Aufrufe
vor 5 Jahren

2 MB - Bad Arolsen

2 MB - Bad Arolsen

19. FNP-Änd., Stadt

19. FNP-Änd., Stadt Bad Arolsen, STT Mengeringhausen Umweltbericht 2011 von der WPD ONSHORE GMBH & CO. KG eine Visualisierung erstellt. In Absprache mit dem Landesamt für Denkmalpflege wurde diese Visualisierung im Jahr 2012 überarbeitet und ergänzt. Es wurden weitere Fotopunkte aufgenommen, die die Sichtbeziehung vor allem der historischen Altstadt / Ortskerne von Bad Arolsen, Mengeringhausen und Twiste verdeutlichen sollen (WPD ONSHORE 2012). Die Visualisierung zeigt, dass sich vom historischen Ortskern Bad Arolsen keine Sichtbeziehungen zum Windpark ergeben. Am westlichen bzw. südwestlichen Stadtrand sind Windkraftanlagen am Horizont sichtbar, treten jedoch aufgrund der großen Entfernung in den Hintergrund. Der historische Ortskern von Mengeringhausen liegt insgesamt in einer Tallage. Von außen betrachtet sticht daher zumeist nur der Kirchturm optisch heraus und verbindet sich je nach Betrachtungspunkt optisch mit den Windkraftanlagen am Horizont. Nur bei einer Annäherung über die kleineren Straßen „Am Viadukt“ und „Philosophenweg“ von Osten her treten zeitweilig zum Kirchturm wenige Fachwerkhäuser mit in eine Sichtbeziehung zum geplanten Windpark. Bei einer weiteren Annäherung an die Altstadt werden die Windkraftanlagen dann von direkt vor dem Betrachter aufragenden Fachwerkhäusern verdeckt. Aus der Altstadt heraus sind die Windkraftanlagen aus fast allen Lagen komplett nicht sichtbar. Ein Blick in die Nord- Süd-Achse der Straßen wendet sich nicht in Richtung des Windparks. Ein Blick in die Ost- West-Achse der Straßen gibt in einem Fall (vom Schützenplatz aus) den oberen Teil eines Rotorblattes frei. Ansonsten werden auch hier Sichtbeziehungen durch Altstadthäuser verdeckt. Häuserbedingt sind deshalb vom Altstadtkern Mengeringhausen aus so gut wie keine Sichtbeziehungen auf die Anlagen möglich. Direkt am nördlichen Ortsrand von Twiste erhebt sich der Burghardsberg (335 m ü. NN), der sich etwa 90 m über dem tiefsten Punkt in Twiste (244 m ü. NN) befindet. Die alte Ortslage von Twiste liegt im nördlichen Ortsteil. Sichtbeziehungen von historischen Gebäuden auf den geplanten Windpark werden entweder durch andere Gebäude oder vor allem durch den sich steiler erhebenden Burghardsberg verwehrt. Je weiter sich ein Betrachter südlich aus dem Ort heraus entfernt, desto eher werden einzelne Windkraftanlagenteile sichtbar. Der historische Ortskern selbst ist bis auf die Kirche von Süden her durch Gebäude oder Bäume verdeckt. Zusammenfassend lässt sich anhand der Visualisierung feststellen, dass aus den historischen Ortslagen Bad Arolsen, Mengeringhausen und Twiste heraus der geplante Windpark nicht sichtbar ist. Nur in Ausnahmefällen könnte in Mengeringhausen ein Rotorblatt sichtbar werden. Nähert man sich von Osten (Mengeringhausen) oder von Süden (Twiste) den Orten, so sind neben den Kirchtürmen Windkraftanlagen zunächst sichtbar. Sobald man die Ortslagen betritt verschwinden diese jedoch hinter den Häusern des Ortes oder im Falle von Twiste auch hinter der Geländetopographie. Für den Betrachter von historischen Ortsteilen oder Gebäuden ergeben sich daher bei Besichtigungen der Ortslagen keine oder deutlich vernachlässigbare Sichtbeziehungen. Wechselwirkungen Wechselwirkungen definieren das umfassende, strukturelle und funktionale Beziehungsgeflecht zwischen den Schutzgütern und ihren Teilkomponenten. Sie können z. B. struktureller, energetischer oder stofflicher Art sein und sie bestehen letztlich innerhalb und zwischen den Schutzgütern in unterschiedlichen Kombinationen. Die betrachteten Schutzgüter beeinflussen sich gegenseitig in unterschiedlichen Maßen. PNL – Planungsgruppe für Natur und Landschaft, Raiffeisenstr. 5, 35410 Hungen, Tel.: 06402/512540 Seite 44

