Messer liefert Bau- unternehmen Equipment und Know-how f

messergroup

Messer liefert Bau- unternehmen Equipment und Know-how f

on air

Nr. 11 · April 2009 Das Magazin für Industriegase

8

6

Ronan Morvan und

Jean-René Le Torrec

sprechen über die

MegaTop-Flaschen.

Titelthema

Messer liefert Bauunternehmen

Equipment

und Know-how für die

Betonkühlung.

14

Sauerstoff-Anreicherung

verbessert Fischzucht in

Belgien.


2 : Inhalt

Vorwort : 3

Aktuelles : 4–5

Gespräch : 6–7

Die Handhabung kam einer kleinen

Revolution gleich.

René Deux sprach mit Ronan Morvan und Jean-

René Le Torrec über den Einsatz von MegaTop

beim Schiffsbau.

Messer Welt : 12–13

Neuester Stand im Anlagenbau

Ein Blick auf die Baustellen

Stickstoff-Generatoren im Bau

On Site-Anlagen

Flaschenhersteller schont Ressourcen

doppelt

In Österreich hilft Messer mit CO2 beim

Pet-Flaschen-Recycling.

Bestätigung für Qualität und Kundenzufriedenheit

Neue Zertifizierungen in Spanien und Serbien

Gas-o-thek : 14

Fischzucht mit O2-Anreicherung VitaFish setzt auf Sauerstoff bei der Tilapien-Zucht.

Gasette : 15

Tipps, Termine, Wissenswertes

Titelthema : 8–11

Kältetherapie für harte Brocken

Um Beton auf optimaler Bearbeitungstemperatur zwischen 5 °C und 25 °C

zu halten, bietet Messer effiziente Lösungen auf Basis tiefkalter Gase an und

liefert der Bauindustrie das erforderliche Equipment und Know-how.

Jens Tauchmann, Manager Application Technology Industry

der Messer Group, schreibt in unserer Titelgeschichte über die

Möglichkeiten, Beton mit tiefkalten Gasen auf der optimalen

Verarbeitungstemperatur zu halten.

Kunde Chantiers Piriou setzt die flexible

Schweißgasflasche MegaTop im Schiffsbau ein.

Foto: PET to PET

Aussortieren ist der erste

Schritt der Recycling-Stufe.

Fischzucht in Belgien bei VitaFish

Impressum

Herausgeber:

Messer Group GmbH

Corporate Communications

Otto-Volger-Straße 3c

D-65843 Sulzbach

Redaktionsteam:

Diana Buss – verantwortlich

Tel.: +49 6196 7760-361

diana.buss@messergroup.com

Benjamin Auweiler, Thomas

Böckler, Christoph Erdmann,

Tim Evison, Michael Holy,

Anita Kötél, Monika Lammertz,

Angélique Renier, Joachim

Rohovec, Marlen Schäfer

Konzept und Realisation:

Maenken Kommunikation GmbH

Von-der-Wettern-Straße 25

D-51149 Köln

Übersetzung:

Context GmbH

Elisenstraße 4–10

D-50667 Köln

Vielen Dank allen Autorinnen

und Autoren!

Fotos: Mareike Tocha (Titelbild

und Titelthema); Frank Beloncle,

(Gespräch); PET to PET;

Syngenta; Böhler-Uddeholm AG

Unter www.messergroup.com

finden Sie alle Informationen

über on air sowie die Kontaktdaten

des Redaktionsteams.

on air erscheint viermal pro

Jahr in den Sprachen Deutsch,

Englisch und Ungarisch.

on air 11 · 2009


Das Redaktionsteam

Chefredaktion:

Diana

Buss

Corporate Office:

Benjamin

Auweiler

on air 11 · 2009

Tim

Evison

Anwendungstechnik:

Thomas

Böckler

Monika

Lammertz

Production & Engineering:

Dr. Christoph

Erdmann

Region Westeuropa:

Angélique

Renier

Region Zentraleuropa:

Michael

Holy

Region Südosteuropa:

Anita

Kötél

Marlen

Schäfer

Joachim

Rohovec

Liebe Leserinnen und liebe Leser,

Vorwort : 3

schauen Sie sich einmal ganz aufmerksam

in Ihrer näheren Umgebung um: wo immer

zurzeit gebaut wird, sei es im Tief-, Hochoder

Straßenbau, Beton ist der Stoff, der

dabei am häufigsten zum Einsatz kommt.

Diese Tatsache an sich ist sicherlich noch

nichts Neues für Sie. Aber haben Sie gewusst,

dass sich Beton, wenn er zu warm wird,

nur schwer verarbeiten lässt und in seiner

Qualität nachlässt? Um zu vermeiden, dass

die viel gefragte Baumischung gerade in den

Sommermonaten auf Temperaturen von über

25 °C steigt, helfen tiefkalte Gase dabei, den Stefan Messer

Baustoff auf der richtigen Temperatur zu

halten. Unser Mitarbeiter und Autor Jens Tauchmann erklärt Ihnen in der Titelstrecke

ausführlich und fachlich versiert, wie die Kühlverfahren exakt funktionieren

und welche Lösungen und Anwendungen Messer entwickelt hat, Beton optimal für

die unterschiedlichsten Bauvorhaben einzusetzen.

Auch beim Tunnelbau ist Beton der bevorzugte Baustoff. In der spanischen

Metropole Barcelona leistet Messer zurzeit aber einen ganz anderen Beitrag zu

einem Eisenbahntunnel für den Hochgeschwindigkeitszug AVE. Lesen Sie, wie wir

mit unseren Gasen zur Montage und Wartung des riesigen mechanischen Maulwurfs

beitragen, der das Tunnelloch schließlich in die katalanische Erde treibt.

Machen wir einen Sprung vom Land- zu den Wasserwegen – genauer: zum

Schiffsbau. Trotz der enormen Größe der Stahlkolosse ist es immer wieder notwendig,

auch in den kleinsten Ecken und Winkeln Schweißarbeiten durchzuführen.

