Aufrufe
vor 5 Jahren

2011 (pdf, 4 MB) - Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

2011 (pdf, 4 MB) - Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

Neues aus der Literatur

Neues aus der Literatur grenzter Aussage war (n = 15 Untersuchungen). Schlussfolgerungen: Diese Metaanalyse zeigt, dass Studien mit einer qualitativ besseren Asbestexpositions-Beurteilung höhere Metabewertungen des Lungenkrebsrisikos pro Expositionseinheit aufweisen. Unterschiede bei Chrysotil- im Vergleich zu Amphibol-Asbest-Exponierten sind schwieriger festzustellen, wenn Metaanalysen auf Studien mit weniger Schwächen in der Expostionsbewertung begrenzt werden. Die dargestellte Analyse wirft Zweifel daran auf, dass eine epidemiologische Evidenz für den Lungenkrebs einen Unterschied zwischen den verschiedenen Asbestarten stützt. Schlussfolgerungen Die Beziehungen zwischen Asbest und Lungenkrebs sind sehr heterogen, und die Strategie-Faktoren zur Expositionsbeurteilung scheinen teilweise auf die unterschiedlichen Faktoren des Lungenkrebspotentials in den Studien zurückzuführen zu sein. Wenn nur Studien mit höherer Qualität kombiniert werden, führt dies im Vergleich zu einer Bewertung auf der Grundlage von allen verfügbaren Untersuchungen zu höheren Metabewertungen von Lungenkrebsrisiken pro Expositionseinheit. Bei diesen Resultaten ist es schwierig, die unterschiedlichen Wirkungen von Chrysotil- und Amphibol-Asbest auf Lungenkrebs festzustellen, da zu viele Studien Limitierungen bezüglich der Expositionsbeurteilungen aufweisen. Nur weitere Forschungsarbeiten werden kontroverse Befunde über faserspezifische Wirkungen zufriedenstellend klären. Sie sind außerdem im Hinblick auf das politisch heikle Problem und die große Bedeutung, die die frühere und heutige Anwendung von Asbest auf die Gesundheit der Bevölkerung hat, gerechtfertigt. Diese Ergebnisse heben hervor, dass es unabdingbar ist, sorgfältig auf die Qualität der Expositionserfassung in epidemiologischen Studien über berufs- und umwelt-bedingte Risikofaktoren zu achten. Die Resultate ziehen die Behauptungen in Zweifel, dass die epidemiologische Evidenz für Lungenkrebs deutlich auf eine Wirkungsdifferenz von unterschiedlichen Asbestfaser-Typen hinweist. Literatur Berman, D. W. and K. S. Crump (2008). "A meta-analysis of asbestos-related cancer risk that addresses fiber size and mineral type." Crit Rev Toxicol 38 Suppl 1: 49-73. Hodgson, J. T. and A. Darnton (2000). "The quantitative risks of mesothelioma and lung cancer in relation to asbestos exposure." Am Occup Hyg 44: 565-601. Hodgson, J. T. and A. Darnton (2010). "Mesothelioma risk from chrysotile." Occup Environ Med 67(6): 432. 157 Die Bedrohung durch Asbest ist immer noch ein allgegenwärtiges Thema. In diesem Hochhaus an der Reeperbahn wurde unsachgemäß Asbest entsorgt. Nach Mieterprotesten wurde der Skandal im Oktober 2011 öffentlich. McDonald, J. C. and A. D. McDonald (1997). "Chrysotile, tremolite and carcinogenicity." Ann Occup Hyg 41(6): 699-705. Stayner, L. T., D. A. Dankovic, et al. (1996). "Occupational exposure to chrysotile asbestos and cancer risk: a review of the amphibole hypothesis." Am J Public Health 86(2): 179-186. Xaver Baur

