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(Evelyn Hang PEP Bericht f\374r Webseiten)

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Von da an mussten wir

Von da an mussten wir uns in dieser neuen Aufgabe zurechtfinden. So manchen Sonntag fluchte ich, diese Verantwortung übernommen zu haben, doch es überwog der Spaß an der Arbeit. So blieb ich bis zum Studium als Kindergottesdiensthelferin tätig. In der elften Klasse nahm ich an einem zehnmonatigen Austauschprogramm in den USA teil. Bobby, mein Gastbruder, ist schwerstmehrfach behindert und sitzt im Rollstuhl. Ich entwickelte eine besondere Beziehung zu ihm und gewann viele Einblicke in die Sonderschulpädagogik sowie in das Alltagsleben behinderter Menschen. Schließlich stand mein Berufswunsch fest: Ich wollte mit behinderten Menschen arbeiten, ihre Selbstständigkeit fördern und mit ihnen ihre Fähigkeiten ausbauen. So informierte ich mich über die verschiedenen Arbeitsfelder, die diesem Wunsch entsprachen. Nach einem langwierigen Ausschlussverfahren und vielen Überlegungen kam ich zu dem Entschluss, Sonderschullehrerin zu werden. Dieser Wunsch wurde durch meine Informationspraktika noch verstärkt und kurze Zeit später folgte meine Immatrikulation an der Universität Dortmund. Wenn mich nun jemand daran erinnert, dass ich doch nie Lehrerin werden wollte, kontere ich mit einem freundlichen Augenzwinkern und dem Satz: „Sonderschullehrer sind ja auch keine Lehrer in dem Sinne…!“. Wer es glaubt… 4.3 Erster Kontakt mit der Berufsrealität Da ich mit den Berufsanforderungen eines Lehrers von klein auf vertraut bin und auch schon vor dem Einführungspraktikum Erfahrungen mit der Lehrerrolle gesammelt habe, hat sich nicht viel an meinen Vorstellungen über den Lehrerberuf geändert. Meine Erwartungen haben sich bestätigt, die Berufsmotivation ist weiter gewachsen und die Erfahrungen, die ich in meiner ersten eigenen Unterrichtsstunde gesammelt habe, werde ich in Zukunft bestimmt anwenden können. Eine Sache war da allerdings schon, die ich mir vorher nie so schwierig vorgestellt habe: Das Abschiednehmen; die Kleinen wachsen einem schneller ans Herz, als man denkt! 20

5. Resümee Zunächst fragte ich mich: “Was soll mir als angehende Sonderpädagogin ein Praktikum an einer Regelschule bringen?“ Im Nachhinein jedoch wird mir der Sinn dieser Einrichtung klar. Erstens ist es gut möglich, dass man als sonderpädagogische Fachkraft für GU an einer Grundschule eingesetzt wird. Zweitens konnte ich erste Erfahrungen mit der Gestaltung von Unterricht für die Zukunft sammeln und drittens hat das Praktikum dazu beigetragen, die Praxis bei der alltäglichen Theorie an der Universität nicht aus den Augen zu verlieren. Die Vorbereitungsveranstaltung hat meine anderen erziehungswissenschaftlichen Seminare ideal ergänzt und mich optimal auf das Praktikum vorbereitet. Ich habe Vieles gelernt, das mir in der anschließenden Praxisphase und beim Verfassen dieses Berichts zu Gute kam. Ich hoffe, dass ich noch viele Praktika während meines Studiums absolvieren werde, die meinen Erfahrungshorizont erweitern und mich an die Unterrichtsrealität erinnern, so wie es dieses Praktikum vermochte. 21

Sportabzeichen Bericht f-374r Vereinsheft 2010
(Microsoft PowerPoint - Auswertung f\374r Klasse 2.ppt)