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2011 (pdf, 4 MB) - Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

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Workshop

Workshop 2011 „Sicherer Umgang mit Import-Containern“ Im Labor der Arbeitstoxikologie/ Immunologie wird die zentrale Forschung des ZfAM zu Begasungsmitteln erbracht. Die Arbeitsgruppenleiterin PD. Dr. Lygia T. Budnik sprach zum Thema „Von Intoxikationssymptomen zur Identifizierung der Noxen (Monitoring und Methoden) gen dieser Gefährdung setzte sich die Erkenntnis durch, dass ein zumindest gleichermaßen bedeutendes Gefährdungspotential bei den flüchtigen organischen Verbindungen liegt, die insbesondere aus Kunststoffwaren immittieren. Zutreffender wird die Gefahr seitdem umfassend mit dem Oberbegriff „Schadstoffbelastete“ Container bezeichnet. Hinsichtlich der Herkunft der Liniendienste hat der Hamburger Hafen einen Schwerpunkt im Bereich der Südostasienverkeh- re, wobei der Importbereich aus der VR China den größten Verkehrsanteil stellt. Eindeutiger Gefährdungsschwerpunkt bezüglich des Schadstoffgehalts sind die Schuhcontainer mit Ursprung in dieser Region. Die Abfertigungsbeamten des Zolls lassen deshalb die Darlegungspflichtigen in keinem Fall Schuhcontainer ohne besondere Vorsichtsmaßnahmen öffnen. Hinsichtlich des Gefährdungspotentials folgen an zweiter Stelle die Textilien aus diesem Herkunftsgebiet. Risikomaximierend wirkt sich außerdem aus: Die Verpackungsweise von Importsendungen aus den industriellen Schwellenländern führt zu einem geringen Luftaustausch in Containern. Während aus In- dustrieländern aufgrund der höheren Lohnkosten für das Packpersonal grundsätzlich Palettenware exportiert wird, wird zur optimalen Ausnutzung des Stauraumes in Containern aus Ländern mit geringen Lohnkosten sehr eng und häufig ohne die Verwendung von Verpackungsmitteln geladen. Die Belüftung der Ladung und die durch Fischluftzufuhr bewirkte Verringerung der Schadstoffkonzentration tritt - wenn überhaupt - mit erheblicher Zeitverzögerung ein. Der oberste Grundsatz der Arbeitssicherheit bzw. - wie es im Vollzugsbereich heißt: der Eigensicherung – bei der Containerkontrolle lautet deshalb: Ohne vorherige Schadstoffmessung nähert sich oder betritt kein Zollbeamter einen geöffneten Container! Toxic contamination in containers according to type of goods and country of origin Already at the beginning of the last decade, the improper implementation of the EU directive on the fumigation of packaging materials and transport aides led to the exposure of those employed who were the first to come into contact with the contents of import containers. Within the context of the occupational medical exposure assessment, the at times grave risks to health that stem from fumigants such as methyl bromide, phosphine or hydrocyanic acid were analysed. The risk to occupational health and safety that is linked to the term “fumigated container” became an established term. Due to the scientific examinations of this exposure, the findings prevailed that at least an equally significant exposure potential is present with the short-lived organic connections that in particular emit from plastic goods. Ever since, the risk is more accurately labelled overall with the umbrella term “contaminated” container. With regard to the origin of scheduled services, Hamburg harbour focuses on the area of Southeast Asian transports with the import area from the People’s Republic of China representing the largest share of the transports. The clear exposure focus with regard to pollutant content is the shoe containers originating from this region. The customs clearance officers therefore never allow those required to report to open the shoe containers without special precautionary measures. With regard to exposure potential, textiles follow in second place from this area of origin. Also maximising the impact of risk: The method used to package import shipments from the industrial emerging markets leads to little air exchange in containers. While due to the higher labour costs for the packaging personnel from industrial markets only pallet goods are exported, in order to optimally exploit the storage space in containers from markets with low labour costs goods are loaded very tightly and frequently without using packaging materials. Ventilation of the load and the reduction in the pollutant concentration effected by the addition of fresh air occurs – if at all – only with considerable time delay. 191

