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19. FNP-Änd., Stadt

19. FNP-Änd., Stadt Bad Arolsen, STT Mengeringhausen Umweltbericht flächen. Da alle im Untersuchungsgebiet nachgewiesenen Fledermausarten als Bewohner von Baumhöhlen bekannt sind, sind die im Stadtwald Mengeringhausen vorkommenden alten Laubwaldflächen (> 120 Jahre) von hoher Bedeutung als Quartiergebiet und/oder als Nahrungsraum. Eine detaillierte Erläuterung zu Methodik, Ergebnissen und Bewertung ist dem Fledermauskundlichen Fachgutachten zu entnehmen (ITN 2011). Prognose über die Entwicklung des Zustands bei Durchführung der Planung Im Allgemeinen haben reine Nadelwaldbestände aufgrund ihrer Biotopausstattung gegenüber Laubwäldern eine geringere Bedeutung als Lebensraum für Pflanzen und Tiere. Durch die Wahl der Standorte und damit die Errichtung der Windenergieanlagen vorwiegend in monostrukturierten Fichtenbeständen werden somit überwiegend geringwertige Biotopstrukturen in Anspruch genommen. Sofern ein Standort in einem Buchenwaldbestand geplant ist, soll die Konfiguration der Windkraftanlage so erfolgen, dass der Standort möglichst innerhalb einer bestehenden Lichtung bzw. innerhalb einer Aufforstungsfläche oder einem Jungbestand liegt. Dadurch wird der Eingriff in den Baumbestand minimiert. Die artenreichen Kerbtäler samt ihren Hangbereichen werden freigehalten. Durch das geplante Vorhaben werden punktuelle Eingriffe stattfinden, welche nicht zu einer Zerschneidung des Waldgebietes führen. Die einzelnen Windenergieanlagen stellen nur punktuelle, sehr kleinflächige Hindernisse dar, die für keine Tiergruppe als unüberwindbar anzusehen sind. Insgesamt werden für die Verwirklichung des Vorhabens weniger als 1 % des gesamten Stadtwaldes in Anspruch genommen. Für eine erste Einschätzung der dauerhaften Flächenbeanspruchung können Werte aus vergleichbaren Windparks in Waldgebieten herangezogen werden. Demnach kann grob mit einer dauerhaften Flächeninanspruchnahme von ca. 0,5 ha pro Windenergieanlage gerechnet werden. Hinzu kommen die Flächen, die während des Aufbaus und des Transportes der Anlagen temporär in Anspruch genommen werden. Der Eingriff wird minimiert, indem für den Aufbau der Anlagen weitgehend die im Wald vorhandene Wegeinfrastruktur genutzt wird. Im Einzelfall ist diese jedoch, vor allem in den Kurvenbereichen, zu verbreitern. Nach der derzeit gültigen Forsteinrichtung (FE) werden im Sinne einer nachhaltigen Forstwirtschaft jährlich 6.383 Erntefestmeter (Efm) Holz pro Jahr genutzt. Durch das geplante Vorhaben ergibt sich eine geschätzte Holzentnahmemenge von ca. 50 % eines Jahreseinschlags. In dem Jahr, in dem der Eingriff erfolgt, werden dann im Rahmen einer regulären Bewirtschaftung nur 50 % der FE-Mengen eingeschlagen, so dass der Standardjahresholzeinschlag auch im Jahr der Errichtung der Windkraftanlagen nicht überschritten wird. Die Rodungsarbeiten sind dazu mit der zuständigen Revierleitung forstwirtschaftlich abzustimmen. Da die genaue Flächen-Inanspruchnahme noch nicht bekannt ist, kann im Rahmen der Flächennutzungsplan-Änderung noch keine konkrete Flächenbilanz zur Höhe des Eingriffs bzw. des Waldverlustes erfolgen. Die Eingriffs- /Ausgleichsthematik wird im Landschaftspflegerischen Begleitplan zum Genehmigungsverfahren gem. BImSchG abschließend abgehandelt. Eine Kompensation erfolgt im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben. Nach geltendem Forstrecht ist der Gehölzverlust durch eine Neuanpflanzung von Wald an anderer Stelle in gleicher Größenordnung auszugleichen. Durch eine naturnahe und standortgerechte Aufforstung (evtl. auch als naturschutzrechtliche Ausgleichsmaßnahme) könnte sich auf Dauer ein vielfältigerer Waldstandort entwickeln als der, der zum Teil an den beplanten Standorten vorgefunden wurde. PNL – Planungsgruppe für Natur und Landschaft, Raiffeisenstr. 5, 35410 Hungen, Tel.: 06402/512540 Seite 24

