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2 MB - Bad Arolsen

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19. FNP-Änd., Stadt

19. FNP-Änd., Stadt Bad Arolsen, STT Mengeringhausen Begründung Der Geltungsbereich der Flächennutzungsplan-Änderung liegt mit Ausnahme der östlich angrenzenden Offenlandbereiche inmitten vorhandener Waldflächen. Nördlich des Geltungsbereiches verläuft das Glockenbrunnental. Der räumliche Geltungsbereich umfasst eine Gesamtgröße von ca. 125 ha und beinhaltet in der Gemarkung Mengeringhausen: Flur 20, Flurstücke 1 (tlw.), 2/1, 2/2 (tlw.), 3, 4, 5 (tlw.), 6 (tlw.), 7 (tlw.), 8 (tlw.), 9, 10 (tlw.), 11 (tlw.); Flur 21, Flurstücke 13/1 (tlw.), 14 (tlw.), 33 (tlw.), 34 (tlw.), 35, 36, 37, 38, 39, 40, 41 (tlw.), 42 (tlw.), 43 (tlw.), 44/1 (tlw.), 44/2, 45, 48, 49 (tlw.), 51 (tlw.), 59/2 (tlw.), 60/52, 61/52. Der Geltungsbereich der Flächennutzungsplan-Änderung beinhaltete ursprünglich zwei Teilflächen. Im Zuge der Planung wurde der Geltungsbereich um das Teilgebiet im Norden reduziert und die Sonderbaufläche „Windenergie“ insgesamt entsprechend verkleinert. Nutzung Das Plangebiet befindet sich westlich des Stadtteils Mengeringhausen und ist durch eine forstliche Nutzung geprägt. Bei dem zusammenhängenden Waldkomplex, der sich entlang der Grenze zur Nachbargemeinde Twistetal erstreckt, handelt es sich entsprechend der Forstwirtschaftskarte für den Stadtwald Bad Arolsen (Stand 01.07.2009) zum Teil um überwiegend Nadelwald aus Fichtenbeständen und zum anderen Teil um überwiegend Laubwald mit Nadelholzanteilen (Hauptbaumart: Buche). Der Geltungsbereich ist Eigentum der Stadt Bad Arolsen. 3. Übergeordnete Planungen Regionalplan Nordhessen Im Regionalplan Nordhessen 2009 ist der Geltungsbereich als „Vorranggebiet für Forstwirtschaft“ dargestellt. Demnach sind diese Flächen dauerhaft zu bewalden und in ihrem Funktionszusammenhang zu erhalten. Einer Windenergienutzung steht die Ausweisung als „Vorranggebiet für Forstwirtschaft“ nicht entgegen. Der Regionalplan Nordhessen positioniert sich deutlich zur Nutzung erneuerbarer Energien. Mit der weiteren Nutzung der Windenergie wird das Ziel der Bundesregierung unterstützt, den Beitrag regenerativer Energieträger zur Elektrizitätserzeugung bis 2020 bundesweit auf 25-30 % zu erhöhen. Im Regionalplan Nordhessen 2009 wurden bereits „Vorranggebiete für Windenergienutzung“ ausgewiesen. Allerdings ist das Ziel 2 des Kap. 5.2.2 des Regionalplans Nordhessen 2009 und die dort ausgewiesenen Vorranggebiete für Windenergienutzung sowie die damit einhergehende Ausschlusswirkung durch das Urteil des Hessischen Verwaltungsgerichtshofs vom 17.03.2011 - Az.: 4C 883/10.N- für unwirksam erklärt worden. Am 11.04.2011 hat die Regionalversammlung die Verwaltung beauftragt, ein neues Windenergiekonzept zu erstellen, welches zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht vorliegt. Landschaftsrahmenplan Nordhessen In der Karte „Zustand und Bewertung“ des Landschaftsrahmenplans Nordhessen 2000 ist das Plangebiet als Raumtyp „Forst, Laubwald vorherrschend“ dargestellt. Die Strukturvielfalt wird mit einer „hohen Vielfalt“ bewertet. Die Entwicklungskarte enthält keine Aussagen zur Entwicklung. PNL – Planungsgruppe für Natur und Landschaft, Raiffeisenstr. 5, 35410 Hungen, Tel.: 06402/512540 Seite 2