19. FNP-Änd., Stadt Bad Arolsen, STT Mengeringhausen Umweltbericht Im Plangebiet führt die Überbauung von Boden zwangsläufig zu einem Verlust der Funktionen dieser Böden, wozu auch die Speicherung von Niederschlagswasser zählt. Hierdurch erhöht sich der Oberflächenwasserabfluss, während die Versickerung unterbunden wird. Die Versiegelung des Bodens beeinflusst außerdem die Verdunstungsrate sowie die Frischluftentstehung. Eine Veränderung der Standortfaktoren hat zudem Einfluss auf das Arten- und Biotoppotenzial bzw. die aktuelle Vegetation und Fauna. Bekannte Wechselwirkungen, soweit bestimmbar, wurden in diesem Umweltbericht im Rahmen der schutzgutbezogenen Bestandsbeschreibungen und Prognosen berücksichtigt. Nach derzeitigem Kenntnisstand sind im Plangebiet keine wesentlichen, über die bereits beschriebenen Aspekte hinausgehenden Wechselwirkungen zwischen den Schutzgütern zu erwarten. Eine Verstärkung der Umweltauswirkungen durch sich negativ verstärkende Wechselwirkungen ist mit hoher Wahrscheinlichkeit auszuschließen. Entwicklungsprognose ohne das Vorhaben („Nullvariante“) Bei einer Nichtverwirklichung des Vorhabens wird die derzeitige forstwirtschaftliche Nutzung auch in Zukunft erhalten bleiben. Maßgeblich dafür ist das bestehende Planungsrecht. Der gültige Flächennutzungsplan der Stadt Bad Arolsen weist das Plangebiet als „Fläche für Wald“ aus. Eine Veränderung des Umweltzustands im Plangebiet wäre bei einer Nichtverwirklichung des Vorhabens zunächst kaum zu erwarten. Nach der Forsteinrichtung für den Stadtwald Bad Arolsen (HESS. FORSTAMT DIEMELSTADT, 2006) soll die derzeitige Verteilung zwischen Laubbäumen und Nadelbäumen erhalten bleiben. Die Waldbewirtschaftung soll von mittlerer bis hoher Intensität stattfinden. Die monostrukturierten Nadelholzreinbestände werden somit weiterhin eine untergeordnete Bedeutung als Lebensraum für Tiere und Pflanzen haben. Die ehemaligen Windbruchflächen werden sich allmählich wieder zu Waldflächen entwickeln. Bei Nichtdurchführung der Planung ist ferner davon auszugehen, dass aufgrund der Privilegierung der Windkraftnutzung trotzdem zukünftig im Stadtgebiet von Bad Arolsen einzelne oder mehrere Windkraftanlagen errichtet werden. Die Konzentration von mehreren Anlagen an einer Stelle, wie mit vorliegender Planung angestrebt, zieht dabei eine geringere Beeinträchtigung des Landschaftsbildes nach sich, als eine Verteilung von Windenergieanlagen an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet. 3. Vermeidung, Minimierung und Ausgleich Die Belange des Umweltschutzes sind gem. § 1(6) Nr. 7 BauGB bei der Aufstellung der Bauleitpläne und in der Abwägung nach § 1(7) BauGB zu berücksichtigen. Im Besonderen sind auf der Grundlage der naturschutzrechtlichen Eingriffsregelung gem. § 1a(3) BauGB i. V. m. § 18(1) BNatSchG die Beeinträchtigungen von Natur und Landschaft zu beurteilen und Aussagen zur Vermeidung, Verminderung und zum Ausgleich zu entwickeln. Nicht unbedingt erforderliche Beeinträchtigungen sind zu unterlassen bzw. zu minimieren und entsprechende Wertverluste durch Aufwertung von Teilflächen innerhalb oder außerhalb des Gebietes durch geeignete Maßnahmen auszugleichen. PNL – Planungsgruppe für Natur und Landschaft, Raiffeisenstr. 5, 35410 Hungen, Tel.: 06402/512540 Seite 45

Happy Info August 2013 - 9 MB - Bad Arolsen
Happy Info Winterausgabe 2013 / 2014 - Bad Arolsen
Stadtjournal Ausgabe 2/2013 - Stadt Bad Saulgau
Handbuch (PDF, 35 Seiten, 2 MB) - Amt für Landschaft und Natur
Ausgabe 2/2011 (Dateigröße: 5,99 MB) - Raiffeisenbank Bad ...
Heft 2 (PDF, 4,11 MB) - Speyer
Ornith Ornithologisches Fachgutachten chgutachten - Bad Arolsen
WEA_Mengeringhausen_Zugvogelgutachten - Bad Arolsen
Naturschutzfachliche Stellungnahme des NABU Bad Arolsen zum ...
Flyer der 29. Arolser Barock-Festspiele 2014 - 2 MB - Bad Arolsen
Gruppe Bad Arolsen - NABU Bad Arolsen
Fledermäuse Mengeringhausen Endbericht 29.02.2012 - Bad Arolsen
2. 7. Verschiedenes - Bad Arolsen
Beteiligungsbericht 2010 der Stadt Bad Arolsen
2 NIEDERSCHRIFT über die 6. öffentliche Sitzung ... - Bad Arolsen
Wirtschaftlichkeitsbewertung Strandbad - 4 MB - Bad Arolsen
Ortsbeirat Helsen - Bad Arolsen