Neues aus der Literatur Durch sensibilisierende oder irritativ wirkende Arbeitsstoffe hervorgerufene Berufsasthma-Erkrankungen sind klinisch nicht unterscheidbar Sensitization and irritant-induced occupational asthma with latency are clinically indistinguishable Burge PS, Moore VC, Robertson AS, Occup Med 2011 [Epub ahead of print] Expositionen gegenüber akut hohen Konzentrationen von Irritantien werden allgemein als Berufsasthmaauslöser akzeptiert. Dagegen wird davon ausgegangen, dass niedrige Schadstoffexpositionen kein Asthma bronchiale hervorrufen. Ein Asthma, das erst nach einem längeren Kontakt mit Irritantien auftritt, wird daher in der Regel nicht als Berufskrankheit akzeptiert. Das Ziel dieser Arbeit war, Fälle mit nach einer Latenzzeit auftretendem Berufsasthma in Abhängigkeit von dem zugrundeliegenden irritativen oder sensibilisierenden Pathomechanismus vergleichend einander gegenüber zu stellen. Zunächst wird ein Erkrankungsfall mit einem nach einer Latenzzeit Jahren aufgetretenen irritativen Asthma durch Kalk-Staub detailliert dargestellt. Es folgt eine Durchsicht der SHIELD- Berufskrankheitendaten-Datei in England von 1989 - 2010 bzgl. wahrscheinlicher irritativer Berufsasthmafälle. Diese wurden mit den restlichen (allergisch-bedingten) Berufsasthmaerkrankungen verglichen. Zielparameter waren dabei die Latenzzeit vom Beginn der Exposition bis zu den ersten Krankheitssymptomen, die unspezifische bronchiale Hyperreaktivität, Rauchverhalten, Atopiestatus und das Vorhandensein eines vorbestehenden Asthmaleidens. Der früher gesunde Maurermeister entwickelte mit einer Latenzzeit von 12 Jahren ein Berufsasthma, wobei keine ungewöhnlich hohen Expositionen vorlagen und im arbeitsplatzbezogenen Expositionstest mit einer Mischung von Sand und Kalk (pH 8) eine asthmatische Sofortreaktion festzustellen war. Die SHIELD-Datenbank umfasste insgesamt 1813 nach einer Latenzzeit aufgetretene Berufsasthmaerkrankungen; davon waren 167 irritativer und 1646 sensibilisierender Genese. Diese beiden Gruppen waren hinsichtlich eines vorbestehenden Asthmas, Atopiestatus, Alter, Latenzzeit, unspezifischer Hyperreaktivität und Raucherstatus nicht voneinander zu unterscheiden. Die Autoren schließen daraus, dass die Exposition gegenüber Irritantien eine wesentliche Mitursache des mit einer Latenzzeit auftretenden Berufsasthmas ist; diese Asthmaform sei klinisch nicht zu unterscheiden vom Berufsasthma durch sensibilisierende Substanzen. Kommentar: Die vorgenannten Daten und Feststellungen der Veröffentlichung werden durch Erfahrungen im ZfAM gestützt. Bzgl. der Konsequenzen auf die Einteilung des arbeitsbedingten Asthma und definitorische Aspekte s. den ffg. Publikationsauszug aus: Guidelines for the management of work-related asthma X. Baur, T. Sigsgaard, T.B. Aasen, P.S. Burge, D. Heederik, P. Henneberger, P. Maestrelli, J. Rooyackers, V. Schlunssen, O. Vandenplas, D. Wilken on behalf of the ERS Task Force on the Management of Work-related Asthma Eur Respir J 2012;39 529-545 http://erj.ersjournals.com/cgi/content/abstract/39/3/529?etoc Xaver Baur 158

2012 (pdf, 7 MB) - Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
2006 (pdf, 24 MB) - Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
April 2011 [pdf, 3,06 MB] - Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
pdf, 3,71 MB - Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
März 2013 [pdf, 1,74 MB] - Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Oktober 2007 [pdf, 2,6MB] - Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
heute - Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
November 2011 [pdf, 1,9 MB] - Universitätsklinikum Hamburg ...
www.lehmanns.de - Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
2010 - Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Durchwahlen - Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Der schnellste Weg - Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Wir sind ein Team - Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Das Neue UKE - Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Das erste Zuhause - Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Blutspende im UKE - Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
PDF-Datei, 2MB - Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Geschäftsbericht 2008 - Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Folien (pdf, 15MB) - Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Mai 2010 - Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Das UKE bewegt sich - Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
2008 - Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Geschäftsbericht 2009 - Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
2013 - Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Kosten - Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
März 2013 - Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
UKE Geschäftsbericht 4uk - Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Flyer - Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Medizin Musik Mensch - Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
UKE-News Februar 2006 - Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf