Aufrufe
vor 5 Jahren

Bauholz, Bauholztransport und Forstwirtschaft im Altenburger Land ...

Bauholz, Bauholztransport und Forstwirtschaft im Altenburger Land ...

Erhärtet wird diese

Erhärtet wird diese Vermutung durch eine Akte von 1587 zum Rittergut Zschechwitz (Anm. 14). Darin bitten die beiden Besitzerinnen des Rittergutes um eine „gewisse Portion Holzes zu Wohnhaus und Wehr“ aus den Rochlitzer oder Colditzer Wäldern nach „Brand- und Wasserschaden“. Auf die 1498 erfolgte Lieferung von Bauholz aus der Waldenburger Region zum Bau der Kosmaer Kirche wurde schon in anderem Zusammenhang hingewiesen. Als bedeutsame Quelle zur Klärung dieser Frage erweist sich die Altenburger Marktordnung von 1695. Dabei handelt es sich um die älteste überlieferte juristische Grundlage dieser Art für Altenburg, doch ist an älteren Bestimmngen zur Regelung des Marktwesens in der ehemals freien Reichsstadt nicht zu zweifeln. Die Marktordnung umfasst 26 Paragraphen. Geregelt wurden die Markttage (Mittwoch und Sonnabend) und die Marktzeiten. Enthalten sind Bestimmungen zu einzelnen Waren bzw. Warengruppen, Gebote und Verbote für Käufer und Händler sowie Hinweise zu Maßen und Gewichten. Es bestand Marktzwang, worunter die Altenburger Landbewohner besonders gelitten haben (PATZE 1955b: 87 – 88). Holzhandel hatte im Spätmittelalter in und für Altenburg ganz offensichtlich eine große Bedeutung, denn sechs der 26 Paragraphen dieser Marktordnung enthalten Festlegungen zum Holzhandel, ein weiterer Paragraph trifft Aussagen zu „Baumaterialia“ und schließt den Holzhandel so mit ein. Mehrfach wird Holzhandel im Zusammenhang mit dem Getreidehandel angesprochen. Am deutlichsten wird dieser Zusammenhang im § 15: „Alle Fuhrleute, so von andern Orten sich anhero begeben, Getreyde einzukauffen, sollen nicht leer kommen, sondern Bret, Pfletzschholz, Schindeln und andere Bau-Materialien, wie auch Kohlen und dergleichen mit sich bringen.“ Wie KESSLER (1993a, 1993b) berichtet und STRAUBE (1997) sehr exakt dokumentieren konnte, sind im 16. Jh. aus dem Amt Altenburg erhebliche Mengen Getreide ins Erzgebirge geliefert worden, und schon damals ist im Gegenzug viel Holz aus dem Erzgebirge nach Altenburg transportiert worden. Unklar ist allerdings der Anteil des Bauholzes an den nach Altenburg gelieferten Holzmengen (STRAUBE 2002 in litt.; vgl. 4.3.2). Gefördert wurden durch diese Marktordnung die Handelsbeziehungen des Amtes Altenburg mit den kursächsischen Gebieten im Erzgebirge und dem Erzgebirgsvorland. Der § 8 der Marktordnung enthält folgende Festlegung: „... wie auch denen gesamten Unterthanen, ist ferner zugelassen, ihr eigen erwachsen Getreydig nach Gefallen nach Zwickau, Werda, Reichenbach, Pönigk, Chemnitz und sonsten zu verführen, nicht aber in die nächstangräntzende beyde Schönburgische Städtlein Waldenburg und Glaucha, weder von denen Unterthanen, noch hiesigen Altenburgischen Auffkäuffern zu bringen, ...“. Ausgenommen werden von dieser Regelung die „Unterthanen“ von 33 grenznahen Orten. Auch der hier angesprochene Personenkreis war angehalten (Abschluß § 8), „..., im Rückweg Breter und andere Bau-Materialia

