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Möbel, Pendulen, Bronzen, Spiegel, Tapisserien ... - Koller Auktionen

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Möbel & Antiquitäten | Möbel, Uhren, Tapisserien, Bronzen 1077 (Detail) 1077* AUFSATZSCHREIBKOMMODE, sog. „Schreibschrank“, Barock, der Hoftischler-Werkstatt von J.C. HESSE (Johann Christoph Hesse, gest. 1776) zuzuschreiben, Dresden um 1740/50. Nussbaum und -wurzelmaser gefriest sowie fein beschnitzt mit korinthischen Kapitellen. Leicht geschweifter, rechteckiger Korpus mit gesprengtem, geschweiftem und vorkragendem Giebelkranz auf gekehltem, ausgeschnittenem Sockel. Schräge, aufklappbare Schreibplatte über in der Mitte eingezogenem Kommodenunterteil mit 3 Schubladen. Inneneinteilung mit Zentralfach vor 3 Schubladen, flankiert von je 3 stufenmässig angeordneten Schubladen. Geheimfach. Leicht zurückgesetzter Aufsatz mit bogenförmig ausgeschnittener Doppeltüre. Inneneinteilung mit verspiegeltem Zentralfach mit Türe zwischen Fach und Schublade, flankiert von je 5 übereinander liegenden Schubladen. Ausserordentlich feine, matt- und glanzvergoldete Bronzebeschläge und -applikationen. An der Rückwand Nummer 25 und Reste einer Klebeetikette mit der Nummer 18, die Schubladen teilweise mit alten Folge- Nummerierungen. 122x72,5x(offen 98)x234,5 cm. Provenienz: - Der Überlieferung nach Geschenk von Friedrich August II. an die Zarin Katharina II. für die Eremitage in St. Petersburg. - 1928 erworben Kunsthandel Knapp, Berlin. - Sammlung Bienert, Frankfurt am Main. - Frankfurter Privatsammlung, erworben 1972. Mit Gutachten von Frau Dr. Gisela Haase vom 3.5.2007, in dem Folgendes festgehalten wird: „Schreibschränke mit und ohne Verspiegelungen der Türen sowie mit vielfältiger Furniertechnik spielten im Meublement der Schlösser, Palais und Herrenhäuser in Dresden und im sächsischen Umland eine wichtige Rolle. Schon relativ früh in der deutschen Möbelgeschichte, am Ende des Spätbarocks um 1733/34, wurde der bereits 1717 in Dresden nachweisbare Möbeltyp des Aufsatzschreibschrankes von der Dresdener Tischler-Innung als Meisterstück vergeben. Der Hof schätzte diese neuen, praktischen und unter englischem Einfluss gestalteten Schreibmöbel. Das belegt beispielsweise im Jahre 1727 eine Lieferung von 55 solcher Schränke unterschiedlicher Grösse und Ausstattung von | 40 verschiedenen Dresdener Tischlermeistern an den kurfürstlich-königlichen Hof. Von dem zunächst streng und geradlinig gegliederten Möbeltyp englischer Prägung löste sich die Dresdener Schreibschrankform in den Jahren um 1740 ab. Den modischen Stilanforderungen des Rokoko entsprachen nunmehr bewegte Schweifungen, Bauchungen und eine nischenförmige Aussparung für die Beine in der Frontmitte des Kommodenuntersatzes, die sogenannte Kniemulde, sowie die Abschrägungen der vorderen Eckkanten, die als zusammenfassende Bewegungslinien in das hochgewölbte, meist gesprengte Giebelgesims übergehen. Am vorgestellten Schreibschrank sind diese neuen Stilanforderungen sowohl in der äusseren Erscheinung als auch im Eingerichte deutlich sichtbar und dokumentieren den Übergang vom Barock zum Rokoko. Leider muss die Mehrzahl der auf stilistisch ähnlichen Handschriften und verschiedenen Fertigungsanalogien basierenden Gruppen von Dresdener Tischlerarbeiten meist ohne konkrete Werkstattzuschreibung bleiben, obwohl eine Reihe namentlich bekannter Hof- und Stadttischler um 1740/50 für den Dresdener Hof, für seinen Adel und das Bürgertum tätig war, unter anderem die Hoftischler Peter Hoese (1686-1761) und Johann Michael Kaufmann (gest. 1762) oder der Stadttischler Johann Gottfried Leuchte (gest. 1759). Sehr vereinzelt aufgefundene Meistersignierungen und in der Regel äusserst allgemein formulierte Rechnungsbelege oder Inventareinträge ermöglichen nur selten die namentliche Zuordnung des Möbels. Entsprechend der Überlieferung soll der vorgestellte Schreibschrank vom späteren sächsischen Hoftischler Johann Christoph Hesse gefertigt worden sein, dessen prächtiges Meisterstück von 1740/42 erst vor einigen Jahren mit hoher Wahrscheinlichkeit identifiziert werden konnte. Es handelt sich um den sogenannten „Kuppritzer Sekretär“ aus dem Besitz der Familie von Loeben, einem alten sächsischen Adelsgeschlecht auf Schloss Kuppritz in der Oberlausitz. Obwohl dieses Schreibmöbel eine wesentlich reichere Ausstattung - wie beispielsweise Spiegelfüllungen in den Türen, Messingeinlagen und messingbelegte Profile - aufweist, besitzt der Frankfurter Schrank auffallende

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Auktion: Montag, 17. März 2008, 14.00 Uhr ... - Koller Auktionen
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