Dabei sind individuelle Lösungen gefragt, die Messer unter anderem mit der kleinen

Schweißgasflasche MegaTop bietet. In unserm Gespräch erläutern Ronan Morvan

und Jean-René Le Torrec von der französischen Werft Chantiers Piriou, warum die

Arbeit mit MegaTop die ideale Lösung für den Schiffsbau ist.

Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Lesen.

Beste Grüße,

Ihr

Stefan Messer


4 : Aktuelles

Tunnelbau für Hochgeschwindigkeitszug

im Herzen Barcelonas

In den Untergrund der spanischen Millionenmetropole Barcelona begibt

sich Messer zurzeit. Dort entsteht ein 4,8 Kilometer langer Tunnel für

die Strecke des spanischen Hochgeschwindigkeitszugs AVE, die die katalanische

Hauptstadt mit der französischen Grenze verbinden soll. Drei

Kilometer dieses Tunnels werden direkt unterirdisch mit einer Tunnelvortriebsmaschine

in den Boden

getrieben, wobei Messer seinen

Beitrag bei Montage, Wartung

und Demontage dieses mechanischen

Maulwurfs mit der

Lieferung von Gasen leisten

wird. Dabei kommen Sauerstoff,

Acetylen und das Schweißschutzgas

Ferromix zum

Einsatz. Die Bauarbeiten an

dem Tunnel sollen in zwei

Jahren abgeschlossen werden.

Asco gewinnt wichtigen Partner

Marion Riedel, Messer Ibérica

Bei Aufbau, Wartung und

Demontage dieses mechanischen

Maulwurfs leistet

Messer in Barcelona seinen

Beitrag.

Mit der ThyssenKrupp Industrieservice GmbH hat die Messer

Gruppe einen weiteren namhaften Kunden für ihr Gesamtkonzept

im Bereich der Trockeneisproduktion gewonnen. Ende November

2008 installierte Asco in Hagenbach bei Karlsruhe (Deutschland)

einen Trockeneispelletizer des Typs A120P. Die dort produzierten

drei Millimeter großen Pellets verwendet ThyssenKrupp ausschließlich

zur Trockeneisstrahlreinigung. Zugleich hat Asco

vor Ort eine CO2-Tankanlage aufgestellt, die die

Messer Industriegase GmbH zukünftig mit flüssigem

Kohlendioxid befüllen wird. Die Produktionsanlage

ist zunächst noch als Pilotprojekt

zu verstehen, da ThyssenKrupp bei positivem

Verlauf auch weitere Trockeneisproduktionsstandorte

mit Asco aufbauen will.

Angelina Donati, Asco

CO2-Tankanlage für

ThyssenKrupp in Hagenbach

Foto: Böhler-Uddeholm AG

Für die Wärmebehandlung seiner Stahlprodukte

bezieht Böhler Stickstoff von Messer.

Böhler jetzt auch Kunde

in Rumänien

Nachdem Messer bereits in Österreich, Deutschland,

in der Slowakei und in Ungarn gute Kontakte zur

Böhler-Uddeholm AG unterhält, entschied sich das

Edelstahl- und Werkstoffunternehmen dazu, Messer

auch in Rumänien mit der Zulieferung von Gasen

zu betrauen. In Rumänien benötigt Böhler flüssigen

Stickstoff für die Wärmebehandlung seiner Produkte,

Ammoniak für Nitrierprozesse sowie eine Kältekammer.

Zum einen produziert Böhler Stahl und verkauft ihn

über seine Niederlassungen individuell nach Kundenwunsch.

Zum anderen können Kunden von ihnen selbst

produzierte Teile bei Böhler einer Wärmebehandlung

unterziehen lassen. Der Vertrag zwischen Messer und

Böhler beinhaltet die Lieferung von 100.000 Kubikmetern

Stickstoff pro Jahr.

Paula Mocanu, Messer Romania

Wetterfest: Helium trägt

Messtechnik in die Atmosphäre

Der Deutsche Wetterdienst in Stuttgart und Essen bringt

mit Helium von Messer seine Messgeräte in die freie

Atmosphäre. Radiosonden werden mit Heliumballons in

Höhen von bis zu 35 Kilometern getragen. Die Sensoren

messen Luftdruck, Lufttemperatur und Feuchte sowie

Höhenwinde und übermitteln die Daten an die Bodenstationen,

wo die Messsignale empfangen, aufbereitet

und an die Nachrichtenzentrale des Wetterdienstes abgesetzt

werden, damit sie dort unmittelbar ihren vielfältigen

Verwendungszwecken zugeführt werden können. Der

Deutsche Wetterdienst betreibt derzeit acht aerologische

Stationen; die Radiosondenstationen in Essen und

Stuttgart werden automatisch betrieben. Weltweit gibt

es zirka 800 Stellen, an denen Radiosonden aufgelassen

werden, wobei sich einige auch auf Schiffen und Plattformen

auf dem Meer befinden.

Mario Tavano, Messer Industriegase

on air 11 · 2009


Gut verpackt in Ost und West

Die Schweizer Josef Müller Gemüse AG,

ein Verarbeitungsbetrieb für frisch zugeschnittene

und verzehrfertige Salate, setzt

auf das Know-how von Messer. Seit Januar

dieses Jahres liefert Messer Gase und das

komplette Gasversorgungssystem in der

Produktion, einschließlich der Gasmischer.

Im jetzigen Ausbaustand produziert das

Unternehmen auf bis zu sieben Linien,

wobei auf drei Linien Gasgemische bei der

Verpackung der Salate zum Einsatz kommen.

Während der Stickstoff mit einem

Generator vor Ort direkt hergestellt wird,

N Mit Stickstoff trägt Messer in Ungarn zur Qualitätssicherung von alko-

2

Qualität erhalten mit Stickstoff

wird die CO2-Versorgung über einen 10.000-

Liter-Tank und die Sauerstoff-Versorgung

mittels Flaschenbündeln sichergestellt.

