<br />

S<br />

News | Events | Camps | Szene | Tech<br />

OUTDOOR<br />

GRUND ZUM FEIERN<br />

Deuter feiert 125 Jahre Leidenschaft. Aus diesem Anlass<br />

bringt die Marke eine 125 Jahre Anniversary Edition<br />

im Sommer <strong>2023</strong> auf den Markt: Acht der beliebtesten<br />

Modelle aus 100 % recyceltem und bluesignzertifiziertem<br />

Hauptmaterial in klassischem Schwarz<br />

mit einer ganz speziellen Grafik. Die Linie ist eine<br />

Hommage an die Geschichte des Alpinismus und den<br />

Anspruch von Deuter, den Bergsport auch weiterhin<br />

mit Inovationen zu prägen.<br />

www.deuter.com<br />

FOTO: Ortovox/AnneKaiserPhotography<br />

Neues Leben für Secondhand-Ware<br />

Mit dem Launch des „Ortovox 2nd Life-Shops“ bietet<br />

der Münchner Bergsportspezialist ein weiteres Instrument,<br />

um den Bergsport nachhaltiger zu gestalten.<br />

Die Nutzungsdauer eines Produkts um drei Monate<br />

zu verlängern, bedeutet bereits eine Reduktion des<br />

CO 2<br />

-, Müll- und Wasserfußabdrucks um 10 %, hat<br />

man bei Ortovox ausgerechnet. In diesem Sinne bietet<br />

Ortovox unter http://secondlife.ortovox.com aufbereitete<br />

Produkte an, die beispielsweise B-Ware sind oder aus Reklamationen<br />

stammen. Sie werden in der unternehmenseigenen Werkstatt in Taufkirchen (München)<br />

auf Herz und Nieren geprüft, bevor sie zu attraktiven Preisen wiederverkauft<br />

werden.<br />

secondlife.ortovox.com<br />

FOTO: Primavera Life GmbH<br />

Die Liebeserklärung<br />

an meine Haut<br />

Vitalisiert den Tag erobern<br />

– das „Pure Frische<br />

Aktiv Duschgel“ von<br />

PRIMAVERA reinigt<br />

sanft und effektiv. Mit seinem<br />

frischen, aquatischen<br />

Duft aus Bio-Minze und<br />

Bio-Weißtanne belebt es<br />

Körper und Sinne.<br />

www.primaveralife.com/<br />

sport-duschgel.html<br />

SICHERHEIT & GRIP<br />

im Taschenformat<br />

nur 230 g (pro Paar, Größe M)<br />

… zu jeder Jahreszeit –<br />

auf jedem Untergrund<br />

www.snowlinespikes.com<br />

snowlineSpikes<br />

Foto: Bernd Ritschel


PERSONALITY Jörn Heller<br />

Die Augen<br />

weit offen<br />

Jörn Heller, von Montane unterstützter Bergsteiger<br />

und Bergführer, hat vor Jahrzehnten in Patagonien einen<br />

Rekord aufgestellt. Dort in Südchile ist heute der Klimawandel<br />

noch sichtbarer als in anderen Teilen der Welt.<br />

von Christof Domenig<br />

J<br />

örn, du hast gemeinsam<br />

mit Robert Jasper 1994<br />

mit der ersten Eintagesbesteigung<br />

am Cerro<br />

Torre einen Rekord aufgestellt.<br />

Was kommt dir davon in den<br />

Sinn, wenn du dich zurückerinnerst?<br />

Zunächst dass wir sehr jung waren.<br />

Und offensichtlich waren wir auch<br />

sehr leistungs- und leidensfähig.<br />

Der Rekord ist eigentlich unbeabsichtigt<br />

entstanden. Wir hatten<br />

schon acht vergebliche Versuche<br />

am Berg und beim neunten Mal haben<br />

wir gesagt, wir setzen alles auf<br />

eine Karte. Wir gehen es nicht<br />

mehr klassisch an und biwakieren<br />

in einer Schneehöhle, sondern klettern<br />

die ganze Nacht durch. So ist<br />

das entstanden. Rund um Mitternacht<br />

waren wir am Gipfel.<br />

Der Eintrag eurer damaligen Leistung<br />

findet sich heute auf Wikipedia<br />

übrigens unter dem großen Begriff<br />

„Bergsteigen“ wieder ...<br />

Echt? Das wusste ich gar nicht. Es<br />

war auf jeden Fall mit einer hohen<br />

Leidensfähigkeit verbunden, beim<br />

letzten Teil hatte ich echt die<br />

Schnauze randvoll. Diese ganze Eigendynamik,<br />

die sich daraus entwickelt<br />

hat, hat letztlich dazu geführt,<br />

dass wir auf den Gipfel gekommen<br />

sind. Wir waren auch keine drei Mi-<br />

nuten oben, dann haben wir uns<br />

schon wieder an den Abstieg gemacht.<br />

Morgens um fünf kam tatsächlich<br />

der nächste Sturm, wir<br />

sind gerade noch rechtzeitig zur Biwakhöhle<br />

gekommen.<br />

Ebenfalls mit Robert Jasper, ebenfalls<br />

in Patagonien, aber fast 30 Jahre<br />

später hast du dich auf die Spuren des<br />

Klimawandels begeben. Ihr habt, von<br />

einem TV-Team begleitet, ein Wissenschafterteam<br />

dorthin geführt, weil<br />

die Auswirkungen der Klimaveränderung<br />

in diesem Teil der Welt noch viel<br />

dramatischer sind. Was hatte es, in<br />

Kurzform, damit auf sich?<br />

Es war ein Projekt, das sich über<br />

drei Jahre hinzog, aufgrund von Covid<br />

jedoch zwei Jahre komplett blockiert<br />

war. Unser Auftrag war, einen<br />

Klimaforscher der Berliner<br />

Humboldt-Universität auf das nördliche<br />

patagonische Eisfeld zu bringen,<br />

auf einer Route, die auch für<br />

Laien gangbar sein würde. Wir sind<br />

dazu mit Packrafts über einen großen<br />

Gletschersee gepaddelt. In der<br />

Realität hat sich herausgestellt,<br />

dass der Gletschersee, den wir von<br />

den Jahren vorher schon kannten,<br />

mittlerweile fast zehnmal größer<br />

geworden war. Stundenlang sind<br />

wir zwischen Eisbergen gepaddelt<br />

und haben letztlich vergeblich<br />

FOTO: Klaus Fengler Photographie<br />

KLETTERND IN<br />

PATAGONIEN.<br />

Jörn Heller war über mehrere<br />

Jahrzehnte immer wieder<br />

in der südchilenischen<br />

Region unterwegs: „Die<br />

Veränderungen durch den<br />

Klimawandel potenzieren<br />

sich von Jahr zu Jahr.“<br />

028


029


PERSONALITY Jörn Heller<br />

ZUR PERSON<br />

Jörn Heller<br />

Geboren 1968 in Pforzheim (D), ist einer der<br />

besten deutschen Berg- und Skiführer und<br />

erfahrener Extrembergsteiger. In den französischen<br />

Alpen, etwa im Gebiet von Chamonix,<br />

tragen einige Routen seinen Namen. Bergsteigerisches<br />

Neuland betritt er regelmäßig auf<br />

seinen Expeditionen mit Robert Jasper. Mit<br />

diesem gemeinsam und von einem Kamerateam<br />

des ZDF begleitet, führte Heller 2022<br />

Wissenschafter nach Patagonien in Südchile,<br />

die dort die Auswirkungen des Klimawandels<br />

erforschten. Eine 30-minütige Dokumentation<br />

über diese Expedition ist im kommenden Sommer<br />

in der ZDF-Reihe „Planet e“ zu sehen.<br />

www.joern-heller.de<br />

versucht, einen Zugang auf den<br />

Gletscher zu finden. Rein wissenschaftlich<br />

gesehen war allein das<br />

beeindruckend und authentisch und<br />

hatte schon eine hohe Aussagekraft.<br />

Wie alles ablief und letztlich ausging,<br />

kann man im Sommer in einer<br />

Fersehdokumentation im ZDF sehen<br />

– aber abgesehen von der Größe des<br />

Sees: Woran sieht man in dieser Region<br />

die Auswirkungen des Klimawandels?<br />

Um es in den Worten des Professors<br />

zu sagen: Während bei uns die<br />

Gletscher stark am Schrumpfen<br />

sind, sind sie auf der Südhalbkugel<br />

am Zerfallen. Der Gletscher ist<br />

buchstäblich in den See reinzerfallen<br />

und löst sich auf; die Wassermengen,<br />

die dort stündlich abgeflossen<br />

sind, sind unvorstellbar. Aus<br />

meiner Laiensicht betrachtet – ich<br />

war elf Mal in Patagonien: Es ist beeindruckend,<br />

wie schnell die Veränderungen<br />

sind, und es potenziert<br />

sich jetzt von Jahr zu Jahr. Auch<br />

bei uns in den Alpen. Die Menschen,<br />

die in Patagonien leben, haben<br />

etwa massiven Wassermangel<br />

und sehr stark mit den Umständen<br />

zu kämpfen.<br />

Welche Gefühle hast du da, wenn du<br />

das alles vor Ort siehst?<br />

Paddelnd im Gletschersee – der Gletscher ist dabei, in sich zu zerfallen.<br />

Vor Ort kann ich mir Gefühle kaum<br />

leisten, da sind wir zu sehr im Tun<br />

und fokussiert. Aber generell, und<br />

das ist in meiner Arbeit als Bergführer<br />

in den Alpen auch nicht anders:<br />

Es macht mich einerseits sehr<br />

demütig, auch ein kleines bisschen<br />

traurig. Auf der anderen Seite weiß<br />

ich: Der Natur ist es egal. Das Problem<br />

haben wir, die Menschheit, da<br />

kommt vieles auf uns zu. Die Dynamik<br />

hat eine riesige Geschwindigkeit<br />

angenommen.<br />

Gibt es dennoch etwas, das dir bei<br />

dem Thema Hoffnung macht?<br />

Wie gesagt: Der Natur ist es egal,<br />

die passt sich daran an. Es ensteht<br />

immer Neues, die Natur geht ihren<br />

Weg.<br />

Seit der Coronazeit ist eine große<br />

Sehnsucht der Menschen nach dem<br />

Draußensein zu spüren. Ist das eine<br />

Chance, Menschen für die Natur zu<br />

sensibilisieren, dass viele die Berge<br />

für sich entdecken?<br />

Ich sehe es definitiv als Chance,<br />

mehr Menschen zu sensibilisieren,<br />

dass wir die Natur nutzen, aber<br />

auch schützen sollten und müssen.<br />

Es ist auch schön, dass Menschen<br />

die Natur entdecken und sich bewegen<br />

wollen. Die Kehrseite der Medaille<br />

– aber es steht mir eigentlich<br />

nicht zu, das zu kritisieren, denn<br />

FOTOS: Jörn Heller<br />

030


wer im Glashaus sitzt, soll nicht mit<br />

Steinen schmeißen ...<br />

Was wäre dennoch diese Kehrseite?<br />

Mit Bergsport und Outdoorsport als<br />

Massenphänomen ist der Druck auf<br />

die Natur noch größer geworden.<br />

Zielgruppen, die das erst in den<br />

letzten Jahren entdeckt haben, haben<br />

außerdem eine andere Herangehensweise<br />

an den Bergsport.<br />

Mein Eindruck ist, früher hat man<br />

sich das sukzessive erschlossen und<br />

in vielleicht zehn Jahren war es das<br />

Ziel, einmal auf den Mont Blanc zu<br />

gehen. Jetzt läuft es nach dem Motto:<br />

„Heute Führerschein, morgen in<br />

der Formel 2 mitfahren“. Das ist<br />

der Trend, den ich die letzten 20<br />

Jahre schon wahrnehme – und das<br />

hat sich jetzt noch einmal verstärkt.<br />

Woran merkt man das?<br />

Man sieht es etwa auch daran, dass<br />

nicht nur viel mehr Menschen in<br />

die Berge gehen, sondern dass wir<br />

erheblich mehr Blockaden haben.<br />

Es geht tatsächlich selten um echte<br />

Notfälle, sondern ein hoher Prozentsatz<br />

der Einsätze von Bergrettern<br />

sind Blockaden. Das lässt den<br />

Schluss zu, dass der heute von vielen<br />

gewählte Ansatz ein anderer ist<br />

und vielleicht nicht so der Respekt<br />

vor den Bergen da ist – oder das<br />

Bewusstsein, dass die Natur immer<br />

stärker sein wird.<br />

Außer Bergführer bist du auch Diplompädagoge<br />

– was würdest du den<br />

Menschen hier gern weitergeben?<br />

Ich denke, jeder muss seinen eigenen<br />

Weg finden, aber wichtig ist<br />

schon: In der Ruhe liegt die Kraft.<br />

Alpinistisch betrachtet kann eine<br />

Portion Demut nicht schaden. Gerade<br />

in dem Sinne, dass infolge des<br />

Klimawandels massive Veränderungen<br />

im Gange sind, die uns<br />

Kompetenzen abverlangen, die man<br />

sich nur über viele, viele Jahre, die<br />

man im Gelände unterwegs ist, aneignen<br />

kann.<br />

Wenn du Menschen am Berg führst –<br />

was versuchst du konkret zu vermitteln?<br />

Generell ist mein Ansatz die „Kunst<br />

der Berührung“. Wenn jemand nur<br />

einmal durchschnauft und sagt:<br />

„Wow, das ist gigantisch hier“, dann<br />

habe ich schon gewonnen. Generell<br />

ist es mir wichtig, dass ich versuche,<br />

die Menschen auf Dinge aufmerksam<br />

zu machen, die mir selbst<br />

wichtig sind. Man entwickelt ein<br />

recht gutes Gespür dafür, ob sie<br />

überhaupt dafür empfänglich sind.<br />

Vor 20, 30 Jahren<br />

war mir der Themenkomplex<br />

„Demut“<br />

gar nicht bewusst.<br />

Heute spielt er eine<br />

sehr große Rolle.<br />

Das andere ist, dass mein Ansatz,<br />

wenn ich mit anderen in den Bergen<br />

unterwegs bin, ein sehr transparenter<br />

ist: Ich versuche alles,<br />

was ich tue, zu erklären. Also: In einer<br />

ernsten Situation gibt es nichts<br />

zu diskutieren, hinterher schon.<br />

Und das mache ich schon vorher<br />

klar, weil das auch viel Druck von<br />

mir selbst nimmt. Ich weiß natürlich,<br />

was ich tue, aber ich mache<br />

auch Fehler.<br />

Du lernst also auch selbst nach wie<br />

vor viel in den Bergen dazu?<br />

Ich habe das Gefühl, je länger ich<br />

FOTO: Montane<br />

in den Bergen unterwegs bin, mit<br />

desto offeneren Augen bin ich unterwegs.<br />

Ich sauge auf wie ein<br />

Schwamm. Ich denke nicht, dass<br />

ich die ganz großen Dinge noch<br />

lerne, es sind Dinge zwischen den<br />

Zeilen, aber die machen es letztlich<br />

aus. Vor allem mache ich auch immer<br />

mal Fehler, das ist menschlich<br />

– das nagt dann auch an mir, aber<br />

da lerne ich dann am meisten daraus.<br />

In der Auseinandersetzung und<br />

Reflexion, aus Gesprächen mit Kollegen,<br />

aber auch mit Kunden.<br />

Inwiefern hat sich in den rund 30<br />

Jahren seit damals am Cerro Torre<br />

dein Blick auf die Berge verändert?<br />

Ich gehe an Dinge ganz anders heran.<br />

Einerseits nüchterner, andererseits<br />

habe ich die Bilder von Tausenden<br />

Tagen im Kopf, die es mir<br />

ermöglichen, alles mit mehr Ruhe<br />

und Gelassenheit anzugehen. Definitiv<br />

gibt es einiges, was ich gemacht<br />

habe, was ich heute so nicht<br />

mehr machen würde. Ich hatte dabei<br />

auch das Glück, das andere<br />

nicht hatten, dass der Kelch an mir<br />

vorübergegangen ist. Vor 20 oder<br />

30 Jahren war mir außerdem dieser<br />

Themenkomplex „Demut“ gar nicht<br />

bewusst, heute spielt der für mich<br />

eine große Rolle. Ich habe das Gefühl,<br />

ich werde jeden Tag demütiger<br />

und lerne dazu – und das gibt<br />

mir noch viel mehr Handlungsfreiheit.<br />

Was wünschst du dir noch in der<br />

Natur und den Bergen?<br />

Viele schöne Erlebnisse. Das ist<br />

auch ein Unterschied zu früher, da<br />

stand die Leistung im Vordergrund<br />

– schneller, schwerer, weiter. Jetzt<br />

nehme ich alles drum herum sehr<br />

viel mehr wahr. Das ist eine große<br />

Bereicherung. Das versuche ich<br />

auch weiterzugeben, wenn ich mit<br />

Menschen unterwegs bin. Die Begeisterungsfähigkeit<br />

ist auch bei<br />

mir in den letzten Jahren immer<br />

noch größer geworden, am Ende ist<br />

das die Energie, die mich antreibt.<br />

031


SERVICE Safety-Basics<br />

032


7 Schritte für<br />

die Sicherheit<br />

GUTES GEFÜHL. Wer<br />

beim Bergabenteuer gut<br />

vorbereitet ist, kann selbiges<br />

auch viel freier genießen.<br />

In die Berge aufzubrechen ist das Größte, sicher<br />

wieder heimzukommen aber ist das Wichtigste.<br />

Neben allem Lustmachen in unserem <strong>Outdoorguide</strong><br />

wollen wir an dieser Stelle kompakt die Safety-Basics<br />

für den Sommer-Bergsport zusammenfassen.<br />

von Christof Domenig<br />

FOTO: istock<br />

K<br />

lar ist es für die<br />

meisten selbstverständlich,<br />

nur gut<br />

vorbereitet, ausgerüstet<br />

und mit dem<br />

entsprechenden<br />

Sicherheitsbewusstsein in die Bergwelt<br />

aufzubrechen. Unser Vorschlag:<br />

Lest die folgenden sieben<br />

Punkte dennoch einmal durch,<br />

schließlich schadet es nie, wieder<br />

einmal an den einen oder anderen<br />

Punkt erinnert zu werden. Auf der<br />

anderen Seite hört man etwa in den<br />

jüngsten Jahren immer wieder,<br />

dass Bergrettungeinsätze daraus<br />

resultieren, dass sich Wanderer einfach<br />

auf einen heruntergeladenen<br />

GPS-Track verlassen haben, diesem<br />

unhinterfragt nachgegangen sind<br />

und damit in eine Notsituation geraten<br />

sind. Nicht selten, so hört man<br />

auch, werden Bergtouren gar nicht<br />

mehr geplant, sondern erst am<br />

Startpunkt der Tour mit dem<br />

Smartphone überhaupt gesucht und<br />

dann gestartet.<br />

Bergtouren sollten stattdessen<br />

immer im Wohnzimmer beginnen,<br />

und zwar mit einer Tourenplanung<br />

spätestens am Vortag der Unternehmung.<br />

Und das gilt auch für einfache<br />

Touren auf Wanderwegen und<br />

selbst dann, wenn einem der Weg<br />

bekannt ist – folgende Fragen gehören<br />

dann trotzdem abgeklärt: Wie<br />

wird das Wetter? Wer geht mit? Wie<br />

ist der Zustand des Weges? Klar: Je<br />

unbekannter das Gelände, je<br />

schwieriger die Tour, desto umfangreicher<br />

sollte die Planung dann ausfallen.<br />

Was zur Tourenplanung gehört<br />

und was zur Sicherheit sonst<br />

noch beachtet werden soll – mit den<br />

folgenden „sieben Schritten“ geben<br />

wir euch die Übersicht.<br />

Wie wird das Wetter?<br />

Wer geht mit?<br />

Wie ist der Zustand<br />

des Wegs? Selbst bei<br />

bekannten Touren<br />

sollte man diese Fragen<br />

immer abklären.<br />

033


SERVICE<br />

Safety-Basics<br />

1Tourenplanung<br />

Sich selbst einschätzen<br />

Unterwegs sollten jederzeit körperliche Reserven<br />

für Unvorgesehenes vorhanden sein. Fit<br />

genug für eine Unternehmung in den Bergen<br />

Sicherheitsprobleme und Unfälle in den Bergen gehen oft auf eine mangelhafte<br />

zu sein, bedeutet nicht, diese am letzten<br />

oder überhaupt fehlende Tourenplanung zurück. Jede Tour in den Bergen gehört<br />

jedoch geplant, egal ob Wanderung, Klettersteigtour oder gar Klettertour.<br />

Zacken noch zu schaffen. Viele Unfälle beim<br />

Wandern passieren etwa durch Stolpern und<br />

Der Aufwand dafür ist nicht groß, der Sicherheitsgewinn dagegen umso größer.<br />

das wiederum hat oft mit Ermüdung zu tun –<br />

Im Grunde sind es vier Punkte, die beachtet und miteinander in Einklang zu<br />

wenn die Aufmerksamkeit, aber auch die Koordination<br />

nachlassen. Eine Faustregel lautet:<br />

bringen sind:<br />

+ die objektiven Kenndaten der Tour – wie Länge, Höhenmeter, Gehzeiten,<br />

Wer eine Stunde joggen oder in hügeligem<br />

Schwierigkeiten und Schlüsselstellen, Wegzustand, Schutzhütten und deren<br />

Gelände mit Bergauf- und Bergabpassagen<br />

Öffnungszeiten u. ä. am Weg; zur Gehzeit: Reservezeiten für Unvorhergesehenes<br />

einkalkulieren;<br />

verfügt über die nötige Grundfitness zum<br />

flotter gehen und dabei 2noch plaudern kann,<br />

Wandern in den Bergen. Wichtig ist auch,<br />

+ eine realistische Selbsteinschätzung, ob Fitness und Können aller Mitgehenden<br />

nicht gleich mit einer schwierigen Tour in die<br />

für die ausgewählte Tour auch reichen (mehr dazu siehe Punkt 2);<br />

Saison oder den Urlaub zu starten, sondern<br />

+ wichtig: die Wetterprognose (siehe Punkt 3);<br />

sich erst eine einfache vorzunehmen und dann<br />

+ die benötigte Ausrüstung muss in gutem Zustand und vollzählig vorhanden<br />

Schritt für Schritt zu steigern. So bekommt<br />

sein (siehe Punkt 4).<br />

man ein Gefühl, was man sich zutrauen kann.<br />

Noch einmal: Einen GPS-Track für seine gewünschte Tour herunterzuladen,<br />

ersetzt nicht die Tourenplanung! Andererseits kann der Track sowohl in der Planungsphase<br />

als auch auf Tour hilfreich sein und zur Kontrolle verwendet werden.<br />

Talentierter<br />

Multisportler<br />

Alte Autoreifen bekommen<br />

im VAUDE Trail Spacer 18<br />

ein zweites Leben.<br />

Für die Saison <strong>2023</strong> hat VAUDE<br />

sein einzigartiges und ISPO<br />

Award-prämiertes Rucksack-Konzept<br />

Trail Spacer 18 mit<br />

3D-Strickrücken nochmals optimiert.<br />

Beim Update wurden neben<br />

einem neuen Recycling-Material<br />

und dem Strick-Garn auch einige<br />

Features überarbeitet. Die Taschenplatzierung<br />

und die Lastgurt-Kontrolle<br />

am Schulterträger erlauben<br />

noch mehr Präzision und intuitive<br />

Erreichbarkeit auch beim Tragen.<br />

Der leichte Multisport-Rucksack<br />

bietet durch das 3D-formge-<br />

strickte Rückenteil maximalen<br />

Komfort, perfekten Halt und mit 18<br />

Litern Volumen viel Platz für<br />

Speed Hiker, Mountainbiker und<br />

sportliche Wanderer. Die aus umweltfreundlich<br />

recyceltem Garn<br />

hergestellte 3D-Strickkonstruktion<br />

ist weltweit einzigartig und erzielt<br />

eine homogene Druckverteilung<br />

und beste Belüftung. Für das recycelte<br />

Hauptmaterial Polyamid werden<br />

über ein zertifiziertes Massen-<br />

bilanzverfahren unter anderem<br />

Altreifen verwendet und dadurch<br />

bis zu 60 % CO 2<br />

eingespart. Wie<br />

alle VAUDE-Produkte ist der Trail<br />

Spacer 18 natürlich klimaneutral<br />

hergestellt.<br />

Mehr Infos auf:<br />

www.vaude.com<br />

ANZEIGE / VAUDE/ Moritz Attenberger<br />

034


Das Einholen und Beachten der Wetterprognose gehört auch fix zur Tourenplanung.<br />

Spezielle Bergwetterdienste sind als Informationsquelle die beste Wahl,<br />

etwa die Wetterdienste alpiner Vereinen oder die Bergwetterseite der ZAMG.<br />

Beliebige Wetterapps, wie sie auf dem Smartphone meist vorinstalliert sind, greifen<br />

dagegen auf sehr großräumige Prognosemodelle zu und sind entsprechend<br />

ungenau. Die Hauptgefahr im Sommer sind Gewitter – da kommt es auf die Art<br />

des Gewitters an: Wärmegewitter entstehen am Nachmittag, wer früh aufbricht<br />

und zu Mittag wieder im Tal ist, kann also grundsätzlich auch an diesen Tagen<br />

Touren unternehmen. Bei Kaltfrontgewittern, die mit einem Wetterwechsel<br />

einhergehen, sollte man dagegen auf Touren ganz verzichten. Und auch wenn<br />

es strahlend schön ausschaut – Wetterumschwünge passieren in der sensiblen<br />

alpinen Wetterküche sehr rasch!<br />

FOTO: Getty Images3Wettercheck<br />

Die Wetterprognose ist schon vorab<br />

immer zu beachten, wenn es in die Berge<br />

geht – unterwegs gilt es, den Himmel und<br />

die Wolken stets im Blick zu behalten.<br />

Tipp für alle<br />

Bergsportler<br />

Trendy, nachhaltig, preiswert:<br />

das sind die Explorer Hotels.<br />

FOTOS: Explorer Hotels<br />

Egal ob im Sommer oder Winter<br />

– die Alpen stecken zu jeder<br />

Jahreszeit voller Abenteuer.<br />

Und das Beste ist: Die Explorer Hotels<br />

sind mittendrin und bieten dir<br />

den besten Ausgangspunkt für deine<br />

Aktivitäten.<br />

Die auf Sportler ausgerichteten<br />

Design-Zimmer stellen ausreichend<br />

Platz für dein Sport-Equipment bereit<br />

und das Bergpanorama sorgt zusätzlich<br />

für pures Urlaubsfeeling.<br />

Das reichhaltige Frühstücksbuffet<br />

am Morgen garantiert dir einen perfekten<br />

Start in den Tag und in der<br />

Bike- & Ski-Area bringst du deine<br />

Sportausrüstung wieder auf Vordermann.<br />

Sport-Equipment sicher verstauen?<br />

In den abschließbaren, beheizten<br />

und belüfteten Sportlockern<br />

kein Problem.<br />

Nach einem ereignisreichen Tag<br />

entspannst du dich im Sport-Spa mit<br />

Sauna, Dampfbad und Infrarotkabine.<br />

Die insgesamt 10 nachhaltigen<br />

Explorer Hotels findest du in den<br />

schönsten Bergregionen Deutschlands<br />

und Österreichs wie z. B.<br />

Oberstdorf und Bad Kleinkirchheim.<br />

Die zehn Explorer Hotels sind<br />

ebenso lässig wie sportlich.<br />

„Active Deal“<br />

3 Nächte mit Frühstück,<br />

Sport-Spa und Bike-Area<br />

ab € 134 p. P.<br />

Weitere Informationen unter:<br />

www.explorer-hotels.com/active<br />

035


MAIER SPORTS<br />

Sei dabei im<br />

Maier Sports<br />

Erlebniscamp!<br />

Vier actionreiche Tage für<br />

zwei im Lechtal warten auf<br />

dich. Bewirb dich!<br />

F<br />

ind your move – share your<br />

moments: So lautet das Motto<br />

der aktuellen Kampagne von<br />

MAIER SPORTS. Teil der Kampagne<br />

ist das exklusive MAIER<br />

SPORTS Erlebniscamp, das von 12.<br />

bis 15. Oktober <strong>2023</strong> 25 Outdoorbegeisterte<br />

vier Tage lang in die<br />

Lechtalter Alpen bringt. Und dort<br />

mit Wanderabenteuern, Klettersteigtouren,<br />

actionreichem Rafting,<br />

Lagerfeuerabenden und weiteren<br />

Erlebnissen begeistern wird.<br />

Zwei der 16 Gewinner:Innen<br />

werden von <strong>SPORTaktiv</strong> entsandt:<br />

Wir verlosen 1x2 Tickets. Übernachtet<br />

wird im 4-Sterne-Hotel<br />

LechZeit, Verpflegung<br />

und Aktivitäten sind natürlich<br />

inklusive. Außerdem<br />

werden die Gewinner<br />

mit den passenden<br />

Produkten ausgestattet.<br />

Interessiert? Der QR-Code führt<br />

dich zu allen weiteren Infos und<br />

zur Gewinnspielteilnahme.<br />

Weitere Infos zu Maier Sports<br />

www.maier-sports.com<br />

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4<br />

Vollständige Ausrüstung<br />

Der vierte und finale Punkt in der Tourenplanung ist die Ausrüstungsliste:<br />

Weil eben Notfälle in den Bergen nie auszuschließen sind und Wetterumschwünge<br />

mit Nässe und tiefen Temperaturen gerade bei schlechter<br />

Ausrüstung gefährlich werden können, sollten folgende Teile auf jeder Tour,<br />

auch im Sommer, mit dabei sein:<br />

+ für den Einsatzzweck passende, feste Schuhe mit Profilsohle;<br />

+ ein Witterungsschutz für Wind und Regen;<br />

+ warme Bekleidung, Haube und Handschuhe;<br />

+ Verpflegung, vor allem genügend Getränke;<br />

+ Orientierungsmittel – Karte und Routenbeschreibung, zusätzlich elektronische<br />

Helfer wie eine Tourenapp mit heruntergeladenem Track am<br />

Smartphone oder Outdoor-GPS-Gerät;<br />

+ voll aufgeladenes Mobiltelefon mit eingespeicherten Notrufnummern<br />

und evt. eine Powerbank;<br />

+ Erste-Hilfe-Paket und Biwaksack.<br />

Mit Reserven unterwegs<br />

Noch eine gute Faustregel: Das Tempo ist dann<br />

richtig gewählt, wenn alle in der Gruppe noch<br />

plaudern können. Stärkere Gruppenmitglieder<br />

sollten stets ein Auge auf Schwächere haben<br />

und darauf achten, dass niemand überfordert<br />

ist. Es gilt auch: lieber öfter und kürzer rasten, als<br />

einmal eine längere Rast einzulegen. Ähnliches gilt<br />

sinngemäß fürs Essen und Trinken: Es ist besser,<br />

öfter kleine Schlucke zu trinken bzw. sich mit kleinen<br />

Essensportionen zu stärken, als unterwegs eine<br />

große Mahlzeit einzunehmen. Kohlenhydrathältige<br />

Sportgetränke sind gerade auf längeren Touren<br />

durchaus sinnvoll, um Kraft und Konzentration<br />

über einen längeren Zeitraum aufrechtzuerhalten.<br />

Vor allem soll man aufs ausreichende Trinken nicht<br />

vergessen: An heißen Tagen kann durchaus schon<br />

beim Wandern ein halber Liter bis Liter pro Stunde<br />

verloren gehen und sollte ersetzt werden. Für einen<br />

Hungerast oder falls wider Erwarten eine Hütte<br />

nicht geöffnet hat, kann ein energiereicher und vom<br />

Auch unterwegs<br />

Körper schnell verwertbarer Notfalls-Snack (wie ein<br />

genug zu trinken<br />

Kohlenhydratriegel oder ein Gel) sehr nützlich sein.<br />

ist ein wichtiger<br />

5Sicherheitsfaktor.<br />

FOTO: Getty Images<br />

FOTO: istock<br />

036


KOMOOT<br />

6Durchblick behalten<br />

Unterwegs empfiehlt es sich auch, den im Vorfeld erstellten<br />

Tourenplan mit dem „Ist-Zustand“ regelmäßig abzugleichen.<br />

Wo befinde ich mich, wie liege ich in der Zeit, bin<br />

ich langsamer oder schneller unterwegs als gedacht? Ein<br />

GPS-Track ist hierbei ein nützlicher Helfer, soll aber eben<br />

nicht allein beachtet werden. Dem Zusammenspiel von gedruckter<br />

Karte und modernen digitalen Orientierungs- und<br />

Navigationsmitteln haben wir eine eigene Story in unserem<br />

<strong>Outdoorguide</strong> <strong>2023</strong> mit dem Bergführer Michael Mautz<br />

gewidmet – siehe ab Seite 112.<br />

Maplibre | © Komoot | Map data © OpenStreetMap Mitwirkende<br />

Wenn ein Notfall eintritt, gilt es, Ruhe zu<br />

bewahren und die Situation „zu managen“.<br />

TOUR DES MONATS<br />

Auf den Spirzinger<br />

Die mittelschwere Tour in den Flachauer<br />

Bergen belohnt mit herrlicher Aussicht.<br />

7<br />

Notfallsmanagement<br />

Und wenn ein Notfall eintritt? Heißt es zunächst kühlen Kopf<br />

bewahren. Wie bei jedem Unfall sind es nur drei wichtige<br />

Schritte, die dabei beachtet werden sollen:<br />

1. Für eine sichere Umgebung sorgen – verletzte Personen<br />

und sich selbst in Sicherheit bringen (zum Beispiel vor Steinschlag),<br />

Folgeunfälle verhindern.<br />

2. Notruf absetzen: Der Alpinnotruf ist in Österreich 140, der<br />

Euronotruf ist 112 und funktioniert auch, wenn vom eigenen<br />

Mobilfunkanbieter kein Netz vorhanden ist.<br />

3. Erste Hilfe leisten. Alles zum Thema Erste Hilfe im Outdoorsport<br />

findest du in unserem handlichen <strong>SPORTaktiv</strong>-Erste-Hilfe-Guide,<br />

der in jeden Rucksack oder auch in die Hosentasche<br />

passt. Den nützlichen Guide findest du diesem Magazin beigelegt<br />

oder du kannst ihn kostenlos bestellen (Mail an elisabeth.<br />

rechling@styria.com – solange der Vorrat reicht).<br />

Los geht es an der Kapelle bei der Gasthofalm in<br />

Flachauwinkl. Entlang eines schattigen Waldwanderwegs<br />

geht es zunächst Richtung Unterbichlhütte,<br />

dann über ein idyllisches Almgebiet und hinauf<br />

zur bekannten Südwienerhütte (1802 m), die beschaulich<br />

inmitten der Bergwelt der Radstädter Tauern<br />

liegt und zur ausgiebigen Rast einlädt. Von dort führt<br />

ein schmaler Wandersteig auf den aussichtsreichen<br />

Spirzinger (2066 m). Wer möchte, kann die Tour über<br />

den Grat zum Spatzeck (2065 m) noch verlängern und<br />

damit ein doppeltes Gipfelerlebnis genießen. Der Abstieg<br />

erfolgt über die Hafeichtscharte und die Hafeichtkapelle<br />

wieder retour nach Flachauwinkl.<br />

Die Wanderung erfordert Trittsicherheit, ist aber<br />

für sportliche Familien geeignet. Am Stück gewandert,<br />

ist die Tour mit ihren 830 Höhenmetern aber vor<br />

allem für Kinder ganz schön fordernd – der Tipp daher:<br />

auf der Südwiener Hütte übernachten und am<br />

nächsten Morgen auf den Gipfel weiterwandern. Die<br />

Morgenstimmung oben ist genial und so wird aus der<br />

Wanderung für Kids ein echtes Abenteuer.<br />

Die Eckdaten: 5 Stunden, 12,8 km, 830 hm<br />

Lust diese Tour selbst zu entdecken?<br />

Du findest die Tour und mehr auf unserem<br />

komoot-Profil komoot.de/user/sportaktiv<br />

AKTION Mit dem Code SPORTAKTIV23 erhältst du ein komoot-<br />

Regionenpaket im Wert von € 8,99. Einfach unter komoot.de/g<br />

anmelden und den Code eingeben (nur für neue Nutzer).<br />

037


TOURISMUS<br />

Themenwanderwege<br />

Wenn Wissen<br />

mitwandert<br />

Lernen kann man auch mit Outdoor-Aktivitäten<br />

verbinden. Das Zauberwort dafür heißt Themenwanderwege.<br />

Wer Wissenswertes über Fauna, Flora,<br />

Regions-Geschichte und mehr erwandern will, sucht<br />

sich einen schlauen Weg.<br />

von Lara Wulz<br />

038


BIKE<br />

AUF SCHATZSUCHE.<br />

Der Schmugglerweg durch<br />

die Klobensteinschlucht in<br />

der Region Kaiserwinkl in<br />

Tirol ist ein Paradebeispiel<br />

eines modernen Themenwanderwegs.<br />

FOTO: TVB Kaiserwinkl/<br />

Bernhard Bergmann<br />

039


TOURISMUS Themenwanderwege<br />

FOTOS: ©JOsalzburg.com<br />

St. Johann in<br />

Salzburg ist eine<br />

Familien-Wanderdestination,<br />

Wege<br />

wie der Baumlehrpfad<br />

motivieren<br />

den Nachwuchs<br />

zusätzlich.<br />

B<br />

lickt man in die Alpenrepublik<br />

Österreich,<br />

so gibt es allein<br />

dort mehr als 300<br />

Themenwanderwege,<br />

die neben wunderschönen<br />

Pfaden und malerischen<br />

Panoramen auch abenteuerliche<br />

Aha-Erlebnisse bieten. Da diese<br />

Wege nicht darauf abzielen, Gipfel<br />

zu bezwingen und Höhenmeter zu<br />

sammeln, sondern vielmehr spielerisch<br />

den Entdeckergeist von Jung<br />

und Alt wecken möchten, sind diese<br />

Erlebniswanderungen geradezu<br />

perfekt für die ganze Familie und<br />

um auch diejenigen nach draußen<br />

zu locken, die das Wandern mit eher<br />

gemischten Gefühlen betrachten.<br />

Denn von Langeweile ist auf diesen<br />

Wegen keine Spur. Je nach Thema<br />

findet man neben Infotafeln und<br />

Aussichtsplattformen auch oftmals<br />

interaktive Stationen, Parcours,<br />

Ausstellungen und vieles mehr.<br />

Neben dem Spaß geht es auf<br />

diesen Pfaden auch um das Erlebnis<br />

in der Natur und noch viel wichtiger:<br />

mit der Natur. Tourismus-Expertin<br />

Katharina Huber aus der Familienregion<br />

St. Johann in Salzburg<br />

weiß das und findet, dass die Kombination<br />

aus Unterhaltungs- und Wissensfaktor<br />

der Grund ist, warum<br />

man sich auf diese Wege begeben<br />

sollte: „Die Wege beschäftigen sich<br />

mit einem Thema, das einen interessiert.<br />

Man bleibt stehen und sieht<br />

sich genau um. Beobachtet die Natur<br />

und beschäftigt sich mehr mit<br />

dem Umfeld, sieht sich um und<br />

schaut, ob man einen Baum wiedererkennt.<br />

Und man macht sich mehr<br />

Gedanken zur Natur, wie Natur eingebettet<br />

ist, welche Pflanzen in<br />

Symbiose leben – und wenn man<br />

diese Dinge einmal in der Realität<br />

gesehen hat, bleibt vieles mehr im<br />

Bewusstsein.“ Die Beliebtheit dieser<br />

Art von Wegen nimmt Jahr für<br />

Jahr zu und immer mehr Regionen<br />

springen auf den Trend auf, der das<br />

klassische Wandererlebnis ergänzt<br />

hat. Neben der Bandbreite an Themen<br />

sind auch die Schwierigkeitsgrade<br />

und Ausführungen so bunt<br />

wie Blumenwiesen im Frühling.<br />

Wohin des Weges?<br />

Bei über 300 Wegen in Österreich<br />

und noch weit mehr, wenn man die<br />

angrenzenden Länder miteinbezieht,<br />

fällt die Entscheidung, welche<br />

Themenwege besonders wandernswert<br />

sind, schwer. Wir haben drei<br />

Regionen mit unterschiedlichen<br />

Themenwegen genauer unter die<br />

Lupe genommen, um Unerfahrenen<br />

den unliebsamen Holzweg zu ersparen<br />

und Profis den einen oder anderen<br />

neuen Anreiz mitzugeben. Zuallererst<br />

führt uns unsere Reise nach<br />

Italien. Im wunderschönen Südtirol<br />

lockt die Region um Sterzing-Ratschings-Gossensass<br />

mit einem be-<br />

040


sonderen Themenweg. „Bei unserem Abenteuerweg<br />

,Dem Wasser auf der Spur‘ geht es vor allem darum,<br />

das Thema Wasser und Natur in den Fokus zu stellen.<br />

Dabei haben wir vom Eingangsportal in Gossensass<br />

bis zur Aussichtsplattform Hölle in Innerpflersch<br />

verschiedene Tafeln zur Geschichte der beiden<br />

Wassertropfen „Gossy und Gschnitzy“ angebracht.<br />

Der gesamte Talweg ist ca. 10 km lang und<br />

führt immer entlang des Pflerscher Bachs“, erklärt<br />

Tourismusdirektorin Sonja Pichler, „Der Weg ist<br />

deshalb so besonders, da wir immer wieder an Bächen,<br />

Flüssen und Wasserfällen vorbeispazieren und<br />

somit das Thema Wasser ganz klar im Vordergrund<br />

steht.“ Bei den interaktiven Stationen kann man<br />

dann schon einmal nass werden, wenn es beispielsweise<br />

mit dem Floß über den Bach geht oder man<br />

mit einer alten Handschwengelpumpe selbst das<br />

Wasser aus einem Brunnen ans Tageslicht befördert.<br />

Ein weiterer Pluspunkt ist zudem, dass „der Weg<br />

barrierefrei und kinderwagentauglich und somit<br />

auch bestens für Familien geeignet ist. Da sich das<br />

Tal von Gossensass bis Innerpflersch doch etwas in<br />

die Länge zieht, können die Stationen auch in mehreren<br />

Etappen besucht werden“.<br />

„Viel wandern macht bewandert“<br />

Region Nummer zwei führt uns in den malerischen<br />

Salzburger Pongau. Dort warten in St. Johann in<br />

Salzburg neben zahlreichen klassischen Wanderwegen<br />

auch der historische Spaziergang durch die<br />

Stadt St. Johann und der Baumlehrpfad im Alpendorf.<br />

„Die Themenwege in St. Johann sind so gestaltet,<br />

dass es eher einfache Wanderungen sind, wo<br />

man sich die Zeit nehmen kann, um die Informationen<br />

zu lesen und sich in Ruhe umzuschauen. Es sind<br />

viele Bänke aufgestellt, wo man sich auch kurz hinsitzen<br />

und die Natur bei einer Pause beobachten<br />

kann“, schildert Themenweg-Kennerin Katharina<br />

Huber vom Tourismusverband St. Johann. Der<br />

Baumlehrpfad ist dabei ein besonderes Schmankerl,<br />

denn auf diesem findet man das gesamte Sammelsurium<br />

des österreichischen<br />

Baumbestandes,<br />

über 30<br />

Baumarten werden<br />

vorgestellt: vom<br />

Vorkommen über<br />

die Verwendung bis<br />

hin zu den einzelnen<br />

Früchten. Diese<br />

Art des Lernens<br />

kommt vor allem<br />

bei Kindern gut an,<br />

weiß die Expertin:<br />

Die Bandbreite<br />

an Themen, sowie<br />

Schwierigkeitsgrade<br />

und Ausführungen<br />

sind so bunt wie<br />

Blumenwiesen im<br />

Frühling.<br />

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TOURISMUS Themenwanderwege<br />

