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Flieg und Flatter - Staatliche Vogelschutzwarte für Hessen ...

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Beim Dorking-Huhn

Beim Dorking-Huhn handelt es sich vermutlich um die erstmalige Einkreuzung von Rassen asiatischen Ursprungs in italienische Landhühner zur Zeit der Entstehung des römischen Reiches. Vermutlich haben römische Truppen dieses Huhn nach England gebracht. Dorkings sind ab 55 v. Chr. in England nachweisbar und sind die Ahnen mehrerer bedeutender Rassen geworden. Um 1860 wurden sie nach Deutschland eingeführt. Dorkings gibt es in den Farben „silbergrau“, „dunkel“, „weiß“, „gesperbert“ und „rotbraun“. In der Vogelschutzwarte sollen 5 Hennen und ein Hahn der Rotbraunen, die in der Farbe an Wildhühner erinnern, Einzug halten. Da es nur wenige Züchter gibt, dauert es etwas, bis die Tiere – durch die Vermittlung der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen (GEH) – kostenlos geliefert werden können. Als Legehühner wurde eine „bunte Mischung“ aus je zwei Hennen der Hybriden Sussex Star (weiß mit schwarzen Halsfedern), Blausperber (schwarzweiß-gesperbert) und Bovans Nera (schwarz mit braunem Halsgefieder) angeschafft, deren Legeleistung bei rund 250 – 300 Eiern pro Jahr liegt. Da sie alle braune Eier legen – im Gegensatz zu den weißlegenden Dorkings – ist auch ein direkter Leistungsvergleich unter Freilandbedingungen möglich. (ba) Tödliche Falle für Greifvögel - Frisch abgeerntete Rapsfelder gefährden Bussard und Turmfalken Blühende Rapsfelder sind in jedem Frühjahr leuchtende Farbtupfer in der Landschaft. Auch stellen die Blüten ein großes Nahrungsangebot für Insekten dar („Bienenweide“), und die Körnerfresser unter den Vögeln nehmen die Rapssamen gerne als Futter an. Doch diesen positiven Effekten des in den letzten Jahren stark zunehmenden Rapsanbaus steht eine negative Seite gegenüber, die selbst den meisten Naturschützern noch nicht so recht bewusst sein dürfte. Wetterauer Naturschützer um Willi Schauer von der NABU-Ortsgruppe Friedberg-Dorheim beschäftigen sich allerdings schon seit geraumer Zeit mit der nachfolgenden Problematik: Bei der Rapsernte bleiben, anders als beim kürzer und stumpf abgemähten Getreide, ca. 30 cm lange, spitze Stoppeln stehen, die wie Speerspitzen aussehen und auch wirken. Was die Rapsstoppeln zur Greifvogelfalle macht, erklärt Willi Schauer folgendermaßen: „Mäuse, die bevorzugte Beute von Mäusebussard und Turmfalke, haben in der Regel ihre Bauten in den schalen Grünstreifen an den Rändern der Rapsfelder. Nach der Ernte bewegen sich die Nager auf der Suche nach ausgefallenen Rapssamen in die abgeernteten Felder hinein, allerdings nicht sehr weit, denn bei Gefahr sausen sie schnellstens und auf kürzestem Wege in wieder ihre Löcher zurück. Wenn Greifvögel auf der Jagd über den Acker streichen oder in der Luft rütteln, sehen sie zwar die auf dem Feld hin- und herhuschenden Mäuse, die unbeweglich stehenden, speerspitzenar- - 10 - tigen Rapsstoppeln werden aber anscheinend nicht beachtet. Stößt nun der Mäusebussard oder der Turmfalke auf die Mäuse herunter, so spießt er sich bei diesem blitzschnellen Jagdvorgang auf die Stoppeln auf und verletzt sich – teilweise tödlich.