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2011 (pdf, 4 MB) - Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

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Management of Work

Management of Work related Asthma Neue weltweite Lungenfunktions-Referenzwerte Bisher werden ganz überwiegend aus der Mitte des vergangenen Jahrhunderts stammende, unserer heutigen gesünderen Bevölkerung nicht mehr entsprechende und nicht nach aktuellen Qualitätsstandards erstellte Referenzwerte für die Beurteilung von Lungenfunktionsbefunden herangezogen. Auch standen für Randbereiche (kleine Kinder, ältere Menschen) und Frauen bisher keine ausreichenden Referenzkollektive zur Verfügung. Damit sind Fehlbeurteilungen mit z. T. weitreichenden Konsequenzen verbunden. Aus den vorgenannten Gründen initiierten wir vor vier Jahren eine Task Force der European Respiratory Society (Chairs: J. Stocks, X. Baur, G. Hall, C. Culver), die eine integrative Auswertung neuerer, qualitätsgesichert erhobener Messdaten vornehmen sollte. Die inzwischen vorliegenden Ergebnisse, die über 74.000 gesunde Probanden verschiedener ethnischer Zugehörigkeit umfassen, befindet sich inzwischen im Druck (Quanjer, Stanojevic et al. 2012, ERJ 2012). Es wird empfohlen, ausschließlich diese neuen spirometrischen Referenzwerte zu verwenden, da sie nahezu die gesamte Lebensspanne (vom 3. bis zum 95. Lebensjahr kontinuierlich abbilden und am ehesten der heutigen Bevölkerung entsprechen. Es ist davon auszugehen, dass sie sich in nächster Zeit weltweit durchsetzen werden. Es handelt sich um die ersten multiethnischen spirometrischen Lungenfunktions-Referenzwerte. Sie umfassen Kaukasier (einschließlich Europäer, Israelis, Australier, US-Amerikaner mexikanischer Herkunft und Einwohner der südamerikanischen Staaten Brasilien, Chile, Mexiko, Uruguay, Venezuela, ferner von Algerien und Tunesien), die Bevölkerung des südlichen Chinas und Taiwans (und Thailands) sowie Nordost-Asiens (einschließlich Korea und des nördlichen Chinas). Koeffizienten und anschauliche Sollwerttabellen für die Ermittlung der Referenzwerte einschließlich ihrer 95 %-Vertrauensbereiche und der z- Zonen sind zugänglich unter www.lungfunction.org/lookuptables.xls Instruktionen zur Implementierung der Gleichungen in die Software der Lungenfunktionsgeräte finden sich zusammen mit Beispielen unter www.lungfunction.org/implementingequations.html Eine kostenlose Software zur routinemäßigen klinischen Anwendung und für Forschungszwecke, die auch Interpretationen von Lungenfunktionsmessdaten in Bezug auf die neuen Referenzwerte, der unteren Vertrauensbereiche und der z-Zonen erlaubt, ist frei zugänglich unter www.spirxpert.com/download/- InstallGLI2012DataConversion.exe Der hierfür erforderliche Quellencode ist erhältlich unter pqanjer@lungfunction.org. Es besteht außerdem die Möglichkeit, die vorgenannten Referenzwerte als Basis für die Ermittlung von Referenzwerten zusätzlicher ethnischer Gruppen zu verwenden (z. B. Inuits, Aborigines). Einzelheiten hierzu finden sich unter www.lungfunction.org/implementingequations.html. Aktuelle Hinweise sind erhältlich sich unter www.lungfunction.org Eine sich anschließende Phase 2 des Task Force-Projektes befasst sich mit dem Einfluss qualitativer Aspekte der Atemmanöver auf die erzielten Messergebnisse (Hankinson, Stocks et al. submitted 2011); Baur et al. in Vorbereitung; Velasco Garrido, Langhammer et al. 2012). Literatur Hankinson, J. L., J. Stocks, et al. (submitted 2011). "Use of FVC and FEV1 quality criteria for determining a valid spirometry test." Velasco Garrido, M., A. Langhammer, et al. (2012). "Welchen Qualitätsgrad haben Lungenfunktionsuntersuchungen und wie beeinflusst die Qualität das Messergebnis?" Arbeitsmed Sozialmed Umweltmed 47(3): 201-202. 135

