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Nr. 6 Borussia Mönchengladbach 11.11.2012 - SpVgg Greuther Fürth

Nr. 6 Borussia Mönchengladbach 11.11.2012 - SpVgg Greuther Fürth

6 TOP-THEMA

6 TOP-THEMA Bundeskanzler Ludwig Erhard, der gebürtige Fürther, empfing die Kölner Meisterelf, hier Kapitän Hans Schäfer, in seinem Amtssitz. [F.: dpa] „Heute ... darf man sagen, dass die Vereine der ehemaligen Süddeutschen Fußball-Liga ihre Eingliederung noch keine Sekunde bereuen mussten. Wäre es in allen Regionalverbänden des DFB so, dann hätten sich die vielen Diskussionen über Berufsfußball, Bundesliga usw. von selbst erledigt“, schrieb Flierl. Hardliner aus Fürth Flierl war ein althergebrachter Hardliner, dessen Argumentationen aus den 20er Jahren stammten. Er verdammte den Berufsspieler aus Überzeugung und hing Idealen nach, die eine Entwicklung des deutschen Fußballs behinderten. Da er mit seiner Meinung im SFV nicht alleine stand, blockierte vor allem die Haltung des größten Regionalverbandes innerhalb des DFB lange die Bundesliga. KLEEBLATT-MAGAZIN | NR. 6 | 11.11.2012 Vor allem der Westdeutsche Verband mit dem Kölner Präsidenten Franz Kremer an der Spitze hatte sich aber intensiv um die Bundesliga bemüht, unterstützt von Bundestrainer Sepp Herberger, der trotz des WM-Titels von 1954 die Gefahr sah, dass der deutsche Fußball ohne Bundesliga international zweitklassig werden würde. Das Ausscheiden der deutschen Mannschaft in der Vorrunde bei der WM 1962 (wo Fürths Ertl Erhard Kapitän gewesen war) war Wasser auf Herbergers Mühlen. 103 zu 26 Stimmen für Bundesliga Schließlich kam es am 28. Juli 1962 im „Goldsaal“ der Dortmunder Westfalenhalle zum entscheidenden Bundestag des DFB. Noch einmal begehrte der SFV auf, Paul Flierl redete gegen die Bundesliga, die Stimmung unter den Delegierten war ungewiss. Zeitzeugen berichteten, dass der Einsatz von Hermann Neuberger, dem Vorsitzenden des Saarländischen Fußballverbandes und späteren DFB-Präsidenten, die Wende brachte. Schließlich wurde mit 103 zu 26 Stimmen die Bundesliga beschlossen. Außerdem sollte ein „Vertragsspieler“ eingeführt werden, der maximal 1200 DM verdienen durfte. Schließlich wurden Qualifikationskriterien aufgestellt, die nicht klar und deshalb Zielscheibe harter Kritik waren. Historische Verdienste, vor allem das Abschneiden der letzten fünf Jahre sollten herangezogen werden, zusätzlich flossen „sportpolitische“ Gründe ein. So wollte man aus einem Ballungsraum jeweils nur einen Verein aufnehmen. Ein Grund, warum Bayern München oder der FC St. Pauli von vornherein ausschieden. Im Übrigen auch die SpVgg Fürth. Auch die Bayern mit Gerd Müller durften zunächst nicht in die Bundesliga. Während der FCB im zweiten Regionalliga-Jahr aufstieg und Müller der beste Torjäger der deutschen Fußballgeschichte wurde, musste die SpVgg ihre Besten immer wieder abgeben. Wie zum Beispiel Karl-Heinz Kamp aus Bingen, der später bei Werder spielte und dort noch bis 2006 als Co-Trainer arbeitete. [F: dpa/Archiv]

KLEEBLATT-MAGAZIN | NR. 6 | 11.11.2012 TOP-THEMA Die Bundesliga komplett: Alle teilnehmenden Vereine der letzten 50 Jahre. [Grafik: dpa] In Fürth hatte man sich ohnehin große Sorgen gemacht. Georg Wagner, zweiter Vorstand, hatte gemutmaßt, man müsse den Umsatz verdoppeln, um die Finanzierung zu schaffen. Nach langen Diskussionen reichte die SpVgg ihre Bewerbung ein, wurde aber erwartungsgemäß abgelehnt. Man befand sich in bester Gesellschaft, neben den bereits erwähnten wurden z. B. Alemannia Aachen, Hannover 96 oder Borussia Mönchengladbach abgelehnt. Die SpVgg Fürth spielte am 21. April 1963 letztmals in der Erstklassigkeit zu Hause gegen VfR Mannheim, der 4:2 besiegt wurde, eine Woche darauf kassierte man im 7 letzten Spiel der Oberliga Süd eine 0:1-Niederlage bei den Bayern. Der schleichende Niedergang der SpVgg war Folge der Bundesligagründung. Insofern hatte Paul Flierl, was seinen Heimatverein betrifft, nicht unbegründete Vorbehalte. Doch die Entwicklung des deutschen Fußballs hat die Bundesliga enorm beschleunigt. Dass das Kleeblatt sich nach oben gearbeitet hat und, ausgerechnet im 50. Jahr der Eliteliga, zurück ist, ist eine andere, lange Geschichte, die wir zu einem späteren Zeitpunkt an dieser Stelle ausführlich darstellen wollen. Jürgen Schmidt

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