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Flieg und Flatter - Staatliche Vogelschutzwarte für Hessen ...

Flieg und Flatter - Staatliche Vogelschutzwarte für Hessen ...

der direkten Kontakt zu

der direkten Kontakt zu Menschen noch fliegen sie regelmäßig in Geflügel-Freilandhaltungen ein. Das Risiko, dass das Virus z.B. auf „stählernen Schwingen“ durch Tiertransporte in die Vogelhaltungen Mitteleuropas eindringt, ist nach übereinstimmender Meinung aller Experten als weitaus wahrscheinlicher zu beurteilen. Darüber hinaus bestehen berechtigte Zweifel, dass die Tierseuche zumindest in Südsibirien tatsächlich durch Zugvögel verbreitet wurde. So fällt auf, dass die H5N1-Ausbrüche in den Monaten Juni bis August weder zeitlich - auch in Russland war Brut- und nicht Zugzeit - noch räumlich mit Vogelzugwegen in Asien zusammenpassen. Auch hier ziehen die Vögel vornehmlich entlang von Nord-Süd-Achsen. Auffällig ist allerdings, dass die Westwärtsbewegung sehr eindeutig mit den Handelswegen in Südsibirien korrespondiert. So sind von Ost nach West Städte bzw. Provinzen betroffen worden, die sämtlich z.B. auch Stationen der transsibirischen Eisenbahn sind. Eine Infektion des Menschen mit der Vogelkrankheit erfordert einen sehr intensiven Kontakt mit infizierten Vögeln oder deren Ausscheidungen. Bisher sind weltweit nur Menschen erkrankt, die z.B. auf Geflügelmärkten bzw. als Fänger in Geflügelhaltungen (unter Einatmung von Kotstaub) einen sehr intensiven Kontakt mit infiziertem Geflügel aufwiesen. Mangelnde Hygiene dürfte die Infektionen in diesen Ländern zudem gefördert haben. Gesundheitliche oder wirtschaftliche Gefahren sind somit kaum gegeben. Trotzdem sind wir der Auffassung, dass auch bei geringenEintrittswahrscheinlich- keiten die Vorsorgemaßnahmen, wie sie von der Bundesregierung bzw. den Landesregierungen in unserem Zuständigkeitsbereich getroffen worden sind, aufgrund der potentiell hohen Gefahren einer weltweiten Epidemie und drohender wirtschaftlicher Schäden in der Geflügelwirtschaft gerechtfertigt sind. Die Vogelschutzwarte steht in engem Kontakt mit den Tierseuchenexperten der drei Bundesländer unseres Zuständigkeitsbereichs, wobei im Rahmen eines Monitorings insbesondere Wasservögel wie Gänse, Schwäne und Enten auf mögliche Anzeichen der Vogelgrippe überwacht werden. Alle ehrenamtlichen Ornithologen und Naturschützer in Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland werden aufgerufen, mit großer Aufmerksamkeit darauf zu achten, ob bei Schlafplatz-, Rast- oder Überwinterungszählungen Vögel Verhaltensauffälligkeiten einer Vogelgrippe zeigen oder möglicherweise an der Seuche verendete Vögel gefunden werden. Ansprechpartner sind zunächst die Kreisverwaltungen und Verwaltungen kreisfreier Städte (Veterinärämter). Verendete Vögel, Sekret- oder Kotproben können von folgenden Institutionen untersucht werden: - 12 - Hessen: Landesbetrieb Hessisches Landeslabor (LHL) - Abt. II Veterinärmedizin - Marburger Str. 54 35396 Gießen Tel. 0641/3006-730 Fax 0641/3006-99 Rheinland-Pfalz: Landesuntersuchungsamt (LUA) - Institut für Tierseuchendiagnostik - Blücherstr. 34 56073 Koblenz Tel. 0261/9149-599 Fax. 0261/9149-570 Saarland: Landesamt für Soziales, Gesundheit und Verbraucherschutz - Veterinärmedizin - Hellwigstr. 8-10 66121 Saarbrücken Tel. 0681/3000-570 Fax 0681/3000-596 (we) H5N1- Wildvogelmonitoring In allen drei Bundesländern unseres Zuständigkeitsbereichs wurde ein H5N1-Wildvogelmonitoring etabliert, wobei – neben Proben geschossener Stockenten, die über die Jägerschaft einlaufen – in ausgewählten Wasservogel-Rastgebieten gezielt und regelmäßig Kotproben relevanter Arten genommen werden. In allen drei Bundesländern beruht die Probenahme auf der engen und vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen ehrenamtlichen Ornithologen (insbesondere den Wasservogelzählern) und behördlicher Naturschutz- bzw. Tierseuchenverwaltung. In Hessen sind zusätzlich unsere „Vogelförster“ eingebunden, die neben der Probenahme auch den notwendigen, schnellen Transport der Proben in das Landesuntersuchungsamt nach Gießen gewährleisten.