[zu] erhandeln, und anhero zur Stadt, gleich denen Frembden, zum Verkauff [zu] bringen.“ Hinweise auf den Holzverkauf aus dem Amt Altenburg in andere Territorien gibt es – abgesehen von den wenigen schon genannten Sonderfällen – nicht. In der 1. Hälfte des 18. Jh. häufen sich Hinweise auf Holzimporte. Für diese Zeit sind Bauholzlieferungen aus tautenhainischen u.a. eisenbergischen Forsten sowie aus dem Waldenburgischen belegt. Bezogen wurde Bauholz in jener Zeit aber auch aus kursächsischen und naumburgischen Forsten (vgl. 4.3.2). Bei der Auswertung der Bauakten zum Altenburger Schloss konnte KÜNZL (2003 mdl.) erst für die Bauphase 1725/1744 den Import von Bauholz aus dem Waldenburger Herrschaftsbereich nachweisen (Anm. 15). Die Forste des ostthüringischen „Holzlandes“ scheinen um 1800 für den Altenburger Raum an Bedeutung gewonnen zu haben (SCHMALZ 1820: 265). Holzverkauf und Holztransporte lassen auf einen intensiven Holzhandel schließen. Nachrichten dazu sind aus dem Altenburger Land kaum bekannt. SCHADEWITZ (1994: 2/148) erwähnt im Jahr 1813 einen „Holzhändler“. Es handelt sich um seinen Schwiegersohn Günther, der Eigentümer des Hauses Nr. 447 in der Schmöllnschen Gasse in Altenburg war. „Er trieb einen Holzhandel, weshalb ein guter Vorrat an Latten und Brettern“ vorhanden war, heißt es erläuternd zu der Darstellung. Ob von ihm Holz auch stammweise gehandelt worden ist, bleibt unbekannt. Auch in der aus dem Jahr 1814 stammenden Häuserliste von Altenburg (WOLF 2002: 90) wird nur ein Holzhändler genannt; angeführt sind aber 24 Fuhrleute. Der Holzhändler, Christian Wagner, wohnte im Gebäude BK 709 (jetzt Berggasse 16) (Wolf 2002 mdl.). 4.3 Holztransport 4.3.1 Probleme des Holztransports Mit der gewachsenen Siedlungsdichte und der damit verbundenen Rodung der Wälder in Ostthüringen und Westsachsen war die Holzbeschaffung zum Transportproblem geworden. Über den Holztransport mit Pferdegespannen liegen zahlreiche Mitteilungen vor. Obwohl Altenburg nicht an einem Fluss liegt, ist die Bauholzversorgung durch Flößerei jedoch nicht völlig auszuschließen. Auf Flößerei weisende Indizien fand Eißing (Bamberg, mdl.) in der Altenburger Bartholomäikirche, und Scherf (Silbitz, mdl. 2007) deutet Kerben in den untersuchten Tannenhölzern der Roten Spitzen als Hinweise auf Flößerei (vgl. unten). Deshalb wurden beide Transportmöglichkeiten genauer betrachtet.

Imagebroschur Altenburger Land - Altenburg Tourismus
Bioenergietage im Altenburger Land 30.09.- 07.10.2007
Land- und Forstwirtschaft - Knott
Quad-Touren Kohrener Land, Altenburg und Muldental DIN
Quad-Touren Kohrener Land, Altenburg und Muldental 10x21
Imagebroschüre Altenburg - Altenburg Tourismus
Landwirtschaft Forstwirtschaft
BK-Aktuell - Landeskammer für Land- und Forstwirtschaft Steiermark
STABILO - Land- & Forstwirtschaft 2016/17 Katalog
ADDINOL Hochleistungs-Schmierstoffe - Land- und Forstwirtschaft
Land- und Forstwirtschaft, Abfallwirtschaft - Technik Steiermark
Salesguide Georg Spalatin und Reformation - Altenburg Tourismus
Qualitätsbericht 2010 - Klinikum Altenburger Land GmbH
Land- und Forstwirtschaft - ADDINOL Lube Oil GmbH
Hingucker-Broschüre - Meraner Land
Aus Schönburgischen Landen - Stadtwerke Glauchau ...
Schönes Bergisches Land 2011 - Holger Klaes
Flyer Erziehungsberatung 2008 - Altenburger Land
Schadensbeseitigung und Hochwasserschutz im Altenburger Land
Feuerwehrentschädigungssatzung - Altenburger Land
Entgeltordnung Jugendwohnheim - Altenburger Land
Entgeltordnung für die Nutzung der ... - Altenburger Land