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19. FNP-Änd., Stadt

19. FNP-Änd., Stadt Bad Arolsen, STT Mengeringhausen Umweltbericht gungen durch Maßnahmen des Naturschutzes und der Landschaftspflege vorrangig auszugleichen. Da die konkrete Anlagenkonfiguration wie auch der Umfang und die konkreten Standorte der Windkraftanlagen auf Ebene der Flächennutzungsplan-Änderung noch nicht abschließend feststehen, kann im Rahmen dieses Umweltberichtes auch noch keine detaillierte Ermittlung und Bilanzierung des Kompensationsbedarfs erfolgen. Die abschließende Bestimmung von Maßnahmen zum Ausgleich des Eingriffes in Natur und Landschaft sowie die Suche nach geeigneten Ausgleichsflächen findet deshalb in dem weiterführenden Genehmigungsverfahren gem. BImSchG statt. Dabei wird auch eine räumliche Nähe der Kompensation im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben und der Realisierbarkeit berücksichtigt. Die Ergebnisse werden im Landschaftspflegerischen Begleitplan dargestellt. Im Zuge der Planung wurden jedoch bereits verschiedene Kompensationsmöglichkeiten angedacht, die im Folgenden wiedergegeben werden. Der nachfolgende Maßnahmenkatalog stellt dabei keinen festen Umfang an Maßnahmen dar, sondern soll lediglich eine Anregung geben, welche Kompensationsmaßnahmen allgemein möglich sein könnten: - Anlage von Aufforstungsflächen (zum Teil kombiniert mit Extensivgrünland) - Aufforstung und Gestaltung von Waldsaumbereichen - Einführung eines Mahdmanagements auf Grünlandflächen zur Verbesserung der Nahrungsverfügbarkeit für die Rotmilane - Optimierung der Waldwiesentäler im Bereich des Erholungsgebietes „Am Freudenbrunnen“ und „Weißer Stein“ (Mahdmanagement) - Schaffung von Altholzinseln / Altbaumbestände aus der Nutzung nehmen - Entnahme von Fichtenbeständen in Gewässernähe und/oder Schluchten und Förderung einer naturnahen Entwicklung - Optimierung von Relikten eines Hutewaldes - Anpflanzung von Obstbäumen. Im Rahmen des nachgelagerten Genehmigungsverfahrens werden die angedachten Kompensationsmöglichkeiten auf ihre Eignung hin überprüft, evtl. ergänzt und das Konzept optimiert. Erst dann werden die konkreten Kompensationsmaßnahmen festgelegt. Unter dem Aspekt des räumlich-funktionalen Ausgleichs ist für den Eingriff in Waldbestände insbesondere eine auf das Waldökosystem ausgerichtete Ausgleichsmaßnahme vorzusehen. Nach Forstrecht sind Ersatzaufforstungen zu leisten. Diese können so gestaltet werden, dass sie auch naturschutzfachliche Ausgleichsfunktionen übernehmen. Weiterhin sind die Belange des Artenschutzes bei der Kompensation zu berücksichtigen. Überwachung (Monitoring) Die Kommunen sind gemäß § 4c BauGB verpflichtet, die erheblichen Umweltauswirkungen, die aufgrund der Durchführung der Bauleitplanung eintreten, zu überwachen. Durch diese Überwachung sollen unvorhergesehene, nachteilige Auswirkungen frühzeitig ermittelt werden, um damit in der Lage zu sein, geeignete Maßnahmen zur Abhilfe zu ergreifen. Das Monitoring soll sich dabei insbesondere auf Umweltauswirkungen konzentrieren, deren Prognose unsicher ist. Die Pflicht zur Durchführung eines Monitorings besteht dabei grundsätzlich auch auf Ebene des Flächennutzungsplanes. Da im vorliegenden Planungsfall jedoch die konkrete Anlagenkonfiguration noch nicht abschließend feststeht und somit u.a. der Ausgleichsbedarf noch nicht ermittelt werden kann, können auch die konkreten Überwachungsmaßnahmen noch PNL – Planungsgruppe für Natur und Landschaft, Raiffeisenstr. 5, 35410 Hungen, Tel.: 06402/512540 Seite 48

