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(Evelyn Hang PEP Bericht f\374r Webseiten)

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Auch zwei andere

Auch zwei andere Schüler zeigen starke Verhaltensauffälligkeiten, weshalb sich der Unterricht für die Lehrerin oft schwierig gestaltet, da Störungen den geregelten Ablauf behindern. Marco und mir war so die Möglichkeit gegeben, die Lehrerin etwas zu unterstützen, indem wir besonders diesen Kindern unsere Aufmerksamkeit schenkten. Das Klassenklima war dennoch sehr entspannt. Die Kinder gingen meist freundlich und rücksichtsvoll miteinander um. Niemand wurde ausgeschlossen, Besorgnis über kranke Mitschüler wurde geäußert und den Schwächeren bot man eigenständig Hilfe an. Die Tische der Klasse waren U-förmig angeordnet und boten genug Platz um vor der Tafel noch einen Stuhlkreis zu bilden. Selbstgemalte Bilder und Gedichte hingen an Wäscheleinen von der Decke (oder an der Wand) und der Klassenraum war passend zur Jahreszeit geschmückt. Häufig wurden Bewegungsspiele in den Unterricht eingebettet, die den Leitlinien einer bewegungsfreudigen Schule entsprechen und offene Unterrichtsformen wurden eingeführt. Die Lehrerin integrierte uns so in das Unterrichtsgeschehen, dass wir uns nie überflüssig vorkamen. Da ich mich vom ersten Augenblick sehr wohl in meiner Hospitationsklasse fühlte, tat es mir leid, als meine Praktikumszeit vorüber war. 1.3 Damals und heute – ein persönlicher Vergleich Eine typische Unterrichtsstunde an der Theodor-Heuss-Grundschule in Flüren im Jahre 1990: Die Lehrerin steht vorne an der Tafel diktiert, erklärt, beschreibt, liest vor und achtet penibel darauf, dass keine Gespräche während der Erledigung der Aufgaben stattfinden. Nur montags unterbricht der wöchentliche Morgenkreis den strengen Frontalunterricht und die sonst feste Sitzordnung. Bewegung hat im Klassenzimmer nichts zu suchen, weshalb alle sich schon auf den Sportunterricht freuen. In den Augen der Lehrkörper ist dieser völlig ausreichend, um unser Bewegungsbedürfnis zu befriedigen. Außerdem gibt es ja auch noch die Pause. Computer finden sich erst vereinzelt in Privathaushalten – in der Grundschule sucht man sie deshalb noch vergebens. Internet ist höchstens Hackern ein Begriff. Inzwischen sind über zehn Jahre vergangen. In der Welt hat sich seit dem Vieles verändert und so hat auch der Grundschulunterricht andere Formen angenommen. Ich konnte während meines Praktikums beobachten, wie nun offener Unterricht und alternative Lehrmethoden dem Frontalunterricht vorgezogen werden. Das Prinzip von 6

„Bewegung und Lernen“ hat offiziell Anerkennung gefunden und so bereichern „Bausteine einer bewegten Schule“ nun auch außerhalb des Sportunterrichts den Schulalltag. Computer sind zur Standardausstattung einer guten Grundschule geworden und die Homepage der „B***-Grundschule“ liefert den Beweis, dass die Schüler auch das Internet als neues Informationsmedium kennen lernen. Die Kinder werden bereits in der ersten Klasse mit Fremdsprachen vertraut gemacht, um zwei Jahre später die ersten Englischkenntnisse zu erwerben. Obwohl ich mich gerne an meine Grundschulzeit zurückerinnere, denke ich, dass sich seitdem Vieles verbessert hat. Die Kinder werden umseitiger gefördert und es wird vermehrt auf ihre individuellen Bedürfnisse geachtet. Wahrscheinlich sieht Unterricht in zehn Jahren wieder anders aus, doch das ist auch gut so, denn Stillstand bedeutet Ignoranz. 7

Sportabzeichen Bericht f-374r Vereinsheft 2010
(Microsoft PowerPoint - Auswertung f\374r Klasse 2.ppt)