Ansprache des Kdt Log Br 1, Br Thomas Kaiser, anlässlich des Bri ...

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Ansprache des Kdt Log Br 1, Br Thomas Kaiser, anlässlich des Bri ...

Eidgenössisches Departement für Verteidigung,

Bevölkerungsschutz und Sport VBS

Schweizer Armee

Logistikbasis der Armee - Logistikbrigade 1

Ansprache des Kdt Log Br 1, Br Thomas Kaiser, anlässlich des Brigaderapports

vom 03.02.2012

Biel, den 03.02.2012

[Es gilt das gesprochene Wort]

"Kein Wind ist demjenigen günstig, der nicht weiss, wohin er segeln will."

"Aucun vent n’est favorable à celui qui ne sait pas où il veut naviguer."

Dieses Zitat von Michel de Montaigne, meine Damen und Herren, begründet diesen Rapport vortrefflich. Wir

haben zu wissen, wohin wir segeln wollen und zu segeln haben.

Auf dass alle Kommandanten sowie die Offiziere und höheren Unteroffiziere aus den Stäben der Log Br 1 selbst

bei Sturm und Gegenwind das gemeinsame Ziel nie aus den Augen verlieren.

Es geht heute darum, ihre Leistungen der vergangenen 12 Monate zu würdigen und die Schwergewichte für die

kommenden Dienstleistungen vorzugeben.

In diesem Geist habe ich Sie, geschätzte Kameraden, und Sie, werte Gäste, nach Biel aufgeboten bzw eingeladen.

Unter uns begrüsse ich besonders all jene Kader der Logistikbrigade 1, die zum ersten Mal an diesem militärischen

Rapport teilnehmen.

Une bienvenue toute particulière aux cadres de la brigade logistique 1 qui participent pour la première fois à notre

rapport !

Sehr geehrte Gäste, Ihre Anwesenheit hier im Kongresshaus Biel freut uns sehr. Sie ehren uns mit Ihrer Teilnahme,

herzlichen Dank.

Ein besonderer Dank geht an die Stadt Biel und an den Kanton Bern für die Gastfreundschaft, die Unterstützung

und das Wohlwollen.

De nombreux invités du monde politique, militaire et médiatique nous font l'honneur de leur présence. Chers

invités, vous marquez votre intérêt et votre engagement personnels en faveur de l'armée en général et pour notre

brigade en particulier; merci et soyez les bienvenus!

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Ich begrüsse:

Aus der Politik

• Herr Ständerat Paul Niederberger aus dem Kanton Nidwalden

• Herr Ständerat Urs Schwaller aus dem Kanton Freiburg

• Frau Vize-Landammann Esther Gasser, Volkswirtschaftsdirektorin des Kantons Solothurn und weil der Bereich

Militär auch ihrem Departement zugeordnet ist, ist Frau Gasser auch Gotte des Log Bat 62

• Herr Landesstatthalter Peter Reuteler, Sicherheitsdirektor des Kantons Schwyz und Götti des Log Bat 51

und des San Log Bat 82

• Der Stadtpräsident von Biel, Herr Eric Fehr ist noch mitten in einem Aktionsführungsprozess mit seinen Kolleginnen

und Kollegen des Bieler Stadtrates. Er wird später zu uns stossen, und uns dann in seiner Stadt

willkommen zu heissen

• Ainsi que Madame Anne-Caroline Graber, membre du Conseil du Jura bernois.

Ich begrüsse weiter aus der Armee

• Korpskommandant André Blattmann, Chef der Armee

• Divisionär Daniel Baumgartner, Chef der Logistikbasis der Armee und mein direkter Vorgesetzter

• Divisionnaire Daniel Roubaty, Commandant de la Formation supérieure des cadres de l'armée und erster Kdt

der Log Br 1 und damit mein Vor-Vorgänger in diesem Amt

• Der Oberfeldarzt, Divisionär Andreas Stettbacher, wird später zu uns stossen

• Oberst i Gst Jean-Michel Charmillot, Stellvertretender Kommandant des Lehrverbandes Logistik

• Col EMG Christophe Schallbetter, Officier adjoint superieure du Chef de l’Armée

• Oberst i Gst Thomas Scheibler, Kommandant der höheren Unteroffizierslehrgänge

• Oberst i Gst Beat Kocherhans, Kommandant der Instandhaltungsschulen in Thun und Lyss

• Oberstleutnant Herbert Barton, Kommandant der Spitalschulen in Moudon

• Major EMG Fabien Rebord, Chef planification de la securité militaire

• Chefadjutant Hans Schwab, Führungsgehilfe des Chefs LBA

• Adjutant major Christian Métrailler, de la securité militaire

• Herr Jacques Brenzikofer, Chef Personelles im Lehrverband Logistik

Aus der LBA darf ich zusätzlich begrüssen

• Monsieur Vincent Monney, Chef de la conduite logistique

• Herr Werner Gisler, Chef des Armeelogistikcenters Thun

• Monsieur Jean-Pierre Bourdin, Chef du centre logistique de l'armée à Grolley

• Frau Denise Delapraz, Finanzchefin der LBA, sie wird etwas später zu uns stossen

• Herr Peter Knobel, Stellvertreter des Chefs Armeelogistikcenter Othmarsingen

• Herr Claude Portmann, Chef des Truppenrechnungswesens

• Herr Ruedi Beyeler, Chef Instandhaltung

Aus militärischen Vereinen und Medien

• Oberst Thomas Christen, Zentralpräsident der Schweizerischen Offiziersgesellschaft der Logistik

• Oberst Andres Krummen, Präsident der SOLOG Mittelland

• Oberst Roland Haudenschild, Chefredaktor der Fachzeitschrift „Armee Logistik“

• Herr Walter Troxler, Stellvertretender Chefredaktor der ASMZ

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Und ich begrüsse ganz herzlich meine persönlichen Gäste

• Divisionär a D Christian Josi, ehemaliger Chef des Führungsstabes der Armee

• Divisionär a D Heinz Aschmann, ehemaliger Chef Ausbildungsführung der Armee

• Oberst i Gst a D Markus Stähli, ehemaliger Kommandant der Infanterie Rekruten- und Offiziersschulen in

Bern

• Oberst a D Franz Reist, ehemaliger Chef ZSO Kanton Bern

• sowie die Damen und Herren aus jenen Unternehmen, die diesen Anlass grosszügig unterstützen.

Benvenuti a tutti!

Bienvenue à tous!

Herzlich willkommen!

Ich freue mich sehr, dass Sie den Weg nach Biel auf sich genommen haben und den Tag mit uns verbringen, mit

den höheren Kader der Logistikbrigade 1, ein Kader, das die Verantwortung wahrnimmt für die Führung von

knapp 16‘000 Angehörigen unserer Armee.

Wir dürfen heute Gast sein in Biel, hier in diesem beeindruckenden Kongresshaus aus dem Jahre 1966, damals

übrigens die Kongresshalle mit dem grössten Hängedach Europas!

Ich werde später, in Anwesenheit des Stadtpräsidenten, auf Biel und die Armee zu sprechen kommen.

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1 RÜCKBLICK AUF DAS JAHR 2011

Nous vivons une époque palpitante. Mais elle est en même temps incertaine.

