Martinsspiel PDF - Gustav-Adolf-Werk eV

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Martinsspiel PDF - Gustav-Adolf-Werk eV

Zum Martinsfest

Ein Spiel:-„Martin will nicht länger Soldat sein“

Ablauf:

Musik am Anfang:

(evtl. werden Martinslieder, die später im Gottesdienst gesungen werden, schon mal kurz

angespielt)

Begrüßung: (in der Kirche)

Im Namen Gottes des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Mache dich auf und werde Licht … – das sollen wir alle tun. Dazu sind wir eingeladen.

Deshalb kommen Kleine und Große immer wieder zusammen, um sich dazu anstiften zu

lassen von einem, der uns das vorgemacht hat – Jesus Christus.

Er hat ganz viele Menschen angestiftet, Lichtträger zu werden – so wie einen besonderen

Menschen, der Martin hieß. Er lebte vor langer Zeit.

Zunächst sah es nicht so aus, als würde er Jesus folgen können, denn er musste Soldat

werden nach dem Willen und Vorbild seines Vaters.

Dann aber änderte sich sein Leben radikal. Davon wollen wir hören.

Martin gilt als erster Vorbote für den Advent und damit als ein Vorbote für die Geburt Jesu

Christi, für uns das wahre Licht.

Wir wollen auf Gottes Wort hören, miteinander beten und uns von der Geschichte des Martin

von Tours anstecken lassen, Lichtträger in unserem Leben zu werden.

Kanon: „Mache dich auf und werde Licht“

(Liederbuch für die Jugend, Seite 451)

Psalmgebet

Eingangsgebet

Lesung aus Matthäus 25: „Was ihr getan habt einem meiner geringsten Brüder, das habt

ihr mir getan.“

Lied: „Sankt Martin ritt durch Schnee und Wind“, Str. 1-2

(Liederbuch für die Jugend, Seite 354)

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Martinsspiel: (siehe unten)

Lied: „Sankt Martin ritt durch Schnee und Wind“, Str. 3-4

(Liederbuch für die Jugend, Seite 354)

Einladung zum Laternenumzug (wenn es geht, mit einem Pferd und mit reitendem Martin)

und dabei an verschiedenen Stationen Halt machen und jeweils ein Martinslied singen.

Wenn der Posaunenchor mitmacht, erzielt man relativ viel „Öffentlichkeit“. Vor der Kirche

sammeln sich alle in einem großen Halbkreis. Der „Martinsreiter“ kommt angeritten – ein

Bettler sitzt auf dem Boden – der Mantel wird geteilt (das Ganze wenn möglich ohne viele

Worte).

So wie Martin geteilt hat, so sind auch wir zum Teilen und Notlindern eingeladen. Wir können

das tun, indem wir uns alle gemeinsam an vielen Orten für Arme einsetzen. Mit einer

Kollekte beispielsweise können wir dazu beitragen.

Heute laden wir für ein besonderes Projekt des Gustav-Adolf-Werks ein, das sich für

evangelische Christen in Lateinamerika, Europa und Zentralasien einsetzt.

Den speziellen Kollektenzweck beschreiben: .......................................................................

Auch mit dieser Kollekte können wir Lichtträger werden! Gott segne Geber und Gabe!

Kanon: „Mache dich auf und werde Licht“

(Liederbuch für die Jugend, Seite 451)

Überleitung vom Teilen zum Teilen der „Martinsgänse“ – miteinander werden die

„Martinsgänse“ geteilt (beim Ortsbäcker diese besondere Backware bestellen und möglichst

einen günstigen Sonderpreis aushandeln).

Warum Gänse?

Martin führte ein frommes Leben als Einsiedler. Sein Ruf und sein Vorbild sprachen sich

schnell herum. Als der Bischof von Tours starb, kamen die Leute und wollten Martin zum

Bischof machen. Der versteckte sich jedoch in einem Gänsestall. Die Leute suchten und

suchten. Schließlich wunderten sie sich über lautes Gänsegeschnatter. Sie liefen zum

Gänsestall – und fanden Martin. Sie holten ihn heraus und trugen ihn auf ihren Schultern zur

Kirche. Dort riefen sie: Martin soll unser Bischof sein!

