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2 MB - Bad Arolsen

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19. FNP-Änd., Stadt

19. FNP-Änd., Stadt Bad Arolsen, STT Mengeringhausen Umweltbericht (BImSchG) Rechnung zu tragen. Für die Errichtung von Windenergieanlagen ab 50 m Gesamthöhe ist ein Genehmigungsverfahren nach BImSchG durchzuführen. 2. Beschreibung und Bewertung der Umweltauswirkungen Aktueller Umweltzustand und Entwicklung des Umweltzustands bei Ausführung der Planung In diesem Kapitel wird der derzeitige Umweltzustand, der sich aus der heutigen Nutzung, der Nutzungsintensität und den natürlichen Faktoren zusammensetzt, schutzgutbezogen dargestellt. Auf dieser Basis werden die möglichen Umweltauswirkungen ebenfalls schutzgutbezogen prognostiziert. Schutzgut Mensch In unserer Gesellschaft wird dem Menschen als Bestandteil der Umwelt, seiner Gesundheit und seinem Wohlbefinden eine hohe Bedeutung beigemessen. Neben dem Schutz des Menschen, z. B. vor übermäßigen Schadstoff- oder Schallimmissionen, ist die Gestaltung und Sicherung eines adäquaten Wohnumfeldes, z. B. durch siedlungsnahe Flächen mit Erholungseignung, wesentlich für das menschliche Wohlbefinden. Standortbeschreibung und Bewertung des derzeitigen Zustands Das Plangebiet erstreckt sich westlich des Stadtteils Mengeringhausen. Es ist durch eine forstliche Nutzung geprägt. Bei dem zusammenhängenden Waldkomplex , der sich entlang der Gemeindegrenze zu Twistetal erstreckt, handelt es sich gemäß Forstwirtschaftskarte für den Stadtwald Bad Arolsen (Stand 01.07.2009) zum einen um überwiegend Nadelwald aus Fichtenbeständen und zum anderen um überwiegend Laubwald mit Nadelholzanteilen (Hauptbaumart: Buche). Innerhalb des Geltungsbereiches existieren keine Wohngebäude. Die nächst liegenden Wohnsiedlungen sind Massenhausen im Norden, Mengeringhausen im Osten und Twiste im Süden. Die geringste Entfernung der Außengrenze des Plangebietes zum nächsten Siedlungsbereich beträgt ca. 1.200 m. Damit berücksichtigt die Planung mehr als den derzeit standardisierten Mindestabstand von 1.000 m zwischen dem Geltungsbereich und dem Siedlungsbereich. Dies entspricht den Handlungsempfehlungen des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung und des Ministeriums für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz zu Abständen von raumbedeutsamen Windenergieanlagen zu schutzwürdigen Räumen und Einrichtungen (veröffentlicht im Staatsanzeiger für das Land Hessen Nr. 22/2010 S. 1506). Der nächstgelegene Aussiedlerhof ist „Odenthal“, der ca. 460 m von der Grenze des Geltungsbereiches entfernt liegt, wobei die vorgesehenen Anlagenstandorte aber in größerer Entfernung geplant sind, so dass damit die Einhaltung der Richtwerte gemäß der TA-Lärm gewährleistet werden kann. Das große Waldgebiet westlich Mengeringhausen wird im Landschaftsplan der Stadt Bad Arolsen (BÜRO ASP GMBH 2004) aufgrund der hohen Strukturvielfalt (z. B. durch wechselnde Baumarten, Wiesentäler) und des dichten Wegenetzes mit einer hohen Erholungseignung bewertet. Dabei ist vor allem der nordwestliche Teil des Stadtwaldes von hoher Bedeutung für die Erholungsfunktion. Dieser strukturreiche Bereich verfügt über ein bewegtes Relief, bedingt durch die vorhandenen Täler der Quellbäche. Die hohe Attraktivität für Erholungssuchende wird hier durch viele Wanderwege, vor allem entlang von Gewässerläufen, unterstützt. Im Bereich um den „Weißen Stein“ existieren zusätzlich Parkplätze, ein Waldlehrpfad, PNL – Planungsgruppe für Natur und Landschaft, Raiffeisenstr. 5, 35410 Hungen, Tel.: 06402/512540 Seite 10

