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Ökobilanz für typische YTONG - Institut für ökologische ...

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38 Wirkungsabschätzung

38 Wirkungsabschätzung 3.1.6 Ökotoxizität Auch hinter dem Begriff Ökotoxizität verbergen sich eine ganze Reihe unterschiedlicher Wirkungen. Auch für die Ökotoxizität wurden einige Verfahren der Datenaggregation vorgeschlagen, allgemein akzeptiert wurde bisher jedoch keines. In der vorliegenden Ökobilanz wird der Vorschlag unterbreitet, diese Wirkungskategorie zusammen mit der Humantoxizität, d.h. anhand derselben Kriterien zu bearbeiten. Es soll an dieser Stelle unterstrichen werden, daß eine Ökobilanz ohne die Wirkungskategorien Human- und Ökotoxizität wenig glaubwürdig ist. 3.2 Vorgehen zur Erstellung der Wirkungsabschätzung 3.2.1 Die Klassifizierung Um aus der Vielzahl der Sachbilanzdaten aussagekräftige, gebündelte Informationen über die damit verbundenen Umweltwirkungen zu gewinnen, findet in der Wirkungsabschätzung zunächst eine Klassifizierung und im Anschluß daran eine Charakterisierung der Emissionen statt. Klassifizierung beschreibt die Zuordnung der Emissionen zu den Wirkungen, die sie potentiell hervorrufen. Methodenbedingt werden in einer Ökobilanz keine real beobachteten Ursache-Wirkungszusammenhänge hergestellt, u.a. da keine lokalen Immissionen gemessen werden. Aufgezeigt werden die Wirkungspotentiale der in einem Untersuchungssystem auftretenden Emissionen. Das bedeutet also bspw., daß alle Kohlendioxid- und Stickoxidemissionen dem Treibhauseffekt zugeschrieben werden. Die Stickoxidemissionen können daneben jedoch auch zur Versauerung oder zum Abbau der stratosphärischen Ozonschicht beitragen. Die Wirkungskategorien werden aber so beschrieben, als würden jeweils alle Stickoxid- Emissionen zum Treibhauseffekt, zur Versauerung etc. beitragen. Der Begriff Wirkungspotential ist in diesem Sinne zu verstehen. Das Ergebnis der Klassifizierung ist eine Liste mit Emissionen, die verschiedenen Wirkungskategorien zugeordnet sind, wobei Mehrfachnennungen von Emissionen in verschiedenen Kategorien auftreten.

39 Wirkungsabschätzung 3.2.2 Die Charakterisierung Die Charakterisierung bezeichnet die Gewichtung der Emissionen innerhalb einer Wirkungskategorie gemäß ihrem Anteil an dieser Wirkung, denn nicht alle Emissionen tragen im selben Ausmaß dazu bei. Abhängig von ihren chemischen Eigenschaften (wie Langlebigkeit, Reaktivität etc.) ist die Wirksamkeit verschiedener Substanzen unterschiedlich groß. In den meisten Wirkungskategorien wird eine Leitsubstanz gewählt, zu deren Wirksamkeit die Wirksamkeit der anderen Substanzen ins Verhältnis gesetzt wird. Im Beispiel Treibhauseffekt ist die Referenzsubstanz Kohlendioxid, diese wird gleich eins gesetzt, Methan wird im Verhältnis dazu bspw. mit der Zahl 11 versehen (GWP 100), d.h. Methan ist über einen Zeitraum von 100 Jahren betrachtet 11 mal treibhausrelevanter als Kohlendioxid. Mit diesen sogenannten Äquivalenzfaktoren (bzw. Gewichtungsfaktoren) werden die in der Klassifizierung zusammengestellten Emissionen multipliziert. Dadurch wird dem unterschiedlichen Potential der Substanzen, zu einer bestimmten Umwelt- wirkung beizutragen, Rechnung getragen. Nachdem die Emissionen innerhalb einer Wirkungskategorie gemäß ihrem Anteil an der Umweltwirkung mit dem Äquivalenzfaktor multipliziert wurden, werden diese Werte zu je einer Zahl pro Wirkungskategorie, zum sogenannten Wirkungsindikator, addiert. Diese Wirkungsindikatoren können herangezogen werden um Vergleiche anzustellen, allerdings nur bezüglich je einer Wirkung. So kann der Wirkungs- indikator Treibhauseffekt der 24er YTONG-Wand mit dem der 36,5er YTONG-Wand verglichen werden, nicht aber mit einem Versauerungsindikator. Der Weg kann also von der Sachbilanz bis zum Wirkungsindikator verfolgt werden, indem die in einer Wirkungskategorie klassifizierten Emissionen aus der Sachbilanz mit den Äquivalenzfaktoren multipliziert und zu einem Indikator pro Wirkungs- kategorie addiert werden. In der Wirkungsabschätzung werden diese Indikatoren anhand graphischer Auswertungen diskutiert und erklärt. 3.3 Auswahl und Diskussion der Wirkungskategorien Die Methode der Produkt-Ökobilanzierung wird auf verschiedenen Ebenen diskutiert, um methodische Konventionen als Norm festzulegen. Auf nationaler Ebene befaßt sich der 1993 gegründete „Normenausschuß Grundsätze des Umweltschutzes (NAGUS)" beim DIN mit Produkt-Ökobilanzen im Arbeitsausschuß 3 (AA3) mit den beiden Unterausschüssen 1, Sachbilanz (UA1) und 2,

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