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Bauholz, Bauholztransport und Forstwirtschaft im Altenburger Land ...

Bauholz, Bauholztransport und Forstwirtschaft im Altenburger Land ...

überregional wurden

überregional wurden neue Erkenntnisse dazu durch MASCHMEYER (2007) bekannt. Auch über Baugeschichte und denkmalpflegerische Probleme von Repräsentationsbauten und Bürgerhäusern gibt es Literatur (zuletzt KÜNZL 1993, 1998; STEUDEMANN 2001; FRÖHLICH 2001). Im Gegensatz dazu enthalten alle Publikationen über Bauwerke des Altenburger Landes nur wenige gesicherte Angaben über die verwendeten Hölzer. FUCHS (FUCHS & SALAMON 1985: 19) schreibt: „Bevorzugt war die Eiche als Baustoff, denn deren Holz besitzt eine sehr große Festigkeit. Die Eiche kam ja auch viel häufiger vor als in der Gegenwart. Weiterhin waren Buche und Ulme als Bauholz beliebt.“ Offen bleiben die Quellen dieser Feststellung, denn Literaturhinweise oder Primärfakten werden nicht angegeben. Mit unserer Untersuchung wollen wir zur Klärung der hier angeschnittenen Probleme beitragen. Möglich ist das vor allem, weil die aktuellen Grenzen des Landkreises Altenburger Land (Stand: 2007) nahezu identisch mit denen des früheren Amtes Altenburg sind. Da mit den vorliegenden Untersuchungen die Zusammensetzung der Wälder in historischer Zeit erhellt werden soll, wird neben Bauholz auch „Schirr- und sonstiges Nutzholz“ berücksichtigt (Anm. 1). 2 Methode Wesentliche Grundlage der vorliegenden Betrachtungen sind die Ergebnisse dendrochronologischer Bauholzuntersuchungen im Altenburger Land. Zu bedenken ist allerdings, dass die geringe Probenzahl (608) nur tendenzielle und keine absoluten Aussagen ermöglicht. Zur Ergänzung der Datenbasis und zur Relativierung der Schlussfolgerungen wurden Archivdokumente, vor allem Forstakten, eingesehen. Die Forst- und Bauakten lassen erkennen, dass unter den fürstlichen Forstgebieten im früheren Amt Altenburg lediglich der Leinaforst kontinuierlich über Jahrhunderte als Bauholzressource bedeutsam war. Aus den anderen dem Landesherrn unterstehenden Forsten (Luckaer Forst, Kammerforst, Deutsches Holz und Pahna) wurde regelmäßig Jahr für Jahr Brennholz entnommen, Bauholz aber nur hin und wieder in nennenswerter Menge (BAADE 1996, 2007). Vorrangig ist das aus diesen Forsten gewonnene Bauholz für Bau- und Umbaumaßnahmen an jenen Gebäuden eingesetzt worden, die dem Landesherrn bzw. dem Land gehörten (Altenburger Schloss, herzogliche Verwaltungsgebäude) oder deren Bau vom Landesherrn gefördert wurde (z.B. Altenburger Rathaus, vgl. Anm. 10 u. 12). Weil diese Bauwerke nahezu ausschließlich mit dem aus der Leina gelieferten Bauholz errichtet worden sind (vgl. 3.2), wurden die Ergebnisse der dendrochronologischen Bauholzuntersuchungen jener Gebäude in Tabelle 2 gesondert erfasst. Da das Kloster St. Marien auf dem Berge (= Bergerkloster) von Kaiser Friedrich I. (Barbarossa) außerordentlich begünstigt wurde – zur Einweihung 1172 war er anwesend – ist der Bezug des

dort genutzten Bauholzes aus den damals dem Kaiser gehörigen Forsten des Pleißenlandes, also auch aus dem Leinaforst, sehr wahrscheinlich. Anhand schriftlicher Quellen ist die Herkunft des Bauholzes, das in den Türmen der ehemaligen Klosterkirche verbaut wurde, allerdings nicht nachweisbar. Ansonsten wurden in Tab. 2 nur Bauhölzer jener Gebäude, deren Holz nachweislich vollständig oder teilweise aus den fürstlichen Forsten geliefert worden war, erfasst. Daher ermöglicht diese Tabelle zwar keine absolut exakten, aber doch relativ sichere Aussagen zum Baumartenspektrum und zur Nutzung des Leinaforstes seit dem 14. Jahrhundert. Ergänzende Fakten werden durch die Tabellen 5 bis 7 vermittelt. Darin sind alle anderen dendrochronologischen Angaben aus dem Altenburger Land erfasst. Weil die Herkunftsreviere dieser Hölzer unbekannt sind, können diese Angaben zur Klärung forstgeschichtlicher Probleme nur begrenzt herangezogen werden. Zwar sind verbaute Hölzer, zu denen Akten keine Auskunft geben, ihrer Herkunft nach nicht bestimmten Forsten zuzuordnen, doch darf man unserer Auffassung nach von einigen Prämissen ausgehen, die forstgeschichtliche Schlussfolgerungen ermöglichen: • Z. Z. der deutschen Landnahme und des mittelalterlichen Landesausbaus wurde Bauholz in der hier betrachteten Region (fast) ausschließlich aus den damals ausgedehnten Wäldern der unmittelbaren Umgebung gewonnen. Holzimport war zunächst nicht erforderlich. • Erst nach dem Ende der großen Rodungen setzten Holzimporte aus benachbarten Territorien ein (vgl. 4.2), und die Abgabe von Holz aus dem Amtsbezirk hinaus war zumindest zeitweilig verboten. Da Spanndienste teuer waren, haben sich Bauherren, um Transportkosten zu sparen, um Holz aus nahe gelegenen Forsten bemüht. • Für herrschaftliche Bauwerke wurde vorrangig Holz aus den Wäldern der jeweiligen Herrschaft genutzt. Bei bäuerlichen Bauten wurde, wenn irgend möglich, Holz aus dem eigenem Wald oder aus dem des jeweiligen Lehnsherrn eingesetzt. Zur Entwicklung von Bauholzhandel und Bauholztransport in der Altenburger Region gibt es in der sonst umfangreichen Regionalliteratur keine zusammenfassende Darstellung. Zur Erfassung der verstreuten Mitteilungen waren umfangreiche Recherchen notwendig.

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