Kinder lassen sich auf Themenwegen<br />

leichter fürs Wandern begeistern – hier<br />

in Gossensass in Südtirol.<br />

„Kinder sind begeistert, da man alles<br />

sofort sieht und sich in der Natur<br />

bewegt. Sie können dann auch<br />

das Gelernte anwenden und sind<br />

stolz, wenn sie einen Baum in der<br />

Natur erkennen.“<br />

Den Schmugglern auf der Spur<br />

Themenwege müssen sich aber<br />

nicht zwangsläufig mit der Natur<br />

beschäftigen, sondern können auch<br />

die Geschichte einer Region widerspiegeln.<br />

Das führt uns in den<br />

Kaiserwinkl in Tirol. Diese Region<br />

hält neben sogenannten Premiumwanderwegen<br />

und Dorfrunden auch<br />

den besonders bei Familien beliebten<br />

Schmugglerweg bereit. „Unser<br />

wichtigster Themenweg ist mit Sicherheit<br />

der Schmugglerweg durch<br />

die Klobensteinschlucht. In einem<br />

gemeinsamen, österreichisch-bayerischen<br />

Interreg-Projekt des Tourismusverbands<br />

Kaiserwinkl mit der<br />

Gemeinde Kössen und dem bayerischen<br />

Bergsteigerdorf Schleching<br />

wurde diese grenzüberschreitende<br />

Schlucht auf sehr umweltschonende<br />

Weise für die ganze Familie wanderund<br />

erlebbar gemacht“, beschreibt<br />

Insiderin Miriam Wagner den Erlebnisweg.<br />

„Der 8 km lange, interaktive<br />

Themenwanderweg von Kössen<br />

über Klobenstein bis Ettenhausen<br />

bietet auf speziellen Stationen<br />

die Möglichkeit, in Verbindung mit<br />

einer mobilen Handy-App und einer<br />

Schatzkarte Schmuggler-Abenteuer<br />

zu erleben und auf unterhaltsame<br />

Weise Lehrreiches zu Natur und<br />

Bergwelt zu erfahren. Besonders<br />

unterhaltsam: Sowohl Kinder als<br />

auch Erwachsene können am Weg<br />

Punkte sammeln und auf lustige<br />

Weise Waren über die Grenze<br />

schmuggeln. Wenn man das richtige<br />

Lösungswort herausfindet, wartet<br />

sogar noch eine Belohnung im Infobüro.“<br />

Wer sich also in ein großes<br />

Abenteuer stürzen will, sollte sich<br />

hier einen Pin setzen.<br />

Im Einklang mit der Natur<br />

Neben dem Spaß- und Wissensfaktor<br />

haben alle Regionen einen weiteren<br />

Punkt gemeinsam, der sie zusätzlich<br />

attraktiv macht. Bei allen<br />

ist der Themenweg jeweils den Gegebenheiten<br />

der Natur angepasst<br />

und nützt natürliche Ressourcen.<br />

„Es wird großer Wert darauf gelegt,<br />

dass bereits bestehende Wege bestmöglich<br />

ausgebaut und attraktiver<br />

gestaltet werden. Durch regionale<br />

Kooperationen, landschafts- und naturverträgliche<br />

Freizeitnutzung und<br />

beständige Materialien ist Nachhaltigkeit<br />

in allen Bereichen garantiert“,<br />

versichert Miriam Wagner<br />

aus der Region Kaiserwinkl. Kein<br />

Wunder, dass dieser Trend wächst,<br />

da man kaum Gründe findet, sich<br />

nicht selbst auf den Weg zu machen,<br />

Neues zu lernen und einfach Spaß<br />

zu haben. „Wissen bewegt“, trifft<br />

also wieder einmal zu.<br />

DIE EXPERTINNEN<br />

Sonja Pichler<br />

Direktorin des Tourismusvereins<br />

Gossensass (Südtirol).<br />

www.gossensass.org<br />

Katharina Huber<br />

Marketing TVB St. Johann in Salzburg.<br />

www.JOsalzburg.com<br />

Miriam Wagner<br />

Marketing TVB Kaiserwinkl in Tirol.<br />

www.kaiserwinkl.com<br />

FOTO: TVB Sterzing Gossensass/Hannes Niederkofler<br />

042


Der Frühling ist eine großartige, aber unberechenbare<br />

Jahreszeit – Sonne und Hagel wechseln sich<br />

ab mit Märzstürmen und Aprilschauern. Wenn die<br />

Temperaturen langsam steigen, packen viele von<br />

uns die Wollpullover in den Schrank und holen ihre<br />

geliebte Regenjacke oder den alten, zuverlässigen<br />

Midlayer hervor.<br />

In dieser Zeit des Jahres sind langlebige und vielseitige<br />

Produkte besonders wichtig, mit denen du<br />

dich in der Natur zu Hause fühlst – schließlich weiß<br />

man nie, wie sich das Wetter entwickelt.<br />

Deshalb ist unsere Kleidung für den Frühling dazu<br />

entwickelt, dass du die stets wechselhaften Bedingungen<br />

des Frühjahrs mit seiner Nässe, Wind, Sonne<br />

und Kälte bequem und selbstsicher genießen kannst.<br />

Also pack dir deine Taschen und Kleiderschichten,<br />

und auf geht’s – wir sehen uns draußen!<br />

www.fjallraven.de


TOURISMUS Themenwanderwege<br />

Themenwanderwege<br />

TIROL<br />

Hexenweg in Fiss<br />

Der Weg ist einer von drei Themenwegen<br />

der Abenteuerberge<br />

des Kinderbuchautors Thomas<br />

Brezina. Kleine und großen Entdecker<br />

dürfen entlang der Strecke, die<br />

von der Mittelstation Schönjochbahn<br />

bis zur Mittelstation Sonnenbahn<br />

führt, den Fall „Hexenhaus-<br />

Explosion“ lösen.<br />

2-2,5 h ca. 3 km 430 hm<br />

www.serfaus-fiss-ladis.at<br />

Historischer Solewanderweg<br />

Start ist beim Halltaleingang. Es<br />

warten spannende Infostellen, die<br />

neben geschichtlichem Hintergrundwissen<br />

fantastische bildliche<br />

Dokumente des Salzbergbaus der<br />

vergangenen Jahrhunderte präsentieren.<br />

Die Tour eignet sich auch<br />

bestens für Familien.<br />

5,5 h 10,8 km<br />

www.hall-wattens.at<br />

Erlebnisweg Tuxbach<br />

Da wird der Ausflug zum Familienabenteuer:<br />

Entlang des Tuxbachs<br />

zwischen Tux und Vorderlanersbach<br />

FOTO: Serfaus-Fiss-Ladis Marketing GmbH/Kirschner<br />

Unterwegs am Hexenweg in Serfaus-Fiss-Ladis.<br />

geben die Tier-, Pflanzen- und<br />

Wasserwelten der TUX-Welten<br />

Einblicke in die Wunderwelt Natur.<br />

Auch Geschicklichkeit und Fantasie<br />

sind gefordert.<br />

3 h 10 km<br />

www.zillertal.at<br />

Schmugglerweg Klobenstein<br />

Über die Teufelsstiege und über<br />

den berüchtigten Weg der<br />

Schmuggler geht’s hinein ins Herz<br />

des Canyons zwischen Tirol und<br />

Bayern. Der Rundweg führt über<br />

mächtige Hängebrücken und zum<br />

mystischen Kraftplatz der Wallfahrtskirche<br />

Klobenstein.<br />

3,5 h 11 km<br />

www.kaiserwinkl.com<br />

SALZBURG<br />

Zeitreise St. Johann<br />

Ein geschichtsträchtiger Rundweg<br />

am Hahnbaum: Der Weg führt<br />

dorthin, wo bronzezeitliche Funde<br />

gemacht wurden, Infotafeln verraten<br />

mehr über Emigration, Grundherrschaft<br />

der Bauern seit dem Mittelalter<br />

u. v. m. Auch das Thema<br />

Holz wird auf dieser spannende<br />

Zeitreise durch die Geschichte von<br />

St. Johann in Salzburg thematisiert.<br />

5,81 km 253 hm<br />

www.josalzburg.com<br />

Weg der guten Wünsche<br />

Startpunkt ist im Flachauer Zentrum.<br />

Auf dem Rundwanderweg<br />

wird man durch 45 „magische Tafeln“<br />

auf oft kleine, aber wichtige<br />

Dinge aufmerksam gemacht, die in<br />

der Hektik des Alltags oft übersehen<br />

werden, wie Glück, Liebe,<br />

Gesundheit oder Freundschaft.<br />

9,05 km 449 hm<br />

www.flachau.com<br />

Königinnenrunde Filzmoos<br />

Die Königinnen der Blumen –<br />

seltene wunderschöne Berg-<br />

Orchideen – strahlen entlang des<br />

Wanderweges am Fuße der Bischofsmütze,<br />

der Königin der Berge,<br />

von der Aualm über die Sulzkaralm<br />

und die Hofpürglhütte zu den Hofalmen<br />

am Almsee. Majestätischer<br />

kann eine Wanderung nicht sein.<br />

7,75 km 618 hm<br />

www.filzmoos.at<br />

Bachlehrweg Hollersbach<br />

Entlang des Themenwegs im<br />

Hollersbachtal sind jede Menge<br />

interessante Fakten über Tiere und<br />

Pflanzen, die dort ihren Lebensraum<br />

haben, zu erfahren. Diese Wanderung<br />

ist speziell für Familien ein<br />

Highlight. Gestartet wird am<br />

Parkplatz Hollersbachtal.<br />

11,6 km 334 hm<br />

www.mittersill.info<br />

KÄRNTEN<br />

Karnische Milchstraße<br />

(Etappe 2)<br />

Die neu inszenierte Karnische<br />

Milchstraße liefert unvergleichliche<br />

Augenblicke zwischen Käsealmen<br />

und Sternbildern. Sieben Sternbilder<br />

ermuntern, neue Dimensionen<br />

zu entdecken – eingebettet in urige<br />

und authentische Almen, die zum<br />

Verweilen einladen.<br />

16 km 990 hm<br />

www.nassfeld.at<br />

Burgherrenrunde Landskron<br />

Der Naturerlebnisweg ist in rund 1,5<br />

Stunden zu bewältigen und ein<br />

Erlebnis für die gesamte Familie.<br />

Der Weg verläuft auf Forstwegen<br />

durch schöne Wälder rund um die<br />

bekannte Burgruine Landskron mit<br />

der beeindruckenden Adlerschau.<br />

Die Verlängerung führt optional<br />

zum Ossiacher See.<br />

3,7 km 180 hm<br />

www.visitvillach.at<br />

Weg der Liebe<br />

Zeit mit Aussicht am Millstätter<br />

See. Beeindruckende Momente erlebt<br />

man zwischen der Schwaigerhütte<br />

und dem mächtigen Granattor<br />

auf der Millstätter Alpe. Romantische<br />

Inszenierungen zur Liebe<br />

verführen zum Innehalten.<br />

Verlängerungs- Option: zur Lammersdorferhütte.<br />

6,4 km 260 hm<br />

www.millstaettersee.com<br />

OBERÖSTERREICH<br />

Luchstrail<br />

Auf elf Etappen verbindet der<br />

Luchstrail drei international anerkannte<br />

Großschutzgebiete Österreichs:<br />

Je nach Etappe sind bis zu<br />

044


Tourenübersicht online<br />

auf www.sportaktiv.com<br />

FOTO: TVB Schladming-Dachstein/Udo Bernhart<br />

Der Themenweg<br />

„Wilde Wasser“ in<br />

den Schladminger<br />

Tauern zeigt unser<br />

wertvollstes Gut in<br />

all seinen Facetten.<br />

1400 hm im Aufstieg und im Abstieg<br />

zu bewältigen. Die 1. Etappe<br />

führt von Reichraming auf die Anlaufalm.<br />

23 km 1000 hm<br />

www.luchstrail.at<br />

Im Tal des Holzes<br />

Der Nationalpark Kalkalpen ist das<br />

größte Buchenwald-Schutzgebiet<br />

der Alpen. Vom Parkplatz Weissenbach<br />

gewinnt man am familienfreundlichen<br />

Rundwanderweg<br />

Einblicke in das wertvolle Ökosystem<br />

naturnaher Buchenwälder.<br />

5 km 257 hm<br />

www.steyr-nationalpark.at<br />

STEIERMARK<br />

Schladming – Wilde-Wasser-<br />

Weg<br />

Vom Kraiterparkplatz in Schladming<br />

führt die Tagestour entlang des wild<br />

tosenden Talbachs über Untertal.<br />

Ab dem Seeleiten-Parkplatz beginnt<br />

das aufregendste Teilstück am<br />

Waldsteig neben dem Riesachwasserfall<br />

mit Aussichtsplattform und<br />

über die 50 Meter lange Hängebrücke<br />

über die Höllschlucht.<br />

16,5 km 648 hm<br />

www.schladming-dachstein.at<br />

Quellenweg St. Radegund<br />

Vom Kurhaus in St. Radegund aus<br />

können auf drei Routen 22 architektonisch<br />

kunstvoll gefasste Quellen<br />

ganzjährig erwandert werden. Die<br />

Kalvarienbergrunde ist die längste<br />

davon und führt auf den Novystein.<br />

10 km 415 hm<br />

www.steiermark.com/de/Region-Graz<br />

NIEDERÖSTERREICH<br />

Coronas Ameisenpfad<br />

Der Themenweg in St. Corona<br />

„Coronas Ameisenpfad – auf den<br />

Spuren der Königin des Waldes“<br />

führt die Besucher auf eine Entdeckungsreise<br />

rund um den winzigen<br />

aber beachtlichen Waldbewohner.<br />

Der Erlebnisweg startet bei der<br />

Bergstation der Sommerrodelbahn.<br />

2,5 km 150 hm<br />

www.wieneralpen.at<br />

ITALIEN<br />

„Dem Wasser auf der Spur“<br />

Ein Abenteuerweg im Tal mit Bewegungsparcours<br />

und verschiedenen<br />

Spielen zum Thema Wasser,<br />

Klettern und Kräuter. Start am Eingangsportal<br />

bei der Uferpromenade<br />

in Gossensass. Bei jeder Station findet<br />

man Infotafeln mit einer Geschichte<br />

zu den Wassertropfen<br />

„Gossy und Gschnitzy“.<br />

10 km ca. 50–100 hm<br />

www.gossensass.org<br />

Naturlehrpfad Toblacher See<br />

Die Wanderung führt um den wunderschön<br />

gelegenen Toblacher See<br />

mit 11 Naturerlebnis-Stationen.<br />

Wertvolle Informationen über Flora,<br />

Fauna und Geomorphologie des<br />

Gebietes und die Besonderheiten<br />

des Toblacher Sees sind zu erfahren.<br />

7,9 km 61 hm<br />

www.drei-zinnen.info<br />

BAYERN<br />

Seven Summits Bodenmais<br />

Siebenfaches Gipfelglück rund um<br />

Bodenmais, gespickt mit atemberaubenden<br />

Naturschauspielen und<br />

Aussichten. Auf zwei Tage verteilt<br />

mit Nacht auf der Chamer Hütte.<br />

Der Weg ist nominiert als Deutschlands<br />

schönster Wanderweg <strong>2023</strong>.<br />

43 km 1750 hm<br />

www.arberland.de<br />

Bierweg in Elisabethszell<br />

Der historische Bierweg führt auf alten<br />

Pfaden des Biertransports. Bis<br />

1929 waren hier schwere Brauwägen,<br />

von Pferden gezogen und mit<br />

Bierfässern beladen, unterwegs. Auf<br />

Schautafeln findet sich allerlei Wissenswertes<br />

zu dem Thema.<br />

6 km<br />

www.urlaubsregion-sankt-englmar.de<br />

045


PRODUKT Speedhikingschuhe<br />

Flotter Schritt<br />

Speedhiking und Fastpacking erfreuen sich immer<br />

größerer Beliebtheit. Ein Trend, den auch die<br />

Industrie nicht verkennt – und sogleich mit passendem<br />

Schuhwerk versorgt hat. von Lukas Schnitzer<br />

S<br />

chweres Schuhwerk trifft<br />

Teleskopstöcke, großen<br />

Rucksack und Lunchpaket<br />

für den Gipfel? Hat sich in<br />

den Alpen seit Generationen für<br />

große und kleine Touren bewährt.<br />

Und dennoch scheint sich unter Fitness-Bergsportlern<br />

in jüngster Zeit<br />

ein – vielleicht auch im boomenden<br />

Trailrunning fußender – Trend zur<br />

gewichtsreduzierten „Rebellion“<br />

gegen die alteingesessene „Wanderausrüstung“<br />

zu formieren. Schnelle<br />

Aufstiege und Gipfelsiege, flotte<br />

Überschreitungen, der kurze Feierabend-Hike<br />

in den Wald oder hoch<br />

zur Alm – unter dem Sammelbegriff<br />

des Speedhikings finden sportlich<br />

Orientierte leichte, je nach persönlichem<br />

Anspruch auf Effizienz<br />

oder Geschwindigkeit am Berg ausgelegte<br />

Ausrüstung. Herzstück desser<br />

ist das dazu passende, leichte<br />

und agile Schuhwerk, optisch und<br />

in seinen Features meist entweder<br />

stark an Trailrunning- oder<br />

Approach- Schuhe angelehnt und obwohl<br />

generell eher im Lowcut ausgeführt,<br />

vereinzelt durchaus auch<br />

im Midcut zu haben.<br />

FOTO: Tecnica/ Damiano Levati / Storyteller-Labs<br />

Speedhiking & Fastpacking<br />

Speedhiking und Fastpacking, also<br />

schnelles Wandern an der verwischten<br />

Grenze zum Laufen ist<br />

eine Spielart im Bergsport, welche<br />

immer mehr Zulauf findet. „Dabei<br />

gilt es“, wie Thorsten Steiner, Marketing<br />

Manager Blizzard Tecnica<br />

Österreich ausführt, „sich schneller<br />

und länger durch die Bergwelt zu<br />

bewegen, auch während mehrtägiger<br />

Bergabenteuer“. Wo hier in Sachen<br />

Schuhwahl die Grenze zum<br />

Trailrunning zu ziehen ist, dafür<br />

nennt Steiner drei Kriterien: „Die<br />

grundsätzlichen Unterschiede zwischen<br />

Trailrunning- und Speedhikingschuhen<br />

liegen im Gewicht, der<br />

Direktheit sowie der Dämpfung“,<br />

weiß der Produktinsider. Soll heißen:<br />

Fürs Speedhiking geeignete<br />

„Trailschuhe“ oder speziell dafür<br />

entwickelte Modelle weisen mehr<br />

Dämpfung auf als klassische Traillaufschuhe,<br />

fallen dadurch (und<br />

durch oft allgemein robustere Konstruktion<br />

und griffigere Sohlen)<br />

entsprechend schwerer, stabiler<br />

und weniger direkt aus. „Beim<br />

schnellen Wandern kommt es aber<br />

neben einer guten Dämpfung auch<br />

auf hohe Rückfederung an“, fasst<br />

Steiner zusammen.<br />

Modellauswahl<br />

Auch wenn es in der Natur der<br />

schnellen Fortbewegung liegt, eher<br />

zu Low-Cut-Modellen zu greifen,<br />

finden sich durchaus auch Mid-<br />

Cut-Modelle mit Speedhiking-Eignung.<br />

Eine Variante, die auch Tecnica<br />

anbietet. Die Varianten mit höherem<br />

Schaft bieten nicht nur mehr<br />

Schutz, etwa vor eindringenden<br />

Steinchen oder Nässe bei etwaigen<br />

Schneefeldquerungen, sie stützen<br />

auch müde Beine rund ums Sprunggelenk.<br />

Daher eignen sie sich für<br />

besonders lange Etappen genauso<br />

wie für weniger trainierte Wanderer.<br />

Modelle mit niedrigem Schaft<br />

bieten dafür maximale Beweglichkeit<br />

und Atmungsaktivität, außerdem<br />

ist hier die Auswahl am Markt<br />

größer. Besagte Auswahl ist auch<br />

für die Passform ungemein wichtig,<br />

denn Fuß und Schuh müssen einfach<br />

zueinanderpassen, um auf langen<br />

und schnellen Etappen nicht an<br />

Blasen oder verkrampften Fußsohlen<br />

zu scheitern.<br />

046


6<br />

DYNAFIT Traverse<br />

• leicht (ab 280 g) und vielseitig wie ein Trail-Runner bei Schutz,<br />

Komfort und Grip eines Bergschuhs • bequeme, sportliche,<br />

enganliegende Passform • doppelte Konstruktion des Obermaterials<br />

für mehr Halt, Abriebfestigkeit und Robustheit • Pomoca-<br />

Außensohle mit 5 mm tiefen Stollen für perfekten Grip in jedem<br />

Terrain • auch als wasserdichte GTX-Version erhältlich<br />

PREIS (UVP): € 150,– | www.dynafit.com<br />

Top 6 Speedhikingschuhe<br />

ADIDAS Terrex Skychaser Tech GTX<br />

symmetrisches Schnürsystem mit Fußgewölbeunterstützung<br />

abriebfestes, wasserdichtes Obermaterial aus Mesh; nahtlose<br />

Overlays vorgeformte Einlegesohle Gore-Tex Membran<br />

Lightstrike-Dämpfung biobasierte Pebax® Steinschutzplatte<br />

PFC-freies wasserabweisendes Finish Stealth Hf Gummiaußensohle<br />

Obermaterial mit mindestens 50 % Recyclinganteil<br />

PREIS (UVP): € 250,–<br />

www.adidas.at<br />

GARMONT 9.81 Pulse<br />

sehr atmungsaktiver, flexibler, leichter Schuh (365 g) für<br />

sommerliche Aktivitäten integrierte Gamasche verhindert<br />

seitliches Eindringen von Schmutz und Geröll die Einlegesohle<br />

aus PU-Schaum besteht zu 20 % aus recycelten<br />

Produktions- Abfällen, die Zwischensohle aus 20 % Zuckerrohr<br />

PREIS (UVP): € 130,– | de.garmont.com<br />

LA SPORTIVA Ultra Raptor II GTX<br />

FriXion® White-Sohle mit IBS und integrierter, stoßfester Zehenkappe<br />

Obermaterial aus atmungsaktivem Air-Mesh-Gewebe 400 g<br />

(Herren), 335 g (Frauen) Gore-Tex® Extended Comfort Innenfutter<br />

Schaft aus abriebfestem Mesh mit Mikrofaser-Verstärkungstreifen<br />

Endurance-Platform-Einlage für optimale Dämpfung<br />

PREIS (UVP): € 190,– | lasportiva.com<br />

SCARPA Rush 2 GTX<br />

bluesign® zertifizierte Gore-Tex Membran 465 g Gewicht<br />

Anti-Torsions-System verbessert die Stabilität IKS (Interactive<br />

Kinetic System) Technologie definiert Komfort und Dämpfung<br />

neu Presa®-Laufsohle für mehr Grip<br />

PREIS (UVP): € 180,– | de.scarpa.com<br />

SCOTT Supertrac Ultra RC<br />

beste Traktion in alpinem und hochalpinem Gelände<br />

335 g Gewicht entwickelt für lange Strecken AeroFoam+<br />

für verbesserte Stabilität Rocker-Form für Laufeffzienz<br />

schützendes und widerstandsfähiges schoeller®-dynamic<br />

Obermaterial<br />

PREIS (UVP): € 169,95 | www.scott-sports.com<br />

FOTOS: Hersteller<br />

047


TOURISMUS Sommerbergbahnen<br />

Erlebnis-<br />

Zubringer<br />

Hunderte Seilbahnen in den Alpen sind auch im<br />

Sommer in Betrieb. Viele der Sommerbergbahnen<br />

verstehen sich dabei nicht bloß als reine Aufstiegshilfen<br />

und „Zustiegsbeschleuniger“, sondern machen<br />

die Berge zu Erlebnisräumen. von Christof Domenig<br />

NACH OBEN.<br />

Österreichweit<br />

sind mehr als 200<br />

Seilbahnen im<br />

Sommer in Betrieb,<br />

zehn in der Region<br />

Saalbach Hinterglemm<br />

Leogang<br />

Fieberbrunn (Bild).<br />

D<br />

ie Bergschuhe geschnürt,<br />

den Rucksack<br />

am Rücken, die<br />

erste Gondel am frühen<br />

Morgen betreten,<br />

um Zeit und die ersten Höhenmeter<br />

zu sparen. Diesen klassisch<br />

sportlichen Zugang zu den Bergbahnen<br />

gibt es im Sommer natürlich<br />

auch. Doch die Seilbahnen sind<br />

mehr als bloß pragmatische Zustiegsbeschleuniger<br />

für Wandertouren,<br />

rund um die Bergstationen<br />

warten vielerorts spannende Erlebniswelten.<br />

Für Stefan Leitner, Marketingleiter<br />

vom Ski Juwel Alpbachtal<br />

Wildschönau in Tirol sind die sportlich-pragmatischen<br />

Sommerbergbahn-Nutzer<br />

heute in der Minderheit.<br />

„Die touristische Ausrichtung<br />

des Alpbachtales und der Wildschönau<br />

geht sehr geziehlt auf den Bereich<br />

Familien“, erklärt Leitner<br />

ganz grundsätzlich die Bedeutung<br />

der Bergbahnen für eine touristische<br />

Region, „der Gast will rauf auf<br />

den Berg, die Aussicht, die frische<br />

Luft und die Natur genießen. Wir<br />

merken vermehrt, dass die Entscheidung<br />

für eine Region stark<br />

auch vom Erlebnis am Berg abhängt.“<br />

Auch Isabella Dschulnigg-Geissler,<br />

Geschäftsführerin<br />

der Saalbacher Bergbahnen in Salzburg<br />

bestätigt, dass es mit der reinen<br />

Auffahrt auf den Berg längst<br />

nicht getan ist: „Bis zu zehn Seilbahnen<br />

bringen unsere Gäste im<br />

Sommer bequem und sicher auf unsere<br />

Erlebnisberge wie Reiterkogel,<br />

Kohlmais, Schattberg, Westgipfel,<br />

Zwölferkogel, Asitz oder Lärchfilzkogel.<br />

Neben 550 Kilometern<br />

markierten Wanderwegen sorgen<br />

Spielplätze, Abenteuer- und Erlebniswege,<br />

Lehrpfade und vieles<br />

mehr für Erlebnisse am Berg.“ In<br />

Österreichs größter Bike-Region<br />

Saalbach Hinterglemm Leogang<br />

Fieberbrunn warten zudem „über<br />

90 Kilometer Lines & Trails, ein gemeinsames<br />

Bike-Ticket und Hunderte<br />

Kilometer Bike-Strecken aller<br />

Schwierigkeitsstufen auf Downhiller,<br />

Tourenfahrer und E-Biker“,<br />

so Dschulnigg-Geissler.<br />

Das Genuss-Thema<br />

nimmt immer mehr<br />

Fahrt auf – wir hatten<br />

auch schon Heiratsanträge<br />

in der Gondel.<br />

FOTO: Saalbach.com/Klaus List<br />

048


049


TOURISMUS Sommerbergbahnen<br />

Typische Attraktionen und Erlebnisse,<br />

wie sie rund um viele<br />

Bergstationen von Sommerbergbahnen<br />

in Österreich zu finden<br />

sind? Etwa Aussichtsplattformen<br />

oder spektakuläre Aussichtspunkte.<br />

Typische Familien-Attraktionen<br />

sind besondere Spielplätze, Erlebniswege<br />

und Sommerrodelbahnen,<br />

ebenso zieht das Thema Kulinarik<br />

am Berg mit Restaurants und Hütten<br />

sowie Angeboten, die etwa regionale<br />

Produkte in den Mittelpunkt<br />

stellen, viele nach oben.<br />

Von familiär bis sportlich<br />

Bei der Bergstation der Wiedersbergerhornbahn<br />

im Alpbachtal wartet<br />

konkret ein Spielparadies für alle<br />

Generationen: „Mit dem Alpbachtaler<br />

Lauserland – inkl. dem „Lauser-Sauser“<br />

mit Österreichs höchstem<br />

Kreisel – ist es uns gelungen,<br />

eine Ganzjahresattraktion am Berg<br />

zu installieren. Gäste kommen von<br />

recht weit her, um das zu erleben.<br />

Kein gewöhnlicher Spielplatz, alles<br />

besteht aus Holz und natürlichen<br />

Materialien aus der Region, ist liebevoll<br />

gestaltet“, betont Leitner. Oft<br />

wird der Tag am Berg mit einem<br />

Gipfelerlebnis im Familienverband<br />

gestartet, nach 45 Minuten ist man<br />

von der Bergstation am Wiedersberger<br />

Horn oben, um sich danach mit<br />

Spiel und Spaß im „Lauserland“ zu<br />

belohnen. Mancherorts wird die<br />

Gondelfahrt bereits selbst zum Erlebnis,<br />

etwa durch Panoramagondeln<br />

– im Alpbachtal hat man eine<br />

Genussgondel installiert, ein Angebot,<br />

das sehr gut angenommen wird<br />

und im Sommer fast immer ausgebucht<br />

ist, wie Leitner verrät: „Man<br />

bekommt einen Genusskorb mit<br />

Spezialitäten aus der Region. Der<br />

Gast kann mit der Gondel fahren<br />

und frühstücken, so lange er möchte,<br />

was übrig bleibt, dann einpacken<br />

und den Tag am Berg verbringen<br />

und am Ende wieder runterfahren.<br />

Das Genuss-Thema nimmt generell<br />

immer mehr Fahrt auf – wir haben<br />

schon Heiratsanträge und sogar<br />

FOTO: Ski Juwel Alpbachtal/Mathäus Gartner<br />

Speziell bei Familien kommen die Erlebnisse im Umfeld der Bergbahnen sehr gut an – wie etwa<br />

im Alpbachtal der Ganzjahres-Alpine Coaster „Alpbachtaler Lauser-Sauser“.<br />

eine goldene Hochzeit gehabt.“<br />

Ebenfalls überaus beliebt sind die<br />

Sonnenaufgangswanderungen, so<br />

Leitner: Der Betrieb startet dann<br />

schon um 4.30 Uhr, um Gästen das<br />

Sonnenaufgangserlebnis am Berg zu<br />

ermöglichen.<br />

Besonders beliebt in der Saalbach<br />

Hinterglemmer Bergwelt?<br />

„Bei Familien etwa Montelino’s Erlebnisweg<br />

oder Berg Kodok“, berichtet<br />

Dschnulnigg-Geissler, aber<br />

auch die sportliche Zielgruppe wird<br />

bedient, etwa mit den „Seven Summits<br />

of Saalbach Hinterglemm für<br />

Wanderer“ oder „The Challenge –<br />

Bike your limit“ für Biker: „Das ist<br />

die Herausforderung in unserer<br />

Bike- Region: Wer schafft es, das<br />

ganze Gebiet rund um Saalbach Hinterglemm<br />

Leogang Fieberbrunn an<br />

DIE EXPERTEN<br />

Isabella Dschulnigg-Geissler<br />

ist Geschäftsführerin der Saalbacher<br />

Bergbahnen GmbH.<br />

www.saalbach.com<br />

Stefan Leitner<br />

ist Marketingleiter vom Ski Juwel<br />

Alpbachtal Wildschönau in Tirol.<br />

www.skijuwel.com/sommer<br />

einem Tag abzufahren? Sieben Berge<br />

sind unter Zuhilfenahme von sieben<br />

Seilbahnen zu befahren, höchstes<br />

Bike-Vergnügen ist garantiert.“<br />

Nachhaltigkeits-Initiativen<br />

Die Seilbahnen setzen zudem immer<br />

stärker auf Nachhaltigkeit,<br />

winters wie sommers: „Für saubere<br />

Energie in Eigenregie sorgen seit<br />

vielen Jahren Photovoltaikanlagen,<br />

die auf den Dächern oder in Fassaden<br />

von Seilbahn- und Betriebsgebäuden<br />

integriert wurden“, erklärt<br />

Dschulnigg-Geissler. „Durch diese<br />

Installationsart müssen keine zusätzlichen<br />

Grünflächen für die<br />

Stromgewinnung verbaut werden.<br />

Für die Nutzung der erneuerbaren<br />

Ressource Wasser zur Stromerzeugung<br />

sind Wasserkraftwerke in der<br />

Planungsphase, bald werden die<br />

Turbinen grünen Strom erzeugen.<br />

Bei der Kohlmaisbahn befindet sich<br />

eine Ladestation für Elektroautos.“<br />

Ähnliches kann Stefan Leitner berichten:<br />

„Wir haben eine Photopholtaikanlage,<br />

wo wir selber Strom erwirtschaften<br />

oder E-Ladestellen.“<br />

Berg- und Talfahrt sowie die Erlebnisräume<br />

kann man also auch mit<br />

gutem Gewissen nutzen.<br />

050


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TOURISMUS Sommerbergbahnen<br />

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BAYERN<br />

Name Anzahl Sommerlifte Homepage<br />

AktivArena am Kolben / Oberammergau 5 www.kolbensattel.de<br />

Alpspitz / Edelsberg – Nesselwang 2 www.alpspitzbahn.de<br />

Bodenmais – Silberberg 1 www.silberbergbahn.de<br />

Bolsterlang / Hörnerbahn 1 www.hoernerbahn.de<br />

Breitenberg – Hochalpe / Pfronten 2 www.breitenbergbahn.de<br />

Buchenbergbahn – Buching 1 www.buchenbergbahn.de<br />

Fellhorn – Kanzelwand 3 www.ok-bergbahnen.com<br />

Garmisch-Classic k. A. zugspitze.de<br />

Großer Arber 1 www.arber.de<br />

Herzogstand – Walchensee 1 www.herzogstandbahn.de<br />

Hochfelln 1 www.hochfellnseilbahn.de<br />

Hochgratbahn Oberstaufen – Steibis 1 hochgrat.de<br />

Hochplatte / Marquartstein 1 www.hochplattenbahn.de<br />

Hochschwarzeck – Ramsau/Berchtesgaden 1 www.hochschwarzeck.info<br />

Hohenbogen 1 www.hohenbogen.de<br />

Hündle – Thalkirchdorf k. A. www.huendle.de<br />

Imbergbahn & Ski-Arena Steibis k. A. www.imbergbahn.de<br />

Berchtesgadener Land 2 www.jennerbahn.de<br />

Kampenwandseilbahn/Aschau i. Chiemgau 1 www.kampenwand.de<br />

Kranzberg / Mittenwald 1 www.skiparadies-kranzberg.de<br />

Laber – Oberammergau 1 www.laber-bergbahn.de<br />

Nebelhorn / Oberstdorf 3 www.ok-bergbahnen.com<br />

Oberaudorf Hocheck 1 www.hocheck.com<br />

Oberjoch Bad Hindelang k. A. www.bergbahnen-hindelang-oberjoch.de<br />

Ochsenkopf 1 www.erlebnis-ochsenkopf.de<br />

Oedberglifte – Gmund am Tegernsee 1 www.oedberg.de<br />

Ofterschwang – Gunzesried 1 www.go-ofterschwang.de<br />

Predigtstuhl / Bad Reichenhall k. A. www.predigtstuhlbahn.de<br />

Schlossberg – Osternohe 1 www.skilift-osternohe.de<br />

Schwangau – Tegelberg 1 www.tegelbergbahn.de<br />

Söllereck / Oberstdorf 1 www.ok-bergbahnen.com<br />

Spitzingsee – Tegernsee k. A. www.alpenbahnen-spitzingsee.de<br />

Unternberg / Ruhpolding 1 meinebergwelt.de<br />

Wallberg Tegernseer Tal k. A. www.wallbergbahn.de<br />

Wendelstein – Brannenburg 2 www.wendelsteinbahn.de<br />

Zugspitze k. A. zugspitze.de<br />

VORARLBERG<br />

Name Anzahl Sommerlifte Homepage<br />

Andelsbuch Bergbahnen 2 www.bergbahnen-andelsbuch.at<br />

Brandnertal 5 www.vorarlberg-alpenregion.at/brandnertal<br />

Damüls 3 www.damuels-mellau.at<br />

Diedamskopf / Schoppernau 2 www.diedamskopf.at<br />

Faschina / Fontanella 1 www.seilbahnen-faschina.at<br />

Gargellen / Montafon 1 www.traumschnee.at<br />

Golm / Montafon 3 www.golm.at<br />

Kleinwalsertal / Kanzelwand / Fellhorn 3 www.ok-bergbahnen.com<br />

Kristbergbahn / Silbertal / Montafon 1 montafon.at/kristberg/de<br />

Lech Zürs / Arlberg 4 www.lechzuers.com<br />

Pfänderbahn / Bregenz am Bodensee 1 www.pfaenderbahn.at<br />

Seilbahn Bezau 3 www.seilbahn-bezau.at<br />

Silvretta Bielerhöhe/Vermuntbahn/Montafon 1 www.silvretta-bielerhoehe.at<br />

Silvretta Montafon 4 www.silvretta-montafon.at<br />

Skischaukel Mellau / Damüls / Faschina 1 www.damuels-mellau.at/de<br />

Sonnenkopf / Klostertal 1 www.sonnenkopf.com<br />

Walmendingerhorn / Ifen / Heuberg 4 www.ok-bergbahnen.com<br />

Warth / Schröcken am Arlberg k. A. www.warth-schroecken.at<br />

KÄRNTEN<br />

Name Anzahl Sommerlifte Homepage<br />

Ankogel / Mallnitz 2 www.moelltaler-gletscher.at/ankogel<br />

Bad Kleinkirchheim 3 www.badkleinkirchheim.com<br />

Dreiländereck / Arnoldstein k. A. www.3laendereck.at<br />

Flattnitz 1 www.kaernten.at/kaernten-skigebiete<br />

Gerlitzen Alpe 2 www.gerlitzen.com<br />

Goldeck am Millstätter See k. A. www.sportberg-goldeck.com<br />

Heiligenblut / Grossglockner 3 skisport.com/Grossglockner<br />

Katschberg 3 www.katschi.at<br />

Klippitztörl 1 www.klippitz.at<br />

Mölltaler Gletscher 3 www.moelltaler-gletscher.at<br />

Nassfeld 5 www.nassfeld.at<br />

Petzen / Feistritz ob Bleiburg 1 www.petzen.net<br />

Turracher Höhe 2 www.turracherhoehe.at<br />

Weinebene k. A. www.weinebene.at<br />

Weissensee 1 www.weissensee.com<br />

OBERÖSTERREICH<br />

Name Anzahl Sommerlifte Homepage<br />

Feuerkogel / Ebensee 1 www.feuerkogel.info<br />

Freesports Arena Dachstein Krippenstein 3 www.dachstein-salzkammergut.com<br />

Gosau / Dachstein West 3 www.dachstein.at<br />

Hinterstoder / Höss 2 www.hiwu.at<br />

Hochficht / Böhmerwald 1 www.hochficht.at<br />

Katrin Seilbahn / Bad Ischl 1 www.katrinseilbahn.com<br />

Stoaninger Alm 1 www.stoaninger-alm.at<br />

Wurzeralm / Spital am Pyhrn 2 www.hiwu.at<br />

SÜDTIROL<br />

Name Anzahl Sommerlifte Homepage<br />

3 Zinnen Dolomiten 6 www.dreizinnen.com<br />

Alta Badia 18 www.altabadia.org<br />

Carezza – Karersee – Rosengarten 5 www.carezza.it<br />

Dolomites Val Gardena/Gröden – St. Christina 17 www.valgardena.it<br />

Dolomites Val Gardena / Gröden – St. Ulrich 9 www.valgardena.it<br />

Dolomites Val Gardena / Gröden–Wolkenstein 8 www.valgardena.it<br />

Gitschberg Jochtal 4 www.gitschberg-jochtal.com<br />

Klausberg – Ahrntal 1 www.klausberg.it<br />

Kronplatz – Dolomiten 5 www.kronplatz.com<br />

Ladurns – Pflerschtal 1 www.ladurns.it<br />

Meran 2000 2 www.meran2000.com<br />

Naturns Seilbahn Unterstell 1 www.unterstell.it<br />

Obereggen–Pampeago–Predazzo/Latemar 5 www.obereggen.com<br />

Pfelders im Passeiertal 1 www.pfelders.info<br />

Plose Brixen 3 www.plose.org<br />

Ratschings Jaufen 1 www.ratschings-jaufen.it<br />

Rittner Horn 1 www.ritten.com/?l=de<br />

Schnalstal / Kurzras k. A. www.schnalstal.com<br />

Schöneben – Haideralm /Reschenpass k. A. www.schoeneben.it<br />

Schwemmalm – Ultental 1 www.schwemmalm.com<br />

Seiser Alm 7 www.seiseralm.it<br />

Skiwiese Innerpflersch 1 www.ladurns.it<br />

Speikboden – Tauferer Ahrntal 5 www.speikboden.it<br />

Stilfser Joch – Ortlergebiet 6 www.passostelvio.eu<br />

Sulden am Ortler 4 www.seilbahnensulden.it<br />

Trafoi am Ortler / Furkel 1 www.skischule-trafoi.com<br />

Vigiljoch – Lana k. A. www.vigiljoch.com<br />

Watles 1 www.watles.net<br />

052


STEIERMARK<br />

Name Anzahl Sommerlifte Homepage<br />

Aflenzer Bürgeralm 1 www.aflenzer-buergeralm.at<br />

Dachstein Gletscher/Schladming Ramsau/Ski amade k. A. www.derdachstein.at<br />

Hauser Kaibling / Schladming/Ski amade 3 www.hauser-kaibling.at<br />

Hochwurzen / Schladming / Ski amade k. A. www.planai.at<br />

Hoislifte / Modriach-Winkel k. A. www.hoiswirt.at<br />

Kreischberg / Murau 2 www.kreischberg.at<br />

Lachtal 1 www.lachtal.at<br />

Mariazeller Bürgeralpe 1 www.buergeralpe.at<br />

Miesenbach / Wiesenhofer 1 www.gasthof-wiesenhofer.at<br />

Planai / Schladming / Ski amade k. A. www.planai.at<br />

Ramsau / Dachstein / Ski amade 2 www.skiregion-ramsau.at<br />

Reiteralm / Schladming / Ski amade k. A. www.reiteralm.at<br />

Riesneralm / Schneebären k. A. www.riesneralm.at<br />

Salzstiegl / Hirschegg k. A. www.salzstiegl.at<br />

Schöckl 1 www.schoeckl.at<br />

Seeberg / Seewiesen k. A. www.wsv-au.at/seeberg-schilifte<br />

Tauplitz / Bad Mitterndorf / Schneebären 2 www.dietauplitz.com<br />

SALZBURG<br />

Name Anzahl Sommerlifte Homepage<br />

Annaberg / Lungötz / Dachstein West 2 www.annaberg-lungoetz.com<br />

Bad Gastein / Ski amade k. A. www.skigastein.com<br />

Bad Hofgastein / Ski amade k. A. www.skigastein.com<br />

Dorfgastein / Ski amade k. A. www.dorfgastein.com<br />

Fanningberg / Mariapfarr 1 www.fanningberg.info<br />

Filzmoos / Ski amade 1 www.filzmoos.ski<br />

Großarl Tal / Ski amade 2 www.grossarltal.info<br />

Großeck / Speiereck / Mauterndorf k. A. www.grosseck-speiereck.at<br />

Karkogel / Abtenau im Lammertal 1 www.karkogel.abtenau-info.at<br />

Kitzsteinhorn / Kaprun / Zell am See 5 www.kitzsteinhorn.at<br />

Königsleiten-Wald / Zillertal Arena 5 www.zillertalarena.com<br />

Leogang / Saalbach Hinterglemm Fieberbrunn 2 www.leoganger-bergbahnen.at<br />

Lofer / Almenwelt Lofer 2 www.skialm-lofer.com<br />

Maiskogel / Kaprun / Kitzsteinhorn 1 www.kitzsteinhorn.at<br />

Nussbaumer Lifte / Hof bei Salzburg 2 www.facebook.com/skilifthof<br />

Obertauern k. A. www.ski-obertauern.at<br />

Panoramabahn Kitzbüheler Alpen/Mittersill 2 www.panoramabahn.at<br />

Raurisertal / Hochalmbahnen 0 www.hochalmbahnen.at<br />

Rußbach am Pass Gschütt/Dachstein West 1 www.dachstein.at<br />

Saalbach Hinterglemm/Leogang/Fieberbrunn 10 www.saalbach.com<br />

Schmitten / Zell am See 6 www.schmitten.at<br />

Ski amade/Flachau/Snow Space Salzburg 2 www.snow-space.com<br />

Ski amade/Hochkönig/Maria Alm/Dienten 6 www.hochkoenig.at<br />

Ski amade/Shuttleberg Flachauwinkl-Kleinarl k. A. www.shuttleberg.com<br />

Ski amade/St. Johann Alpendorf/Snow Space Salzburg 1 www.snow-space.com<br />

Ski amade Wagrain/Snow Space Salzburg 3 www.snow-space.com<br />

Ski amade / Zauchensee / Flachauwinkl k. A. www.zauchensee.at<br />

Weissee Gletscherwelt 1 www.weissee.at<br />

Werfenweng 2 www.bergbahnen-werfenweng.com<br />

Wildkogel-Arena/Neukirchen/Bramberg 4 www.wildkogel-arena.at<br />

Zwölferhorn / Seilbahn St. Gilgen 1 www.zwoelferhorn.at<br />

NIEDERÖSTERREICH<br />

Name Anzahl Sommerlifte Homepage<br />

Annaberg k. A. www.annaberg.info<br />

Bonka 1 www.bonka.at/inhalte/skilift<br />

Familienskiland St. Corona am Wechsel 1 www.wexlarena.at<br />

Gemeindealpe / Mitterbach 2 www.gemeindealpe.at<br />

Hochkar 1 www.hochkar.com<br />

Kirchbach k. A. www.kirchbach.net<br />

Königsberg / Hollenstein/Ybbs k. A. www.koenigsberg.at<br />

Lackenhof / Ötscher 1 www.oetscher.at<br />

Mönichkirchen / Mariensee 1 www.erlebnisalm.com<br />

Puchberg am Schneeberg/Sesselbahn 1 www.schneebergsesselbahn.at<br />

Reichenau an der Rax / Raxalpe 1 www.raxalpe.com<br />

Semmering Hirschenkogel 1 semmering.com<br />

TIROL<br />

Name Anzahl Sommerlifte Homepage<br />

Achensee k. A. www.achensee.com<br />

Alpbach / Ski Juwel Alpbachtal Wildschönau 4 www.skijuwel.com<br />

Axamer Lizum 2 www.axamer-lizum.at<br />

Bergbahn Pillersee / Buchensteinwand 4 www.bergbahn-pillersee.com<br />

Bergeralm / Steinach am Brenner 2 www.bergeralm.net<br />

Berwang k. A. www.berwang.tirol<br />

Biberwier / Marienbergbahnen k. A. www.bergbahnen-langes.at<br />

Eggalm Bahnen / Tux-Lanersbach / Zillertal 1 www.hintertuxergletscher.at<br />

Ehrwalder Almbahn / Ehrwald 1 www.zugspitze.tirol<br />

Elferbahnen Neustift / Stubaital k. A. www.elfer.at<br />

Fieberbrunn / Saalbach Hinterglemm Leogang 2 www.fieberbrunn.com<br />

Finkenberger Almbahnen/Finkenberg/Zillertal 2 www.hintertuxergletscher.at<br />

Füssener Jöchle / Grän 1 www.lifte-graen.com<br />

Gerlos / Zillertal Arena 1 www.zillertalarena.com<br />

Gerlosstein-Hainzenberg / Zillertal Arena 1 www.zillertalarena.com<br />

Glungezer 2 www.glungezerbahn.at<br />

Hintertuxer Gletscher / Hintertux / Zillertal 14 www.hintertuxergletscher.at<br />

Hochkössen / Unterberg 1 www.bergbahnen-koessen.at<br />

Hochzeiger / Jerzens im Pitztal 2 www.hochzeiger.com<br />

Imster Bergbahnen 2 www.imster-bergbahnen.at<br />

Innsbruck / Nordkette 3 www.nordkette.com<br />

Innsbruck Igls / Patscherkofel 2 www.patscherkofelbahn.at<br />

Kappl / Paznaun-Ischgl 2 www.kappl.com<br />

Karwendel-Bergbahn Pertisau / Achensee 1 www.karwendel-bergbahn.at<br />

Kitzbühel / Kirchberg 7 www.kitzski.at<br />

Kühtai 1 www.kuehtai.info<br />

Landeck / Zams / Fliess / Venetregion 1 www.venet.at<br />

Lermoos / Grubigsteinbahnen k. A. www.bergbahnen-langes.at<br />

Lienzer Bergbahnen / Zettersfeld / Hochstein k. A. www.lienzer-bergbahnen.at<br />

Maurach am Achensee / Rofanseilbahn 1 www.rofanseilbahn.at<br />

Mayrhofen / Zillertal 3 www.mountopolis.at<br />

Muttereralm k. A. www.muttereralm.at<br />

Nauders 3 www.nauders.com/de<br />

Nesselwängle im Tannheimertal k. A. www.lifte-nesselwaengle.at<br />

Obergurgl / Hochgurgl k. A. www.gurgl.com<br />

Oberperfuss / Rangger Köpfl 2 www.rangger-koepfl.at<br />

Obertilliach / Golzentipp – Lesachtal k. A. obertilliacher-bergbahnen.com<br />

Oetz / Hochoetz 1 www.oetz.com<br />

Pitztaler Gletscher / Riffsee / Pitztal 3 www.pitztaler-gletscher.at<br />

Schattwald / Zöblen im Tannheimertal 1 www.tannheimer-bergbahnen.at<br />

Schlick 2000 – Fulpmes 2 www.schlick2000.at<br />

Schwaz-Pill / Kellerjochbahn k. A. www.kellerjochbahn.at<br />

See / Paznaun-Ischgl 1 www.bergbahn.com<br />

Seefeld / Gschwandtkopf 1 www.skigebiet-seefeld.at<br />

Seefeld / Rosshütte 3 www.rosshuette.at<br />

Serfaus / Fiss / Ladis k. A. www.serfaus-fiss-ladis.at<br />

Serlesbahnen Mieders 1 www.serlesbahnen.com<br />

Silvapark Galtür / Paznaun-Ischgl 1 www.silvapark.at<br />

Silvretta Arena Ischgl / Samnaun 6 www.ischgl.com<br />

Ski- und Gletscherwelt Zillertal 3000 / Zillertal 2 www.tux.at<br />

SkiWelt / Brixen im Thale 2 www.skiwelt.at<br />

SkiWelt / Ellmau 1 www.skiwelt.at<br />

SkiWelt / Going 1 www.skiwelt.at<br />

SkiWelt / Hopfgarten / Itter 3 www.skiwelt.at<br />

SkiWelt / Scheffau 2 www.skiwelt.at<br />

SkiWelt / Söll 3 www.skiwelt.at<br />

SkiWelt / Westendorf 2 www.skiwelt.at<br />

Sölden 7 www.soelden.com<br />

Spieljoch / Fügen / Zillertal 2 www.spieljochbahn.at<br />

St. Anton / Arlberg 6 www.abbag.at<br />

St. Johann in Tirol 2 www.bergbahnen-stjohann.at<br />

Stubaier Gletscher / Stubaital 3 www.stubaier-gletscher.com<br />

Tannheim / Neuneröpfle 1 www.tannheimer-bergbahnen.at<br />

Tiroler Zugspitzbahn 1 www.zugspitze.at<br />

Vent 2 www.vent.at<br />

Wildschönau / Ski Juwel Alpbachtal 3 www.wildschoenau.com/de/<br />

Wildschönau k. A. winter/skifahren-tirol<br />

Zahmer Kaiser / Walchsee 2 www.zahmerkaiser.com<br />

Zell am Ziller / Zillertal Arena 4 www.zillertalarena.com<br />

053


Im Brixental wanderst du<br />

dem Alltag davon<br />

Im Tiroler Brixental ist es ganz einfach, tief in die Natur einzutauchen und<br />