Wir sind Zeuge einer stetigen, tektonischen Machtverschiebung von Nordamerika und Europa nach Asien.

Die Verschiebung der wirtschaftlichen Macht geschieht am raschesten. Sie wird gefolgt von der politischen und

schliesslich von der militärischen Komponente.

Die Welt, insbesondere Europa und die USA, sehen sich abermals vor dem Abgrund einer Finanz-, Staatsverschuldungs-

und Wirtschaftskrise.

85% des Wirtschaftswachstums des Westens der vergangenen 200 Jahre verdanken wir der fossilen Energie.

Diese wird zunehmend knapper.

Die Nachfrage danach steigt insbesondere in Asien dramatisch. Die Preise werden weiter ansteigen.

In Europa und in den USA hat sich die Verschuldung in den letzten 30 Jahren im Verhältnis zum Bruttoinlandprodukt

verdreifacht. Wachstum und Sozialwerke wurden teilweise auf Pump sichergestellt. Die Staatshaushalte sind

dunkelrot.

Es drohen dem Westen wirtschaftliche Stagnation bis Rezession.

Immense Staatsschulden wurden in der Geschichte jeweils über Kriege oder Hyperinflation abgetragen. Wirtschaftlicher

Niedergang artete oft in Unruhen, Massenmigration und Kriegen aus. Im 2011 verliessen nur schon

über 100‘000 Menschen das kleine Land Portugal mangels Perspektiven.

Die europäischen Armeen schrumpfen, weil den Ländern das Geld fehlt.

Les Etats Unis retirent leurs troupes d’Europe pour les redéployer en Asie.

Wie soll sich nun die Schweiz angesichts des knapper werdenden Staatshaushaltes und der wachsenden Instabilität

um unser Land herum verhalten?

Soll sie in allen Departementen gleichmässig sparen? Oder bei der Sicherheit eine Ausnahme machen? Dies, um

bereit zu sein für unruhige Zeiten?

Die Armee muss bei dieser Frage die Politik beraten. C’est à l’armée de conseiller la politique.

Die Entscheidkompetenz und damit auch die Verantwortung für die Mittelzuweisung liegt aber bei der Politik.

Die Politik steht aber auch für die Risiken gerade, die bei Lücken in Kauf genommen werden.

Zur Sicherheits- und finanzpolitischen Lage sowie zur Weiterentwicklung der Armee werden Herr Ständerat

Schwaller und der Chef der Armee im zweiten Teil dieses Rapportes sprechen.

Ich freue mich sehr darauf...

Noch eine letzte Bemerkung zur Politik, dann verlasse ich dieses dünne Eis:

J’ai passé un quart de mes quinze dernières années hors des frontières nationales. En formation ou à

l’engagement. Voyez-vous, ce qui m’a toujours impressionné, à chaque retour, c’est cette manière très fine avec

laquelle nous, habitants de ce pays, savons vivre ensemble, malgré nos différences, dans des valeurs de respect,

de considération mutuelle et de tolérance.

Was mich jedes Mal bei der Rückkehr in die Heimat besonders beeindruckt hat, war die feine Art, wie wir Bewohnerinnen

und Bewohner dieses wunderschönen Landes in aller Regel miteinander umgehen, nämlich mit Anstand,

Rücksichtnahme und Toleranz.

Ich bedaure sehr, dass Teile der Schweizer Eliten und Meinungsmacher ihre diesbezügliche Vorbildfunktion nicht

mehr spür- und sichtbar wahrnehmen. Es wird damit ein Wert aufs Spiel gesetzt, der sehr zentral ist für die Lebensqualität

in unserem Land, ein Wert den unsere Vorfahren bewusst und sorgfältig aufgebaut und gepflegt

haben. Dieses Erbe dürfen wir nicht leichtfertig aufgeben.

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In der Log Br 1 haben solche Zerfallserscheinungen keinen Platz. Bei uns darf der Zweck niemals die Mittel heiligen.

Nun aber zu den Interna 2011 der Log Br 1:

Das vergangene Jahr war für unsere Brigade ein erfreuliches und vor allem ein arbeitsreiches Jahr. Auf der Folie

sehen Sie, wie wir 2011 aufgestellt waren. Dieses Organigramm bleibt auch für 2012 unverändert:

• 12 aktive und 6 Reservebataillone, eine Durchdienerkompanie sowie der Brigadestab.

Und dann ist da noch eine zusätzliche Formation gezeichnet: Seit dem 1. Juni 2011 haben wir 6‘800 ungekaderte

Angehörige der Betriebsdetachemente der LBA in die Log Br 1 integriert.

Im Rahmen des Auftrages „OMIKRON“ des Chefs der Armee sind wir mit den fünf Armeelogistikcentern und allen

Schul-, Waffen- und Flugplatzplatzkommandanten zusammengesessen.

Es ist darum gegangen, die militärische Führung, Disziplin und einen geordneten Dienstbetrieb für diese kaderlosen

Betriebsdetachemente Schweiz weit sicherzustellen.

Alle Beteiligten haben ihr Silo, ihre Partikularinteressen, verlassen, um eine gemeinsame Lösungen zu finden –

das ist uns gelungen und das hat mich riesig gefreut. Die ersten Rückmeldungen aus der Umsetzung sind ermutigend.

Wir befassten uns im vergangenen Jahr aber nicht primär mit Reorgansiationen.

Wir führten bzw. unterstützten im 2011 zahlreiche Einsätze zugunsten militärischer und ziviler Leistungsbezüger,

beispielsweise:

• das WEF in Davos

• die Gymnaestrada in Lausanne

• das Armeelager für Behinderte in Fiesch

• das Eidg. Musikfest in St. Gallen

• die Tour de Suisse

• den Transport einer Seilbahn nach Sarajevo

• und viele weitere Einsätze; gesamthaft weit über 100.

Mein Br Stab führte einen lehrreichen und effizienten dreitägigen Trainingskurs für alle Kommandanten sowie die

Of und höh Uof der Bat Stäbe in Moudon durch. Damit haben wir die Kommandanten und die Bat Stäbe auch

ausserhalb der WK in der Stabsarbeit und in diversen Fachbereichen gefördert.

Lors de 10 exercices de troupe ou exercices cadres d’état-major, nous avons atteints les objectifs

d’apprentissage que nous nous étions fixés pour nos corps de troupe. Et les résultats sont bons, voire même très

bons! Encore une fois j’ai pu m’appuyer sur un état-major de brigade solide, bien préparé, motivé à transmettre

son savoir et son expérience.

Die Bataillone haben in ihren KVK und WK erfolgreich und engagiert Ausbildung betrieben. Sie haben sich dabei

an den Vorgaben für die Modulbausteine orientiert.

Im Rahmen der Weiterentwicklung der Armee haben wir wesentlich und erfolgreich Einfluss genommen auf ein

Grobkonzept Logistik 2016. Dabei stehen Machbarkeit, Robustheit und Durchhaltefähigkeit im Vordergrund.

Überlebenssichernde Notmassnahmen analog APIANO dürfen nie mehr nötig werden.

Und das ist das Stichwort zu unserem effort prinicpal im 2011.

Es galt, die LBA zu unterstützen, getreu dem Motto: Gemeinsam zum Erfolg.