Die Anwendung von Gasen ist in der

bosnisch-herzegowinischen Lebensmittelindustrie

noch nicht sehr verbreitet. Aus

diesem Grund hat Messer dort im Herbst

2008 an einem Symposium für Bäcker teilgenommen

und die Einsatzmöglichkeiten

und Anwendungen von Gasen in der Food-

Industrie vorgestellt. Dies war Anlass für

die Firmen Sprinden und Klas, auch für ihre

Produkte die Vorteile beim Verpacken mit

holfreien Getränken und Fruchtsäften bei. Die ungarische Firma Gramex

verfügt an ihrem neuen Standort in der Nähe von Budapest über ein

modernes PET-Flaschen-Abfüllsystem mit einer Stickstoffspülstation, für

die Messer jährlich mehr als 700.000 Kubikmeter Stickstoff liefert. Die

Flaschen werden vor der Abfüllung mit gasförmigem Stickstoff ausgespült.

Dieser Prozess bewirkt, dass Getränke, die keine Konservierungsstoffe

enthalten,

vorqualitätsschädigender

Oxidation

geschützt werden.

Anita Kötél,

Messer Hungarogáz

Stickstoff für den

qualitativen Genuss

von Getränken aus

PET-Flaschen

Foto: Syngenta

Gasen zu nutzen. Die Unternehmen setzen

jetzt Gourmet N70 und N90, Mischungen

von N2 und CO2, für die Verpackung von

Sandwichs und Kuchen ein.

Karlheinz Lauerbach, Messer Schweiz

Esma Djuzel, Messer Sarajevo Plin

Ein neues Versorgungssystem setzt Messer in der

Schweiz bei der Firma Syngenta in Monthey ein,

einem weltweit führenden Unternehmen im Agrargeschäft.

Die Überwachung der Betriebsgase von

sechs Labors und die Belieferung durch Messer

zweimal pro Woche vereinfachen für Syngenta das

Bestellwesen sowie die Terminüberwachung und

reduzieren zudem die Lieferkosten. Dieses gemeinsam

mit dem Kunden erarbeitete und im Juni 2008

eingeführte System brachte dem Syngenta-Laborgaseteam

den internen FAR Award ein, der für

zuverlässiges (Fiabilité), flexibles (Agilité) und

schnelles (Rapidité) Arbeiten vergeben wird.

Pierre Vitali, Messer Schweiz

Aktuelles : 5

Beim Verpacken von Salat setzt die Josef

Müller Gemüse AG auf Gase von Messer.

Syngenta forscht

für nachhaltige

Landwirtschaft.

Neues Versorgungssystem

für Syngenta


6 : Gespräch

„Die Handhabung kam einer kleinen Revo

Bereits seit fünf Jahren auf dem Markt, firmiert die kleine Schweißgas-

flasche für den mobilen Einsatz nun unter der Bezeichnung MegaTop.

Ein Kunde der ersten Stunde ist die französische Werft Chantiers Piriou.

Ronan Morvan und Jean-René Le Torrec erläutern uns, warum sie sich

für MegaTop entschieden haben.

IHR ANSPRECHPARTNER: on air: Bitte stellen Sie Ihre Werft zunächst kurz vor.

Ronan Morvan: Wir bauen und reparieren Fischereiboote

wie Trawler und Langleiner sowie Arbeitsboote,

darunter Schuten, Fähren und Schlepper von bis zu

100 Metern Länge. Wir bieten eine umfassende Lösung

von der Konstruktion über den Bau bis zur Wartung

und Instandhaltung von Booten. In 40 Jahren hat sich

Piriou mit mehr als 300 Schiffsneubauten einen inter-

René Deux

nationalen Ruf erworben. Um wettbewerbsfähig zu

Vertriebsingenieur Sales

bleiben, betreiben wir nicht nur Werften in der Bre-

Messer France S.A.S

Tel.: +33 (0) 240 95 29 35 tagne, sondern auch in Nigeria, Vietnam und auf

rdeux@messer.fr

Mauritius. In Polen sind wir zudem mit einem Pla-

Sprache:

nungsbüro vertreten. In Concarneau beschäftigen wir

200 Mitarbeiter im Schiffsbau auf einem Gelände von

insgesamt 25.000 Quadratmetern, wovon 15.000 Quadratmeter

aus Gewerbegebäuden bestehen. Für den

Bau der Stahl- und der Aluminiumboote sind 50 Schweißer

unter der Aufsicht von Jean-René Le Torrec tätig.

on air: Welche Boote bauen Sie zurzeit?

Produktionsleiter

Ronan Morvan (r.)

und Jean-René

Le Torrec (M.), verantwortlich

für

Schweißarbeiten,

von der französischen

Werft Chantiers Piriou

erläutern René Deux

im Interview, warum

sie auf den Einsatz der

MegaTop-

Schweißgasflasche

schwören.

Jean-René Le Torrec: 2009 konnten wir drei wichtige

Aufträge verbuchen: einen Langleiner für die Südsee,

einen Thunfischfänger für den Einsatz im indischen

Ozean und eine Fähre für den Einsatz auf der Gironde

im Südwesten Frankreichs. Das verspricht einen wachsenden

Bedarf an Schweißgasen.

on air: Wozu benötigen Sie die MegaTop-Flaschen?

Jean-René Le Torrec: In den Werkstätten erfolgt die

Gaseversorgung über Leitungsnetze aus festen Tanks,

die zentral oder über Flaschenbündel versorgt werden.

Auf den Booten ist dies nicht möglich. Deshalb müssen

wir dort mobile Flaschen einsetzen.

on air: Warum haben Sie sich für MegaTop entschieden?

Jean-René Le Torrec: Der große Vorteil ist das geringe

Gewicht der Flaschen. Die Schweißer sind vor Ort

mobiler und flexibler einsetzbar. Außerdem lassen sich

die Flaschen problemlos in den Aufgängen einsetzen,

was bei Arbeiten an Bord wichtig ist.


lution gleich“

Ronan Morvan: Flexibilität ist Zeit und Geld.

on air: Abgesehen von der einfachen Handhabung:

Welche Argumente sprechen noch für MegaTop?