19. FNP-Änd., Stadt Bad Arolsen, STT Mengeringhausen Umweltbericht eine Schutzhütte und ein Grillplatz. Dieser Bereich liegt jedoch außerhalb des Geltungsbereiches der Flächennutzungsplan-Änderung. Zudem wurde der Geltungsbereich im Zuge der Planung um den nördlichen Bereich reduziert, so dass das Naherholungsgebiet, welches sich im Bereich des „Weißen Steins“ konzentriert, freigehalten wird. Der strukturärmere südöstliche Teil des Waldgebietes verfügt mit Ausnahme des Hauptwanderweges entlang der Matzenhöhe kaum über Freizeitinfrastruktur. Im Forsteinrichtungswerk für den Stadtwald Bad Arolsen (HESS. FORSTAMT DIEMELSTADT, 2006) wird das Waldgebiet als „faktischer Erholungswald“ beschrieben. Aufgrund der Nähe zum Stadtgebiet und zum Twistesee ist der Stadtwald Bad Arolsen ein gut besuchter Raum für Erholungssuchende. Dabei üben die alten Waldbestände und die Waldwiesentäler eine besondere Anziehungskraft aus. Die Festlegung des Waldgebietes als „faktischer Erholungswald“ bedeutet, dass die Erholungsfunktion bei der Bewirtschaftung des Waldes besonders berücksichtigt werden muss. Im „Windenergie-Leitfaden Flächennutzungsplan RP Kassel-2011“ wird Wald mit Erholungsfunktion als „weiche Tabuzone“ angeführt. „Weiche Tabuzonen“ sind Flächen, in denen die Errichtung und der Betrieb von Windkraftanlagen tatsächlich und rechtlich möglich sind. Jedoch können diese Flächen aufgrund planerischer Vorstellungen, die die Kommune anhand eigener Kriterien entwickeln kann, ungeeignet sein (vergl. § 1 Abs. 6 BauGB). Im vorliegenden Planungsfall bestehen jedoch seitens der Stadt Bad Arolsen keine planerischen Vorstellungen, die eine Windenergienutzung der Flächen ausschließen. Bezogen auf das Schutzgut Mensch bestehen im Plangebiet bereits Vorbelastungen. Die vorhandenen Verkehrswege, insbesondere die Bundesstraßen 252 und 450, führen durch Lärm- und Abgasimmissionen zu einer Beeinträchtigung des Lebens-, Arbeits- und Wohnumfeldes der Bürger von Mengeringhausen. Als weitere Störungsfaktoren sind die vorhandenen Freileitungstrassen sowie die im Westen zwischen Adorf, Vasbeck und Helmscheid und im Norden zwischen Massenhausen, Kohlgrund und Helmighausen vorhandenen Windparks zu nennen. Auch der nahegelegene Flugplatz führt durch die optische und akustische Wahrnehmbarkeit des Flugbetriebs zu Belastungen, wobei die „Platzrunde“ zum Teil auch über den Stadtwald Mengeringhausen führt. Prognose über die Entwicklung des Zustands bei Durchführung der Planung In Bezug auf menschliche Ansiedlungen kann es lage-, distanz- und anlagenabhängig durch die Errichtung von Windkraftanlagen zu einer Zunahme optischer und akustischer Unruhe kommen. Schallimmissionen durch Maschinengeräusche (Getriebe, Generatoren- und Lüftungsgeräusche), die Drehbewegung der Gondel und aerodynamische Geräusche sowie optische Immissionen durch einen kurzfristigen und tagesverlaufsabhängigen Schattenwurf können dabei zu Belästigungswirkungen führen. Für die Bewertung dieser Auswirkungen ist neben der jeweiligen örtlichen Empfindlichkeit auch die relative Lage zu umliegenden Siedlungsanlagen von Bedeutung. Um Beeinträchtigungen der Belange des Siedlungswesens zu minimieren, werden im Zuge des Genehmigungsverfahrens die besonderen Abstandsflächen zu Siedlungsgebieten, aber auch zu Wohngebäuden im Außenbereich berücksichtigt. Die hier angewandten Schutzabstände zu Siedlungen liegen über der derzeit angewandten Praxis. Weiterhin berücksichtigt die Planung der Anlagenstandorte die gesetzlichen Grenzwerte der „Technischen Anleitung zum Schutz gegen Lärm“ (TA Lärm). Erhebliche Beeinträchtigungen hinsichtlich der Anforderungen an gesunde Wohn- und Arbeitsplatzverhältnisse können somit im Vorfeld vermieden werden. PNL – Planungsgruppe für Natur und Landschaft, Raiffeisenstr. 5, 35410 Hungen, Tel.: 06402/512540 Seite 11

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