Abstand zum Alltag zu gewinnen – egal ob zu Fuß oder mit dem Bike.<br />

D<br />

ie malerische Landschaft<br />

mit ihren grünen<br />

Wiesen, die kristallklaren<br />

Bäche und<br />

die majestätischen<br />

Berggipfel: Das Brixental in Tirol<br />

gehört mit den Orten Brixen im<br />

Thale, Kirchberg in Tirol und Westendorf<br />

zweifellos zu den schönsten<br />

Regionen Österreichs, um die Wanderschuhe<br />

zu schnüren und loszu-<br />

ziehen. Aufbrechen, die Natur hautnah<br />

erleben, die Blicke schweifen<br />

und die Seele baumeln lassen –<br />

kann es Schöneres geben?<br />

Die Wege des weitverzweigten,<br />

rund 2000 Kilometer langen Wanderwegenetzes<br />

in den Kitzbüheler<br />

Alpen sind abwechslungsreich und<br />

bieten für alle reichlich Auswahl.<br />

Von gemütlichen Spaziergängen<br />

entlang der Brixentaler Ache im<br />

Tal bis hin zu anspruchsvollen Touren<br />

auf die Gipfel – wer gern wandert,<br />

findet hier bestimmt seine<br />

perfekte Route. Und die Aussicht<br />

von den Gipfeln ist schlicht beeindruckend.<br />

Aber schon auf dem Weg<br />

dorthin laden viele wunderschöne<br />

Aussichtspunkte zum Verweilen<br />

und Genießen ein.<br />

Wandern im Brixental bietet<br />

also die perfekte Möglichkeit, den<br />

054


BRIXENTAL<br />

2000 Kilometer<br />

Wanderwege und<br />

über 1000 Kilometer<br />

Radwege, davon 800<br />

Kilometer Mountainbikerouten,<br />

warten<br />

im Tiroler Brixental<br />

darauf, entdeckt zu<br />

werden.<br />

FOTOS: TVB Kitzbüheler Alpen-Brixental<br />

Alltag hinter sich zu lassen und inmitten<br />

der Natur neue Energie zu<br />

tanken. Ob alleine, mit Freunden<br />

oder der Familie – hier kann man<br />

sich auf eine wunderschöne Auszeit<br />

in den Bergen freuen.<br />

Mit Rad, Mountainbike und E-Bike<br />

Zugleich bietet das Brixental<br />

Top-Bedingungen für alle Fahrradbegeisterten.<br />

Mit mehr als 1000 Kilometern<br />

Radwegen, darunter satten<br />

800 Kilometern Mountainbike-<br />

Routen und -Trails, ist die Region<br />

ein Paradies für Radfahrer. Die<br />

Kombination aus atemberaubender<br />

Landschaft und den zahlreichen gut<br />

ausgebauten Trails machen die Region<br />

zu einer der besten Bike-Destinationen<br />

in Österreich.<br />

Mountainbiker jeder Könnerstufe<br />

werden hier fündig, von einfachen<br />

Touren bis hin zu anspruchs-<br />

vollen Downhill-Strecken gibt es alles,<br />

was Biker lieben. Besonders<br />

lohnenswert sind die Routen rund<br />

um den Gaisberg, den Hausberg<br />

von Kirchberg. Hier warten auch<br />

die anspruchsvollsten Abfahrten,<br />

die einen ordentlichen Adrenalinkick<br />

versprechen.<br />

Auch für E-Biker bleiben im<br />

Brixental keine Wünsche offen: Ein<br />

gut ausgebautes Netz von Radwegen<br />

ist wie geschaffen für gemütliche<br />

Touren. Ein Highlight ist die<br />

E-Bike- Tour auf den Rauhen Kopf<br />

mit ihren beeindruckenden Blicken<br />

auf die umliegende Bergwelt. Wer<br />

am liebsten in der Gruppe unterwegs<br />

ist, sollte sich eine geführte<br />

Tour nicht entgehen lassen: Hier<br />

lernt man nicht nur die besten Strecken<br />

kennen, sondern erfährt auch<br />

interessante Details über die Region<br />

und ihre Geschichte.<br />

Passionierte Golfer werden<br />

vom Brixental ebenfalls begeistert<br />

sein: Nicht nur der topgepflegte,<br />

sonnige 18-Loch-Platz in Westendorf<br />

lädt zum Abschlagen in der<br />

herrlichen alpinen Umgebung ein –<br />

gleich neun Top-Golfplätze warten<br />

in der näheren Umgebung darauf,<br />

bespielt zu werden. Und: Die Region<br />

ist perfekt erreichbar, mit dem<br />

eigenen (E-)Auto genauso wie mit<br />

der Bahn. Vor Ort kann man sich<br />

ganz einfach umweltfreundlich mit<br />

Bus und Bahn bewegen, mit der<br />

Gästekarte sind die öffentlichen<br />

Verkehrsmittel sogar kostenlos.<br />

Weitere Infos unter:<br />

www.brixental.tirol<br />

055


KAISERWINKL<br />

FOTOS: Tourismusverband Kaiserwinkl<br />

Wandern, Wasser oder doch lieber mit dem Bike auf<br />

die Alm? Im Kaiserwinkl ist für Abwechslung gesorgt.<br />

WOW Kaiserwinkl!<br />

Das Themen-Dreigestirn Wandern, Outdoor und Wasser formt im Tiroler Kaiserwinkl<br />

ein einzigartig vielseitiges Urlaubserlebnis inmitten der Alpen.<br />

D<br />

as „WOW“ steht im<br />

Kaiserwinkl für die<br />

drei großen Aushängeschilder<br />

der Region:<br />

Wandern – Outdoor<br />

– Wasser. Das einzigartige<br />

Fleckchen in Tirol besticht entsprechend<br />

nicht nur mit unberührter<br />

Natur, sondern kombiniert Berge<br />

und Seen mit einer großen Vielfalt<br />

an Sport- und Freizeitaktivitäten zu<br />

einem unvergesslichen Urlaubserlebnis.<br />

Auf der Alm und auf dem Berg<br />

Das 200 Kilometer lange Netz an<br />

Wanderwegen im Kaiserwinkl ist<br />

abwechslungsreich gestaltet. Dabei<br />

reicht das Angebot von der einfachen<br />

Familienwanderung auf gemütliche<br />

Almen bis hin zu hochalpinen<br />

Touren rund ums Kaisergebir-<br />

Tipp: Kaiserwinkl<br />

Radlgaudi<br />

• 3 oder 7 Übernachtungen<br />

• inkl. 2 Tage Leih-E-Bike<br />

• inkl. Radkarte, Kaiserwinkl-Card<br />

und vieles mehr<br />

ab € 145,–<br />

ge. Ein besonderes Highlight ist dabei<br />

der „Schmugglerweg“, der<br />

durch die abenteuerliche Klobensteinschlucht<br />

führt. Immer ein lohnendes<br />

Wanderziel sind die vielen<br />

Almen, die sowohl schöne Panoramablicke<br />

als auch regionale Spezialitäten<br />

bieten. Nicht wenige davon<br />

sind auch mit dem Mountainbike zu<br />

erreichen.<br />

Wassersport-Vergnügen<br />

Wer das Element Wasser und besondere<br />

Herausforderungen liebt,<br />

kann sich im Kaiserwinkl beim<br />

Canyoning und Rafting austoben –<br />

direkt durch den wilden Canyon der<br />

Tiroler Ache. Gemütlicher, aber<br />

nicht minder abwechslungsreich<br />

geht es an einem der wärmsten Badeseen<br />

Tirols zu: Der Walchsee lädt<br />

mit Temperaturen bis zu 25 Grad<br />

zum Baden, Wasserskifahren,<br />

Stand-up-Paddeln oder auf eine<br />

Tour im Elektroboot ein.<br />

Mehr Informationen unter:<br />

www.kaiserwinkl.com<br />

056


DAS WALCHSEE AKTIVRESORT<br />

Berge im Blick, Glück im Herzen<br />

Naturerfahrung pur – eine aktive Auszeit im „Das Walchsee Aktivresort“<br />

am Kaisergebirge lässt dich ganz entspannt neue Kraft tanken.<br />

FOTOS: Tourismusverband Kaiserwinkl, Daniel Waschnig<br />

D<br />

ie frische Bergluft<br />

am glasklaren Walchsee<br />

und am Fuße des<br />

Zahmen Kaisers einatmen<br />

und den Alltag<br />

hinter sich lassen: Das Walchsee<br />

Aktivresort lädt in neuem, warmem<br />

Ambiente dazu ein, einfach<br />

mal abzuschalten und das zu tun,<br />

was einem selbst guttut. Mit der<br />

ganzheitlichen Move & Relax Philosophie<br />

kann jede aktive Auszeit<br />

ganz persönlich gestaltet werden,<br />

sodass Körper und Geist mit genau<br />

der richtigen Kombination aus Bewegung,<br />

Entspannung und vitaler<br />

Ernährung harmonisch in Einklang<br />

gebracht werden.<br />

Die sattgrüne und duftende Almenwelt<br />

zwischen den Chiemgauer<br />

Alpen und dem Kaisergebirge ist<br />

direkt vom Aktivresort zu erreichen,<br />

egal ob zu Fuß oder mit dem<br />

Rad. Über 200 Kilometer markierte<br />

Wanderwege mit urigen Hütten<br />

warten darauf, entdeckt zu werden.<br />

Auch auf zwei Rädern lässt sich die<br />

malerische Landschaft bestens erkunden,<br />

mit dem Mountainbike,<br />

dem Rennrad oder dem E-Bike.<br />

Welche Variante du auch wählst,<br />

das einzigartige Alpenpanorama<br />

und die Ruhe der Natur sind immer<br />

mit dabei.<br />

Bergeweise Entspannung<br />

Zurück vom Berg lohnt sich ein<br />

Sprung in den Walchsee: Beim<br />

Schwimmen im wärmsten Badesee<br />

Tirols werden Muskeln und Gelenke<br />

erfrischt, während der Blick auf<br />

das beeindruckende Massiv des<br />

Zahmen Kaisers fällt – herrlich!<br />

Eine Oase des Wohlfühlens und des<br />

Erholens ist auch der Relax Bereich<br />

des Das Walchsee Aktivre-<br />

sorts. Im Indoor- und Outdoor- Pool<br />

spürst du das Gefühl der Schwerelosigkeit,<br />

wohltuende Massagen<br />

oder energiespendende Saunagänge<br />

sind pure Wohltaten für Körper<br />

und Seele.<br />

Abgerundet wird das Move &<br />

Relax Angebot durch die regionale,<br />

vitale Küche, die mit hochwertigen<br />

Zutaten neue Energie spendet und<br />

obendrein kulinarisch verwöhnt.<br />

Gönne dir deine aktive Wohlfühl-<br />

Auszeit mit einem Move & Relax Urlaub<br />

im Das Walchsee Aktivresort.<br />

Mehr Infos unter:<br />

www.daswalchsee.at<br />

057


SERFAUS-FISS-LADIS<br />

FOTOS: SFL Marketing GmbH - Andreas Kirschner, Christian Waldegger<br />

Vom Gipfelsieg bis zum spannenden Familienprogramm:<br />

In der Bergwelt rund um Serfaus-<br />

Fiss-Ladis wartet eine Fülle an Möglichkeiten.<br />

Bunte Vielfalt auf Tirolerisch<br />

Denn kaum eine andere Outdoor-Destination in den Alpen bietet mehr Abwechslung als<br />

das sommerliche Serfaus-Fiss-Ladis in Tirol. Es lebe die Qual der (Freizeit-)Wahl!<br />

D<br />

ie Ferienregion Serfaus-Fiss-Ladis<br />

thront auf einem<br />

sonnenreichen Hochplateau<br />

über dem<br />

oberen Inntal, bewacht von den<br />

Dreitausendern von Ötztaler Alpen<br />

und Samnaungruppe. Rund um die<br />

drei Bergdörfer locken zwischen<br />

1200 und 3000 Meter Seehöhe unendliche<br />

Sport-, Spiel-, Abenteuer-,<br />

Genuss- und Erholungsmöglichkeiten.<br />

Ob Familien, Paare, Freunde,<br />

Singles oder Best Ager – Serfaus-<br />

Fiss- Ladis ist die Alleskönner-Region<br />

im Bergsommer.<br />

In Sachen Vielfalt sind die drei<br />

kleinen Dörfer riesig. So einmalig<br />

jeder Urlauber, so einmalig sind<br />

auch seine Tage: Der eine macht<br />

vormittags mithilfe von einem von<br />

zehn Liften einen Dreitausender,<br />

kehrt nachmittags in einer Berghütte<br />

ein und lässt sich abends im<br />

Gourmetrestaurant den Gaumen<br />

schmeicheln. Der andere kitzelt<br />

vormittags beim Actionprogramm<br />

(Familien-Coaster-Schneisenfeger,<br />

Fisser Flitzer, Fisser Flieger und<br />

Skyswing) mit den Kids die Nerven,<br />

schwebt mittags mit der Genussgondel<br />

in kulinarische Höhen, testet<br />

nachmittags den Bikepark und<br />

unternimmt abends eine Kulturtour<br />

durch die Geschichte(n) der drei<br />

Dörfer. Wieder ein anderer steht<br />

noch vor Sonnenaufgang auf und<br />

shreddet bei den Early Rides mit<br />

dem Bike über den legendären<br />

Frommestrail. Mittags schwingt er<br />

in einer der „Wohlfühlstationen“ ab<br />

und schlendert nachmittags über<br />

den Fisser Kraft- und Sinnesweg,<br />

bevor es in den Hotelpool geht.<br />

Spannung und Entspannung:<br />

Hier die Balance zu finden, ist für<br />

viele Urlauber die Challenge. Aber<br />

je größer die Auswahl, desto breiter<br />

das Grinsen. Vom Panorama-Genussweg<br />

für die innere Harmonie,<br />

über etliche Themen- und Erlebniswege<br />

für Familien bis hin zu sportlichen<br />

Höhepunkten wie der Besteigung<br />

des 3004 Meter hohen Furgler<br />

oder der Herausforderung der drei<br />

Klettersteige unterhalb der Burg<br />

Laudeck besteht die Qual der Wahl<br />

– jeden Urlaubstag aufs Neue!<br />

Die ganze Vielfalt gibt‘s unter:<br />

www.serfaus-fiss-ladis.at<br />

058


FERIENREGION TIROL WEST<br />

FOTOS: Ferienregion TirolWest, Roman Huber<br />

Herrschaftliche Aussichten<br />

Auf dem Tiroler Burgenweg ist der Name Programm. Neben Schlössern, Burgen und<br />

Ruinen hat der Fernwanderweg aber auch allerhand Natur zu bieten.<br />

D<br />

urch die Orte Landeck,<br />

Fließ, Tobadill,<br />

Pians, Grins, Stanz,<br />

Zams und Schönwies<br />

führt der Tiroler Burgenweg<br />

auf seiner Reise durchs<br />

Mittelalter. Aufgeteilt in fünf Tagesetappen<br />

können große und kleine<br />

Wanderer die 65 Kilometer des<br />

geschichtsträchtigen Fernwanderwegs<br />

erwandern. Schloss Landeck,<br />

Schloss Biedenegg, Schloss Wiesberg,<br />

die Burgruine Schrofenstein<br />

und die Ruine Kronburg liegen als<br />

Highlights direkt am Weg.<br />

Neben den Burgen warten viele<br />

weitere Highlights darauf, auf der<br />

Tour erkundet zu werden. Die erste<br />

Etappe führt von Landeck aus auf<br />

den Spuren der Römer nach Fließ,<br />

wo es im archäologischen Museum<br />

allerhand über die römische Kaiserstraße<br />

zu erfahren gibt. Auf der<br />

zweiten Etappe kann vom Bergdorf<br />

Tobadill die 86 Meter hohe<br />

Trisanna brücke bestaunt werden.<br />

Die Dörfer Grins und Stanz warten<br />

auf der dritten Etappe mit Heilwasser<br />

und Brennkunst. Bevor es an<br />

die vierte Etappe geht, lohnt sich<br />

ein Abstecher in den Zammer Lochputz.<br />

Dieser bietet schwindelerregende<br />

Einblicke in eines der<br />

schönsten wilden Wasser Tirols und<br />

begeistert mit der Sage rund um<br />

den Zammer Lochputz. Zurück in<br />

Landeck empfiehlt es sich, das<br />

Schloss Landeck mit dem Museum<br />

zu besuchen und dort die Reise in<br />

die Vergangenheit abzuschließen.<br />

Eine Reise in die Vergangenheit<br />

Darüber hinaus kann man während<br />

der Tour tief in die Welt der Ritter<br />

und Burgfräulein eintauchen – mit<br />

der „Burgenweg-APP“ wird man<br />

bei der Wanderung durch ein Hörspiel<br />

begleitet. Ein stolzer Minnesänger<br />

und sein aufgewecktes<br />

Frettchen erzählen auf dem Weg allerlei<br />

Interessantes und Wissenswertes<br />

zu den einzelnen Burgen.<br />

Die App enthält zudem viele Informationen<br />

über Besonderheiten der<br />

Region, welche auf dem Weg von<br />

Burg zu Burg liegen.<br />

Guter Tipp: Mit der TirolWest<br />

Card sind viele Aktivitäten inbegriffen.<br />

Auch sämtliche öffentliche<br />

Buslinien im Bezirk Landeck können<br />

kostenlos genutzt werden.<br />

Weitere Informationen unter:<br />

www.burgenweg.at<br />

www.tirolwest.at<br />

059


PRODUKT Wanderschuhe<br />

Brot & Butter<br />

Die Allrounder unter den Bergschuhen sind die klassischen<br />

Wanderschuhe mit griffger, aber gut gangbarer<br />

Sohle. Worauf gilt es hier beim Kauf zu achten?<br />

von Lukas Schnitzer<br />

D<br />

ie klassische „Wanderung“<br />

hierzulande, sanfte<br />

Touren durch Wälder,<br />

über Almen und Wiesen<br />

und entlang mitunter auch steiler,<br />

aber gut ausgetretener und abgesicherter<br />

Pfade hin zu Gipfeln, die<br />

auch ohne alpinistische Erfahrung<br />

gut bewältigbar sind: Hier schlägt<br />

die Stunde der Wander-Allrounder,<br />

des gemeinen Wanderschuhs mit<br />

griffiger Sohle, mittelhohem Schaft<br />

und hohem Gehkomfort. Sie sind<br />

perfekte Begleiter für Tagestouren<br />

und Weitwanderungen gleichermaßen.<br />

Wir haben bei Thorsten Steiner,<br />

Marketing Manager Blizzard<br />

Tecnica Österreich und René Gruber,<br />

bei Hanwag für dieselben<br />

Agenden zuständig, nachgefragt,<br />

worauf es bei der Wahl des richtigen<br />

Schuhwerks fürs Mittelgebirge<br />

und auf technisch einfachen Bergen<br />

und Routen ankommt.<br />

Vielseitigkeit ist Trumpf<br />

„Für lange Wanderungen im Mittelgebirge<br />

auf variierenden Untergründen<br />

ist ein vielseitiger Schuh<br />

mit perfekter Passform das A und<br />

O. Bei langen Strecken ist es außerdem<br />

wichtig, dass der Schuh leicht<br />

ist und kein unnötiges Gewicht an<br />

den Füßen mitgeschleppt werden<br />

muss“, weiß Thorsten Steiner. Besagte<br />

Passform hat auch für René<br />

Gruber auf ausgedehnten Wanderungen<br />

oberste Priorität: Der Schuh<br />

muss schon bei der ersten Anprobe<br />

einfach passen und sich auf langen<br />

FOTO: Hanwag/Bartsch<br />

Touren komfortabel anfühlen. In<br />

Sachen Komfort spielt aber auch<br />

die Dämpfung eine große Rolle“,<br />

erklärt Gruber. Dazu sollte „ein<br />

Modell mit Sohle gewählt werden,<br />

die Grip auf jedem Terrain, ob nass<br />

oder trocken, gewährleistet“. Zusammengefasst<br />

muss ein Schuh für<br />

Wanderungen im Mittelgebirge für<br />

ihn, neben der griffigen Sohle, „eine<br />

hohe Flexibilität, gute Dämpfung,<br />

perfekte Passform und langlebige<br />

Materialien mitbringen“.<br />

Eine Frage der Schafthöhe<br />

Beim Wandern, da sind sich die beiden<br />

Experten einig, haben sowohl<br />

Low-Cut- als auch Mid-Cut-Modelle<br />

ihre Berechtigung, auch wenn die<br />

Schuhe mit mittelhohem Schaft sicherlich<br />

der Allround-Klassiker<br />

sind. Tatsächlich rät Thorsten Steiner,<br />

die Schuhwahl von mehreren<br />

Faktoren abhängig zu machen. Bodenbeschaffenheit,<br />

die Länge der<br />

Wanderung, aber auch generelle<br />

persönliche Vorlieben nennt er hier<br />

als wichtige zu berücksichtigende<br />

Aspekte, was René Gruber noch um<br />

persönliche Einflussfaktoren wie<br />

Fitness, Muskulatur und Erfahrung<br />

ergänzt. Tendenziell sind Schuhe<br />

mit niedrigem Schaft beweglicher<br />

als solche mit mittelhohem Schaft,<br />

dafür sind Zweitere stabiler, führen<br />

auch einen müden Fuß besser, weil<br />

sie im Knöchelbereich zusätzlich<br />

stützen. Viele Hersteller bieten daher<br />

Modelle mit identischer Grundkonstruktion<br />

als Mid- und Low-Cut-<br />

Variante an. So kann man als Kunde<br />

frei entscheiden, womit man sich<br />

wohler fühlt. „Auch das Gewicht<br />

des Gepäcks hat Einfluss darauf,<br />

mit welcher Schafthöhe sich ein<br />

Wanderer wohlfühlt. Bei einem<br />

richtig schweren Rucksack kann<br />

der Fuß in einem flachen Schuh<br />

eher umknicken“, weiß der Hanwag-Experte.<br />

060


6<br />

wasserdichter Gore-Tex-Schuh mit zuverlässigem Grip für alle<br />

Top 6 Wanderschuhe<br />

TECNICA Magma 2.0 S MID GTX<br />

technischer Schuh für verschiedene Aktivitäten in den Bergen<br />

• optimaler Grip dank Vibram Megagrip Litebase-Sohle<br />

• komfortable Passform aufgrund der Adaptive-Shape-Technology<br />

• anatomisch vorgeformtes Ortholite Fußbett • formgepresstes<br />

EVA mit hohem Rebound und ESS-Platte für einen stabilen Flex<br />

• wasserdichte und atmungsaktive Gore-Tex Extended<br />

Comfort-Membran<br />

PREIS (UVP): € 209,95<br />

www.blizzard-tecnica.com<br />

SALOMON Outrise Mid GTX<br />

Einsatzgebiete sportliche Leichtigkeit und Komfort, outdoortaugliche<br />

Features höherer Schaft für extraviel Schutz und sicheren Halt<br />

aus recycelten oder biobasierten Bestandteilen gefertigt, um die<br />

Abhängigkeit von ölbasierten Materialien zu verringern<br />

PREIS (UVP): € 200,– | www.salomon.com<br />

LA SPORTIVA TX Hike Mid Leather GTX<br />

• Vibram® Eco Step Evo-Sohle mit IBS • Obermaterial aus Veloursleder<br />

mit 100 % PFC-freier, wasserabweisender Behandlung<br />

• breite Passform für maximalen Komfort • neue bluesign®zertifizierte<br />

Gore-Tex® Extended Comfort-Membran für maximale<br />

Wasserdichtigkeit und Atmungsaktivität • stabilisierende<br />

Brandsohle für maximale Dämpfung und Stabilität • 440 g leicht<br />

PREIS (UVP): € 210,–<br />

lasportiva.com<br />

HANWAG Makra Trek GTX<br />

leichter und stabiler Allrounder für anspruchsvolle Bergtouren bis<br />

3000 Meter • mit Steigeisenauflage / bedingt steigeisenfest<br />

• PU in der Ferse für perfekte Dämpfung • EVA im Vorfußbereich<br />

für Präzision im Antritt • Gore-Tex-Membran • Obermaterial:<br />

robustes Veloursleder, Textil • komplett made in Europe<br />

PREIS (UVP): € 340,–<br />

www.hanwag.com<br />

ADIDAS Terrex Womens Hiker Mid Rain.RDY<br />

von Frauen für Frauen entwickelt • bietet die perfekte Balance<br />

zwischen Schutz und Halt • von gemütlichen Spaziergängen bis hin<br />

zu Wochenendwanderungen • dank der wasserdichten RAIN-<br />

RDY- Technologie bleibt er trocken aus recyceltem Material<br />

PREIS (UVP): € 150,– | www.adidas.com<br />

ASOLO Freney Evo LTH GV<br />

aus wasserabweisendem Perwangerleder mit Oeko Tex Standard<br />

Gore-Tex Performance Comfort Footwear Membran (wasserdicht,<br />

atmungsaktiv und isolierend) gripstarke Vibram Mulaz-Sohle mit<br />

Antrittszone Zwischensohle aus PU, EVA Dämpfung in der Ferse<br />

Steigeisenbefestigung wiederbesohlbar, made in Europe<br />

PREIS (UVP): € 329,95 | www.asolo.com<br />

FOTOS: Hersteller<br />

061


PRODUKT Rucksäcke<br />

ALLES DABEI.<br />

Wichtig ist, dass der<br />

Rucksack sowohl im<br />

Volumen als auch in<br />

der Ausstattung zum<br />

Vorhaben passt.<br />

062


Mit Sack<br />

und Pack<br />

Rucksäcke gibt es von groß bis klein, mit Features<br />

und Taschen überhäuft oder minimalistisch aufs<br />

Wesentliche reduziert. Worauf es beim Kauf<br />

wirklich ankommt.<br />

von Lukas Schnitzer<br />

FOTOS: Tatonka/Axel Weiss<br />

V<br />

on Jausenbox bis<br />

Gipfelbier, von Windund<br />

Daunenjacke bis<br />

zu Wechselshirt und<br />

Erste-Hilfe-Paket.<br />

Draußen in der Natur und oben am<br />

Berg schleppt man so einiges mit<br />

sich herum – und je länger die Tour<br />

wird, desto länger wird oft auch die<br />

– in der Regel viel zu umfangreiche<br />

– Packliste. Egal ob kurze Vormittagsrunde,<br />

Tagestour oder mehrtägige<br />

Unternehmungen, ein Rucksack<br />

gehört zum Wandern einfach<br />

mit dazu. Wir haben uns bei Lukas<br />

Treffer, Marketingexperte bei Hersteller<br />

Tatonka, Tipps rund um das<br />

Thema Rucksack und Rucksackkauf<br />

geholt.<br />

Volumen und Features<br />

Rucksäcke gibt es in vielen Größen<br />

– sowohl was das Fassungsvermögen<br />

in Litern betrifft als auch in unterschiedlichen<br />

Rückenlängen, jeweils<br />

abgestimmt auf Statur und<br />

Körpergröße des Trägers. „Hier<br />

gilt es erst mal ganz grundsätzlich<br />

die passende Rucksackgröße für<br />

die Art der Unternehmung zu wählen“,<br />

zeigt Lukas Treffer den ersten<br />

Schritt am Weg zum passenden<br />

Bergbegleiter auf. Rucksäcke für<br />

die klassische Wanderung, die soge-<br />

nannten „Daypacks“ sieht er um die<br />

15 bis 25 Liter Volumen, sie sollten<br />

ein belüftetes Tragesystem und im<br />

besten Fall Wanderstockhalterung,<br />

Trinksystemvorbereitung und integrierte<br />

Regenhülle besitzen. Außentaschen<br />

(Deckelfach, Seitentaschen),<br />

so Treffer, sind praktisch<br />

für Trinkflasche, Handy und Co.<br />

Wer sich auf Hochtour begibt, der<br />

greift zu Tourenrucksäcken mit 35<br />

bis 40 Litern Fassungsvermögen.<br />

Wichtig ist hier für bessere Lastkontrolle<br />

bei bewegungsintensiven<br />

Touren ein Modell mit Kontaktrücken.<br />

Als praktisch erachtet Treffer<br />

einen einfachen Frontzugriff<br />

ins Hauptfach, Halterungen für<br />

Helm, Seil, Pickel und Wanderstock<br />

gehören auf Hochtouren ebenfalls<br />

dazu. Eine ebenfalls wichtige Nutzergruppe<br />

sind Klettersteiggeher.<br />

Ihnen empfiehlt Treffer ebenfalls<br />

Modelle mit Kontaktrücken, da dieser<br />

beim Klettern für sicheren Sitz<br />

sorgt. Eine Karabinerfixierung,<br />

etwa am Schultergurt kann nützlich<br />

sein, ebenso eine Trinksystemvorbereitung.<br />

Auf Mehrtagestouren kommt es<br />

darauf an, wie viele Tage man plant<br />

unterwegs zu sein und ob man in<br />

Hütten oder im Zelt nächtigt. Mit<br />

kleinem Gepäck auf sommerlichen<br />

063


PRODUKT Rucksäcke<br />

Richtiger Sitz von<br />

Touren-/Trekkingrucksäcken<br />

Richtiges Anprobieren:<br />

Zunächst werden alle Zugbänder<br />

geweitet. Dann wird der Rucksack<br />

mit realistischem Gewicht aufgesetzt.<br />

Der nächste Schritt ist das<br />

Schließen, richtige Positionieren<br />

und Festziehen des Hüftgurts. Die<br />

korrekte Ausführung entscheidet<br />

über das Funktionieren der Lastübertragung.<br />

Der Hüftgurt wird<br />

optimalerweise zentral über dem<br />

Beckenkamm positioniert. Kleine<br />

Abweichungen nach oben oder<br />

unten ergeben sich aus der individuellen<br />

Physiognomie. Der Hüftgurt<br />

muss fest angezogen werden. Anschließend<br />

werden die Schulterträger<br />

angezogen. Erst dies bringt die<br />

Last in eine trag- und kontrollierbare<br />

Position (wichtig: Schulterträger<br />

nicht zu fest anziehen, sie sollten<br />

nicht die Bewegungsfreiheit der<br />

Arme einschränken). Es folgt das<br />

Festziehen der über den Schultern<br />

positionierten Lastkontrollriemen.<br />

Man merkt eine zusätzliche Entlastung<br />

des Schultergürtels und eine<br />

höhere Kontrollierbarkeit der Last<br />

bei seitlichen Bewegungen.<br />

Faustregel zur Rückenlänge:<br />

Der Ansatzpunkt des Schulterträgers<br />

am Packsack sollte etwa auf<br />

der Höhe des siebten Halswirbels<br />

liegen. Der Ansatzpunkt des<br />

Lastkontrollriemens liegt optimal<br />

auf Höhe der Schlüsselbeine, der<br />

Riemen selbst sollte in einem<br />

Winkel zwischen 30 und 50 Grad<br />

nach hinten oben über die Schulter<br />

hinweg auf den Rucksack zulaufen.<br />

Hüttentouren eignen sich große<br />

Wanderrucksäcke (um die 30 Liter).<br />

Mit etwas mehr Gepäck oder<br />

Schlafsack und Zelt darf es dann<br />

schon ein Touren-/Trekkingrucksack<br />

mit 40 Litern aufwärts sein.<br />

Und auf klassischen Trekkingtouren<br />

mit voller Ausrüstung greift<br />

man dann am besten auch zu entsprechenden<br />

Trekkingrucksäcken<br />

mit 50 Litern und mehr an Volumen,<br />

empfiehlt Treffer.<br />

Rückenlänge und Tragesystem<br />

Bei der Wahl der korrekten Rückenlänge<br />

unterscheidet Lukas<br />

Treffer zwischen Wanderrucksäcken<br />

und Touren-/Trekkingrucksäcken.<br />

„Bei kleinen Wanderrucksäcken<br />

(um die 15 bis 25 Liter, Anm.)<br />

wird kein Belastungsgewicht erreicht,<br />

das es notwendig macht, einen<br />

Teil der Last von der Wirbelsäule<br />

weg in den Bereich der Hüfte<br />

einzuleiten. Die relativ geringe<br />

Größe der Rucksäcke bietet hierzu<br />

ohnehin nur eine eingeschränkte<br />

Möglichkeit – salopp gesagt, der<br />

Rucksack ist oftmals einfach zu<br />

kurz, um bis zur Hüfte zu reichen“,<br />

so der Rucksackexperte. Bei diesen<br />

Daypacks wird das Gewicht vor allem<br />

über die Schultergurte auf den<br />

Körper übertragen, der bei nahezu<br />

allen Modellen vorhandene, mal<br />

mehr, mal weniger gepolsterte<br />

„Hüftgurt“, welcher, wie Treffer<br />

weiter erklärt, durchaus eher im<br />

Bauchbereich landen kann, ohne<br />

dass der Rucksack gleich „falsch“<br />

sitzt, fungiert meist eher als Stabilisator<br />

denn als Teil des lastübertragenden<br />

Systems. Dennoch rät das<br />

Team von Tatonka auch bei diesen<br />

Rucksäcken dazu, Bauch und Brustgurt<br />

stramm sitzend zu schließen,<br />

damit der Rucksack in Bewegung<br />

fest am Rücken sitzt.<br />

Ein gänzlich anders Bild zeigt<br />

sich bei Touren- und Trekkingrucksäcken.<br />

Hier, so Lukas Treffer,<br />

muss ob des höheren Tragegewichts<br />

der Hauptteil der Last durch<br />

das Tragesystem von den Schultern<br />

auf das Becken umgeleitet werden,<br />

um die Wirbelsäule zu entlasten.<br />

Der Schlüssel dazu: Der Hüftgurt<br />

als zentrales Element der Lastübertragung<br />

muss mittig auf der Hüfte<br />

positioniert werden. Im Fachhandel<br />

wird man hier bestens in Sachen<br />

Passgenauigkeit beraten, kann man<br />

unterschiedliche Rückenlängen<br />

probieren und werden die Rucksäcke<br />

ideal an die eigene Anatomie<br />

angepasst.<br />

Spezialisten unter den Shops<br />

erkennt man auch daran, dass dort<br />

Sandsäcke und ähnliche Gewichte<br />

angeboten werden, mit denen man<br />

den Rucksack im Geschäft mit realen<br />

Lasten Probe tragen kann. Einmal<br />

vom Profi auf die eigene Rückenlänge<br />

eingestellt, muss der<br />

Rucksack dann nicht mehr verändert<br />

werden.<br />

FOTO: Vaude/Attenberger<br />

064


Top 6<br />

Rucksäcke<br />

TATONKA Hike Pack 27<br />

• Frame-Vent-Tragesystem<br />

• Wanderstockhalterung<br />

• belüftete Schultergurte<br />

• Regenhülle inklusive<br />

• belüfteter Hüftgurt mit einer<br />

Reißverschlusstasche<br />

• Seitenkompression<br />

• PFC-frei<br />

PREIS (UVP): € 120,–<br />

www.tatonka.com<br />

DEUTER Trail 30<br />

• Airstripes-Rückensystem mit<br />

geringer Rückenauflage und<br />

großen Belüftungskanälen<br />

• perforierte Schulterträger<br />

und Hüftflossen sorgen ebenfalls<br />

für gute Luftzirkulation<br />

• körpernahe Gewichtsverteilung,<br />

kompakter Sitz<br />

• die flache Deckelkonstruktion<br />

bietet gute Kopffreiheit –<br />

auch mit Helm<br />

PREIS (UVP): € 155,–<br />

www.deuter.com<br />

ORTOVOX Peak 35<br />

• innovatives Rückensystem mit<br />

80 % Schweizer Wolle<br />

• feuchtigkeitsregulierende Eigenschaften<br />

der Wolle sorgen für angenehmes<br />

Tragegefühl bei allen Temperaturen<br />

• auch Schulter- und Hüftträger mit<br />

Wolle an den Kontaktflächen<br />

• herausragende Balance aus<br />

Tragekomfort und Leichtigkeit<br />

• zahlreiche Befestigungsmöglichkeiten<br />

für Seil, Pickel, Helm<br />

• klimaneutral hergestellt<br />

PREIS (UVP): ab € 240,–<br />

www.ortovox.com<br />

JACK WOLFSKIN 3D Aerorise 30<br />

• per 3D-Druck-Verfahren<br />

hergestellte Rückenpolster sorgen<br />

für optimale Lastverteilung<br />

• großzügigen Zwischenräume<br />

zwischen den 3D-Polster<br />

verbessern die Belüftung enorm<br />

• abfallminimierte, ressourcenschonende<br />

Herstellung aus<br />

recycelten Kunstfasern<br />

• Rolltop zur Volumenanpassung<br />

• PFC-frei, bluesign-zertifiziert<br />

PREIS (UVP): € 379,95<br />

www.jackswolfskin.at<br />

FOTOS: Hersteller<br />

VAUDE Neyland 24<br />

• moderner, funktioneller und<br />

vielseitiger Wanderrucksack<br />

für kleine Bergtouren oder<br />

auch für den Alltag<br />

• innovatives Rückensystem für<br />

gute Belüftung und stabilen<br />

Rückenkontakt<br />

• vielseitige Ausstattung und<br />

Möglichkeiten der<br />

Gepäckfixierung<br />

• klimaneutral überwiegend aus<br />

recyceltem Material hergestellt<br />

• Green Shape zertifiziert<br />

PREIS (UVP): € 140,–<br />

www.vaude.com<br />

OSPREY Hikelite 28<br />

• 1 kg leichter Unisex-<br />

Wanderrucksack<br />

• belüftetes Rückensystem<br />

mit Airspeed-Rückenplatte<br />

• minimalistisches Design<br />

• inklusive Regenhülle<br />

• nachhaltiges Design<br />

PREIS (UVP): € 130,–<br />

www.ospreyeurope.com<br />

065


TOURISMUS<br />

Weitwanderwege<br />

Auf weitem Wege<br />

Weitwandern? Hat egal ob in hochalpinen Regionen oder dicht bewaldeten<br />

Gegenden seinen ganz eigenen Reiz. Wir haben uns für euch bei Experten<br />

umgehört, worauf es für einen gelungenen Einstieg ankommt. von Lukas Schnitzer<br />