Jean-René Le Torrec: Der integrierte Druckminderer ist

wirklich von Vorteil. Die Anzeigen ermöglichen es uns,

den Gasinhalt in Echtzeit zu kontrollieren und Verluste

zu vermeiden. Die integrierten Druckminderer sind

zudem besser vor Beschädigungen geschützt, falls die

Flasche fallen sollte. Bei unserem intensiven Einsatz

von Gasflaschen bedeutet das erhebliche Einsparungen.

on air: Was halten Sie von den drei vorgegebenen

Durchflussmengen bei MegaTop?

Jean-René Le Torrec: Wir begrüßen diese Einrichtung.

Wenn die Durchflussmengen frei einstellbar sind,

wählen Schweißer gerne die maximale Stellung, was

den Verbrauch in die Höhe treibt, ohne die Qualität

der Arbeit zu verbessern. Die Durchflussmenge von

15 Litern pro Minute ist für die meisten Schweißarbeiten

geeignet. Bei zu starkem Gasdurchfluss kann

außerdem die Oxidationsbeständigkeit der Schweißnaht

leiden.

on air: War die 300-bar-Technologie von MegaTop

für Sie ein Argument?

Jean-René Le Torrec: Auf jeden Fall. Die MegaTop-

Flasche wiegt nur 40 Kilogramm, hat aber fast den

Inhalt einer B50-Flasche, die volle 85 Kilogramm

wiegt. Die leichte Handhabung der neuen Flaschen

kam einer kleinen Revolution gleich, denn früher

on air 11 · 2009

Die Schweißarbeiten an

den Schiffen erfordern

den mobilen Einsatz von

Gasflaschen. MegaTop

ist aufgrund des geringen

Gewichts da genau

die richtige Lösung.

mussten wir an Bord Hebegeschirr einsetzen, um die

schweren Flaschen bewegen zu können.

on air: Ist die Qualität des Argongases ein wichtiger

Faktor für Sie?

Jean-René Le Torrec: Selbstverständlich. Wir wissen,

dass das Argon in den MegaTop-Flaschen eine Qualität

von 4.5 aufweist, also eine Gase-Reinheit von 99,995

Volumenprozent hat. Außerdem sind die Flaschen mit

Überdruckventilen versehen, um eine Verunreinigung

durch Luftfeuchtigkeit zu vermeiden.

Angélique Renier, Messer France

MegaTop – ideal für den mobilen Einsatz

Gespräch : 7

IHR ANSPRECHPARTNER:

Jean-Luc Marchand

Vertriebsingenieur Sales

Messer France S.A.S.

Tel.: +33 (0) 6-71-98-07-16

jlmarchand@messer.fr

Sprachen:

MegaTop ist die neue Bezeichnung für eine Schweißgasflasche, die für den

mobilen Einsatz ideal geeignet ist. Die Wortbestandteile „Me“ und „ga“

des neuen Namens stehen dabei für „Messerund „Gas“.

Die kleine Baugröße B20 (20 Liter) der Flasche ermöglicht in Verbindung

mit dem praktischen Griff eine mühelose und unkomplizierte Handhabung.

Durch den höheren Druck von 300 bar hat die Flasche deutlich mehr Inhalt

bei gleichem Flaschenvolumen (sechs

bis sieben Kubikmeter, je nach

Gasgemisch). Der integrierte Druckminderer

sorgt für einen optimalen

Schutz des Benutzers. Die kalibrierten

Anschlüsse der drei Ausgänge am

Druckminderer ermöglichen die Wahl

einer vorgegebenen Durchflussmenge

je nach Verwendungszweck von acht,

15 oder 20 Litern pro Minute.

MegaTop ermöglicht Schweißarbeiten

auf engstem Raum.


8 : Titelthema

Kältetherapie

Diese Zementkühlanlage

in der Nähe

von Innsbruck

(Österreich) beliefert

Messer mit tiefkalten

Gasen.

on air 11 · 2009


für harte Brocken

Wird Beton zu warm, lässt er sich schwer verarbeiten. Um das zu vermeiden,

können Beton oder Zuschlagstoffe mit tiefkalten Gasen gekühlt werden.

Messer liefert der Bauindustrie das erforderliche Equipment und Know-how.

Beton ist weltweit die unangefochtene Nummer

eins unter den Baustoffen. Im vergangenen Jahr wurden

laut Verein Deutscher Zementwerke (VDZ) allein

hierzulande 27 Millionen Tonnen Zement zu rund

90 Millionen Kubikmetern Beton verarbeitet. Mit dieser

Menge ließe sich der Kölner Dom rund zweihundertfünfundzwanzigmal

ausgießen. Beton ist tragfähig,

flexibel zu verarbeiten, quasi zeitlos stabil und in den

unterschiedlichsten Ausführungen erhältlich.

Durch Modifikation der Rezeptur lässt sich Beton

konfektionieren und vielseitig im Tief-, Hoch- und

Straßenbau einsetzen. Ob es darum geht, eine Etagendecke

oder eine Tunnelwand zu gießen, die tragenden

Teile einer Markthalle in Fertigbauweise zu produzieren

oder wasserdichte Rohrelemente für die öffentliche

Kanalisation zu fertigen: Beton lässt sich in jede Form

bringen und, in Verbindung mit einer adäquaten

Bewehrung wie Stahl, zu stabilen Fundamenten, Staudämmen

oder Brückenpfeilern verarbeiten. Vorausgesetzt,

alle Verarbeitungsschritte verlaufen fehlerfrei.