Kanon „Mache dich auf und werde Licht“

(Liederbuch für die Jugend, Seite 451)

Gebet: Vater unser

Segen

Abschlusslied: „Ein Bettler saß im kalten Schnee“

(Das Kindergesangbuch, Nr. 87)

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Martinsspiel:

(Das Spiel wird von Kindern und Konfirmanden pantomimisch dargestellt)

Spieler:

Sprecher

Martin

Bettler

1. Wache

2. Wache

Christus (Pfarrer)

1. Bürger

2. Bürger

Weitere Soldaten und Bürger der Stadt

Requisiten: Mantel, Schwert, zwei Lanzen und andere im Spiel erwähnte Dinge

1. Szene:

Sprecher: Es ist ein dunkler und grauer Tag. Herbststürme peitschen über das Land und es

ist sehr kalt. Die Bürger der Stadt Amiens haben sich dick angezogen, um sich vor der Kälte

zu schützen. Den Familien, die in dieser Stadt leben, geht es sehr gut. Tagsüber herrscht

viel Trubel in der Stadt. Aber immer wenn es Abend wird, gehen die Eltern mit ihren Kindern

in ihre Häuser. Dann werden Kerzen angezündet und es wird gemeinsam zu Abend

gegessen.

Doch nicht allen Menschen geht es so gut in Amiens. Es gibt auch ein paar ärmliche Häuser

in der Stadt. Die Menschen, die dort leben, haben nicht sehr viel Geld. Sie können sich keine

teuren Kerzen leisten und haben häufig nicht mal genug zu essen. Diese Häuser sehen grau

und dunkel aus, genauso wie dieser Novembertag.

2. Szene:

Sprecher: Es ist Abend geworden und bald sollen die Stadttore geschlossen werden, damit

des Nachts keine bösen Menschen in die Stadt kommen. Doch die Wachen am Tor warten

noch auf jemanden. Sie warten auf den Offizier Martin. Er ist ein wichtiger Heerführer in der

Armee Kaiser Konstantins und ein sehr angesehener Bürger der Stadt. Doch weit und breit

ist nichts von ihm zu sehen.

1. Wache: Ob er heute noch kommt?

2. Wache: Ich weiß nicht. Es ist ein kalter Tag und der Sturm bläst sehr stark. Da kommt

man schlecht voran.

1. Wache: Vielleicht hat ihn auch irgendetwas aufgehalten? Hoffentlich wurde er nicht

überfallen.

2. Wache: Ach, Qatsch! Unseren Martin doch nicht. Der ist ein starker Soldat, dem niemand

so schnell etwas zuleide tut.

1. Wache: Du, ich glaub, da kommt er. Ich sehe eine Gestalt am Horizont.

2. Wache: Was? Wo denn? Ich kann überhaupt nichts erkennen.

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3. Szene:

Sprecher: Schon seit Stunden ist Martin unterwegs. Er kommt aus Rom

vom Kaiser und das ist sehr weit entfernt von Amiens. Je länger er

unterwegs ist, desto mehr stört ihn seine Rüstung.

Martin: Eigentlich wollte ich viel lieber Pfarrer werden. Aber mein Vater hat entschieden,

dass ich Soldat werden soll.

Sprecher: Während Martin so über sein Leben nachdachte, kam die Stadt Amiens immer

näher. Er konnte schon die Stadttore und das Licht aus den Häusern erkennen.

Doch kurz bevor er die Stadt erreicht hatte, stoppte er sein Pferd abrupt. Auf der Erde lag

etwas. Als Martin näher kam, sah er, dass es ein Mensch war, der in Lumpen gewickelt war.

