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2011 (pdf, 4 MB) - Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

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Die Entwicklung des ZfAM

Die Entwicklung des ZfAM von 2000 bis 2012 land. Zeitweise wurden Mitarbeiter als WHO-Berater zu Auslandseinsätzen berufen, beispielsweise nach China oder in die Karibik. International ist das HPHC eine der führenden Institutionen bei der Implementierung der Internationalen Gesundheitsvorschriften (IHR). Das EU-Drittmittel-Teilprojekt „ShipSan“ und das Nachfolgeprojket „ShipSanTrainnet“, das sich Gesundheitsfragen auf Kreuzfahrt- und Fährschiffen widmet, bieten eine exzellente Plattform der länderübergreifenden Standardisierung sowie des Austausches zwischen Praxis und Wissenschaft. Die Rolle als arbeitsmedizinisches Kompetenzzentrum mit Poliklinik im norddeutschen Raum im Verbund mit regionalen und internationalen, kontinuierlich arbeitenden Netzwerken soll weiter gestärkt, die universitären und außeruniversitären Kooperationen ausgebaut werden. Dies betrifft sowohl eine Reihe laufender WHO-Projekte als auch nationaler Arbeitsschutzgremien wie die Senatskommission der Deutschen Forschungsgemeinschaft zur Prüfung gesundheitsschädlicher Arbeitsstoffe, die so genannte MAK-Kommission und den Ärztlichen Sachverständigenbeirat „Berufskrankheiten“ beim BMAS. Die spezifischen Bedingungen und Voraussetzungen – insbesondere die Alleinstellungsmerkmale des Instituts – sind eine besondere Verpflichtung gegenüber denjenigen, die für ihren besonderen Bedarf keine alternativen Angebote haben, andererseits sind sie Qualitätsmerkmale. Verstetigung nationaler und internationaler Aufgabenwahrnehmung und Standardsetzung Die Arbeit in internationalen Zusammenhängen steigert nicht nur die Qualität der wissenschaftlichen Leistungen. Für das ZfAM ist sie auch aus folgenden Gründen zwingend erforderlich: • Globalisierung der Arbeitswelt, • Schwerpunktsetzung im Bereich des internationalen Waren- und Reiseverkehrs, • strukturelle Anbindung des HPHC an den Hamburger Hafen („Tor zur Welt“) und Flughafen, • Mitwirkung bei der Festlegung und Etablierung internationaler Sicherheitsstandards und Arbeitsweisen in der Scientific Community, • Teilhabe an der Europäischen Forschungsförderung, die internationale Kooperationen zur Voraussetzung hat, • europäische Gesetzgebung und weltweite Gesundheitsschutz-Richtlinien (WHO/ ILO). Interne Abläufe und Funktionen Die Verknüpfung der arbeitsmedizinischen Praxis und Forschung zur Verhütung arbeitsbedingter Gesundheitsgefahren im Sinne des SGB V (§20) und SGB VII (§14) in einem arbeitsmedizinischen Hochschulinstituts unter Einbindung der Seeschifffahrt und des Hafens ist international einzigartig. Die Synergieeffekte stärken die Stellung der Maritimen Medizin in Deutschland. Eine besondere Herausforderung ist dabei, die Anforderungen von Wissenschaft und Forschung in den Routinebetrieb eines Arbeitsbereiches zu integrieren, der hoheitliche Aufgaben wahrnimmt. Eine langfristige, beidseits befruchtende Kooperation zwischen HPHC und arbeitsmedizinischer Wissenschaft kann vor allem durch praxisorientierte Themen gesichert werden, die die Arbeitsbedingungen vor Ort konkret verbessern. Wenn deren Ergebnisse beispielsweise zu gesünderen Arbeitsbedingungen führen, sichern sie die Akzeptanz und das Vertrauen bei den Partnern und stärken zugleich das HPHC und das ZfAM als Ganzes. Die wissenschaftliche Auswertung routinemäßiger Durchführungsaufgaben stellt einen einzigartigen Datenfundus dar. Er liefert wichtige Informationen zur Gefahren- und Gesundheitssituation der verschiedenen Zielgruppen und kann mit vielen Aspekten der Arbeitsmedizin und Arbeitssicherheit auf See und im Hafen aufbereitet und verknüpft werden. Wesentlicher Baustein der weiteren Entwicklung ist die optimierte Zusammenarbeit innerhalb des ZfAM zur synergetischen Nutzung vorhandener Kompetenzen und Ressourcen. Als Instrumente stehen dafür un- 27