Vor 12 Monaten noch befand sich die LBA in einer sehr instabilen Lage. Die logistische Leistungserbringung war

nur noch teilweise sichergestellt.

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Dieser Zustand stellte gar die Auftragserfüllung der gesamten Armee in Frage. Deshalb war für die Log Br 1 klar,

wo das Schwergewicht der Anstrengungen zu legen war:

Uneingeschränkte Unterstützung der LBA mit allen geeigneten Kräften unserer Brigade, quasi als logistischer

Grossangriff auf die Pendenzen und Altlasten der LBA.

So leisteten meine Kader und Soldaten letztes Jahr 1 Mio Mannstunden zugunsten der Logistikbasis der Armee.

Unsere Truppe hat für Transporte von Menschen und Material über 1,5 Mio Kilometer zurückgelegt, grossmehrheitlich

ebenfalls zur Unterstützung der LBA; eine Distanz – notabene – die ausreichen würde, um 40 mal um die

Erde oder 2 mal auf den Mond und zurück zu fahren…

Und wichtig: dabei ist es zu nur ganz wenigen, leichten Unfällen gekommen – ohne dass Menschen dabei verletzt

worden sind.

Diese phantastische Arbeit unserer Truppe, sei es in den Einsätzen oder in der Ausbildung, verdanke ich vor

allem Ihnen, werte Kader. Sie haben motivierend geführt und ihre Bataillone und Einheiten zu Höchstleistungen

angetrieben.

De tout cœur je vous remercie pour cet effort, pour votre effort et votre disponibilité, votre appui. Dans tous nos

engagements, mais aussi en phase d’instruction, vous avez su donner le meilleur de vous-mêmes!

Diese grosse Leistung wurde überhaupt erst ermöglicht durch die sehr klaren Forderungen und Vorgaben des C

LBA; durch die sorgfältige Planung der Logistikführung der LBA sowie durch die konstruktive Zusammenarbeit

der Chefs der Armeelogistikcenter und des Oberfeldarztes.

Für diesen sportlichen und kameradschaftlichen Teamgeist in der Geschäftsleitung der LBA bedanke ich mich bei

dieser Gelegenheit ganz herzlich.

Schliesslich haben meine Mitarbeitenden im Brigadebüro – ein dynamisches, sehr engagiertes Team, ebenfalls

ganz entscheidend zum Funktionieren der Log Br 1 beigetragen.

Für mich persönlich war das vergangene Jahr ein Jahr des Lernens, der Begegnung mit unzähligen Kadern und

Soldaten und vor allem ein Jahr der Freude.

Seit 12 Monaten darf ich wieder Instruktor sein, also jene Tätigkeit ausüben, die ich vor 25 Jahren, als 24 jähriger

Leutnant gewählt habe.

Ich kann mir keine berufliche Funktion vorstellen, die mir mehr Freude bereiten würde als die aktuelle…

Freude und Leid sind allerdings nahe Nachbarn, die Brücke dazwischen ist nicht breit.

Seit dem letzten Brigaderapport sind 2 Kameraden aus unserer Brigade ausserhalb ihrer Militärdienstleistung

verstorben. Am 4. Juli 2011 ist Soldat Serge Roder, Si Soldat aus der Log Stabskp 101, in seinem 29. Lebensjahr

verstorben. Wenige Wochen später, am 21. August 2011, verstarb auch Oberwachtmeister Simon Schenk, Verkehrsunteroffizier

aus der Logistik Stabskp 51. Simon Schenk wurde 26 Jahre alt.

Beide Kameraden wurden viel zu früh von diesem irdischen Leben abberufen. Beide hinterlassen eine schmerzliche

Lücke. Wir werden Simon Schenk und Serge Roder in guter und dankbarer Erinnerung behalten. Ich bitte

Sie, sich zu erheben. [Musikstück „Ich hatte einen Kameraden“]

Il y a un an, chers Camarades, j’ai fixé trois priorités:

• remplir la mission du premier coup

• assurer la disponibilité de base et

• l’ordre ainsi que la discipline.

Wenn ich heute einige Details näher beleuchte und Schwächen anspreche, dann tut das keinen Abbruch an

meinem sehr positiven Gesamteindruck von Ihren Leistungen. Aber wir wollen ja zusammen besser werden.

Dann müssen wir auch das Verbesserungspotenzial ansprechen.

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1.1 Das erste Schwergewicht ist die Auftragserfüllung auf Anhieb

Hier haben Sie sehr gute Arbeit geleistet. Alle Aufträge, ich habe einige davon vorhin erwähnt, haben Sie auf

Anhieb erfüllt! Alle Bataillone und auch die Durchdienerkompanien hätten es verdient, dass ich ihren Einsatz im

Detail vorstelle. Aus zeitlichen Gründen beschränke ich mich auf für eine Formation.

In unserer Brigade gibt es ein Bataillon, bestehend aus 900 Armeeangehörigen, das im Stillen und ganz seriös

seine Ausbildung vorantreibt und in klassifizierten Führungsanlagen den Dienst von Stäben der Territorialregionen

und der Brigaden in der ganzen Schweiz ermöglicht und unterstützt.

Früher hat das Festungswachtkorps diese Aufgabe wahrgenommen.

Ich spreche vom Infra Bat 1. Gerne zeige ich Ihnen einen Film, der Ihnen Einblick gewährt in die wichtige Arbeit

dieses Bataillons. Dieser Film wurde mit viel Herzblut durch Angehörige des Infra Bat 1, unterstützt durch das

Zentrum elektronische Medien, während und vor allem ausser Dienst hergestellt – ein Beweis mehr für die Polyvalenz

und die Motivation unserer Milizkader und –soldaten.

Sie sehen nun die Uraufführung dieses Films.

[Film]

1.2 Zum 2. Schwergewicht, der Grundbereitschaft:

Diese setzt sich aus den 4 Faktoren Personal, Ausbildung, Logistik und Führung zusammen:

1.2.1 Zum Personal:

Die Menschen und insbesondere die Kader sind für jede Armee der entscheidende Erfolgsfaktor.

Der Kadernachwuchs ist die Achillesverse für die Milizarmee. Unsere Herausforderung war und ist es, genügend

und fähige Kommandanten, Gst Of und Of für die Stäbe zu gewinnen.

Im 2011 haben wir folgende Vorschläge erteilt:

• 11 Sub Of zum Kp Kdt

• 3 Kp Kdt zum FLG II im Hinblick auf eine ev. Gst Of Ausbildung

• 12 Kp Kdt und Sub Of zu einer Funktion in einem Bat Stab

• und 2 Of für eine Funktion im Br Stab.

En matière de qualité, nous avons atteint nos objectifs. C’est la quantité qui ne me satisfait pas encore et nous

devons nous améliorer. Nous devons nous battre et convaincre: pour gagner les qualités de personnalités exceptionnelles.

Nos troupes méritent d’être conduites par les meilleurs!

1.2.2 Zur Ausbildung:

Ich bin beeindruckt vom guten Ausbildungsstand und insbesondere von der hohen Motivation auf allen Stufen,

die vorgegebenen Ausbildungsziele zu erreichen.

