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Bauholz, Bauholztransport und Forstwirtschaft im Altenburger Land ...

Bauholz, Bauholztransport und Forstwirtschaft im Altenburger Land ...

Anmerkungen: 1

Anmerkungen: 1 (Abschnitt 1): Begriffsdefinitionen Bauholz: Oberbegriff für alle zum Errichten von Bauwerken verwendbaren oder verwendeten Hölzer, unabhängig von Holzart, Form und Größe der Holzstücke (Bauholz = Zimmerholz). Unterschieden werden verschiedene Bauholztypen (Ganzholz, Halbholz, Kreuzholz, Sägeblöcke, Lattenstämme u. a.). Schirr- und anderes Nutzholz: Nutzholz, das nicht zum Hausbau verwendet und daher von Bauholz unterschieden wird. In der Forstrechnung des Amtes Altenburg von 1737 (z.B. S. 10r/11) werden damit folgende Kategorien zusammengefasst: Klötzer (Buche, Eiche, Tanne), Leiterbäume, Stemmleisten (?), Pflugrüster, birkene Reifstäbe, Anbindestänglein, Zaun- oder Nädergerten (?), Schalholz, Holz für Felgen und Speichen, Klafter- Stecken, Böttcherstangen, Satzstecken, Zaunstecken, Linden- und Aspenstangen, Hopfenstangen, Lattenstangen, Schlämmruten, Zaunruten, Flurstecken, Wein- und Bindepfähle, eichene Zaunstecken und Pfähle, Stäbe 2 (Abschnitt 3.1): Acta, die von Herzogl. Hochlöbl. Cammer anhier anbefohlene Untersuchung, verschiedene von der Gemeinde zu Mockern bisher bewirkte noch zur Zeit aber unvererbte Gemeinde Plätze betr.; ThStA Abg., A Abt. I, Loc. 11, Nr. 182 (Mockern 1795/1796) 3 (Abschnitt 4.1.1): Dendrochronologisch werden die Baumarten nicht genau unterschieden; differenziert werden meist nur die Gattungen. Die deutschen Pflanzennnamen sind deshalb folgendermaßen zu deuten: Tanne: Weißtanne (Abies alba MILL.) Fichte: Gemeine Fichte (Picea abies [L.] KARSTEN) Kiefer: Wald-Kiefer (= Föhre) (Pinus sylvestris L.) Eiche: Stiel-Eiche (Quercus robur L.) oder Trauben-Eiche (Quercus petraea [MATTUSCHKA] LIEBL.) Pappel: Zitter-Pappel (= Aspe, Espe) (Populus tremula L.) Erwähnung finden in dieser Betrachtung darüber hinaus: Birken Hänge-Birke (Betula pendula ROTH) und Moor-Birke (Betula pubescens EHRH.) Hainbuche Carpinus betulus L. Esche Gemeine Esche (Fraxinus excelsior L.) Buche Rot-Buche (Fagus sylvatica L.) Ulmen Flatter-Ulme (Ulmus laevis PALLAS), Feld-Ulme (Ulmus minor MILL. em. RICHENS), Berg-Ulme (Ulmus glabra HUDS. em. MOSS)

4 (Abschnitt 4.1.2): Zu den Preisen von Eichen-Stämmen soll die Rechnung von 1737 als Bsp. dienen. Angegeben ist nur der Stammumfang, nicht die Länge. Aus den Vermerken ergeben sich folgende Preise (Angaben in Gulden [F]): Baumart Stammumfang 3 Spannen 4 Spannen 5 Spannen 6 Spannen 8 Spannen Eiche - - 5 F 6 F 8 F Rotbuche 4 F - - 6 F - Birke - - 4 F 5 F - Ulme - 3 F - 4 F - Tanne 1 1 /2 F 3 F - - - 5 (Abschnitt 4.1.2): Das Baumalter ist aus den in Tab. 2 und 5 vorliegenden dendrochronologischen Angaben nicht ablesbar. Die Zahl der Jahresringe liegt unter dem in Jahren angegebenen Baumalter, und zwar umso deutlicher, je weiter die Entnahmestelle der Holzprobe von der Wurzel entfernt ist. Zu beachten ist auch, dass die meisten Baumstämme stückweise verbaut worden sind. 6 (Abschnitt 4.1.1.2): Ob damit tatsächlich Esche (Fraxinus excelsior L.) gemeint ist, bleibt zweifelhaft. LÖBE (1905: 298) zitiert: „..... für eine Eiche 3 fl. 9 gr., Andreas Prehl aus Mockzig 1 fl. 10 gr. 6 pf. für eine Esche; von Hans Beierlein zu Garbus wurde ebenfalls eine Eiche für 2 fl. 7 gr. gekauft.“ – Da sich das Wörtchen „ebenfalls“ auf die zuvor angeführte Eiche bezieht, könnte die Formulierung darauf hinweisen, dass der Begriff „Esche“ hier als Synonym verwandt worden ist. Diese Vermutung tauchte schon einmal auf, und zwar bei der Auswertung der Beschreibung des Leinaforstes von 1670 (BAADE 1996: 67). Die damals als „Schön Eschenhau“ bezeichnete Fläche wurde in den Forstkarten von 1737 als „Schöne Eichhau“ bezeichnet. 7 (Abschnitt 4.2): Kresse plante den Bau des Schellenbergschen Gutes und fungierte die ganze Zeit über (1862 – 1867) als Bauleiter. Seine Überlegungen und Erfahrungen sowie alle Ausgaben zu diesem Bau hielt er handschriftlich fest (KRESSE 1865). Seine genauen Aufzeichnungen sind daher sehr glaubwürdig. Kopien der 109seitigen Originalhandschrift, die ich einsehen konnte (vgl. SALAMON 2000), besitzt Herr Harald Kluge, Nobitz. Daraus geht hervor: • Mit Holz wurde sparsam umgegangen. Gut erhaltenes Holz, das beim Abriss der Altgebäude anfiel, wurde wieder genutzt. Entsprechende Hinweise sind angegeben bei: - dem Kuhstall: Zum Bau des „Unterstalles“ ist Holz der alten Scheune verwendet worden. - dem Pferde- und Schafstall: Aus alten Gebäuden wurden unter anderem Türen und Latten verwandt. - dem Schweinestall: Wiederverwendet wurde Holz vom alten Gutsgehöft.

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