Verarbeiten lässt sich Beton ohne Qualitätseinbußen

zwischen 5°C und 25°C. Liegt die Temperatur des

on air 11 · 2009

Frischbetons außerhalb dieses Bereichs, kann die

Betonqualität leiden. Um diesen Sachverhalt, der

unmittelbar mit der Zementchemie zusammenhängt,

einmal zu verdeutlichen, ein Blick auf die Details:

Beton besteht im Wesentlichen aus drei Zutaten:

1. einer Gesteinskörnung wie Sand, Kies, Schotter oder

Splitt, 2. Wasser und 3. Zement. Zement ist eine bei

1.450 °C gebrannte Mischung von Kalkstein, Ton, Sand

und Eisenerz, die nach dem Brennvorgang vermahlen

wurde. Im trockenen Zustand zeigt das graue Zementpulver

keinerlei Reaktion. Mit Wasser aber bildet

es eine Art Leim, der nach und nach aushärtet beziehungsweise

abbindet, wie der Baufachmann sagt.

Das rechte Temperaturmaß

Das Abbinden von Zement erfolgt im Verlauf einer

chemischen Reaktion mit Wasser (Hydratation) unter

Freisetzung von Wärme (Hydratationsenergie). Dabei

bilden die Inhaltsstoffe des Zements hauptsächlich

stabile, nadelförmige Kristalle, die mit der Zeit wachsen

und sich miteinander verzahnen. Sand, Kies und

auch der Bewehrungsstahl, also alle Ausgangsstoffe,

Titelthema : 9

Gottfried Hatz von Messer

Austria bei der Einweisung

eines Kunden in die Funktionsweise

der Zementkühlanlage

IHR ANSPRECHPARTNER:

Jens Tauchmann

Manager Application Technology Industry

Messer Group

Tel.: +49 (0) 2151 7811-228

jens.tauchmann@messergroup.com

Sprachen:

weiter auf Seite 10


10 : Titelthema

Messer bietet nicht nur

tiefkalte Gase, sondern auch all

sein Know-how rund um die

Zementkühlung. Dazu

gehört auch die Überwachung

der Zementkühlanlagen.

deren Aufgabe es ist, Lebensdauer und Stabilität des

Betons zu erhöhen, werden fest miteinander verbunden.

Damit die Hydratation mit zufriedenstellenden

Resultaten verläuft, müssen Rahmenbedingungen eingehalten

werden, etwa die Mindesttemperatur von

5 °C bei der Verarbeitung des Frischbetons; darunter

bindet der Zement nicht oder nur teilweise ab. Damit

vor allem im Winter gewährleistet ist, dass der Baustoff

erhärtet, lassen sich die Zuschlagstoffe vorwärmen

oder wärmeisolierende Schalungen einsetzen.

Während der temperierende Effekt der Hydratation

im Winter willkommen ist, kann er in der warmen

Sommerzeit Probleme bereiten. Bei hohen Temperaturen

nämlich, etwa ab 30 °C, verlieren die Betonzusatzmittel

ihre verflüssigende Wirkung und damit

Vergleich der Hydratationswärme eines gekühlten

und eines ungekühlten Betons der Kategorie B45

Hydratationsenergie

der Frischbeton zunehmend seine Fließfähigkeit und

leichte Verarbeitbarkeit. Darüber hinaus spielt die

Hydratationswärmeentwicklung vor allem auch bei

massigen Mauteilen eine Rolle. Infolge der Wärmeausdehnung

von Beton können Spannungen auftreten,

die zu Rissen führen, die bis tief in den Betonkern

hineinreichen. Durch diese Risse können Luft und

Feuchtigkeit eindringen und den Beton sowie die

eingeschlossene Bewehrung angreifen.

Anforderungsprofil definiert das

Kühlverfahren

Um die Temperatur des Frischbetons im Sommer auf

einen für seine Verarbeitung optimalen Wert zwischen

5 °C und 25 °C einzustellen, bietet Messer effiziente

Die Wärmeentwicklung im Verlauf der Reaktion von Zement mit Wasser lässt sich

vereinfacht (und mit Akzeptanz einer gewissen Unschärfe) als Umkehrung dessen

bezeichnen, was beim Brennen der vermahlenen Zementzutaten im Ofen

geschah: Durch Zufuhr großer Wärmemengen werden die kristallinen

Bestandteile aufgebrochen, und das enthaltene Kristallwasser verflüchtigt sich.

Erhalten bleibt die Fähigkeit, wieder zu einem Kristall heranzuwachsen. Das

geschieht im Verlauf der Hydratation unter Bindung von Wasser. Die Höhe der

freiwerdenden Hydratationsenergie ist abhängig vom Maß der Wasserbindungskraft.

Vergleichen lässt sich dieser Sachverhalt mit einer gespannten Bogensehne:

Je größer die Spannung, die durch Muskelkraft erzeugt wurde, desto

weiter fliegt der Pfeil. Je ausgeprägter das „Verlangen“ der Zement-Bestandteile

ist, Wasser zu binden, desto größer ist die resultierende Hydratationsenergie.

on air 11 · 2009


Gottfried Hatz berät den Mischmeister vom Kunden

BauBeton vor Ort.

Lösungen auf Basis tiefkalter Gase, namentlich flüssigen

Stickstoff (LN2) oder flüssiges Kohlendioxid (LCO2). Die Experten des Unternehmens haben in zahlreichen

Versuchsreihen unterschiedliche Verfahren zur Kühlung

des Betons beziehungsweise der Zuschlagstoffe untersucht,

die sich heute in der Praxis bewähren:

Um kleine bis mittlere Mengen Beton um wenige

Grade zu kühlen, wird zum Beispiel LN2 über Lanzen

im Fahrmischer in den Baustoff eingetragen. Der Prozess

wird als Lanzenkühlung bezeichnet. Das geht

schnell und kann unmittelbar an der Baustelle erfolgen.