Ich war von der Stärke und von den Vorteilen unserer Milizarmee noch nie so eindeutig überzeugt in meiner beruflichen

Laufbahn wie heute, seit ich Ihre Einheiten im WK erlebt habe.

Die Synergien zwischen dem zivilen Know how und den Erfordernissen der Armee sind enorm, ein unbezahlbarer

Vorteil gegenüber einer Berufsarmee.

Ich denke an die vielen Pflegefachfrauen und –männer in unseren Spit Bat, an unsere Automechaniker in den

Log Bat, an die Biochemiker und Apotheker im San Log Bat, an all die Profiköche in unseren Küchenmannschaften

usw.

Vor allem aber beeindrucken mich die vielen Führungspersönlichkeiten, also Sie, die ihre Berufs- und Lebenserfahrung

sehr gewinnbringend in die Armee einbringen. Jüngste Beispiele habe ich diese Woche im Stabskurs

meines Brigadestabes angetroffen – ausgezeichnete Leute mit breitem Horizont, die der Armee unheimlich viel

bieten.

Ich habe auch ausgezeichnete Beispiele von Kaderunterrichten in den Kadervorkursen angetroffen.

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Ich erinnere mich mit Freude an diverse Volltruppenübungen, bei denen mich Kader und Soldaten mit ihrem

Können und Wissen beeindruckt haben.

In beinahe allen Stäben und Einheiten haben zudem 100% der Armeeangehörigen mit ihrer persönlichen Waffe

das Schiessprogramm erfüllt.

Mais il existe encore quelques faiblesse en matière d‘instruction:

Par exemple, et à cause de notre engagement total en faveur de la Base logistique de l’armée, quelques lacunes

techniques sont apparues, notamment dans les bataillons logistiques. À moyen terme, nous devons regagner

cette compétence technique !

Ab sofort eindeutig zu verbessern ist die Kadervorbereitung in den Wiederholungskursen. Die Zugführerrapporte

haben teilweise nicht stattgefunden, waren zu kurz, zu wenig praktisch oder nicht an jenem Ort, wo die Ausbildung

mit der Truppe vorgesehen war.

Nur was praktisch und vor Ort mit den Kadern geübt und vorbereitet wird, führt zu einer glaubwürdigen und effizienten

Ausbildung mit der Truppe.

Nur Kader, die ihren Ausbildungsstoff selber beherrschen, bilden mit Freude und Selbstvertrauen aus, können die

Materie selber vorzeigen und haben auch den Mut, sich durchzusetzen.

Die Kadervorbereitung ist der Schlüssel zum Ausbildungserfolg! Sie ist eindeutig zu verbessern! Die Kommandanten

sind verantwortlich dafür.

Ebenfalls zu verbessern ist die Ausnützung der Wartezeiten.

„Es ist nicht wenig Zeit, die wir zur Verfügung haben, sondern es ist viel Zeit, die wir nicht nutzen“, sagte schon

der Römer Seneca vor über 2000 Jahren. Und er hat auch heute noch recht mit dieser Aussage.

Hier habe ich die mutigen, initiativen Zug- und Gruppenführer vermisst, die jede Gelegenheit zur Ausbildung

nutzen, um Leerzeiten - die es immer wieder geben wird - mittels kleinen Ausbildungssequenzen zu nutzen, bspw

für den Waffendrill an der persönlichen Waffe.

Und ich habe die Kommandanten nicht gehört, die solches Tun vor der Truppe fordern und damit ihren Kader den

Rücken stärken.

1.2.3 Zur Logistik:

Gemäss Vorgaben hatten die Truppenkörper mindestens 80% ihres Materials am Ende des WK in einsatzbereitem

Zustand an die Armeelogistikcenter zurückzugeben. Die generellen Rückmeldungen der Armeelogistikcenter

waren immer positiv. Ich gehe deshalb davon aus, dass Sie dieses Ziel erreicht haben.

Bei den Materialverlusten bewegten wir uns zwischen Null Verlusten und 1500.-, also zwischen hervorragend und

ungenügend. Das überwiegende Gros der Bataillone erreichte ein gutes bis sehr gutes Resultat.

Und schliesslich noch ein scheinbares Detail: Wovon mir alle Soldaten immer geschwärmt haben, war die Verpflegung.

In unseren Bataillonen wird ausgezeichnet gegessen – ein ganz wichtiges Detail, wenn es um die Motivation

der Truppe geht!

1.2.4 Schliesslich zur Führung

Quiconque veut conduire des êtres humains doit aussi les aimer“. Celui qui respecte sa troupe ne commet pas de

fautes de conduite grossière.

Geschätzte Kommandanten, ich habe in allen Bataillonen und Einheiten den Eindruck gewonnen, dass Sie Ihre

Truppe wertschätzen. Es sind mir auch keine Fehler bei der Menschenführung zu Ohren gekommen – vielen

Dank!

Unter anderem darauf führe ich auch die wirklich beeindruckend hohe Motivation und die vielen strahlenden Gesichter

zurück, die ich bei meinen Besuchen antreffen durfte.

Übrigens lässt auch die sehr kleine Anzahl an Unfällen auf Ihre gute Führungsarbeit schliessen.

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Von der Führungsbereitschaft der Bataillonsstäbe konnte ich mich persönlich anlässlich der mehrtägigen Übungen

überzeugen.

Ich habe in alle Bataillonsstäbe volles Vertrauen und bin überzeugt, dass Sie befähigt sind, Ihre Aufgaben gemäss

Modulbausteinbeschrieb auch in einem Ernstfall nach einer Einsatzbezogenen Ausbildung wahrzunehmen.

Eine ganz entscheidende Führungsstufe sind die Einheitskommandanten. Bei ihnen erfolgt die unmittelbare Einflussnahme

auf die Truppe. Bei ihnen werden – wie es so schön heisst - die PS auf den Boden gebracht.

Sie, geschätzte Kompaniekommandanten, haben mich mit ihrer immensen Arbeit vor, im und ausser Dienst

grossmehrheitlich überzeugt.

Allerdings happert es bei einigen noch bei der Wahl des richtigen Standortes während dem WK: Etliche Kommandanten

unter ihnen waren noch zu oft im Büro statt im Felde anzutreffen. Delegieren Sie die Administration

an Ihren Stellvertreter, an den Felweibel und den Fourier. Und wenn Sie abends vom Feld heimkehren, lassen

Sie sich die Dokumente vorlegen.

Die Truppe hat Anrecht auf Ihre Präsenz vor Ort, dort also, wo der Einsatz oder die Ausbildung stattfindet.

Der Standort des Kommandanten ist grundsätzlich bei der Truppe und nicht im Rückwärtigen! Sie müssen spüren,

hören und sehen, ob es ihren Gruppenführern und Soldaten gut geht oder nicht. Und ihre Soldaten müssen

wissen, dass ihr Kommandant vor Ort im Bild ist und sich kümmert. Nur so können Sie führen und nur so generieren

Sie das notwendige Vertrauen zwischen Ihnen und Ihrer Truppe.

Und wenn Sie einmal wenig Zeit haben auf dem Feld, dann nehmen Sie bei der Kaderausbildung Einfluss bzw

kontrollieren Sie die Durchführung der Zugführerrapporte persönlich.

