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Flieg und Flatter - Staatliche Vogelschutzwarte für Hessen ...

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zelbeobachtungen. Der

zelbeobachtungen. Der Übersicht von WISSING (2004) mit 6 Nachweisen sind noch eine aktuelle Beobachtung aus der Eifel sowie Hinweise von WIESNER (1997) für den Hunsrück und den Pfälzerwald hinzuzufügen. Vor dem Hintergrund des unklaren Status des Sperlingskauzes in Rheinland-Pfalz hat die OAG Südwestpfalz im Frühjahr 2004 mit aufwändigen Untersuchungen im Pfälzerwald begonnen und schließlich eine nennenswerte Population festgestellt. Die überraschenden Erfassungsergebnisse sowie einige ältere Hinweise auf das Vorkommen machen wahrscheinlich, dass der Sperlingskauz im Pfälzerwald lange übersehen wurde. Die Untersuchungen – mit dem Anspruch einer flächendeckenden Erfassung des Pfälzerwaldes – werden fortgeführt. Die Ergebnisse sollen noch dieses Jahr von der OAG Südwestpfalz veröffentlicht werden. Der Fokus der Arbeit der OAG liegt derzeit beim Sperlingskauz. Deshalb bittet die OAG um die zeitnahe Meldung von Sperlingskauzfeststellungen. Auch an „alten“, bisher nicht bekannten oder für unsicher gehaltenen Feststellungen besteht Interesse. Die OAG freut sich über neue Mitstreiter beim Sperlingskauzprojekt. Interessierte wenden sich an Norbert Roth, Hochwaldstraße 25-27, 66620 Nonnweiler (Tel.: 06873-668715; mail: Etat24Nroth@compuserve.de). (ho) Mauersegler als Beute von Rabenkrähe Fliegende Mauersegler haben aufgrund ihres einzigartigen Flugvermögens kaum Feinde. Selten gelingt es den pfeilschnellen Baumfalken, die im Flugbild wie große Mauersegler aussehen, Junge zu schlagen. Am Brutplatz hingegen können Mauersegler Opfer von Steinmardern oder auch Schleiereulen werden. Eher selten dürfte die Beobachtung von Carl Scherrer sein, der feststellte, wie im Frankfurter Westend eine Rabenkrähe einem Mauersegler zum Brutplatz folgte und mit einem noch nicht flüggen Jungvogel im Schnabel davon flog. (ho) Blaumeise als Beute eines Eichelhähers Im Mai diesen Jahres beobachtete Gerd Bauschmann, wie im Streuobstgebiet „Wingert bei Dorheim“ ein Eichelhäher auf einem Nistkasten mit flüggen Blaumeisen landete und wartete, bis die Jungen ausflogen. Nach jeweils ein paar Metern Verfolgung wurden mehrere junge Blaumeisen im Flug gefangen und auf dem Boden verspeist. (ba) „Wandervögel“ und „Orientierungskünstler“ Warum wandern Vögel? Das Verschwinden und Wiederauftauchen von Vogelarten im Rhythmus der Jahreszeiten beflügelte seit alters her die menschliche Phantasie. Noch im 18. Jahrhundert glaubte man, dass Schwalben im Gewässerschlamm überwintern und der ähnlich dem Sperber gefiederte Kuckuck im Herbst zum Sperber - 4 - mutiert. Die moderne Vogelzugforschung widerlegte zwar diese Ansichten. Ihre Ergebnisse sind jedoch kaum weniger wunderbar. Das Verhalten der meisten Lebewesen wird durch die Tages- und Jahresperiodik beeinflusst. Vor allem auf die gravierenden Wechsel der Lebensbedingungen im Verlauf der Jahreszeiten reagieren viele Tierarten mit saisonalen Wanderungen. Selbst in den Tropen mit ihren weniger ausgeprägten jahreszeitlich bedingten Wechseln wandern Vögel und einige Säugetiere vor allem den günstigeren