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2 MB - Bad Arolsen

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19. FNP-Änd., Stadt

19. FNP-Änd., Stadt Bad Arolsen, STT Mengeringhausen Umweltbericht messen ab der Linie des Mittelwasserstandes bzw. bei Gewässern mit einer ausgeprägten Böschungsoberkante ab dieser. Die Errichtung oder Erweiterung einer baulichen Anlage ist in Gewässerrandstreifen nur in Ausnahmefällen zulässig. Die Anlagenstandorte sind deshalb so zu wählen, dass die Uferbereiche von Bebauung freigehalten werden. Dadurch ist gewährleistet, dass es zu keiner Beeinträchtigung von oberirdischen Gewässern kommt. Schutzgut Klima und Luft Das Schutzgut Klima und Luft umfasst im Wesentlichen die Leistungen des Naturhaushaltes hinsichtlich der Luftreinhaltung, der Frischluftregeneration und des Klimaausgleichs. Standortbeschreibung und Bewertung des derzeitigen Zustands Nach dem hessischen Klimaatlas gehört Mengeringhausen zum Klimaraum „Westliches Mitteldeutschland“. Die Gemeinde liegt auf der Grenze zwischen den Klimabezirken „Weser- Bergland“ und „Nordhessisches Bergland“. Ostwaldeck und so auch Mengeringhausen liegen geschützt im Regenschatten des als Barriere wirkenden Rheinischen Schiefergebirges, so dass das Klima durch geringe Jahresniederschläge geprägt ist und eine meist schwach subkontinentale Klimatönung aufweist. Nach den Klimadaten der Klimastation Mengeringhausen liegt die Jahresmitteltemperatur bei ca. 7,6 °C. Die mittlere Niederschlagshöhe beträgt ca. 670 mm im Jahr. Das Niederschlagsmaximum liegt in den Monaten Juli und August. Die auftretenden Winde stammen zu etwa einem Drittel aus südwestlicher Richtung. Nordwinde haben einen Anteil von ca. 15-20 % und ca. 10 % der Winde kommen aus westlicher Richtung. Nach der Wuchsklimakarte von Hessen liegt das Plangebiet im Bereich der Wärmestufen 5 – 6 und wird damit als kühl bis ziemlich kühl eingestuft. Seit dem Jahr 1996 ist Bad Arolsen als Hessisches Heilbad anerkannt. Nach der Bioklimakarte Nordhessen aus dem Jahr 1998 zeichnen sich die großen Waldflächen von Bad Arolsen durch ein tendenzielles Schonklima mit gelegentlichen Kältereizen aus. Die Offenlandbereiche weisen dagegen ein ausgeprägtes Schonklima auf. Kleinräumig wird das Regionalklima durch die topographischen Gegebenheiten und die Flächennutzungen beeinflusst. Hinsichtlich der klimatischen Funktion wird dabei zwischen Kaltluft- und Frischluftentstehungsgebieten unterschieden. Dem hauptsächlich von Wald bedeckten Plangebiet kann insbesondere eine Funktion für die Frischluftentstehung zugeordnet werden. Das Filtern und Auskämmen von Schadstoffen und Staub wirkt sich dabei insbesondere auf die lufthygienische Belastung der Ortslage von Mengeringhausen sehr günstig aus. Die Fischluftzufuhr erfolgt über das Glockenbrunnental und seine Seitentäler in Richtung der Ortslage. Da sich der Ortskern von Mengeringhausen durch eine dichte Bebauung und geringe Durchgrünung auszeichnet und somit potenziell Tendenzen der Überwärmung aufweist, kommt der Frischluftzufuhr eine besondere Bedeutung zu. Prognose über die Entwicklung des Zustands bei Durchführung der Planung Der Betrieb von Windenergieanlagen führt zu keinen Luftverunreinigungen. Vielmehr trägt die Energiegewinnung aus Windkraft grundsätzlich zur globalen Klimaverbesserung bei, da die Nutzung der regenerativen Energie einen wichtigen Beitrag zur Kohlendioxid (CO2)- Minderung leistet. Während der Bauphase kann es jedoch durch Baustellenverkehr zu einer geringfügigen Erhöhung von Immissionen kommen. Diese Beeinträchtigung wird jedoch aufgrund ihrer kurzen Dauer als nicht erheblich bewertet, zumal durch einen gezielten Bauzeitenplan, der die PNL – Planungsgruppe für Natur und Landschaft, Raiffeisenstr. 5, 35410 Hungen, Tel.: 06402/512540 Seite 38

