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Ökobilanz für typische YTONG - Institut für ökologische ...

Ökobilanz für typische YTONG - Institut für ökologische ...

60 Wirkungsabschätzung

60 Wirkungsabschätzung Treibhauseffekt Das Treibhauspotential des YTONG-Baustoffes beruht auf Emissionen von Kohlendioxid (C02), Methan (CH4) und Distickstoffoxid (N20). Diese Emissionen stammen im wesentlichen aus der Verbrennung fossiler Energieträger und entstehen daher in allen Lebenszyklusstufen parallel zu dem jeweiligen Energieverbrauch. Unterschiede ergeben sich daraus, daß in den Lebenszyklusstufen verschiedene Energieträger zum Einsatz kommen, die wiederum unterschiedliche Emissionen freisetzen (vgl. Anhang 1 und 2). So wird in der Produktion weitgehend Gas eingesetzt, bei den Transporten Diesel. Die Umweltwirkungen der 24er YTONG-Wand sind in allen Lebenszyklusstufen sowohl niedriger als die der 36,5er YTONG-Wand als auch die der Standardwand, bedingt durch den niedrigeren Rohstoff ei nsatz bei niedrigerer Dichte bzw. geringerer Wanddicke. Die Werte der 36,5er YTONG-Wand liegen bei allen Lebenszyklusstufen höher als die der Standardwand. Dieser Effekt wird jedoch deutlich überkompensiert durch die bessere Wärmedämmung in der Gebrauchsphase. Abbildung 29: Treibhauspotential durch 1 m 2 24er und 36,5er YTONG-Wand im Vergleich zum Standard nach WSVO 95 (=0) • 36,5er Ü24er -20 -15 geringere Belastung —l— -10 GWP 100 x 10E04 (g) Rohstoffherstellung Produktion Montage Gesamttransporte Gesamt Gebrauchsphase 0 5 höhere Belastung

61 Wirkungsabschätzung Versauerung Die Versauerung wird hervorgerufen durch Emissionen von Stickoxiden (NOx), Schwefeldioxid (S02), Ammoniak (NH3) sowie Salzsäure (HCl) und Fluorwasserstoff (HF). NOx stammt v.a. aus dem Verkehrssektor, daher schlagen die Gesamttransporte stark zu Buche. Salzsäure und Fluorwasserstoff entstehen hauptsächlich bei der Energiebereitstellung aus Stein- und Braunkohle und damit in Lebenszyklusstufen, in denen elektrische Energie eingesetzt wird. Die 24er YTONG-Wand trägt in allen Lebenzyklusstufen (mit Ausnahme der Montage) weniger zur Versauerung bei als die Standardwand. Die 36,5er YTONG-Wand weist dagegen in allen Lebenszyklusstufen einen höheren Beitrag zur Versauerung auf. Die Gegenüberstellung der Gesamt- belastungen und der Gebrauchsphase zeigt, daß die geringeren Belastungen der 24er Wand im Endeffekt deutlich geringer ausfallen als die Differenz zwischen höheren Belastungen der 36,5er Wand in den Lebenszyklusstufen und geringeren Belastungen in der Gebrauchsphase. D.h., in der Wirkungskategorie Versauerung besitzt die 36,5er YTONG-Wand in der weiter oben beschriebenen Lesart insgesamt eine positive Bilanz sowohl im Vergleich zur 24er YTONG-Wand als auch insbesondere im Vergleich zur Standardwand nach WSVO 95. Abbildung 30: Versauerungspotential durch 1m 2 24er und 36,5er YTONG- Wand im Vergleich zum Standard nach WSVO 95 (=0) -25 -20 -15 -10 -5 0 5 geringere Belastung Ap ^ EQ1 ^ höhere Belastung