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2 MB - Bad Arolsen

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19. FNP-Änd., Stadt

19. FNP-Änd., Stadt Bad Arolsen, STT Mengeringhausen Umweltbericht chen Wertung der Wirkungen von Windenergieanlagen nicht unberücksichtigt bleiben, dass der Gesetzgeber sie im Außenbereich grundsätzlich privilegiert hat, d. h. vorbehaltlich einer planerischen Steuerung durch Raumordnungspläne und gemeindliche Flächennutzungspläne, so dass die Anlagen als solche nach den gesetzgeberischen Vorgaben im Außenbereich nicht als Fremdkörper, sondern von ihrem Erscheinungsbild her vielmehr eher als außenbereichstypisch und nicht wesensfremd zu werten sind. Weiterhin wird das Landschaftsbild auf Grundlage der aktuellen technischen Planung in der Landschaftspflegerischen Begleitplanung im Zuge des Genehmigungsverfahrens nach BImSchG betrachtet und analysiert. Dabei werden in der Regel bei Windenergieanlagen die Auswirkungen auf das Landschaftsbild in einem 10 km-Radius um die geplanten Anlagenstandorte untersucht. Umweltrelevante Wirkungen sind in einem größeren Abstand regelmäßig nicht mehr wahrnehmbar oder vernachlässigbar gering. Zu berücksichtigen sind auch die für den Betrachter bestehenden Vorbelastungen. So kann durch die bereits vorhandenen Anlagen der umliegenden Windparks und die markanten Freileitungstrassen bereits von einer Veränderung der Eigenart des Raumes ausgegangen werden. Im weiteren Umfeld wird der ästhetische Eigenwert des betrachteten Raumes besonders in der Nähe der größeren Orte durch nicht landschaftsgerecht errichtete Bauwerke und schwindende Strukturelemente in der Agrarlandschaft gemindert. Jedoch spielen die vorhandenen Vorbelastungen angesichts der geplanten Anlagenhöhe nur eine untergeordnete Rolle. Die matten Oberflächen und die langsam drehende Bauart der geplanten Anlagen tragen zu einer Minimierung des Eingriffs bei. Zudem sollen die Anlagen bevorzugt im Bereich von monostrukturierten Fichtenforsten errichtet werden. Die strukturreichen Kerbtäler einschließlich ihres Hangbereiches werden dagegen freigehalten. Kultur- und Sachgüter Kulturgüter im Sinne der Umweltgesetzgebung können definiert werden als Zeugnisse menschlichen Handelns ideeller, geistiger und materieller Art, die als solche für die Geschichte des Menschen bedeutsam sind und die sich als Sachen, als Raumdispositionen oder als Orte in der Kulturlandschaft beschreiben und lokalisieren lassen. Der Begriff Kulturgut umfasst damit sowohl Einzelobjekte oder Mehrheiten von Objekten, einschließlich ihres notwendigen Umgebungsbezuges, als auch flächenhafte Ausprägungen sowie räumliche Beziehungen bis hin zu kulturhistorisch bedeutsamen Landschaftsteilen und Landschaften. Hinzuzurechnen sind auch noch Güter, die die prähistorische Entwicklung dokumentieren (archäologische Funde, Bodendenkmäler etc.). Standortbeschreibung und Bewertung des derzeitigen Zustands Laut Aussage des Hessischen Landesamtes für Denkmalpflege Marburg sind im Untersuchungsgebiet folgende Bodendenkmäler vorhanden: a) Vorgeschichtliches Hügelgrab im Waldort „Kohlbusch“. – Lage: Rund 1,7 km sw der Stadtmitte von Mengeringhausen und etwa 250 m w der Mengeringhäuser Warte im Waldort „Kohlbusch“ (Hess. Forstamt Diemelstadt, Stadtwald Bad Arolsen Abt. 519 „Kohlbusch“) dicht ö eines n-s-verlaufenden Waldwegs (4619: 97 970/91 280; H. ü. NN: etwa 375 m). b) Vorgeschichtliches Hügelgrab im Waldort „Luley’s Tannen, Ortssiepen“. – Lage: Rund 2,6 km wsw der Stadtmitte von Mengeringhausen im Waldort „Luley’s Tannen, Ortssiepen“ PNL – Planungsgruppe für Natur und Landschaft, Raiffeisenstr. 5, 35410 Hungen, Tel.: 06402/512540 Seite 42

