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Bauholz, Bauholztransport und Forstwirtschaft im Altenburger Land ...

Bauholz, Bauholztransport und Forstwirtschaft im Altenburger Land ...

Die Herkunft der

Die Herkunft der dendrochronologisch nachgewiesenen Fichtenhölzer aus der Zeit vor 1700 ist bisher unklar. Aus den fürstlichen Forstgebieten der Altenburger Region können sie kaum stammen (BAADE 2007), denn weder die bisher eingesehenen Forstrechnungen der fürstlichen Forstreviere (vgl. Literaturverzeichnis) noch die schon dargelegten Erkenntnisse aus den dendrochronologischen Untersuchungen im Schlosskomplex und im Rathaus von Altenburg geben entsprechende Hinweise. In großen Teilen Ostthüringens und im angrenzenden Sachsen ist das Vorkommen der Fichte im 16. und 17. Jh. durch mehrere Quellen dokumentiert (REINHOLD 1942, SIEBER 1902, HEMPEL 1982, COBURGER 1992: 33). Von dort könnte Fichtenholz möglicherweise in die Altenburger Region bezogen worden sein. Bemerkenswert ist die topographische Lage jener Orte, in denen Fichte dendrochronologisch als Bauholz relativ frühnachgewiesen wurde (Gieba, Ponitz, Jonaswalde, Heyersdorf, Grünberg, Monstab, Lehma, Altenburg). Der überwiegende Teil von ihnen liegt am südlichen Rande des Lößhügellandes. Dort gibt es sehr unterschiedliche Standorte, deren edaphische und klimatische Gegebenheiten stellenweise den Anforderungen von Fichte entsprechen (HEMPEL 1982). Die Gemeine Kiefer (Pinus sylvestris) konnte aus der ursprünglichen Waldvegetation des hier betrachteten Gebietes als Bauholz nur vereinzelt bezogen werden, weil sie keine, zumindest keine großen natürlichen Bestände ausgebildet hat. Im südwestlich an das Altenburger Land angrenzenden Territorium des ehemaligen Fürstentums Reuß ä. L. (Greiz – Zeulenroda) hebt COBURGER (1992: 34) das Jahr 1642 als frühen Zeitpunkt eines dokumentierten Kiefernvorkommens hervor. Der verstärkte Anbau von Kiefer und Fichte setzte in den Wäldern um Altenburg spätestens um 1700 ein (BAADE 1996: 51 u. 95 ff.). Obwohl Traubeneiche (Quercus petraea) und vor allem Stieleiche (Quercus robur) in den ausgedehnten Eichen-Hainbuchenwäldern und auch in den Wäldern der Bachauen des Altenburger Landes zahlreich vorkamen und vorkommen, war Eichenholz immer ein sehr kostbarer Rohstoff, der nur in begrenztem Maße genutzt werden konnte. Eichen wachsen viel langsamer als Bäume anderer Arten. Samentragende Altbäume, waren in den früheren Nieder- oder Mittelwäldern in der Minderzahl und mussten möglichst erhalten bleiben. Darüber hinaus waren Eichen (in Bauernwäldern) als Lieferanten von Schweinefutter („Mastbäume“) besonders geschätzt, und auch als Grenzbäume gepflanzte Eichen – wegen ihrer langen Lebensdauer wurden Eichen zur Grenzmarkierung gepflanzt – durften nicht abgetrieben werden. Obwohl Eichenholz aus allen einheimischen Wäldern bezogen werden konnte, stand es daher als Bauholz nur in begrenztem Maße zur Verfügung. Diese Feststellungen werden durch die erhalten gebliebenen Belege über die Holzlieferungen aus dem Forstgebiet Leina bestätigt (RUHLAND o. A.).

Danach wurden von 1418 bis 1421 aus dem Leinaforst Stämme von 1258 Tannen, 42 Eichen , 30 Aspen und 13 Stämme ungenannter Arten geliefert. In diesen 4 Jahren waren nur 3,1% der aus dem Leinaforst gelieferten Baumstämme Eichen! Während Pappelholz dendrochronologisch bisher nur einmal nachgewiesen worden ist, wird der Verkauf von Aspenstämmen (Populus tremula) in den Forstakten wiederholt dokumentiert. Dabei gibt es, die Zahl der Aspenstämme betreffend, zwischen den verschiedenen Forsten und innerhalb eines Forstgebietes von Zeit zu Zeit erhebliche Unterschiede. 1418 und 1420 wurden aus den beiden Leinarevieren 22 bzw. 8 Aspen nach Altenburg geliefert. 1665 ist die Abgabe von 200 Aspenstämmen belegt; alle stammten aus dem Kammerforst. 1737 wurde aus keinem der fürstlichen Forstreviere Aspenstammholz abgegeben, wohl aber Aspen-Scheitholz aus dem Unterteil Leina und dem Luckaer Forst in beträchtlichen Mengen. Da Zitterpappeln als Pioniergehölz vorrangig auf Kahlschlägen gedeihen, könnten diese starken Schwankungen zusammen mit anderen Indizien möglicherweise auf unterschiedliche Nutzungsgrade der Forstgebiete hinweisen. Aus den wenigen vorliegenden Angaben kann das jedoch nicht eindeutig geschlussfolgert werden. Die dendrochronologischen Untersuchungen dokumentieren einen weiteren Fakt, der in den Tabellen allerdings nur indirekt und unvollständig widergespiegelt wird: Die Angabe des Zeitpunktes der Fällung mit zwei Jahreszahlen weist darauf hin, dass die zur Nutzung als Bauholz vorgesehenen Bäume – wie das andere Holz auch – ganz überwiegend im Winter geschlagen worden sind. Das bot mehrere Vorteile: Zu dieser Jahreszeit standen Arbeitskräfte zur Verfügung, aber auch die für den Transport notwendigen Pferde. In den Forstflächen minimierte dieses Zeitregime in Frostperioden Eingriffe in den Boden. 4.5 Schlußfolgerungen zur Anwendung der dendrochronologischen Bauholzuntersuchung Als wichtiges Hilfsmittel der Denkmalpflege ist die Dendrochronologie schon längst erkannt worden und inzwischen in der Praxis etabliert. Dennoch wird viel zu oft auf die erforderliche und wünschenswerte Anwendung dieser Methode verzichtet. Das spiegelt sich im Altenburger Land am zahlenmäßigen Missverhältnis der beprobten Objekte und Hölzer zwischen der ehemaligen Residenzstadt einerseits und den dörflichen Siedlungen andererseits besonders wider. Manche Gebäude (z. B. in Gardschütz, Windischleuba, Wiesenmühle, Lehma) konnten nur deshalb dendrochronologisch untersucht werden, weil die privaten Bauherren bei der Instandsetzung ihrer Gebäude denkmalpflegerischen Aspekten besondere Beachtung schenkten bzw. – und das trifft auf Gardschütz zu – weil engagierte Denkmalschützer und Heimatforscher den Wert bzw. die Hochrangigkeit des Hofes vor seinem drohenden und inzwischen zum großen

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