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Bauholz, Bauholztransport und Forstwirtschaft im Altenburger Land ...

Bauholz, Bauholztransport und Forstwirtschaft im Altenburger Land ...

12 (Abschnitt 4.2.2):

12 (Abschnitt 4.2.2): Der Bau des Altenburger Rathauses 1562 – 1564 war für den Rat der Stadt eine gewaltige Aufgabe. Ein umfangreiches Schriftgut im Ratsarchiv Altenburg zeugt davon. Zur Sicherung der Bauholzversorgung erbat der Rat der Stadt 1562 nach Beratung mit Baumeister Nickel Grohmann und den Zimmerleuten brieflich vom Herzog Bauholz aus dem Leinaforst und dem Kammerforst (RA, VII 18, Nr. V: 11). Im Bittschreiben heißt es: „...darauf sie [die Zimmerleute, Ba] uns berichtet, das wir in dreyhundert stemme holz zu underzogen, balcken, Rahmen unnd über einhundert starker Tenlinge zue Sparren unnd underlagen under das dach fünfundtzwanzigk Thannen zue Brethern und fünfundtzwanzigk Eichenn auch zue Breth., pfosten und leisten, unnd also in die fünffhalbhundert Bawstemme, ausgeschlossen krosseren und alle andere Brethe, so wir zum ganzen bawe bedarfftigk, haben mußten.“ [Aufteilung der Zeilen verändert, Ba] Durch den Jägermeister Hannes Ott von Rohrbach läßt der Herzog seine Entscheidung mitteilen (RA, VII 18, Nr. V: 13). Die Stadt erhält 250 Stämme „aus Gnaden“ (kostenfrei), 150 Stämme „umb gebührlich bezahlung von windtfelligem holz“ und das dann noch fehlende Holz „an stehendem holz der Holzordnung gemes“. Am Schluß der Akte (RA, VII 18, Nr. V: 93 ff.) sind die Ausgaben für den Rathausbau aufgelistet. Holz betreffend wird dabei festgestellt: 1562: „Das Bauholz ist in der Leyna angenommen und zu Schombach geschnitten.“ 1563: „300 stämme holz dieß Jahr ohngefehr“ 1563: „Dies Jahr über seiend 527 stämme holz aus der Leyna geführet worden, der fuhrlohn auch baar bezalt. ..... Das Bauholz ist ufn Anger zugerichtet und nochmals hereingeführet worden.“ 1564 u. 1565: Vermerkt sind weitere Ausgaben für Bretter, Zimmerholz und Latten sowie Fuhr- und Schneidelohn. Mengenangaben fehlen. 13 (Abschnitt 4.2.2): Das „Holzbuch Lödla 1755/1825“, ein Dokument aus dem ehemaligen Archiv des Rittergutes Oberlödla, gelangte 1945 zusammen mit anderen Archivdokumenten nach der Bombardierung des Rittergutes Oberlödla in das ThStA Altenburg. Ähnliche Materialien sind im ThStA Altenburg nur von wenigen Rittergütern vorhanden. 14 (Abschnitt 4.2.3): ThStA Altenburg, AG Altenburg, A Abt. I, Loc. 8, Nr. 2a: Acta, betr. das Rittergut Zschechwitz, darin auch etwas vom Pohlhof, Anno 1587

15 Mit der Baugeschichte des Altenburger Schlosses befasst sich seit vielen Jahren U. KÜNZL (Schloss- und Spielkartenmuseum Altenburg). Sie machte 2003 folgende Angaben: Die Bauphase 1706 – 1712 ist nur mit wenigen Akten belegt. Akten zur Bauphase 1717 – 1718 (Wohngebäude des Hofmarschalls) wurden bisher (2003) kaum ausgewertet. In den umfangreichen Akten zur Bauphase 1725 – 1744 ist nur einmal Holzimport aus dem Territorium der Herrschaft Waldenburg dokumentiert. Es handelt sich um die „Acta, den hiesigen neuen Schlossbau betr. (1721 – 1730)“ (ThStA Altenburg, Geh. Arch., Loc. 232, Nr. 7). Ausgewiesen ist beim Schloßbau in jener Epoche der umfangreiche Verbau von Altholz, das beim Abriss anderer Gebäude angefallen war. Notwendig war deshalb die Lagerung von Baumaterial, und die ist auch nachgewiesen. Auffällig: Eiche wurde nur relativ selten als Bauholz genutzt. Aus den Akten konnte Frau KÜNZL den Verbau für das Schlosstor (Triumphbogen) und Dachgauben nachweisen. 16 (Abschnitt 4.3.1): Beachtenswert sind in diesem Zusammenhang die im Ratsarchiv Altenburg lagernden Akten zum Bau des Altenburger Rathauses 1662 – 1664. Daraus (RA, VII 18, Nr. VII) geht hervor, dass der Rat der Stadt Altenburg sich seinerzeit auch an den Rat der Stadt Zwickau gewandt hatte, um die Möglichkeit von Bauholzlieferungen zu erkunden. Einen Brief oder Briefentwurf des Altenburger Rates mit der konkreten Anfrage wurde nicht gefunden. Ermittelt werden konnte zu diesem Sachverhalt allerdings im Ratsarchiv Altenburg (....) ein Brief vom Rat der Stadt Zwickau, datiert vom Donnerstag nach Quasimodogeniti (?) 1561, der eindeutig als Antwort auf ein Schreiben aus Altenburg zu verstehen ist. Darin wird sinngemäß festgestellt, dass bestimmte im Brief vom Rat der Stadt Zwickau nicht bezeichnete Holzqualitäten nicht geliefert werden können. Dann heißt es weiter: „Aber für den valde haben wir got lob von geschnittenen bretern einen guthen vorrath, welche wir sobalde flosewasser wirt, herein flosen zulassen bedacht seint, denn dieselbe uf der achse herein zubringen, zuviel gefehrt (?).“ – Der Brief enthält zwei bedeutsame Fakten: Es scheint so, als ob hier die Flößerei von Nutzholz nach Altenburg – und damit auf der Pleiße – angekündigt wird, und das zu einem sehr frühen Zeitpunkt. Auf Anfrage dazu wurde uns vom Stadtarchiv Zwickau (22. 04. 2001 in litt.) mitgeteilt: „Trotz umfangreicher Recherchen im Altbestand konnten wir weder einen Briefwechsel zwischen den Städten Altenburg und Zwickau hinsichtlich Holzlieferungen für den Altenburger Rathausbau ermitteln noch Hinweise zur Flöße auf der Pleiße überhaupt finden. Das bei uns vorhandene Material zur Holzflöße und zum Holzhandel bezieht sich im Wesentlichen auf die Mulde und

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