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Bauholz, Bauholztransport und Forstwirtschaft im Altenburger Land ...

Bauholz, Bauholztransport und Forstwirtschaft im Altenburger Land ...

is Leipzig fertig

is Leipzig fertig gestellt war (TETZNER 1918). Zum Holztransport – das zeigt dieses Beispiel – sind also nicht nur Flüsse, sondern auch kleinere Fließgewässer und Gräben genutzt worden (HARTMANN 1990). Auf diese Weise wurde der Abtransport von Holz aus dem Forstgebiet wesentlich erleichtert. Geflößt worden ist dort aber den Literaturangaben zufolge lediglich Klafter- und kein Bauholz. Nach dem „Altenburger Land“ (Autorenkollektiv 1973: 164) wurden Altenburg und Umgebung von 1691 – 1816 mit geflößtem Klafterholz (Brennholz) versorgt, das bei Münsa angelandet und verkauft wurde. Von der Versorgung des Amtes Altenburg mit Scheitholz aus den zum Westkreis des Herzogtums Sachsen-Altenburg gehörigen Revieren Gangloff, Klosterlausnitz und Tautenhain durch Flößerei auf Sprotte (ab Großenstein) und Pleiße (bis Münsa) im Zeitraum von 1791 – 1816 berichtet RENZ (1938: 94) . Seiner Darstellung zufolge „wurde nur weiches Holz verflößt“, das „in Stücken von 6/4 Ellen Länge (= 0,85 m)“ geschnitten war, weshalb auch von „Scheitholzflößerei“ gesprochen wird. Geflößt wurde also ausschließlich Brennholz. Es wurde zur Verringerung der Transportkosten zum Floßplatz Großenstein gefahren und dann zur Zeit der Schneeschmelze innerhalb weniger Tage auf der Sprotte abgelassen. Auf der Weißen Elster – das ist sicher – ist neben Scheitholz auch Bauholz geflößt worden (HARTMANN 1990). GLONKA (o. J.) stellt dazu unter Berufung auf GEISTEFELD (1963) fest, dass „einige Städte des Flachlandes“ „vor allem Langholz anflößen“ ließen. Zu diesen Städten mit Stapelrecht gehörten auch Zeitz, Pegau, Zwenkau, Markkleeberg – Gautzsch und Leipzig (HARTMANN 1988: Tab. 8). Der Holztransport erfolgte durch private Flößer bzw. Floßholzhändler, den Verkauf regelten städtische Floßholzverkaufsverwaltungen“ (GEISTFELD 1963, ANONYMUS 1992, vgl. auch HARTMANN 1988). Über umfangreiche Bauholzflößerei auf der Mulde berichtet GEISTEFELD (1963). Beachtenswert für das Amt Altenburg ist die Tatsache, dass möglicherweise auch Adlige das Recht zur Anlandung von Holz hatten, das auf der Mulde aus dem Gebirge kam. Konkrete Hinweise für Floßholzlieferungen von der Elster oder der Mulde nach Altenburg sind jedoch bisher nicht bekannt geworden und sehr unwahrscheinlich; zumindest kann der Umfang derartiger Holzlieferungen nicht groß gewesen sein. Bemerkenswert ist im hier betrachteten Zusammenhang allerdings ein Brief des Rates der Stadt Zwickau an den Rat der Stadt Altenburg aus dem Jahre 1661. Er deutet darauf hin, dass Floßholz, noch dazu Bauholz, vom Erzgebirgsvorland um Zwickau doch nach Altenburg gelangt sein könnte (Anm. 16). Diese Quelle wirft die Frage auf, woran geflößtes Bauholz zu erkennen ist. EIßING (am 29. 9. 2002 mdl.) gibt drei Indizien an. Am markantesten sind Holzkeile im Bauholz, die nach der Trocknung deutlich überstehen.

Hinweise auf Flößerei liefern Kerben und Bohrungen, die nicht baubedingt sind. Typisch für die Verwendung von Floßholz ist aber auch die breite Streuung der Fälldaten bei Hölzern einer Bauphase an einem Objekt. Bei der Altenburger Bartholomäikirche – das Gutachten war uns nicht zugänglich – stellte EIßING bei einigen Balken des Dachtragwerkes Kerben fest; die Streubreite der Fälldaten beträgt sechs Jahre (1424 – 1429). EIßING schlussfolgert daraus die Verwendung von Floßholz. Zu ähnlichen Ergebnissen kam er auch in Breunsdorf (SCHOLZ 1998: 203). Besondere Beachtung verdient in diesem Zusammenhang die bauhistorische Untersuchung der Roten Spitzen durch Scherf (2007 mdl.). Er wies dort geflößtes Holz nach, indem er bei allen untersuchten Tannenhölzern, die ins 13. und 14. Jahrhundert datiert wurden, Kerben feststellte, die nicht baubedingt sind. Herkunft und Transportweg jener Hölzer in Breunsdorf und Altenburg, die nach Eißing und Scherf (vgl. unten) geflößt worden sind, sind gegenwärtig noch unbekannt. 4.4 Erkenntnisse zur Forstgeschichte Ergebnisse dendrochronologischer Bauholzuntersuchungen können zur Ermittlung der historischen Waldvegetation herangezogen werden. Da die Datenmenge im hier betrachteten Territorium, dem Altenburger Land, in einigen Zeitabschnitten sehr gering ist und nur einen kleinen Teil des Artenspektrums repräsentiert, können diese Fakten allerdings nur als ein Indiz für die historische Waldvegetation gewertet werden. Ein endgültiger Beweis dafür sind sie nicht. Die Wahrscheinlichkeit, dass das Bauholz aus den Forsten des Amtes Altenburg stammt, ist umso größer, je weiter die Wachstumszeit der Bäume zurück liegt. Schon im 16. Jahrhundert ist im Amt Altenburg der Bezug von Bauholz aus benachbarten Territorien nachweisbar. Spätestens im 17. Jahrhundert wurde Bauholz auch über weite Strecken, vorrangig zunächst aus dem Erzgebirge, nach Altenburg geliefert. Mit dem Anbau von Fichte und anderen Baumarten wurde BÄRTHEL (1926) zufolge im Amt Altenburg im 18. Jh. begonnen, doch geschah das möglicherweise auch schon früher (BAADE 1996: 51, 96). Zur Klärung forsthistorischer Probleme können vor allem dendrochronologische Untersuchungsergebnisse jener Gebäude wesentlich beitragen, bei denen die Herkunft des Bauholzes bekannt ist. Zur Aufhellung der Vegetationsentwicklung im Leinaforst sind deshalb insbesondere die in Tabelle 2 dokumentierten Gebäude bedeutsam. In diesen Gebäudekomplexen wurde dendrochrono-logisch fast ausschließlich Weißtanne (Abies alba), aber keine Fichte (Picea abies) nachgewiesen (Tab. 2 – 4). Die in historischer Zeit im Leinaforst existierenden umfangreichen Bestände der Weißtanne sind schon in der Literatur vorgestellt worden (BÄRTHEL: 1926: 25); zu deren forstgeschichtlichen, floristischen, und vegetationskundlichen Aspekten äußerte sich BAADE (1987, 1996, 2007). Der beträchtliche Umfang der Tannenvorkommen lässt sich aus den Rechnungen über Holzverkäufe aus den Jahren 1418 bis 1421 (RUHLAND o. A.), der

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