“ Erst kürzlich wieder wurden zwei verendete Turmfalken und ein toter Mäusebussard von Mitgliedern der Friedberger Naturschutzgruppe in der Nähe abgeernteter Rapsfelder nahe Dorheim gefunden. Die Naturschützer vermuten aber, dass die Zahl tödlich verunglückter Greifvögel (vielleicht sind auch Eulen davon betroffen) höher ist, als die direkten (Zufalls-)Funde vermuten lassen. Wahrscheinlich fliegen verletzte Vögel noch ein Stück weiter, um sich - irgendwo und niemals entdeckt - zum Sterben zu verkriechen, oder sie kollidieren, da gehandicapt, z. B. mit einem Auto. Um den Greifvogeltod im Rapsfeld zu minimieren, haben die Friedberger Naturschützer die Landwirte gebeten, gleich nach der Ernte einen bis zu 10 m breiten Streifen rings um den ganzen Acker herum zu mulchen. In diese Flächen werden sich vermutlich die Mäuse hineinbewegen, und dort besteht dann keine Gefahr für die jagenden Greifvögel. (Peter Kretschmer, OBV Friedberg) Aufruf Sollten Sie ähnliche Erfahrungen gemacht haben wie die Friedberger Naturschützer, teilen Sie dies bitte der Staatlichen Vogelschutzwarte für Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland mit. Anschrift: Steinauer Straße 44, 60386 Frankfurt/Main, e-mail: info@vswffm.de.

Wilde Gänse auf Frankfurter Stadtgebiet In den letzten Jahren haben sich auf dem Frankfurter Stadtgebiet mindestens zwei Gänsearten neu angesiedelt und bilden nun wachsende Populationen. Dabei handelt es sich um Graugänse (Anser anser) und Nilgänse (Alopochen aegyptiacus). Darüber hinaus sind aber auch verwilderte Hausgänse, Höckergänse, Kanadagänse, Streifengänse, eine Weißwangengans sowie verschiedene Hybridgänse zu beobachten gewesen. Die Graugänse findet man seit gut fünf Jahren im wesentlichen im Ostpark. Davor scheinen sie eine Zeit lang im Stadtpark Hoechst gewesen zu sein. Der Urspung dieser Population dürfte wohl auf der "Ruderinsel" zu finden sein, wo sich regelmäßig Gefangenschaftsflüchtlinge einfinden, da sie dort überaus stark gefüttert werden. Sämtliche oben genannten Gänse, außer den Kanadagänsen, sind zumindest auch dort gesichtet worden. Die Grauganspopulation ist von ca. 50 Gänsen im Jahre 2000 über ca. 65 im Jahre 2001 auf jetzt über 80 angewachsen. Sie brüten und mausern im wesentlichen im Ostpark, führen aber auch lokale Wanderungen durch (wenn der Ostparkweiher zugefroren ist, ziehen sie auf den Main, bei Trockenheit (und damit Mangel an frischem Gras) wohl auf feuchtere Wiesen im Umland). Im Herbst und Winter ernähren sie sich zu einem Gutteil von den Eicheln im Ostpark, Fütterung scheint bei wachsender Population eine immer geringere Rolle zu spielen. Die Population ist eine Mischung aus östlicher (Anser anser rubrirostris) und westlicher (Anser anser anser) Unterart, bei überwiegen der östlichen Unterart. Auch sehr geringe Anteile von Hausgansblut könnten vorhanden sein. Die Nilgänse findet man über das ganze Stadtgebiet verteilt, wobei sie ausschließlich auf Inseln brüten (Ruderinsel, Inseln im Ostpark, im Weiher vor dem Messeturm!, im Rechneigrabenweiher, im Weiher im Stadtpark Hoechst, im Weiher im Palmengarten und im Zoo, wobei auf den beiden letzgenannten Weihern die Bruten unterbunden worden sind, sowie auf dem Südpfeiler der Friedensbrücke unter der Fahrbahn!; auffällig ist das Fehlen im Rebstockweiher). Außerhalb der Brutzeit findet man viele Nilgänse im Ostpark sowie auf dem Main. Die Größe der Population ist schwer zu