19. FNP-Änd., Stadt Bad Arolsen, STT Mengeringhausen Begründung Weiterhin wurden im Landschaftsrahmenplan (LRP) aufgrund der Entwicklungsdynamik bei der Aufstellung/ Planung von Windkraftanlagen von der Darstellung bzw. Aussagen zu Windkraftanlagen und "Windparks" Abstand genommen. Hierbei wird im LRP jedoch darauf hingewiesen, dass von Windkraftanlagen z. T. erhebliche Beeinträchtigungen ausgehen können. Flächennutzungsplan Der gültige Flächennutzungsplan der Stadt Bad Arolsen aus dem Jahr 1996 weist das Gebiet als Laub-, Misch- und Nadelwald aus. Landschaftsplan Der gültige Landschaftsplan der Stadt Bad Arolsen (BÜRO ASP GMBH 2004) stellt das Plangebiet als „Laub,- Misch- und Nadelwald“ dar. In der Entwicklungskonzeption wird auf die Rahmenbedingungen der jeweils gültigen Forsteinrichtungswerke verwiesen. Als allgemeines Leitbild für den Landschaftsraumtyp Wald werden ausgedehnte Wälder mit einem hohen Anteil naturnaher Laubwaldbestände angestrebt. In zwei Randbereichen wird die Entwicklung eines Waldrandes als Maßnahme dargelegt. Schutzgebiete nach Naturschutzrecht Im Plangebiet selbst befinden sich keine Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung (FFH- Gebiete oder europäische Vogelschutzgebiete). Das FFH-Gebiet mit der Kennung DE 4620-304 „Twiste mit Wilde, Watter und Aar“ liegt ca. 1,5 km südlich des Plangebiets. Es handelt sich dabei um Gewässer mit naturnaher Ausprägung und Struktur. Ein Fließgewässer dieses FFH-Gebietes verläuft von Nord nach Süd westlich der Geltungsbereichsgrenze. Die geringste Entfernung zum FFH-Gebiet beträgt hier ca. 500 m. Ein weiteres FFH-Gebiet befindet sich nördlich des Plangebietes. Dabei handelt es sich um das FFH-Gebiet mit der Kennung DE 4619-301 „Kalkflachmoor bei Vasbeck“. Das repräsentative Kalkflachmoor, umgeben von Grünland und Feuchtbrachen, liegt in einer Entfernung von ca. 2,3 km zur Außengrenze des Plangebietes. Schutzgebiete nach Hessischem Wassergesetz Teilflächen des Geltungsbereiches befinden sich in der weiteren Schutzzone III B des mit Verordnung vom 01.04.1996 (StAnz. 23/96, S. 1804) zu Gunsten der Stadt Bad Arolsen und der Gemeinde Twistetal festgesetzten Wasserschutzgebiets für die Trinkwassergewinnungsanlagen „Tiefbrunnen Massenhausen und Tiefbrunnen Berndorf“. Weiterhin befinden sich Bereiche des Plangebietes innerhalb der Zone IV und D des mit Verordnung vom 01.12.1993 (StAnz. 51/1993, S. 3156) festgesetzten Heilquellenschutzgebietes für die staatlich anerkannte Heilquelle „Schlossbrunnen“ der Stadt Bad Arolsen. Aus Sicht des Grundwasserschutzes sind die Ver- und Gebote der Schutzgebietsverordnung bei der weitergehenden Planung bzw. Umsetzung zu beachten. PNL – Planungsgruppe für Natur und Landschaft, Raiffeisenstr. 5, 35410 Hungen, Tel.: 06402/512540 Seite 3

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