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2011 (pdf, 4 MB) - Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

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Neues aus dem Labor

Neues aus dem Labor werden. Neben der inhalativen Aufnahme kann Hautkontakt zu einer Isocyanat-Inkorporation führen. Hierdurch werden nach tierexperimentellen Befunden sowohl lokale Reizerscheinungen als auch respiratorische Überempfindlichkeitsreaktionen ausgelöst. Peroral ist eine Isocyanat- Aufnahme beim Rauchen oder beim Essen im Arbeitsbereich möglich. Isocyanat-exponierte Beschäftigte sind einer speziellen arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchung zu unterziehen, wenn die Luftkonzentration 0,05 μg/m3 (ca. 5 überschreitet ppb) oder wenn regelmäßiger oder ständiger Hautkontakt gegeben ist. Unverständlicherweise wurde in der neuen rechtsverbindlichen Arbeitsmedizinischen Vorsorgeverordnung die bisherige Verpflichtung des Arbeitgebers zu einer Angebotsuntersuchung bei geringerer Exposition nicht übernommen. Zu Recht wird in der Arbeitsmedizinischen Vorsorge G 27 auf das erhöhte Gesundheitsrisiko von Personen mit vorbestehenden Atemwegserkrankungen und bronchialer Hyperreagibilität hingewiesen. Nicht richtig ist allerdings, dass Personen mit umweltbedingten Allergien ein erhöhtes Gesundheitsrisiko haben. Das Gegenteil ist der Fall. Einen Biologischen Grenzwert (BGW; TRGS 903) gibt es für das Diisocyanat MDI (10 μg/g Kreatinin für den im Urin nachweisbaren Metabol iten 4,4'-Diaminodiphenylmethan, MDA). Exogen-allergische Alveolitiden Eine Reihe mikrobieller, tierischer, z. T. synthetischer Stäube ist in der Lage, das Krankheitsbild der exogen-allergischen Alveolitis auszulösen. Die bekanntesten Vertreter sind die Farmerlunge (hervorgerufen durch Sporen von thermophilen Aktinomyceten, Aspergillus-Schimmelpilze), die Luftbefeuchterlunge (verursacht durch mikrobiell kontaminierte Luftbefeuchter, Zierspringbrunnen, Klimaanlagen) und die Vogelhalterlunge (typische Symptome und Befundkonstellationen Tab.1). Im Rahmen des diagnostischen Prozedere stellt die Bestimmung antigenspezifischer IgG- Antikörper einen wichtigen Schritt dar (Tabelle 2). Hinsichtlich der Befundinterpretation bedarf es einer eingehenden Erfahrung, da auch gesunde Exponierte IgG-Antikörper (in meist niedriger Konzentration) aufweisen. Symptome Tabelle 1: Klinische Befunde der akuten/ subakuten EAA Fieber, Schüttelfrost, Gliederschmerzen, Husten, Brustenge, Abgeschlagenheit, Luftnot nach drei bis zwölf Stunden Auskultation basal inspiratorisches Knisterrasseln Lungenfunktion Restriktion, Diffusionsstörung, Hypoxämie Röntgenthorax Infiltrate, milchglasartige Trübung Labor Spezifische IgG-Antikörper, Entzündungsparameter Tabelle 2: Diagnostisches Proceedere bei V.a. EAA Routinediagnostik Fakultative Diagnostik Klinische Anamnese: Typ. Expostionsabhängige Symptome Expositions (arb.med.) Anamnese: relevante Antigen Exposition Auskultation: Feinbl. RGs (Knisterrasseln) 3 1 2 BAL: Lymphozytose, CD4/CD8

Neues aus dem Labor AG –spezifisches IgG Granulomatöse Alveolitis, Lymphozytose Lufu: Diffusionsstörung, Hypoxämie, Restriktion 2 Röntgen: Fleckförmige Lungenverschattung 2 140 Diagnose: 11 Punkte Tabelle 3: Serologie wichtiger exogen-allergischer Alveoliden Erkrankung Serologische Diagnostik Farmerlunge Saccharopolyspora rectivirgula, Aspergillus fum. Befeuchterlunge Schimmelpilze, Aspergillus fumigatus Isocyanat-Alveolitis MDI, TDI, HDI, NDI Vogelhalterlunge Vogelseren, -federn, Asp. fum., Schimmelpilze Immunologische Allergiediagnostik am ZfAM: Bei wichtigen allergologischen Fragestellungen entwickeln wir Tests zum Nachweis von Antikörpern gegen arbeitsplatzspezifische Antigene, z.B. bestimmte Enzyme (die neuerdings vielfach in genmodifizierter Form zum Einsatz kommen), Hölzer, Kaffeesorten etc. Die Antikörperbestimmung erfolgt mittels CAP-System, dem derzeitigen Gold-Standard in der serologischen Allergiediagnostik, unter Einsatz ausschließlich hochwertiger und standardisierter Reagenzien. (Bezüglich der serologischen Diagnostik berufs-/umweltbedingter exogen-allergischer Alveolitiden s. Tab 3.) Darüber hinaus bestimmen wir in Absprache den Allergengehalt in Material- oder Staubproben. Ambient- und Biomonitoring: zwei wichtige Bestandteile der Expositionserfassung Um die Gefahrstoffquelle zu identifizieren (Art und Zusammensetzung der Gefahrstoffe), ist es wichtig, sich der Methoden des Ambientmonitorings zu bedienen (Luftmessung, Staubproben etc.). Mit dem Ambientmonitoring ist der Gefahrstoffnachweis direkt an der Entstehungsquelle möglich. Dies ist vor allem dann wichtig, wenn man den Gefahrstoff nicht kennt, wenn man Anlagen überwachen will und wenn kein geeignetes Biomonitoring-Verfahren zur Verfügung steht. Die Nachteile des Verfahrens sind die oft nicht zu Verfügung stehenden Messmethoden. (oder unzureichend validierte, oder welche ohne Berücksichtigung von chemisch-analytischen Grundsätzen). Ein Problem des Ambientmonitorings für die Risikobewertung ist, dass dieses Verfahren keine individuellen Faktoren (wie die Toxikologie) erfassen kann, was die Individualprävention limitiert.

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