1.3 Das dritte Schwergewicht war Ordnung und Disziplin:

Generell habe ich auch bei der Ordnung einen guten Eindruck - aber nicht einen sehr guten...! Die Ordnung in

den Unterkünften lässt da und dort eindeutig zu wünschen übrig.

Wo bleibt die Vorbildwirkung, wenn Kaderunterkünfte unaufgeräumt verlassen werden? Wo bleibt die Glaubwürdigkeit

gegenüber unserer Bevölkerung, wenn um die Truppenunterkunft Zigarettenreste und sonstiger Abfall

liegt?

Auch das militärische Auftreten ist Teil der militärischen Ordnung und Teil der Glaubwürdigkeit gegenüber unserer

Bevölkerung. Wir werden beobachtet!

Die militärische Straffheit, das Melden und Grüssen, die Tenues: diese Selbstverständlichkeiten überzeugen mich

noch nicht in allen Formationen.

Avec un peu plus d’efforts, de courage et de persuasion nous pouvons atteindre un très bon niveau d’ordre et de

discipline, dans tous les bataillons, dans toutes les compagnies. Je l’attends de vous tous !

Die Einsicht der Truppe in die Notwendigkeit von Ordnung und Disziplin ist eine Sache der geschickten Kommunikation

und des Vorlebens durch die Kader – dann halten sich auch über 95% der Soldaten daran.

Wer die notwendige Disziplin dafür nicht aufbringt, ist angemessen zu bestrafen.

Zusammenfassend halte ich fest:

• Sie haben ihre Aufträge auf Anhieb erfüllt;

• Die Grundbereitschaft sowie Ordnung und Disziplin sind auf einem guten Stand, Optimierungspotenzial ist

noch vorhanden.

Kameraden, ich sage es gerne noch einmal, herzlichen Dank für die grosse Arbeit. Merci pour votre travail!

Vor meinem Ausblick hören wir den Marsch „Der gute Kamerad“.

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2 AUSBLICK

Ich fokussiere meinen Ausblick auf die kommenden 12 Monate.

Nous devons mettre toutes nos forces pour que l’armée d’aujourd’hui fonctionne de manière optimale. C’est de

cette manière que nous posons les bases solides d’un futur développement de l’armée, de notre brigade ainsi

que de vos bataillons et compagnies.

Die Planung der Weiterentwicklung der Armee soll uns zwar interessieren und einige unter uns arbeiten im Projekt

auch intensiv mit, aber sie darf uns nicht von der Auftragserfüllung ablenken.

Ich werde Sie in den Kadervorkursen analog dem vergangenen Jahr jeweils im Detail über die Entscheidlage der

Armeeführung und spezifisch auf ihre verschiedenen Bataillone bezogen orientieren.

Ich beginne auch beim Ausblick mit dem Wichtigsten, was die Log Br 1 ausmacht, nämlich den Menschen:

Zahlreiche Kameraden haben per 1. Januar 2012 neue Schlüsselfunktionen eingenommen:

Im Stab der Logistikbrigade 1:

Br Kdt Stv Oberst i Gst Thomas Süssli

• USC Logistik / G4 Oberstlt i Gst Dieter Baumann

• USC Finanzen / G8 Oberstlt i Gst Olaf Wolfensberger

Neue Kommandanten:

• Infra Bat 2 Oberstlt i Gst Jürg Christen

• Bat hôp 66 Maj i Gst Emanuel Pauchard

• Infra Kp 1/1 Hptm Artan Hakiu

• Cp EM Log 21 Cap Jérémie Hayoz

• Cp maint 21/2 Oblt Dario Hildbrand

• Ih Kp 51/2 Hptm Reto Wettstein

Log Stabskp 101 Hptm Simon Schwegler

• Ns Kp 101/1 Hptm Simon Zwahlen

• Vrk Kp 1/2 Hptm Martin Aregger

• Cp circ 1/3 Maj Stéphane Meylan

• Spit Kp 5/1 Oblt Sven Zesiger

• cp hôp 66/1 Hptm Priska Meier

• Spit Stabskp 75 Hptm Timo Koller

Selbstverständlich gibt es noch zahlreiche weitere und wichtige neue Funktionsinhaber in unserer grossen Log Br

1, die ich jetzt nicht namentlich genannt habe.

Ich gratuliere allen herzlich, die eine neue Funktion übernommen haben und oder zu einem höheren Grad befördert

worden sind, und wünsche ihnen viel Erfolg in der neuen Aufgabe. Vielen Dank für Ihre Bereitschaft und

Ihren Einsatz zu Gunsten unserer Schweizer Armee und unserer Brigade.

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Die Schwergewichte für das Jahr 2012 weichen nicht wesentlich von jenen des vergangenen Jahres ab:

1. Auftragserfüllung auf Anhieb (AAA)

2. Sicherstellung des Kadernachwuchses

3. Ordnung und Disziplin

4. Fordernde, anspruchsvolle Ausbildung

5. Positive Wahrnehmung in der Bevölkerung.

2.1 Auftragserfüllung auf Anhieb AAA

Die Auftragserfüllung auf Anhieb bleibt weiterhin im Zentrum unserer Arbeit. Wer eine Einheit oder einen Truppenkörper

aus der Log Br 1 einsetzt, sei dies der Führungsstab, die LBA oder eine Territorialregion, muss sich zu

100% darauf verlassen dürfen, dass wir den Auftrag auf Anhieb erfüllen. Das ist Teil unserer militärischen Daseinsberechtigung.

Das ist Ehrensache und Verpflichtung eines jeden Kommandanten auf jeder Stufe.

Wir werden auch in diesem Jahr wieder viele Gelegenheiten haben, dieses Triple A unter Beweis zu stellen:

La compagnie d’intervention logistique est déjà engagée à 100 pour 100 depuis le début de l’année. Un détachement

infra a lui aussi été déjà engagé.

Et d’autres engagements sont planifiés:

• le camp pour handicapés de l’armée à Fiesch assuré par le bat hôp 5,

• l’appui au Tour de Suisse par le bat circulation et transport 1,

• l’appui à la Patrouille des Glaciers par le bat log 21,

• und so geht die Liste beinahe endlos weiter.

Eindeutig höchste Priorität hat aber auch dieses Jahr die Unterstützung der LBA in der logistischen Leistungserbringung

mit allen 4 Logistikbataillonen, dem Verkehrs- und Transportbataillon und den DD Kompanien. Zusammen

mit den Mitarbeitenden der Armeelogistikcenter und der Sanität wollen wir das Erreichte konsolidieren und

mithelfen, bestehende oder neu aufgetauchte Altlasten in der LBA sukzessive abzutragen.

Unser Motto „Gemeinsam zum Erfolg“, ist Programm. Nur wenn die LBA Erfolg hat, darf die Log Br 1 zufrieden

sein. Ich freue mich auf den Moment, wenn der C LBA verkündet, er könne keine Altlasten mehr finden.

2.2 Kadernachwuchs

Unser Erfolg steht und fällt mit dem Kadernachwuchs! Es geht darum, dass wir gemeinsam die Alimentierung von

18 Bataillonsstäben, 33 aktiven und 31 Reserve-Einheiten sowie eines Brigadestabes mit Kommandanten,

Stabsoffizieren und höheren Unteroffizieren sicherstellen.