Burn out bleibt Thema am ZfAM Burnout bleibt Thema am ZfAM Positionspapier der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) Mit einem Positionspapier 14 vom 07.03.2012 hat nun auch die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) zur verwirrenden und zum Teil auch populistischen Diskussion um den Begriff des Burnouts Stellung genommen. Damit begrüßt sie einerseits die öffentliche Debatte, weil mit ihr das auf den psychischen Erkrankungen liegende gesellschaftliche Stigma reduziert werde und korrigiert fachlich gut fundiert andererseits erhebliche Fehlentwicklungen in der Burnout-Debatte. Auch die DGPPN konzeptualisiert das Burnout als ein Beschwerdebild im Übergang von der Arbeitsbelastung zur Krankheit und befindet sich damit im Einklang mit der aktuellen Stressforschung. So beschreibt auch Siegrist das Burnout als ein „kritisches Stadium einer Verausgabungskarriere im modernen Berufsleben 15 “. In der Therapie psychischer und somatischer Erkrankungen, die im engen zeitlichen Zusammenhang mit einer Arbeitsbelastung auftreten, werden eine enge Zusammenarbeit mit den Arbeitsstellen der Betroffenen angemahnt sowie die Stärkung der Position und der Einflussmöglichkeiten der Betriebsärzte eingefordert. Psychische Gesundheit am Arbeitsplatz e.V. (psygesa) Mit der Initiierung des gemeinnützigen Vereins Psychische Gesundheit am Arbeitsplatz e.V. (psygesa) 16 hat das ZfAM einen weiteren Schritt in Richtung Prävention arbeitsbedingter psychischer Beanspruchungen sowie Früherkennung und –intervention unternommen. In Kooperation mit u.a. dem Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte (VDBW), der Arbeitsintegrationsnetzwerk GmbH (ARINET), dem Harburger Bündnis gegen Depression, der Fortbildungsakademie der Wirtschaft (faw) sowie der Hamburgischen Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e.V. (HAG) wurde ein Beratungsangebot für Mitgliedsbetriebe und deren Mitarbeiter/innen geschaffen, das den durch Arbeitsbelastungen entstehenden seelischen Krisen frühzeitig begegnen und daraus sich möglicherweise entwickelnden psychischen Erkrankungen vorbeugen wird. Den Mitarbeitern/innen von Mitgliedsbetrieben stehen dieses Angebot sowie eine Klärungshilfe für Führungskräfte im Umgang mit psychisch erkrankten Mitarbeitern/innen unentgeltlich zur Verfügung. psygesa zeichnet sich aus durch Gemeinnützigkeit, fachliche Kompetenz in einem vielseitigen Netzwerk, durch die jahrelange Berufserfahrung seiner Beraterinnen und Berater sowie die wissenschaftliche Evaluation und Begleitung seiner Arbeit durch das ZfAM. Darüber hinaus orientiert sich psygesa an einem gemeinwohlorientierten Solidarprinzip und an seiner Unabhängigkeit. Forschungsantrag Mit unserem Forschungsantrag „Entwicklung und Erprobung eines arbeitsmedizinischen Clearingverfahrens bei Verdacht auf arbeitsbezogene psychische Fehlbeanspruchung“ werden wir auf der Tradition der arbeitsplatzbezogenen Burnout- und Stressforschung in den AG‘s „Psychomentale Belastung“ und „Schifffahrtsmedizin“ am ZfAM aufbauen. Die Zunahme von Arbeitsunfähigkeitszeiten durch psychische Erkrankungen stellt sowohl die Betriebe und Versorgungssysteme als auch die davon betroffenen Akteure wie Betriebsärzte, Hausärzte, Beratungsstellen sowie 14 http://www.dgppn.de/fileadmin/user_upload/_medien/download/pdf/stellungnahmen/2012/stn-2012-03-07- burnout.pdf 15 dradio.de, 06.04.2012: Stoffwechsel am Limit (http://www.dradio.de/dlf/sendungen/wib/1720404/) 16 www.psygesa.de 136

2006 (pdf, 24 MB) - Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
2012 (pdf, 7 MB) - Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
April 2011 [pdf, 3,06 MB] - Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
pdf, 3,71 MB - Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
März 2013 [pdf, 1,74 MB] - Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Oktober 2007 [pdf, 2,6MB] - Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
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Geschäftsbericht 2009 - Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
März 2013 - Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Das erste Zuhause - Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
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Geschäftsbericht 2008 - Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
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UKE Geschäftsbericht 4uk - Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
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