066


TIEF EINTAUCHEN.<br />

Weitwanderwege bringen dich an<br />

Orte, die nur zu Fuß erreichbar sind -<br />

wie etwa hier am Tauernhöhenweg.<br />

FOTO: Kärnten Werbung/Franz Gerdl<br />

067


TOURISMUS<br />

Weitwanderwege<br />

W<br />

ie sagte es<br />

einst der Genfer<br />

Philosoph,<br />

Schriftsteller<br />

und Naturforscher<br />

Jean-<br />

Jac ques Rousseau: „Wer ans Ziel<br />

kommen will, kann mit der Postkutsche<br />

fahren, aber wer richtig reisen<br />

will, soll zu Fuß gehen.“ Ein alter<br />

Gedanke, der in die heutige Zeit<br />

übertragen wohl noch an Bedeutung<br />

gewinnt. In der Hektik unserer<br />

schnelllebigen Zeit wirkt die Langsamkeit<br />

der Fortbewegung per pedes<br />

beinahe antiquiert – dabei hätte<br />

sie uns so viel mehr zu bieten. Denn<br />

nur zu Fuß lässt sich der Duft von<br />

Wiesen und Wäldern so richtig genießen,<br />

lassen sich auch die kleinen<br />

Dinge am Wegesrand entdecken, findet<br />

man die Zeit, Eindrücke und Panoramen,<br />

Land und Leute, Flora und<br />

Fauna wirklich wahrzunehmen. Viele<br />

Gründe, regelmäßig den Wanderrucksack<br />

zu packen. Aber auch gute<br />

Gründe, um sich einmal an einem<br />

mehrtägigen Weitwanderweg zu<br />

versuchen und so richtig in das Reisen<br />

zu Fuß einzutauchen.<br />

Pro Weitwandern<br />

Weshalb man, abgesehen eingehender<br />

philosophischer Gedanken, einmal<br />

in einen Weitwanderweg, sprich<br />

eine Wanderung mit mehreren Tagesetappen<br />

und entsprechend größeren<br />

Bewegungsradien, eintauchen<br />

sollte? Nun, da wäre einmal ganz<br />

klar das Naturerlebnis. Weitwanderwege<br />

führen oftmals durch abgelegene<br />

Regionen und Naturgebiete,<br />

die man anders als zu Fuß gar nicht<br />

erleben könnte. Hier lässt sich der<br />

Stress des Alltags abschütteln, die<br />

Schönheit und Ruhe der Natur in<br />

vollen Zügen genießen. Gerne werden<br />

Weitwanderwege aber auch als<br />

Herausforderung gesehen, können<br />

sie je nach gewählter Route doch<br />

auch sehr anspruchsvoll sein und<br />

nach einer gehörigen Portion körperlicher<br />

Kraft, Ausdauer und mentaler<br />

Stärke verlangen. Umso stol-<br />

FOTO: TVB Tirol West/Roman Huber<br />

Der Tiroler Burgenweg hat neben Kultur auch reichlich Natur zu bieten.<br />

zer und zufriedener kommt man am<br />

Ziel an, hat man lange Strecken und/<br />

oder viele Höhenmeter überwunden.<br />

Einige Weit- und Fernwanderwege<br />

sind auch so angelegt, dass sie<br />

an historischen Orten und Städten<br />

vorbeiführen oder Regionen mit<br />

jahrhunderte-, vielleicht sogar jahrtausende<br />

alter Geschichte durchqueren.<br />

Hier bietet sich die Möglichkeit<br />

neue Lebensweisen, je nach<br />

Reisebereitschaft vielleicht sogar<br />

neue Kulturen zu entdecken, lokale<br />

Köstlichkeiten zu probieren und unterwegs<br />

interessante Menschen kennenzulernen.<br />

Außerdem, und hier<br />

wären wir wieder im Philosophischen,<br />

lässt sich kaum wo besser<br />

über sich selbst und seine Prioritäten<br />

sinnieren als auf tagelangen<br />

Streifzügen durch die Berge.<br />

Wo beginnen?<br />

Die „ideale“ Länge einer Weitwandertour<br />

hängt bezüglich der Kilometer/Höhenmeter<br />

natürlich stark von<br />

der persönlichen Fitness ab, weiß<br />

Roland Oberdorfer, seines Zeichens<br />

bei Kärnten Werbung projektverantwortlich<br />

für den Alpe-Adria-Trail.<br />

Wer über eine gute Grundfitness<br />

verfügt und regelmäßig wandert,<br />

der darf sich erfahrungsgemäß längere<br />

Strecken zutrauen als jemand,<br />

der kaum oder wenig Erfahrung hat.<br />

Ungeachtet der Fitness ist es aber<br />

068


wichtig, realistisch zu bleiben und<br />

sich selbst (und „Mitgeher“!) nicht<br />

zu überfordern. Überdies gilt es in<br />

der Planung/Auswahl auch die Wegbeschaffenheit<br />

zu berücksichtigen.<br />

Höhenunterschied (viele versus wenige<br />

Höhenmeter), Terrain und technischer<br />

Anspruch der Wege sowie<br />

Wetterbedingungen haben ebenfalls<br />

Einfluss auf die realistisch zu bewältigende<br />

Streckenlänge pro Zeit.<br />

Egal ob alleine, mit Familie oder<br />

Freunden: „Bevor man sich an seine<br />

erste Mehrtageswanderung macht,<br />

sollte man vorab Touren ähnlicher<br />

Länge wie die längste Etappe schon<br />

einmal als Tagestour absolviert haben“,<br />

rät Christina Moser vom Nationalpark<br />

Hohe Tauern, wo der<br />

Hohe-Tauern-Panorama-Trail verläuft.<br />

Als passende Gesamtlänge<br />

zum Einsteigen sieht sie eine Wanderwoche<br />

mit einem bewusst eingelegten<br />

Ruhetag dazwischen. Roland<br />

Wer ans Ziel kommen<br />

will, kann mit<br />

der Postkutsche fahren,<br />

aber wer richtig<br />

reisen will, soll zu<br />

Fuß gehen.<br />

JEAN-JACQUES ROUSSEAU<br />

Oberdorfer rät Einsteigern ebenfalls,<br />

„klein“ anzufangen, sich erst<br />

mal kurze, leichte Etappen vorzunehmen:<br />

„15 km und 500 bis 600 Höhenmeter<br />

sollten fürs Erste reichen.<br />

Dann sieht man ja, ob man sich in<br />

den kommenden Tagen mehr zutrauen<br />

kann“, ermutigt der Kärntner<br />

zum „Tiefstapeln“. Wie Moser empfiehlt<br />

auch er bei längeren Touren<br />

unbedingt auch Ruhetage einzuplanen.<br />

„Das tut Körper, Geist und der<br />

Motivation gut.“ Als grobe Orientierung<br />

und natürlich stark vom Zeitbudget<br />

und oben genannten Faktoren<br />

abhängig darf man für die Weitwanderpremiere<br />

aber schon so an<br />

die 50 bis 100 Kilometer Gesamtstrecke<br />

in Betracht ziehen.<br />

Nicht ohne Training<br />

Wie man sich körperlich am besten<br />

auf die erste Weitwanderung vorbereitet?<br />

Für Christina Moser hilft<br />

hier „wandern, wandern und wandern“.<br />

Ihr Tipp: „Sollte man einen<br />

Weitwanderweg in den Alpen – mit<br />

dort typischen erheblichen Aufund<br />

Abstiegen – planen, sollten<br />

auch beim Wandern daheim ordentliche<br />

Auf- und Abstiege eingebaut<br />

werden.“ Sei dies (etwa aufgrund<br />

der Topografie am Wohnort) nicht<br />

möglich, dann könne es auch nützlich<br />

sein, „die eine oder andere Stiegensteig-Session<br />

etwa in einem<br />

Hochhaus einzubauen oder auf<br />

einem Stepper Steigungen zu<br />

Immer volle<br />

Akkus<br />

Die „Sherpa 100AC“-Powerbank<br />

liefert unterwegs Power für<br />

Smartphone, Laptop und Co.<br />

Goal Zero hat es sich zur Aufgabe<br />

gemacht, den Menschen<br />

eine sichere, vernetzte<br />

und nachhaltige Zukunft zu ermöglichen,<br />

indem die Marke effiziente<br />

Energielösungen für zu Hause<br />

und unterwegs anbietet. Das Sortiment<br />

reicht dabei von Power-Stations<br />

über mobile PV-Panele bis hin<br />

zu Expansion-Tanks und Beleuchtung<br />

– allen gemeinsam ist ihre Robustheit,<br />

mit welcher sich Goal<br />

Zero über die Jahre eine große Fanbase<br />

erarbeitet hat. Die Sherpa<br />

100AC ist dabei die ultimative Powerbank<br />

für alle Bedürfnisse unterwegs,<br />

darf mit knapp unter der magischen<br />

Grenze von 100 Wh Kapazität<br />

auch mit ins Flugzeug und bleibt<br />

mit 907 g leicht genug für jeden<br />

Rucksack. Der AC-Anschluss und<br />

die zusätzlichen Ladefunktionen<br />

bieten eine nahezu unbegrenzte<br />

Auswahl an Optionen der Stromver-<br />

sorgung und können sogar mit dem<br />

„Goal Zero Nomad 50“-Solarmodulen<br />

verbunden werden. UVP: € 300,–<br />

Weitere Informationen unter:<br />

www.goalzero.de<br />

ANZEIGE/FOTO: Goal Zero/ Andy Earl<br />

069


DEUTER<br />

IS FOR<br />

SPRING TIME<br />

#deuterforever<br />

simulieren. Außerdem sollte man unbedingt mehrstündige<br />

Trainingseinheiten einbauen“, rät Moser.<br />

Ein Punkt, den es ebenfalls zu beachten gilt: Je<br />

nach geplanter Rucksackgröße und entsprechendem<br />

Gewicht sollte man vorab auch mit der entsprechenden<br />

Last am Rücken Strecken in ähnlicher Dimension<br />

wie jene der längsten Tagesetappe der Weitwanderung<br />

absolvieren. Denn ob ein kleines Rucksäckchen<br />

oder schweres Marschgepäck am Rücken<br />

hängt, macht sowohl bergauf als auch bergab einen<br />

spürbaren Unterschied.<br />

Vorteil vermarkteter Touren<br />

Die nötige Erfahrung vorausgesetzt, lässt sich jedes<br />

beliebige Wegenetz zur Weitwanderung verknüpfen,<br />

lassen sich Etappen planen und passende Unterkünfte<br />

auf eigene Faust organisieren. Einfacher und<br />

komfortabler ist es aber natürlich, auf bestehende,<br />

vermarktete Weitwanderwege zurückzugreifen.<br />

„Wenn man einen beschilderten Weitwanderweg wie<br />

den Hohe-Tauern-Panorama-Trail wählt, dann ist die<br />

Orientierung vor Ort mit Beschilderung, Wegbeschreibung<br />

und Link zur (digitalen) Route leicht.<br />

Vor allem die Orientierung über Smartphone ist<br />

sehr praktisch. Man sollte sich aber vorher ein wenig<br />

mit der App und deren Funktionen vertraut machen“,<br />

weiß Christina Moser um die Annehmlichkeiten<br />

Bescheid. Touren wie der Alpe-Adria-Trail, besagter<br />

Hohe-Tauern-Panorama-Trail oder beispielsweise<br />

der Tiroler Burgenweg bieten häufig aber<br />

noch weitere Komfort-Optionen, die man entweder<br />

im Gesamten oder in „kleinen Dosen“ buchen kann.<br />

Der „Klassiker“ ist dabei der Gepäcktransport von<br />

Quartier zu Quartier für jene, die „komfortabel nur<br />

mit leichtem Tagesrucksack gehen und sich nur aufs<br />

Wandern konzentrieren wollen“, weiß Roland Oberdorfer.<br />

„Dies ist natürlich<br />

auch mit separaten<br />

Kosten verbunden, will<br />

man hier Geld sparen<br />

oder einfach flexibler<br />

sein, auch was Unterkünfte<br />

betrifft, kann<br />

man sein Gepäck natürlich<br />

auch selbst tragen“,<br />

so der Experte.<br />

Nochmals komfortabler<br />

laufen Planung<br />

und Wanderung über<br />

die diversen Buchungscenter<br />

ab, erklärt Thomas<br />

Pichler, Meteorologe,<br />

Glaziologe, Geograf<br />

und Wander-Guide<br />

DIE EXPERTEN<br />

Christina Moser<br />

ist Wanderexpertin in der Ferienregion<br />

Nationalpark Hohe Tauern und Kennerin<br />

des Hohe-Tauern-Panorama-Trails.<br />

www.nationalpark.at<br />

Roland Oberdorfer<br />

ist bei der Kärnten Werbung für den<br />

Alpe-Adria-Trail, den Inbegriff moderner<br />

Weitwanderwege, verantwortlich.<br />

www.kaernten.at<br />

Thomas Pichler<br />

ist Wanderguide in der Region Tirol-<br />

West, wo unter anderem der Tiroler<br />

Burgenweg mit 5 Etappen verläuft.<br />

www.tirolwest.at<br />

TRAIL 28 SL<br />

deuter.com


Des Wanderers Traum: Wald, Berge und duftende Almböden.<br />

FOTO: Ferienregion Nationalpark Hohe Tauern/Gerald Demolsky<br />

GEMACHT<br />

FÜRS LAUFEN<br />

GENAU WIE DU<br />

aus der Region TirolWest: „Die Unterkünfte werden<br />

dabei so ausgewählt, dass sich diese bestmöglich in<br />

die Tour integrieren. Außerdem entsprechen die Unterkünfte<br />

den Standards für Fernwanderer, was ein<br />

gewisses Maß an Qualität in Unterbringung, Service,<br />

Versorgung und Freundlichkeit voraussetzt“,<br />

weiß der Wanderführer. Auch hier gibt es Gepäckservice,<br />

meist sogar am letzten Tag zurück zum Ausgangspunkt.<br />

Sämtliche Unterlagen und Karten für<br />

unterwegs sind hier ebenfalls inbegriffen, eigene<br />

Planungsarbeit ist nicht notwendig, man bucht sozuagen<br />

all-inclusive. „Die Trail-Hotline des Alpe-Adria-Trail-Buchungscenters<br />

bietet sogar einen Ansprechpartner<br />

für den Notfall, der ein Taxi organisiert,<br />

wenn gar nichts mehr geht oder die nächste<br />

Etappenunterkunft nicht mehr erreicht werden<br />

kann“, so Oberdorfer.<br />

Die Sache mit dem Wetter<br />

Was es auf jeden Fall im Auge zu behalten gilt, ist<br />

das Wetter. Hier sollte man die Startzeiten an lokale<br />

Prognosen anpassen, sich vorab informieren und<br />

auch mal auf Einheimische hören, die Tour unter<br />

Umständen sogar abändern oder gar mal durch Öffis<br />

oder Taxis abkürzen. „Bei kritischer Wetterlage ist<br />

das frühzeitige Abklären potenzieller Einkehrmöglichkeiten<br />

oder sogar Notunterkünfte essenziell“,<br />

mahnt Thomas Pichler. Entsprechend gehören für<br />

ihn auch Regen-, Wind- und Kälteschutz unbedingt<br />

in den Rucksack. Zudem sollte man sich auch immer<br />

regionale Notrufnummern im Handy einspeichern.<br />

„Wer sich den zusätzlichen Luxus eines Berg- oder<br />

Wanderführers für die Tour gönnt“, so Pichler, „der<br />

hat auch beim Thema Wetter/Tourenanpassung eine<br />

kundige Hand an seiner Seite.“ Gerade für Einsteiger<br />

bieten Guides auch zusätzliche Sicherheit, helfen<br />

beim richtigen Pacing, kennen lohnenswerte Abstecher<br />

oder sinnvolle Abkürzungen und wissen<br />

nicht nur um kulinarische, sondern auch landschaftliche<br />

Highlights Bescheid.<br />

www.silvasweden.com


TOURISMUS Weitwanderwege<br />

Weitwanderwege<br />

VORARLBERG<br />

Der Große Walserweg –<br />

Alpenregion Bludenz<br />

Auf alten Saumpfaden über alpine<br />

Pässe – der Walserweg führt in 29<br />

Tagesetappen von Zermatt bis ins<br />

Kleinwalsertal. Besonders empfehlenswert:<br />

Etappe 27 und 28 führen<br />

durch den Biosphärenpark Großes<br />

Walsertal mit den Tageszielen im<br />

Ort Sonntag und der Biberacher<br />

Hütte.<br />

35 km 3220 hm<br />

www.walsertal.at<br />

TIROL<br />

Der Tiroler Burgenweg<br />

Die Reise auf dem Tiroler Burgenweg<br />

führt durch die Orte Landeck,<br />

Fließ, Tobadill, Pians, Grins, Stanz,<br />

Zams und Schönwies und kann über<br />

5 Tagesetappen erwandert werden.<br />

Schloss Landeck, Schloss Biedenegg,<br />

Schloss Wiesberg, die Ruinen<br />

Schrofenstein und Kronburg liegen<br />

direkt am Weg.<br />

66 km 3.248 hm<br />

www.tirolwest.at<br />

FOTO: Salzburger Land Tourismus/Chris Perkles<br />

Karwendel Höhenweg<br />

In Seefeld die Schönheit unberührter<br />

Natur am knapp 70 km langen<br />

Karwendel Höhenweg genießen!<br />

Sechs Etappen über stolze 9000<br />

Höhenmeter (davon 4400 Aufstieg)<br />

führen durch den Naturpark<br />

im majestätischen Karwendelgebirge,<br />

übernachtet wird in gemütlichen<br />

Hütten am Weg.<br />

70 km 4400 hm<br />

www.seefeld.com<br />

Tiroler Silberpfad<br />

Der Tiroler Silberpfad führt als fünftägige<br />

Rundtour „einmal ums Inntal<br />

herum“. Dabei werden alle zwölf<br />

Gemeinden der Silberregion Karwendel<br />

durchwandert. Der Weg ist<br />

einfach bis mittelschwierig und besonders<br />

kurzweilig, da viele Sehenswürdigkeiten<br />

auf der Strecke liegen.<br />

84,7 km 3410 hm<br />

www.silberregion-karwendel.com<br />

Wandernd<br />

abschalten<br />

gelingt auch<br />

am Almenweg<br />

im Großarltal.<br />

SALZBURG<br />

Hohe Tauern Panorama Trail<br />

17 Etappen Weitwandern in der Ferienregion<br />

Nationalpark Hohe Tauern<br />

im SalzburgerLand – von den<br />

Krimmler Wasserfällen bis ins Tal<br />

der Almen. Auf dem Weitwanderweg<br />

liegen Naturschauspiele, sehenswerte<br />

Ausstellungen, malerische<br />

Nationalpark-Orte und attraktive<br />

Ausflugsziele.<br />

275 km 13.890 hm<br />

www.hohetauerntrail.at/de<br />

Salzburger Almenweg<br />

Der Salzburger Almenweg ist einer<br />

der schönsten Weitwanderwege in<br />

den Alpen. Auf 25 Etappen laden<br />

rund 120 Almen im Salzburger<br />

Pongau zur gemütlichen Einkehr<br />

und natürlich zur kulinarischen Stärkung<br />

mit herzhaften Almspezialitäten.<br />

Der Weg folgt der Spur des<br />

„Blauen Enzians“ durchs Pongau.<br />

350 km 20.158 hm<br />

www.salzburgerland.com<br />

Rund um die Bischofsmütze<br />

Eine Wanderung in 3 Etappen entlang<br />

des majestätischen Dachsteinmassivs.<br />

Die Route führt von Filzmoos<br />

rund um den Wilden Gosaukamm.<br />

Wer ihn umwandert trifft auf<br />

verschiedene Kraftorte . Highlights<br />

der Tour: Gosausee & ein beeindruckendes<br />

Panorama. Ein Wandererlebnis<br />

in fast unberührter Natur.<br />

36,8 km 2237 hm<br />

www.filzmoos.at<br />

Pinzga Hatscha<br />

15 Wanderetappen – 6 Regionen –<br />

393 Kilometer: der Pinzga Hatscha<br />

führt durch einzigartige alpine und<br />

hochalpine Landschaften des Salzburger<br />

Pinzgaus. Salzburger<br />

Saalachtal, die Region Hochkönig,<br />

Maishofen, Viehhofen, Saalbach<br />

Hinterglemm und Saalfelden Leogang<br />

haben sich hier vereint.<br />

393 km 16.300 hm<br />

www.salzburgerland.com<br />

KÄRNTEN<br />

Alpe Adria Trail<br />

Motto: „It‘s my life – meine Wanderauszeit<br />

am Alpe-Adria-Trail“. Der<br />

Vorzeigetrail mit 43 Etappen in<br />

Kärnten, Slowenien und Italien setzt<br />

auf die Sehnsucht nach bewusster<br />

Entschleunigung, Selbstfindung und<br />

Neuorientierung. Tipp vorm Gehen:<br />

Doku auf ARD Mediathek und<br />

YouTube schauen!<br />

721 km 24.200 hm<br />

www.alpe-adria-trail.com<br />

Panoramaweg Südalpen<br />

20 geheimnisvolle Etappen, 286<br />

Kilometer auf der Sonnenseite der<br />

Alpen und rund 17.000 grenzenlose<br />

Höhenmeter von Italien, durch die<br />

Karawanken an der Grenze zu Slowenien<br />

bis zum Zirbitzkogel als<br />

höchsten Gipfel des Trails.<br />

286 km 16.400 hm<br />

www.panoramaweg.at<br />

Dobratsch Rundwanderweg<br />

Durch Kulturlandschaften rund um<br />

den magischen Dobratsch. 4 Etappen<br />

von Warmbad Villach nach Bad<br />

Bleiberg, dann hinunter ins Gailtal<br />

und durchs eindrucksvolle Naturgebiet<br />

Schütt. <strong>SPORTaktiv</strong> Tipp: Als<br />

krönender Abschluss mit dem Bus<br />

auf die Rosstratte und dann auf den<br />

Dobratsch!<br />

68 km 1365 hm<br />

www.visitvillach.at<br />

OBERÖSTERREICH<br />

Donausteig – Nordufer<br />

Ständig wechselnde Landschaftsformen,<br />

die unterschiedlicher nicht<br />

sein könnten, begleiten Weitwanderer<br />

am Nordufer der Donau von<br />

Passau über Linz bis Grein. Zahlrei-<br />

072


Tourenübersicht online<br />

auf www.sportaktiv.com<br />

FOTO: Juliana Alps/Ziga Koren<br />

Weitwanderwege<br />

führen oft auch in<br />

„wilde“ Gegenden<br />

wie hier am<br />

Juliana Trail.<br />

che atemberaubende Ein- und Ausblicke<br />

sind hier garantiert.<br />

287 km 6690 hm<br />

www.donauregion.at<br />

BergeSeen Trail<br />

Salzkammergut<br />

Der BergeSeen Trail ist der erste<br />

Weitwanderweg des Salzkammerguts<br />

mit einer Länge von 370 km<br />

und 23 Einzeletappen. Er verbindet<br />

35 Seen miteinander. Tipp: Etappe 5<br />

von St. Gilgen nach Mondsee.<br />

370 km 14.000 hm<br />

www.salzkammergut.at/trail<br />

STEIERMARK<br />

Jakobsweg West Steiermark<br />

In 8 Etappen von der Jakobskirche<br />

in Thal/Graz bis Lavamünd/Kärnten<br />

führt der Weg größtenteils über<br />

bestehende Wander- und Wallfahrtsrunden,<br />

wobei jede Etappe an<br />

einem Tag zu bewältigen ist.<br />

150 km 5224 hm<br />

www.steiermark.com/de/Region-Graz<br />

NIEDERÖSTERREICH<br />

Weg am Wiener Alpenbogen<br />

Auf dem Wanderweg am Wiener<br />

Alpenbogen erleben Besucher die<br />

Landschaft im Paradies der Blicke in<br />

ihrem ganz eigenen Tempo. Dank<br />

der guten Beschilderung kann man<br />

zu jeder Zeit einsteigen und auch in<br />

kleinen Etappen die Wiener Alpen<br />

genießen. Start in Wiener Neustadt.<br />

304 km 11.000 hm<br />

www.wieneralpen.at<br />

Lebensweg Waldviertel<br />

Ein Weg der Verbindung schafft.<br />

Entdecke verborgene Schönheiten<br />

in der Natur, freue dich an den Kulturschätzen<br />

– und lass es dir gut gehen!<br />

Die 13 Lebensetappen bieten<br />

dir an, dein eigenes Leben in 13<br />

Themen-Blöcken zu durchwandern.<br />

266 km 6000 hm<br />

www.waldviertel.at<br />

BAYERN<br />

Bierfernwanderweg im<br />

ARBERLAND<br />

Auf dem Fernwanderweg „Bier-<br />

Ge(h)nuss im ARBERLAND“ lernen<br />

Wanderer die bierigen Highlights<br />

aus dem Landkreis Regen<br />

kennen. Der 125 Kilometer lange<br />

Weg verbindet acht lokale Brauereien<br />

in acht Tagesetappen zu einer<br />

genüsslichen Wanderrunde.<br />

125 km 3600 hm<br />

www.arberland.de<br />

Spitzenwanderweg<br />

Der Spitzenwanderweg verbindet<br />

die einzigartigen Natur- und Kulturlandschaften<br />

der Zugspitz Region<br />

wie Murnauer Moos, Schloss Linderhof,<br />

Königshaus am Schachen,<br />

Höllentalklamm, Kuhfluchtwasserfälle<br />

sowie die Geigenbaumetropole<br />

Mittenwald.<br />

200 km 6800 hm<br />

www.zugspitz-region.de<br />

ITALIEN<br />

Dolomites UNESCO Geotrail<br />

In 10 Tagesetappen führt dieser<br />

Trail als Weitwanderweg vom Bletterbach<br />

in Aldein nach Sexten im<br />

Pustertal. Auf jeder Etappe gibt es<br />

Wissenswertes über die geologische<br />

Geschichte der Dolomiten zu<br />

erfahren. Immer wieder öffnen sich<br />

wunderbare Panoramablicke entlang<br />

des Weges.<br />

176 km 11.370 hm<br />

www.suedtirol.info<br />

SLOWENIEN<br />

JULIANA Trail<br />

Der JULIANA TRAIL-Wanderweg<br />

ist ein Rund-Fernwanderweg,<br />

267 Kilometer lang und führt durch<br />

Täler, über Bergpässe, durch Wälder<br />

und urbane Ortszentren, über einsame<br />

Hochebenen und entlang der<br />

Flüsse Sava und Soča. Der Weg ist<br />

auf 16 Tagesetappen von 18 bis<br />

25 Kilometer Länge aufgeteilt.<br />

267 km 7323 hm<br />

www.julian-alps.com<br />

073


KOMOOT<br />

Tourenfinden leicht gemacht<br />

Wandern, Biken, Laufen: Die besten Touren kannst du mit komoot direkt auf der<br />

interaktiven Karte entdecken. So macht Outdoor-Tourenplanung Spaß.<br />

komoot ist für Millionen<br />

Menschen der Schlüssel zu<br />

Erlebnissen in der Natur.<br />

ANZEIGE / FOTOS: komoot<br />

K<br />

omoot ist schon lange<br />

Inspirationsquelle für<br />

die besten Outdoor-<br />

Abenteuer. Im „Entdecken-Feed”<br />

findest<br />

du Collections mit ausgesuchten<br />

Touren aus deiner Region sowie<br />

Aktivitäten der Community. Hier<br />

kannst du auch nach Touren suchen,<br />

die auf Empfehlungen anderer<br />

Outdoorfans basieren. 5,5 Millionen<br />

Touren warten insgesamt darauf,<br />

entdeckt zu werden, und es<br />

werden immer mehr. Um die Auswahl<br />

zu vereinfachen, siehst du bei<br />

komoot die Touren an einem bestimmten<br />

Ort nicht einfach in einer<br />

Liste, sondern auf einer interaktiven<br />

Karte.<br />

Touren direkt sehen und<br />

vergleichen<br />

Bestes Beispiel: Du bist im Urlaub<br />

und möchtest wandern. Im „Entdecken-Feed“<br />

findest du die Suche.<br />

Wähle deinen Sport, also Wandern,<br />

Die topografische Karte unterstützt in der Tourenfindung.<br />

übernimm deinen aktuellen Standort<br />

oder tippe einen Ort ein. Mit einem<br />

Klick (oder Tip) gelangst du<br />

auf die topografische Umgebungskarte<br />

und siehst die besten Touren<br />

direkt als farbige Routen. Ein Klick<br />

auf die einzelnen Routen zeigt dir<br />

alle Details – eine Animation sogar<br />

die Richtung. Beim Stöbern nach<br />

Abenteuern bleibst du dabei immer<br />

auf der Karte und musst nie vor<br />

und zurückspringen.<br />

Siehst du auf der Karte ein interessantes<br />

Highlight, etwa einen<br />

Gipfel oder eine Hütte, klick es<br />

einfach an und lass dir Touren anzeigen,<br />

die daran vorbeiführen. Ge-<br />

fällt dir eine Tour, kannst du sie direkt<br />

speichern und zur Navigation<br />

mit der komoot-App verwenden.<br />

Mit Filtern kannst du die Routen<br />

noch weiter anpassen. Natürlich<br />

kannst du auf diese Art genauso<br />

einfach Touren für andere Sportarten<br />

finden – wähle einfach Rennrad,<br />

Mountainbike oder Laufen und<br />

los geht’s ins nächste Abenteuer.<br />

Mehr Informationen unter:<br />

www.komoot.de/discover<br />

074


FILZMOOS<br />

FOTOS: CoenWeesjes/Filzmoos Tourismus<br />

Schon gehört? Filzmoos gehört zu den zehn<br />

märchenhaftesten Orten der Welt!<br />

Bergsommer Filzmoos<br />

Das kleine Bergdorf im Herzen von Salzburg ist wahrscheinlich …<br />

… Österreichs schönster Platz in den Bergen.<br />

F<br />

ilzmoos ist ein Berg dorf<br />

wie aus dem Bilderbuch<br />

und der schönste Platz<br />

für all jene, die Lust<br />

auf Natur und Berge<br />

haben. Die Ferienregion<br />

liegt malerisch eingebettet<br />

zwischen der Bischofsmütze<br />

und dem Dachstein – inmitten<br />

majestätischer Berge, leuchtender<br />

Almwiesen, dunkler Bergwäldern,<br />

rauschender Wildbäche und stiller<br />

Bergseen, im Herzen der Salzburger<br />

Sportwelt. Filzmoos ist auch<br />

der sprichwörtliche Inbegriff für<br />

Wandererlebnisse, Bergtouren und<br />

Gipfelsiege. Österreichs erstes<br />

Wanderdorf, die Kletterregion<br />

Nr. 1 im Salzburger Land und der<br />

Kraftplatz der Alpen bietet alle<br />

Zutaten für einen perfekten Bergsommer.<br />

„ BERGSOMMER<br />

SPECIAL“<br />

Bergabenteuer und Bergerlebnis<br />

im Bergdorf Filzmoos inklusive<br />

Filzmoos Sommer Card.<br />

ab € 230,00 (pro Person)<br />

für 3 Übernachtungen<br />

Hier wird man unweigerlich<br />

aktiv. Weit über 250 km Wanderwege,<br />

ein großartiges Sportklettergebiet<br />

mit über 300 Kletterrouten,<br />

einzigartige Trail Running Trails<br />

über insgesamt 250 km und über<br />

150 km MTB-Runden in allen<br />

Schwierigkeitsgraden sind perfekt<br />

für einen bewegenden Urlaub.<br />

Vor allem bei Kindern und Familien<br />

ist Filzmoos als wahrscheinlich<br />

Österreichs größter Spielplatz<br />

in den Bergen beliebt. „FILZ &<br />

MOOR“ nennt sich Österreichs<br />

größtes Moor-Erlebnis für kleine<br />

und große Naturforscher am Rossbrand.<br />

Hier tauchen Kinder und Erwachsene<br />

in die geheimnisvolle<br />

Welt der Moore ein. Der Geheimtipp<br />

für einen all inclusive Bergurlaub<br />

ist die Filzmoos Sommer Card:<br />

Filzmoos-Urlauber kommen damit<br />

in den Genuss vieler attraktiver<br />

Berg erlebnisse wie Sommergondeln,<br />

Fidibus, Almi Express oder<br />

den Freizeitpark Filzmoos – und das<br />

völlig kostenlos.<br />

075


ST. JOHANN IN SALZBURG<br />

In St. Johann in Salzburg fühlen sich Naturliebhaber,<br />

speziell auch Urlauber mit Kindern perfekt aufgehoben.<br />

FOTOS: TVB St. Johann in Salzburg<br />

Herzhaft familiäre Momente<br />

St. Johann in Salzburg mit seinem Alpendorf bietet alles,<br />

was Familien sich für ihren sommerlichen Wohlfühl-Urlaub wünschen.<br />

D<br />

ie idyllische Kleinstadt<br />

St. Johann in<br />

Salzburg ist durch<br />

ihre zentrale Lage der<br />

perfekte Ausgangspunkt<br />

für Ausflüge im Salzburger<br />

Land. Vor allem Familien fühlen<br />

sich in St. Johann mit seinem Alpendorf<br />

zu Hause, bietet der Ort doch<br />

alles für den Wohlfühl-Urlaub im<br />

Familienverband: eine perfekte Infrastruktur,<br />

speziell auf Familien eingestellte<br />

Betriebe und am wichtigsten:<br />

eine atemberaubende Naturlandschaft,<br />

so weit das Auge reicht.<br />

Spukende Geister<br />

und tobende Wasserfälle<br />

Sind die Gipfel schneefrei, erwachen<br />

hoch droben auf dem Gernkogel<br />

die Feuer-, Wasser-, Erd- und<br />

Luftgeister. Der Erlebnispark Geisterberg<br />

ist vom St. Johanner Alpen-<br />

dorf mit der Gondel erreichbar. Vom<br />

höchsten Punkt, der 360-Grad-Aussichtsplattform<br />

des Geisterturms<br />

am Gernkogel-Gipfel, schweifen die<br />

Blicke über die umliegende Bergwelt<br />

und auf die Panorama-Wanderwege<br />

mit über 40 großen und kleinen<br />

Erlebnis stationen ringsum.<br />

Die Liechtensteinklamm gilt als<br />

eine der längsten und tiefsten<br />

Schluchten in den Alpen und beeindruckt<br />

mit ihren Naturschauspielen:<br />

das mächtige Rauschen des<br />

Wasserfalles, die moosbewachsenen<br />

Steine in sattem Grün, eine sagenhafte<br />

Atmosphäre und Sonnenstrahlen,<br />

die im feinen Wasserstaub<br />

einen Regenbogen entstehen lassen.<br />

Klettern, Hangeln, Balancieren<br />

ist das Motto im JODYs Baumparcours:<br />

Hier können große und kleine<br />

Kletterfreunde den Wald von<br />

oben entdecken. Für Wanderfreun-<br />

de hat sich das Salzburger Gipfelspiel<br />

bewährt, sieben Gipfel an sieben<br />

Orten werden hier bestiegen.<br />

Für Familien mit Kindern besonders<br />

interessant sind die Monate<br />

Juli und August – durch das Kinderferienprogramm<br />

von „JO“ Salzburg<br />

mit Ausflügen zum Bauernhof, zur<br />

Waldwerkstatt und vielem mehr.<br />

Das gesamte Angebot ist für Gäste<br />

von St. Johann in Salzburg kostenlos.<br />

Noch ein guter Tipp: Familien<br />

nächtigen am besten in den 16<br />

„JO“-Family-Partnerbetrieben.<br />

Weitere Informationen unter:<br />

www.JOsalzburg.com<br />

076


FLACHAU<br />

Erlebnis Bergurlaub<br />

Einfache Anreise, überwältigende Berge, riesiges Angebot: Flachau im<br />

Salzburger Land verspricht Action- und Urlaubsfreude für die ganze Familie.<br />

FOTOS: TVB Flachau<br />

D<br />

ie Berge gehören in<br />

Flachau zum<br />

Sommer urlaub wie<br />

die modernen Lifte,<br />

die köstliche Almjause<br />

und das überwältigend schöne<br />

Panorama. Eingebettet zwischen<br />

dem Dachstein und dem Tauernmassiv,<br />

bietet Flachau eine geniale<br />

Kombination aus Entspannung, Bewegung,<br />

Naturgenuss und Action.<br />

Die Gipfel rundum sind zwischen<br />

2000 und 3000 Meter hoch und gehören<br />

zu den schönsten Aussichtsbergen<br />

im Salzburger Land.<br />

So etwa das Wanderparadies<br />

Grießenkar. Hinauf geht es zu Fuß<br />

oder – komfortabler – mit den<br />

Berg bahnen Flachau. Ob alleine<br />

oder mit ortskundigen Wanderführern,<br />

auf bestens markierten<br />

Wegen oder auf unterhaltsamen<br />

Themenlehrpfaden: Die Berge in<br />

Flachau sind ein Paradies! Täglich<br />

werden zudem geführte Erlebniswanderungen<br />

angeboten, an denen<br />

Traumhafte Natur und Outdoor-Action –<br />

Flachau bietet beides.<br />

Gäste mit der Flachau Sommer<br />

Card kostenlos teilnehmen können<br />

„Alles easy“ in Flachau<br />

Der perfekte Urlaub beginnt mit<br />

der perfekten Anreise – und diese<br />

gestaltet sich in Flachau dank guter<br />

Anbindung an die Tauernautobahn<br />

A10 denkbar einfach.<br />

Es gibt auch viel Neues auszuprobieren<br />

in Flachau: Caving,<br />

Mountaincart, Segway-Trips,<br />

Mountainskyve, Rafting, Riverbug,<br />

Canyoning, Kajak oder Stand-up-<br />

Paddeling. Die Alpen- Achterbahn<br />

„Lucky Flitzer“, zwei Hochseilgärten,<br />

zwei Badeseen und die Erlebnistherme<br />

Amadé bieten zusätzlichen<br />

Freizeitspaß. Ein ganz besonderer<br />

Service ist das Sport- &<br />

Aktivzentrum Flachau, in dem das<br />

Urlaubs-Wunschprogramm ganz<br />

individuell zusammengestellt und<br />

gebucht werden kann.<br />

Veranstaltungstipp für alle Outdoorfans:<br />

von 30.06. bis 02.07.<strong>2023</strong><br />

finden in Flachau die INTERSPORT<br />

Outdoor Days statt.<br />

Mehr Informationen unter:<br />

www.flachau.com<br />

077


NATIONALPARK HOHE TAUERN<br />

Mächtige Kulisse<br />

Weitwandern auf Augenhöhe mit Österreichs höchsten Bergen: Der „Hohe Tauern<br />

Panorama Trail“ führt auf 275 Kilometern quer durch die Nationalparkregion.<br />

FOTOS: Ferienregion Nationalpark Hohe Tauern/ Gerald Demolsky<br />

Aussichtsreich<br />

und perfekt<br />

organisiert führt<br />

eine Weitwanderung<br />

am<br />

„Hohe Tauern<br />

Panorama Trail“<br />

durch die<br />

Salzburger<br />

Berglandschaft.<br />

D<br />

er „Hohe Tauern Panorama<br />

Trail“ verspricht<br />

ein Weitwander-Erlebnis<br />

der Extraklasse.<br />

Der Startpunkt<br />

befindet sich in Krimml am<br />

Fuße der Krimmler Wasserfälle,<br />

von dort legen Wanderer in 17 Tagesetappen<br />

275 Kilometer und<br />

14.000 Höhenmeter zurück. Der<br />

Trail führt vom westlichsten Teil<br />

des Bundeslandes Salzburg auf der<br />

nördlichen Seite des Salzachtals<br />

nach Zell am See und immer weiter<br />

ostwärts über das Raurisertal und<br />

Gasteinertal bis nach Hüttschlag im<br />

Großarltal. Übernachtet wird teils<br />

im Tal, teils in den Bergen.<br />

Quer durch die Nationalparkregion<br />

Hohe Tauern eröffnet der Trail<br />

atemberaubende Ausblicke auf die<br />

höchsten Berge Österreichs. Die<br />

„Green Spirit“<br />

Package-Tipp für klimafreundliches<br />

Wandern mit Bahnanreise<br />

(buchbar von 12.07. bis 24.09.<strong>2023</strong>)<br />

• 7 Übernachtungen<br />

• 6 zusammenhängende ausgewählte<br />

Etappen am „Hohe Tauern<br />

Panorama Trail“<br />

• Gepäckservice, Shuttletransfers<br />

• Anreise- und Rücktransfer zum<br />

nächstgelegenen Bahnhof<br />

ab € 827,– p. P./DZ<br />

Nutzung von Bergbahnen und der<br />

Shuttle- Dienste an den Etappenzielen<br />

sowie ein buchbarer Gepäcktransfer<br />

bieten höchsten Komfort.<br />

Unterwegs warten Naturschauspiele,<br />

sehenswerte Ausstellungen, gepflegte<br />

Nationalpark-Orte und at-<br />

traktive Ausflugsziele. So lässt sich<br />

die Salzburger Bergwelt aus eigener<br />

Kraft und mit kleinem ökologischen<br />

Fußabdruck entdecken.<br />

Der Trail ist durchgehend bestens<br />

beschildert und man bewegt<br />

sich beständig zwischen 1000 und<br />

2400 Meter Seehöhe. Je nach Etappe<br />

sind täglich drei bis acht Wegstunden<br />

zurückzulegen. Sollten in<br />

den Nebensaisonen witterungsbedingt,<br />

etwa durch Schnee, die<br />

Hauptrouten noch nicht begangen<br />

werden können, stehen Wanderern<br />

Alternativrouten zur Verfügung.<br />

Mehr Informationen unter:<br />

www.hohetauerntrail.at<br />

078


MITTERSILL<br />

Die Region Mittersill-Hollersbach-Stuhlfelden wird<br />

erstmals Schauplatz eines „Megamarsch 50/12“.<br />

Challenge für Wandersleut’<br />

Beim Megamarsch 50/12 rund um Mittersill gilt es binnen 12 Stunden 50 Kilometer<br />

mit 1000 Höhenmetern zu bewältigen.<br />

FOTOS: Megamarscj; Sportograf; Michael Huber<br />

I<br />

n Deutschland erfreuen sich<br />

die Megamarsch-Wanderchallenges<br />

großer Beliebtheit,<br />

<strong>2023</strong> macht die Serie<br />

auch in Österreich Station:<br />

Am 24. Juni findet der erste 50 Kilometer<br />

Megamarsch in Mittersill-<br />

Hollerbach-Stuhlfelden im SalzburgerLand<br />

statt.<br />

Die Region im Nationalpark<br />

Hohe Tauern, die zwischen Kitzbühel<br />

und Zell am See liegt, bietet alles,<br />

was ein Megamarsch benötigt.<br />

Knapp 1000 Höhenmeter erwarten<br />

euch auf der 50 Kilometer langen<br />

Route, auf der sich loser Untergrund,<br />

Kies und befestigte Wege<br />

abwechseln. Der Megamarsch startet<br />

und endet am Mittersiller Zierteich<br />

in der Nähe der Nationalparkwelten.<br />

In den rund 12 Stunden, die<br />

ihr auf dieser abwechslungsreichen<br />

Strecke verbringen werdet, begleiten<br />

euch am Streckenrand unter anderem<br />

das Schloss Mittersill und<br />

das Hochmoor Wasenmoos. Auf den<br />

letzten Kilometern eurer Challenge<br />

habt ihr die Chance euch am Badesee<br />

Hollersbach zu erfrischen,<br />

bevor ihr euren Megamarsch wieder<br />

an den Nationalparkwelten finisht.<br />

Begleitet wird die Wanderung<br />

mit einer unvergleichlichen<br />

Aussicht auf die Gipfel des Nationalparks<br />

Hohe Tauern.<br />

Es wird also definitiv nicht<br />

langweilig und bei dieser „megamäßigen“<br />

Umgebung vergehen die 50<br />

Kilometer fast wie im Flug. Trotzdem<br />

ist die Strecke quer durch den<br />

Oberpinzgau eine echte Challenge<br />

für Körper und Geist. Denn mit der<br />

Distanz müssen auch gut 1000 Höhenmeter<br />

überwunden werden.<br />

Für Kurzurlauber<br />

Wer nicht aus der näheren Umgebung<br />

kommt, für den lohnt es sich,<br />

den Megamarsch mit einem<br />

Kurzurlaub in Mittersill-Hollersbach-Stuhlfelden<br />

zu verbinden. So<br />

habt ihr vor oder nach dem Event<br />

die Möglichkeit, die Bergwelt zu erkunden<br />

und noch besser kennenzulernen.<br />

Also schnappt euch euren liebsten<br />

Wanderbuddy, die Familie oder<br />

besten Freunde und plant euren<br />

Trip für den Megamarsch 50/12 in<br />

Mittersill.<br />

Mehr Informationen unter:<br />

www.mittersill.info<br />

079


PRODUKT Wanderjacken<br />

080


Gegen Wind<br />

und Wetter<br />

EINGEHÜLLT.<br />

Mit der richtigen Jacke<br />

macht Bewegung draußen<br />

bei allen Bedingungen Spaß.<br />

Immer wichtiger sind die<br />

nachhaltigen Eigenschaften<br />

der Produkte.<br />

Eine vorm Wetter schützende Jacke ist das Bekleidungs-„A<br />

und O“ in den Bergen. Fragt sich: Wie<br />

findet man im breiten Angebot die passende Jacke<br />

für sich und was sind die aktuellen Trends?<br />

von Christof Domenig<br />

FOTOS: Maul Sports<br />

E<br />

ine Verkaufsberatung im<br />

Handel beginnt nicht<br />

umsonst mit einer Bedarfserhebung:<br />

Welche<br />

Art Outdoorsport betreibst<br />

du? Wo und in welchen Höhen<br />

bist du in der Regel unterwegs?<br />

Auf Eintages- oder auch Mehrtagestouren?<br />

Bist du eher bei schönem<br />

Wetter draußen und brauchst einen<br />

Wetterschutz für den Notfall – oder<br />

kann es sein, dass du auch bei stundenlangem<br />

Dauerregen unterwegs<br />

sein willst? Diese und ähnliche Fragen<br />

helfen schon einmal, die Suche<br />

nach dem passenden Stück für sich<br />

einzugrenzen. „Es hängt immer von<br />

der Aktivität ab, für welche Jacke<br />

ich mich schlussendlich entscheiden<br />

werde. Unterschiedliche Outdoor-Aktivitäten<br />

erfordern unterschiedliche<br />

Eigenschaften wie zum<br />

Beispiel Wetterschutz, Atmungsaktivität<br />

oder auch Bewegungsfreiheit“,<br />

rät auch René Gruber für die<br />

Marke Fjällräven zunächst zur<br />

(Selbst-)Anamnese. Abhängig von<br />

deren Ausgang wird man auf der<br />

Suche nach seiner Jacke bald auf<br />

die Frage „Hardshell“, „Softshell“<br />

oder „Hybrid“ stoßen. Zu Unterschieden<br />

und Trends hierbei befragt<br />

erklärt Gruber: „Hardshell-<br />

Jacken sind grundsätzlich sehr beliebt,<br />

insbesondere bei Aktivitäten,<br />

bei denen eine hohe Wasserdichtigkeit<br />

und Strapazier fähigkeit erforderlich<br />

sind. Softshell-Jacken sind<br />

besonders vielseitig einsetzbar und<br />

bieten eine gute Balance zwischen<br />

Atmungsaktivität, Bewegungsfreiheit<br />

und Wetterschutz. Hybridjacken<br />

kombinieren verschiedene<br />

Materialien, um die Vorteile von<br />

Hardshells und Softshells zu vereinen.<br />

Wichtig ist auch anzumerken,<br />

dass die Trends und Präferenzen<br />

stetig im Wandel sind und sich von<br />

Jahr zu Jahr ändern können“, weiß<br />

der Fjällräven-Experte.<br />

Firuz Hamidzada, Geschäftsführer<br />

des Münchner Traditionsherstellers<br />

von Outdoorbekleidung<br />

Maul Sport, merkt zum Thema<br />

Trends an: „Ein Trend ist der zu<br />

leichten, funktionellen Jacken für<br />

den Multisporteinsatz. Ob Hardshell<br />

oder Softshell – die Jacke sollte<br />

für viele Sportarten einsetzbar<br />

sein und dabei nicht durch das Design<br />

eingeschränkt werden.“<br />

Nächster Schritt im Auswahlprozess:<br />

Details – wie Taschen, die<br />

Kapuze, Belüftungsöffnungen.<br />

Auch da kann eine Antwort auf die<br />

Frage „worauf achten?“ nicht pauschal<br />

erfolgen, sondern sie wird<br />

wiederum bedarfsabhängig ausfallen.<br />

Doch beispielhaft zählt der<br />

Maul Sport-Experte auf: „Ich selbst<br />

081


PRODUKT Wanderjacken<br />

achte sehr auf die Ausstattung wie<br />

Taschen, Reflektoren oder die Verstellbarkeit<br />

der Kapuze. Die Haptik,<br />

das Design und die Verarbeitung<br />

sollten gut sein. Besonders im<br />

Sommer ist ein leichtes Packmaß<br />

sehr wichtig, weil man die Jacke oft<br />

kurzfristig braucht, wenn das Wetter<br />

umschlägt.“ Immer wichtiger<br />

werde Kunden aber auch die Materialzusammensetzung,<br />

erklärt Hamidzada,<br />

„es wird auf nachhaltige<br />

Stoffe und Zutaten geachtet, eine<br />

Jacke sollte auch pflegeleicht und<br />

langlebig sein.“<br />

Zu den Stichworten „Trends“<br />

und „Nachhaltigkeit“ passt dann<br />

auch die Frage, worin die Outdoor-Bekleidungsindustrie<br />

in der<br />

jüngeren Vergangenheit die größten<br />

Fortschritte gemacht hat – oder<br />

anders ausgedrückt: Was unterscheidet<br />

eine heutige Outdoorjacke<br />

von einer vielleicht zehn Jahre alten?<br />

„Durch Fortschritte in der Materialtechnologie<br />

sind Outdoorjacken<br />

leichter, funktionaler, langlebiger<br />

und komfortabler geworden“,<br />

weiß Fjällräven-Experte Gruber,<br />

„neue Materialien und technische<br />

Innovationen haben es möglich gemacht,<br />

dass Outdoorjacken heute<br />

den Anforderungen einer breiten<br />

Palette von Aktivitäten und Wetterbedingungen<br />

gerecht werden. Auch<br />

auf die Verwendung von recycelten<br />

Materialien legen einige Hersteller<br />

großen Wert.“<br />

PFC-frei, Recycling, Langlebigkeit<br />

Auch da ist das Stichwort also<br />

schon gefallen: Auf welche nachhaltigen<br />

Kriterien kann man beim<br />

Kauf seiner Outdoorjacke achten?<br />

Ist beispielsweise PFC-Freiheit<br />

noch eine Besonderheit oder mittlerweile<br />

die Norm? Gruber:<br />

„PFC-Freiheit ist bei einigen Marken<br />

bereits zur Norm geworden,<br />

während andere Aspekte wie recycelte<br />

Materialien, Fair Trade und<br />

langlebige Konstruktionen noch<br />

nicht von allen Herstellern umfassend<br />

berücksichtigt werden. Es<br />

FOTOS: Fjäll Räven/Silvano Zeiter<br />

Bei Fjällräven wird besonderer Wert auf die Langlebigkeit der Produkte gelegt.<br />

