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RBG-Antriebe mit Anspruch - MM Logistik

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Bild: vdw VERPACKUNGSTECHNIK WELLPAPPE Weit mehr als „nur“Verpackung Bild: Hans Kolb Wellpappe 32 MM Logistik · 5/2008 Wenn Transportschäden keine Rolle spielen, kann die Verpackung minimal ausfallen. Im anderen Fall, der wohl als Regel gelten kann, bieten Wellpappenhersteller eine Vielzahl von Lösungen, damit die Transportverpackung die an sie gestellten Anforderungen einwandfrei erfüllt. CLAUDIA TREFFERT Esist doch nureineVerpackung, die nach Gebrauch im Altpapier-Container verschwindet.“ Diese inIndustrie und Handel verbreitete Einstellung verleitet manch einen Einkäufer dazu, nach möglichst günstigen Angeboten für Jürgen Paul, Geschäftsbereichsleiter Coated Products bei Hans Kolb Wellpappe, Memmingen: „Dawir unsereeigenen Wellpappen- Abfällefür diePapierproduktion aufbereiten,wissen wiraufgrund vonAnalysen, dass beschichtete Wellpappeinden Altpapierkreislauf passt. Daran liegtuns sehr viel. Dennunsere Kunden sollen sieganz normalentsorgenkönnen.“ Transportverpackungen aus WellpappeAusschauzuhalten. Aber das billige Angebot erweist sich oftmals als ganz schön teuer, weshalb man beim Verband der Wellpappen-Industrie (vdw), Darmstadt, ganz klar feststellt:„Da wird am falschen Ende gespart.“ Einevor vier Jahren vomVerband in AuftraggegebeneStudie belegt das deutlich: Danach zahlt allein der Handel jährlich zwischen 312 und 449 Mio. Euro fürSchäden, die durch vermeintlichgünstige, aber nicht anforderungsgerechte Verpackungen entstehen. In der Industriesieht das kaum anders aus, denn auch dort kreist in Bezug auf die Verpackung der Rotstift.Esdarfzudem bezweifelt Wer hohe Stapel bauen will, muss sich auf die Stabilität der Transportverpackung verlassen können. werden, dass sich die Zahlen vier Jahre nach der Studienerhebung deutlich verbessert haben. Denn nach wievor gilt: Es istnur eineVerpackung. Und die sollte möglichst wenig kosten. Billigverpackung geht zu Lasten der Stabilität Siesollgleichwohlauf jeden Fall stabil sein. Auch das ist ein Ergebnis, das die Studienmacher von Dricon Managing Consultants, Frankfurtam Main, herausfanden. Interessanterweisezeigten sichdie befragtenverpackenden Unternehmen sogar überzeugt davon, dass die vonihnen gewähltenWellpappenverpackungen einen einwandfreien Schutz böten. Die SchadensbilanzinMillionenhöhe zeichnet allerdings ein anderes Bild. „Die Physik setzt dem Wunsch nach minimaler Verpackung und maximalem Schutz nun mal Grenzen“, meintWolfgang Reimers, Leiter der Verpackungsprüfung beim Hamburger Institut für Beratung, Forschung, Systemplanung, Verpackungsentwicklung und -prüfung (BFSV). Deshalb kann, wer die billigstmögliche Lösung aus schlichter Transportkiste, gefertigt mit dünnwandiger Wellpappe, wählt, im Schadensfall aufeinenachträgliche Überprüfung der Stabilität getrost verzichten. Doch zwischen der Billiglösung und der Luxusausführung aus mehrwelliger Wellpappe mit konstruktiv „eingebauten“ weiteren Schutzfunktionen und zusätzlich aufgetragenen Schutzschichten gibt es beliebigviele Varianten. Ausdem Grund sollte jemand, der sicher gehenwill,dassdie Verpackung die an sie gestellten Anforderungentatsächlicherfüllt –vom Zeitpunktdes Abpackens von Waren und Industriegütern bis zum Entsorgen amEnde der Logistikkette –,imVorfeld die Eignung der ausgewählten Transportverpackung von unabhängigen

