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Synthese eines Polymerskeletts im hydrophilen Innenraum von ...

Synthese eines Polymerskeletts im hydrophilen Innenraum von ...

152 ERGEBNISSE UND

152 ERGEBNISSE UND DISKUSSION Tabelle 4-13 Auswirkung des Polymerisationsprozesses auf die Liposomengröße. vor Polymerisation nach Polymerisation mittlerer Vesikeldurchmesser [nm] 197 ±7 201 ±2 Polydispersitätsindex 0,15 ±0,017 0,15 ±0,005 4.5.2 Auswirkung des Polymers auf das ζ-Potential Die Oberflächenladung der Vesikel hat in zahlreichen Fällen großen Einfluss auf das Verhalten liposomaler Zubereitungen. Beispiele dafür sind die Adsorption an Oberflächen, die Interaktion mit lebenden Zellen in vitro und die Blutzirkulationsdauer nach intravenöser Applikation in vivo. Das ζ-Potential einer Liposomenzubereitung ist ein (indirektes) Maß für die Oberflächenladung der Vesikel. Ziel der Untersuchungen war es, Veränderungen des ζ-Potentials im Verlauf des 60 min andauernden Polymerisationsprozesses, unter UV-Licht und nach Zusatz von DEAP, nachzuweisen. Folgende Liposomenzubereitungen wurden charakterisiert: - Ankerliposomen: ankerhaltige Leerliposomen (2 mol% DOGM) vor und nach Bestrahlung mit UV-Licht - Ankerliposomen mit DEAP: ankerhaltige Leerliposomen (2 mol% DOGM) nach Zusatz des Radikalstarters DEAP vor und nach Bestrahlung mit UV-Licht - Monomerliposomen ohne Anker: SEMA/DMAGS-haltige Liposomen vor und Bestrahlung mit UV-Licht - Monomerliposomen mit Anker: SEMA/DMAGS/DOGM-haltige Liposomen vor Bestrahlung mit UV-Licht - Polymerliposomen mit Anker und DEAP: SEMA/DMAGS/DOGM-haltige Liposomen nach Zusatz des Radikalstarters DEAP und Bestrahlung mit UV- Licht Die Ergebnisse sind in Tabelle 4-14 zusammengefasst. Das ζ-Potential der Ankerliposomen veränderte sich im Verlauf der UV-Bestrahlung geringfügig von -9,2 mV (a) auf -12,3 mV (b). Wurde den Ankerliposomen vor der UV-Bestrahlung noch DEAP zugesetzt (c), so resultierte ein ζ-Potential von -17,4 mV (Abbildung 4-31).

ERGEBNISSE UND DISKUSSION 153 Liposomenzubereitung ζ-Potential [mV] width z-Average [nm] a. Anker -9,2 (±0,5) 1,6 (±0) 217(±7) b. Anker + UV -12,3 (±0,6) 1,6 (±0) 217(±5) c. Anker + DEAP + UV -17,4 (±0,5) 1,6 (±0) 217 (±6) d. Co-Monomere -4,7 (±0,5) 1,6 (±0) 206 (±5) e. Co-Monomere + DEAP + UV -18,9 (±0,5) 1,6 (±0) 207 (±5) f. Anker + Co-Monomere -5,3 (±0,7) 1,6 (±0) 191 (±2) g. Anker + Co-Mon. + DEAP + UV -31,9 (±0,7) 1,6 (±0) 203 (±1) s. Standardpartikel -50 mV (±5 mV) -49,4 (±0,7) 1,6 (±0) - Tabelle 4-14 ζ-Potentiale unterschiedlicher Liposomenpräparationen. Die Qualität aller ζ-Potentialmessungen war optimal (width = 1,6). Als Vergleich dienten Standardpartikel mit einem deklarierten ζ-Potential von -50 mV (±5 mV). Alle Liposomenzubereitungen wurden mittels Extrusion hergestellt und hatten durchschnittliche Vesikelgrößen (PCS) um 210 nm. Da die Bedingungen während der Polymerisation allgemein recht drastisch sind (UV- Licht, Radikalbildung) und da der Radikalstarter DEAP zudem in der Lipidmembran akkumuliert, könnte die Änderung des ζ-Potentials auf die Bildung zunehmender Mengen anionischer Abbauprodukte in der Lipidmembran (z.B. freie Fettsäuren) zurückzuführen sein. DEAP-Zustatz verstärkte den Effekt der UV-Bestrahlung vermutlich durch seine Eigenschaft als Radikalbildner. Alle Co-Monomer-haltigen Liposomenzubereitungen (d,f) zeigten ein ζ-Potential von ca. -5 mV. Dieser Wert unterschied sich leicht von den -9 mV der Ankerliposomen (a) oder reiner EPC-Liposomen. Eine plausible Erklärung für die Differenz von ca. 5 mV konnte nicht gefunden werden. Durch die Polymerisation verkapselter, unverankerter Co-Monomere (d,e) wurde das ζ-Potential der Vesikel nur geringfügig mehr beeinflusst als bei Abwesenheit von Co- Monomeren (a,c). DEAP-Zusatz und UV-Bestrahlung veränderten das ζ-Potential der ankerhaltigen Monomerliposomen (f,g) von -5,3 auf -31,9 mV. Dies ist vermutlich sowohl auf die Bildung anionischer Abbauprodukte in der Lipidmembran, als auch auf die Bindung anionischer Monomere an den Ankermolekülen der Liposomenoberfläche

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