lohnt sich, die Nachhaltigkeitsbemühungen<br />

der einzelnen Marken zu<br />

recherchieren, Informationen von<br />

zertifizierten Produkten oder unabhängigen<br />

Organisationen einzuholen,<br />

um eine bewusste Kaufentscheidung<br />

zu treffen. Als Beispiel:<br />

Wir als Fjällräven sind schon seit<br />

2015 PFC-frei, verwenden zum<br />

Großteil recycelte Materialien und<br />

es ist das A und O, dass wir mit unseren<br />

Konstruktionen die Produkte<br />

langlebiger machen.“<br />

Firuz Hamidzada erklärt für<br />

Maul Sport: „Für uns ist eine PFCfreie<br />

DWR-Ausstattung seit 2018<br />

Punktuelle Verschmutzungen<br />

händisch<br />

reinigen und<br />

auf den einen oder<br />

anderen Waschgang<br />

verzichten.<br />

Standard. Wir achten auch auf robuste<br />

Stoffe aus Recyclingkreisläufen,<br />

die eine Bluesign- oder Ökotex-Zertifizierung<br />

haben. Dabei<br />

möchten wir aber ein Produkt herstellen,<br />

das den Endverbrauchern<br />

auch von der Haptik und Passform<br />

gefällt.“ Denn ein nachhaltiges Produkt,<br />

gibt der Maul Sport-Experte zu<br />

bedenken, sei auch eines, das möglichst<br />

viele Jahre getragen wird.<br />

Zu eben jener Langlebigkeit<br />

seiner Jacke kann jeder Einzelne<br />

beitragen: „Man soll auf alle Fälle<br />

die Pflegehinweise des jeweiligen<br />

Herstellers befolgen, kann zwischendurch<br />

den einen oder anderen<br />

Waschgang auslassen und punktuelle<br />

Verschmutzungen stattdessen<br />

händisch reinigen“, rät René Gruber.<br />

Und Firuz Hamidzada sagt:<br />

„Wir geben je nach Produkt eine<br />

ausführliche individuelle und von<br />

jedem leicht umsetzbare Pflegeanleitung<br />

mit. Ein hochwertiges Produkt<br />

muss auch entsprechend gepflegt<br />

werden, damit es lange seine<br />

Funktion behält.“<br />

082


Top 6<br />

Wanderjacken<br />

LÖFFLER Hooded Jacket<br />

Agila AS<br />

• bestes Verhältnis zwischen<br />

Wetterschutz, Atmungsaktivität<br />

und Elastizität<br />

• wasserabweisend durch<br />

PFC-freie Imprägnierung<br />

• windabweisend<br />

• höchste Atmungsaktivität<br />

• leicht isolierend durch<br />

Doppelstrick-Konstruktion<br />

• 4-Wege-Stretch<br />

• Kontrast-Frontzip<br />

PREIS (UVP): € 199,99<br />

www.loeffer.at<br />

VAUDE Elope Jacke Damen<br />

• neue Wanderjacke die perfekten<br />

Wetterschutz bietet<br />

• atmungsaktiv, wasser- und<br />

winddicht, leicht und klein in der<br />

eigenen Innentasche verstaubar<br />

• klimaneutral überwiegend aus<br />

recyceltem Material hergestellt;<br />

die Emissionen aus Materialien,<br />

Herstellungsprozess und<br />

Versand wurden ganzheitlich<br />

ermittelt und systematisch<br />

reduziert<br />

PREIS (UVP): € 220,–<br />

www.vaude.com<br />

ORTOVOX Windbreaker Jacket<br />

• Material zu 55 % aus Merinowolle<br />

• mit 115 g extrem leicht<br />

• feuchtigkeitsregulierende<br />

Eigenschaften der Wolle sorgen für<br />

angenehmes Tragegefühl bei allen<br />

Temperaturen<br />

• verstaubar in der Brusttasche<br />

• selbstregulierende Kapuze mit<br />

verstärktem Schild<br />

• PFC-frei, klimaneutral<br />

PREIS (UVP): € 170,–<br />

www.ortovox.com<br />

ADIDAS Terrex Xperior Hybrid<br />

RAIN.RDY Jacket<br />

• passt wie eine Softshell und ist<br />

wasserdicht wie eine Hardshell<br />

• das flexible Strickmaterial<br />

ermöglicht optimale<br />

Bewegungsfreiheit<br />

• die fortschrittliche RAIN.RDY-<br />

Konstruktion hält Wasser fern<br />

• hervorragende Dehnbarkeit<br />

durch ein flexibles Strickmaterial<br />

• 3-Pocket-Design<br />

PREIS (UVP): € 250,–<br />

www.adidas.de<br />

FOTOS: Hersteller<br />

MAUL SPORT Zermatt 2.5 L<br />

Medatx 30.0/30.0 W<br />

• wasserdicht und atmungsaktiv<br />

30.000, winddicht<br />

• RV-Fronttaschen und -Brusttasche<br />

• vollverschweißte Nähte<br />

• Unterarmventilation<br />

• Kapuze & Saumweite regulierbar<br />

• ergonomische Schnittführung<br />

• leicht (310 g), kleines Packmaß<br />

• PFC-frei<br />

PREIS (UVP): € 249,95<br />

www.maul-sport.de<br />

FJÄLLRÄVEN Kaipak Jacket<br />

• Fjällrävens strapazierfähiges<br />

G-1000 Eco Material trotzt Wind<br />

und kurzen Regenschauern<br />

• Stretch-Einsätze unter den Armen<br />

für optimale Bewegungsfreiheit<br />

• leitet effzient Feuchtigkeit ab,<br />

für ein trockenes Gefühl auf<br />

intensiven Trekking-Strecken<br />

• drei Taschen mit Reißverschluss<br />

und eine Innentasche<br />

PREIS (UVP): € 279,95<br />

www.fjallraven.com<br />

083


PRODUKT Hochtourenschuhe<br />

Gletscherfest<br />

Gletscherquerungen und alpine Touren in<br />

gemäßigten Lagen? Hier findet ihr das passende<br />

Schuhwerk für eure Abenteuer. von Lukas Schnitzer<br />

A<br />

mbitionierte Berggeher<br />

mit entsprechender Erfahrung,<br />

die über den<br />

Grad des Bergwanderns<br />

oder des leichten Bergsteigens<br />

in alpine Gefilde vorstoßen<br />

wollen, sich in steilerem, felsigerem<br />

Gelände bewegen oder bei<br />

Hochtouren auf vergletschertes<br />

Terrain stoßen, welches nur mit<br />

entsprechender Ausrüstung, vom<br />

Schuh über Bekleidung, Rucksack,<br />

Hartware (Klettergurt, Sicherungsgeräte<br />

etc.) zu meistern ist“ – so<br />

umreißt Herbert Buczek von Hersteller<br />

Asolo die Zielgruppe der<br />

Hochtouren-Schuhe für gemäßigte<br />

Touren. Wer sich in dieser Beschreibung<br />

wiederfindet, für den<br />

haben wir auf dieser Doppelseite<br />

einige nützliche Tipps zusammengetragen.<br />

FOTO: Asolo/ Paolo Sartori<br />

Hochtouren-Schuhe für gemäßigte<br />

Touren, so erklärt Buzcek<br />

weiter, sind meist Modelle der Kategorie<br />

B/C bis C, welche über eine<br />

gute Torsionssteifigkeit und eine<br />

steife Brandsohle verfügen. Ideal<br />

für diesen Einsatzzweck, so seine<br />

Einschätzung, sind Modelle mit einer<br />

Vorrichtung für halbautomatische<br />

Steigeisen. Diese „bedingte<br />

Steigeisenfestigkeit“, geht Felix<br />

Schäfer, bei „Krauts PR“ für die<br />

Marke La Sportiva zuständig, tiefer<br />

ins Detail, „hängt mit der Fersenform<br />

zusammen, welche eine Steigeisenverriegelung<br />

aufnehmen<br />

kann“. Zwar finden sich in diesen<br />

Kategorien auch Modelle ohne Vorrichtung<br />

für halbautomatische<br />

Steig eisen, welche mit Riemensteig<br />

eisen verwendet werden können.<br />

„Allerdings sind Eisen mit Riemen<br />

bei Weitem nicht so stabil wie<br />

Halb automaten, eignen sich daher<br />

eher für Querungen von Altschneefeldern,<br />

weniger für Gletscherquerungen<br />

oder Ähnliches“, gibt Buczek<br />

mit auf den Weg. Bedingt steigeisenfeste<br />

Schuhe, führt der Experte<br />

weiter aus, bilden das<br />

Bindeglied zwischen Bergwanderschuhen<br />

und alpintauglichen Bergstiefeln.<br />

Wer überwiegend auf normalen<br />

alpinen Wanderungen unterwegs<br />

ist, findet hier die idealen Begleiter,<br />

um Schneefelder und/oder<br />

Gletscher mit Steigeisen zu durchqueren.<br />

Weitere typische Merkmale der<br />

Schuhe sind für Buczek ein stabiler,<br />

hochgezogener Schaft sowie eine<br />

auf das Einsatzgelände zugeschnittene<br />

Sohle mit hoher Steifigkeit,<br />

Dämpfung, entsprechendem Profil<br />

und gutem Grip. Im vordersten Bereich<br />

der Laufsohle findet sich bei<br />

den meisten Modellen für alpine<br />

Einsätze eine profilfreie Antrittszone<br />

(Climbing Zone), um am Felsen<br />

möglichst gut antreten zu können<br />

und auch auf schmalen Leisten<br />

sicher zu stehen.<br />

Leder oder Synthetik?<br />

„Sowohl Leder als auch synthetische<br />

Obermaterialien haben ihre<br />

besonderen Eigenschaften und Vorzüge<br />

sowie Einsatzbereiche. Die<br />

Unterschiede liegen vor allem in<br />

Abriebfestigkeit und Gewicht“, eröffnet<br />

Felix Schäfer. „Leder“,<br />

taucht Herbert Buczek weiter in<br />

die Materie ein, „ist ein enorm robustes<br />

und zudem natürliches Material,<br />

welches bei richtiger Pflege<br />

ein ganzes Leben halten kann“.<br />

Langlebigkeit und hoher Schutz machen<br />

Leder zum idealen Material<br />

für Bergstiefel. „Heute gibt es aber<br />

auch eine Menge an Synthetik-Materialien,<br />

welche ebenfalls sehr robust,<br />

aber zum Teil leichter als Leder<br />

sind“, schließt Buzcek das Thema<br />

Obermaterial ab.<br />

084


6<br />

Top 6 Hochtourenschuhe<br />

ASOLO Freney Evo LTH GV<br />

aus wasserabweisendem 2,2 bis 2,4 mm dickem Perwangerleder<br />

mit Oeko Tex Standard Gore-Tex Performance Comfort<br />

Footwear Membran (wasserdicht, atmungsaktiv, isolierend)<br />

gripstarke Vibram Mulaz Sohle mit Antrittszone Zwischensohle<br />

aus PU, EVA Dämpfung in der Ferse<br />

TPU Steig eisen befestigung<br />

wiederbesohlbar made in Europe<br />

PREIS (UVP): € 329,95<br />

www.asolo.com<br />

LA SPORTIVA Aequilibrium Top GTX®<br />

• Vibram®-Sohle mit Impact Brake System • außergewöhnliche<br />

Geh eigenschaften mit flüssigem Abrollen • maximale Strapazierfähigkeit<br />

und geringeres Gewicht dank neuer Einheit aus Außen- und<br />

Zwischensohle mit externer Rubber Guard-Konstruktion • wasserfestes<br />

und atmungsaktives Gore-Tex® Performance<br />

Comfort-Innenfutter • BOA® Fit System<br />

und Powerstrap zur pefekten Volumenregulierung<br />

• kompatibel mit halb autom.<br />

Steigeisen<br />

PREIS (UVP): € 460,–<br />

lasportiva.com<br />

HANWAG Makra Trek GTX<br />

leichter und stabiler Allrounder für anspruchsvolle Bergtouren<br />

bis 3000 Meter • mit Steigeisenauflage/bedingt steigeisenfest<br />

• PU in der Ferse sorgt für perfekte Dämpfung • EVA im Vorfußbereich<br />

für Präzision im Antritt • Membran: Gore-Tex • Obermaterial:<br />

robustes Veloursleder, Textil<br />

• 100 % made in Europe<br />

PREIS (UVP): € 340,–<br />

www.hanwag.com<br />

SALEWA Ortles Ascent MID GTX W<br />

robust und langlebig dank Obermaterial aus dickem Veloursleder<br />

sowie Salewa® 3F System mit Stahldrähten und verstärktem Rand<br />

die steife Einlegesohle und die Zwischensohle aus Polyurethan<br />

sorgen für Stabilität und angenehmen Komfort das Multi Fit<br />

Footbed Plus (MFF+) lässt sich durch<br />

seine austauschbaren Sohlen individualisieren<br />

und feinabstimmen<br />

PREIS (UVP): € 370,–<br />

www.salewa.com<br />

DOLOMITE Miage Gore-Tex<br />

am besten geeignet für den Bergsport im Sommer bedingt<br />

steigeisenfest strapazierfähiges technisches Mikrofaser-Obermaterial<br />

wasserdichtes Gore-Tex-Futter Vibram®-Laufsohle<br />

hervorragender Grip auf allen Untergründen präzises und<br />

schnelles Schnürsystem extrem<br />

atmungsaktiv<br />

PREIS (UVP): € 319,95<br />

www.dolomite.it<br />

SALOMON Quest 4 GTX<br />

sehr griffg und stützend – ideal für lange Wanderungen bei<br />

schwierigen Bedingungen überarbeitetes Chassis stabilisiert die<br />

Gelenke und gibt Halt, ohne das Geh-Gefühl zu beeinträchtigen<br />

inspiriert von Salomons Trailrunning-Expertise – für eine natürliche<br />

Beugung des Fußes für ein geschmeidiges<br />

Gefühl beim Gehen<br />

PREIS (UVP): € 220,–<br />

www.salomon.com<br />

FOTOS: Hersteller<br />

085


TOURISMUS Berghütten<br />

GENIALE LAGE.<br />

Die Wolayerseehütte am namensgebenden<br />

See liegt auf 19 60 m<br />

Seehöhe im Kärntner Lesachtal in<br />

den Karnischen Alpen.<br />

FOTO: NLW Tourismus<br />

Marketing GmbH/Sam Strauss<br />

086


Über Nacht am Berg<br />

Entstanden sind sie einst als Mittel zum Zweck – heute sind<br />

alpine Hütten puristische Sehnsuchtsziele für uns Outdoorfans.<br />

Sie stehen für intensives Bergerleben, wie es nur am Abend,<br />

während der Nacht oder am Morgen möglich ist. von Oliver Pichler<br />

087


TOURISMUS Berghütten<br />

Morgendlicher Blick auf das<br />

Schiestlhaus im steirischen<br />

Hochschwabgebiet.<br />

FOTO: Steiermark Tourismus/ikarus.cc<br />

Das Übernachten in<br />

Berghütten hat den<br />

Vorteil, dass man<br />

mehr Zeit hat um<br />

das ‚Oben-Sein‘ zu<br />

genießen. Tagesgäste<br />

hingegen haben oft primär den<br />

Gipfel im Blick und kehren nur<br />

kurz ein“, berichtet Christian Toth<br />

vom Schiestlhaus (2156 m) am<br />

Hochschwab. Der Wandel von betriebsam<br />

tagsüber zu gemütlich<br />

entspannt ab dem späteren Nachmittag,<br />

ist charakteristisch. Wer<br />

bleibt, kann den malerischen Wechsel<br />

von Tag zu Nacht samt Sonnenuntergang<br />

genießen. Vielleicht<br />

zieht auch zwischendurch ein Gewitter<br />

vorbei? Draußen überaus gefährlich,<br />

ist es von der Hütte aus<br />

bestaunt, ein eindrucksvolles<br />

Schau- und Hörerlebnis, Blitze,<br />

Sturzbäche an Felsflanken u.ä. inklusive.<br />

In der Nacht lässt einen<br />

dann, wenn der Himmel klar ist,<br />

der Sternenhimmel staunen. Auch<br />

Vollmondnächte sind besonders eindrucksvoll.<br />

Bald am Morgen kehrt die Betriebsamkeit<br />

zurück. Weitwanderer<br />

streben früh ihrem nächsten Etappenziel<br />

entgegen. Andere brechen<br />

im Morgengrauen auf, um wie am<br />

Hochschwab einen von Tagesgästen<br />

frequentierten Gipfel für sich alleine<br />

zu haben, den Sonnenaufgang zu<br />

DIE EXPERTEN<br />

Christian Achleitner<br />

Brechhornhaus, Kitzbühler Alpen, Tirol<br />

www.alpengasthof.co.at<br />

Helmut Ortner<br />

Wolayerseehütte, Karnische Alpen,<br />

Kärnten<br />

www.wolayerseehuette-lesachtal.at<br />

Christian Toth<br />

Schiestlhaus, Hochschwab, Steiermark<br />

www.schiestlhaus.at<br />

erleben oder Gamswild und Steinböcke<br />

zu beobachten. Gemächlicher<br />

gehen es Hüttengenießer an. Vielleicht<br />

weil sie wissen, dass die Morgensonne<br />

die umliegenden Berge<br />

feuerrot färbt, was sich von der Terrasse<br />

aus bequem bestaunen lässt.<br />

Hütten-Übernachten boomt<br />

„Seit über einem Jahrzehnt ist das<br />

Interesse an Hüttenübernachtungen<br />

stark steigend. Das hat mit dem<br />

Wunsch vieler Menschen zu tun, in<br />

die Natur und in die Berge zu kommen.<br />

Auch das Weitwandern<br />

boomt“, berichtet Helmut Ortner<br />

von der Wolayerseehütte (1960 m),<br />

die genial liegt: direkt am Wolayersee<br />

umrahmt von Hunderte Meter<br />

hohen Felsflanken, im Lesachtal in<br />

Kärnten. Um ihre Sehnsucht zu stillen,<br />

in alpinen Regionen unterwegs<br />

zu sein, nehmen die Gäste hüttentypische<br />

Komforteinschränkungen<br />

in Kauf. Ortner von der Wolayer-<br />

088


seehütte und Toth vom Schiestlhaus<br />

verzeichnen so viele Reservierungen<br />

wie noch nie zuvor. „Für Kurzentschlossene<br />

wird es leider<br />

schwieriger, einen Platz zu bekommen“,<br />

nennt der Schiestlhaus-Wirt<br />

eine Kehrseite des Booms.<br />

Neben den puristisch-einfachen<br />

alpinen Hütten gibt es nicht so<br />

hochalpin gelegene Quartiere, die<br />

mit etwas mehr Komfort aufwarten.<br />

„Wer zu uns kommt, sucht Abgeschiedenheit,<br />

wünscht sich direkt<br />

von der Hütte aus Wanderungen zu<br />

beginnen und schätzt unser Mehr<br />

an Komfort. Seit unserer letzten<br />

Modernisierung haben wir keine<br />

Lager mehr und alle Zimmer verfügen<br />

über Dusche und WC“, betont<br />

Christian Achleitner vom Brechhornhaus<br />

(1700 m) in den Kitzbühler<br />

Alpen.<br />

Während man in den hochalpinen<br />

Hütten vom Komfort her Einschränkungen<br />

erwarten muss, hat<br />

sich ihr kulinarisches Angebot beachtlich<br />

entwickelt. Tagsüber machen<br />

zwar meist Hüttenklassiker<br />

den Hauptteil der gewünschten Gerichte<br />

aus. Anders ist es am Abend.<br />

„Unsere Küche ähnelt der eines<br />

Landgasthofs im Tal. Ganz selbstverständlich<br />

gibt es vegetarische<br />

und vegane Gerichte“, schätzt Helmut<br />

Ortner den Küchenstandard<br />

der Hütten als hoch ein. „Die Gerichte,<br />

die wir am Abend servieren,<br />

sind andere als die, die es tagsüber<br />

gibt. Wir kochen sehr regional, mit<br />

Produkten aus der eigenen Landwirtschaft<br />

und immer wieder gibt<br />

es Wild“, so der Lesachtaler. Auch<br />

Christian Achleitner serviert im<br />

Brechhornhaus abends eigene hausgemachte<br />

regionale Gerichte. Wohl<br />

auch wegen der sehr exponierten<br />

Lage gibt es am Schiestlhaus tagsüber<br />

und am Abend das gleiche An-<br />

gebot. „Was es gibt, machen wir auf<br />

Tafeln kund. Von Standards wie<br />

Spaghetti und Grießschmarrn über<br />

zahlreiche vegetarische und vegane,<br />

aber auch orientalische Gerichte<br />

gibt es eine große Auswahl“, erklärt<br />

Schiestlhaus-Wirt Toth.<br />

Hütte ist nicht gleich Hotel<br />

„Das Übernachten auf alpinen Hütten<br />

ist anders als in Quartieren im<br />

Tal, wo Zimmer mit Dusche und WC<br />

Standard sind“, betont Helmut Ortner.<br />

Das hat mit deren exponierter<br />

Lage zu tun. Die Versorgung mit<br />

Wasser und Energie ist viel aufwendiger.<br />

Auch die sehr beschränkten<br />

räumlichen Möglichkeiten erzwingen<br />

Einschränkungen. „Die Zimmer<br />

und Lager dienen nur dem Rucksackabstellen<br />

und Schlafen“, erklärt<br />

Toth. Es gibt Gemeinschafts-<br />

Waschräume und -WCs, getrennt<br />

für Damen und Herren. Bett-<br />

OUTRISE<br />

GORE-TEX<br />

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Der Allround-Schuh für jedes<br />

Outdoor-Abenteuer.


TRAUNSEE – ALMTAL<br />

FOTO: TVB Traunsee-Almtal<br />

Ebensee am Traunsee<br />

... lädt ein zum Outdoorerlebnis im Herzen<br />

einer der reizvollsten Regionen Österreich<br />

How to – Hüttenübernachten<br />

Auf alpinen Hütten geht es deutlich einfacher, je nach<br />

Standort eingeschränkter zu, als man es von einfachen<br />

Quartieren im Tal gewohnt ist. So sind etwa Gemeinschafts-<br />

WCs und -Waschräume die Regel. Und nicht überall gibt<br />

es genug Wasser, um duschen zu können. Bettwäsche und<br />

Handtücher sind nicht Standard. Geschlafen wird teils in<br />

Lagern, teils in Zimmern mit zwei oder mehr Betten. Da<br />

Hüttenübernachten boomt, sollte man keinesfalls ohne<br />

Reservierung aufbrechen.<br />

• Mehr als 200 Kilometer Spazier- und Wanderwege<br />

• Genussbiken auf asphaltierten Radwegen oder<br />

Mountainbike strecken<br />

• Großartige Naturerlebnisse mit 2 Naturschutzgebieten<br />

im 194 km² großen Gemeindegebiet<br />

• Wanderpass „Ebenseer GipfelstürmerIn“<br />

• Hotspot des Wassersports für Segler, Surfer<br />

oder Kitesurfer<br />

• 6 km lange Downhillstrecke vom Feuerkogel ins Tal<br />

• Badevergnügen in vier herrlichen Seen<br />

• Europas größte künst liche Flusssurfwelle<br />

• „The Riverwave“<br />

• noch viele zusätzliche Freizeitmöglichkeiten<br />

Mehr Infos unter:<br />

www.ebensee.com<br />

FOTOS: Fritz Scheichl<br />

Unbedingt mitnehmen<br />

• Hüttenschlafsack<br />

• evtl. aufblasbares Kopfkissen<br />

• Handtuch<br />

• Stirnlampe, möglichst mit Rotlicht, um sich nachts in der<br />

Hütte zu bewegen, ohne die anderen zu stören<br />

• Ohropax sowie evtl. Schlafmaske<br />

• Schlapfen bzw. Hausschuhe<br />

• Zahnbürste und Zahnpasta, Seife/Duschgel<br />

• Smartphone-Ladegerät und Powerbank<br />

• bequeme Hütten-/Schlafkleidung & Wechselsocken<br />

• Bargeld<br />

Vorab checken<br />

Anhand der Infos zur Hütte bzw. beim Reservieren sollte<br />

man hinterfragen:<br />

• Welche Quartiervarianten es gibt –<br />

Lager, Zimmer mit 2 oder mehr Betten<br />

• Ausstattungsdetails – um möglichst von obiger<br />

Checkliste NICHT alles mitnehmen zu müssen<br />

• Duschmöglichkeit<br />

• Verpflegungsangebot<br />

• Möglichkeit, Trinkwasser nachzufüllen<br />

• Kleidungs-/Ausrüstungs-Trocknungsmöglichkeit<br />

• Preise für Übernachtung, Verpflegung,<br />

andere Aufpreise, Stornogebühren<br />

• Bezahlmöglichkeiten<br />

• Smartphone-Lademöglichkeit & Handynetz<br />

• Hundebesitzer: ob Hunde erlaubt sind<br />

090


Das Brechhornhaus in<br />

den Kitzbüheler Alpen.<br />

FOTO: TVB Kitzbüheler Alpen-<br />

Brixental/Mathäus Gartner<br />

wäsche wird nicht zur Verfügung gestellt,<br />

sondern nur mit Spannleintüchern überzogene<br />

Matratzen, die nicht nach jedem Gast gewechselt<br />

werden. „Jeder muss seinen Hüttenschlafsack<br />

mitbringen“, weiß Helmut Ortner.<br />

Auf Hütten ist man dazu angehalten, gegenseitig<br />

Rücksicht zu nehmen, etwa wenn<br />

man spät schlafen geht oder früh aufsteht.<br />

„Wichtig ist gleich beim Ankommen den<br />

Schlafplatz und den Hüttenschlafsack vorzubereiten“,<br />

rät Christian Toth. Für die Nacht<br />

ist eine Stirnlampe ideal, die neben Weißauch<br />

Rotlicht bietet, weil Rotlicht die anderen kaum<br />

blendet. Auch in Sachen Privatsphäre muss man sich<br />

einschränken. Bucht man zu zweit ein Mehrbettzimmer,<br />

muss man ähnlich wie in einem Lager davon ausgehen,<br />

mit Fremden gemeinsam zu übernachten. „Die<br />

Lager sind meist mit Abtrennungen bzw. Kojen für<br />

ein oder zwei Personen ausgestattet“, erzählt Wolayersee-Hüttenwirt<br />

Ortner.<br />

Bei der Erreichbarkeit und der Verfügbarkeit<br />

von Strom, Handynetz und Internet für die Gäste<br />

muss man sich ebenfalls einschränken. „Dass Hütten<br />

deutlich schwerer erreichbar sind als Quartiere im<br />

Tal, muss man bedenken. Ist das Wetter schlecht,<br />

kann es sein, dass wir nicht per Hubschrauber erreichbar<br />

sind“, stellt Christian Achleitner klar. Das<br />

Schiestlhaus ist überhaupt nur zu Fuß oder per Hubschrauber<br />

erreichbar. Zum Wolayerseehaus führt seit<br />

ein paar Jahren eine nicht öffentliche Forststraße.<br />

Selbst das weniger exponierte Brechhornhaus ist nur<br />

notfalls über eine zwölf Kilometer lange, nicht öffentliche<br />

Bergstraße erreichbar. „Unsere Gäste kommen<br />

zu Fuß (45 Minuten) von der Bergstation der Seilbahn,<br />

die von Westendorf auf den Berg führt, zur<br />

Hütte“, weiß der Brechhornhaus-Wirt. Sein urig-moderner<br />

Betrieb bietet mehr Komfort. Es gibt Ein- bis<br />

Vierbettzimmer, die jeweils über Dusche und WC verfügen.<br />

Auch Bettwäsche und Handtücher gehören<br />

zum Angebot.<br />

„Zu uns kommen nicht primär Bergsteiger, sondern<br />

Berggenießer, die Ruhe suchen, kleinere Wanderungen<br />

machen und eine Nacht am Berg erleben wollen“,<br />

beschreibt Christian Achleitner seine Gäste.<br />

Auch wenn das Hüttenübernachten zu Einschränkungen<br />

zwingt, gibt es immer wieder überraschende<br />

Highlights. Dazu zählen nahe Bergseen, in denen man<br />

Abkühlung suchen kann, beheizte Hotpots u.v.m. Und<br />

Gäste der Wolayerseehütte können sich auf bergsteigerspezifische<br />

Massagen freuen. Eigens dafür kommt<br />

der ehemalige Berglauf-Weltmeister Markus Hohenwarter,<br />

heute Heilmasseur, wöchentlich zwei Tage in<br />

die Hütte in den Karnischen Alpen.<br />

FOTOS: Erzberg Dirt Run/Sportograf, Predator Race<br />

CL POCKET<br />

DIE NATUR<br />

IN DER<br />

TASCHE<br />

SEE THE UNSEEN


TOURISMUS Berghütten<br />

Hüttentouren<br />

VORARLBERG<br />

Bergrast Wildries (1250 m)<br />

In einzigartiger Lage in Sibratsgfäll<br />

am Rande des Bregenzerwaldes<br />

befindet sich die Hütte Wildries.<br />

Die Bergrast, umgeben von einem<br />

imponierenden Bergpanorama, ist<br />

der ideale Ausgangspunkt für<br />

Bergtouren, Wanderungen und<br />

Ausflüge mit dem Mountainbike.<br />

3,5 h 512 hm 9,9 km<br />

www.bregenzerwald.at<br />

TIROL<br />

Darmstädter Hütte (2384 m)<br />

Die eindrucksvolle Tour führt von<br />

St. Anton am Arlberg ins Moostal.<br />

Vorbei an Almen geht es zum Kartellsee<br />

und über den Wanderweg<br />

hinauf zur imposanten Darmstädter<br />

Hütte. 7 Klettergärten sowie ein<br />

markiertes Bouldergebiet befinden<br />

sich im direkten Umfeld der Hütte.<br />

8,5 h 1100 hm 12,2 km<br />

www.stantonamarlberg.com<br />

Venet Gipfelhütte (2212 m)<br />

Eine der aussichtsreichsten und<br />

schönsten Rundwanderungen führt<br />

von der Venet-Bergstation direkt<br />

FOTO: CoenWeesjes/www.filzmoos.at<br />

bei der Gipfelhütte zur Glanderspitze<br />

und weiter zur Goglesalm, die<br />

zum Verweilen einlädt. Nach einer<br />

genussvollen Stärkung geht es wieder<br />

retour zur Venet Gipfelhütte.<br />

4 h 613 hm 8 km<br />

www.tirolwest.at<br />

Brechhornhaus (1675 m)<br />

Die Hütte ist beliebter Treffpunkt<br />

für Bergsteiger, die eine Besteigung<br />

des Brechhorns planen. Mit einer<br />

Höhe von 2504 Metern ist das<br />

Brechhorn der höchste Gipfel in der<br />

Umgebung und bietet eine herrliche<br />

Aussicht auf die umliegenden<br />

Berge und Täler.<br />

5 h 600 hm 11,8 km<br />

www.brixental.tirol<br />

Die Hofpürglhütte in der Region Filzmoos mit Blick auf die Bischofsmütze.<br />

SALZBURG<br />

Hofpürglhütte (1705 m)<br />

Die Hütte liegt am Fuße der Bischofsmütze<br />

auf einem der schönsten<br />

Plätze im Bergdorf Filzmoos mit<br />

sensationellen Ausblicken hinauf auf<br />

den Dachstein und die Tauern. Sie<br />

ist das Zentrum von Österreichs<br />

größtem Klettergarten mit Alpinsteigen<br />

und Kletterrouten, bietet 15<br />

Gästezimmer und eine Indoor-<br />

Kletteranlage.<br />

3:30 h 759 hm 8,65 km<br />

www.filzmoos.at<br />

Ellmaualm (1794 m)<br />

Die Ellmaualm liegt auf der Sonnseite<br />

und bietet ein tolles Gebirgspanorama.<br />

Wanderer erreichen die<br />

Alm über einen naturbelassenen<br />

Steig in rund eine Stunde. Man wird<br />

mit selbst gemachten Köstlichkeiten<br />

verwöhnt und die Alm bietet Platz<br />

für 10 Personen zum Übernachten.<br />

4,5 km 452 hm<br />

www.grossarltal.info<br />

Haibenalm (1650 m)<br />

Von St. Johann Alpendorf (Parkplatz<br />

Gondelbahn) auf die Haibenalm.<br />

Auf der Alm wird die gesamte<br />

Milch der eigenen Kühe zu würzigem<br />

Almkäse, Frischkäse, Sauerkäse,<br />

Butter und Topfen verarbeitet.<br />

Von Juni bis September geöffnet,<br />

es gibt gemütliche Zimmer zum<br />

Übernachten.<br />

3:40 h 990 hm 8,5 km<br />

www.haibenalm.at<br />

Das Spielberghaus (1329 m)<br />

Für Aktivurlauber und Outdoorenthusiasten:<br />

Moderne Zimmer bieten<br />

rustikalen Charme, bei schönem<br />

Wetter gibt es Outdoor-Dinner mit<br />

Lagerfeuer, dazu Panoramasauna,<br />

Hot Pot etc. Gastgeber-Familie<br />

Höll liebt die Berge und das Biken.<br />

Wanderung zur Hütte: die Spielberg-Tour.<br />

7,1 km 341 hm<br />

www.spielberghaus.at<br />

KÄRNTEN<br />

Arthur-von-Schmid-Haus<br />

(2281 m)<br />

Beim tiefblauen Dösnersee liegt das<br />

1911 errichtete Schutzhaus – auch<br />

für Kinder leicht zu erreichen. Ausgangspunkt<br />

ist der Parkplatz im Dösental<br />

bei Mallnitz im Nationalpark<br />

Hohe Tauern Kärnten. Zur Konradlacke<br />

und weiter zur Hütte, die auch<br />

perfektes Kletter-Basecamp ist.<br />

6,4 km 790 hm<br />

www.arthurvonschmidhaus.at<br />

Wolayerseehütte (1980 m)<br />

Im Herzen der Karnischen Alpen,<br />

umringt von beeindruckenden Gipfeln<br />

wie Hohe Warte, Seewarte und<br />

Seekopf, liegt die legendäre Hütte<br />

direkt am gleichnamigen See. Hüttenwirt<br />

Helmut Ortner ist die personifizierte<br />

Alpin-Kompetenz.<br />

7,2 km 890 hm<br />

www.wolayerseehuette-lesachtal.at<br />

Klagenfurter Hütte (1664 m)<br />

Eine spektakuläre Aussicht auf die<br />

Karawanken (Kosiak, Hochstuhl &<br />

Co) bietet die neu renovierte<br />

Klagenfurter Hütte. Gute Küche,<br />

einfach über eine breite Forststraße<br />

zu erreichen. Mit dem Auto zur<br />

Johannsenruhe im Bärental bei<br />

Feistritz im Rosental.<br />

6,9 km 490 hm<br />

www.woerthersee.com<br />

OBERÖSTERREICH<br />

Almtalerhaus Grünau (714 m)<br />

Am Fuße des Toten Gebirges gelegen<br />

eignet sich die Hütte perfekt als<br />

Stützpunkt für Tageswanderungen<br />

in den Bergen oder als Zwischenstation<br />

auf einer mehrtägigen Wanderung.<br />

Die Rundwanderung zu den<br />

092


Hüttenübersicht online<br />

auf www.sportaktiv.com<br />

FOTO: 3 Zinnen AG/Nicolo Miana<br />

Die Zsigmondy-<br />

Hütte in den<br />

Sexte ner Dolomiten<br />

bürgt auf<br />

2224 m<br />

Höhe für eine<br />

„erhabene Nacht<br />

in den Bergen“.<br />

beiden Ödseen ist perfekt für<br />

Familien mit Kindern.<br />

3,94 km 220 hm<br />

www.almtalerhaus.com<br />

ÖAV-Priel-Schutzhaus (1420 m)<br />

An den Südabhängen der Prielgruppe<br />

mit Großem und Kleinen<br />

Priel gelegen, werden 51 Schlafplätze<br />

in Zimmern und 100 im Matrazenlager<br />

geboten. Der Zustieg von<br />

Hinterstoder ist landschaftlich einmalig,<br />

fordernd und auch ein Test<br />

für die Totes-Gebirge-Tauglichkeit.<br />

12,9 km 923 hm<br />

www.prielschutzhaus.com<br />

STEIERMARK<br />

Schiestlhaus (2156 m)<br />

600 m nordöstlich des Hochschwab<br />

Gipfels liegt die höchstgelegene<br />

Schutzhütte der Hochschwab<br />

Gruppe und ist auch das erste<br />

hochalpine Passivhaus. Aufstieg von<br />

Seewiesen über den Graf-Meran-<br />

Steig oder den gesichterten Steig<br />

„das Ghackte“.<br />

4,5 h 100 hm 10,3 km<br />

www.schiestlhaus.at<br />

Giglachseehütte (1955 m)<br />

Mit Schlafplätzen in Zimmern oder<br />

Lagern. Ein neuer abwechslungsreicher<br />

Wanderweg mit Start beim<br />

Parkplatz der Urspungalm führt auf<br />

bequemen Wegen direkt zur<br />

Giglachseehütte und zu den<br />

Bergseen, wo man eine Runde um<br />

die Seen gehen kann oder weiter<br />

zur Ignaz-Mattis-Hütte.<br />

3 h 350 hm 9,6 km<br />

www.schladming-dachstein.at<br />

NIEDERÖSTERREICH<br />

Naturfreundehaus Knofeleben<br />

(1250 m)<br />

Die mit dem Wandergütesiegel<br />

ausgezeichnete Hütte mit Panorama-Verglasung<br />

sorgt durch helles<br />

Holz und lichtdurchflutete Räume<br />

für eine besondere Atmosphäre.<br />

Die Tour zum Naturfreundehaus<br />

beginnt in Payerbach bzw. Reichenau<br />

über den Miesleitensteig.<br />

12 km 880 hm<br />

www.wieneralpen.at/<br />

naturfreundehaus-knofeleben<br />

Ybbstaler Hütte (1343 m)<br />

Die Hütte liegt am Rande des Wildnisgebiets<br />

Dürrenstein- Lassingtal.<br />

Als „So schmecken die Berge“-Betrieb<br />

kommen die kulinarischen Zutaten<br />

fast nur aus der Region. Die<br />

Wanderung von Steinbach zur Hütte<br />

über Dürreck und Bärenlacke ist<br />

auch für Kinder geeignet.<br />

16,7 km 850 hm<br />

www.ybbstalerhuette.info<br />

ITALIEN<br />

Zsigmondy-Hütte (2224 m)<br />

Die Hütte liegt mitten in den Sextener<br />

Dolomiten. Morgens wird ein<br />

großzügiges Bergsteigerfrühstück<br />

angeboten und abends nach einer<br />

Tagestour gibt es leckere Tirolerkost<br />

bei einem Glas Südtiroler Wein. Die<br />

Hütte ist über verschiedene Wege<br />

erreichbar, z. B. vom Fischleintal.<br />

2:30 h 760 hm 6 km<br />

www.zsigmondyhuette.com<br />

BAYERN<br />

Brunnsteinhütte Mittenwald<br />

(1560 m)<br />

Die Alpenvereinshütte bietet einen<br />

tollen Blick auf das gegenüberliegende<br />

Wettersteinmassiv. Das<br />

Highlight für Kinder: Spielplatz +<br />

Tiere. Die Erwachsenen werden mit<br />

bayerischen Schmankerln verwöhnt.<br />

Wanderung zur Hütte vorbei an der<br />

Hängebrücke an der Sulzklamm.<br />

2:40 h 626 hm 4,5 km<br />

www.brunnsteinhuette.de<br />

Schutzhaus Falkenstein (1315 m)<br />

Vorbei an rauschenden Wildbächen,<br />

wilder Waldnatur und idyllischen<br />

Schachten eröffnet sich am Großen<br />

Falkenstein eine reizvolle Aussicht<br />

auf Arbergipfel und Vorderen Bayerischen<br />

Wald. Das Schutzhaus am<br />

Fuße des Gipfelplateaus lädt zur<br />

gemütlichen Einkehr.<br />

6 h 352 hm 17,4 km<br />

www.schutzhaus-falkenstein.de<br />

093


Mal einfach weit wandern<br />

In der Steiermark, dem grünen Herzen Österreichs, genauer: in der<br />

Erlebnisregion Schladming-Dachstein, kannst du mehr als „nur“ wandern.<br />

Wie wäre es mit weit wandern? Lass dich inspirieren.<br />

U<br />

mgeben von prächtigen<br />

Bergformationen<br />

wie den Dachstein-<br />

Südwänden, den<br />

Schladminger Tauern<br />

und dem Grimming zeichnet sich<br />

die Region mit einem ganz besonderen<br />

landschaftlichen Reichtum aus.<br />

Weit wandern<br />

Egal ob für Genusswanderer, Erholungssuchende,<br />

Gipfelstürmer oder<br />

Höhensüchtige - in Schladming-<br />

Dachsten findet jeder Wandertyp<br />

seine perfekte Tour. Ein paar gemütliche<br />

Stunden raus in die Natur,<br />

eine Tagestour, oder das Abenteuer<br />

einer Mehrtagestour erleben? Mit<br />

allen Sinnen die Natur spüren – das<br />

Gefühl, dass jeden Wanderer immer<br />

wieder in die Berge lockt. Speziell<br />

beim Weitwandern lassen sich Gipfel,<br />

Seen und die Vielfalt und Weitläufigkeit<br />

der steirischen Bergregi-<br />

on Schladming- Dachstein entdecken,<br />

etwa mit dem Schladminger-Tauern-Höhenweg.<br />

Dieser ist<br />

zum Teil auch Abschnitt des Zentralpenweges<br />

02. Der Höhenweg<br />

führt von der touristisch belebten<br />

WM-Stadt Schladming in den ruhigen<br />

Naturpark Sölktäler mit Abschluss<br />

im malerischen Bergdorf<br />

St. Nikolai in der Großsölk.<br />

Ausgangspunkt dieser Tour ist<br />

die Hochwurzenhütte, welche auch<br />

094


SCHLADMING-DACHSTEIN<br />

Wandern vor den traumhaften<br />

Alpenkulissen des<br />

Ennstales in der Region<br />

Schladming- Dachstein.<br />

sich jedoch auch als 5-Tages Tour.<br />

Diese umfasst rund 45 km und vereint<br />

die Höhenwege rund um die<br />

Rohrmooser Täler Obertal und Untertal,<br />

spannt einen Bogen von der<br />

Hochwurzen und weiter zum<br />

Schladminger Hausberg Planai.<br />

Durchatmen mit Genuss<br />

Die bunte Vielfalt der Region<br />

Schladming-Dachstein und ihrer<br />

Bewohner spiegelt sich zwischen<br />

Wandern, Bergsport und Biken<br />

auch im Freizeitangebot wider. Die<br />

saftigen Almwiesen und traumhaften<br />

Alpenkulissen des Ennstals laden<br />

zum Durchatmen ein und lassen<br />

einen die Sorgen des Alltags<br />

vergessen. Insgesamt 90 bewirtschaftete<br />

Almen und Hütten laden<br />

zu einem kulinarischen Zwischenstopp<br />

oder zum Abschluss einer<br />

Wanderung ein.<br />

FOTOS: TVB Schladming-Dachstein|Mathäus Gartner|Peter Burgstaller<br />

bequem über die Sommerbergbahn<br />

Hochwurzen erreichbar ist. Über<br />

den lang gezogenen Grasrücken des<br />

Rossfeldes hinauf führt der Weg<br />

weiter in Richtung Obertal, bis auf<br />

den beliebten Aussichtsgipfel der<br />

Guschen. Die Alpenvereinshütte Ignaz-Mattis-Hütte,<br />

romantisch gelegen<br />

an den Giglachseen, bietet sich<br />

als perfekte Schlafunterkunft an.<br />

Über den Hochgolling bis hin zu den<br />

berühmten Klafferkesseln – eine<br />

Landschaft geprägt durch viele<br />

Seen – bist du unterwegs umgeben<br />

von atemberaubenden Bergkulissen.<br />

Unzählige Bergseen, dahinter<br />

die Gipfel der Schladminger Tauern<br />

wie die des Greifenbergs, lassen einen<br />

demütig werden. Die Gollinghütte<br />

sowie die Preinthalerhütte befinden<br />

sich ebenfalls auf dem Weg<br />

und laden mit steirischer Herzlichkeit<br />

zur Rast und Einkehr ein. Von<br />

hier weg geht es in steilen Serpentinen<br />

aufwärts bis zu den Goldlacken<br />

und weiter zur Lassachalm im Naturpark<br />

Sölktäler. Unverzichtbar<br />

auf so einer Tour sind die regional<br />

typischen Steirerkaskrapfen mit<br />

von den Senner:innen selbst produziertem<br />

Steirerkäse. Auf der Breitlahnalm<br />

kommst du in den Genuss<br />

dieser Spezialität. Weiter geht’s<br />

über den wildromantischen Schwarzensee<br />

mit Übernachtungsmöglichkeit<br />

in der Putzentalalm bis die Tour<br />

schließlich im Großsölktal im Bergdorf<br />

St. Nikolai endet.<br />

Der Schladminger Tauern Höhenweg<br />

ist insgesamt 70 km lang<br />

und in sieben Etappen angelegt.<br />

Eine kürzere Version davon findet<br />

Sommer mit Card<br />

Die Schladming-Dachstein-Sommercard<br />

erleichtert das Wandererlebnis<br />

zusätzlich. Vorteile wie die freie<br />

Nutzung von Wanderbussen, Mautbefreiungen<br />

oder das Nutzen der<br />

Sommerbergbahnen lassen einen<br />

nicht nur die ersten Höhenmeter<br />

problemlos überwinden, sondern<br />

machen ein Wandererlebnis unvergesslich.<br />

Inspiration genug? Und was<br />

schwebt Dir vor?<br />

Weitere Infos unter:<br />

www.schladming-dachstein.at<br />

095


PYHRN-PRIEL<br />

FOTOS:TVB Pyhrn-Priel / Stefan Mayerhofer; the female explorer / Leonore Herzog<br />

Damenwahl: Mit Moving Mountains hält in der<br />

Region Pyhrn-Priel Frauenpower Einzug.<br />

Ein Sommer, der Berge versetzt<br />

Frauen aufgepasst: Die Urlaubsregion Pyhrn-Priel rückt <strong>2023</strong> mit der<br />