Workshop 2011 „Sicherer Umgang mit Import-Containern“ The leading principle of occupational health and safety or – as it’s said in the implementation area: self-protection – during container checks therefore reads: No customs officer draws near, let alone steps into any opened container without previously measuring toxic substances! Dipl. Chem. Svea Fahrenholtz ,ZfAM Messungen zur Erfassung von Begasungsmitteln und Industriechemikalien in Importcontainern - Methoden Der Beitrag beschäftigt sich mit den Funktionsprinzipien verschiedener verbreiteter Messtechniken für die Analytik von Frachtcontainerinnenluft. Es wurde jeweils ein Überblick darüber gegeben, wie die zu analysierende Luftprobe vom Messgerät aufgenommen wird, welche Prozesse die Signalerzeugung ausmachen und welcher Informationsgehalt bezüglich Qualität und Quantität der Luftkontamination zu erwarten ist. Es wurden folgende Techniken berücksichtigt: Photoionisationsdetektoren (PID), kolorimetrische Röhrchen, elektrochemische Zellen, Metalloxidsensoren (MOS), Ionenmobilitätsspektrometer (IMS), Infrarotmesszellen (IR), Fouriertransformations-Infrarotspektrometrie (FT-IR), Single-Ion-Flow-Tube-Massenspektro-metrie (SIFT-MS) und Gaschromatographie-Massenspektrometrie (GC-MS). Die Tabelle fasst die vorgestellten Messtechniken zusammen. Tabelle 1:Überblick über verschiedene Messtechniken, die zur Messung von Containerluft Verwendung finden Messtechnik Prinzip Selektivität Photoionisationsdetektor Kolorimetrische Röhrchen Metalloxidsensoren Elektrochemische Zellen Infrarotzellen FT- Infrarotspektroskopie Ionenmobilitätspektrometer TD-GC Mittel UV-Licht ionisierte Analyten erzeugen ein elektrisches, der Konzentration proportionales Signal Farbumschlag nach Indilkator-reaktion. Quantifizierung anhand des Ausmaßes des Farbumschlag auf der Länge des Röhrchens, ablesbar auf einer Skala Änderung des elektrischen Widerstandes eines Halbleiters durch Anlagerung der Analyten auf der Oberfläche erzeugt der Konzentration proportionales elektrisches Signal: Redoxreaktionen der Analyten in einer elektrochemischen Zelle erzeugen der Konzentration proportionales elektrisches Signal. Abschwächung von Infrarotlicht einer bestimmten Wellenlänge durch Analyten. Grad der Abschwächung ist proportional zur Konzentration: Abschwächung von Infrarotlicht eines Wellenlängenbereiches durch verschiedene Analyten. Fouriertransformation der Messignale gibt Informationen zu Einzelbeiträgen wider. Analyten werden ionisiert und durchwandern dann eine Drift-Röhre bevor sie an einem Detektor ein elektrisches Signal erzeugen. Identifizierung über Driftgeschwindigkeit möglich, Quantifizierung durch Proportionalität zum erzeugten Messsignal. Anreicherung von Analyten auf einem Adsorbenz und anschließende Auftrennung der Analyten zum Zwecke der getrennten Detektion mit einem ausgewählten Detektor (z.B. FID oder MS) 192 Analyten mit Ionisierungsenergie kleiner/gleich 10,6 eV können detektiert werden.Keine Unterscheidung unterschiedlicher Analyten. Verschiedene Indikatorröhrchen für verschiedene Substanzen und Substanzklassen. Querempfindlichkeiten sind aber möglich. Verschiedene Metalloxidsensoren für unterschiedliche Substanzen/ Substanzklassen. Unterschiedliche Zellen für verschiedene Substanzen und Substanzklassen verfügbar. Verschiedene IR-Zellen für unterschiedliche Substanzen/Substanzklassen verfügbar. Verschiedene Substanzen können unterschieden werden und eine getrennte Quantifizierung soll möglich sein. Substanzen werden voneinander getrennt detektiert. Konkurrenzreaktionen können aber zu Diskriminierung führen. Auftrennung macht präzise Quantifizierung einzelner Substanzen möglich. Identifizierung über Retentionszeiten und Vergleich mit Standardproben möglich. Nicht geeignet für instabile Verbindungen wie z.B. Formaldehyd.

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