19. FNP-Änd., Stadt Bad Arolsen, STT Mengeringhausen Umweltbericht Die künftig versiegelten oder teilversiegelten Flächen verlieren dauerhaft und weitgehend ihre Bedeutung als Lebensräume für Pflanzen und Tiere. Anlagebedingter Flächenentzug entsteht durch die benötigten Stellflächen, aber auch durch die Betriebsflächen und Zuwegungen, die während der gesamten Betriebszeit des Windparks erhalten bleiben. Neben dem dauerhaften anlagebedingten Verlust der ursprünglichen Biotoptypen kommt es im Bereich der vorübergehend in Anspruch genommenen Bauflächen ebenfalls zu einem Vegetationsverlust. U.a. sind Rodungen nötig, damit die für den Aufbau der Anlagen benötigten Kräne angefahren und aufgestellt werden können. Nach Beendigung der Bauarbeiten können auf den baubedingt in Anspruch genommenen Flächen die ursprünglichen Biotoptypen jedoch wiederhergestellt werden, so dass der Vegetationsverlust dort nur temporärer Art ist. Allerdings wird es weiterhin Flächen geben, die aus Wartungsgründen baumfrei zu halten sind, was für viele Arten mit einem Verlust an Habitaten verbunden sein kann. Beeinträchtigungen von angrenzenden Biotoptypen und Pflanzenbeständen, die sich aufgrund der Gehölzrodungen durch Veränderungen im Mikroklima und in der Belichtungssituation ergeben könnten, sind aufgrund des relativ geringen Umfangs der je Standort zu rodenden Fläche als vernachlässigbar anzusehen. Zudem ist durch den sich aus der Anlagenhöhe und dem Rotordurchmesser ergebenden Abstand zu den Baumkronen eine Beeinträchtigung der angrenzenden Waldbestände nicht zu erwarten. Die Einhaltung der Waldfunktionen ist ebenso gewährleistet wie die wirtschaftliche Nutzbarkeit. Die Inanspruchnahme wertvoller Waldbiotope ist auf Ebene der konkreten Standortfindung zu vermeiden. Eine Rückbaubürgschaft sichert die Wiederherstellung des Zustandes nach dem Ablauf der Laufzeit der Windenergieanlagen. Die Fundamente werden dann wieder vollständig entfernt und der Waldboden entsiegelt. Für störungsempfindliche Arten der Avi- und Fledermausfauna können durch Windkraftanlagen Lebensräume und Nahrungshabitate verloren gehen. Wesentliche Auswirkungen bestehen dabei bei einem direktem Verlust von Habitatflächen, wie z. B. Höhlen- oder Quartierbäumen, Entwicklungs- und Aufzuchtstätten sowie Nahrungsräume. Da sich diese Tierartengruppen in der Höhe der Rotoren bewegen, ist für sie insbesondere auch die Scheuch- oder Schlagwirkung sowie die Barrierewirkung einer Windenergieanlage relevant. Weitere störende Beeinträchtigungen sind durch die Bewegungsunruhe des Rotors, den Bau und spätere Wartungsarbeiten zu erwarten. Der Verkehr der Baustellenfahrzeuge verursacht visuelle, akustische und olfaktorische Beeinträchtigungen, wodurch es insbesondere bei störungsempfindlichen Brutvogelarten zu negativen Auswirkungen kommen kann. Um Beeinträchtigungen während der Bauphase zu minimieren, werden die einzelnen Bauphasen über einen Bauzeitenplan geregelt, damit durch einen reibungslosen Ablauf die Bauphase möglichst kurz gehalten wird. Auch die vorgesehene einfache Bauweise der angestrebten Erschließung (Schotterweg) führt zu einer verkürzten Bauphase, wodurch die Fauna baubedingt nur geringfügig beeinträchtigt wird. Da die Bauarbeiten voraussichtlich nur am Tag stattfinden, können Störungen durch baubedingte Lichtemissionen weitgehend ausgeschlossen werden. Betriebsbedingte Beeinträchtigungen werden durch eine entsprechende Tag- und Nachtkennzeichnung der Anlagen nach dem neuesten Stand der Technik vermieden. Damit wird das allgemeine Kollisionsrisiko von Tieren mit den Rotoren minimiert. Zudem soll die überwiegende Anlagenüberwachung per Datenfernabfrage erfolgen, so dass die Störungen durch Wartungsfahrzeuge als unerheblich einzuschätzen sind. Die Waldwege werden ohnehin für Forstfahrzeuge genutzt. PNL – Planungsgruppe für Natur und Landschaft, Raiffeisenstr. 5, 35410 Hungen, Tel.: 06402/512540 Seite 25

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