Aktion „Moving Mountains“ die Weiblichkeit im Bergsport in den Fokus.<br />

D<br />

ie Berge sind weiblich“:<br />

So lautet bis 30.<br />

September <strong>2023</strong> das<br />

Motto in der Urlaubsregion<br />

Pyhrn-Priel.<br />

Mitten in den oberösterreichischen<br />

Kalkalpen gelegen, stehen hier<br />

über den ganzen Sommer verteilt<br />

rund 100 einzigartige Veranstaltungen<br />

für outdoorbegeisterte Frauen<br />

auf dem Programm.<br />

Active oder Mindful?<br />

Die Moving Mountains-Angebote<br />

reichen von Kräuterwanderungen<br />

bis hin zu Kletterwochenenden und<br />

vom Sonnenaufgangsyoga auf 1850<br />

m über Welterbe-Exkursionen oder<br />

Waldbaden im Nationalpark bis hin<br />

zu Höhlentouren und Ladies Days<br />

im Hochseilgarten. Außerdem im<br />

Angebot: ein Trailrunning-Camp,<br />

Paragliding-Kurse sowie E-Bike-<br />

Touren in allen Schwierigkeitsstufen,<br />

und egal ob allein oder im<br />

Freundinnenkreis, und egal ob für<br />

eine kurze Auszeit vom Alltag oder<br />

gleich für einen längeren Urlaubsaufenthalt,<br />

der für nachhaltige Entspannung<br />

sorgt und neue Energien<br />

freisetzt: Moving Mountains wendet<br />

sich an alle sport- und outdoorbegeisterten<br />

Frauen, die umgeben<br />

von einer spektakulären Natur neue<br />

Wege beschreiten möchten.<br />

Frauenpower, die bewegt!<br />

Zu den Highlights im umfangreichen<br />

Moving Mountains-Angebot<br />

gehören neben Achtsamkeits- und<br />

Abenteuertagen auch Wassersporterlebnisse<br />

wie Canyoning oder<br />

SUP-Yoga auf dem See. Wer will,<br />

kann auch einen Kochkurs auf der<br />

Alm buchen, unter fachkundiger<br />

Anleitung Klettersteige bezwingen<br />

oder mit den Rangern und<br />

Rangerinnen vom Nationalpark<br />

Kalkalpen auf Tour gehen. Ganz<br />

egal für welches Angebot frau sich<br />

entscheidet, Vorkenntnisse sind<br />

keine erforderlich, denn im Vordergrund<br />

steht stets die Lust am<br />

Ausprobieren und das Erlebnis.<br />

Lust bekommen in diesem Sommer<br />

selbst einmal Berge zu versetzen?<br />

Dann heißt es auf zum Moving<br />

Mountains Frauen Outdoor<br />

Sommer in der Urlaubsregion<br />

Pyhrn-Priel!<br />

Weitere Informationen unter:<br />

www.movingmountains.at<br />

www.urlaubsregion-pyhrn-priel.at<br />

096


SEI<br />

MAXIMUM<br />

DU<br />

®<br />

BEI JEDER<br />

BEWEGUNG<br />

NEU<br />

Unterstütze deine Gelenke<br />

Damit Knochen sowie Knorpel und damit auch deine Gelenke<br />

lange belastbar bleiben, solltest du sie regelmäßig bewegen und<br />

mit Nährstoffen versorgen. Pure Encapsulations®️ bietet hierfür<br />

Chondro aktiv in geprüfter Qualität. Es vereint innovatives<br />

UC-II® Kollagen mit Glucosamin, Chondroitin, Hyaluron säure<br />

sowie Curcuma-Extrakt. Neben Vitamin D und Mangan liefert es<br />

auch Vitamin C, das zu einer normalen Kollagenbildung für die<br />

gesunde Funktion der Knorpel und Knochen beiträgt.<br />

PURECAPS.NET


PRODUKT Wanderhosen<br />

Beinkleid<br />

Welche Hose, ob dünn oder dick, ob lang oder<br />

kurz, sich in den Bergen am besten schlägt?<br />

Nun ja, das kommt ganz darauf an … von Lukas Schnitzer<br />

S<br />

ei es aus gesellschaftlichen<br />

oder praktischen<br />

Gründen, auf manche<br />

Dinge lässt es sich nur<br />

schwer verzichten. Hosen, vor allem<br />

beim Bergsport, gehören hier<br />

eindeutig zur Liste der Unverzichtbaren.<br />

Schließlich trug selbst der<br />

hartgesottene Iceman Wim Hoff bei<br />

seinen hochalpinen Abenteuern zumindest<br />

eine Boardshort. Wir haben<br />

uns bei Ludwig Moz, Marketing-Manager<br />

beim heimischen<br />

Bergsport-Ausrüster Martini,<br />

wertvolle Ratschläge rund um das<br />

Thema Beinkleider für Wandern,<br />

Bergsteigen und Co. geholt.<br />

Lang oder kurz?<br />

Bergsporthosen für die weitgehend<br />

schneefreie Zeit des Jahres gibt es<br />

grundsätzlich in vielen Materialien,<br />

Schnitten und Auslegungen. Vorrangig<br />

unterscheiden sie sich aber<br />

in lange und kurze Hosen sowie die<br />

sogenannte Zip-offs.<br />

Ludwig Moz sieht die Vorteile<br />

der langen Hosen in den wärmeren<br />

Monaten vor allem im hohen<br />

Schutzfaktor vor Steinen, Mücken<br />

und Sonne. Shorts, also die kurzen<br />

Hosen, bieten für Moz vor allem<br />

Vorteile im Gewicht, in der Bewegungsfreiheit,<br />

Ventilation und auch<br />

im größeren Einsatzbereich, etwa<br />

auch am Bike. Zipp-off-Hosen sieht<br />

der Martini-Spezialist hingegen<br />

zwiespältig. Zwar sind sie durch ihr<br />

meist rund ums Knie abnehmbares<br />

Hosenbein flexibler einsetzbar, der<br />

dafür nötige Reißverschluss erhöht<br />

allerdings das Gewicht und<br />

schränkt mitunter den Tragekomfort<br />

ein.<br />

FOTO: Martini Sportswear/Andre Schönherr<br />

Die Sache mit der Elastizität<br />

Ob lang, kurz oder Zipp-Off – das<br />

vermutlich wichtigste Feature identifiziert<br />

Experte Moz in der Elastizität<br />

der Hose, da diese die nötige Bewegungsfreiheit<br />

gewährleistet.<br />

Hohe Atmungsaktivität, einen<br />

schnellen Feuchtigkeitstransport<br />

und schnell trocknende Materialien<br />

sieht er vor allem bei sehr schweißtreibenden<br />

Aktivitäten als essenziell.<br />

Ebenfalls nützlich: Einsätze aus<br />

verstärktem und abriebfestem Material<br />

(etwa Cordura), um empfindliche<br />

Zonen zu schützen. Dies ist<br />

vor allem in unwegsamem oder felsigem<br />

Gelände wichtig. Wer eine<br />

Hose für Hochtouren sucht, der<br />

sollte zu robusteren und „wetterfesteren“,<br />

dafür oft etwas weniger<br />

elastischen Materialien greifen.<br />

Passform und Features<br />

Vom Schnitt her betrachtet teilen<br />

sich Hosen in Modelle mit enger<br />

oder weiter Passform. Unsere allgemeine<br />

Empfehlung: Wanderhosen<br />

sollen weder zu eng noch zu locker<br />

sitzen und eine gute Bewegungsfreiheit<br />

bieten. Auch sollte man vor<br />

dem Kauf unterschiedliche Modelle<br />

probieren, um die beste Passform<br />

für die eigene Anatomie zu finden.<br />

An der Taille, bei langen Hosen<br />

auch rund um den Beinabschluss,<br />

sollte auch eine gewisse Anpassbarkeit<br />

möglich sein. Gerade wer<br />

Hochtouren oder den gelegentlichen<br />

Einsatz von Steigeisen plant,<br />

sollte auch auf einen eng anliegenden<br />

Abschluss achten, um etwaige<br />

Stolperer durch Verfangen der<br />

Steig eisen im Stoff der Hose im<br />

Vorhinein auszuschließen. Taschen<br />

sollten leicht zugänglich und zumindest<br />

teilweise sicher verschließbar<br />

sein. Außerdem sollte ihre Positionierung<br />

so ausfallen, dass darin<br />

verwahrte Gegenstände die Bewegungsfreiheit<br />

weder einschränken<br />

noch bergab zu sehr „schwingen“.<br />

098


Top 6<br />

Wanderhosen<br />

MARTINI SPORTSWEAR<br />

Illimani<br />

• robuste und vielseitige<br />

Outdoorhose<br />

• zwei Eingrifftaschen mit Zipp<br />

• Zipptasche hinten<br />

• Belüftungszipps<br />

• elastischer Bund mit<br />

Silikoninnenseite<br />

• Gürtelschlaufen<br />

• reflektierendes Logo hinten<br />

• PFC-frei<br />

PREIS (UVP): € 179,90<br />

www.martini-sportswear.com<br />

KARPOS Rock Evo Pant<br />

• für Herren wie Damen erhältlich<br />

• leicht wasserabweisendes, elastisches<br />

und dabei äußerst atmungsaktives,<br />

strapazierfähiges Material mit viel<br />

Bewegungsfreiheit<br />

• innen angenehm weich<br />

• Vorderseite aus Nylon mit einem<br />

Sonnenschutz von UPF 40<br />

• elastischer Bund mit regulierbarem<br />

Kordelzug für eine optimale Passform<br />

PREIS (UVP): € 100,–<br />

www.karpos-outdoor.com<br />

FJÄLLRÄVEN Kaipak Trousers<br />

• strapazierfähige Wanderhose aus<br />

G-1000 Eco aus recyceltem<br />

Polyester und Bio-Baumwolle<br />

• leicht, wind- und regenbeständig<br />

• leitet Feuchtigkeit vom Körper weg,<br />

wenn es anstrengend wird<br />

• Hybridkonstruktion mit<br />

Stretcheinsätzen am Bund, im Schritt<br />

sowie an den Kniekehlen<br />

• der vorgeformte Schnitt an Knien und<br />

Gesäß bietet viel Bewegungsfreiheit<br />

PREIS (UVP): € 179,95<br />

fjallraven.at<br />

MAIER SPORTS Arenit W<br />

• hochelastische Trekkingtight für<br />

Wandern, Trekking und Co.<br />

• 4-Wege-Stretch-Material für optimale<br />

Bewegungsfreiheit<br />

• zu 79 % aus recyceltem PES-Garn<br />

• weicher Komfortbund, zwei integrierte<br />

Taschen<br />

• besonders atmungsaktives,<br />

pflegeleichtes Material<br />

• auch in Capri-Länge erhältlich<br />

PREIS (UVP): € 89,95<br />

www.maier-sports.com<br />

FOTOS: Hersteller<br />

CHILLAZ Kitzsteinhorn<br />

• 98 % Baumwolle, 2 % Elasthan<br />

• moderne Schnittführung<br />

• Materialmix aus extraleichtem Cord<br />

• besonders robustes und leichtes<br />

Stretch-Material<br />

• elastischer Bund mit Kordelzug<br />

• Handytasche und verschließbare<br />

Gesäßtasche<br />

• Chillaz steht für made in Europe und<br />

faire Arbeitsbedingungen<br />

PREIS (UVP): € 119,95<br />

www.chillaz.com<br />

MONTANE Terra Pants<br />

• mit 350 g sehr leichte Hose für<br />

Wandern, Bergsteigen und Klettern<br />

• atmungsaktiv<br />

• strapazierfähig dank Kombination aus<br />

leistungsstarkem Tactel®, das sich wie<br />

Baumwolle anfühlt, und robusten<br />

Cordura®-Ripstop-Verstärkungen<br />

• PFC-freie DWR-Imprägnierung<br />

• vorgeformte Knie<br />

• zwei Handwärmetaschen mit Meshfutter<br />

und YKK-Reißverschlüssen<br />

PREIS (UVP): € 110,–<br />

de.montane.com<br />

099


NACHHALTIGKEIT Gütesiegel<br />

100


Fair zu Mensch,<br />

Tier und Klima<br />

Gütesiegel schaffen Transparenz in Hinblick auf die<br />

Produktion von Outdoor-Bekleidung. Doch was genau<br />

garantieren sie, welche Kriterien sind welchen Gütesiegeln<br />

zuzuordnen? Und wie gehen Outdoor-Hersteller<br />

damit um? Wir haben uns umgehört. von Nicole Hofstetter<br />

MIT WEITBLICK.<br />

Nachhaltig hergestellte<br />

Outdoor-Ausrüstung, im<br />

Bild von Martini Sportswear,<br />

gibt ein besseres<br />

Gefühl. Immer mehr<br />

Menschen achten darauf.<br />

FOTO: Martini Sportswear/Andreas Schönherr<br />

mmer wieder tauchen sie<br />

Iauf: diese kleinen Zettelchen<br />

neben dem Preisschild<br />

mit Beschriftungen wie<br />

Grüner Knopf, Fair Wear<br />

Foundation oder bluesign®.<br />

Ihr Zweck ist keineswegs, für Verwirrung<br />

zu sorgen, sondern vielmehr<br />

für Aufklärung. Sie wollen informieren,<br />

unter welchen Bedingungen<br />

das Produkt, das du in den<br />

Händen hältst, hergestellt wurde<br />

oder die Marke in ihrer Gesamtheit<br />

produziert. Es sind Gütesiegel oder<br />

sogenannte Labels, die auf bestimmte<br />

nachhaltige Kriterien hinweisen,<br />

die dein neues Outdoor-Kleidungsstück<br />

erfüllt. Sie decken<br />

die unterschiedlichsten Themen<br />

ab: Diese reichen von der<br />

sozialen Verantwortung über Klimaschutz,<br />

Chemikalien und Tierwohl<br />

bis hin zum Umweltschutz.<br />

Ständiger Prozess<br />

Ein externes Gütesiegel für eine<br />

Produktlinie oder die gesamte Marke<br />

zu erhalten ist gar nicht so einfach.<br />

Oft steht ein enormer Aufwand<br />

dahinter, um die diversen Anforderungskataloge<br />

zu erfüllen.<br />

Ludwig Moz, Marketing Manager<br />

von Sportbekleidungs-Hersteller<br />

Martini Sportswear kennt den Prozess:<br />

„Erst einmal muss man sich<br />

für gewisse Siegel entscheiden, da<br />

es mittlerweile eine sehr große Anzahl<br />

davon gibt. Je nachdem für<br />

welchen Bereich ein Siegel beantragt<br />

wird, gibt es ein Interview<br />

und die Daten des Unternehmens<br />

werden aktualisiert. Manche Anbieter<br />

nehmen es sehr genau und gewissenhaft,<br />

bei anderen reichen<br />

auch Schätzwerte. Auf jeden Fall<br />

werden alle Bestandteile eines Produkts<br />

auf Herkunft, Produzenten,<br />

Inhaltsstoffe, Schadstoffe etc. geprüft.<br />

Das findet je nach Dienstleister<br />

in eigenen Laboren statt. Zum<br />

Schluss wird das Siegel gewährt –<br />

oder auch nicht.“<br />

Doch auch nach der Gewährung<br />

ist noch kein Ende in Sicht.<br />

„Als Marke muss man diese Anforderungen<br />

meist erarbeiten und Einsatz<br />

zeigen – da es in der Nachhaltigkeit<br />

kein einmaliges Umstellen<br />

ist, sondern ein andauernder Prozess“,<br />

weiß Lisa Pfeiffer, CSR-Manager<br />

Communications bei Ortovox.<br />

Bei vielen Siegeln wie der Fair<br />

Wear Foundation wird immer wieder<br />

überprüft, ob die Anforderungen<br />

noch erfüllt werden.<br />

Eigeninitiative<br />

Dass die Bestätigung der unternehmerischen<br />

ethischen Standards<br />

durch ein Gütesiegel dennoch jede<br />

Mühe wert ist, um Menschen bei<br />

einer gewissenhaften Kaufent-<br />

101


NACHHALTIGKEIT Gütesiegel<br />

Gütesiegel-Guide<br />

Fair Wear Foundation (FWF)<br />

Die Fair Wear Foundation konzentriert<br />

sich auf den europäischen<br />

Markt und zählt vor allem Bekleidungs-<br />

Marken, die im Bereich Nachhaltigkeit führend<br />

sind, zu ihren Mitgliedern. Der Fokus der gemeinnützigen<br />

Organisation liegt auf der Einhaltung<br />

von fairen Arbeitsbedingungen.<br />

www.fairwear.org<br />

Grüner Knopf<br />

Der Grüne Knopf ist ein staatliches<br />

Siegel der Bundesrepublik<br />

Deutschland für nachhaltige Textilien.<br />

Es legt besonderen Wert darauf, dass<br />

Unternehmen die Verantwortung für ihr<br />

Handeln hinsichtlich Mensch und Umwelt in<br />

der gesamten Lieferkette übernehmen – oft<br />

kein einfaches Unterfangen, da diese weit<br />

verzweigt sein kann.<br />

gruener-knopf.de<br />

OEKO-TEX® Made in Green<br />

Das Label ist an Textilien und Lederartikeln<br />

zu finden, die in umweltfreundlichen<br />

und sozialverträglichen<br />

Betrieben hergestellt wurden. Zusätzlich<br />

wird garantiert, dass das Produkt gesundheitlich<br />

unbedenklich ist. Mittels<br />

QR-Code oder Produkt-ID ist volle Transparenz<br />

bezüglich Produktionsstätten gegeben.<br />

oeko-tex.com<br />

Klimaneutral by Climate Partner<br />

Die ClimatePartner-Zertifizierung<br />

bestätigt, dass Unternehmen fünf<br />

Schritte zur Reduzierung ihres<br />

CO 2<br />

-Abdrucks unternommen haben: Carbon-Footprints<br />

berechnen, Reduktionsziele<br />

setzen, Reduktionen umsetzen, Klimaschutzprojekte<br />

finanzieren und transparent kommunizieren.<br />

Klimaneutral bedeutet nicht, ohne<br />

Emissionen zu produzieren, sondern diese zu<br />

kompensieren.<br />

climatepartner.com<br />

bluesign®<br />

Das Schweizer bluesign®-Gütesiegel<br />

erhalten Textilien, die<br />

möglichst schadstoffarm produziert wurden.<br />

Dazu werden Richtlinien für den Gebrauch<br />

von Chemikalien festgelegt und deren Einhaltung<br />

überprüft. Fünf Prinzipien werden<br />

mit einbezogen: Immissionsschutz, Gewässerschutz,<br />

Umgang mit Energie und Rohstoffen,<br />

Verbraucherschutz und Arbeitssicherheit.<br />

bluesign.com<br />

Global Organic Textile Standard (GOTS)<br />

Der Global Organic Textile Standard<br />

ist ein weltweiter Standard,<br />

der Textilien zertifiziert, die aus<br />

mindestens 70 % („made with organic materials“)<br />

oder 95 % („organic“) biologisch erzeugten<br />

Naturfasern bestehen. Außerdem<br />

müssen einige ökologische und soziale Kriterien<br />

erfüllt werden.<br />

global-standard.org<br />

Global Recycling Standard (GRS)<br />

Der GRS ist ein internationaler<br />

Produktstandard, der Anforderungen<br />

an die unabhängige Zertifizierung<br />

von Recyclingmaterialien sowie einen Mindestanteil<br />

von 50 % an recyceltem Material<br />

festlegt. Ebenfalls sind soziale und ökologische<br />

Bestimmungen in Bezug auf den Einsatz<br />

von Chemikalien zu beachten.<br />

textileexchange.org<br />

Responsible Down Standard (RDS)<br />

Der Responsible Down Standard<br />

setzt sich für das Tierwohl von Enten<br />

und Gänsen ein, deren Daunen<br />

für Textilien verwendet werden. Dazu müssen<br />

die fünf Freiheiten der Tiere – Freiheit von<br />

Hunger, Unbehagen, Schmerz, Angst und<br />

die Freiheit artgerecht zu leben – eingehalten<br />

werden. Zudem verbietet er, die Tiere lebend<br />

zu rupfen sowie Zwangsernährung.<br />

textileexchange.org<br />

Responsible Wool Standard (RWS)<br />

Der Responsible Wool Standard<br />

garantiert das Wohlergehen von<br />

Schafen. Auch hier müssen die fünf<br />

Freiheiten der Tiere gegeben sein. Zusätzlich<br />

muss der Betrieb, der die Schafe beherbergt,<br />

für ausreichend Bodengesundheit, Biodiversität<br />

und faire Arbeitsbedingungen sorgen.<br />

textileexchange.org<br />

scheidung zu unterstützen, bestätigt<br />

Outdoor-Bekleidungs-Produzent<br />

Vaude, der sich schon seit 2009, als<br />

das Bewusstsein für ökologische<br />

und soziale Aspekte von Bekleidung<br />

gerade erst im Entstehen war, intensiv<br />

damit auseinandersetzt. Da<br />

es zu dieser Zeit noch kein passendes<br />

Label gab, das auf Vaudes gesamte<br />

Produktpalette anwendbar<br />

war sowie international funktionierte,<br />

wurde ein eigenes kreiert:<br />

Vaude Green Shape. Dabei wird auf<br />

nachhaltiges Design, umweltfreundliche<br />

Materialien, verantwortungsvolle<br />

Produktion, langen<br />

Gebrauch, Recycling und Reparaturfähigkeit<br />

geachtet, so die Auskunft<br />

von Vaude. Dass dieses<br />

Brand-Owned-Label hohe Standards<br />

erfüllt, beweist die kürzlich erfolgreich<br />

bestandene Re-Zertifizierung<br />

durch das staatliche Siegel „Grüner<br />

Knopf“, das 2019 eingeführt wurde.<br />

„Wir freuen uns, dass wir von Anfang<br />

an dabei waren und bereits<br />

zum Start mit 90 Prozent der Vaude-Bekleidung<br />

die strengen Kriterien<br />

erfüllt haben“, teilt Vaude Geschäftsführerin<br />

Antje von Dewitz<br />

dazu mit. Uwe Gottschalk, Vaude-Geschäftsleiter<br />

Produkte, erklärt:<br />

„Jedes neue Vaude-Green-<br />

Shape-Produkt besteht seit der<br />

Sommerkollektion 2022 zu über 50<br />

% aus recycelten oder biobasierten<br />

Materialien. Damit sparen wir klimaschädliche<br />

Emissionen ein und<br />

unterstützen die Entwicklung einer<br />

echten Kreislaufwirtschaft.“<br />

Auch bei Ortovox finden sich<br />

zusätzlich zum „Fair Wear Foundation“-Siegel<br />

und zum „Klimaneutral<br />

by Climate Partner“-Label interne<br />

Gütesiegel wie „OWP“ (Ortovox<br />

Wool Promise für faire Wolle),<br />

„PFC-frei“, „Made in Europe“ oder<br />

„Recyceltes Polyamid/Recyceltes<br />

Polyester“, um über Bemühungen<br />

zur nachhaltigen Produktion informiert<br />

zu werden. Um den Unterschied<br />

zu unabhängigen Labeln<br />

wettzumachen, ist laut Pfeiffer jedoch<br />

eines wichtig: „Hier muss der<br />

102


Konsument der Brand vertrauen,<br />

dass sie ihre selbst gesetzten Kriterien<br />

erfüllt und die Kriterien auch<br />

den Ansprüchen gerecht werden.<br />

Diese Transparenz wird bei uns<br />

über ein Reporting sichergestellt.“<br />

Wo Gütesiegel fehlen<br />

Dass die Einführung von Brand-<br />

Owned-Label durchaus Sinn macht,<br />

da viele Bereiche nicht durch unabhängige<br />

Gütesiegel gedeckt sind,<br />

bestätigt Ludwig Moz mit Bemühungen<br />

von Martini Sportwear:<br />

„Was in Sachen Nachhaltigkeit<br />

wichtig ist, wofür es aber keine Siegel<br />

gibt, ist etwa der Verzicht auf<br />

PFC. Weiters sind die Lieferwege<br />

entscheidend. Es macht einen Unterschied,<br />

ob die Produkte aus Asien<br />

oder Europa geliefert werden.<br />

Wenn das Produkt fertig produziert<br />

ist, ist auch die Verpackung ein<br />

Faktor. Hierzu verwenden wir mitt-<br />

lerweile recycelte und recycelbare<br />

Plastikverpackungen und Hangtags.“<br />

Auch die Langlebigkeit des Produkts<br />

spielt eine zentrale Rolle, erinnert<br />

Ortovox-Expertin Lisa Pfeiffer.<br />

„Mit unserem „protACT ACA-<br />

DEMY LAB“ informieren wir zum<br />

Beispiel über reflektierten Konsum<br />

und geben Tipps und Tricks rund<br />

um Pflege und Reparatur.<br />

Zusätzlich möchten wir mit dem<br />

Blick in einen Vaude-Store – der deutsche<br />

Hersteller zählt, wie etwa auch Ortovox,<br />

im Bereich Nachhaltigkeit zu den<br />

besonders engagierten Outdoor-Brands.<br />

Ortovox- 2nd-Life-Shop reparierten<br />

Artikeln und B-Ware eine neue<br />

Chance geben. Unser Ziel ist es,<br />

eine Verhaltensänderung anzuregen:<br />

Nicht alles muss immer neu<br />

angeschafft werden.“<br />

FOTO: Vaude<br />

Volle Terminkalender, familiäre<br />

Verpflichtungen und dann noch der ganze<br />

Haushalt – und was ist mit Familienzeit?<br />

Hier können Sie sich<br />

gehen lassen!<br />

In den Bergen gibt es keine Agenda!<br />

Einfach in den Tag hineinleben? Easy, mit der JUFA Hotels<br />

Wander-Rauszeit. Je nach Lust und Laune Tourentipps,<br />

Wanderkarte und Wander-Leihausrüstung an der Rezeption<br />

abholen, die Rauszeit-Brotzeitbox am Buffet mit den<br />

Lieblingssnacks befüllen und auf geht‘s in einen erlebnisreichen<br />

Tag.<br />

Regenwetter oder müde Beine?<br />

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gemütliche Aufenthaltsräume laden zum Rasten ein.<br />

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p.P. im DZ für 2 Nächte


PERSONALITY Elisabeth Fürstaller<br />

Träume<br />

erfüllen<br />

Elisabeth Fürstaller ist Bergführerin in Heiligenblut im<br />

Kärntner Großglocknergebiet. Ein Gespräch über die<br />

Freiheit der Berge, Verantwortung des Bergführerberufs<br />

– und warum sie immer schon Bergführerin sein wollte.<br />

von Christof Domenig<br />

D<br />

ein Vater war schon<br />

Bergführer. Welche<br />

Kindheitserinnerung<br />

in Bezug auf die Berge<br />

kommt dir in den Sinn?<br />

Spontan fällt mir eine Tour auf den<br />

Ritterkopf ein, einer meiner ersten<br />

3000er. Wir waren mit dem Papa<br />

unterwegs und man hat den Gipfel<br />

gesehen, er hat so nah ausgeschaut<br />

und ich habe gedacht, jetzt sind wir<br />

gleich oben. Dabei waren wir nicht<br />

einmal bei der Hälfte. Man geht<br />

und geht und irgendwann ist man<br />

doch oben und da war ich irrsinnig<br />

stolz. Eine andere Erinnerung ist,<br />

dass, bevor der Vater aufgebrochen<br />

ist, die Bergsachen immer so schön<br />

aufgebreitet gelegen sind, die Mannerschnitten<br />

zwischendrin. Dann<br />

war er wieder weg. Wenn er wieder<br />

heimgekommen ist, habe ich mich<br />

riesig gefreut, weil ich gewusst<br />

habe: Jetzt bin ich wieder dran,<br />

jetzt kann ich mit ihm gehen.<br />

Wann und wie hast du deine Liebe zu<br />

den Bergen richtig entdeckt?<br />

Das ist mit dem Vater einhergegangen.<br />

Wir waren fünf Geschwister<br />

auf einem Bergbauernhof, waren<br />

von dem her immer in Bewegung,<br />

sind als Kinder schon geschickt<br />

worden, nach den Tieren zu schauen.<br />

Meistens sind wir zu dritt gegangen,<br />

meine zwei älteren Schwestern<br />

und ich, damit wir aufeinander<br />

aufpassen. Zwischen 8 und 10 Jahren<br />

war ich so oft schon den ganzen<br />

Tag in den Bergen unterwegs. Das<br />

Größte war immer, auf einen Berg<br />

raufzukommen, später dann auch<br />

das Klettern, zu dem mich der Vater<br />

auch immer mitgenommen hat.<br />

Der Entschluss, die Ausbildung zur<br />

Bergführerin zu machen, kam wann?<br />

So weit ich zurückdenken kann,<br />

wollte ich immer Bergführerin<br />

werden. Mein Vater hat sehr früh<br />

mit seinem Bruder zusammen bei<br />

uns daheim in Taxenbach eine Alpinschule<br />

gegründet und da habe<br />

ich schon sehr viel geholfen. Von<br />

klein auf wollte ich immer gleich<br />

cool sein wie mein Vater und das<br />

Gleiche machen wie er.<br />

Was ist das Schöne am Bergführersein<br />

– dort unterwegs sein zu können,<br />

wo man gern ist? Oder ist es das<br />

Zwischenmenschliche?<br />

Sicher beides. Irgendwo erfüllt man<br />

sich selber Träume. Dass man unterwegs<br />

sein kann und auf Berge<br />

kommt, die man privat vielleicht<br />

nicht ansteuern würde. Die Bewegung<br />

– ohne Bewegung würde ich<br />

ZUR PERSON<br />

Elisabeth Fürstaller<br />

ist 43, stammt aus Taxenbach<br />

in Salzburg, seit 23 Jahren ist<br />

sie in Heiligenblut in Kärnten<br />

zu Hause. Als staatl. gepr.<br />

Bergführerin (eine von wenigen<br />

Frauen) ist sie auch Mitglied der<br />

Heiligenbluter Bergführer.<br />

FOTO: Elisabeth Fürstaller<br />

104


FOTO: Lavaredo Ultratrail/Hendrik Aufm‘Kolk<br />

105


PERSONALITY Elisabeth Fürstaller<br />

mich fühlen wie ein eingesperrter<br />

Vogel, der in seinem Käfig verhungert.<br />

Und den Gästen kann man das<br />

geben, was man sich selber wünscht<br />

– man erfüllt ihnen einen Traum.<br />

Das ist ein schönes Gefühl.<br />

Dein Gebiet ist der Großglockner<br />

von Heiligenblut aus. Hat die Region<br />

für dich etwas Besonderes – oder hat<br />

sich das einfach ergeben?<br />

Es hat sich von der Kindheit aus<br />

schon irgendwie ergeben, weil meine<br />

Mutter oft gesagt hat, der Vater<br />

ist am Großglockner unterwegs. Sobald<br />

ich meinen Radführerschein<br />

hatte, bin ich von Taxenbach aus<br />

mit dem Rad zum Glockner hingeradelt,<br />

das Käfertal rein. Das gehört<br />

überhaupt stark zu meiner<br />

Kindheit dazu. 2000 bin ich nach<br />

Kärnten gezogen und habe den<br />

Glockner von der Kärntner Seite<br />

kennengelernt. Irgendwie ist er von<br />

beiden Seiten Heimat. Die Salzburger<br />

Heimat habe ich ja aufgegeben,<br />

erhalten geblieben ist sie mir über<br />

den Großglockner und die Region,<br />

die Grenzberge. Ich bin auch irrsinnig<br />

gern Mitglied beim Verein der<br />

Heiligenbluter Bergführer, wofür<br />

extra die Statuten geändert wurden,<br />

um als „Externe“ aufgenommen<br />

zu werden.<br />

Wie oft warst du schon am Glocknergipfel<br />

– oder bist pro Saison oben?<br />

Mitgezählt habe ich nicht. Zwischen<br />

30 und 60 mal pro Sommersaison.<br />

Heuer werde ich wieder sehr viel<br />

oben sein.<br />

Freiheitsliebend – ein Leben ohne Draußen<br />

könnte sich Elisabeth nicht vorstellen.<br />

Schon früh erkennbar: das Bergführer-Gen.<br />

terzug zum Beispiel, der gelingt. Es<br />

kann aber auch die Wetterlage sein.<br />

Und gibt es diese speziellen Momente<br />

auch mit Gästen unterwegs oder<br />

eher privat auf Tour?<br />

Die gibt es immer. Ich würde da<br />

keinen Unterschied sehen. Ein großer<br />

Unterschied von privaten<br />

Bergtouren zum Führen ist natürlich,<br />

dass du eine ganz andere Verantwortung<br />

zu tragen hast. Die Zielsetzung<br />

ist natürlich eine andere:<br />

Beim Führen geht es nicht um meine<br />

Ziele, sondern darum, die Gäste<br />

FOTOS: Elisabeth Fürstaller<br />

Wenn man so viel beruflich in den<br />

Bergen unterwegs ist – gibt es die<br />

besonderen Momente da noch?<br />

Auf jeden Fall. Die gibt es immer.<br />

Entweder weil man sich selber anstrengt<br />

und etwas erreicht oder<br />

weil es einfach ist, wie es gerade<br />

ist. Ob beim Bergsteigen, mit den<br />

Skiern unterwegs oder beim Klettern<br />

– es gibt einfach diese Augenblicke,<br />

die bleiben dir voll in Erinnerung.<br />

Ein superspezieller Kletso<br />

gut wie möglich zu unterstützen,<br />

dass sie ihr Ziel erreichen. Aber<br />

das Bergsteigen selber macht mit<br />

Gästen genauso Freude und Spaß<br />

und ich bin genauso gefordert.<br />

Was muss jemand haben, damit du<br />

gern mit ihm oder ihr unterwegs<br />

bist?<br />

Auf privaten Touren: Eigenverantwortung<br />

tragen, Verantwortungsbewusstsein<br />

haben. Eine Bergpartnerschaft<br />

ergibt sich im Lauf der Zeit,<br />

irgendwann versteht man sich ohne<br />

große Worte. Gerade beim Klettern<br />

und wenn es technischer wird, verlässt<br />

man sich auf einen Partner,<br />

dem kann man blind vertrauen.<br />

Speziell beim Klettern redet man<br />

oft gar nicht mehr viel miteinander,<br />

weil man alles übers Seil spürt.<br />

Wie siehst du das Thema Eigenverantwortung<br />

bei Gästen?<br />

Bis zu einem gewissen Punkt dürfen<br />

sie die Verantwortung abgeben,<br />

deswegen nimmt man sich auch einen<br />

Bergführer. Eigenverantwortung<br />

ist dennoch nötig und fängt<br />

schon dort an, zu wissen, worauf sie<br />

sich einlassen, wenn sie sich zu einer<br />

Tour entschließen.<br />

Deine Tochter ist sieben – was versuchst<br />

du ihr in Bezug auf Natur und<br />

Berge zu vermitteln?<br />

Achtsam mit der Natur umzugehen<br />

und sie zu schätzen. Auch zu schätzen,<br />

dass man selber fähig ist, sich<br />

draußen zu bewegen. Dass man den<br />

ersten Schritt machen kann und sagen,<br />

ich will da jetzt rauf, und auch,<br />

dass man nicht gleich aufgibt, sondern<br />

dranbleibt. Das lebt sie schon<br />

– sie hat volle Freude, wenn sie sich<br />

bewegen kann und draußen sein<br />

kann. Ich hab noch zwei mittlerweile<br />

erwachsene Söhne, die ab der Pubertät<br />

ganz andere Interesse hatten.<br />

Beide leben mittlerweile in<br />

Deutschland und entdecken das alles<br />

wieder, haben echt Sehnsucht<br />

nach den Bergen, der Freiheit und<br />

Schönheit, die wir hier haben.<br />

106


PRIMAVERA<br />

Aktiv und fit mit Pflanzenkraft<br />

Die Aktivwohl-Linie von PRIMAVERA unterstützt Sportbegeisterte dabei,<br />

fit und aktiv durch den sportlichen Alltag zu kommen<br />

ANZEIGE/FOTOS: Primavera Life GmbH<br />

Bio-Pflanzenkraft trifft auf Sport & Abenteuer:<br />

die Aktivwohl Linie von PRIMAVERA.<br />

Aktivwohl Muskelwohl Pflegeöl bio<br />

Dieses Pflegeöl ist ideal für eine<br />

wohltuende Kurzmassage nach dem<br />

Sport geeignet: Wertvolles Bio Arnika-<br />

und Bio Johanniskrautöl pflegen<br />

die Haut nach körperlichen Aktivitäten<br />

und unterstützen in Massagen<br />

die Muskelentspannung. Naturrei-<br />

W<br />

irksame naturreine<br />

Bio-Pflanzenkraft<br />

trifft<br />

auf Sport und<br />

Abenteuer. In<br />

der Produktlinie Aktivwohl von<br />

PRIMAVERA entstehen aus wertvollen<br />

Bio Pflegeölen und Bio Pflanzenwässern<br />

sowie ausgewählten<br />

ätherischen Ölen vier gleichermaßen<br />

pflegende wie wirksame aromatherapeutische<br />

Produkte für bewegungsfreudige<br />

Menschen.<br />

Aktivwohl Sport Gel<br />

Eine Massage mit diesem frisch<br />

krautig duftenden Gel hilft, beanspruchte<br />

Bänder und Sehnen nach<br />

Überanstrengung oder Fehlbelastung<br />

zu lockern. Während der Duft<br />

von Zeder bio die Sinne erdet, entspannt<br />

die wirksame Mischung der<br />

ätherischen Öle Cajeput extra und<br />

Eukalyptus globulus die Haut und<br />

wirkt lindernd. Aloe Vera in<br />

Bio-Qualität kühlt und pflegt.<br />

Aktivwohl Cooling Sport Spray bio<br />

Das Cooling Sport Spray bio verschafft<br />

gereizter Haut bei Schwellungen<br />

und Spannungen schnell und<br />

unkompliziert Linderung: Biologisches<br />

Pfefferminzwasser hinterlässt<br />

ein angenehmes, belebendes<br />

Frischegefühl auf der Haut. Die<br />

Komposition aus ätherischen Ölen<br />

der Ackerminze bio, Orange bio<br />

und Rosmarin Campher bio kühlt<br />

und beruhigt die Haut.<br />

nes ätherisches Wintergrünöl wirkt<br />

lindernd, Latschenkiefer bio wirkt<br />

vitalisierend und Pfeffer bio wirkt<br />

in Massagemischungen unterstützend<br />

für die Durchblutung der Haut.<br />

Gelenkwohl Einreibung bio<br />

Mobilisierende Massagen mit der<br />

Gelenkwohl Einreibung bio können<br />

bei belasteten Gelenken helfen,<br />

wieder mehr Beweglichkeit zu aktivieren:<br />

Die Einreibung pflegt die<br />

Haut mit Johanniskrautöl und belebt<br />

die Sinne. Wintergrün-, Thymian-<br />

und Rosmarinöl vollenden die<br />

Komposition.<br />

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107


AMP<br />

Das Angebot:<br />

4 Tage/3 Nächte im<br />

4*S-Hotel, inklusive<br />

geführte Wandertouren<br />

in unterschiedlichen<br />

Schwierigkeitsgraden,<br />

€ 559,–<br />

Hier geht’s zur<br />

Anmeldung<br />

UNTERKUNFT<br />

Das Falkensteiner Hotel<br />

& Spa Carinzia wird im<br />

Sommer <strong>2023</strong> zum 4*-Superior-Hotel<br />

umgebaut.<br />

www.falkensteiner.com/<br />

hotel-spa-carinzia<br />

108


Falkensteiner Hotel & Spa Carinzia, NLW Tourismus und <strong>SPORTaktiv</strong> laden ein ins Herbstwandercamp<br />

Herrlicher<br />

Herbst!<br />

E<br />

ntspannt<br />

ANMELDUNG<br />

Falkensteiner Hotel & Spa Carinzia 4S<br />

Tröpolach 156, 9631 Hermagor/Nassfeld<br />

Kennwort: <strong>SPORTaktiv</strong>-Herbstwandercamp<br />

Mail: reservations.carinzia@falkensteiner.com<br />

T. +43 5099 1180 18<br />

LEISTUNGEN<br />

• 3 Übernachtungen inkl. Halbpension Plus<br />

mit Aktiv-Mittags-/Nachmittags-Tisch im<br />

4S Falkensteiner Hotel & Spa<br />

• 3 geführte Wandertouren in<br />

unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden<br />

(Touren abhängig vom Wetter)<br />

• uneingeschränkte Nutzung aller Angebote<br />

des Falkensteiner Hotels & Spa Carinzia<br />

inklusive 2400 m 2 großem Acquapura<br />

SPA, Aktiv- und Sport Programm sowie<br />

Aktiv-Kulinarik<br />

• Preis pro Person (zzgl. Ortstaxe):<br />

im DZ: € 559,–<br />

durch den goldenen<br />

Herbst wandern, professionell<br />

geführt die Bergwelt<br />

rund um das Kärntner<br />

Nassfeld genießen und abends im<br />

frisch eröffneten 4*-Superior-Falkensteiner<br />

Hotel & Spa Carinzia relaxen.<br />

Klingt fein? Dann bist du<br />

hier genau richtig: Falkensteiner,<br />

die zur World of Mountain and<br />

Lakes vereinte Region Nassfeld/<br />

Lesachtal/Weissensee und <strong>SPORTaktiv</strong><br />

laden alle Wanderhungrigen<br />

zum Herbstwandercamp von 21. bis<br />

24. September <strong>2023</strong> ein. Die Kärntner<br />

Region mit ihrer Bilderbuchlandschaft<br />

und Nachbarschaft zu<br />

Italien ist ein wahres Naturparadies<br />

zwischen den mächtigen Gipfeln<br />

der Karnischen und Gailtaler<br />

Alpen. Dazwischen verstecken sich<br />

charmante Dörfer und idyllische<br />

Badeseen wie Pressegger See oder<br />

Weißensee. Fügt man dem noch unzählige<br />

Sonnenstunden, unberührte<br />

Fauna und Flora sowie frische Bergluft<br />

hinzu, erhält man die perfekten<br />

Zutaten für einen relaxten Aktivurlaub.<br />

Das Falkensteiner Hotel & Resort<br />

Carinzia (wieder)eröffnet kurz<br />

vor Campbeginn seine Pforten als<br />

4*-Superior-Betrieb, weiß mit 2400<br />

m 2 großem SPA, umfassendem Aktiv-<br />

und Sport-Programm sowie<br />

Aktiv-Kulinarik zu begeistern. Die<br />

ortskundigen Guides suchen je<br />

nach Gruppen und Wetter drei<br />

leichte bis durchaus anspruchsvolle,<br />

stets jedoch eindrucksvolle Touren<br />

aus und begleiten euch unterwegs.<br />

So geht sorglos Wandern!<br />

Neugierig? Dann sichere dir<br />

jetzt einen der 25 Campplätze!<br />

FOTOS: Nassfeld/Martin Lugger, Falkensteiner Carinzia Hotel<br />

Herbstwandercamp<br />

im Falkensteiner<br />

Hotel & Spa Carinzia<br />

TERMIN<br />

21. bis 24. September <strong>2023</strong><br />

PROGRAMM<br />

Donnerstag<br />

Anreise, Zeit zum Nutzen von SPA und<br />

Hotelangebot im Falkensteiner Hotel & Spa<br />

Carinzia, gemeinsames Abendessen und<br />

Kennenlernen; Übernachtung<br />

Freitag<br />

Gruppeneinteilung; leichte bis mittelschwere<br />

Tour (5–10 km / 400–600 hm); Abendessen<br />

und Übernachtung<br />

Samstag<br />

leichte bis schwere Tour je nach Wetter und<br />

Gruppe ( 5–13 km / 400–700 hm);<br />

gemeinsamer Ausklang inkl. Abendessen<br />

und Übernachtung<br />

Sonntag<br />

leichte bis mittelschwere Tour je nach Wetter<br />

und Gruppe (5–10 km / 400–600 hm);<br />

individuelle Abfahrt ab ca. 14.00 Uhr<br />

ZIELGRUPPE<br />

Wanderer mit sicherem Tritt und ausreichend<br />

Kondition für Touren mit 400 bis 700<br />

Höhenmeter<br />

TEILNEHMER<br />

max. 25 Personen<br />

GOODIES<br />

• 1 x FJÄLLRÄVEN Abisko Midsummer Belt<br />

• 1 x VAUDE First Aid Kit S<br />

• 1 x Peeroton-Nahrungs ergänzungs paket*<br />

* Symbolfoto, tatsächliche Produkte können variieren<br />

PARTNER


BOA<br />

Next Level Trailrunning<br />

BOA® und La Sportiva schlagen mit einfacher individueller Anpassbarkeit und<br />

perfektem Sitz das nächste Kapitel im Trailrunning auf.<br />

ANZEIGE / FOTOS: La Sportiva; Damiano Levati / Storyteller-Labs<br />

B<br />

OA Technology und La<br />

Sportiva gehen den<br />

nächsten Schritt im<br />

Trailrunning. Angespornt<br />

von La Sportivas<br />

erfolgreichen Cyklon Trailrunningschuhen<br />

mit dem BOA ® Fit System<br />

haben sich die langjährigen<br />

Markenpartner erneut zusammengetan,<br />

um ihr viertes gemeinsames<br />

Trailmodell zu entwickeln: den La<br />

Sportiva Jackal II BOA.<br />

Ultralangstreckenläufer überqueren<br />

technische Grate und meistern<br />

die Berge in hohem Tempo,<br />

bergauf wie bergab. Für die Performance<br />

und Sicherheit auf den<br />

härtesten Trails müssen die Schuhe<br />

exakt passen, sicheren Halt geben<br />

und Grip bieten. Genau hier kommt<br />

das BOA ® Fit System ins Spiel.<br />

Durch umfassende Tests im BOA<br />

Performance Fit Lab konnte wis-<br />

BOA®-Benefits<br />

1 DIALED IN<br />

Perfekt eingestellt – BOA Dual Dial<br />

ermöglich eine zonale Anpassung<br />

für einen präzisen Fit.<br />

2 LOCKED IN<br />

Fest umschlossen – PerformFit TM<br />

Wrap erhöht die Laufgeschwindigkeit<br />

und Stabilität – wissenschaftlich<br />

erwiesen<br />

CONFIDENT<br />

Zuverlässig – performt selber unter<br />

härtesten Bedingungen.<br />

senschaftlich nachgewiesen werden,<br />

dass der PerformFit Wrap<br />

(siehe Grafik) die sportliche Leistungsfähigkeit<br />

von Athleten steigert.<br />

Der La Sportiva Jackal II ist<br />

mit zwei L6-Drehverschlüssen und<br />

dem TX6-Textilseil der neuesten<br />

Generation ausgestattet – für eine<br />

maßgeschneiderte Passform, die<br />

über zwei unterschiedliche Zonen<br />

am Fuß fein regulierbar ist. Übrigens:<br />

Auf alle BOA® Drehverschlüsse<br />

und Seile gilt eine Garantie<br />

für die Lebensdauer des Produkts,<br />

in das sie integriert sind.<br />

Mehr Infos unter:<br />

www.boafit.com<br />

110


GROSSGLOCKNER<br />

ALPEN<br />

Heiligenblut<br />

Mallnitz<br />

Gmünd<br />

Seeboden<br />

Bad Kleinkirchheim<br />

Millstätter See<br />

Ossiacher See<br />

Villach<br />

Velden<br />

Faaker See<br />

Wörthersee<br />

Tarvisio<br />

Kranjska Gora<br />

Bovec<br />

Tolmin<br />

Cividale<br />

Goriška Brda<br />

Gradisca d’Isonzo<br />

Duino<br />

ADRIA<br />

Lipica<br />

Muggia / Trieste<br />

JETZT<br />

INDIVIDUELLE<br />

WANDER-<br />

ANGEBOTE<br />

SICHERN*<br />

Alpe-Adria-Trail: Wandern im Garten Eden.<br />

Vom Gletscher bis zum Meer auf einem einzigartigen Weitwanderweg, der Ihnen eine der schönsten und vielfältigsten Landschaften der<br />

Erde eröffnet: Den Alpen-Adria-Raum! Wo auf 750 km drei Kulturen zu einem einzigartigen Wandererlebnis verschmelzen. Bei geselligen<br />

Gastgebern die köstliche Alpen-Adria-Küche genießen und sich ausruhen für die nächste Etappe. Ganz ohne Ballast des Alltages.<br />

Denn darum kümmert sich das Alpe-Adria-Trail-Buchungscenter.<br />

*Alle Angebote auf<br />

alpe-adria-trail.com


SERVICE Navigation und Orientierung<br />

Wohin des<br />

Weges?<br />

Mit<br />

welchen technischen Helferlein<br />

man sich am besten am Berg<br />

orientiert und weshalb das eigene<br />

Auge und die Erfahrung immer die<br />

besten Berater in der Wegfindung<br />

sein sollten.<br />

von Lukas Schnitzer<br />

112


QUO VADIS? Um am Berg<br />

oder in der Natur sicher von<br />

A nach B zu gelangen, helfen<br />

Karten – blind darauf vertrauen<br />

sollte man aber dennoch nicht.<br />

FOTO: Getty Images<br />

113


SERVICE Navigation und Orientierung<br />

Die Tour ist bis ins<br />

letzte Detail geplant,<br />

sämtliche Mitstreiter<br />

sind bereit und das<br />

Wetter zeigt keinerlei<br />

Anstalten instabil<br />

oder gar unwirtlich zu werden. Beste<br />

Voraussetzungen also, um eine paar<br />

entspannte Stunden, einen epischen<br />

Tag oder gar ein paar abenteuerliche<br />

Tage zwischen Wäldern und Almen,<br />

Gipfeln und Steilwänden zu verbringen.<br />

Wie wird es dem legendären<br />

John Muir so herrlich in den Mund<br />

gelegt: the mountains are calling,<br />

and I must go. Damit unterwegs aber<br />

auch alles „nach Plan“ funktioniert,<br />

gilt es sich gerade auf größeren Touren<br />

oder weniger begangenen, dünn<br />

beschilderten Routen unterwegs geschickt<br />

durch die Berge zu navigieren.<br />

Wie und womit dies am besten<br />

gelingt und worauf es in der alpinen<br />

Wegfindung sonst noch so zu achten<br />

gilt, darüber haben wir uns für euch<br />

ausführlich mit dem Bergführer und<br />

Bergführer-Ausbildner Michael<br />

Mautz unterhalten.<br />

Bei guter Sicht sollte<br />

man sich das Gelände<br />

gut ansehen und<br />

selbst entscheiden,<br />

wo der sicherste<br />

Weg entlangführt.<br />

Orientierung im Gelände<br />

Grundsätzlich, so betont es der erfahrene<br />

Alpinist und Bergführer<br />

mehrfach, gibt es keine Karte, egal<br />

ob analog oder digital, die dem eigenen<br />

Auge überlegen ist. Soll heißen:<br />

Bei guter Sicht sollte man sich das<br />

Gelände gut ansehen und selbst entscheiden,<br />

wo der beste/sicherste<br />

Weg entlangführt. GPS-Tracks, egal<br />

ob am Handgelenk, in der Handy-<br />

App oder am Outdoor-GPS angezeigt,<br />

müssen nicht immer zu 100 % stimmen,<br />

können vielleicht falsch aufgezeichnet<br />

sein oder ein ausgetretener<br />

und gut sichtbarer Pfad wurde durch<br />

einen Hangrutsch oder eine Lawine<br />

im Winter zerstört und führt jetzt<br />

anderswo weiter. In solchen Situationen,<br />

oder um hier vielleicht auch<br />

eine kleine Exkursion zu winterlichen<br />

Bedingungen zu machen, etwa<br />

bei Schneefeldquerungen, gilt es das<br />

Gelände selbst zu beurteilen, die<br />

Marschrichtung grob abzuschätzen<br />

und dann die beste Route zu finden,<br />

auch wenn diese mal vom Track abweicht.<br />

Gerade dort, wo kein echter<br />

Weg ersichtlich ist, sollte man nicht<br />

stur den Tracks folgen, sondern seinen<br />

Weg dort anlegen, wo es logisch<br />

erscheint. Vor allem bei Schneelage<br />

ändert sich die Routenwahl je nach<br />

Bedingungen oft von Tag zu Tag.<br />

Während man im Auto-Navi oft den<br />

Hinweis bekommt, dass die Straßenverkehrsordnung<br />

über den Anweisungen<br />

der Elektronik steht, so gilt<br />

es draußen am Berg, die Linie am<br />

Display nochmals kritischer zu hinterfragen.<br />

Zieht Nebel auf oder die<br />

Sicht verschlechtert sich auf andere<br />

Weise, schlägt dann natürlich die<br />

Stunde der GPS-Tracks, da sie gerade<br />

hier eine sehr große Stütze sind,<br />

um den grundsätzlichen Weg und die<br />

Richtung beizubehalten.<br />

FOTO: Getty Images<br />

Moderne Smartphones und ihre diversen Navigations-Apps bieten eine<br />

ausgezeichnete Möglichkeit um sich am Berg zu orientieren.<br />

Die analoge Karte<br />

Oldie but goldie – für Michael Mautz<br />

ist die analoge Karte, am besten im<br />

Maßstab 1:25.000, noch immer ein<br />

sehr wichtiges Ausrüstungstool und<br />

nach wie vor „up do date“. Einerseits<br />

in der Planung vorab, aber auch zur<br />

Orientierung am Berg. Der konstante<br />

Maßstab und die Größe der Karte<br />

ermöglichen einfach eine bessere<br />

Übersicht als kleine Handgeräte<br />

oder Smartphone-Apps, auf denen<br />

man ständig zoomt und scrollt. „Auf<br />

der Karte weiß ich immer: 1 cm sind<br />

250 m, ich sehe das große Ganze.<br />

Was ich damit meine: Ein Kumpel<br />

von mir hatte im Vorjahr am iPad<br />

eine Tour in Norwegen geplant und<br />

dabei ein vermeintlich kurzes Seeufer<br />

übersehen, da er zu sehr eingezoomt<br />

war. Auf der physischen Karte<br />

hätte man die Größe des Sees sofort<br />

gesehen“, erklärt der Kärntner.<br />

Nachteil der analogen Welt ist die<br />

114


INSPIRED BY NATURE<br />

PERFECTED BY WOOL<br />

In Wolle gepackt – die PEAK Rucksack-Serie ist die<br />

weltweit erste mit 360° SWISSWOOL an allen Kontaktpunkten.<br />

Für noch mehr Komfort auf Hochtour.<br />

NATÜRLICH | KOMFORTABEL | TECHNISCH


SERVICE Navigation und Orientierung<br />

eigene Standortbestimmung unterwegs:<br />

Hier braucht es Erfahrung<br />

oder einen kurzen Blick auf einen<br />

digitalen Helfer.<br />

Apps und Handgeräte<br />

Neben der physischen Karte als<br />

Back up im Rucksack greift Michael<br />

Mautz wie auch viele seiner Kollegen<br />

während der Tour sehr gerne<br />

auf Handy-Apps wie FATMAP, Bergfex,<br />

Outdooractive und Co. zurück.<br />

„Mittlerweile“, so seine Einschätzung,<br />

„funktionieren alle diese Handy-Apps<br />

sehr gut, natürlich mit ihren<br />

jeweiligen Stärken und Schwächen.“<br />

Der Knackpunkt in der Nutzung<br />

der Apps liegt für ihn in der<br />

Routine des Nutzers. Man sollte sich<br />

mit der digitalen Karte, der Darstellung,<br />

der Bedienung und den Funktionen<br />

intensiv auseinandersetzen, um<br />

auf einen Blick Pfade von Straßen<br />

und Steige von Höhenschichtlinien<br />

zu unterscheiden und nicht an jeder<br />

Weggabelung ins Straucheln zu geraten.<br />

„Hier hat jede App ihre Eigenheiten,<br />

mit denen sollte man sich unbedingt<br />

vertraut machen“, erklärt<br />

Michael Mautz.<br />

Was für den Bergführer im Vergleich<br />

zu anderen digitalen Systemen<br />

ebenfalls für die Apps spricht,<br />

ist die Tatsache, dass sie immer dabei<br />

sind. Egal ob auf Skitour, auf<br />

Hochtour, beim Wandern in den Voralpen<br />

oder am Klettersteig – das<br />

Smartphone gehört zur absoluten<br />

Mindestausrüstung am Berg. Dieses<br />

Tool dann neben der Fotografie und<br />

Kommunikation auch zur Navigation<br />

zu nutzen, ist eigentlich nur logisch.<br />

Ob der nicht zu vernachlässigenden<br />

Rolle bei Notrufen sollte man nur<br />

auf den Akku achten – hier kann eine<br />

Powerbank nicht schaden.<br />

Outdoor-GPS-Geräte sieht der<br />

Bergführer als echte Spezialisten,<br />

die nur den Zweck der Navigation<br />

erfüllen. Verglichen mit Smartphones<br />

oder auch Fahrradcomputern<br />

haben sie für ihn in den letzten Jahren<br />

allerdings vor allem in der Bedienbarkeit<br />

stark an Boden verloren,<br />

Wohin des Weges? Wer sich vorab über die Orientierung Gedanken macht, ist klar im Vorteil.<br />

