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2011 (pdf, 4 MB) - Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

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Neues aus dem Labor Beim

Neues aus dem Labor Beim Biomonitoring (sofern eine geeignete Messmethodik zur Verfügung steht) werden sowohl individuelle Empfindlichkeitsfaktoren als auch alle Eintrittswege berücksichtigt, also Resorption, Verteilung, Verstoffwechslung (Enzyme der Phasen I, II) und die Elimination der Fremdstoffe (alle diese Prozesse werden unter dem Begriff der Toxikokinetik summiert). Letztere spielen bei der Bewertung genauso eine wichtige Rolle wie die Art der Resorption (Lunge, Haut). Obwohl die inhalatorische Aufnahme bei der Mehrzahl der Arbeitsstoffe im Vordergrund steht, besteht bei Lipid-löslichen Stoffen mit niedrigem Dampfdruck (z.B. viele Pflanzenschutzmittel) eine erhebliche Gefahr der Hautresorption. Nachteile des Biomonitorings: Für viele relevante Schadstoffe (z.B. Asbest) stehen keine geeigneten biologischen Matrizes zur Verfügung. Ein weiterer limitierender Faktor ist das teilweise Fehlen relevanter Grenz- und Refe- Beispiel Arbeitsplatz: Container/ Lagerhaus: Import-Container sind zu einem Anteil von etwa 20 Prozent mit erheblichen Konzentrationen flüchtiger Schadstoffe belastet (Budnik et al. 2010). Dabei handelt es sich nicht nur um Gefahrgut, sondern um Ladungsinhalte aller Art, die zum Schutz vor Schädlingen begast wurden oder toxische Industrie-Chemikalien, Fungizide und andere emittierende Chemikalien enthalten (Boels et al. 2009). Es ist wichtig, die gesundheitlichen Risiken, die durch den Kontakt mit den Import-Containern und deren Waren entstehen, aus arbeitsmedizinischer Sicht zu bewerten. Wichtig dabei ist die Durchführung von Trendstudien zur Sammlung von Informationen über die Häufigkeit des Vorkommens der verschiedenen Begasungsmittel und Industriechemikalien sowie deren Rückstände in Containern. Darüber hinaus soll der Einsatz neuer Substanzen aufgedeckt werden (Risikoabschätzung zum Verbraucherschutz). Da für die Allgemeinbevölkerung sehr viel geringere Grenzwerte gelten als die maximalen Arbeitsplatzkonzentrationen, auf welche die Vor-Ort- Analytik mit portablen Messgeräten ausgerichtet ist, kann eine Laboruntersuchung belasteter Ware notwendig sein. Mittels TD-GC-MS können Produktemissionen untersucht werden. Bei Containern, die aufgrund richtungweisender Vor-Ort-Analytik als belastet eingestuft wurden, ohne dass Informationen über die genaue Natur der belastenden Substanzen vorliegen, werden Luftproben im Labor untersucht, um die Gefährdung genau zu ermitteln. 141 renzwerte, wodurch eine Interpretation der Ergebnisse erschwert wird. Die Interpretation von Biomonitoring- Daten erfolgt in der Regel unter Bezugnahme auf Referenz- und Grenzwerte. Grenzwerte werden national und international festgelegt und haben inzwischen einen erheblichen Umfang mit hohem Komplexitätsgrad erreicht. Die Umsetzung der heute verbindlichen Grenzwerte erfolgt in Deutschland in der GefStoffV. Die TRGS 903 umfasst die sog. Biologischen Grenzwerte (BGW). Liegt ein BGW nicht vor, kann eine Interpretation durch Vergleich des Analysenergebnisses mit den in der Fachliteratur mitgeteilten Empfehlungen wie dem BLW (Biologischer Leitwert) oder dem BAT- Wert (Biologischer Arbeitsstoff-Toleranz- Wert) der Senatskommission zur Prüfung gesundheitsschädlicher Arbeitsstoffe der DFG. Referenzwerte für die Allgemeinbe-

