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2011 (pdf, 4 MB) - Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

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Neues aus der Literatur

Neues aus der Literatur Positionspapier der EAACI: Prävention arbeitsbedingter Allergien des Atemtrakts von Jugendlichen vor und während der Lehre sowie von jungen Arbeitnehmern EAACI Position Paper: Prevention of work-related respiratory allergies among preapprentices or apprentices and young workers G. Moscato, G. Pala, M. A. Boillat et al. Allergy 66 (2011) 1164-1173 Die Lehrzeit ist eine Phase mit erhöhtem Risiko bezüglich der Entwicklung von arbeitsbedingten Allergien des Atemtrakts. Es ist erforderlich, junge Erwachsene mittels Informationsschriften eingehend zu beraten, damit sie nicht für sie ungeeignete Berufe wählen und durch ihre Tätigkeit nicht gesundheitlich beeinträchtigt werden. Dieses Positionspapier ist das Ergebnis eines Konsensprozesses einer Expertengruppe mit Mitgliedern aus europäischen und außereuropäischen Ländern. Sie wendet sich an Allergologen, Pneumologen, Arbeitsmediziner, Ärzte der Grundversorgung und andere auf diesem Gebiet tätige Fachärzte. Das Ziel ist, arbeitsbedingte Allergien des Atemtrakts (Rhinokonjunktivitis und Asthma) unter allergischen oder nicht-allergischen Lehrlingen und anderen jungen Erwachsenen, welche eine Arbeit aufnehmen, zu verringern. Die Hauptzielsetzung sind konsensuelle Empfehlungen für die gute klinische Praxis, die auf vorhandener wissenschaftlicher Evidenz und der Expertise eines Gremiums von Fachleuten basieren. Schlüsselaussagen Lehrlinge, die von Anfang an durch hochmolekulare Allergene belastet sind, haben ein erhebliches Risiko bzgl. einer spezifischen Sensibilisierung auf Berufsallergene, die mit Atopy und unspezifischer bronchialer Hyperreaktivität (BHR) assoziiert ist. Die Inzidenz arbeitsbezogener Symptome ist am höchsten in den ersten 2-3 Jahren der Exposition und nimmt danach ab. Arbeitsbezogene Rhinitis und arbeitsbedingtes Asthma (mit oder ohne spezifische Sensibilisierung auf Berufsallergene) sind unter jenen häufiger, die vorbestehend eine allergische Rhinitis und/oder eine BHR aufweisen. Mindestens für einige Allergene, wie Enzyme, Kaffee, Bohnen, Mehl, Labortiere und Gewächshaus-Allergene gilt, dass eine Sensibilisierung auf ubiquitäre Inhalationsallergene mit einer Sensibilisierung auf berufliche Allergene und dem Auftreten arbeitsbedingter Symptome assoziiert ist. Atopy kann sich auf Dosis-Wirkungs-Beziehungen auswirken. Vor dem Beginnen einer Berufsausbildung sollte eine Untersuchung durchgeführt werden, die die Belastung durch atemwegssensibilisierende Stoffe einschließt, um persönliche Risiken für die Entwicklung von Sensibilisierungen und von Allergien des Respirationstrakts aufzudecken und/oder vorbestehende Erkrankungen der Atemwege zu identifizieren, die sich im Kontext mit arbeitsbedingten Expositionen verschlimmern können. Jugendliche mit Asthma und Allergie ignorieren häufig diese Bedingungen in ihrer Berufswahl und sind sich möglicherweise nicht der Auswirkungen der Arbeit auf ihr Asthmaleiden bewusst. Erforderlich ist eine verbesserte Information und Schulung der Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Asthma hinsichtlich der möglichen adversen Effekte der Arbeit auf das Asthma. Die Expositionsminderung ist der Grundstein der Prävention. Es sollte jedmögliche Anstrengung sollte unternommen werden, um die Arbeitsplätze als gesunde Bereiche zu gestalten. Der zuständige Arzt sollte über eingehende Kenntnisse des Berufs und der Arbeitsplatzbelastung verfügen. Es sollten stets nach Möglichkeit Experten im Arbeitsschutz und in der Arbeitsmedizin konsultiert werden. Der zuständige Arzt sollte die Befunde mit der/dem Jugendlichen besprechen, um ihr/ihm in der Berufswahl behilflich zu sein. Der junge Erwachsene sollte in die Lage versetzt werden, alle Präventivmaß- 173

Neues aus der Literatur nahmen einzusetzen, um die berufliche Exposition gegenüber potentiellen Allergenen und Irritanzien einzuschränken, alle möglichen Symptome, die auf eine arbeitsbedingte Atemwegsallergie hinweisen, zu erkennen und mögliche arbeitsbedingte respiratorische Allergien oder Exazerbationen dem Betriebsarzt und Vorgesetzten mitzuteilen. In den ersten 2-3 Jahren der Berufstätigkeit sollten Vorsorgeuntersuchungen erfolgen, die entsprechend der klinischen Konstellation, den Expositionsbedingungen und zur Verfügung stehenden Untersuchungsverfahren zu konzipieren sind. Konsensus-Empfehlungen für die Verhinderung von arbeitsbedingten Atemwegsallergien unter Berufsanfängern, Lehrlingen und anderen jungen Arbeitnehmern. Strategien zur Prävention von arbeitsbedingten Atemwegsallergien von Berufsanfängern, Lehrlingen und anderen jungen Arbeitnehmern sollten folgendes einschließen: 1. Informationskampagnen und Lehrmittel 2. Expositionskontrolle 3. Medizinische Untersuchung und Beratung von Berufsanfängern, medizinische Vorsorgeuntersuchungen während der Lehrzeit und ersten Arbeitsjahre. Nach dem Beginn einer beruflichen Allergenexposition während der Lehre oder einer anderen Beschäftigung sollten eingehende medizinische Vorsorgeuntersuchungen mit regelmäßiger Erhebung des Gesundheitszustandes erfolgen, um möglichst frühzeitig den Beginn einer Sensibilisierung und/oder einer beruflichen Allergie oder einer arbeitsbedingten Verschlimmerung einer Rhinitis oder eines Asthmas zu erkennen. Individuell angepasste Untersuchungsprogramme sollten festgelegt werden, damit die frühen Anzeichen einer Sensibilisierung und Allergie erfasst werden (Erfragen von Rhinokonjunktivitis und Asthmasymptomen, positive Befunde von Hauttests oder soweit möglich spezifischen IgE-Bestimmungen). Ebenso sollte die Lungenfunktion (bei jenen mit bekanntem oder neu diagnostiziertem Asthma) gemessen werden. Es können zusätzliche Tests wie die Bestimmungen der BHR und/oder serielle Peakflow-Messungen in regelmäßigen Abständen sinnvoll sein. Arbeitnehmer, die Berufsallergenen ausgesetzt sind, sollten im Rahmen der nationalen Arbeitsschutzregularien mindestens einmal jährlich, in den ersten 2-3 Expositionsjahren möglichst öfter, medizinischen Vorsorgeuntersuchungen unterzogen werden. 174

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