schätzen, da sich die Tiere nirgends fast vollständig versammeln, aber im Jahre 2001 gab es mindestens sechs erfolgreiche Bruten mit insgesamt 29 flügge gewordenen Jungtieren und mindestens drei weitere erfolglose Brutversuche. Bis zu dreißig Tiere wurden gemeinsam gesehen, so dass man von einer Mindestpopulation von 50 Tieren auf dem Frankfurter Stadtgebiet ausgehen kann. (Stefan Scharf) Schwerpunktthema „Vogelgrippe“ Seit Monaten beschäftigt uns die sogenannte „Vogelgrippe“, die auch als Klassische Geflügelpest bzw. hochpathogene aviäre Influenza bekannt ist, wie kaum ein anderes Thema zuvor. Zwischenzeitlich kam sogar unser normaler Dienstbetrieb nahezu zum Erliegen. So hatten wir z.B. an Tagen, als die Aufstallungsverordnung verkündet wurde oder tote Graugänse in Neu- - 11 - wied gefunden wurden, Anfragen von jeweils zwischen 40 und 50 Medienvertretern zu befriedigen. Recherchearbeiten, Sachverständigenrunden und Krisensitzungen nahmen viel Zeit in Anspruch. Parallel dazu kümmerten wir uns um die Etablierung des Wildvogelmonitorings in unserem Zuständigkeitsbereich und stellten ein Informationspaket mit einem Positionspapier der Vogelschutzwarte zusammen, das wir nachfolgend in Auszügen wiedergeben. Das vollständige Informationspaket ist in unserem Sekretariat abrufbar (Tel. 069/ 420105-0; info@vswffm.de). (we) Positionspapier: „Vogelgrippe und Zugvögel: Versachlichung ist angesagt!“ Die Gefahren durch die sogenannte „Vogelgrippe“ sind in Mitteleuropa für Mensch und Vögel in Vogelhaltungen nach Auffassung der Staatlichen Vogelschutzwarte als sehr gering zu bezeichnen. Dennoch kann auf dem derzeitigen Kenntnisstand nicht völlig ausgeschlossen werden, dass Zugvögel das gefährliche H5N1-Vogelgrippe- Virus mit sich nach Mitteleuropa tragen. Rastende oder überwinternde Zugvögel aus Sibirien haben in Deutschland aber we-

Präsentation der Staatlichen Vogelschutzwarte
Deutsch - Staatliche Schlösser und Gärten Hessen
englisch - Staatliche Schlösser und Gärten Hessen
Im Zeichen der Hippe - Staatliche Schlösser und Gärten Hessen
In Hessen unterwegs (1)
Flieg und Flatter - Staatliche Vogelschutzwarte für Hessen ...
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Flieg und Flatter - Staatliche Vogelschutzwarte für Hessen ...
Flieg und Platter - Staatliche Vogelschutzwarte für Hessen ...
Wir laden herzlich ein zum - Staatliche Vogelschutzwarte für Hessen ...
Maßnahmenblatt Rotmilan - Staatliche Vogelschutzwarte für Hessen ...
Flieg und Ffatter - Staatliche Vogelschutzwarte für Hessen ...
D er G arten ro tschw anz - Staatliche Vogelschutzwarte für Hessen ...
Haselhuhn-Genetik - Staatliche Vogelschutzwarte für Hessen ...
Gemeinsamer Erlass zur - Staatliche Vogelschutzwarte für Hessen ...
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Gartenrotschwanz Stand 06-2013 - Staatliche Vogelschutzwarte für ...
Großer Brachvogel_Stand_11-2011 - Staatliche Vogelschutzwarte ...
Rotmilan - Staatliche Vogelschutzwarte für Hessen, Rheinland-Pfalz
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Aktuelles aus der Staatlichen Vogelschutzwarte Brandenburg - LUGV
Grünland und Weiden: Augenweiden in Hessen - Staatliche ...
Artgutachten für den Uhu (Bubo bubo) in Hessen - Staatliche ...
Staatliches Schulamt - Kulturportal Schule Hessen
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