Stellen bestätigen lassen. Entweder indem er vomHersteller ein entsprechendes Prüfzeugnisanfordertoder indem er selbst die Prüfung veranlasst. In Fragekommendafür akkreditierte Prüfinstitutewie dieHamburgeroder dasInstitutfür Wellpappenforschung und -prüfung (wfp), Darmstadt. „Runddie Hälfte unserer Kunden kommt aus der abpackenden Industrie, die anderen sind Packstoff-und Packmittelhersteller“, beschreibt Reimersdas übliche Kundenspektrum. Welche der beiden Kundengruppen anfrage, hänge davonab, wasgeprüft werden solle. In der abpackenden Industriestehtim Allgemeinen die Qualität des komplettenVerpackungssystems im Fokus, undzwarumsomehr, je hochwertiger dasdarin Transportierte ist. Aber wenn es darumgeht, die Qualität des Packstoffs von neutraler Stelle testen und bescheinigen zu lassen, sindeherdie Wellpappenhersteller alsAuftraggeberder Institute zu finden. Mit jeder Schicht zu neuen Aufgaben In die letztgenannte Kategorie fällt auch die Prüfung von Wellpappe, deren Eigenschaften mit zusätzlich aufgebrachten Schichten erweitert werden. Solche Funktionsschichten verhindern beispielsweise das Rutschen der Transportverpackungen aufschrägnachobenoder untenlaufenden Transportbändern. Oder sie schirmenelektronischeBauteilevor schädlichenelektrischenSpannungsfeldern ab. Andere Beschichtungen bauen im Innerender Transportverpackungeinen wirkungsvollen Korrosionsschutz auf, wieder andere bieten einen zusätzlichen Staubschutz. Wenn es gilt, die Qualität solcher Wellpappen-Funktionsschicht-Systeme zu überprüfen, kommen andere Prüfabläufe zum Zuge alsbei den unbeschichteten Packstoffen. Denn hier stehtdie Funktion der Beschichtung undnicht die der Wellpappeim Vordergrund. Hinzu kommt, dass es sichmeist um kundenspezifischeBeschichtungssysteme handelt, für die eigensPrüfvorschriftenausgearbeitet und angepasst werden müssen. Jürgen Paul, Geschäftsbereichsleiter Coated Products beiHans Kolb Wellpappe, Memmingen, erklärt das in seinem Hause übliche Vorgehen: „Viele der Beschichtungslösungen entwickelnwir in engerZusammenarbeit mitunseren Kunden. DasProdukt prüfen wirzunächstinunserem Labor und geben es–bei Bedarf –zum Absichern der Ergebnisse in ein Prüfinstitut. Beieinigen Beschichtungen erteilen externe Prüf- und Forschungseinrichtungendie Freigabe.“ Behandelte Wellpappe nach wie vor Nischenmarkt Die Käufer der beschichteten oder mit Speziallacken behandelten Verpackungen kommen überwiegend aus der Industrie. Deren Gründe, warum sie danach fragen, sind fast so vielfältig wiedas AngebotanBeschichtungsvarianten. So schätzen einigeUnternehmenden Wert ihrer Produkte so hoch ein, dass sie diesen zusätzlichenTransportschutz fürgeboten halten. Andere erwarten von der Funktionsschicht, dass sich damit das Handling inihrer Logistikkette vereinfacht. Schließlich kommen sogar Kostengründe zum Tragen. Dann nämlich, wenn man mit einer beschichteten Transportverpackung mehrere Einzelmaterialien ersetzen kann. Trotzsolcher Vorteile stellt CarinHilmer-Brenzinger, Mitgliedder Geschäftsführung der Panther-Packaging-Gruppe, Tornesch, klar: „Gemessen an der normalen Wellpappenproduktionfallen beiuns die jährlichproduziertenMengenan beschichteter Wellpappe kaum ins Gewicht.Esist aufjeden Fall ein Nischenmarkt.“ Ein Nischenmarkt,den offensichtlichnicht jeder Wellpappenhersteller bedienen will, was ein Blick indie Produktpalette der Anbieter (insbesondere der Großen) belegt. Und längst nicht jeder kann ihnbedienen. Denn aufgrund der Vielfalt an möglichen Beschichtungsvarianten und -kombinationen bedarf es des besonderen Know-hows, nicht nurbezüg- WELLPAPPE VERPACKUNGSTECHNIK lichdes Aufbausvon Produktionslinien und Prüfmöglichkeiten. „Bei uns ist dieser Bereich in mehr als 22 Jahren gewachsen“, gibt Jürgen Paul zu bedenken. „Deshalb können wirunserenKunden diesen Mehrwert beim Transportschutz anbieten.“ Damit essich umeinen echten Mehrwert handelt, liegt auch die Entsorgungder gebrauchtenVerpackung im Fokus der Hersteller. Schließlich soll der für die Wellpappenbranche so wichtige Altpapierkreislaufselbst mit Mehrschichtsystemen auf dem Trägermaterial Wellpappe noch ungestört funktionieren. Das ist der Grund, warum überwiegend umweltverträgliche Materialien zum Einsatz kommen undfür andereMaterialien strikte Grenzwerte gelten. Trotzdem sind der Gang ins Labor, Analysen mit unvermischter beschichteter Wellpappe beziehungsweise den Papieren und ineinigen Fällen die Zusammenarbeit mit externen Prüfdienstleistern unerlässlich, um die unbedenkliche Wiederverwertbarkeit zu belegen. Andernfalls würde der ökologische Vorteil, den die Wellpappe für sich reklamiert, fehlen. MM Hier kann nichts durchtropfen dank einer wasserabweisenden Schicht auf der Wellpappe. Sieht aus wie normale Wellpappe, aber die Beschichtung verleiht ihr besondere Eigenschaften. MM Logistik · 5/2008 33 Bild: Hans Kolb Wellpappe Bild: Panther Packaging

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