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Tipp - Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung

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Allgemeines 22

Allgemeines 22 schritten. Die Höchstmengen können bei Transport eines Gefahrguts der Tabelle 4 direkt entnommen werden. Bei Transport verschiedener Gefahrgüter errechnet sich die maximal erlaubte Höchstmenge der Gefahrgüter wie in Kapitel 1.10.4 beschrieben. Beförderungen, die von Mitarbeitern zur internen oder externen Versorgung der Aufgaben anderer Kollegen durchgeführt werden, fallen jedoch nicht unter diese Ausnahmeregelung, genauso wenig wie Gefahrgüter der Klasse 7. Treffen die genannten Bedingungen zur Freistellung zu, sind nur die in Tabelle 3a genannten Maßnahmen zu treffen. Tabelle 3a: Bestimmungen für den Transport bei Freistellung gemäß ADR bei Eigentransport zur Einsatzstelle und zurück • Kennzeichnung der Verpackung (Gefahrzettel, UN-Nummer) • Stoffname und Kennzeichnung auf dem Gebinde nach Gefahrstoffverordnung • Verschlüsse sind original, unbeschädigt und dicht • Gebinde ist unbeschädigt und dicht • Beschädigte Gefahrgüter nicht verladen • Keine äußeren Anhaftungen von Gefahrstoffen • Ladungssicherung mit Zurrgurten, Transportkisten ohne Verformung der Gefahrgüter; zerbrechliche Gebinde ggf. polstern • Die Gefahrgüter müssen so gesichert sein, dass sie ihre Lage während der Beförderung nicht oder nur geringfügig verändern können. • Gasflaschen: Verschlusskappen, Ventilmuttern sind aufgeschraubt (Ausnahme Ventil mit Flaschenkragen) • Kleine Gasflaschen ohne herstellerseitigem Ventilkappenschutz in Flaschenkoffern befördern • Das Rauchen ist bei Ladearbeiten, in der Nähe des Fahrzeuges sowie im Fahrzeug verboten • Ausreichende Belüftung des Fahrzeugs bei Beförderung von Gasen • Unterweisung der Mitarbeiter Bei Unfällen oder Unregelmäßigkeiten, bei denen ein Gefahrgut austritt und die Gefahr nicht rasch beseitigt werden kann, ist die nächstgelegene Behörde (z.B. Polizei) durch den Fahrzeugführer zu benachrichtigen. 1.10.3.2 Versorgungstransporte Werden die Höchstmengen nach Tabelle 4 eingehalten, aber Transporte für die Versorgung durchgeführt oder mehr als 450 Liter pro Verpackung transportiert, so sind zusätzlich die folgenden Bestimmungen einzuhalten: Tabelle 3b: Zusätzliche Bestimmungen für den Kleinmengentransport bei Versorgungstransporten • Verwendung bauartgeprüfter und zugelassener Verpackungen (UN-Codierung) • Es muss mindestens ein 2 kg-ABC-Feuerlöscher leicht erreichbar mitgeführt werden. Der Feuerlöscher muss alle 2 Jahre überprüft werden. • Transport von Druckgasen in geschlossenen Fahrzeugen vorrangig mit Belüftungseinrichtung oder mit der Warnaufschrift „Achtung – keine Belüftung, vorsichtig öffnen“. • Ein Beförderungspapier gemäß Abschnitt 5.4 ADR muss mitgegeben werden. Beförderungspapiere sind bei Einhalten der Kleinmengen nicht erforderlich. 1.10.4 Höchstmengen für Kleinmengentransporte Wird bei einem Transport ausschließlich ein Stoff oder ein Produkt transportiert, so ist die Höchstmenge für die Kleinmengenregelung der Tabelle 4 direkt zu entnehmen. Die Höchstmengen für flüssige Stoffe und verdichtete Gase werden in Liter (Nenninhalt der Gefäße), für feste Stoffe und verflüssigte Gase in Kilogramm (Nettomasse) angegeben. Für die auf dem Bauhof anfallenden Arbeitseinsätze müssen häufig unterschiedliche Gefahrgüter auf einem Fahrzeug oder Anhänger transportiert werden. In diesem Fall muss die Grenze der erleichterten Beförderung rechnerisch ermittelt werden. Hierzu werden die Mengen der unterschiedlichen Gefahrgüter mit den jeweiligen stoffspezifischen Faktoren multipliziert und das Ergebnis addiert. Einige stoffspezifische Faktoren sind in Tabelle 4 enthalten. Die errechnete Summe wird mit 1000 verglichen. Nur bei einem Ergebnis bis 1000 liegt eine Kleinmengenbeförderung vor. Wird 1000 überschritten, ist es ein Gefahrguttransport mit allen Auflagen der GGVSEB. Rechenbeispiele Für zwei beispielhafte Stückgutladungen werden im folgenden Berechnungen durchgeführt. Dabei wird ermittelt, ob die Grenzen der erleichterten Beförderung

überschritten sind: Vom Bauhof werden in einem Klein-LKW zwei Kanister Diesel, zusammen 60 Liter, und zwei Gasflaschen mit Flüssiggas, zusammen 140 kg, transportiert: Diesel 60 l X Faktor 1 = 60 Flüssiggas 140 kg X Faktor 3 = 420 Summe 480 Die Summe ergibt 480 und ist kleiner als 1000, somit kann der Transport unter den Bedingungen des Kleinmengentransportes (siehe Tabelle 3a und ggf. 3b) durchgeführt werden. Werden auf einem Klein-LKW sechs Kanister Diesel, zusammen 180 Liter, und vier Flaschen Flüssiggas, zusammen 280 kg, transportiert, ergibt die folgende Berechnung: Diesel 180 l X Faktor 1 = 810 Flüssiggas 280 kg X Faktor 3 = 840 Summe 1020 1020 ist größer als 1000. In diesem Fall sind neben den Regelungen für den Kleinmengentransport (siehe Tabelle 3a und ggf. 3b) auch die folgenden Anforderungen zu beachten: • Beförderungspapiere, • Begleitpapier, schriftliche Weisung, • Besondere Ausrüstung des Fahrzeuges, • Besondere Schulung von Fahrer und Beifahrer, • Kennzeichnung des Fahrzeuges, • Verbot der Personenbeförderung, • Beförderungsbeschränkungen, • Überwachung des Fahrzeuges. In der Anlage zu dieser Broschüre findet sich eine Leer- Tabelle, mit der oben durchgeführte Berechnungen mit den Gefahrgutmengen im eigenen Betrieb vorgenommen werden können. Allgemeines 23

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