Als besonders effizient erweist es sich allerdings,

den Zement zu kühlen (Cryoment-Verfahren), insbesondere

bei hohen Außentemperaturen. Zwei Wege

sind dabei gangbar: Zum einen lässt sich der Zement

Je nach Witterung muss die Betontemperatur

bei der Verarbeitung um

1 bis 20 °C reduziert werden. Um einen

Kubikmeter Beton über Lanzen im

Fahrmischer (Lanzenkühlung) auf der

Baustelle im Schnitt um 5 °C abzukühlen,

braucht es rund 80 Kilogramm

tiefkalten flüssigen Stickstoffs (LN2). Bei diesem Verfahren wird zwar der

größte Teil der Verdampfungskälte des

Stickstoffs ausgenutzt, nicht aber das

gesamte Kältepotenzial des tiefkalten

Gases. Kühlt man hingegen anstelle

des Betons den Zement im Mischwerk,

on air 11 · 2009

wird auch der Kälteinhalt des tiefkalten

Gases genutzt. Der „Kältebedarf“

beim Zementkühlen ist daher in der

Regel nur halb so groß (!) wie beim

Lanzenkühlen im Fahrmischer.

Bleibt die Frage zu klären, welches

tiefkalte Gas dem Anwender den größten

Nutzen bietet: flüssiger Stickstoff

(LN2, Kälteeinsatz bis minus 196 °C)

oder flüssiges Kohlendioxid (LCO2, Kälteeinsatz bis minus 79 °C). Beide

Gase sind inert und lassen sich zum

Kühlen des trockenen Zements verwenden.

LCO2 bietet dem Anwender

Für diese Baustelle eines Wasserkraftwerks in Bulgarien

liefert Messer tiefkalte Gase zur Zementkühlung.

unmittelbar beim Einlagern im örtlichen Silo auf die

gewünschte Temperatur bringen (Cryoment-Flow-

Verfahren). Zum anderen besteht die Möglichkeit,

Zement just in time, also unmittelbar vor der Verarbeitung,

abzukühlen. Vorteil: Kalter Zement muss

nicht bevorratet werden, Kälteverluste lassen sich

sicher reduzieren.

Welches Verfahren prädestiniert ist und zum

Einsatz kommt, hängt nicht zuletzt ab von der Menge

des zu kühlenden Betons, dem Kühlzeitraum und

der Abkühlrate. Die erforderliche Feinjustierung wird

im Gespräch zwischen Messer-Experten und -Kunden

abgestimmt.

Jens Tauchmann, Messer Group

Kosten sparen und Effizienz steigern durch Änderung des Kühlverfahrens

jedoch zwei Pluspunkte: Zum einen

enthält flüssiges CO2 rund zehn

Prozent mehr Kälteenergie. Zum anderen

ist der Einfluss des verdampfenden

Gases stark reduziert; die erforderlichen

Filter können vergleichsweise

klein und kostensparend ausgeführt

werden: Aus einem Kilogramm LN2 entstehen durch Verdampfen rund 0,9

Kubikmeter Stickstoffgas. Die gleiche

Menge LCO2 nimmt mit 0,5 Kubikmetern

nur etwas mehr als die Hälfte

des Raumes ein.

Titelthema : 11


12 : Messer Welt

Bauarbeiten für neue Anlagen laufen

Siegen (Deutschland):

Die Montage sämtlicher Komponenten ist

in vollem Gange. Wir erwarten die Inbetriebsetzung

pünktlich im September 2009.

Salzgitter (Deutschland):

Die Bauarbeiten für die Salzgitter AG haben

begonnen. Als Erstes wird der Flachbodentank

für flüssigen Sauerstoff mit einem

Fassungsvermögen von zwei Millionen Litern

errichtet.

Zenica (Bosnien):

Im Sommer 2009 wird

ein neuer Hauptluftverdichter

installiert,

der den spezifischen

Energieverbrauch

des im Herbst 2008

angelaufenen Luftzerlegers

unseres

Kunden ArcelorMittal

Steel erheblich verringern

wird.

Luftzerleger für Mittal

Steel in Zenica,

Bosnien-Herzogowina

Stickstoff-Generatoren im Bau

Europa: Parallel zu den großen Luftzerlegungsanlagen

sind bei Messer auch vergleichsweise

kleine On Site-Anlagen im Bau, die gasförmigen

Stickstoff produzieren.

Dazu gehören drei kryogene Stickstoff-Generatoren

für die Kunden Bosch in Hatvan/Ungarn mit einer

Kapazität von 500 Normkubikmetern pro Stunde

(Inbetriebsetzung im Juli 2009), ABB in Lenzburg/

Schweiz mit einer Kapazität von 570 Normkubikmetern

pro Stunde (Inbetriebsetzung im August 2009)

und Spolchemie in Ústí nad

Labem/Tschechien mit einer

Kapazität von 870 Normkubikmetern

pro Stunde (Inbetrieb-

Rybnik (Polen):

Die Inbetriebsetzung wurde im April 2009

erfolgreich abgeschlossen. Der Luftzerleger

versorgt inzwischen unsere Kunden in Polen

und in den angrenzenden Ländern mit Flüssigsauerstoff,

-stickstoff und -argon.

Visp (Schweiz):

Messer hat die Anlage bereits kaltgefahren,

die Produktion von bis zu 12.000 Normkubikmetern

gasförmigem Sauerstoff pro Stunde

und 20.000 Normkubikmetern Stickstoff pro

Stunde für den Kunden Lonza wird noch im

Mai 2009 aufgenommen. Im Sommer wird der

Verflüssiger angefahren, der tiefkalte Luftgase

für Messer-Kunden in der Schweiz und in

Italien produziert.

Nantes (Frankreich):

Die Bauarbeiten sind in der Endphase, die

Montage der Hauptkomponenten wird gegenwärtig

vorbereitet.

Resita (Rumänien):

Auf der Baustelle herrscht Hochbetrieb, denn

die Installation sämtlicher Rohrleitungen

und der elektrischen Verkabelung ist die personalintensivste

Phase.

setzung im Oktober 2009). Darüber hinaus errichtet

Messer zurzeit eine Membrananlage für DuPont in

Frankreich. Diese Anlage mit einer Kapazität von

640 Normkubikmetern pro Stunde wurde so ausgelegt,

dass ein außergewöhnlich dynamisches Bedarfsprofil

sehr wirtschaftlich bedient werden kann. Der Kundenbedarf

kann zeitweise bis auf 80 Normkubikmeter pro

Stunde zurückgehen, und dabei nimmt der spezifische

Energieverbrauch im Vergleich zur Vollauslastung nur

sehr geringfügig zu.

