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Elisabeth Rammel - e-reader.wko.at - Wirtschaftskammer Wien

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BRANCHENNEWS WIEN

BRANCHENNEWS WIEN FIRMENBESUCH: HIS: „Herrenmode im großen Stil“ Mitten in Ottakring sorgt das exklusive Modegeschäft „Wagner & Glass“ seit über 117 Jahren dafür, dass der Wiener „Herr von Welt“ nach der allerneuesten Mode chic und elegant gekleidet ist. Victor Wagner, Seniorchef und Geschäftsführer, hätte eigentlich die Rechtsanwaltskanzlei von seinem Onkel übernehmen sollen, aber dann kam es doch ganz anders. Als er nämlich mit 19 Jahren die Möglichkeit hatte, modische Mäntel zu einem besonders günstigen Preis exklusiv nach Österreich zu importieren und dabei einen für damalige Verhältnisse enormen Gewinn erwirtschaftete, hat das seinen geschäftlichen „Spürsinn“ geweckt. So ist der Absolvent der Spengergasse dann doch ins elterliche Unternehmen eingestiegen. Die Firma wurde 1895 gegründet und ist auf den Einzel- und Großhandel (Agentur) mit Herrenoberbekleidung spezialisiert. Der Hauptgeschäftszweig konzentriert sich mittlerweile auf Corporate Fashion (CI-Bekleidung für große Unternehmen, wie Flughafen Wien, Post AG, Wiener Linien oder AUA). Über den Großhandel werden vorrangig gut eingeführte internationale Marken, wie „Bäumler“, aber auch Eigenmarken an andere Einzelhändler vertrieben. Der ursprüngliche Firmensitz war im 1. Bezirk in der Neutorgasse und wurde 1975 an den heutigen Standort in der Thaliastraße 74 in Ottakring verlegt. Dort verfügt Wagner & Glass über einen großen Stock an Stammkunden, „ansons- 8 MODE & FREIZEIT [ıntern] 4|11 Viele Stammkunden nützen und stützen den Standort in der Thaliastraße. ten wäre die wirtschaftliche Situation an diesem Standort sehr schwierig“, weiß KommR Victor Wagner, denn in der Branche herrscht heute ein enormer Preiskampf. Mit insgesamt 29 Mitarbeitern hat das Unternehmen zusätzlich zum Stammsitz in der Thaliastraße noch 4 weitere Einzelhandels-Standorte in der Landstraßer Hauptstraße, Mariahilfer Straße, Währinger Straße und das Modegeschäft „JUPI- TER“ in der Wipplinger Straße. „Wir haben von der Krise kaum etwas gespürt. Ganz im Gegenteil. Die letzten Jahre waren die stärksten“, erklärte der engagierte Unternehmer zur aktuellen wirtschaftlichen Lage in der Branche. Anlässlich eines Betriebsbesuchs konnten sich Spartenobmann KommR Erwin Pellet und Gremialobmann KommR Helmut Schramm persönlich vom vielfältigen modischen Angebot des Wiener Traditionsunternehmens überzeugen. Spartenobmann Erwin Pellet und Gremialobmann Helmut Schramm gratulieren Victor Wagner zum Firmenjubiläum Eine Fülle von Modemarken gibt es in allen Standorten von HIS Corporate Fashion ist heute das größte Standbein bei Wagner & Glass Alle Fotos: Erich Plessberger