Kommt hinzu, dass wir ab nächstem Jahr in den 4 Spitalbataillonen eine zusätzliche Spit Kp erhalten, mindestens

auf dem Papier. Diese werde ich allerdings erst dann bilden, wenn die Bestände der Spitalbataillone eine zweite

Spit Kp auch erlauben. Heute sind wir noch weit davon entfernt.

Kommt weiter dazu, dass wir im Sinne der Eventualplanung ab 2016 zusätzlich zu den heute 33 weitere ca 20

aktive Einheiten mit Kommandanten zu alimentieren haben.

Der Bestand der Log Br 1 wird zwar nicht massiv ansteigen, aber die Bestände der Einheiten werden wo nötig

auf ein führbares Mass reduziert. Zudem sollen auch die Betriebsdetachemente angemessen mit Kader bestückt

werden. Der heutige kaderlose Zustand ist unbefriedigend.

Und wenn wir ab 2016 zusätzlich 20 Einheitskommandanten zu stellen haben, dann müssen wir heute und nicht

erst im Herbst 2015 beginnen, an die Kadergewinnung zu denken. Ab Vorschlag bis Kdo Übernahme vergehen

2-3 Jahre.

Nous devons aussi pouvoir compter sur suffisamment de bons sous-officiers supérieurs. Leur travail, souvent en

coulisse, est pourtant un maillon essentiel de la chaîne logistique!

Um die Kaderalimentierung mittelfristig sicherzustellen, erwarte ich pro Bataillon und Jahr durchschnittlich die

Vorschläge von einem Sub Of zum Kp Kdt und 3 Of zu Stabsmitarbeitern in den Bat Stäben. Die nachhaltigste

Form, Kameraden zum Weitermachen zu bewegen, ist übrigens die Vorbildwirkung.

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Ferner will ich jedes Jahr 3 sehr gute Kp Kdt für eine Laufbahn als Gst Of gewinnen. Dabei sind Milizoffiziere

besonders willkommen. Ein Gst Of zeichnet sich aus durch einen einwandfreien Charakter, hohes intellektuelles

Potenzial und überdurchschnittliches Engagement.

Mais je n’accepte que des candidats qui en veulent vraiment. Ceux qui ne sont là que pour essayer et abandonner

au premier orage, je n’en veux pas.

In dieses Schwergewicht integriere ich noch eine weitere Zielsetzung, die nur mittelbar die Log Br 1 betrifft, aber

trotzdem sehr wichtig ist.

In den kommenden 12 bis 15 Jahren werden 50% der LBA Mitarbeitenden in Pension gehen. Diese müssen

durch sehr gute Führungs- und Fachkräfte ersetzt werden. Ich habe inzwischen die vielfältigen Qualitäten von

Ihnen und Ihren Soldaten kennen- und schätzen gelernt. Da ist es nahe liegend, dass wir auch in unseren Reihen

nach guten Nachwuchskräften für die LBA suchen, seien es Kader oder Mitarbeiter. Wir veröffentlichen seit Neujahr

die uns bekannten offenen Stellen der LBA auf unserer Brigade-Homepage.

Machen Sie im WK auch Ihre Kader und Soldaten darauf aufmerksam. Unser Potenzial ist 16‘000 AdA stark – da

steht ein gewaltiges Potenzial an qualifizierten Führungs- und Arbeitskräften bereit für die LBA!

2.3 Ordnung und Disziplin

Nach dem beinahe verlorenen Yom Kippur Krieg, bei dem die israelische Armee 1973 einen schlechten und vor

allem bezüglich Disziplin wenig glaubwürdigen Eindruck hinterliess, stellte der damalige israelische Generalstabschef

und spätere Staatspräsident Chaim Herzog mahnend die Frage in den Raum:

„Comment diable est-il possible de s’imaginer qu’un soldat puisse remplir sa mission – et Dieu sait si elle est

exigeante – alors que même en phase de très basse intensité il ne prend pas soins de ses armes, de son uniforme,

ne nettoie ni ses chaussure ni ne prend soins de lui-même, qu’il ne se rase pas et ne se douche pas quotidiennement

?“ fin de citation.

Für uns Chefs geht es beim Thema Ordnung und Disziplin um Einflussnahme.

Ich will in den Reihen meiner Kommandanten keine kurzfristig denkende Popularitätshascher, sondern Persönlichkeiten

mit Zivilcourage, die militärische Straffheit, Ordnung und Disziplin durchsetzen.

Nicht weg schauen, sondern hinschauen ist die Devise. Gehen Sie dorthin, wo Sie Handlungsbedarf vermuten

und nicht nur dort, wo es wahrscheinlich gut läuft. Die Soldaten und Soldatinnen wissen ganz genau, dass dies

unser Auftrag ist. Seien Sie hart in der Sache, aber konziliant im Ton. C’est le ton qui fait la musique.

Chefs, die die militärische Ordnung und Disziplin nicht durchsetzen, verlieren nicht nur meinen Respekt, sondern

vor allem auch jenen ihrer Kameraden und ihrer Unterstellten.

Les chefs qui n’arrivent pas à assurer l’ordre et la discipline ne perdent pas seulement mon respect, ils perdent

également celui de leurs camarades et de leurs subordonnés.

Hier einige triviale Selbstverständlichkeiten, damit Sie wissen, wovon ich spreche:

Ich erwarte von allen Armeeangehörigen,

• dass mit Hand anlegen gegrüsst wird,

• dass auf den Ausbildungsplätzen und im Einsatz, inklusive Wache, der Verband gemeldet wird,

• dass die Tenues korrekt sind inkl. vollständigen Grad- und Funktionsabzeichen am Taz,

• dass die Mütze im Freien getragen wird, ausser bei befohlener Tenüerleichterung,

• dass die Haare vorschriftsgemäss getragen werden,

• dass bei Antrittsverlesen rasiert angetreten wird. Bei WK Beginn sich einen Vollbart wachsen zu lassen, ist

der falsche Zeitpunkt. Das ist Ausdruck von Bequemlichkeit.

12/17


Ich erwarte weiter,

• dass bei Antrittsverlesen die Zimmerordnung erstellt und die Unterkunft sauber ist,

• dass nur ein Minimum an Leuten im Rückwärtigen bleibt und möglichst viele Ausbildung betreiben bzw im

Einsatz stehen,

• dass die Wache mustergültig funktioniert und die Fahrzeugparks vorschriftsgemäss bewacht und eingezäunt

sind,

• dass die Tagesbefehle machbar sind und eingehalten bzw. durchgesetzt werden,

• dass die Truppe weiterhin sehr gut verpflegt wird,

• dass die Kontrollen gemäss ORDINE kompromisslos durchgeführt werden,

• dass jegliche sexistische, rassistische oder persönlichkeitsverletzende Aktivität, beispielsweise ausufernde

Hamburgertaufen oder Kompanieabende, im Keim unterbunden bzw bestraft werden.

Möglicherweise empfinden Sie diese Aufzählung als nicht stufengerecht für einen Brigaderapport. Wir müssen

die Sache aber beim Namen nennen. Wir sind nicht schlechter als andere in diesem Bereich. Aber das reicht

nicht – wir müssen besser werden.