wirken im Verhältnis zu Apps deutlich<br />

komplizierter und hinken auch<br />

beim Display hinterher. Dafür lassen<br />

sich viele der Geräte auch mit normalen<br />

AA-Batterien betreiben, was<br />

gerade in der Kälte (hier sind klassische<br />

Batterien den Handy-Akkus<br />

überlegen) ein Pluspunkt sein kann.<br />

Für kurze Strecken sieht Michael<br />

Mautz hier die Apps im Vorteil, auf<br />

langen Passagen mit schlechter<br />

Sicht und entsprechend intensiver<br />

GPS-Nutzung greift auch der Bergführer<br />

zum Outdoor-GPS, das er auf<br />

mehrtägigen Touren und Durchquerungen<br />

gerne als Backup im Rucksack<br />

mit sich trägt. Für Tagestouren,<br />

auf denen man bei widrigen Bedingungen<br />

auch einfach umkehren<br />

kann, empfindet er Handy-Apps als<br />

ausreichend.<br />

Helferlein am Handgelenk<br />

Immer größerer Beliebtheit erfreuen<br />

sich auch Uhren mit Navigationsfunktion.<br />

Diese reicht von der rudimentären<br />

Brotkrümel-Navigation bis<br />

hin zu gut aufgelösten digitalen<br />

Farbkarten. Bei seinen geführten<br />

Touren kommt Michael Mautz über<br />

seine Gäste immer wieder damit in<br />

Berührung und auch unter seinen<br />

Bergführer-Aspiranten sind sie ein<br />

beliebtes Tool. Vor allem bei den<br />

Farbkarten, so seine Erfahrung, sind<br />

die Nutzer durch die Bank zufrieden.<br />

Er selbst sieht die Stärken dabei<br />

weniger in der Navigation von<br />

Punkt zu Punkt, sondern eher darin,<br />

frühzeitig darauf aufmerksam zu<br />

werden, sollte man zu weit von der<br />

Route abkommen. Die Uhren können<br />

auch dabei helfen, den Standpunkt<br />

auf einer physischen Karte<br />

leichter auszumachen. Ebenso nützlich<br />

– und das kann auch der Schreiber<br />

dieser Zeilen aus eigener Erfahrung<br />

bestätigen – sind die sogenannten<br />

Trackback- oder Routeback-<br />

Funktionen. Schlägt das Wetter um<br />

oder zieht Nebel ein, lässt sich hiermit<br />

der bisher aufgezeichnete Weg<br />

sehr gut bis zum Ausgangspunkt zurückverfolgen.<br />

DER EXPERTE<br />

Michael Mautz<br />

Der Wolfsberger ist erfahrener Bergführer,<br />

bildet mittlerweile selbst junge<br />

Bergführer aus und verbringt im Sommer<br />

wie Winter viel Zeit mit sämtlichen<br />

Spielarten des Bergsports.<br />

www.michael-mautz.com<br />

FOTO: Getty Images<br />

116


6<br />

Top 6 Navigation<br />

FREYTAG & BERNDT<br />

Wanderkarte<br />

Wander-, Rad- und Freizeitkarte<br />

Beispiel „Kitzbühel – Kaisergebirge<br />

– Kufstein“ Maßstab 1:50.000<br />

• mit Infoguide GPX-Tracks<br />

wasserfest und reißfest „freytag<br />

& berndt“-Wanderkarten sind dank<br />

der detaillierten digitalen Kartografie<br />

und der genauen Maßstäbe ideale<br />

Begleiter beim Wandern, Bergsteigen<br />

und auf Skitouren<br />

sie werden regelmäßig überarbeitet<br />

PREIS (UVP): € 12,90<br />

www.freytagberndt.com<br />

GARMIN GPSMAP 67i<br />

GPS-Profi-Handgerät mit inReach®-<br />

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117


TOURISMUS Klettersteige<br />

Rassige<br />

Steige<br />

Klettersteige eröffnen viele neue<br />

Perspektiven in den Bergen, sollten jedoch<br />

nur mit großem Verantwortungsbewusstsein<br />

in Angriff genommen<br />

werden. Dann kann der Erlebnisfaktor<br />

ebenso groß sein. von Christof Domenig<br />

118


HÖHE SPÜREN.<br />

Auf der Seilbrücke am<br />

Däumling-Klettersteig am<br />

Kärntner Nassfeld.<br />

FOTO: Nassfeld/Klaus Herzog<br />

A<br />

lex Huber kennt<br />

man als Freerider.<br />

In seiner<br />

Kärntner Heimat<br />

Nassfeld bietet er<br />

mit seiner Sportschule<br />

im Sommer unter anderem<br />

geführte Klettersteigtouren an –<br />

Freeriden und Klettersteiggehen<br />

findet er in mancherlei Hinsicht<br />

vergleichbar: „Durch die breiteren<br />

Ski und die dadurch leichtere Technik<br />

ist Freeriden für die Masse zugänglich<br />

geworden. Klettersteige<br />

ermöglichen es ebenfalls einer<br />

breiteren Gruppe von Sportlern,<br />

sich in einem Gelände zu bewegen,<br />

das sonst nur einer sehr kleinen<br />

Gruppe zugänglich wäre.“ Michael<br />

Gabl von „Climbers Paradise“ beschreibt<br />

den Reiz des Klettersteiggehens<br />

so: „Es ist einerseits der<br />

Übergang zwischen Bergwandern<br />

und Klettern. Auf der anderen Seite<br />

kann es für begeisterte Sportkletterer<br />

auch einmal ein Erlebnis sein,<br />

einen rassigen Steig zu gehen, der<br />

anspruchsvoll ist: Das Erlebnis, einmal<br />

100 Meter Luft unterm Hintern<br />

zu haben, hat der Sportkletterer ja<br />

sonst nicht.“<br />

Klettersteiggehen ist auch als<br />

Aktivität im Urlaub gefragt, weiß<br />

Huber. „Wir haben vor Ort einen<br />

Hochseilgarten, der immer gut besucht<br />

ist; aber danach wollen die<br />

Leute mehr: mehr Höhe, mehr Action,<br />

mehr Herausforderung. Das<br />

sind meistens die Gäste, die dann<br />

auch auf einen Klettersteig gehen.“<br />

Noch eine Parallele zum Freeriden:<br />

Es ist am Klettersteig essenziell<br />

zu wissen, was man tut. Mit einem<br />

Klettersteigkurs in die Sportart<br />

einzusteigen, empfehlen Gabl<br />

wie Huber ausdrücklich. „Vor allem<br />

beim ersten Mal die richtige Technik<br />

zu lernen, sich einer geführten<br />

Tour anzuschließen oder einen Privatguide<br />

zu nehmen, ist absolut<br />

zielführend. Auch die Ausrüstung<br />

wird dabei kontrolliert. Das ein-<br />

119


TOURISMUS Klettersteige<br />

FOTO: Julian Alps/Janko Humar<br />

Auf dem Jeseniška-Steig in den Julischen Alpen in Slowenien.<br />

oder zwei Mal zu machen, würde<br />

ich allen empfehlen, die vorhaben,<br />

öfters auf Klettersteigen zu gehen.<br />

In Sachen Sicherheit ist ein Kurs<br />

ein riesiger Sprung nach vorne“,<br />

sagt Alex Huber.<br />

Was sind Basics, die etwa in einem<br />

Kurs von Huber und Team vermittelt<br />

werden? Einmal das richtige<br />

Material und das beginnt schon mit<br />

der Schuhwahl. Es geht weiter mit<br />

der richtigen Tourenplanung, etwa<br />

den Zu- und Abstieg einzuschätzen<br />

und darüber Bescheid zu wissen,<br />

was im Rucksack mit muss. Einen<br />

Klettergurt richtig anzuziehen, in<br />

der passenden Festigkeit zu verschließen,<br />

das Klettersteigset korrekt<br />

anzulegen: All das ist nicht<br />

selbsterklärend.<br />

Unterwegs am Seil: Wie hänge<br />

ich die Karabiner richtig ein, wie<br />

an den Verankerungspunkten richtig<br />

um? Die eiserne Regel: Einer<br />

der beiden Fangarme des Klettersteigsets<br />

muss immer eingehängt<br />

sein! Schlampiges Umhängen gehört<br />

zu den großen Sicherheitsproblematiken<br />

auf Klettersteigen, weiß<br />

auch Michael Gabl zu berichten.<br />

Wichtig sind auch Abstände. Huber<br />

DIE EXPERTEN<br />

Michael Gabl<br />

ist Bergführer und technischer Leiter<br />

von Climbers Paradise in Tirol.<br />

www.climbers-paradise.com<br />

Alex Huber<br />

betreibt die Sportschule Alpeadria<br />

Sports am Nassfeld (Kärnten), bietet<br />

dort geführte Klettersteigtouren an.<br />

www.nassfeld.at, alpeadria-sports.com<br />

Martin Šolar<br />

ist Bergführer, berät die Tourismusregion<br />

Julische Alpen in Sachen Outdooraktivitäten.<br />

www.julian-alps.com<br />

mahnt: „Wird der Abstand nicht<br />

eingehalten und es passiert ein<br />

Sturz, ist das lebensgefährlich.“ Im<br />

senkrechten Gelände sind zwei Segmente<br />

Abstand zu halten, um sicher<br />

zu sein, falls der Vorausgehende<br />

stürzt. Insgesamt sind es viele, viele<br />

kleine Tipps, die man in Kursen<br />

erhält, „die aber einen großen Unterschied<br />

machen“, so Huber.<br />

Stürzen verboten<br />

Trotz des Klettersteigsets, das Totalabstürze<br />

verhindert, sollte Klettersteiggehen<br />

immer als sturzfreie<br />

Aktivität angesehen werden, so der<br />

Kärntner weiter, „jeder Sturz geht<br />

mit Verletzungen einher. Es gilt immer<br />

so zu gehen, dass man Stürze<br />

zu 100 Prozent vermeidet. Die meisten<br />

Unfälle passieren, wenn man<br />

beim Ein- oder Umhängen oder<br />

auch während des Steigens abrutscht<br />

– typische Verletzungen<br />

sich Abschürfungen, Prellungen<br />

oder Brüche.“<br />

In Klettersteigen gilt es daher,<br />

immer „mit Reserven“ unterwegs<br />

zu sein, nie das Gefühl zu haben,<br />

physisch oder psychisch ans Limit<br />

zu kommen. Zum „Auspowern“ sind<br />

sie definitiv das falsche Gelände.<br />

Einer ökonomischen Steigtechnik<br />

(möglichst aus den Beinen steigen,<br />

mit den Armen möglichst wenig<br />

ziehen, Arme eher gestreckt),<br />

gleichmäßigem Steigen, aber auch<br />

taktischem Rasten vor Schlüsselstellen<br />

kommt große Bedeutung zu.<br />

Klettersteigsets sollten daher mit<br />

einer zusätzlichen kurzen Rastschlinge<br />

ausgestattet werden können,<br />

so ein Ratschlag Hubers.<br />

Über allem stehen Tourenplanung,<br />

passende Tourenauswahl und<br />

eine realistische Einschätzung der<br />

120


eigenen Fähigkeiten. Gabl: „Bergrettungseinsätze<br />

resultieren oft daraus,<br />

dass die Schwierigkeit unterschätzt<br />

wurde.“ Ein häufiger Fehler<br />

sei auch, dass bei einfachen Passagen<br />

aufs Sichern verzichtet wird.<br />

Zur Tourenplanung gehört auch die<br />

Wetterprognose: Am Klettersteig in<br />

ein Gewitter zu geraten, ist höchst<br />

gefährlich, die Steige wirken wie<br />

Blitzableiter. Oft unterschätzt werde<br />

aber auch der sommerliche Anspruch<br />

in südseitigen Wänden, so<br />

der Tiroler Bergführer – es gilt, genügend<br />

Flüssigkeit dabei zu haben<br />

und regelmäßig zu trinken, „selbst<br />

dann ist es brutal anstrengend“,<br />

mahnt Gabl.<br />

Einzuschätzen, ob eine Tour für<br />

einen passt, lernt man eigentlich<br />

nur auf eine Art und Weise: Indem<br />

man mit einfachen Aufgaben beginnt,<br />

sowohl von den Höhenmetern<br />

als auch Schwierigkeitsgraden her,<br />

und sich langsam und stetig an<br />

schwierigere Aufgaben herantastet.<br />

Alpine Klettersteige<br />

Noch mehr gilt das Gesagte in alpinen<br />

Klettersteigen: Im Gegensatz<br />

zu talnahen Sportklettersteigen<br />

warten die alpinen Klettersteige,<br />

die in der Regel zu einem Gipfelziel<br />

führen, oft zusätzlich mit langen<br />

Zu- und Abstiegen auf, die in die<br />

Tourenplanung unbedingt mit einfließen<br />

müssen. Alpine Klettersteige<br />

sind eindeutig etwas für Fortgeschrittene,<br />

zum Einsteigen soll man<br />

sich an talnahe Anlagen halten, so<br />

der Rat unserer Experten.<br />

Die letzte Kuppe,<br />

das letzte Mal einund<br />

umhängen, der<br />

Rundumblick von<br />

oben – das Spüren<br />

des Freiheitsgefühls.<br />

Martin Šolar, Bergführer in den<br />

slowenischen Julischen Alpen, weist<br />

auf einige Besonderheiten von Klettersteigen<br />

in seiner Heimat hin: „Alpine<br />

Klettersteige in Slowenien sind<br />

zunächst als eine Art sehr schwierige<br />

Bergwege zu verstehen, bei denen<br />

nur Teile des Weges gesichert sind,<br />

wie man es von Klettersteigen kennt.<br />

Sie führen Bergsteiger auf Wegen zu<br />

Gipfeln, die durch Felswände oder<br />

über exponierte Grate führen.“ Šolar<br />

weiter: „Wichtig ist eben zu beachten,<br />

dass der Weg nicht ständig mit<br />

Drahtseil gesichert ist, sondern nur<br />

dort, wo es nötig ist.“ Der Rest ist<br />

teilweise recht ausgesetzt und meist<br />

nicht einfach, ist aber frei zu gehen.<br />

„Die alpinen Klettersteigtouren in<br />

Slowenien sind daher für sehr erfahrene<br />

und gut ausgerüstete Bergsteiger<br />

geeignet und attraktiv. Aber mit<br />

modernen Klettersteigen haben sie<br />

wenig zu tun.“<br />

Dass die alpinen Klettersteige<br />

insgesamt ebenfalls ihre Reize haben,<br />

versteht sich von selbst – auf<br />

jeden Fall sollte man diese Touren<br />

genauso sorgfältig planen wie eine<br />

Hochtour (so Michael Gabl) und<br />

über das entsprechende Wissen und<br />

Können verfügen. Nicht vergessen<br />

darf man auch, dass bei Zu- und Abstieg<br />

Orientierungsvermögen gefragt<br />

ist und dass eben nach dem<br />

Gipfel oft noch ein schwieriger, langer<br />

Abstieg wartet, für den die Reserven<br />

noch reichen müssen. Auch<br />

Höhenangst ist ein verschärftes<br />

Thema, so Alex Huber, denn „es ist<br />

ein Unterschied, ob ich im Talbereich<br />

20 Meter über dem Boden bin<br />

oder Hunderte Meter Luft unter<br />

mir habe“, so Alex Huber.<br />

Wer aber über Können, Wissen<br />

sowie den passenden körperlichen<br />

Zustand verfügt, kann hier auch Einzigartiges<br />

erleben – Huber schwärmt:<br />

„Die letzte Kuppe, das letzte Mal<br />

ein- und umhängen, die Landschaft<br />

öffnet sich. Du hast einen Super-<br />

Rundumblick, spürst das Freiheitsgefühl.<br />

Das ist die größte Belohnung<br />

für jeden Bergsportler.“<br />

Klettersteig-<br />

Sicherheit<br />

Für Einsteiger:<br />

• Kursbesuch! Ohne professionelle Einführung<br />

durch einen Profi sollte man<br />

sich nicht auf einen Klettersteig wagen<br />

• Klettererfahrung, etwa in der Halle, ist<br />

von Vorteil, aber kein Muss<br />

• Gute Grundkondition, Beweglichkeit,<br />

Bein- und Armkraft<br />

• Trittsicherheit & Schwindelfreiheit<br />

• Sich zu fordern ist gut, sich oder Klettersteigpartner<br />

zu überfordern, jedoch<br />

nicht. Mental wie physisch sollten stets<br />

Reserven vorhanden sein.<br />

Ausrüstungs-Basics<br />

• Klettergurt (Hüftgurt)<br />

• Klettersteigset<br />

• Rastschlinge (Bandschlinge & intuitiv<br />

gut bedienbarer Karabiner)<br />

• Kletterhelm<br />

• Klettersteig-Handschuhe<br />

• Rucksack ohne abstehende,<br />

herunterhängende Teile<br />

• Fels- und klettertaugliche, nicht zu<br />

weiche Schuhe, etwa „Zustiegschuhe“<br />

Immer am Berg dabei:<br />

• Erste-Hilfe-Set<br />

• Rettungsdecke<br />

• Biwaksack<br />

• Voll geladenes Smartphone<br />

• Stirnlampe<br />

• Isolations- und Regenjacke<br />

• Kartenmaterial<br />

Für Fortgeschrittene<br />

• Saisonstart mit leichteren, nicht sehr<br />

langen Klettersteig-Touren<br />

• Tritte sowie Ein- & Umhängtechnik<br />

bewusst und exakt ausführen<br />

• Die Höhe wieder bewusst spüren<br />

• Auf- und absteigen im Klettersteig<br />

üben<br />

• Behutsam steigern und sich erst<br />

allmählich wieder ans Leistungsmaximum<br />

der Vorjahre heranwagen<br />

FOTO: Runners unlimited by Ruefa<br />

121


TOURISMUS Klettersteige<br />

Klettersteige<br />

OSTTIROL<br />

Madonnen-Klettersteig<br />

Die Höhepunkte des zweiteiligen<br />

Steiges sind die namensgebende<br />

„Felsenmadonna“ und eine 16 m<br />

lange Hängebrücke. 650 m Stahlseil<br />

spannen sich insgesamt über die<br />

Große und Kleine Gamswiesenspitze<br />

(2488 m und 2454 m), von deren<br />

Gipfeln sich ein herrlicher Rundblick<br />

auf die Osttiroler Bergwelt bietet.<br />

3,5 h 605 hm C<br />

www.osttirol.com<br />

TIROL<br />

Laudecksteig in Ladis<br />

Inmitten imposanter Schieferfelsen<br />

führt der Laudecksteig hoch bis zur<br />

Burg Laudeck. Der leicht überhängende<br />

Einstieg erfordert einiges an<br />

Geschick und Muskelkraft. Bei<br />

fantastischem Ausblick auf das<br />

Inntal und die gegenüberliegende<br />

Bergwelt führt der Steig weiter nach<br />

oben und endet schließlich direkt<br />

am Gasthof Rauth-Hof.<br />

1,5 h 90 hm C/D<br />

www.serfaus-fiss-ladis.at<br />

FOTO: 3 Zinnen AG/wisthaler.com<br />

Steinwand – Arzl im Pitztal<br />

Der sehr steile Klettersteig führt<br />

durch die schattige Nordwand des<br />

Burgstalls und teilt sich nach dem<br />

Zustieg in zwei anspruchsvolle<br />

Varianten. Höhepunkte sind die<br />

beiden Leitern der leichten Variante<br />

und die exponierte Verschneidung<br />

der schwierigen Variante.<br />

2 h 350 hm C/D<br />

www.pitztal.com<br />

Innsbrucker Klettersteig<br />

Der Innsbrucker Klettersteig ist<br />

einer der längsten und aussichtsreichsten<br />

Klettersteige Tirols. Beginnend<br />

an der Bergstation Hafelekar<br />

überschreitet er sieben Gipfel der<br />

Nordkette bei spektakulärem Panorama.<br />

2 Sektionen (Sektion 1: C,<br />

ca. 4 h; Sektion 2: C/D, ca. 3 h).<br />

530 hm C/D<br />

www.nordkette.com<br />

Aussichten wie hier nahe den 3 Zinnen entschädigen für alle Mühen.<br />

SALZBURG<br />

Auf den Steiglkogel (Nr. 44)<br />

Zustieg von der Hofpürglhütte auf<br />

den Steiglpass. Klassischer leichter<br />

Klettersteig in Filzmoos. Gut mit<br />

Drahtseilen abgesicherter Gipfelanstieg<br />

auf einen der schönsten<br />

Aussichtspunkte. Vom Gipfel<br />

genießt man ein schönes Panorama<br />

auf Bischofsmütze, Gosaugletscher<br />

und Gosausee.<br />

2,15 h 600 hm B<br />

www.filzmoos.at<br />

Der majestätische Königsjodler<br />

Der Steig gehört zu den längsten<br />

Steiganlagen Österreichs, der trotz<br />

der „nur“ D-Einzelstellenbewertung<br />

auch zu den schwersten „Sportklettersteigen“<br />

des Landes gehört. Der<br />

Steig verläuft meist direkt an der<br />

wilden Gratkante und äußerst<br />

spektakulär über kleine und große<br />

Schluchten – eindrucksvolles Panorama<br />

inklusive.<br />

11,5 h 1650 hm C/D<br />

www.hochkoenig.at<br />

Wildental-Klettersteig<br />

Mittelschwerer Klettersteig auf das<br />

Persailhorn im Steinernen Meer.<br />

Spannende Passagen, der Aufstieg<br />

belohnt mit einer fantastischen Aussicht.<br />

Start vom Parkplatz Bachwinkel<br />

zur Peter Wiechentaler Hütte<br />

auf Weg Nr. 412 und weiter bis zum<br />

Einstieg bei der Nordseite des<br />

Persailhorns.<br />

5 h 1493 hm B/C<br />

www.saalfelden-leogang.com<br />

Klettersteig „Franzl“<br />

Ein sehr anspruchsvoller, langer<br />

Steig, der absolute Schwindelfreiheit<br />

voraussetzt. Zuerst geht es<br />

entlang des Übungsklettersteiges<br />

Gletschergoas, anschließend<br />

führt der „Franzl“ fast senkrecht<br />

über die Hüttschlager<br />

Wand. Kraft und Ausdauer sind erforderlich,<br />

dafür belohnt oben die<br />

einzigartige Aussicht.<br />

2,45 h 264 hm C/D<br />

touren.grossarltal.info<br />

KÄRNTEN<br />

Fallbach-Klettersteig<br />

Wirklich spektakulärer Klettersteig<br />

im legendären Maltatal. Direkt<br />

neben dem höchsten Wasserfall<br />

Kärntens mit seinen herabstürzenden<br />

Wassermassen. Leicht zu erreichen,<br />

kurzer Zustieg. Zwei Abschnitte<br />

mit Ausstiegsmöglichkeit<br />

vor der schwierigsten Stelle.<br />

3 h 315 hm E<br />

www.maltatal.com<br />

Säuleck-Klettersteig<br />

Klettersteig auf den Dreitausender<br />

Säuleck auf 3078 m. Nur für erfahrene<br />

Kletterer. Ausgangspunkt ist das<br />

Arthur-von Schmid-Haus auf 2274 m,<br />

das wiederum von Mallnitz im Nationalpark<br />

Hohe Tauern Kärnten leicht<br />

zu erreichen ist. Nach getaner Arbeit<br />

ab in den See direkt bei der Hütte.<br />

9 h 1640 hm D-E<br />

www.nationalpark-hohetauern.at<br />

Cellon-Steinberger-Weg<br />

Der Steinbergerweg-Klettersteig<br />

auf den Cellon auf 2224 m wurde<br />

schon 1965 errichtet. Der Berg ist<br />

geschichtsträchtig durchzogen von<br />

Stellungen aus dem 1. Weltkrieg.<br />

Ausgangspunkt ist der Plöckenpass<br />

an der Grenze zu Italien. Tipp: danach<br />

das Bunkermuseum besuchen!<br />

5,5 h 1064 hm B-C<br />

www.nassfeld.at<br />

OBERÖSTERREICH<br />

Traunstein-Klettersteig<br />

Schwerer Sportklettersteig – oft<br />

Stellen mit D, selten leichter und<br />

122


Klettersteigübersicht online<br />

auf www.sportaktiv.com<br />

FOTO: Pyhrn-Priel Tourismus/Thomas Lamplmair<br />

Der Klettersteig<br />

am Großen Priel<br />

ist der längste<br />

seiner Art in<br />

Österreich.<br />

führt über einen senkrechten Felspfeiler<br />

über rd. 150 Höhenmeter auf<br />

den Gipfel des Traunsteins. Der<br />

Steig endet direkt im „Biergarten“<br />

der Gmundner Hütte.<br />

6,5 h 1250 hm D<br />

www.salzkammergut.at<br />

Großer Priel<br />

Der längste Klettersteig Österreichs<br />

zählt zu den längsten und anspruchsvollsten<br />

Steigen der Ostalpen.<br />

Die beiden Klettersteige<br />

Bert-Rinesch und Sporn wurden zusammengeführt,<br />

generalsaniert und<br />

verlängert. Er erfordert aber Erfahrung,<br />

Ausdauer und Kondition.<br />

13 h 2411 hm D<br />

www.urlaubsregion-pyhrn-priel.at<br />

STEIERMARK<br />

Siega-Klettersteig Ramsau/<br />

Dachstein<br />

Der Siega-Klettersteig führt durch<br />

die Karwand und ist der leichteste,<br />

aber durch seinen langen Zustieg<br />

und Abstieg auch der längste<br />

Klettersteig in der Silberkarklamm.<br />

Zusätzlich hat die erste Hälfte des<br />

Steiges knackige, steile und ausgesetzte<br />

Passagen zu bieten.<br />

4 h 477 hm C/D<br />

www.schladming-dachstein.at<br />

Tieflimauer – Teufelsteig<br />

Einfacher kurzer Klettersteig in<br />

schöner Berggegend. Vom Gipfel<br />

schöner Rundblick und toller Ausblick<br />

über die Hochtor-Gruppe auf<br />

der anderen Gesäuseseite im<br />

Süden. Mit Übernachtung auf der<br />

Ennstalerhütte in Verbindung mit<br />

dem Tamischbachturm eine gemütliche<br />

Zweitagestour.<br />

3,5 h 467 hm C<br />

www.steiermark.com<br />

NIEDERÖSTERREICH<br />

Hans-von-Haid-Steig<br />

Der Hans von Haidsteig ist ein echter<br />

Rax-Klassiker, führt 10 km über<br />

die Preinerwand auf die Rax. Die<br />

aussichtsreiche Tour bietet selbst für<br />

ambitionierte Klettersteiggeher<br />

höchsten Genuss. Zustieg von Prein<br />

an der Rax in ca. einer Stunde.<br />

2,5 h 450 hm C/D<br />

www.wieneralpen.at<br />

ITALIEN<br />

Klettersteig Paternkofel<br />

Von der Dreizinnenhütte aus führt<br />

dieser Klettersteig einmal um das<br />

Wahrzeichen Südtirols. Beeindruckende<br />

Tunnelpassagen, zahl reiche<br />

Felsdurchbrüche und eine<br />

interessante Kriechstelle kurz vor<br />

dem Paternsattel – insgesamt ein<br />

sehr spannender Klettersteig mit<br />

tollem Gipfelpanorama.<br />

3 h 728 hm B/C<br />

www.drei-zinnen.info<br />

Klettersteig Hoachwool<br />

Eine anspruchsvolle Halbtagestour<br />

durch imposante Felsen. Der Klettersteig<br />

führt entlang des historischen<br />

Wasserleitungssystems<br />

Schnalstal-Naturns, des ehemals ca.<br />

10 km langen Waals, von den<br />

Naturnsern „Hoachwool“ genannt.<br />

4,5 h 630 hm D<br />

www.naturns.it<br />

SLOWENIEN<br />

Mala Mojstrovka – Hanza-Steig<br />

Der beliebte und anspruchsvolle<br />

Klettersteig „Hanza-Steig“ in den<br />

Julischen Alpen führt auf einem<br />

malerischen Kamm direkt zum<br />

Gipfel über die Nordwand der Mala<br />

Mojstrovka. Tolle Passagen,<br />

grandioses Ambiente.<br />

4 h 722 hm B/C<br />

www.julian-alps.com<br />

BAYERN<br />

Höllental-Klettersteig<br />

Die wohl bekannteste Route auf die<br />

Zugspitze ist eine alpine Hochtour<br />

mit Gletscher und Klettersteig. Mit<br />

Höllentalklamm und Gipfelerlebnis<br />

sicher eines der beeindruckendsten<br />

Erlebnisse im Wettersteingebirge.<br />

4,5 h 1350 hm B–C<br />

www.zugspitz-region.de/<br />

123


PRODUKT Klettersteig-Ausrüstung<br />

Die vier für den<br />

Klettersteig<br />

Gurt, Helm, Handschuhe und Klettersteigset – das sind die Ausrüstungsfixstarter,<br />

wenn es via Klettersteig vertikal nach oben gehen soll. Was bei<br />

Kauf und Verwendung bedacht werden soll.<br />

von Oliver Pichler<br />

Hochwertige Ausrüstung<br />

ist beim<br />

Klettersteiggehen<br />

unverzichtbar.<br />

FOTO: Edelrid<br />

124


K<br />

lettersteige faszinieren.<br />

Dieses – bei Könnern<br />

– oft mühelos<br />

wirkende Durchsteigen<br />

von steilen Felsformationen<br />

ist anziehender denn<br />

je. Und doch ist der Schritt vom<br />

Wandern zum Klettersteiggehen ein<br />

großer. Denn es gilt, bei geringem<br />

Risiko das Erlebnis und den Spaß<br />

am Berg zu maximieren. „Aktuelle,<br />

den Sicherheitsnormen entsprechende<br />

Ausrüstung – Klettersteigset,<br />

Gurt und Helm – ist unabdingbar,<br />

um sicher in Klettersteigen<br />

unterwegs zu sein“, betont Florian<br />

Wahl vom deutschen<br />

Kletterausrüstungshersteller Skylotec.<br />

„Keinesfalls sollte man sich<br />

in einen Klettersteig ohne professionelle<br />

Ausrüstung wagen“, pflichtet<br />

ihm Susanne Kerezsy vom Kletterspezialisten<br />

Edelrid bei.<br />

Klettersteigset & Klettergurt<br />

„In Klettersteigen bewegt man sich<br />

entlang eines fixen Stahlseils. Im<br />

Fall eines Sturzes sorgt das mit einem<br />

Bandfalldämpfer ausgestattete<br />

Klettersteigset dafür, dass man<br />

nicht zu abrupt abgebremst wird“,<br />

erläutert Florian Wahl. Bandfalldämpfer<br />

sind vernähte Textilbänder,<br />

die bei einem Sturz langsam aufreißen<br />

und den Sturz weniger abrupt<br />

stoppen. Nach einem Sturz oder<br />

nach Erreichen der maximalen Lebensdauer<br />

muss das Klettersteigset<br />

erneuert werden. Wer es besonders<br />

sicher haben will, kann auf das Rider<br />

3.0 genannte Klettersteigset von<br />

Skylotec zurückgreifen. Es ist mit<br />

einer Seilklemme ausgestattet, deren<br />

Bremswirkung im Fall eines<br />

Sturzes unmittelbar einsetzt. „Wichtig<br />

ist es auch, auf die Karabiner zu<br />

achten. Sie müssen verlässlich<br />

schließen, angenehm in der Hand<br />

liegen und gut bedienbar sein“, weiß<br />

Susanne Kerezsy. Weil das Stahlseil<br />

alle paar Meter im Fels verankert<br />

ist, muss man am Klettersteig sehr<br />

oft umhängen. Entsprechend intensiv<br />

ist die Karabinernutzung.<br />

Einfach bedienbare Karabiner sind ein Kriterium, auf das es beim Kauf zu achten gilt.<br />

Klettersteigsets bilden zusammen<br />

mit dem Klettergurt, der an<br />

Taille und Oberschenkeln gut sitzen<br />

und bequem passen muss, die Verbindung<br />

zwischen Körper und<br />

Stahlseil. „Der Gurt ist etwas sehr<br />

Individuelles. Ich würde nicht eines<br />

der allerleichtesten, sondern ein<br />

komfortableres Modell, bei dem<br />

auch die Beinschlaufen verstellbar<br />

sind, wählen. Jedenfalls sollte man<br />

ihn probieren und ein paar Schritte<br />

gehen“, lautet die Empfehlung der<br />

Edelrid-Expertin. „Die Passform ist<br />

deshalb wichtig, weil man neben<br />

Kletterpassagen auch Gehpassagen<br />

zu bewältigen hat“, ergänzt der<br />

Skylotec-Klettersteigprofi.<br />

Überdies empfehlen die Experten<br />

eine „Rastschlinge“. In der einfachsten<br />

Form ist das eine am Klettergurt<br />

fixierte Bandschlinge mit<br />

Karabiner, mit dem man sich zusätzlich<br />

zum Klettersteigset ins<br />

Stahlseil einhängen kann, um es<br />

sich beim Rasten bequem zu machen.<br />

Edelrid bietet mit dem Switch<br />

Adjust ein besonders praktisches,<br />

sicheres, als Rastschlinge einsetzbares<br />

Produkt, das mehr Komfort<br />

und Längenflexibilität bietet.<br />

Kletterhelm & Handschuhe<br />

„Ein fürs Klettern genormter Helm<br />

ist am Klettersteig Pflicht, weil<br />

Steinschlag jederzeit möglich ist<br />

und weil meist weitere Klettersteiggeher<br />

oberhalb unterwegs<br />

sind, die unabsichtlich Steine lostreten<br />

können“, erklärt Wahl. „Es<br />

kann jederzeit sein, dass Fels auf<br />

Kopfhöhe im Weg ist, man sich seitlich<br />

daran stößt oder im Aufsteigen<br />

von unten in der Bewegung an den<br />

Fels schlägt“, ergänzt Kerezsy.<br />

Dass ein Helm im Fall eines Sturzes<br />

lebensnotwendig ist, versteht sich<br />

von selbst.<br />

Zwar nicht „Pflicht“, aber empfohlen<br />

werden Handschuhe. „Man<br />

bewegt sich entlang des oft rauen<br />

Drahtseils und hält sich vielfach<br />

daran fest“, betont die Edelrid-Spezialistin.<br />

„Von den Stahlseilen können<br />

Drahtteile wegstehen, aber<br />

auch des bestmöglichen Grips wegen<br />

raten wir zu Handschuhen. Ob<br />

Full- oder Halffinger-Modelle gewählt<br />

werden, ist den persönlichen<br />

Vorlieben geschuldet“, so der Skylotec-Profi.<br />

Grundsätzlich für jedes genannte<br />

Ausrüstungsteil anzuraten<br />

ist der Gang in den Fachhandel:<br />

„Insbesondere Neueinsteigern empfehlen<br />

wir, sich im Fachhandel gut<br />

beraten zu lassen, Gurt und Helm<br />

bezüglich Passform zu probieren<br />

und bei Klettersteigsets zu prüfen,<br />

welche Karabiner gut in der Hand<br />

liegen und leicht bedienbar sind“,<br />

so Skylotec-Experte Wahl.<br />

FOTO: Skylotec<br />

125


PRODUKT Klettersteig-Ausrüstung<br />

Top 6 Klettersteigsets & Gurte<br />

EDELRID Jay/Jayne Klettersteig-Gurt<br />

verstellbare Beinschlaufen für optimale Passform<br />

Abriebschutz aus Dyneema®-Polyester-Gemisch (erhöht die<br />

Lebensdauer des Einbindepunktes) kleine Tasche am Hüftgurt<br />

Center Fit Construction: verschiebbares Hüftpolster für<br />

bestmögliche Anpassung und<br />

Positionierung des Gurtes<br />

Slide Block-Schnallen für<br />

komfortables und sicheres<br />

Anlegen des Gurtes<br />

PREIS (UVP): € 65,–<br />

www.edelrid.com<br />

MAMMUT Togir 2.0 Slide Harness Klettersteig-Gurt<br />

Neuauflage des beliebten Allrounders die primären Materialschlaufen<br />

sind verstärkt, wodurch sie sich besonders leicht clippen<br />

lassen zusammen mit den zwei Ice Clipper Slots bietet der Gurt<br />

ausreichend Platz fürs Equipment bewährt auf langen Touren<br />

dank verstellbarer<br />

Beinschlaufen lässt er sich<br />

selbst über dicke Schichten<br />

problemlos drüberziehen<br />

PREIS (UVP): € 90,–<br />

www.mammut.com<br />

SKYLOTEC Skyriser Klettersteigset<br />

leichtgängige, robuste Karabiner mit hoher Sicherheitsreserve<br />

Flexarme progressiver Bandfalldämpfer Resistor-Karabiner<br />

mit Stahlinlet für maximalen Abriebschutz kurzzschlusssicher – der<br />

Bandfalldämpfer löst also auch bei 180 Grad-Fehlanwendung aus<br />

PREIS (UVP): € 130,–<br />

www.skylotec.com<br />

AUSTRIALPIN Hydra.EVO Klettersteigset<br />

Klettersteigset mit drittem Arm: der Ferrata-Bloc kann in leichten<br />

Passagen an der Tasche des Bandfalldämpfers verstaut werden und<br />

ist in vertikalen Passagen immer<br />

griffbereit alle drei Arme sind<br />

mit einem gewebten<br />

Bandfalldämpfer verbunden<br />

im Fall eines Sturzes am<br />

gespannten senkrechten Seil<br />

blockiert der dritte Arm und<br />

verhindert somit weite Stürze<br />

PREIS (UVP): € 175,–<br />

www.austrialpin.at<br />

SALEWA Ergozip Klettersteig-Set<br />

der innovative Aufrollmechanismus passt sich kontinuierlich der<br />

Bewegung an und hält die statischen Lastarme stets in einer<br />

optimalen Länge – für optimales Handling beim Ein- und<br />

Umhängen die ergonomischen Ergotec 3.0 Karabiner liegen gut<br />

in der Hand und sind auch mit Handschuhen leicht zu bedienen<br />

die extra große Öffnung erlaubt schnelles und<br />

sicheres Ein- und Aushängen der Karabiner –<br />

unbeabsichtigtes Aushängen<br />

wird durch die automatische<br />

Karabiner-Verriegelung verhindert<br />

PREIS (UVP): € 170,–<br />

www.salewa.com<br />

PETZL Corax Klettersteig-Gurt<br />

eignet sich dank sehr bequemem Design zum Klettern in der Halle,<br />

am Fels oder zum Klettersteiggehen minimalistischer<br />

Frameless-Rahmen voll verstellbar, ist der Gurt für alle<br />

Anwender/-innen geeignet zwei Doubleback-Schnallen zum<br />

einfachen Anpassen und Zentrieren<br />

des Klettergurts<br />

zwei starre Materialschlaufen<br />

vorne und zwei flexible<br />

Materialschlaufen hinten zum<br />

Transport der Kletterausrüstung<br />

PREIS (UVP): € 65,–<br />

www.petzl.com<br />

126


6<br />

Innenhand aus robuster Mikrofaser mit Besatz aus Nappa-Leder<br />

Top 6 Helme & Handschuhe<br />

PETZL Boreo<br />

zum Klettern, Klettersteiggehen, Canyoning unempfindlich<br />

gegen Schläge und Kratzer durch dicke Außenschale die<br />

umschließende Helmform zum Schutz hoher Tragekomfort durch<br />

kompaktes und belüftetes Design<br />

einfache Anpassung dank<br />

seitlicher Riemen und<br />

vollständig verstellbarem<br />

Kinnband<br />

PREIS (UVP): € 65,–<br />

www.petzl.com<br />

CHIBA Via Ferrata X-trem II<br />

elastische Oberhandmaterialien für perfekte Passform<br />

Silikon-Knöchelschutz aramidverstärkter Besatz an Daumen und<br />

Zeigefinger Klettverschluss am Handgelenk extralange Finger<br />

für optimalen Schutz<br />

Anziehund<br />

Ausziehhilfe<br />

PREIS (UVP): € 30,–<br />

www.chiba.de<br />

AUSTRIALPIN Shell.Don Kletterhelm<br />

harte, stoßfeste Außenschale und kopfumschließende Form<br />

für zuverlässigen Schutz bequemes Kopfband mit<br />

herausnehmbarem, waschbarem Vlies<br />

Drehrad zur Größenverstellung<br />

für optimalen Tragekomfort<br />

acht Ventilations-Öffnungen<br />

vier Clips zum Befestigen<br />

einer Stirnlampe<br />

PREIS (UVP): € 60,–<br />

www.austrialpin.at<br />

STUBAI Eternal Full Finger Handschuhe<br />

extraleicht und superkomfortabel<br />

für den Schutz der Hände bei hohen<br />

Temperaturen atmungsaktives Netzgewebe<br />

am Handrücken speziell verstärkte<br />

Handflächen für Abrieb- und Rutschfestigkeit<br />

elastischer Handgelenksabschluss mit<br />

Klettverschluss für perfekten Sitz<br />

PREIS (UVP): € 29,95<br />

www.stubai-sports.com<br />

FOTOS: Hersteller<br />

MAMMUT Wall Rider<br />

EPP-Kern kombiniert mit einer partiellen Hartschale ergonomische<br />

Innenform mit angenehmer Polsterung große Belüftungsöffnungen<br />

für gute Luftzirkulation<br />

ultraleichtes<br />

Einstellsystem<br />

durchgehendes,<br />

voll verstellbares<br />

Kinnband zwei Clips<br />

an der Front und eine<br />

Gummilasche an der Rückseite<br />

zur Fixierung einer Stirnlampe<br />

PREIS (UVP): € 100,–<br />

www.mammut.com<br />

EDELRID Zodiak 3R<br />

große Belüftungsöffnungen einklappbares Kopfband zur<br />

Reduktion des Packvolumens voll verstellbares Kinnband mit<br />

seitlich angeordneten Schnallen für<br />

Tragekomfort überarbeitetes<br />

Wing-Fit-System mit Drehknopf<br />

am Hinterkopf zur Anpassung<br />

herausnehmbare, waschbare<br />

Polsterung getesteter<br />

Aufprallschutz Innen- und<br />

Außenschale aus recyceltem<br />

Material<br />

PREIS (UVP): € 70,–<br />

www.edelrid.com<br />

127


PRODUKT Klettersteigschuhe<br />

Kletterkünstler<br />

Klettersteige stehen voll im Trend. Entscheidend für<br />

Spaß und Sicherheit zwischen Drahtseil, Fels und<br />

Tritthilfen ist neben der eigenen Fitness auch das<br />

passende Schuhwerk.<br />

von Lukas Schnitzer<br />

J<br />

e anspruchsvoller das Gelände,<br />

desto steifer sollte<br />

die Sohle sein. Allerdings<br />

ist ein schwerer, stabiler<br />

Trekking-Stiefel für die Feinheiten<br />

im Klettersteig nicht geeignet. Da<br />

fehlt es dem Träger an Trittpräzision<br />

und Feinheit“, versucht René<br />

Gruber von Hanwag das Thema<br />

„Klettersteigschuhe“ einzugrenzen.<br />

Das „Ideal“ des Schuhs, so vertieft<br />

es Asolos Herbert Buczek, gilt es<br />

aber je nach Art des Klettersteigs<br />

verschieden zu bewerten und auch<br />

persönliche Fitness, Trittsicherheit<br />

und Erfahrung sollte man in die<br />

Kaufentscheidung einfließen lassen.<br />

Sucht man einen universellen Allrounder,<br />

so ist für ihn „ein ordentlicher<br />

Zustiegsschuh im Mid-Cut mit<br />

Climbing-Zone – also einer Kletterzone<br />

an den Fußspitzen – und umlaufendem<br />

Geröllschutzrand oder<br />

ein bedingt steigeisenfester Schuh<br />

mit gleichen Features und nicht zu<br />

harter Brandsohle“ die goldene<br />

Mitte. Normale Turn- oder Laufschuhe,<br />

so die Einschätzung des Experten,<br />

sind aufgrund ihrer weichen<br />

Sohle nicht geeignet – selbiges<br />

gilt auch für Sneaker oder Sportsandalen.<br />

Sportklettersteige<br />

Beim Klettern, so erklärt es René<br />

Gruber, ist hohe Bewegungsfreiheit<br />

im Sprunggelenk meist wichtiger<br />

als Schutz vor Umknicken. Gerade<br />

auf Sportklettersteigen sind daher<br />

auch Halbschuhe, die den Knöchel<br />

FOTO: Asolo/Paolo Sartori<br />

frei lassen, beliebt. „Bergschuhe<br />

dieser Art sollten mit einer steifen<br />

Sohle ausgestattet sein – für bestmögliche<br />

Trittpräzision beim Klettern<br />

am Fels“, so Gruber. Herbert<br />

Buczeks Tipp zu den sogenannten<br />

Zustiegsschuhen, die übrigens auch<br />

im Mid-Cut erhältlich sind: „Je<br />

nach Schwierigkeitsgrad kann man<br />

auf einen steiferen oder softeren<br />

Schuh zurückgreifen. Weist der<br />

Klettersteig viele eingebaute Trittmöglichkeiten<br />

in Form von Stiften,<br />

Leitern oder Klammern auf, empfiehlt<br />

sich ein stabilerer Schuh. In<br />

sehr sportiven Klettersteigen performen<br />

weichere Varianten besser,<br />

da man damit auch auf Reibung gehen<br />

kann. Low-Cut ist flexibler, der<br />

Mid-Cut bietet beim Abstieg etwas<br />

mehr Halt für den Knöchel.“<br />

Alpine Klettersteige<br />

Führen die Klettersteige durch<br />

hochalpines Gelände, sind die Zuund<br />

Abstiege lang und fordernd, gelegentlich<br />

mit Schneefeldern oder<br />

Gletscherquerungen gespickt,<br />

„muss der Schuh sicheren Halt und<br />

ausreichend Komfort für lange<br />

Tage bieten, dazu steigeisenfest<br />

sein. Gleichzeitig sollte er straff genug<br />

sitzen, um präzises Antreten<br />

am Fels und kontrolliertes Gehen<br />

mit Steigeisen zu ermöglichen“, erklärt<br />

René Gruber. Herbert Buczek<br />

empfiehlt mindestens stabile<br />

Mid-Cut-Zustiegsschuhe. Auf der<br />

sicheren Seite sei man mit bedingt<br />

steig eisenfesten Schuhen, die hinten<br />

über eine Kipphebelaufnahme<br />

für Steigeisen verfügen. Der Frontbereich<br />

sollte eine Climbing-Zone<br />

aufweisen, die Sohlensteifigkeit, so<br />

Buczek, muss hart genug für einen<br />

festen Sitz der Steigeisen sein,<br />

gleichzeitig aber auch flexibel genug,<br />

um leichter abzurollen und am<br />

Klettersteig geschmeidig zu bleiben.<br />

Schuhe der Kategorie C oder D<br />

sind hier nicht nötig.<br />

128


6<br />

passgenauer technischer Zustiegsschuh mit einer griffgen<br />

Top 6 Klettersteigschuhe<br />

TECNICA Sulfur<br />

bequeme Passform dank Adaptive-Shape-Technology<br />

• anatomisch vorgeformtes Ortholite-Fußbett • präziser Grip dank<br />

Vibram-Megagrip-Sohle und einer Kletterzone im Zehenbereich<br />

• formgepresste EVA-Memory-Schäume in zwei Härten mit hohem<br />

Rebound und Verwindungssteifigkeit • wasserdicht und<br />

atmungsaktiv • sockenähnliches Innenfutter aus weichem Mesh<br />

PREIS (UVP): € 199,95 | www.blizzard-tecnica.com<br />

SALEWA Wildfire 2 GTX<br />

Pomoca-Außensohle für schnelle Zustiege sowie für technisches<br />

und leichtes alpines Klettern Obermaterial aus recyceltem,<br />

atmungsaktivem Mesh mit einem elastischen Einsatz auf der Zunge<br />

sowie mit einer wasserdichten, atmungsaktiven<br />

Gore-Tex®-Extended-Comfort-Membran ausgestattet<br />

PREIS (UVP): € 180,– | www.salewa.com<br />

MILLET X Rush GTX<br />

besonders robuster Schuh fürs alpine Gelände Dyneema<br />

Obermaterial sorgt für den nötigen Schutz und ist äußerst<br />

langlebig Gore Tex-Membran eigens entwickelte Michelin<br />

Sohle für präzises Steigen Verstärkungen an Ferse und im<br />

Vorderfußbereich präzise Schnürung<br />

PREIS (UVP): € 179,99 | www.millet.com<br />

LOWA Delago GTX LO<br />

Approach-Schuh, der seine Fähigkeiten nicht nur am Berg unter<br />

Beweis stellt er verfügt über eine robuste Gummikappe sowie im<br />

Fersenbereich eine leichte PU-Folie, die das Spaltleder vor<br />

Beschädigungen schützt eine Vibram-Laufsohle sorgt mit ihrem<br />

multidirektional angeordneten Profil für optimalen Grip<br />

PREIS (UVP): € 200,– | www.lowa.at<br />

LA SPORTIVA Aequilibrium ST GTX<br />

Vibram®-Sohle mit Impact-Brake-System • außergewöhnliche<br />

Geheigenschaften dank Double Heel-Konstruktion – für bessere<br />

Bremseigenschaften bergab und flüssigeres Abrollen • maximale<br />

Strapazierfähigkeit und geringeres Gewicht • Gore-Tex®<br />

Performance Comfort-Innenfutter<br />

• kompatibel mit halbautomatischen<br />

Steigeisen<br />

PREIS (UVP): € 330,–<br />

lasportiva.com<br />

ASOLO Eldo Mid LTH GV<br />

gefertigt aus 1,5–1,7 mm dickem, wasserabweisendem<br />

Veloursleder aus LWG zertifizierter Gerberei Isoflex<br />

AG-Brandsohle Asolo/Vibram AG Sohle mit MegaGrip und<br />

Antrittszone Gore-Tex Extended-Comfort-Footwear-Membran<br />

(wasserdicht und atmungsaktiv)<br />

wiederbesohlbar<br />

PREIS (UVP): € 219,95<br />

www.asolo.com<br />

FOTOS: Hersteller<br />

129


Karnische Panoramen<br />

Das von mächtigen Gipfeln geprägte italienische Friaul-Julisch Venetien<br />

beheimatet mit der Region Karnien ein wahres Juwel für Bergsportler.<br />

G<br />

eprägt durch das unverwechselbare<br />

Rosa der Dolomiten,<br />

die Kalksteinfelsen<br />

der Julischen Alpen<br />

und Voralpen sowie die Bergmassive<br />

und Wiesen der Karnischen Alpen,<br />

bietet die Bergwelt von Friaul-Julisch<br />

Venetien im Nordosten<br />

Italiens einzigartige Täler und teils<br />

UNESCO- geschützte Gipfel fernab<br />

der Massen, die Wanderern und<br />

Kletterern zu jeder der vier Jahreszeiten<br />

etwas zu bieten haben. Mehr<br />

als 50 aktive Almhütten und 35<br />

Berg- und Wanderhütten laden<br />

hungrige oder müde Wanderer zur<br />

kulinarisch wie landschaftlich lohnenden<br />

Rast.<br />

Wandern in Karnien<br />

Karnien, benannt nach den Karni-<br />

schen Alpen, ist eine Gebirgsregion<br />

im nordöstlichen Italien, die für<br />

ihre atemberaubenden Landschaften<br />

und Wanderwege bekannt ist.<br />

Die Karnischen Alpen bieten eine<br />

Vielzahl von Wandermöglichkeiten<br />

für alle Schwierigkeitsgrade und<br />

Vorlieben, von Spaziergängen entlang<br />

der Almwiesen bis hin zu herausfordernden<br />

Gipfelbesteigungen.<br />

Einige der beliebtesten Routen füh-<br />

130


FRIAUL-JULISCH VENETIEN<br />

Die Region Karnien begeistert<br />

mit ihren alpinen<br />

Panoramen ebenso wie<br />

mit den kleinen Schönheiten<br />

der Natur.<br />

FOTOS: PromoTurisomoFVG/Luciano Gaudenzio, Fabrice Gallina, Ulderica da Pozzo,<br />

