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2011 (pdf, 4 MB) - Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

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Arbeits- und

Arbeits- und Forschungsbericht 2011 und Planung 2012 Arbeits- und Forschungsbericht 2011 und Planung 2012 Vorbemerkung Das ZfAM nimmt seine Aufgaben interdiziplinär in sechs fachspezifischen Arbeitsgruppen einschließlich dem Hafen- und Flughafenärztlichen Dienst wahr. Hinzu kommt der Zentralbereich mit seinen Leitungs-, Koordinations- und übergreifenden Funktionen, insbesondere zu arbeitsmedizinischen Grundsatzthemen. Das ZfAM erbringt seine Leistungen in vielen Bereichen unter Einbeziehung externer Kooperationspartner und grundsätzlich in enger Zusammenarbeit innerhalb des Hauses. Diese basiert auf dem Zusammenwirken unterschiedlicher fachlicher Disziplinen, den verschiedenen Aufgabenstellungen in den einzelnen wissenschaftlichen Arbeitsgruppen und Dienstleistungsbereichen wie der arbeitsmedizinischen Poliklinik, den arbeitstoxikologischen und immunologischen Labors sowie dem hoheitlichen Aufgabenbereich des Hafen- und am Flughafenärztlichen Dienstes. Interdisziplinäre Forschungsschwerpunkte Im Berichtszeitraum wurden folgende fünf interdisziplinäre Forschungsschwerpunkte bearbeitet (Übersicht s. Schema S.34). Gesundheitsgefährdung durch Warentransport Die Gefährdung von Beschäftigten im Hafen- und Güterumschlag und in der Schifffahrt durch Schädlingsbekämpfungsmittel sowie toxische Industriechemikalien ist ein neues, international relevantes, öffentlich beachtetes Gesundheitsschutzthema und bildet einen Arbeitsschwerpunkt des ZfAM. So widmet sich die Arbeitsgruppe Arbeitstoxikologie und Immunologie der Entwicklung von vor Ort einsetzbaren sensitiven zuverlässigen Analyseverfahren, um durch die Containerbegasung erzeugten Gesundheitsgefährdungen bei Mitarbeitern der Logistikbranche vorzubeugen; die Klinische Arbeitsmedizin führt die patientenbezogenen Untersuchungen bei Verdacht auf Intoxikationen durch. Der Hafenärztliche Dienst nimmt Aufgaben des Gesundheitsschutzes und der Begasungsaufsicht wahr und soll bei der Identifizierung kontaminierter Container und Schiffe sowie Arbeitsschutzgremien mitwirken. Teilprojekte: Begasungsmittel-Analytik, Planung, Aufbau und Durchführung des Ambient-Monitoring, Biomonitoring auf Begasungsmittel (AG Arbeitstoxikologie und Immunologie (federführend)) Lungenfunktionsprüfung und klinische Untersuchungen einschließlich neuropsychologischer Erhebung nach akzidentieller Intoxikation (AG Klinische Arbeitsmedizin) Arbeitsgruppenübergreifende Gesamtkonzeption und Koordination (Zentralbereich) Weitere Kooperationen: Annahme der Anzeigen von Container- und Bulkerbegasungen, Überwachungsaufgaben (Hafen- und Flughafenärztlicher Dienst (HÄD). Extern spezielle neurologische und psychometrische Diagnostik von Intoxikationen (Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des UKE), spezielle Tumordiagnostik/ Früherkennung (Institut für Tumorbiologie des UKE), Erarbeitung von Toolkids für den Gesundheitsschutz vor toxischen Industriechemikalien im Transportsektor (WHO Collaborating Centres) 29