Dr. Christoph Erdmann, Messer Group

Solche kryogenen Stickstoff-

Generatoren errichtet Messer

zurzeit in Ungarn, in der Schweiz

und Tschechien.

on air 11 · 2009


Foto: PET to PET

Flaschenhersteller schont Ressourcen doppelt

Österreich: In Müllendorf produziert die Firma PET

to PET Recycling Österreich GmbH aus gebrauchten

PET-Flaschen Ausgangsmaterial für neue PET-

Getränkeflaschen. Mit der dort neu errichteten

Produktionsstätte liefert PET to PET einen wichtigen

Beitrag für die moderne Kreislaufwirtschaft.

Auch innerbetrieblich setzt das Unternehmen das

Prinzip der Wiederverwertung um. Ein Beispiel dafür ist

die Mehrfachverwendung von Prozesswasser, das PET

to PET in der betriebseigenen Kläranlage zunächst

biologisch reinigt und anschließend über moderne

Membranfilteranlagen aufbereitet. Auf diese Weise

on air 11 · 2009

lassen sich bis zu 75 Prozent des Wassers wieder in

der Produktion als Prozesswasser einsetzen.

Damit die Umkehrosmoseanlage zuverlässig funktioniert,

ist es erforderlich, den pH-Wert des Wassers

konstant auf 7 abzusenken. Hierfür setzt PET to PET

auf eine pH-Regelung mit Kohlendioxid von Messer,

denn es reagiert im Wasser wie eine milde Säure.

Das Gas ist völlig problemlos im Handling und bei der

Lagerung, es vermeidet eine Aufsalzung des Konzentrats

und ist darüber hinaus kostengünstiger als die

Verwendung von Chemikalien.

Nicole Pichler, Messer Austria

Bestätigung für

Qualität und Kundenzufriedenheit

Spanien/Serbien/Rumänien: Auf die Produktqualität

und Kundenzufriedenheit legt Messer größten Wert,

was folgende Zertifizierungen bestätigen.

So ist Messer in Spanien bereits seit 1995 entsprechend

der Norm UNE EN ISO 9001 zertifiziert.

Die das Qualitätsmanagement

sowie die Kundenzufriedenheit berücksichtigende

Zertifizierung umfasst alle

Produktionsbereiche sowie das Marketing

und den Vertrieb aller Produkte. Im

vergangenen Jahr konnte das Unternehmen auch

auf dem Gebiet des Umweltschutzes entsprechend

der ISO 14.001 zertifiziert werden. Darüber hinaus

ist Messer außer in der Produktionsanlage und im

Füllwerk in Vilaseca nun auch in El Morell zur Herstellung

und Abfüllung von medizinischen Gasen

berechtigt. Gegenwärtig bereitet Messer in Spanien

..

das Audit für die OHSAS vor, ein Managementsystem

für den Gesundheits- und Arbeitsschutz. In Serbien ist

Messer Tehnogas seit 2004 nach ISO 9001, seit 2005

mit ISO 14001 und seit 2006 nach HACCP ( Hazard

Analysis Critical Control Points) zertifiziert. Darüber

hinaus verfügt Messer Tehnogas über die europäische

GMP (Good Manufacturing Practice –

Gute Herstellungspraxis) Zertifizierung für

ihren in Smederevo hergestellten medizinischen

Flüssigsauerstoff (LOX) sowie für das in Belgrad

hergestellte medizinische Distickstoffmonoxid (N2O). Das Zertifikat GMP hat in diesem Fall die rumänische

Gesundheitsbehörde ausgesellt, da Messer in Serbien

aus dem Luftzerleger in Smederevo (LOX) und dem

Werk in Rakovica (N2O) auch die Schwestergesellschaft

von Messer in Rumänien versorgt.

. .

Benjamin Auweiler, Messer Group

Aus alten PET-Flaschen

(Polyethylenterephtalat)

gewinnt PET to PET

Ausgangsmaterial

für neue.

Messer Welt : 13


14 : Gas–o-thek

Vorteile

auf einen Blick:

> optimaler Futterquotient

> schnelles Wachstum der

Fische

> hohe Besatzdichten

möglich

> optimale Sauerstoff-

Regelung

> hohe Widerstandsfähigkeit

der Fische

gegen Krankheiten

> weniger Frischwasserbedarf

In Aquakultur benötigen

die Tilapien neben

Wärme und Futter auch

genügend Sauerstoff,

um optimal zu wachsen.

Fischzucht mit O 2-Anreicherung

Belgien: Die belgische Firma VitaFish ist ein „Indoor“-Produzent für

Tilapien mit einer Produktionskapazität von 4.000 Tonnen Fisch pro Jahr.

Bei der Aufzucht der Fische greift VitaFish auf Gase von Messer zurück.

Die nach Art des „vertical farming“ organisierte Firma

VitaFish vereinigt alles unter einem Dach: In einem

riesigen Gebäudekomplex sind nicht nur die Zuchtstation

und der Brutplatz der Tilapien, sondern auch

Aufzucht, Verarbeitung und Verpackung untergebracht.

Entsprechend ihrer Herkunft aus Afrika und dem

Gebiet am Jordan (Israel/Jordanien) gedeihen Tilapien

bei 28 Grad Celcius. Damit im belgischen Klima Energie-

und Wasserkosten trotzdem niedrig bleiben, wird

das warme Wasser in einem Kreislauf geführt und kontinuierlich

in riesigen Biofiltern gereinigt. VitaFish ist

deswegen der Indoor-Produzent mit dem größten

Wasseraufbereitungssystem weltweit.