2.4 Zum nächsten Schwergewicht: die fordernde, anspruchsvolle Ausbildung

Drei Dinge müssen erfüllt sein, damit unsere Soldatinnen und Soldaten mit dem WK zufrieden sind:

• Sie müssen von ihren Chefs fair geführt werden und Wertschätzung spüren,

• der Dienstbetrieb muss zweckmässig organisiert und geführt sein und

• die Arbeitstage müssen streng und anspruchsvoll sein, sei dies im Einsatz oder in der Ausbildung.

Und unser Ausbildungsstoff ist enorm umfangreich.

Die verschiedensten, teilweise sehr anspruchsvollen Fachbereiche in unseren verschiedenartigen Bataillonen

sind immer wieder zu repetieren und zu vertiefen. Allein das wäre WK füllend.

Alle Kader und Soldaten müssen die Fertigkeiten an der persönlichen Waffe, im ABC Bereich und im San Dienst

beherrschen. Alle Angehörigen der Log Br 1 werden ab diesem Jahr zusätzlich in der Handhabung der Zwangsmittel

unterhalb des Waffeneinsatzes ausgebildet.

Jede Formation unserer Brigade muss sich selber auf hohem Qualitätsniveau schützen können. Wer seine

Schusswaffe nur als letztes Mittel einsetzen will, muss die Eskalationsstufe darunter beherrschen. Nur so können

unsere Soldaten bei Notwehr, Notwehrhilfe oder – je nach Rules of Engagement – auch zur Auftragserfüllung

verhältnismässig agieren.

Um diese umfassenden Ausbildungsinhalte nebst den Einsätzen trainieren zu können, müssen wir unsere Truppen

hart von morgens bis abends fordern. Um die Ausbildung anspruchsvoll zu gestalten, müssen wir das Kader

optimal darauf vorbereiten.

Die Kaderunterrichte und Zugführerrapporte sind sorgfältig zu planen und am vorgesehenen Ausbildungsort mit

jenem Kader, das die Ausbildung später vermittelt, praktisch durchzuführen. Pro Arbeitstag sind erfahrungsgemäss

zwei Stunden praktischer Zfhr Rapport notwendig.

Et j’attends de vous, chers commandants, que vous soyez présents lors de ces instructions de cadres. Être présent

ne veut pas dire ne pas faire confiance. Être présent signifie respecter le travail des subordonnés, leur montrer

de l’intérêt.

Wartepausen während Einsätzen oder Übungen sind optimal zu nutzen, bspw zur Repetition der allgemeinen

Grundausbildung. Ich erwarte, dass wieder Waffen- und Gerätedrill durchgeführt wird. Ab 15 maliger Wiederholung

der gleichen Manipulation darf von Drill gesprochen werden. Drill ist die robusteste Ausbildungsmethode. Sie

führt am raschesten zum Ziel der Beherrschung von Waffen und Geräten.

Übrigens bewährt sich die Methode des Drills täglich weltweit und millionenfach auch in der zivilen Ausbildung…

Die Durchführung von Drill braucht etwas Courage der Chefs und eine begleitende, sinnstiftende Erläuterung und

vielleicht noch etwas geschickte Wettbewerbsatmosphäre mit Anreizen. Dann werden die Soldaten mitmachen

und an Selbstbewusstsein gewinnen, weil sie wissen, dass sie ihr Metier wieder beherrschen.

13/17


2.5 Schwergewicht: Positive Wahrnehmung in der Bevölkerung

Unsere Armee muss im Volk und bei den Kantonen wieder besser verankert werden. Die Armee muss sichtbar

sein und überzeugen. Sie muss durch tadellose Leistung und einwandfreies Auftreten Vertrauen und Glaubwürdigkeit

schaffen. Dann dürfen wir damit rechnen, dass unser Volk auch ja sagt zu den Mitteln, die unsere Armee

fairerweise braucht, um ihren Auftrag zu erfüllen.

Verteilen Sie im WK ruhig gelegentlich einige Biscuits an Kinder und Passanten. Lassen Sie die Soldaten während

einer wohlverdienten Pause mit der Bevölkerung einen Kaffee trinken. Jeder in diesem Land muss sich als

Teil der Armee fühlen, sei dies der Grossvater, die Grossmutter, die Freundin, der Vater, die Mutter usw.

Wir werden unsere Fahnenübernahmen und –abgaben ab diesem Jahr konsequent mitten in unserer Bevölkerung

durchführen. Die Aussicht auf die Berge ist dabei viel weniger wichtig als die Präsenz der Bevölkerung. Die

Bevölkerung muss uns sehen, hören und spüren. Unsere Armee gehört unserem Volk!

Wir werden die Göttikantone und Standortgemeinden noch vermehrt in unsere WK einladen.

Wir werden nicht nur Biscuits verteilen, sondern auch durch vorbildliches militärisches Verhalten und durch zuvorkommenden

Anstand dazu beitragen, dass unsere Standortgemeinden jeweils mit einem weinenden Auge bei

WK Ende von uns Abschied nehmen werden.

Direkte positive Feedbacks aus den WK sind die beste und nachhaltigste Werbung für uns. Die wichtigsten Botschafter

sind unsere Soldaten, die zuhause in ihren Familien, in Vereinen, im Facebook und an den Arbeitsplätzen

positiv über ihren Militärdienst berichten.

Positiv, weil die Chefs

• fair und wertschätzend führen

• in den Einsätzen und in der Ausbildung hart fordern

• und weil die Chefs die Ordnung durchsetzten und der Dienstbetrieb funktioniert.

Ich fasse die Schwergewichte 2012 zusammen:

1. Die Auftragserfüllung auf Anhieb hat immer oberste Priorität.

2. Wir kämpfen, um die Besten als Kader zu gewinnen.

3. Alle Kader exponieren sich für Ordnung, für tadelloses Auftreten und für einen funktionierenden Dienstbetrieb.

4. Wir nutzen jede freie Minute für anspruchsvolle Ausbildung und bereiten die Kader praktisch vor.

5. Wir überzeugen und gewinnen unsere Bevölkerung mit guter Arbeit und Volksnähe.

Und noch eine Zusatzbemerkung:

Vor wenigen Monaten sagte mir ein etwas abgekämpft wirkender Bataillonskommandant am Ende einer zweitägigen

Volltruppenübung mit durchaus zufriedener Miene: „Diese Übung hat mir grosse Freude bereitet.“

Für mich war das eine ganz wichtige Bemerkung, die so nebenbei und informell gefallen war.

Den Eindruck, dass die überwiegende Mehrheit unserer Kader und Soldaten ihren Dienst trotz eingeschränkter

Freiheit, trotz der zuhause wartenden Familie und trotz drückender Pendenzen am Arbeitsplatz mit Freude leistet,

beweist offensichtlich, dass das Motto des Spit Bat 75 in der ganzen Log Br einen wahren Kern hat: „Dort wo ich

bin, will ich sein.“

Freude mag zwar weder eine militärische Tugend noch ein Auftrag sein. Aber es ist ein entscheidender Faktor,

wenn es mit der Motivation und damit auch mit dem Engagement stimmen soll. Davon lebt unsere Milizarmee.

