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Doris-NewsDorisDoris- oris-Noris-Ne ris-New is ... - Doris Trachsel

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Saison

Saison 2012 / 2013 Saisonende, Umzug und Vorbereitung auf die nächste Saison Das Saisonende war alles andere als erfreulich für mich. Bei den Schweizermeisterschaften Ende März reichte es nicht mal fürs Podest. Allgemein stellte mich die vergangene Saison nicht zufrieden. Ich hatte mehr erwartet. Das Gefühl „ausgebrannt“ zu sein und Betrübtheit veranlassten mich, das weitere Vorgehen zu überlegen. Um etwas Luft zu bekommen, gönnte ich mir vorerst eine Woche Ferien in Südfrankreich. Nicht erreichbar zu sein und nichts zu tun, ausser das schöne Wetter und die warmen Temperaturen zu geniessen, war wirklich erholsam. Diese Auszeit hatte ich dringend nötig. Die übrige trainingsfreie Zeit nutzte ich nebst lernen und arbeiten fürs Studium und ebenso fürs Vorbereiten und Planen der neuen Saison. Die Schlussfolgerungen der vergangenen Saison führten zu Entscheidungen, die einige kleinere und grössere Änderungen mit sich brachten. Um mich besser aufs Training fokussieren und von ���� ��������� ����������� ��� �������� ������� ���� die Reisewege optimieren. In den letzten Jahren hielt ich mich oft im Nationalen Biathlonstützpunkt in Realp auf. Dort fand ich neben einer guten und betreuten Infrastruktur auch die nötige Ruhe und Konzentration für das Training. Während dieser Zeit lebte ich nur aus der Tasche. Aus diesem Grund stand bald fest, dass ich meine „vier Wände“ nach Realp verlegen würde. Dass mein Studium nebst Sport eine Herausfor- ������������������������������������������������� sich bringt, war mir von Anfang an bewusst. Prüfungsstress kostet Energie, und im letzten Jahr war ich beinahe ununterbrochen Abgabeterminen und Prüfungen ausgesetzt. Das vorgenommene Pensum schaffte ich zwar neben Training, Wett- �������� ���� �������� ���������������� ������� bekam ich die Nachwirkungen im Frühjahr etwas verspätetet zu spüren. Deshalb besuchte ich in diesem Jahr kein weiteres Praktikum und kürzte die Anzahl Veranstaltungen fürs Herbstsemester auf drei. Im Trainingsbereich sollte sich nicht allzu viel ändern. Neben der Erhöhung des Trainingsum- www.doris-trachsel.ch 2 fangs auf 700 Stunden beabsichtigte ich erneut zwei „Motorenblöcke“, (intensive Trainingsblöcke), in die Jahresplanung einzubeziehen. Ebenfalls fasste ich den Entschluss, die Zusammenarbeit mit meinem Sportpsychologen wieder aufzunehmen. Entschlossen, motiviert und gespannt begann der Countdown in die WM-Saison. Mai Sonne, Strand und Meer zum Trainingsbeginn! Nein, keine Ferien….. Anfangs Mai erwartete uns bereits der erste Trainingskurs in Mallorca. Eine Woche erkundeten wir auf dem Velo den Norden der Insel. Für mich war es die Premiere auf der Velo-Insel. Am Strand in einem der Hotels des bekannten Max Hürzeler wurden wir mit Velos ausgerüstet und mit feinem Es- ���� ���������� ����� ����� ����� ����������������� und nicht in den Ferien“, war die Ansprache der Trainer. Jeden Tag zweieinhalb bis vier Stunden auf dem Velo und nachmittags erste Rollski-, Fusslauf- oder Krafteinheiten standen im Wochenprogramm. Das liess gar keine Feriengedanken aufkommen, aber der Sprung ins Meer nach jedem Training liess mich doch �������������������������������������

Saison 2012 / 2013 Nebst Trainingsstart und Studium standen im Mai noch weitere interessante und wichtige ����������������������������������������������� aufeinanderfolgende Tage. Der Hauptsponsor Swisscom unterstützt Swiss-Ski und damit uns Athletinnen und Athleten bereits seit zehn Jahren. Diese erfolgreiche Zusammenarbeit wurde im Wankdorf Bern beim alljährlichen Saisonabschluss gebührend gefeiert. Es war ein gelungener Anlass, der nebst Unterhaltung und feinem Essen uns Athleten und Sponsoren Gelegenheit gab, sich neben Piste und Loipe zu unterhalten. Am Morgen danach konnten wir uns über die „Geschenke“ unserer Ausrüster freuen. Beim Einkleidetag (Masstag) im Hauptgebäude der Swisscom in Bern wurden wir mit den Sommerkleidern und Turnschuhen ausgerüstet. Dem Training stand also nichts mehr im Wege! Der wichtigste Termin für mich begann jedoch am Nachmittag. In St. Silvester traf ich mich mit meinen Sponsoren, Partnern, Supportern, Gönnern und Fans zum gemeinsamen Wandern und gemütlichen Beisammensein. Begleitet wurden wir auf der Wanderung von Raphael Remy, der in der Person des Sigrists Housi und des Oberfeldweibels Remy aufkreuzte und uns einige interessante Geschichten und Sagen aus St. Silvester erzählte. Ich bedanke mich bei Raphael Remy, Mariette Brunner und Daniel Pürro für die Organisation und Unterhaltung dieses Anlasses. Ein spezieller Dank geht auch an die Gemeindevertreter von St. Silvester für die unkomplizierte Zusammenarbeit, an Beat und Beatrix Boschung für ihre Unterstützung und natürlich auch ein Dankeschön an alle, die mich unterstützen und mich an diesem Tag begleiteten. Mai bedeutet Formtest. Bei den ersten Leistungstests in Magglingen wartete ein umfangreiches Programm auf mich. Nebst Stufen- und Abbruchtest, bei denen man bereits www.doris-trachsel.ch 3 bis zum Umfallen läuft, absolvieren wir am zweiten Tag einen neuen Kapazitätstest. In der Vergangenheit simulierten wir einen Sprintwettkampf, d.h. Prolog und drei „Heats“ (Läufe). Das bedeutete einen dreiminütigen Einsatz und dazwischen jeweils zwanzig Minuten Pause. Der neue Test ahmt einen Teamsprint nach. Das hiess dreimal drei Minuten „volle Kanne“ mit den Rollskis auf dem Band laufen, dazwischen jeweils drei Minuten Pause. Wer nun denkt, dass das alles ist, liegt falsch. Nach diesem Einsatz folgte eine Stunde später nochmals genau das Gleiche. Die Team- ������������������������������������������������� absolvierten Tests und zum Glück der letzte. Nachdem das Sauerstoffvolumen und -kapazität, Laktat und Pulswerte gecheckt waren, ging es zur sportärztlichen und physiologischen Untersuchung. Seit meinem Kreuzbandriss im Herbst 2006 habe ich immer wieder Probleme mit dem rechten Knie. Das Training litt zwar nie länger darunter, aber seit dem Trainingskurs in Mallorca kämpfte ich mit unangenehmen Schmerzen. Nach Absprache mit meinem Teamarzt Patrik Noack entschieden wir uns für eine MRI-Untersuchung, um festzustellen wo das Problem lag. Glücklicherweise stellte sich heraus, dass mein Kreuzband einwandfrei und nicht Schuld an den Beschwerden war. Hingegen diagnostizierte der Teamarzt winzige Mikrorisse in der Patellasehne (Kniescheibensehne) und eine Entzündung, die wohl ausschlaggebend für die Beschwerden war. Erst beängstigte mich diese Diagnose. Sollte nämlich Physiotherapie und Behandlung nicht wirken, wäre ein operativer Eingriff eine weitere Option. Eine Operation kam für mich jedoch nicht in Frage. Regelmässige Physiotherapie und spezielle Knieübungen wirkten sich erfreulicherweise positiv aus und liessen mich das normale Training absolvieren.

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