Gesundes Wachstum mit Luft und 0 2

Zur Wasseraufbereitung gehört auch die Anreicherung

des gereinigten Wassers mit Luft und reinem Sauerstoff,

unter anderem, um die Fische kontinuierlich mit

Sauerstoff zu versorgen. So ist es möglich, eine gleich

bleibende, optimale Fisch-Qualität bei hohem

Fischbesatz und schnellem Wachstum zu sichern.

Aufgrund des hohen Stickstoffanteils der Luft

(21 Prozent O2, 78 Prozent N2) kann die für Vita Fish

erforderliche Sauerstoffkonzentration über konventionelle

Belüftung allein nicht erreicht werden. Eine

intensivierte Belüftung würde nicht nur den Sauerstoffgehalt,

sondern auch den Stickstoffgehalt des

Wassers erhöhen, was zu der gefürchteten Gasblasenkrankheit

führen kann.

VitaFish setzt deswegen auf eine Kombination von

Luftsauerstoff und reinem Sauerstoff. Das Zweistufenverfahren

nutzt den höheren Partialdruck des reinen

Sauerstoffs voll aus und führt schließlich zu einer

höheren Endkonzentration von Sauerstoff im Wasser.

Dies ist für die Fische lebensnotwendig. So kann man

auch Spitzen wie den hohen Sauerstoffbedarf nach

dem Füttern leicht abfangen. Die Fische haben weniger

Stress und wachsen schneller. Zusätzlich nutzt man bei

VitaFish den gasförmigen Sauerstoff zur Produktion

von Ozon (O3), das zur Desinfektion dient.

Einbringen von Sauerstoff

Die Einbringung von Sauerstoff basiert auf einem

Gegenstromprinzip, wobei die Kontaktzeit zwischen

den Sauerstoffbläschen und dem Wasser verlängert

wird. Auf diese Weise wird mehr Sauerstoff aus den

Blasen im Wasser gelöst, was zu einem optimierten,

sprich wirtschaftlichen Sauerstoffeinsatz führt.

Denis Reydams und Steven Wante, Messer Benelux

Tilapien kamen ursprünglich

in Afrika und im Gebiet

am Jordan (Israel/Jordanien)

vor. Sie gehören zur Familie

der Buntbarsche und

werden auch Petrus-Fische

genannt. Entsprechend

ihrer Herkunft lieben sie

warme Temperaturen.


>

GEWINNSPIEL

Gewinnen Sie ...

... einen Messer-Modell-Truck im Maßstab 1:50

Und so einfach geht’s: Suchen Sie die Seite, auf

der das vollständige Bild zu nebenstehendem

Bildausschnitt zu finden ist, und senden Sie uns

die Seitenzahl per E-Mail zu an

diana.buss@messergroup.com

Wir gratulieren Tom Ossieur, Lantmännen-Knibake Benelux (Belgien). Er hat mit „Seite 4“ die richtige Lösung

in Ausgabe 10 gefunden und kann sich über das Buch „Cryo Cooking“ von Kristof Coppens freuen.

ADOLF-MESSER-PREIS

Ausgezeichnete Forschung mit Molekülen

Der mit 50.000 Euro dotierte Wissenschaftspreis der Adolf-

Messer-Stiftung geht an die Chemikerin Dr. Christina

Thiele. Die 33-jährige Wissenschaftlerin, die am Clemens-

Schöpf-Institut für Organische Chemie und Biochemie

der Technischen Universität Darmstadt forscht, erhält die

Auszeichnung für ihre Forschungsarbeiten zur Strukturbestimmung

organischer Verbindungen mit residualen

dipolaren Kopplungen. Diese Grundlagenforschung ist

www.adolf-messer-stiftung.de

Johann Ringhofer

(Messer Ungarn, r.) und

György Habsburg bei

der Spendenübergabe

on air 11 · 2009

* Mitarbeiter von Messer

und deren Angehörige

sind ausgeschlossen.

Einsendeschluss:

15. Juni 2009

Preisträgerin

Dr. Christina Thiele

unter anderem wichtig, damit die Wirksamkeit von

Arzneimitteln oder die Aktivität von Katalysatoren

verbessert werden können. Um junge Wissenschaftler

und ihre Forschung gezielt zu fördern, vergibt

die Adolf-Messer-Stiftung seit 1994 jährlich zwei

Preise: einen für Wissenschaftler der TU Darmstadt

und einen für Wissenschaftler der Johann Wolfgang

Goethe-Universität in Frankfurt am Main.

SPENDE FÜR UNGARISCHES ROTES KREUZ

Messer unterstützt Blutspendedienst

Gasette : 15

In Ungarn setzt sich Messer für den Blutspendedienst des Roten Kreuzes ein. Im Dezember letzten

Jahres überrreichte Johann Ringhofer, Geschäftsführer von Messer in Ungarn, dem Präsidenten

des Ungarischen Roten Kreuzes, György Habsburg, einen Scheck in Höhe von fünf Millionen Forint

(ca. 17.000 Euro). Damit wurde der Kauf so genannter Schüttelwaagen

für die Ausstattung von mobilen Spenden-Lkw ermöglicht. Dieses Gerät

vermischt das Blut fortlaufend, verrührt es mit Gerinnungshemmern

und Zuckerlösung und bestimmt das exakte Gewicht der Bluteinheit.

Dank der Unterstützung von Messer konnte das Rote Kreuz vier

Schüttelwaagen zusätzlich für seine mobilen Labore anschaffen.


Das lesen Sie in der nächsten Ausgabe:

Lasertechnik ist aus vielen Bereichen der Fertigung, Forschung und Medizin nicht

mehr wegzudenken. Entscheidend für den optimalen Einsatz ist aber die Auswahl

der Laser- und Arbeitsgase. Welche Lösungen und Anwendungen Messer seinen

Kunden bietet, lesen Sie in der nächsten Ausgabe.

Schwefelsäure ist weltweit die wichtigste anorganische Grundchemikalie. Zusammen

mit einer Partnerfirma entwickelte Messer ein Verfahren, das zu einer Kapazitätssteigerung

von bis zu 60 Prozent bei der Schwefelherstellung führt.

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