Wie sonst können sie mir erklären, dass ein Bat Adj unserer Brigade 4 Wochen Ferien bezieht, um den WK zu

leisten, ohne dass er deswegen durch seinen militärkritischen Arbeitgeber benachteiligt wird. Inzwischen weiss

ich, dass es in meiner Brigade noch mehr ähnliche Fälle gibt.

14/17


Diese Brigade besteht aus Frauen und Männern, die oft eigentlich gar keine Zeit hätten, um sich 3 bis 4 Wochen

pro Jahr aus den beruflichen und privaten Verpflichtungen zu verabschieden. Sie tun dies gleichwohl, weil es das

Gesetz verlangt, weil sie die Freiheit, die Sicherheit und den Wohlstand in unserem Land schätzen und weil sie –

einmal eingerückt und akklimatisiert – durchaus Freude haben an den Herausforderungen und an der Kameradschaft

innerhalb der militärischen Gemeinschaft.

Die Schweiz ist ein Paradies und die Armee als Sicherheitsgarant ein wichtiger Teil davon.

La Suisse est un paradis dont l’armée – comme garant de la sécurité – est une partie importante.

Ich freue mich aufrichtig, mit Ihnen zusammen die anstehenden Aufgaben auch dieses Jahr von neuem anzupacken.

Auf eine Zusammenarbeit, die geprägt ist durch Offenheit, Ehrlichkeit und Transparenz,

und all das mit Leidenschaft, für unser schönes Land!

Getreu unserem Motto: „Gemeinsam zum Erfolg.“

Merci pour votre attention!

Grazie a tutti voi per l'attenzione!

Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

15/17


3 BEGRÜSSUNG STADTPRÄSIDENT

Nun darf ich den Stadtpräsidenten von Biel, Herr Eric Fehr, ebenfalls unter uns begrüssen.

Herr Stadtpräsident, vielen Dank für die Gastfreundschaft und die Unterstützung, die Sie uns in Biel für unseren

Brigaderapport gewähren. Es gäbe viele Gemeinsamkeiten, die Biel und die Schweizer Armee miteinander verbinden

- eine möchte ich besonders hervorheben: Beide, die Stadt Biel und die Schweizer Armee erbringen eine

enorme Integrationsleistung zugunsten unseres Landes.

Notre Armée rassemble les Suissesses et Suisses de toutes les couches sociales, de toutes les professions, de

toutes les confessions et de toutes les régions ou cultures. Sous le même uniforme, ils poursuivent le même but:

protéger la sécurité et la liberté de toute la population.

Mit dem Ziel, die Sicherheit und Freiheit der Schweiz und seiner Bevölkerung zu schützen, erzieht die Armee

jährlich viele Tausende unserer jungen Mitbürgerinnen und Mitbürger in Uniform, indem sie Sinn vermittelt für das

Ein- und Unterordnen, für Hilfsbereitschaft, Kameradschaft und Toleranz, für die sorgfältige Pflege gemeinsamer

Werte.

Das ist ein wesentlicher Beitrag der Armee zum nationalen Zusammenhalt.

Die 53‘000 Bielerinnen und Bieler integrieren in ihren Primarschulen ausländische Kinder, die einen Anteil von

über einem Drittel ausmachen. Zudem sprechen etwa 40% aller Primarschüler in Biel eine andere Sprache als

französisch oder deutsch. Das ist eine beeindruckende Integrationsleistung, eine Herkulesarbeit, die gar nicht

hoch genug geschätzt werden kann.

Herr Stadtpräsident – im Gegensatz zu anderen Gemeinden nehmen Sie diese Herausforderung an, sie lösen

Probleme statt sie an andere abzuschieben – vielen Dank, dafür gehört Ihnen unser Respekt.

Herr Fehr, Sie haben für uns ihre Stadtratssitzung gestrafft, um uns in ihrer Stadt Biel zu begrüssen. Herzlichen

Dank dafür. Es freut mich, Sie ans Rednerpult bitten zu dürfen – Sie haben das Wort.

[Ansprache Stadtpräsident Fehr]

16/17


4 SCHLUSSWORT

Im Trainingskurs vom vergangenen Jahr habe ich mich mit einem Einheitskommandanten über das Wesen der

Elite unterhalten. Ich komme heute darauf zurück und gebe Ihnen zum Schluss dieses Rapportes einige Gedanken

zu Tugenden einer guten Truppe mit. Sie stammen von einem Fallschirmjägeroffizier nach den Gefechten

um Monte Cassino im Mai 1944.

[in f aufgeblendet]

„Eine Truppe, die noch fähig ist, im Zustand der Erschöpfung ihren Auftrag zu erfüllen, besitzt das, was

wir militärisch eine gute Moral nennen.

In einer solchen Truppe hilft man dem Erschöpften, trägt man den Schwachen.

Sie lässt keinen der ihren im Stich.

Aber sie kann und darf keinen unter sich dulden, der die hohen Ansprüche an Anstand, an Kameradschaft

und an Selbstlosigkeit nicht erfüllt.

Denn das ist das Wesen einer Elitetruppe; Die physischen Kräfte können erschöpfen, die moralischen

dürfen es nicht.

Kein Soldat von Ehre wird sich selbst zur Elite zählen.

Das ist stets dem Urteil anderer überlassen.

Aber es ist ehrenhaft, nach diesem Urteil zu streben. Mit Leistung, mit Haltung und durch Bewährung.“

Ende Zitat

Ich freue mich, bei meinen kommenden Truppenbesuchen durch Ihre Leistungen möglichst oft an dieses Zitat

erinnert zu werden. Möge es möglichst vielen gelingen, in die Nähe dieser hohen Ansprüche an einen guten

Führer und Soldaten zu kommen, ohne sich damit zu brüsten.

J'aimerais profiter des quelques minutes qui me restent pour adresser mes remerciements:

• tout d'abord au dernier orateur, notre aumônier le capitaine Arnold Steiner pour son message profond,

• mais aussi à tous les membres de l'état-major de la brigade et à leur chef, le colonel EMG François Thalmann,

pour leur précieux appui,

• à toute l'équipe qui a œuvré en coulisse pour l'organisation de notre rapport de brigade ainsi qu'au chef

régie, le major EMG Guy Strickler,

• au détachement de la fanfare militaire des Forces terrestres, placée sous la direction du …, pour l'encadrement

musical impeccable;

• den politischen Behörden des Kantons Bern und der Stadt Biel für ihre Unterstützung

• Ihnen, geschätzte Gäste, dass Sie uns mit Ihrer Anwesenheit beehrt haben

• et à vous tous, mes cadres pour votre travail sérieux et honnête!

Profitez de l'apéritif dinatoire qui suivra pour soigner et développer encore l'esprit de camaraderie. Rentrez sans

accident dans vos foyers et prenez soin de ceux que vous aimez.

Car « le vent est favorable à celui qui sait où il veut naviguer »…

Ich freue mich, Sie wiederzusehen in einer der nächsten Dienstleistungen. Ich bin überzeugt, dass wir ein erfolgreiches

Jahr 2012 miteinander erleben werden.

GEMEINSAM ZUM ERFOLG – und das mit Leidenschaft!

Danke.

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