Die Entwicklung des ZfAM von 2000 bis 2012 ter anderem neu eingerichtete, arbeitsgruppenübergreifende Projektgruppen bereit. Über eine effizientere Nutzung der vorhandenen Organisations-, Informationsverarbeitungs- und Kommunikationssysteme sollen Ressourcen optimal eingesetzt und die Zusammenarbeit mit dem HPHC gestärkt werden. Die Arbeitsprozesse werden klar definiert: Hierfür wurden SOPs (Standard Operating Procedures) erarbeitet und in ein Konzept des Qualitätsmanagements eingearbeitet. Darüber hinaus wurden in jedem Arbeitsbereich bedeutende, internationale Projekte verwirklicht, die Kooperationsbeziehungen, etwa zum Amt für Arbeitsschutz und zu den Hochschulen, wurden intensiviert. Das ZfAM erzielte als Kooperationspartner des UKE und der Universität Hamburg 2011 auch die Qualitätsmanagement-Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001: 2008. Bestehende Zertifizierungen, wie die zweimal im Jahr stattfindende Ringversuche bezüglich aller wesentlichen Laboranalysen, wurden verstetigt. Was braucht das ZfAM? Um die oben ausgeführten Ziele erreichen zu können, braucht das ZfAM materielle und personelle Sicherheit. Folgende Rahmenbedingungen tragen dazu bei: a. Nachbesetzung der Universitätsprofessur C3 (W2) „Arbeitsmedizin“ am UKE. Die im UKE-Stellenplan ausgewiesene Stelle wurde bisher nicht besetzt. Für den Ausbau der angewandten AG-übergreifenden arbeitsmedizinischen Forschung (Schwerpunkte: Frühdiagnostik inhalativer Intoxikationen, Erfassung und Verhütung arbeitsbedingter Gesundheitsgefahren entsprechend SGB V (§20) und SGB VII (§14)), die universitäre Lehre und die Vertretung der Institutsleitung ist eine Nachbesetzung dringend erforderlich. b. Erhalt des Standortes an der Seewartenstraße. Er bietet gute Arbeits- und Rahmenbedingungen für Beschäftigte, Patienten, Studierende und die Aufgabenwahrnehmung (Nähe zum Hafen, Facharztpraxen im unmittelbaren Umfeld) gleichermaßen. c. Unterstützung der projektgebundenen Arbeit. Die Arbeitsweise eines wissenschaftlichen Instituts mit universitärer Anbindung unterscheidet sich von den Aufgaben und Strukturen in der Ministerialbürokratie. Dies ist in der Betrachtung der Anliegen und der Arbeitsweise der behördlichen Verwaltung im Interesse effizienter Abläufe zu berücksichtigen. Eine Besonderheit stellt das projektgebundene, mit Drittmitteln gestützte Arbeiten dar. Hier gilt es, für die speziellen Anforderungen – etwa die europäische Forschungsförderung – unter Berücksichtigung der administrativen Möglichkeiten optimierte Regelungen zu finden. d. Ausschöpfung der tariflichen Spielräume und Optimierung der Arbeitsbedingungen für hochqualifiziertes Personal. Die derzeitige Tarifstruktur des Öffentlichen Dienstes erschwert die Einstellung hochqualifizierter und -ambitionierter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und Ärztinnen und Ärzte. Um diesem Nachteil zu begegnen, sollen die tariflichen Spielräume genutzt werden und attraktive Arbeitsbedingungen mit persönlichen und beruflichen Weiterentwicklungsmöglichkeit, Facharztweiterbildungen, Promotion, Habilitation und anderen Anreizen geschaffen werden. Die Stellenbesetzungen mit wissenschaftlich interessierten Weiterbildungsassistenten sollte Vorrang vor einer vorherrschenden unbefristeten Planstellenbesetzung haben. e. Unterstützung des ZfAM in seinem Bestreben um Qualitätsmanagement und Zertifizierung. Schlussbemerkung Die optimale Nutzung vorhandener Ressourcen führt zu Synergieeffekten, die die Effizienz der Arbeit und die Qualität der Arbeitsergebnisse steigern. Das bedeutet jedoch auch: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen verstärkt in den Prozess einbezogen werden. Partizipation impliziert selbstkritische Reflexion. Diese positiven Entwicklungen stärken die Identifikation mit der Gesamtinstitution ZfAM. Teilhabe ist ein wichtiger Faktor für das psychosoziale Wohlbefinden und den Erfolg einer Einrichtung. Diesem Ziel fühlt sich ein arbeitsmedizinisches Forschungsinstitut naturgemäß in hohem Maße verpflichtet. 28

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