19. FNP-Änd., Stadt Bad Arolsen, STT Mengeringhausen Umweltbericht Abläufe der einzelnen Bauphasen regelt, für eine möglichst kurze Bauphase gesorgt werden soll. Die baubedingten Emissionen sind somit als vernachlässigbar zu betrachten. Die geplanten Anlagenstandorte befinden sich in Waldflächen, die im Umfeld auch nach der Realisierung der Windenergieanlagen als Fischluftproduktionsflächen fungieren. Durch die notwendigen Baumfällungen ergeben sich allenfalls kleinräumige Klimaänderungen, die die Entstehung von Frischluft nur unwesentlich verändern. Da der Verlust an Frischluftentstehungsflächen durch Rodung von Gehölzen nur einen relativ geringen Flächenumfang umfasst, sind potenzielle Auswirkungen auf das Schutzgut Klima durch die Flächeninanspruchnahme bzw. die Veränderung von Flächen mit lufthygienischer und klimatischer Ausgleichsfunktion als vernachlässigbar anzusehen. Auch eine Beeinträchtigung der Durchlüftungssituation von Mengeringhausen ist durch die Realisierung von Windenergieanlagen nicht zu erwarten. Das Glockenbrunnental liegt außerhalb des Geltungsbereichs der Flächennutzungsplan-Änderung und wird somit weiterhin für die Frischluftzufuhr freigehalten. Zu einer Vollversiegelung und damit zu einem vollständigen Verlust der klimatischen Funktionen kommt es lediglich im Bereich der Anlagensockel. Außerhalb der Türme werden die Fundamente mit Erde überdeckt. Durch die relativ kleinflächigen Versiegelungen sind keine erheblichen Veränderungen der klimatischen Situation zu erwarten. Landschaftsbild Das Landschaftsbild ist die äußere, sinnlich wahrnehmbare Wesenserscheinung, die Gestalt von Natur und Landschaft. Bei deren Bewertung werden nicht nur objektive, messbare Sachverhalte wie das Vorhandensein von Vegetation und Wasser beschrieben, sondern auch subjektive Elemente haben dabei eine wichtige Bedeutung, da das Landschaftsbild vom jeweiligen Betrachter und seinen subjektiven Bedürfnissen wahrgenommen und bewertet wird. Die Bewertung von Außenweltphänomenen als schön oder hässlich stellt eine sehr sensible Beurteilung komplexer Sachverhalte dar, in der die Vielfalt, Eigenart und Schönheit einer Landschaft, wie sie in § 1 des BNatSchG in besonderem Maße unter Schutz gestellt sind, zusammenfassend bewertet werden. Standortbeschreibung und Bewertung des derzeitigen Zustands Das Plangebiet liegt westlich des Stadtteils Mengeringhausen innerhalb des Stadtwaldes in Höhenlagen zwischen ca. 320 und 395 m ü NN. Bad Arolsen liegt ca. 4 - 5 km nordöstlich des Plangebietes. Die Flächen des Geltungsbereiches liegen im Naturraum „Waldecker Wald“, der Bestandteil der naturräumlichen Haupteinheit „Waldecker Tafel“ ist. Innerhalb der Naturraumeinheit wird das Plangebiet der Untereinheit „Twister Hügelland“ zugeordnet. Der Naturraum „Waldecker Wald“ ist eine fast geschlossen bewaldete Buntsandsteinfläche am Nordrand des nordhessischen Mittelgebirgsraumes. Die von Westen nach Osten abfallend gestufte und z.T. hügelige Buntsandsteinhochfläche ist in lange, von Südsüdosten nach Nordnordwesten verlaufende Rücken gegliedert. Diese sind asymmetrisch aufgebaut mit steiler geböschten Stufen auf der West- und sanfteren Abdachungsflächen auf der Ost-Seite. Die Landschaft ist von zahlreichen Gewässern durchzogen und überwiegend bewaldet. Vor allem in den zentralen Bereichen kommen aber auch ausgedehntere landwirtschaftliche Flächen vor. Weiträumig gesehen sind die mit Wäldern bewachsenen Hügel und die landwirtschaftlich genutzten Ebenen und Flusstäler die das Landschaftsbild dominierenden Strukturen. Das Plangebiet selbst, das sich über einen Höhenrücken erstreckt, ist ebenfalls durch eine fast geschlossene Bewaldung geprägt. Kleinere Offenlandflächen finden sich im Stadtwald PNL – Planungsgruppe für Natur und Landschaft, Raiffeisenstr. 5, 35410 Hungen, Tel.: 06402/512540 Seite 39

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