Insgesamt sind in unserem Zuständigkeitsbereich bereits über 400 Proben auf diesem Wege untersucht worden - erfreulicherweise mit negativen Befunden! (we) Studie zur Raum-Zeit- Nutzung und Habitatqualität des Wendehalses in Südhessen Angeregt durch die sehr hohen Siedlungsdichten des Wendehalses, die im Rahmen der Grunddatenerfassung des EG- Vogelschutzgebietes „Wälder der südlichen hessischen Oberrheinebene“ gefunden wurden, untersuchte Nicolai Poeplau im Rahmen seiner Staatsexamensarbeit Raum-Zeit-Nutzung und Habitatqualität der in Hessen mittlerweile vom Aussterben bedrohten Vogelart (Rote Liste Hessen 1). Dabei standen folgende Fragestellungen im Vordergrund: • Wodurch zeichnen sich die Schwerpunktgebiete mit hoher Siedlungsdichte in Südhessen aus? Wieso kam es hier nicht zu den in anderen Landesteilen Hessens festgestelltenBestandseinbrüchen? • Welche Ansprüche stellt der Wendehals an seine Umgebung bzw. welche Habitatqualitäten und Habitatrequisiten benötigt der Wendehals? • Welche Nahrungspräferenzen lassen sich für die Art in diesen Gebieten feststellen? Erklärt die Nahrungsverfügbarkeit die hohen Siedlungsdichten? • Wie groß sind die Reviere, die Wendehälse in den Gebieten für sich beanspruchen (Homeranges)? • Wie groß ist der Aktionsraum eines Wendehalses? Wie stellen sich die Zeitbudgets der Art in diesen Gebieten dar? • Wie groß ist das Verhältnis von genutzten Habitattypen zu erreichbaren ungenutzten oder wenig genutzten Habitattypen? • Wie wirken sich welche Bewirtschaftungsformen (z.B. Beweidung, Holzeinschlag) aus? • Welche Aspekte lassen sich durch die Studie für ein hessisches Schutzkonzept ableiten? Wie kann der Wendehals in einem „günstigen Erhaltungszustand“(Zielvorgabe der EG-Vogelschutzrichtlinie) erhalten werden? Die Arbeit liefert – unter anderem auch durch den Einsatz von Radiotelemetrie – sehr viele neue und spannende Ergebnis- se zum Wendehals und belegt eindrucksvoll die große Bedeutung des EG-Vogelschutzgebiets als mit Abstand wichtigstes Vorkommensgebiet der Art in Hessen. Die Studie wird in einer der nächsten Ausgaben unserer Fachzeitschrift „Vogel und Umwelt“ veröffentlicht. Die Arbeit wurde von Prof. Dr. Scheu (Ökologie, TU Darmstadt) und in unserem Institut von Dr. Matthias Werner und Gerd Bauschmann fachlich betreut. Weiterhin wurde Nicolai Poeplau bei seinen Freilandarbeiten von unserem langjährigen Beauftragten für Vogelschutz Hans Ludwig (Lorsch) und Eduard Henß als erfahrenem Beringer - 13 - unterstützt. Die Untersuchung konnte dank der finanziellen Unterstützung durch die Licher Privatbrauerei und der Hessischen Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz (HGON) im Rahmen eines Licher-Stipendiums verwirklicht werden. (we) NABU-Aktion „Stunde der Gartenvögel“ erfolgreich verlaufen Hauptgewinn geht nach Hessen Auf Initiative des NABU fand vom 20.- 22. Mai eine bundesweite Zählung von Gartenvögeln statt. Unter dem Motto „Die Stunde der Gartenvögel“ waren Naturfreunde aufgerufen, alle Vögel zu notieren, die sie beim Blick in den Garten, vom Balkon oder der Terrasse aus beobachten konnten. Die Aktion war überaus erfolgreich. Alleine in Hessen verbuchte der NABU Landesverband 3225 Rückmeldungen. Haussperling, Star und Amsel belegten dabei in Hessen, wie auch in anderen Teilen Deutschlands, den ersten Platz in der Hitliste. Eng darauf folgten Kohl-, Blaumeise und Star. Auch Raritäten, wie Eisvogel und Steinkauz zeigten sich in Hessens Gärten. Mehrfach wurde der Wappenvogel des NABU, der Weißstorch, im Hessischen Ried beobachtet. Die „Stunde der Gartenvögel“ hat deutlich gemacht, dass Natur und Garten, Umwelt und ihre Vögel für viele Menschen ein liebenswürdiges Thema ist. Nähere Infos finden Sie im Internet unter http://www.NABU- Hessen.de. Besonders erfreulich aus hessischer Sicht: einer der Hauptpreise geht nach Hessen! Unter

Präsentation der Staatlichen Vogelschutzwarte
englisch - Staatliche Schlösser und Gärten Hessen
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Im Zeichen der Hippe - Staatliche Schlösser und Gärten Hessen
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