Nahrungsbedingungen nach. Die weitaus ausgeprägtesten Wanderbewegungen von Tierarten, vor allem den Vögeln, gibt es aber in den gemäßigten und polaren Regionen der Erde. Ohne großräumige, jahreszeitlich bestimmte Ortswechsel, würden viele Arten nicht überleben. Bei den Vögeln unterscheidet man je nach Wanderstrecken verschiedene Zugtypen, von Lang- und Kurzstrecken- bis Teilziehern. Dank ihres Flugvermögens und ihrer Fähigkeit, den Körper gegenüber wechselnden Umweltbedingungen gleichwarm auf „Betriebstemperatur“ zu halten, haben die Vögel nicht nur nahezu alle Gebiete der Erde erobert, sondern konnten auch die Nahrungsquellen verschiedener Landschaften und Kontinente periodisch für sich erschließen. Irgendwo auf der Welt sind ständig Vögel auf Reisen, die im Extremfall den ganzen Globus umfassen. Die „Wandervögel“ entwickelten dabei viele Zugtraditionen und Steuerungsmechanismen. Das heutige Vogelzuggeschehen in Europa entstand unter dem Einfluss der Eiszeiten, welche die Lebensbedingungen der Arten je nach Stand der Vereisung verschoben. Heute sind jährlich allein von Eurasien nach Afrika etwa 200 Vogelarten mit

über fünf Milliarden Individuen unterwegs. Weltweit schätzt man die Gesamtzahl aller Zugvögel auf 50 Milliarden. Langstreckenzieher, wie z. B. die Küstenseeschwalbe oder der Fitis, räumen im Herbst ihr Brutgebiet vollständig, um den Winter in einer ganz anderen Klimazone zu verbringen. Arten wie unser Mauersegler kennen keinen Winter. Die meisten Insektenfresser zählen zu den Langstreckenziehern, die bereits kurz nach Abschluss des Brutgeschäftes ihre Sommerlebensräume verlassen. Für manche Limikolen (Watvögel) ist der Aufenthalt in ihren nordischen Brutgebieten rein auf die Brut- und Jungenaufzuchtszeit beschränkt. Doch während diese Aufenthaltsdauer mindestens 2 Monate beträgt, wandern die prächtigen Kampfläufer-Männchen sogar gleich nach dem Brutbeginn ab in den Süden. Während die Mehrzahl der Arten nachts wandert, ziehen Flugjäger wie Schwalben und Segler tagsüber, um sich auch noch während des Zuges den Bauch voll zu schlagen. Großvögel, wie Störche und Greifvögel, nutzen Aufwinde und segeln auf ihren breiten Flügeln unter maximaler Energieeinsparung gen Süden. Arten, bei denen Brut- und Überwinterungsgebiete nicht weit voneinander entfernt sind, werden als Kurzstreckenzieher bezeichnet. Unser Hausrotschwanz ist ein solcher Vertreter, der den Winter im Mittelmeerraum oder höchstens in Nordafrika verbringt. Von den Kurzstrecken- zu den Teilziehern gibt es fließende Übergänge. Recht häufig kommt es vor, dass nur ein Teil der Individuen einer Population bzw. einer Art wegzieht, der andere Teil jedoch im Brutgebiet verbleibt. Diese Wanderer bezeichnet man dann als „Teilzieher“. Zu ihnen zählen bei uns Buchfinken, Amseln, Rotkehlchen und Zaunkönige. Selbst Standvögel bleiben nicht in ihren Sommer- und Brutgebieten. Einige Arten, wie die Alpendohle und Alpenbraunelle, führen im Winter kurze, sogenannte Vertikalbewegungen durch, um tiefer gelegene, klimatisch günstigere Regionen aufzusuchen. Rekordflieger unter den „Wandervögeln“ ist die Küstenseeschwalbe, die von Polregion zu Polregion fliegt und damit auf ihrem Zug regelmäßig mehr als 20.000 Kilometer zurücklegt. Mit 9.500 Kilometer Zugleistung