19. FNP-Änd., Stadt Bad Arolsen, STT Mengeringhausen Umweltbericht (Hess. Forstamt Diemelstadt, Stadtwald Bad Arolsen Abt. 523 „Luley’s Tannen, Ortssiepen“) (4619: 96 820/91 440; H. ü. NN: etwa 391 m). c) Vorgeschichtliches Hügelgrab im Waldort „Mühlhäuser Pfad“. – Lage: Rund 2,1 km wsw der Stadtmitte von Mengeringhausen im Waldort „Mühlhäuser Pfad“ (Hess. Forstamt Diemelstadt, Stadtwald Bad Arolsen Abt. 522 „Mühlhäuser Pfad“) (4619: 97 300/91 640; H. ü. NN: etwa 370 m). Darüber hinaus wurde 1936 ein weiteres mögliches Bodendenkmal beschrieben, und zwar: d) Mögliche mittelalterliche oder neuzeitliche Wüstung im Waldort „Mühlhäuser Pfad“. – Lage: Rund 2,5 km sw der Stadtmitte von Mengeringhausen im Waldort „Mühlhäuser Pfad“ (Hess. Forstamt Diemelstadt, Stadtwald Bad Arolsen Abt. 522 „Mühlhäuser Pfad“) dicht an der Gemeinde- und Gemarkungsgrenze unmittelbar nö eines TP (H. 390,8) (4619: etwa 97 000/91 300; H. ü. NN: 391 m). Wegen des Vorhandenseins der o.g. Bodendenkmäler können im Plangebiet weitere, bislang unbekannte Bodendenkmäler liegen. Baudenkmale oder planungsrelevante Sachgüter sind innerhalb des Geltungsbereiches nicht vorhanden. Der historische Ortskern von Mengeringhausen, der sich nördlich des Baches „Glockenbrunnen“ befindet, liegt ca. 2 - 3 km vom Plangebiet entfernt. Dort befinden sich zahlreiche denkmalgeschützte Gebäude, Reste der historischen Stadtbefestigung sowie eine ehemalige Wasserburg. Die barocke Altstadt von Bad Arolsen liegt in einer Entfernung von ca. 4 - 5 km nordöstlich des Geltungsbereiches. Prognose über die Entwicklung des Zustands bei Durchführung der Planung Aufgrund der Vorkenntnisse ist evtl. mit weiteren archäologischen Bodenfunden zu rechnen. An dieser Stelle wird deshalb ausdrücklich auf die Meldepflicht archäologischer Bodenfunde hingeweisen (§ 20 HDSchG). Zusätzlich ist die Realisierung der geplanten Windkraftanlagen nach einer Stellungnahme des Hessischen Landesamtes für Denkmalpflege Marburg an folgende denkmalschutzrechtliche Auflagen gebunden: Im Vorgriff zur Umsetzung ist von einem archäologischen Fachgutachter an allen vorgesehenen Standorten von Windkraftanlagen und in einer umgebenden Schutzzone von 50 m Breite eine Prospektion des Geländes nach Bodendenkmalen durchzuführen. Sofern der Denkmalcharakter eines Befundes nicht klar ersichtlich ist, ist eine archäologische Voruntersuchung durch Schnittsondage durchzuführen. Sofern sich bestätigt, dass Bodendenkmäler innerhalb der untersuchten Flächen liegen, ist zum Schutz des Bodendenkmals eine Verschiebung des Standorts aus dem Einflussbereich des Bodendenkmals erforderlich. Sollte diese Verschiebung nicht möglich sein, ist eine Sicherung und Dokumentation des Bodendenkmals durch eine vollständige Ausgrabung nach wissenschaftlichem Standard erforderlich. Bei Beachtung dieser denkmalschutzrechtlichen Bestimmungen im Zuge des Genehmigungsverfahrens gem. BImSchG und bei Einhaltung der gesetzlichen Meldefrist im Falle unerwartet freigelegter archäologischer Funde, kann davon ausgegangen werden, dass es zu keiner direkten Beeinträchtigung von Kultur- und sonstigen Sachgütern kommt. Durch die Errichtung von Windkraftanlagen kann sich vor allem aufgrund ihrer Höhe und des technischen Charakters jedoch grundsätzlich auch eine Veränderung des Erscheinungsbildes denkmalgeschützter Objekte ergeben. Um Sichtbezüge zur umgebenden Kulturlandschaft sowie zum historischen Ortskern von Mengeringhausen darzustellen, wurde im Jahr PNL – Planungsgruppe für Natur und Landschaft, Raiffeisenstr. 5, 35410 Hungen, Tel.: 06402/512540 Seite 43

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