Neues aus dem Labor völkerung sind in der Arbeitsmedizin neben den Arbeitsplatz-bezogenen Grenzwerten (BGW; BAT) für die Beurteilung von Biomonitoring-Ergebnissen hilfreich. Die sogenannten Humanbiomonitoring-Grenzwerte (HBM) wurden von der Kommission „Human- Biomonitoring“ veröffentlicht. Sie sind toxikologisch begründet und schließen eine umweltmedizinische Bewertung chemischer Belastungen ein. Zu beachten ist ferner, dass auch die Einhaltung von derartigen Grenzwerten keine Sicherheit für besonders empfindliche Personen, insbesondere gegenüber allergischen Reaktionen, geben kann. Referenzwerte für die Allgemeinbevölkerung ersetzen den früheren Begriff Normwert, um zum Ausdruck zu bringen, dass es sich primär um einen statistisch festgelegten Bereich handelt, der an einem Stichprobenkollektiv „Gesunder“ gewonnen wurde. Die Referenzwerte haben nur beschreibenden Charakter und stellen keineswegs eine unveränderliche Größe dar, da sie u.a. vom Alter, der Region und den Lebensstil-Faktoren beeinflusst werden. Zurzeit erarbeitet die DFG-Senatskommission zur Prüfung gesundheitsschädlicher Arbeitsstoffe sogenannte biologische Arbeitsstoffreferenzwerte (BAR). Arbeits- und Umwelttoxikologische Diagnostik am ZfAM: Aktuelle Schwerpunkte sind die Analysen von Isocyanat-Metaboliten, Passivrauch, Metallen, Metalloiden, Begasungsmittelrückständen (Pestiziden, Insektiziden), aromatischen Lösungsmitteln und weiteren chlororganischen Verbindungen sowie molekularbiologische Untersuchungen zu arbeits- und umweltbedingte Allergien. Im Vordergrund stehen dabei obstruktive Atemwegserkrankungen, insbesondere das Berufsasthma, die allergische Rhinitis und Hautkrankheiten. Weitere Information unter: http://www.uke.de/institute/arbeitsmedizin/downloads/universitaetsprofessur-arbeitsmedizin/Laboranalytik.pdf http://www.uke.de/institute/arbeitsmedizin/downloads/universitaetsprofessur-arbeitsmedizin/Labor_Forschung.pdf Erfolgreiche Teilnahme am Ringversuch Erneut haben sich die Medizinischanalytische Fachlabore für Arbeitstoxikologie und Immunologie am ZfAM erfolgreich für klinisch toxikologische Analysen in biologischem Material der Deutschen Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin, DGAUM, beteiligt. Im Mittelpunkt standen die Analysen der Schwermetalle, Lösungsmittel und Pestizide (G-EQUAS). Die Teilnahme an Ringversuchen stellt ein Kernelement des Qualitätssicherungskonzeptes für das Biomonitoring am ZfAM dar. Neben solchen externen Qualitätskontrollen stellen zusätzlich weitere, permanente interne Qualitätssicherungsmaßnahmen die Validität der Analyseergebnisse sicher, u.a. im Rahmen der Zertifizierung des ZfAM. Referenzen Baur X, Berufsbedingte Atemwegs- und Lungenkrankheiten. In: Matthys H, Seeger, eds. Klinische Pneumologie. 4. Aufl. Heidelberg: Springer Medizin Verlag, 2008:163-196 Budnik LT, Baur X. Isocyanate. In: Triebig G, Drexler H, Letzel S, Nowak D, eds. Biomonitoring in Arbeitsmedizin und Umweltmedizin. EcoMed Verlag, 2012 Budnik LT, Nowak D, Merget R, Lemiere C, Baur X. Elimination kinetics of diisocyanates after specific inhalative challenges in humans: mass spectrometry analysis as a basis for biomonitoring strategies. J Occup Med Toxicol 2011;6:9-17 142

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