zählen auch die Brachvögel Alaskas zu den absoluten Langstreckenfliegern, zumal sie auf dem Flug zu den Südseeinseln als ihrem Winterquartier mindestens 3.000 km freie Wasserfläche überqueren. Noch größere Meeresstrecken legen japanische Bekassinen auf ihrem Herbstflug nach Tasmanien zurück: 5.000 Kilometer am Stück ohne Rastmöglichkeit! Orientierung nach Sicht und physikalischem Gespür Heute wissen wir durch zahlreiche Labor- und Feldversuche, dass den „Wandervögeln“ neben dem Sonnenstand, dem Sternenhimmel und charakteristischen Landmarken auch das Magnetfeld der Erde zur Orientierung dient. Oft nutzen Vögel zeitgleich oder in Abhängigkeit von den jeweiligen äußeren Bedingungen mehrere dieser Orientierungssysteme. Doch gerade auf der Suche nach dem Magnetkompaß der Vögel, also - 5 - nach ihrer Möglichkeit einer „nicht visuellen“ Orientierung, tappten die Vogelzugforscher lange im Dunkeln. Erst die Frankfurter Arbeitsgruppe um Prof. Wolfgang Wilschko und seine Frau Roswitha kam nach langem Suchen und Experimentieren diesem Phänomen auf die richtige Spur. Wenn die Forscher in ihrem Frankfurter Institut beispielsweise einen Vogel in ein simuliertes nordafrikanisches Erdmagnetfeld versetzten, war dieser plötzlich ratlos. Drehten nun die Wilschkos das Magnetfeld, änderte der Versuchsvogel seine Wanderrichtung. Zwischenzeitlich konnte bei immer mehr Tierarten, von Schnecken, Krebsen, Insekten, Fischen, Amphibien, Reptilien bis zu Säugern, solcherart Orientierungsfähigkeit nachgewiesen werden. Dagegen blieb lange unklar, wie Tiere das Erdmagnetfeld wahrnehmen. Wiederum war es das Forscherehepaar Wilschko, das bei seinen Tauben Magnetit als Magnetsensor in der Haut des Oberschnabels fand. Wie aktuelle Untersuchungen der Frankfurter Forscher in Zusammenarbeit mit anderen Arbeitsgruppen zeigen, wird jedoch das Erdmagnetfeld von den Vögeln auf zweierlei Weise wahrgenommen. Der auf Magnetit im Vogelschnabel beruhende Mechanismus scheint nur die Stärke des Magnetfeldes zu registieren. Nachdem diese äquatorwärts abnimmt, kann der Vogel daraus eine Ortsinformation wie aus einer Karte ableiten. Zur Navigation reicht dies aber noch nicht aus. Vielmehr braucht er zusätzlich noch eine Richtungsinformation. Und die liefert ihm ein Rezeptor im rechten Auge, der durch Licht aktiviert werden muss. Somit tragen Vögel als „Orientierungsinstrumente“ quasi einen Gaußmeter in ihrem Schnabel und einen Kompass im rechten Auge, die sie erst im Zusammenwirken sicher zu ihren Zielen führen. (ri)

Präsentation der Staatlichen Vogelschutzwarte
Deutsch - Staatliche Schlösser und Gärten Hessen
englisch - Staatliche Schlösser und Gärten Hessen
Im Zeichen der Hippe - Staatliche Schlösser und Gärten Hessen
In Hessen unterwegs (1)
Flieg und Flatter - Staatliche Vogelschutzwarte für Hessen ...
Flieg und Flatter - Staatliche Vogelschutzwarte für Hessen ...
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Wir laden herzlich ein zum - Staatliche Vogelschutzwarte für Hessen ...
Maßnahmenblatt Rotmilan - Staatliche Vogelschutzwarte für Hessen ...
Flieg und Ffatter - Staatliche Vogelschutzwarte für Hessen ...
D er G arten ro tschw anz - Staatliche Vogelschutzwarte für Hessen ...
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