19. FNP-Änd., Stadt Bad Arolsen, STT Mengeringhausen Umweltbericht nicht endgültig festgelegt werden. Aufgrund der fehlenden Konkretisierung im Flächennutzungsplan ist es deshalb sinnvoll, dass die Ableitung und Beschreibung der Maßnahmen zur Überwachung der erheblichen Auswirkungen auf der nächsten Ebene im immissionsschutzrechtlichen Genehmigungsfahren erfolgt. Im Zuge des nachfolgenden Verfahrens sind weiterführende Untersuchungen hinsichtlich der eingriffsrelevanten Schutzgüter erforderlich. Weiterer Untersuchungsbedarf besteht vor allem zu folgenden Aspekten: Schutzgut Mensch: Schall und Schatten, Schutzgut Landschaftsbild: Sichtbarkeitsanalyse. Hieraus ergeben sich gegebenenfalls auch Maßnahmen zu einem Monitoring. Die Überwachung der Durchführung der Maßnahmen zur Vermeidung, Minimierung und zum Ausgleich soll bei einer Realisierung der Planung im Rahmen einer ökologischen Baubegleitung erfolgen. Darstellung anderweitiger Planungsmöglichkeiten Bereits im Herbst 2008 hat die Verwaltung der Stadt Bad Arolsen die Potenziale für Windkraftanlagen auf kommunalem Grund sondiert. Alternativ zu der Fläche im Stadtwald Mengeringhausen hat die Stadtverwaltung dabei verschiedene Standortalternativen geprüft: den ehemaligen Standortübungsplatz, Flächen in den Stadtteilen Kohlgrund und Massenhausen sowie eine Alternativfläche im Stadtteil Landau. Da der Standortübungsplatz nicht die erforderlichen Abstandskriterien von 1.000 m zur Wohnbebauung in Bad Arolsen und Braunsen erfüllt, wurde diese Alternative nicht weiter verfolgt. Auf den anderen Alternativstandorten wäre aufgrund der jeweils kleineren Fläche die Errichtung eines so leistungsfähigen Windparks wie im Stadtwald Mengeringhausen nicht möglich. Neben der Flächengröße erfüllt die Fläche im Stadtwald Mengeringhausen darüber hinaus weitere windkraftrelevante Auswahlkriterien. Es handelt sich um einen siedlungsfernen, windhöffigen Standort und die notwendigen Zuwegungen zu den geplanten Standorten der Windenergieanlagen sind bereits vorhanden, so dass die Erschließung gesichert ist. Die Konzentration der Standorte ist im Bereich von Nadelgehölzen möglich. Die regionalplanerische Ausweisung als „Vorranggebiet für Forstwirtschaft“ steht einer Windenergienutzung nicht entgegen. Da Windenergieanlagen im Außenbereich nach § 35 (1) Nr. 5 BauGB privilegiert sind, sind sie in der Regel zulässig, wenn die Erschließung gesichert ist, keine öffentlichen Belange entgegen stehen und sie nicht den Zielen der Raumordnung widersprechen. Eine Änderung des Flächennutzungsplans wäre somit nicht zwingend erforderlich. Es sollen damit jedoch der städtische Planungswille und die Befürwortung des Vorhabens unterstrichen werden. Im Rahmen der vorliegenden Flächennutzungsplan-Änderung wurde keine Gesamtbetrachtung des Stadtgebietes vorgenommen, da die Stadt Bad Arolsen mit der Flächennutzungsplan-Änderung ausdrücklich nicht die Planungsabsicht verfolgt, eine Ausschlusswirkung nach § 35 (3) S. 3 BauGB zu erzielen. Die generelle Privilegierung der Windenergie im Bereich des § 35 BauGB wird somit nicht eingeschränkt. Dadurch ergibt sich bei einem evtl. weiteren Ausbau der Windenergienutzung in Bad Arolsen eine hohe Flexibilität. Der Geltungsbereich der Flächennutzungsplan-Änderung beinhaltete ursprünglich zwei Teilflächen. Im Zuge der Planung wurde der Geltungsbereich um das Teilgebiet im Norden reduziert und die Sonderbaufläche „Windenergie“ insgesamt entsprechend verkleinert. Mit dieser Verkleinerung, die auch den Belangen des Flugplatzes Mengeringhausen entspricht, PNL – Planungsgruppe für Natur und Landschaft, Raiffeisenstr. 5, 35410 Hungen, Tel.: 06402/512540 Seite 49

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