Working and Research Activities 2011 and Plans 2012 Prävention und Management des Berufsasthmas Es wurden internationale Leitlinien zur Prävention und Management des Beufsasthmas im Jahr 2011 fertig gestellt und eine diesbezügliche nationale Leitlinie koordinierend aktualisiert. Das Ziel ist eine substanzielle Verbesserung der Prävention, der Behandlung und der erfolgversprechenden Frühintervention des arbeitsbedingten Asthmas. Es sollen eine Abnahme des Erkrankungsschweregrades, der Morbidität und Mortalität sowie eine Kostenreduktion erreicht werden. Die Leitlinien richten sich an alle, die mit dem Thema Asthma-Erkrankungen befasst sind. Während der Zentralbereich die Grundsatzarbeit und internationale Koordination der Abstimmungsprozesse leistete, wirkte die Arbeitsgruppe Klinische Arbeitsmedizin und die AG Betriebliche Epidemiologie an der Darstellung des evidenzbasierten Wissensstandes und der Entwicklung daraus abgeleiteter Empfehlungen mit. Teilprojekte: Erstellung nationaler und internationaler Leitlinien im Verbund mit a) WHO und ERS, b) DGAUM (Zentralbereich (federführend)) Mitwirkung bei der Literaturaus- und -bewertung (AG Klinische Arbeitsmedizin und AG Betriebliche Epidemiologie). Evaluierung von Präventionsmaßnahmen bei mehlstaubsensibilisierten Bäckern (AG Klinische Arbeitsmedizin) Isocyanat-Asthma Isocyanate finden breite Anwendung in der industriellen Herstellung von Polyurethan-Schaumstoffen, Beschichtungen, Elastomeren, Härtern, Klebern und Lacken. Isocyanate sind aufgrund ihrer hohen chemischen Reaktivität bedeutende Ursachen von Asthma und anderen arbeitsbedingten Erkrankungen. Die Arbeitsgruppe Arbeitstoxikologie und Immunologie widmet sich zusammen mit dem Zentralbereich der Entwicklung neuer Biomonitoring–Verfahren und die Arbeitsgruppe Klinische Arbeitsmedizin der Etablierung neuer sensitiver Methoden zur Verbesserung der Diagnostik. Teilprojekte: Biomonitoring der Isocyanatmetabolite im Urin, Toxikinetik der Isocyanat-Exkretion, Charakterisierung der allergenen Eigenschaften der Isocyanate, Feldstudien zur Isocyanatbelastung am Arbeitsplatz (AG Arbeitstoxikologie und Immunologie (federführend)) Betriebliche Untersuchungen (AG Klinische Arbeitsmedizin) Konzeptionelle Planung, Aus- und Bewertung der immunologischen und klinischen Aspekte (Zentralbereich). Asbestbedingte Lungen- und Pleuraerkrankungen Die frühzeitige Erfassung von Lungenfunktionsveränderungen bei ehemals Asbest-Exponierten bekommt aufgrund des Häufigkeitsgipfels asbestbedingter Erkrankungen unfallversicherungsrechtlich zunehmend Bedeutung. Auch stehen Asbestose, die asbestbedingten Pleuraerkrankungen und Tumoren exemplarisch für restriktive Lungenerkrankungen bzw. Berufskrebs. Diesbezüglich bedarf es einer differenzierenden und sensitiven Frühdiagnostik. Im Zentrum standen die Mitarbeit an der Erstellung einer S2k-Leitlinie zur Begutachtung und Diagnostik sowie die Verfeinerung der Diagnostik. Zur Feindiagnostik werden u.a. NO-Diffusion, FeNO, Compliance eingesetzt. Das Projekt ist verbunden mit einer umfangreichen Literaturrecherche, einer Metaanalyse und einem WHO-Projekt. Neue Fragestellungen beschäftigen sich mit der von BG-nahen Kreisen in Frage gestellten gesundheitsadversen Wirkungen des ganz überwiegend verwendeten Weißasbests (Chrysotil) und mit der prognostischen und versicherungsrechtlichen Bedeutung des Carcinoma in situ des Kehlkopfes und des Bronchialsystems. Die betriebliche Epidemiologie leistet Unterstützung, v.a. in der Literaturaus- und bewertung, die vom Zentralbereich koordiniert wird. 30

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