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19. FNP-Änd., Stadt

19. FNP-Änd., Stadt Bad Arolsen, STT Mengeringhausen Umweltbericht Während der Bauphase der geplanten Windenergieanlagen kommt es durch Schallimmissionen (Bauarbeiten, LKW-Verkehr) zu zusätzlichen Beeinträchtigungen. Diese Beeinträchtigungen sind jedoch nur temporärer Art und werden als nicht erheblich angesehen. Durch einen gezielten Bauzeitenplan, der die Abläufe der einzelnen Bauphasen regelt, wird für einen reibungslosen Ablauf und damit für eine möglichst kurze Bauphase gesorgt. Schutzgut Pflanzen und Tiere Im Vordergrund steht hier der Schutz der Lebensräume und –bedingungen für die Tier- und Pflanzenarten und ihrer Lebensgemeinschaften. Hierbei sind vor allem Lebensräume zu betrachten, die besondere Funktionen für Tiere und Pflanzen sowie ihre Ausbreitung erfüllen. Standortbeschreibung und Bewertung des derzeitigen Zustands Die für die Ausweisung als Sonderbaufläche „Windenergie“ vorgesehenen Flächen sind durch eine fast geschlossene Bewaldung geprägt. Offene Flächen finden sich lediglich in Form von Lichtungen mit Schlagfluren und Waldwiesen. Im Südosten des Geltungsbereiches setzen sich die Waldflächen fast ausschließlich aus monostrukturierten Nadelholzbeständen zusammen. Aber auch im Nordwesten des Plangebietes befinden sich Bereiche mit einem hohen Nadelholzanteil. Daneben bestehen Laubwald- und Laubmischwaldbestände mit überwiegend hohem Altholzanteil, bei denen es sich vor allem um Buchen(misch-)wälder handelt. Im Nordosten wird das Plangebiet von einem der Quellbäche des Glockenbrunnens geprägt. Es ist vorgesehen, die Standorte der Windenergieanlagen im Bereich von Nadelgehölzen zu konzentrieren. Für eine Einschätzung der von dem Vorhaben betroffenen Biotoptypen erfolgte eine Auswertung der Karte „Biotop- und Nutzungstypen“ aus dem Landschaftsplan der Stadt Bad Arolsen (BÜRO ASP GMBH 2004), der Forstwirtschaftskarte aus dem Jahr 2009 (HESS. FORSTAMT DIEMELSTADT) und dem Forsteinrichtungswerk für den Stadtwald Bad Arolsen (Stichtag 01.01.2006). Zudem fand im Juni 2010 eine erste Begehung durch die wpd onshore GmbH & Co. KG statt, die im Oktober 2011 und im Juni 2012 durch eigene Bestandserhebungen (Realnutzung und Biotoptypen) ergänzt wurde. Hierbei kam der Schlüssel der Standard-Nutzungstypen der Hessischen Kompensationsverordnung (KV) zur Anwendung, wobei bei den Waldbiotoptypen eine weitere Differenzierung vorgenommen wurde. Die Windenergieanlagen werden voraussichtlich fast vollständig in den naturfernen Forsten des Geltungsbereichs stehen. Der Begriff „Forst“ wird für Bestände verwendet, bei denen nichtbodenständige bzw. nichteinheimische Gehölze mehr als ein Drittel des Baumanteils ausmachen oder Monokulturen an die Stelle von Mischwäldern getreten sind. (RIECKEN et al. 1994). In der Forstwirtschaftskarte werden die für die Standortplanung relevanten Flächen überwiegend spezifiziert als Fichten-, Tannenjungbestand (1-40 Jahre) und als Fichten-, Tannenbestand (41-80 Jahre). In untergeordneten Teilen handelt es sich um Fichten-, Tannenaltbestand (über 80 Jahre) sowie um Laubwaldbereich mit Nadelholzanteilen. Der Landschaftsplan der Stadt Bad Arolsen beschreibt diesen als bodensauren Buchenwald frischer Standorte auf Buntsandstein mit einer Dominanz der Rot-Buche (Fagus sylvatica). Diese Bestände entsprechen der potenziellen natürlichen Vegetation und sind somit als standortgerecht anzusprechen. Darüber hinaus werden auch die notwendigen Zuwegungen zum Teil durch Buchenbestände geführt. Bei der Bestandserhebung wurden an mehreren Standorten ehemalige Windwurfflächen identifiziert. Zum Zeitpunkt der Kartierung im Oktober 2011 waren die ehemaligen Windwurfflächen bereits wieder aufgeforstet, überwiegend mit Buchen, deren Kronen meist noch nicht PNL – Planungsgruppe für Natur und Landschaft, Raiffeisenstr. 5, 35410 Hungen, Tel.: 06402/512540 Seite 14

19. FNP-Änd., Stadt Bad Arolsen, STT Mengeringhausen Umweltbericht geschlossen sind. Wiederum andere Bereiche sind mit Buchen-Stangenholz bestanden, welches an einem Standort in einer locker-lückigen oberen Baumschicht von alten Buchen überdacht wird. Die Aufforstungen sind aufgrund ihrer einheitlichen Altersstruktur und ihres relativ geringen Alters strukturarm und übernehmen daher auch noch keine hinreichende Lebensraumfunktion für waldbewohnende Tierarten. Abbildung 1: Karte mit Darstellung der Hauptbaumart gem. Forstwirtschaftskarte Zur Verifizierung bereits erfolgter Kartierungen der Avifauna in den Jahren 2009 bis 2011 (SCHMAL + RATZBOR 2010a; MEISE 2010a; WIMBAUER & SOMMERHAGE 2011) wurden eigene avifaunistische Erhebungen des Herbstzuges im Umfeld des geplanten Windparks durchgeführt (PNL 2012a). Zur Erfassung des Vogelaufkommens erfolgten Zug- und Rastvogelkartierungen sowie ergänzend eine spezielle Erfassung des Kranichzuges nach den methodischen Empfehlungen der Vogelschutzwarte für Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland (VSW 2010) bzw. den aktuell gängigen Standards. Die Zugvogelkartierungen und flächendeckende Rastvogelzählungen wurden an zwei Beobachtungspunkten an insgesamt 18 Terminen durchgeführt. Die Erfassung des Kranichzuges erfolgte an insgesamt sieben Terminen an Massenzugtagen. Während der Zugvogelzählungen im Herbst 2011 wurden 43.932 Individuen von insgesamt 45 Arten registriert. Im Vergleich mit anderen Zugvogelzählungen in Mittel- und Süddeutschland ist die Artenanzahl als durchschnittlich anzusehen. Bei den beobachteten Arten handelt es sich um typische und häufige Arten der Kulturlandschaft, die regelmäßig in größeren Trupps auftreten. Neun der beobachteten Arten sind aufgrund hohen Kollisionsrisikos bzw. aufgrund ausgeprägten Meideverhaltens gegenüber Windkraftanlagen als „windkraftempfind- PNL – Planungsgruppe für Natur und Landschaft, Raiffeisenstr. 5, 35410 Hungen, Tel.: 06402/512540 Seite 15

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