Foto: Weinwurm Gremialobmann Helmut Schramm konnte in seiner Funktion als stellvertretender Obmann der Sparte Handel einen Workshop 2012 der Wiener Einkaufsstraßen im Spartenhaus am Schwarzenbergplatz eröffnen. Guido Miklautsch stellte die neuen Konzepte der Wiener Einkaufsstraßen für 2012 vor, insbesondere die Änderungen bei den Gemeinschaftsaktionen und die neuen Dienstleistungen und das Medienpaket für das Jahr 2012. Susanne Marvan-Zechmeister von der Wirtschaftsagentur referierte die Neuerungen bei den Förderungen und stand den engagierten EinkaufsstraßenfunktionärInnen für ihre Fragen zur Verfügung. BRANCHENGESPRÄCH Tourismus und Handel Auf Initiative von Spartenobmann Erwin Pellet suchten Vertreter des Wiener Handels das Gespräch mit dem Direktor des Wien- Tourismus Norbert Kettner und Vertretern der Sparte Tourismus, um die Wünsche der Wien-Besucher und deren Bedeutung für den Wiener Handel zu erörtern. Immerhin geben Kongresstouristen bis € 470,– und Freizeittouristen bis € 280,– pro Tag aus und stellen ein wichtiges Potential für die Wiener Einzelhändler dar. Dabei bot sich auch die Gelegenheit, die Probleme der jeweils anderen Branche kennen zu lernen und damit das Verständnis zu fördern. Es wurden u. a. strittige Themen, wie störende Demonstrationen in der City und am Ring, die Stadtmöblierung in Fußgängerzonen, die Bedeutung der Weihnachtsbeleuchtung in den Wiener Einkaufsstraßen für den Tourismus und der Wunsch von Wien-Tourismus und Sparte Tourismus nach längeren Öffnungszeiten, insbesondere einer Sonntagsöffnung, erörtert bzw. zur Kenntnis genommen. Die Gesprächspartner (v.l.n.r.): SO-Stv. GR Katharina Schinner, Spartenobmann KommR Erwin Pellet, Direktor Norbert Kettner, Mag. Dr. Andrea Feldbacher, Dr. Rainer Trefelik, Marie-Therese Croy- Dülmen-Gumprecht, SO-Stv. KommR Helmut Schramm, Ing. Thomas Bernd, SGF Dr. Rudolf Thron. Foto: Erich Plessberger KOMMENTAR Orderstart ohne Anreiz? EVELYN SCHREIBER Freie Journalistin BRANCHENNEWS WIEN Jede Mode-Branche wartet mit Spannung auf die Premiere erster Musterkollektionen, um rasch auf richtungweisende Trends reagieren zu können. Denn für Importeure, Großhändler, Vertreter und Disponenten marktführender Vertriebskonzerne gelten dieselben Erfolgskriterien wie für alle selbstständigen Facheinzelhändler: Sie brauchen die richtige Ware zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort. Messen & Mode Kein Wunder also, dass Messetermine eine enorm wichtige Rolle spielen, weil eine trendund zeitgerechte Ordervergabe maßgeblich zum positiven Saisonverlauf beiträgt. Allerdings versuchen Anbieter exklusiver Modemarken den bewährten Ablauf zu umgehen, indem sie ihre Neuheiten einem elitären Kundenkreis schon vor Beginn der offiziellen Orderrunde vorlegen. Das Nachsehen im wahrsten Sinne des Wortes haben alle, die eine breitgefächerte Präsentation der zur Auswahl stehenden Musterkollektionen abwarten wollen, um ihre Entscheidung nach reiflicher Überlegung und umfassender Information neben Vergleichsmöglichkeiten treffen zu können. Es überrascht wenig, dass bei diesen Usancen die Einkäufer kleiner Unternehmen eklatant benachteiligt werden, die ohnehin mangels entsprechenden Ordervolumens diverse Nachteile – etwa bezüglich Lieferpünktlichkeit oder Gewährung von Mengenrabatten – in Kauf nehmen müssen. Timing im Test Für Messeveranstalter, die nach Lösungen dieses Problems suchen, liegt eine Vorverlegung der Termine auf der Hand, doch der Interessenskonflikt lässt sich damit nicht aus der Welt schaffen. Wer Top-Marken anbietet, setzt auf Partner, die zu Mono-Label-Konzepten tendieren und es sich leisten können, diese High Fashion früh zu disponieren. Wer sich – etwa aufgrund seines Standorts oder seiner Klientel – zur Vielfalt bekennt, muss auf diese Edelmarken verzichten und plädiert für spätere Termine, wo er die gesamte Bandbreite aktueller Ware vorfindet. Wie die Vergangenheit zeigt, dürfte daher eine bloße Verlagerung der Messen und Ordertage um Tage oder Wochen kaum ausreichen, um die Situation zu entschärfen. Disziplin als Denkanstoß Auch ein Appell an alle Beteiligten, das Dilemma mit mehr Disziplin in den Griff zu bekommen, hat wohl wenig Aussicht auf Erfolg, weil Konkurrenzdruck und beinharter Wettbewerb allen moralischen Bedenken entgegenwirken. Was der allgemeinen Sache – nämlich dem Fortbestand und Wohlergehen der gesamten Branche – dient, gerät dabei außer Acht. Den Beweis dafür liefern rückläufige Zahlen aus der Fachhandelsstatistik ebenso wie eine Abwanderung der Umsätze in branchenfremde Vertriebsschienen. Nicht zuletzt hängt diese Entwicklung mit der häufigen Inkonsequenz von Produzenten und Lieferanten zusammen, die ihre Markteinführung zwar der EPU- und KMU-Unterstützung verdanken, sich dann jedoch neuen Partnern zuwenden oder eigene Markenshops eröffnen. Handlungsbedarf Zurück zum Anfang: Das Interesse des Einzelhandels am Besuch von Messen und Orderveranstaltungen zu fördern, sollte für alle Anbieter Vorrang haben, um mittels Trend-Information und partnerschaftlicher Kommunikation die Disposition gut verkäuflicher Ware zu erleichtern. Wenn die Auswahl, Qualität und Aktualität des Angebots stimmen, hat der Fachhändler wesentliche Voraussetzungen für ein positives Feedback seiner Kunden erfüllt, deren Zufriedenheit in den meisten Fällen zu einer dauerhaften Bindung an das Geschäft ihres Vertrauens führt. MODE & FREIZEIT [ıntern] 4|11 9

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