ren zum Lago di Sauris, einem malerischen<br />

See in den Bergen, oder<br />

zum Monte Zoncolan, einem bekannten<br />

Skigebiet im Winter und<br />

Wanderziel im Sommer. Weitere<br />

Highlights finden sich mit den Olbe-Seen<br />

ausgehend von der Berghütte<br />

Sappada 2000 rund um Sappada,<br />

den Monte Zoufplan mit seinen<br />

kleinen Seen, dem roten Sand- und<br />

dem Vulkangestein oder rund um<br />

die Almen von Forni di Sopra respektive<br />

den Dimon-See nahe dem<br />

Bergsteigerdorf Paularo.<br />

Neben dem Landschaftsgenuss<br />

haben Wanderer in Karnien auch<br />

die Möglichkeit, auf bewirtschafteten<br />

Almhütten zu nächtigen und regionale<br />

Produkte wie Käse, Speck<br />

und Craft Bier zu genießen. Die<br />

Hütten sind oft nur zu Fuß erreichbar<br />

und bieten eine einzigartige<br />

Möglichkeit, Natur und Kultur der<br />

Region zu erleben.<br />

Klettern in Karnien<br />

Fans der Vertikalen finden in der<br />

Region Friaul-Julisch Venetien und<br />

insbesondere auch in Karnien ihr<br />

Glück. Hier finden sich Felswände<br />

aus griffigem Kalkstein, die mit<br />

Blick auf die Adria sowohl zum<br />

Sportklettern als auch für Klettersteige<br />

wie gemacht sind. Gerade in<br />

tieferen Lagen lässt sich hier bis<br />

tief in den Herbst und schon zum<br />

Ende des Winters klettern. Highlights<br />

sind die beiden Klettersteige<br />

am Monte Coglians und in Forni di<br />

Sopra (Clap Varmost); Sportklette-<br />

rern seien die 100 Meter hohen<br />

Fels platten nahe dem Lago di Avostanis<br />

sowie der Kleine Pal und das<br />

Felsenriff im Emmenthal ans Herz<br />

gelegt.<br />

Ob Bergsteiger oder sportliche<br />

Familien – Karnien, aber auch die<br />

gesamte Region Friaul-Julisch Venetien<br />

sind immer eine Reise wert!<br />

Weitere Infos unter:<br />

www.turismofvg.it/de/berg365<br />

131


STERZING UND DAS PFLERSCHTAL<br />

Stadt -und Berg-Erlebnisse lassen sich in der Südtiroler<br />

Region Sterzing perfekt miteinander verbinden.<br />

FOTOS: Kottersteger, Tourismus Sterzing<br />

Shopping, Genuss und viel Natur<br />

Im Norden Südtirols eröffnet sich eine naturbelassene Region zwischen alpinem<br />

Hochgenuss und städtischem Flair: Sterzing, seine Feriendörfer und das Pflerschtal.<br />

G<br />

leich hinterm Brenner<br />

liegt das<br />

Pflerschtal mit seinem<br />

markanten Talschluss.<br />

Hier kann<br />

man bei einer Wanderung auf dem<br />

Wasserfallweg die Gedanken<br />

schweifen und die Seele baumeln<br />

lassen. Aufregend wird es bei einer<br />

rasanten Fahrt mit den Mountaincarts<br />

im Ski- und Wandergebiet Ladurns<br />

– ein Abenteuer für die ganze<br />

Familie. Von Ladurns führt auch<br />

der „Dolomieu Weg“ über urige Almen<br />

nach Süden bis zum Freizeitberg<br />

Rosskopf in Sterzing. Beide<br />

Wandergebiete sind mit neuen 10er-<br />

Kabinenbahnen erreichbar.<br />

Alpinstadt Sterzing<br />

Im Kontrast dazu bezaubert die alpine<br />

Fuggerstadt Sterzing mit ih-<br />

rem besonderen Charme und lädt<br />

zum Verweilen, Shoppen und Flanieren<br />

ein. Die prachtvollen Bürgerhäuser<br />

in bunten Farben, malerische<br />

Einkaufsstraßen, mittelalterliche<br />

Plätze und eine Bergkulisse,<br />

die zum Greifen nahe scheint, fallen<br />

ins Auge. Von italienischer Designermode<br />

bis hin zu traditionellen<br />

Südtiroler Handwerksprodukten<br />

bietet Sterzing für jeden Shopping-Geschmack<br />

ein vielfältiges<br />

Angebot. Für einen „Aperitivo“ sowie<br />

die für Südtirol typische Kombination<br />

aus alpiner bis mediterraner<br />

Küche öffnen stilvolle Cafés<br />

und Restaurants ihre Tore.<br />

Rosskopf und Pfitschtal<br />

Nur wenige Fußminuten vom historischen<br />

Stadtzentrum von Sterzing<br />

entfernt landet man im Ski- und<br />

Wandergebiet Rosskopf. Das Sommer-Highlight<br />

<strong>2023</strong> hier ist die neue<br />

Sommerrodelbahn „Rosskopf Panorama<br />

Mountain Coaster“! Wahrlich<br />

sehenswert ist rund um Sterzing<br />

auch das ursprüngliche Pfitschtal<br />

mit seiner einzigartige Berg-Skyline<br />

oder das ländlichen Freienfeld mit<br />

seinen klassischen Südtiroler Dörfern<br />

und Burgen.<br />

Weitere Informationen unter:<br />

www.sterzing.com, www.gossensass.org<br />

132


Malerisches<br />

Pflerschtal<br />

Das Aktivhotel Panorama ist<br />

der ideale Ausgangspunkt für<br />

Touren im ruhigen Pflerschtal.<br />

FOTOS: Hannes Niederkofler<br />

Wer über den Brenner in<br />

den Süden fährt, überschreitet<br />

die Alpen an geschichtsträchtigen<br />

Passstraßen zwischen<br />

den markanten Zillertaler<br />

und Stubaier Alpen. Gleich auf der<br />

Südseite des Alpenhauptkammes<br />

zweigt das Pflerschtal in westlicher<br />

Richtung ab und führt den Besucher<br />

ins Tal der Felsen und Gletscher,<br />

hin zum mächtigen Tribulaun<br />

und zum schneebedeckten Gipfel<br />

der Weißwand. Für sportliche Bergwanderer<br />

ist dieses Südtiroler Wandergebiet<br />

ein Geheimtipp.<br />

Zwischen saftig grünen Wiesen<br />

und am Fuß des schroffen Gipfels<br />

des Tribulauns haben wir einen Ort<br />

geschaffen, in dem Sie Spaß, echte<br />

Erlebnisse, gute Weine, bestes Essen<br />

und Erholung genießen. Das<br />

Pflerschtal ist der urige Ruhepol<br />

unter den Südtiroler Tälern und<br />

gleichzeitig das Tal der Wasserfälle<br />

abseits der Touristenmassen. Finnische<br />

Sauna, Dampfbad, Panoramaund<br />

Heu-Ruheraum sind die High-<br />

lights in unserem kleinen Wellnessund<br />

Wohlfühlbereich. Tauchen Sie<br />

ein in eine Welt fernab von allem<br />

Alltagsstress und Lärm.<br />

Mehr Infos auf:<br />

www.hotel-panorama.it


BERGFEX<br />

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Mit der Pro-Version<br />

der App<br />

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Finde oder plane deine Lieblingstour mit<br />

der Bergfex-Touren-App – als Wanderer<br />

oder Mountainbiker.<br />

Auch <strong>SPORTaktiv</strong> nutzt diese<br />

tolle Internetplattform: Dank der<br />

Bergfex-Profis können wir in diesem<br />

<strong>Outdoorguide</strong> <strong>2023</strong> einen Gesamtüberblick<br />

über die österreichischen<br />

Sommerbergbahnen und ihre<br />

Angebote liefern.<br />

Apropos: Wie erfolgreich und<br />

gern genutzt bergfex.at ist, beweist<br />

allein diese imponierende Zahl:<br />

Europas größte touristische Bergsportplattform<br />

wird pro Monat bis<br />

zu 200 Millionen Mal aufgerufen.<br />

Wir sehen uns in den Bergen!<br />

Weitere Informationen unter:<br />

www.bergfex.at/apps<br />

134


Zurück zum<br />

Ursprung<br />

Entlang des Schwarzen<br />

und Großen Regen das<br />

ARBERLAND durchqueren.<br />

Über sich das dichte Blätterdach<br />

des Bayerischen Waldes,<br />

daneben das funkelnde<br />

Wasser des langsam fließenden<br />

Flusses, Sonnenflecken tanzen über<br />

den Weg, der am Ufer des Schwarzen<br />

Regen entlangführt. Der Flusswanderweg<br />

durch das ARBER-<br />

LAND im urwüchsigen Bayerischen<br />

Wald ist etwas ganz Besonderes.<br />

An den weitverzweigten und<br />

wildromantischen Quell- und Nebenflüssen<br />

des Regen wandert man<br />

stromaufwärts zur Regenquelle im<br />

Böhmerwald. Auf Etappen zwi-<br />

schen 15 und 24 km Länge geht es<br />

quer durch das ARBERLAND, vorbei<br />

an alten Orten, der unberührten<br />

Natur von „Bayerisch Kanada“<br />

oder den Ausläufern des Nationalparks<br />

Bayerischer Wald. Das Teilstück<br />

zwischen den Etappenorten<br />

Teisnach und Regen wird mit der<br />

Waldbahn zurückgelegt. Die Nähe<br />

zum Schienennetz birgt zudem die<br />

Möglichkeit, die Streckenlänge in-<br />

dividuell zu gestalten oder nur<br />

einzelne Etappen zu gehen.<br />

TIPP: Im Juni und<br />

Juli bietet das<br />

ARBERLAND die<br />

einzelnen Etappen<br />

als geführte Wanderungen<br />

an.<br />

Mehr Infos auf:<br />

wandern.arberland-bayerischer-wald.de<br />

FOTOS: woidlife photography, Sandra Schrönghammer<br />

Wandern zu<br />

sich selbst<br />

Echt, unverfälscht und<br />

einzigartig zeigt sich die<br />

Natur entlang des Lebenswegs<br />

im Waldviertel.<br />

Warum er „Lebensweg“<br />

heißt? Weil er dazu einlädt,<br />

das Leben bewusst<br />

wahrzunehmen und zu reflektieren.<br />

Fragen rund um vergangene und<br />

zukünftige Lebensabschnitte finden<br />

entlang des Weges genügend Platz<br />

und Raum. Wer zwischendurch<br />

eine Auszeit braucht, den bringen<br />

unzählige Naturerlebnisse wie die<br />

Ysperklamm oder der Kremstal-<br />

Canyon zum Staunen. In Form einer<br />

Achterschleife zeichnet die<br />

FOTOS: Waldviertel Tourismus, Studio Kerschbaum<br />

Route in 13 Etappen den Weg von<br />

der Wiege bis ins hohe Alter und<br />

darüber hinaus nach. Grandiose<br />

Ausblicke, skurrile Felsformationen,<br />

tosende Gewässer und inspirierende<br />

Kraftplätze sind stetige<br />

Begleiter auf den 260 Kilometern.<br />

Der Herzstein, Schloss Pöggstall<br />

und der idyllische Edlesberger See<br />

sind nur einige Höhepunkte dieser<br />

Tourdaten<br />

Länge: über 260 km, 13 Etappen<br />

Dauer: 76 h<br />

Höhenmeter: ca. 6038 hm<br />

höchster Punkt: Peilstein (1061 m)<br />

tiefster Punkt: Leiben (277 m)<br />

Schwierigkeit: mittel<br />

ANGEBOT:<br />

8 Tage Wandern am Lebensweg<br />

ab € 603 p. P. im DZ<br />

eindrucksvollen Weitwanderung<br />

durchs niederösterreichische<br />

Waldviertel.<br />

Weitere Informationen per Mail oder unter:<br />

info@waldviertel.at<br />

www.waldviertel.at/lebensweg<br />

135


TOURISMUS Wanderunterkünfte<br />

Wandern mit<br />

Starthilfe<br />

Nur gut essen und gut schlafen war gestern. Ausgeschilderte<br />

„Wander-Herbergen“ sind das beste Basislager, um<br />

dem alpinen Gast ein ideales Umfeld für einen unvergesslichen<br />

Wanderurlaub zu garantieren. von Thomas Polzer<br />

W<br />

er wie der „Tourismusverein<br />

der Wanderhotels<br />

in Europa“<br />

allein in Österreich,<br />

Südtirol und im deutschen<br />

Schwarzwald aktuell 58 ausgeschilderte,<br />

familiär geführte Unterkünfte<br />

betreut, der ist wohl der perfekte<br />

Ansprechpartner, um der Frage<br />

nachzugehen, welchen Mehrwert<br />

diese spezialisierten Hotels ihren<br />

Gästen liefern. Und so hat auch Geschäftsführerin<br />

Nina Truntschnig<br />

die Antwort sofort parat: „Wandern<br />

ist ja nicht nur Spazierengehen.<br />

Man bewegt sich in den Bergen,<br />

also auf einem Terrain, das nicht<br />

ganz ungefährlich ist. Das erfordert<br />

Vorbereitung, Wissen, eine entsprechende<br />

Ausrüstung – und genau<br />

da bietet ein Wanderhotel einen<br />

umfangreichen Service.“ Gleich ein<br />

Paradebeispiel dafür: Die Suche<br />

nach der schönsten Route vor Ort<br />

und das aufwendige Planen der<br />

Tour wird dem Gast eines Wanderhotes<br />

von hauseigenen, bestens ausgebildeten<br />

Wanderguides abgenommen.<br />

„So bleibt mehr Zeit für schöne<br />

Dinge und sicherer unterwegs<br />

ist man auch.“ Apropos Sicherheit:<br />

Da streicht Nina Truntschnig ein<br />

weiteres großes Plus heraus, das<br />

speziell Single-Urlauber betrifft:<br />

„Gerade Alleinreisende werden in<br />

einem Wanderhotel nie allein gelas-<br />

sen. Denn dank der organisierten<br />

Wandertouren, die wöchentlich in<br />

den Wanderhotels angeboten werden,<br />

können auch Singles gemeinsam<br />

mit Gleichgesinnten und somit<br />

auch sicherer in den Bergen unterwegs<br />

sein.“<br />

Mit dem Gastgeber auf Tour<br />

Das „Aktivhotel Panorama“ in<br />

Pflersch in Südtirol ist eines dieser<br />

Mitglieder im Reigen der „Wanderhotels“.<br />

Und so weiß dessen Geschäftsführer<br />

Harald Siller aus erster<br />

Hand, was typische „Wanderhotels“<br />

ausmacht: „Das Thema Wandern<br />

und Bewegung in der Natur ist<br />

einfach überall im Betrieb sichtbar<br />

und spürbar. Die Inhaber oder leitenden<br />

Mitarbeiter sind stets auch<br />

passionierte Wanderer, die den Gast<br />

gezielt bei seinen Anliegen unter-<br />

DIE EXPERTINNEN<br />

Mag. (FH) Nina Truntschnig<br />

Geschäftsführerin Tourismusverein<br />

Wanderhotels in Europa<br />

www.wanderhotels.com<br />

Kaja Leveringhaus<br />

Miteigentümerin und Mitgeschäftsführerin<br />

der Explorer Hotels<br />

www.explorer-hotels.com<br />

Harald Siller<br />

Hotelier (GF und Kundenbetreuung)<br />

im Aktivhotel Panorama in Südtirol<br />

www.hotel-panorama.it<br />

FOTOS: Aktivhotel Panorama/ Hannes Niederkofler<br />

136


OUT<br />

MITTENDRIN. Wanderunterkünfte<br />

- wie hier das<br />

„Aktivhotel Panorama“ in<br />

Pflersch in Südtirol, zeichnet<br />

auch perfekte die Lage aus.<br />

137


BEPANTHEN<br />

Kleine<br />

Verletzungen<br />

gut versorgt<br />

Bepanthen® Plus<br />

desin fiziert und<br />

heilt – und beugt so<br />

Infektionen vor.<br />

Kleine Unfälle und Verletzungen<br />

sind schnell passiert, vor allem<br />

auch beim Sport. In den meisten<br />

Fällen handelt es sich um oberflächliche<br />

Wunden wie Schürf-, Riss-,<br />

Kratz- oder Schnittwunden, bei denen<br />

die oberen Hautschichten lokal geschädigt<br />

sind.<br />

In der Regel kommt es dabei nur<br />

zu einer leichten Blutung mit geringfügigen<br />

Schmerzen. Bei offenen Wunden<br />

besteht jedoch die Gefahr einer<br />

Wundinfektion. Aus diesem Grund ist<br />

es wichtig, die Wunde zu desinfizieren,<br />

um Infektionen vorzubeugen.<br />

Bepanthen ® Plus Creme vereint<br />

den desinfizierenden Wirkstoff Chlorhexidin<br />

mit dem wundheilungsfördernden<br />

Dexpanthenol.<br />

Dank des dualen Wirkprinzips eignet<br />

sich Bepanthen ® Plus Creme zur<br />

Behandlung von oberflächlichen Wunden<br />

aller Art, bei denen das Risiko einer<br />

Infektion besteht.<br />

Bepanthen ® Plus ist<br />

auch als handlicher Spray<br />

erhältlich – ideal zur<br />

Erstver sorgung und für<br />

unterwegs.<br />

Mehr Infos unter:<br />

www.bepanthen.at<br />

Über Wirkung und mögliche unerwünschte Wirkungen<br />

informieren Gebrauchsinformation, Arzt oder Apotheker.<br />

CH-20220511-44<br />

ANZEIGE / FOTOS: Bepanthen<br />

FOTOS: Explorer Hotels/Christian Seitz<br />

stützen. Diese Unterstützung beginnt<br />

bei der Beratung zu geplanten<br />

Touren, deren Schwierigkeiten, zur<br />

benötigten Ausrüstung, zu Öffnungszeiten<br />

und allgemeinen Tipps, und<br />

sie endet nicht zuletzt bei den zumindest<br />

drei geführten Touren, die verbindlich<br />

jede Woche angeboten und<br />

von versierten Wanderguides begleitet<br />

werden. Bei uns im Aktivhotel<br />

Panorama“, weiß Harald Siller, „ist<br />

es oft sogar ein Familienmitglied,<br />

das mit den Gästen unterwegs ist.“<br />

Gemeinsam ist allen Wanderhotels<br />

die Tatsache, dass sie stets an<br />

einem der schönsten Plätze der Alpen<br />

liegen, inmitten eines gut ausgewiesenen<br />

Wanderwegenetzes, wo die<br />

Wanderungen unterschiedlichster<br />

Schwierigkeiten meist direkt vor<br />

der Hoteltür starten. „Zum Rundum-Service<br />

gehören aber auch zahlreiche<br />

praktische Kleinigkeiten, die<br />

einen Wanderurlaub erleichtern“,<br />

führt Nina Truntschnig aus, „wie<br />

etwa eine Wanderbibliothek mit ausführlicher<br />

Info rund um die Region,<br />

kostenfreien Wanderkarten, eine<br />

Schuhputzstation und vieles mehr.“<br />

Bei diesem Service geht Harald<br />

Siller beispielgebend für sein<br />

„Aktiv hotel Panorama“ gern noch<br />

mehr ins Detail: „Neben kostenloser<br />

Leihausrüstung vom Rucksack über<br />

Stöcke bis zur Kindertrage oder gewünschten<br />

Lunchpaketen bieten wir<br />

auch ein Wandertaxi an, das unsere<br />

Gäste zu ihren individuell geplanten<br />

Touren bringt und wieder abholt.<br />

Dazu gehören natürlich die täglichen<br />

Informationen zum aktuellen<br />

Wetter, zum öffentlichen Nahverkehr<br />

sowie die individuellen Tourenvorschläge<br />

für jeden Wandertyp<br />

durch unseren Wanderhotel-Concierge<br />

oder die Organisation eines<br />

Bergführers für anspruchsvolle<br />

hochalpine (Kletter-)Touren.<br />

Natürlich beschränkt sich die<br />

Gästebetreuung nicht aufs „Wanderbare“:<br />

Die Wanderhotels haben zusätzlich<br />

umfangreiche Aktivprogramme<br />

für die Gäste parat – von Bike-Touren<br />

über Yogastunden, Fitnessangebote<br />

bis hin zum „Waldbaden“,<br />

Erlernen von Atemtechniken usw.<br />

„Die Möglichkeiten zur Regeneration<br />

und zur Ruhe in der umliegenden Natur<br />

oder je nach Hotel in großzügigen<br />

Wellnessbereichen sind ein ganz<br />

wichtiger Aspekt in unseren Wanderhotels“,<br />

sagt Nina Truntschnig.<br />

Perfekte „grüne“ Basislager<br />

Der exklusiven Betreuung des Wandergastes<br />

haben sich auch die „Explorer<br />

Hotels“ verschrieben, die<br />

zehn Unterkünfte im österreichischen<br />

und deutschen Alpenraum betreiben.<br />

„Alle unsere Hotels sind in<br />

Aussehen und Bauweise gleich,<br />

klärt Kaja Leveringhaus, Mitgründerin,<br />

Miteigentümerin und Mitgeschäftsführerin<br />

der „Explorer Hotels“<br />

auf. „Sie sind als Passiv häuser<br />

errichtet und waren von Anfang an<br />

als grüne Basislager in den Bergen<br />

gedacht.“ Generell zugeschnitten<br />

auf sportliche Entdecker, die es zu<br />

Fuß, auf dem Bike oder mit den Ski<br />

in die Natur zieht, und zwar mit vielen<br />

Tourenmöglichkeiten gleich von<br />

der Hoteltüre weg. „Tourenvorschläge<br />

finden unsere Gäste auf der<br />

Tourenvorschläge<br />

finden Gäste der<br />

„Explorer Hotels“<br />

auf der interaktiven<br />

Touchwall.<br />

138


Auch viele Familien schätzen die Annehmlichkeiten, die Professionalität<br />

und die Herzlichkeit der „Wanderhotels in Europa“.<br />

interaktiven Touchwall in der Lounge wie auch in der<br />

hoteleigenen App. Die Mitarbeiter im Hotel verstehen<br />

sich auch als Urlaubsberater und stehen mit<br />

Tipps und Infos zur Verfügung. Das Führen von Touren<br />

überlassen wir den lokalen Bergschulen und Guides,<br />

aber wir geben hier gerne Kontakte und Tipps<br />

weiter“, sagt Kaja Leveringhaus. Ein reichhaltiges<br />

Frühstücksbuffet gehört in allen „Explorer Hotels“<br />

ebenso zur Grundausstattung wie der Sport-Spa oder<br />

die Waschmaschine für die Gäste. Bewusst verzichtet<br />

aber wird auf ein hoteleigenes Restaurant, „um<br />

die Wertschöpfung vor Ort zu fördern. Daher werden<br />

auch unsere Sport- und Freizeitangebote mit regionalen<br />

Partnern umgesetzt.“ Das Thema Nachhaltigkeit<br />

ist in den „Explorer Hotels“ seit dem Bau des ersten<br />

Hauses ein sehr wichtiger Aspekt. „Unser Hotel in<br />

Oberstdorf war überhaupt das erste Passivhaus-Hotel<br />

Europas. Und jedes weitere folgt diesem Vorbild.“<br />

Heißt konkret: Eine sehr aufwendige thermische Gebäudehülle<br />

sorgt für minimalen Energieverlust, Solar-<br />

und Photovoltaikanlagen sowie eine Biogas-<br />

Brennwerttherme maximieren die Energiegewinnung.<br />

„Zum ökologischen Hotelkonzept zählen alle<br />

Maßnahmen der Energie-Ersparnis, aber auch eine<br />

nachhaltige Einkaufspolitik vor Ort, die auf regionale<br />

Produkte und umweltzertifizierte Lieferanten<br />

setzt,“ ergänzt Kaja Leveringhaus.<br />

Auch den „Wanderhotels“ ist es ein Bedürfnis,<br />

die regionalen Kreisläufe zu unterstützen und auszubauen.<br />

„Wir vom ,Aktivhotel Panorama‘ bemühen<br />

uns, vom Frühstücksbuffet bis zum Abendessen nur<br />

regionale und gesunde Zutaten und Speisen auf den<br />

Teller zu bekommen“, sagt Harald Siller. Und Nina<br />

Truntschnig verweist nicht zuletzt darauf, „dass viele<br />

unserer Hotels mit Umwelt- und Nachhaltigkeitszertifikaten<br />

ausgezeichnet sind. Ob Verwendung natürlicher<br />

Ressourcen, der bewusste Umgang mit Lebensmitteln<br />

respektive die regionale Wertschöpfung<br />

dahinter oder auch eine ökologische Betriebsführung<br />

werden von unseren ,Wanderhotels‘ gelebt. Weil uns<br />

wohl allen, ob Gast oder Gastgeber, bewusst ist, dass<br />

die Natur ein stets schützenswertes Gut ist.“<br />

FOTOS: Wanderhotels/Martin Lugger<br />

Aus dem Rother Wanderführer »Zugspitze«, (c) Dieter Seibert und Franziska Baumann<br />

Die schönsten Touren<br />

Wanderglück in<br />

BAYERN<br />

In den Rother Wanderführern verraten Kenner ihre Top Auswahl<br />

– vom Klassiker bis zum Geheimtipp. Aktuell und zuverlässig,<br />

mit allen Infos und geprüften GPS-Tracks. Auch als Rother App.<br />

Entdecke alle Wanderziele in Deutschland, den Alpen und weltweit auf<br />

rother.de


TOURISMUS Wanderunterkünfte<br />

Wanderunterkünfte<br />

TIROL<br />

Das Walchsee Aktivresort –<br />

Kaiserwinkl<br />

Naturerfahrung pur am Kaisergebirge:<br />

Vom „Das Walchsee“ aus kannst<br />

du zahlreiche Almenparadiese auf<br />

sanften oder anspruchsvolleren Pfaden<br />

erwandern oder an Kraftplätzen<br />

der Region neue Energie tanken.<br />

Das „Move & Relax“-Konzept komplettiert<br />

den Aktivurlaub in Balance.<br />

www.daswalchsee.at<br />

Explorer Hotel Ötztal<br />

Perfektes Basislager für Aktivurlaub<br />

im Ötztal: Moderne Design-Zimmer<br />

und ein reichhaltiges Frühstücksbuffet<br />

erwarten dich. Für die<br />

Regeneration gibt es Sport-Spa mit<br />

Sauna, Dampfbad & Infrarotkabine.<br />

Tourenvorschläge kommen von den<br />

Explorer-Buddies und/oder von der<br />

Explorer-Wall.<br />

www.explorer-hotels.com/tirol<br />

FOTO: Pletzer Resorts/ Ringler<br />

Kohlerhof – Zillertal<br />

Sommerurlaub im Zillertal: atemberaubendes<br />

Gebirgspanorama, jede<br />

Menge frische und klare Bergluft,<br />

fantastische Fernblicke und zahlreiche<br />

Ausflugsmöglichkeiten begeistern.<br />

Vom Kohlerhof startet man zu<br />

Fuß oder bequem mit der Spieljochbahn<br />

ins Wandervergnügen.<br />

www.kohlerhof.com<br />

Almhof Family Resort & Spa –<br />

Zillertal<br />

Familien-Wanderhotel im Zillertal.<br />

Tommy, Sport- und Wellnesstrainer<br />

und ausgebildeter Wanderführer,<br />

zeigt die schönsten Aussichtspunkte<br />

der wunderschönen Region, auf<br />

einer ausgedehnten Nordic Walking<br />

Tour, Einstimmungswanderung oder<br />

Gebirgswanderung in mittlere<br />

Höhenlagen.<br />

www.familyresort.at<br />

Hotel Jägerhof – Zams<br />

Wanderbarer Service wird im Hotel<br />

Jägerhof in der Ferienregion Tirol-<br />

West großgeschrieben. Egal ob mit<br />

Guide Benni oder auf eigene Faust<br />

– in der Wanderregion rund um das<br />

Hotel gibt es einiges zu entdecken.<br />

Ein Highlight: Die Talstation der<br />

Gondelbahn Venet liegt direkt vor<br />

der Hoteltür.<br />

www.jaegerhof-zams.at<br />

Sorglos loswandern? Spezialisten wie die Pletzer Resorts machen es möglich.<br />

SALZBURG<br />

Hotel Glemmtalerhof –<br />

Saalbach Hinterglemm<br />

Das Hotel befindet sich in der Region<br />

Saalbach Hinterglemm und ist<br />

ein familiengeführtes Wanderhotel.<br />

Erfahrene Wanderführer bieten an 3<br />

bis 5 Tagen geführte Bergtouren<br />

und Almwanderungen an. Ausrüstung<br />

wie Wanderstöcke und Rucksäcke<br />

können ausgeliehen werden.<br />

www.glemmtalerhof.com<br />

Premium-Wanderhotel Walchhofers<br />

Alpenhof – Filzmoos<br />

Der Alpenhof ist Mitglied der Premium-Wanderhotels,<br />

bietet Rundum-Wanderbetreuung,<br />

-beratung<br />

und perfektes Wanderservice. Von<br />

Juni bis Oktober werden Themenwanderwochen<br />

von Blumen und<br />

Kräutern bis zu Kunst und Kultur<br />

angeboten. Wellnessbereich, Badeteich<br />

und Saunawelt bieten Entspannung<br />

danach.<br />

www.alpenhof.com<br />

Der Pongauerhof – Flachau<br />

Der familiengeführte Pongauerhof<br />

in Flachau bietet einen erlebnisreichen,<br />

genussvollen und authentischen<br />

Wanderurlaub und ist ein offzielles<br />

Wanderhotel. Erfahrene<br />

Wanderexperten unterstützen bei<br />

der Tourenplanung, Wanderwege<br />

beginnen vor dem Hotel, kostenlose<br />

geführte Touren werden geboten.<br />

www.pongauerhof.at<br />

Wanderhotel Kirchner –<br />

Bramberg<br />

Das Hotel in Bramberg am Wildkogel<br />

trägt das Österreichische Wandergütesiegel<br />

als Wanderbetrieb.<br />

Hier dreht sich alles rund ums Wandern:<br />

6 geführte Wanderungen mit<br />

den hoteleigenen Wander-Guides<br />

gibt es pro Woche, eine Infothek<br />

mit Hunderten Tourenvorschlägen,<br />

Verleih und Wandershop im Hotel<br />

u. v. m. stehen bereit.<br />

www.wanderhotel.at<br />

KÄRNTEN<br />

Trattlerhof & Chalets –<br />

Bad Kleinkirchheim<br />

„I feel GUT. Seit 1642“ – so lautet<br />

das Motto im Basecamp für Wanderungen<br />

inmitten der Nockberge<br />

in Bad Kleinkirchheim. Geführte Erlebnistouren,<br />

kostenlose Nutzung<br />

der Bergbahnen, Top-Kulinarik und<br />

ein entspannendes Wellnessangebot<br />

treffen auf traditionelle ländliche<br />

Gemütlichkeit.<br />

www.trattlerhof.at<br />

Dorf Schönleitn – Faaker See<br />

Das Hoteldorf Schönleitn bietet<br />

Urlaub am See und in den Bergen –<br />

in idyllischer Lage am Sonnenhang<br />

oberhalb des Faaker Sees. Die supergemütliche<br />

Dorfatmosphäre mit<br />

24 Bauernhäusern im Landhausstil<br />

und 94 Appartements überzeugt<br />

wie der hauseigene Wellness-Bereich<br />

oder das Restaurant am Dorfplatz.<br />

www.schoenleitn.at<br />

Falkensteiner Hotel Carinzia –<br />

Nassfeld<br />

Grenzenlose Wander-Freiheit lässt<br />

sich rund um das Falkensteiner<br />

Hotel Carinzia in den Regionen<br />

Nassfeld-Pressegger See und Weissensee<br />

erleben. Nach einer umfangreichen<br />

Umbauphase bis Anfang<br />

Juli bietet das Hotel dann die perfekten<br />

Voraussetzungen für deinen<br />

Wander-Urlaub.<br />

www.falkensteiner.com<br />

140


Unterkunftsübersicht online<br />

auf www.sportaktiv.com<br />

FOTO: Landhotel Stockerwirt:<br />

Macht schon beim<br />

Aufstehen Lust<br />

auf Wandern: die<br />

Aussicht im Landhotel<br />

Stockerwirt<br />

in Vorderstoder.<br />

OBERÖSTERREICH<br />

Romantikhotel Almtalhof –<br />

Grünau im Almtal<br />

Direkt am Fuße des Toten Gebirges<br />

und abseits von Durchzugsstraßen<br />

bietet die faszinierende Naturlandschaft<br />

in und um Grünau im Almtal<br />

ein besonderes Erlebnis. Gepflegtes<br />

Ambiente, heimelige Zimmer und<br />

viel österreichische Gastfreundschaft<br />

bietet das 4-Sterne-Haus<br />

Romantikhotel Almtalhof.<br />

www.almtalhof.at<br />

Landhotel Stockerwirt<br />

Vorderstoder<br />

Es ist Mitglied der Vereinigung der<br />

Wanderspezialisten im NP Kalkalpen.<br />

Das kostenlose Wandertaxi<br />

bringt die Gäste individuell zum<br />

Ausgangspunkt der Wanderung.<br />

Top: geführte Rangertouren durch<br />

das UNESCO-Weltnaturerbe.<br />

www.wanderspezialisten.at<br />

STEIERMARK<br />

Aldiana Salzkammergut<br />

Bad Mitterndorf<br />

In idyllischer Lage auf der Hochebene<br />

um Bad Mitterndorf bietet das<br />

Aldiana Salzkammergut mit der angeschlossenen<br />

Grimming-Therme<br />

den idealen Ausgangspunkt für<br />

Outdooraktivitäten mit anschließendem<br />

Regenerationsprogramm<br />

in der Therme. Lokale Guides bieten<br />

geführte Touren.<br />

www.aldiana.com<br />

Hotel Schwaigerhof Rohrmoos<br />

Der Schwaigerhof ist DAS Wanderhotel<br />

in Schladming. Idealer Ausgangspunkt<br />

für Wanderungen zu<br />

Bergseen, Quellen und Wasserfällen<br />

in unmittelbarer Nähe. Insidertipps<br />

gibt es direkt von den Mitgliedern<br />

der Familie Schwaiger.<br />

wwww.schwaigerhof.at<br />

NIEDERÖSTERREICH<br />

Hotel Schwarz Alm Zwettl<br />

Genieße einen traumhaften Wanderurlaub<br />

im Waldviertel – die<br />

Wanderungen entlang der Flusslandschaften<br />

des Kamps werden dir<br />

lange in Erinnerung bleiben. Tipp:<br />

Zwei Mal pro Woche werden geführte<br />

Wanderungen mit ortskundigen<br />

und zertifizierten Wanderführern<br />

geboten.<br />

www.schwarzalm.at<br />

BAYERN<br />

Panorama Hotel Oberjoch<br />

Im Sommer verwandelt sich das<br />

Hotel in ein Wanderhotel. Kein<br />

Wunder, denn die Bedingungen in<br />

Oberjoch mit den unzähligen Wanderwegen<br />

könnten nicht besser sein.<br />

Hast du gerne jemand Ortskundigen<br />

dabei? Beim kostenfreien<br />

Aktiv programm ist bestimmt auch<br />

für dich das Richtige dabei.<br />

www.panoramahotel-oberjoch.de<br />

ITALIEN<br />

Aktivhotel Panorama –<br />

Pflerschtal<br />

Das Aktivhotel in Gossensass gehört<br />

zu den besten Wanderhotels in<br />

Italien. Ganz im Sinne der „best alpine“-Philosophie<br />

erfüllt das Hotel<br />

etliche Kriterien: Wanderwege direkt<br />

vor der Tür, die Gastgeber sind<br />

selbst passionierte und erfahrene<br />

Wanderexperten, kostenlose geführte<br />

Touren, Wandertaxi u. v. m.<br />

www.hotel-panorama.it<br />

SLOWENIEN<br />

Berghotel Sexten<br />

Ein Hotel inmitten der magischen<br />

Sextener Dolomiten mit Blick auf<br />

die Drei Zinnen. Es punktet mit<br />

langjähriger Erfahrung im alpinen<br />

Bereich, geführten Wanderungen,<br />

Wanderstöcken, Rucksack und<br />

mehr zum Ausleihen, dazu einer genussreichen<br />

wie gesunden Küche<br />

und mit seinem Wellness-Angebot.<br />

www.berghotel.com<br />

141


PERSONALITY<br />

Sebastian Copeland<br />

142


Magie<br />

der Kälte<br />

Mit seinen Bildern zeigt uns der von Norrøna unterstützte<br />

Polarforscher Sebastian Copeland, wie<br />

schön die Natur ist. Ein Gespräch über die Rolle des<br />

Menschen auf der Erde – über extreme Expeditionen<br />

und die Magie der Kälte.<br />

von Axel Rabenstein<br />

FOTO: Sebastian Copeland<br />

ebastian, in deinem<br />

S<br />

Leben geht es darum,<br />

die Komfortzone zu<br />

verlassen. Wonach<br />

suchst du?<br />

Für mich geht es immer<br />

um eine enge Verbindung zur<br />

Natur, um das Gefühl des Ausgesetztseins<br />

in der Weite, im Unbekannten.<br />

Als Teenager las ich Bücher<br />

von Jack London und Jules<br />

Verne. Später verschlang ich Biografien<br />

von Roald Amundsen und<br />

Ernest Shackleton. Zu dieser Zeit<br />

fasste ich den Entschluss, Polarforscher<br />

zu werden.<br />

Warum zieht dich die Kälte so<br />

magisch an?<br />

Vielleicht, weil man dort keine<br />

Menschen trifft. Unsere Städte sind<br />

so künstlich. Ich möchte das wahre<br />

Leben spüren und nahe bei mir<br />

selbst sein. Wenn du deine Ruhe<br />

haben willst, dann ist das Eis ein<br />

ziemlich geeigneter Ort dafür.<br />

Was hat dich die Natur gelehrt?<br />

Das Erste, was ich gelernt habe, ist:<br />

Natur zeigt keine Empathie. Wenn<br />

du in den Polarregionen unterwegs<br />

bist, realisierst du schnell, wie<br />

dünn die Linie zwischen dem Überleben<br />

und dem Ende deiner Existenz<br />

ist. In jeder Entscheidung und<br />

jeder deiner Bewegungen musst du<br />

sehr akkurat vorgehen. Dein Gaskocher<br />

gibt den Geist auf, ein<br />

Schneesturm weht dein Zelt weg,<br />

du trittst in eine Gletscherspalte:<br />

All dies kann den sicheren Tod<br />

bedeuten.<br />

Was ist so schön daran, sich solchen<br />

Gefahren auszusetzen?<br />

Natürlich versuche ich, die Variablen,<br />

die ich beeinflussen kann, unter<br />

Kontrolle zu halten. Dennoch erlebst<br />

du die pure Kraft der Natur und das<br />

ist eine gute Sache. Es macht dich<br />

demütig. Es zeigt dir, in welch entfremdeten<br />

Blasen wir leben.<br />

Nämlich?<br />

Der Strom kommt aus der Steckdose,<br />

das Essen aus dem Kühl-<br />

Du erlebst die pure<br />

Kraft der Natur. Das<br />

ist eine gute Sache.<br />

Es zeigt dir, in welch<br />

entfremdeten Blasen<br />

wir leben.<br />

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PERSONALITY<br />

Sebastian Copeland<br />

schrank, und unseren Abfall<br />

schmeißen wir in die Mülltonne.<br />

Dafür zahlen wir Geld. Fertig. Die<br />

Herausforderungen des Alltags<br />

sind eine Rechnung in einem Briefumschlag.<br />

Mit dem echten Leben<br />

hat das nicht mehr viel zu tun. Unsere<br />

Art zu leben wird nicht von<br />

Dauer sein, es wird zunehmend<br />

schwer für uns werden. Ich mache<br />

mir Gedanken darüber, welche Rolle<br />

wir als Menschen auf diesem Planeten<br />

einnehmen. Wie wir unsere<br />

negative Beziehung zur Natur wieder<br />

in etwas Positives verwandeln.<br />

Wo sollen wir anfangen?<br />

Ich persönlich versuche, mit meiner<br />

Arbeit Unternehmer und Politiker<br />

zu erreichen. Meine Botschaft<br />

ist simpel: Natur hat eine Sprache.<br />

Nur wenn wir es lernen, diese Sprache<br />

zu sprechen, können wir in<br />

Harmonie miteinander leben. Die<br />

Natur hat kein Bewusstsein, ihr ist<br />

egal, ob es eiskalt ist oder schrecklich<br />

heiß. Ob es genug Wasser für<br />

uns Menschen gibt oder nicht. Die<br />

Sprache lernen, um zuhören zu können,<br />

was die Natur uns mitteilt: Das<br />

ist es, was ich versuche zu tun. Indem<br />

ich Daten analysiere, wie das<br />

abschmelzende Eis unsere Umwelt<br />

beeinflusst. Das mache ich als Fotograf<br />

und Klimaadvokat.<br />

Sind wir Menschen noch Teil der Natur?<br />

Oder auf diesem Planeten zu<br />

Fremdkörpern geworden?<br />

Wir machen Fortschritte, aber das<br />

Ausmaß unseres negativen Einflusses<br />

wird trotzdem größer. Es ist wie<br />

auf einem Laufband. Wir laufen<br />

schnell, aber das Band läuft noch<br />

schneller. Deshalb verlieren wir an<br />

Boden. Im Jahr 2018 war die Welt<br />

zu 9,2 Prozent zirkulär. Heute ist sie<br />

nur noch zu 7,1 Prozent zirkulär.<br />

Weil mehr Menschen Zugang zu<br />

Konsum haben und mehr Unternehmen<br />

mehr Produkte herstellen.<br />

Wenn ich auf die Frage antworten<br />

soll, ob wir als Menschen so etwas<br />

FOTOS: Sebastian Copeland<br />

wie eine antagonistische, von der<br />

Natur entfremdete Spezies sind,<br />

dann würde ich leider sagen: Ja,<br />

das sind wir.<br />

Glaubst du an unsere intellektuellen<br />

und technischen Fähigkeiten, das<br />

Steuer herumzureißen?<br />

Wir haben die Fähigkeiten. Aber sie<br />

kollidieren mit der Gier nach Konsum,<br />

Geld und Macht. Wir lieben<br />

unser heutiges Leben. Das Zeitalter<br />

der fossilen Brennstoffe hat uns<br />

Wohlstand beschert. Aber die Realität<br />

ist, dass es dafür einen Preis zu<br />

bezahlen gilt. Darauf versuche ich<br />

mit meiner Arbeit aufmerksam zu<br />

machen.<br />

Nur wenn die Menschen<br />

die Schönheit<br />

der Natur vor Augen<br />

haben, werden sie<br />