Er war fast schon erfroren, denn die Lumpen boten keinen Schutz vor der Kälte. Martin stieg

vom Pferd, teilte seinen Mantel und legte die eine Hälfte dem Bettler um den Leib, um ihn zu

wärmen. Ihm blieb die andere Hälfte.

Martin: Geht es Ihnen gut? Brauchen Sie Hilfe? (rüttelt an dem Mann)

Bettler: (reagiert nicht)

Sprecher: Selbst als Martin ihn berührte und an ihm rüttelte, blieb der Mann stumm. Aber er

lebte noch. Hierbleiben konnte er nicht. So legte Martin den halb erfrorenen Mann auf sein

Pferd und ritt zusammen mit ihm in die Stadt.

4. Szene:

2. Wache: Du hattest recht, das ist tatsächlich Martin. Doch was hat er da für ein seltsames

Bündel bei sich?

1. Wache: He, Herr Offizier. Schmuggelware dulden wir hier aber nicht.

2. Wache: Ja, sprecht! Was ist das für ein seltsames Paket?

Martin: Das ist kein Paket. Das ist ein Mensch. Er ist halb erfroren. Ich muss ihn schnell ins

Warme bringen.

1: Wache: So wie der aussieht, wird das ein Bettler sein.

2. Wache: Lasst ihn draußen liegen, solche Menschen können wir in dieser Stadt nicht

brauchen. Um die ist es wirklich nicht schade.

Sprecher: Doch Martin machte keine Anstalten, den Bettler draußen vor dem Tor liegen zu

lassen. Da kreuzten die beiden Wachen ihre Lanzen vor ihm und wollten ihn nicht passieren

lassen. Da zog Martin sein Schwert und schlug die Lanzen entzwei.

Martin: Habt ihr denn kein Herz! Dieser Bettler hier ist genauso viel wert wie ihr.

Sprecher: Mit diesen Worten ritt er durch das Stadttor und kehrte in das Haus ein, wo seine

Abteilung untergebracht war.

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5. Szene:

Sprecher: Martins Kameraden sahen, wie er mit einem Bettler auf den

Armen ihr Haus betrat, ihn auf eine Bank nahe am Kaminfeuer legte und

ihn später sogar eigenhändig fütterte. Viele dachten, dass ihr Offizier

den Verstand verloren hat.

Als Martin nun den Bettler versorgt und auch selbst etwas gegessen hatte, legte er sich in

sein Bett und schlief ein. In dieser Nacht erschien ihm Christus im Traum.

Christus (Pfarrer): Martin, was du heute für diesen armen Bettler getan hast, das hast du

auch mir getan. Du sollst nicht länger Soldat im Heer des Kaisers sein. Folge deinem

Herzen, Martin, und werde Pfarrer!

Sprecher: Als Martin am nächsten Morgen erwachte, war ihm ganz warm ums Herz. Sein

Entschluss stand fest. Noch heute wollte er den Armeedienst quittieren und ein neues Leben

anfangen. Für den Bettler ließ er noch ein paar Silbergroschen zurück, damit dieser in den

nächsten Tagen noch versorgt sei. Dann verließ er Amiens und ritt in eine unbekannte Stadt,

um Pfarrer zu werden.

6. Szene:

Sprecher: In wenigen Tagen hatte sich diese seltsame Begebenheit in der ganzen Stadt

Amiens verbreitet. Viele Bürger waren davon tief beeindruckt.

1. Bürger: Wir haben auch in unserer Stadt arme Menschen.

2. Bürger: Lasst uns zu ihnen gehen und ihnen von dem abgeben, was wir haben!

Sprecher: Was aus Martin geworden war, erfuhren die Leute erst viele, viele Jahre später.

Sie hörten, dass er ein berühmter Bischof in der französischen Stadt Tours geworden war.

Um sich aber an dieses Ereignis zu erinnern, gingen die Menschen von nun jedes Jahr in der

dunklen Jahreszeit mit Laternen und Fackeln durch die Stadt und teilten miteinander ihr

Essen.


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