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Möbel, Pendulen, Bronzen, Spiegel, Tapisserien ... - Koller Auktionen

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Möbel

Möbel & Antiquitäten | Möbel, Uhren, Tapisserien, Bronzen 1013 1014 | 8 1013* KABINETT, Spätbarock, indoportugiesisch, 18./19. Jh. Eiche allseitig fein eingelegt mit graviertem Bein. Rechteckiger Korpus mit Traghenkel und aufklappbarer Front vor 7 unterschiedlich grossen Schubladen auf 3 Reihen. Etwas zu restaurieren. 46x28x26,5 cm. Provenienz: Aus englischem Besitz. CHF 2 500.- / 4 500.- (€ 1 660.- / 2 980.-) 1014* KLEINE ANRICHTE „AUX PATTES DE LIONS“, Renaissance und später, Florenz. Nussbaum profiliert und beschnitzt mit Rosetten, Wappen, Tatzen und Zierfries. Rechteckiger Korpus mit vorstehendem Blatt auf profiliertem Sockel mit Tatzenfüssen. Architektonisch gegliederte Front mit Doppeltüre zwischen Eckpilastern unter Kopfschublade. Bronzeknöpfe. 85x38x93 cm. Provenienz: Aus einer englischen Sammlung. CHF 2 600.- / 4 600.- (€ 1 720.- / 3 050.-) 1015 KLEINER AUFSATZ, Renaissance, Norditalien, 17. Jh. Nussbaum beschnitzt mit Zierfriesen und stilisierten Blumen. Rechteckiger, getreppter Korpus auf gerader, profilierter Sockelleiste. Front mit zentraler Türe und ovalem Fronton zwischen Halbsäulen. 76x18x29 cm. Provenienz: Privatsammlung, Schweiz. CHF 600.- / 800.- (€ 400.- / 530.-)

1016 1016* TAPISSERIE-FRAGMENT, spätgotisch, wohl Basel, 2. Hälfte 15. Jh. Seide und Wolle. Darstellung des Martyriums des Heiligen Bartholomäus. Aufgezogen auf schwarzem Stoffpanneau. H 59 cm, B 80 cm. Provenienz: Privatbesitz, Deutschland. Seltenes und frühes Fragment; es lässt sich in die Gruppe der qualitätsvollen, oberrheinischen Bildteppiche mit religiösen Darstellungen einreihen. Im Gegensatz zu den Tapisserien der franko-flämischen Manufakturen, die ihre grossformatigen Wandbehänge in grossen Werkstätten für fürstliche Häuser und den Königshof herstellten und sich in der künstlerischen Gestaltung mit Malern zu messen versuchten, wurden die oberrheinischen und Basler Wandteppiche in kleinen Handwerksbetrieben gefertigt und von wohlhabenden Bürgern und niedrigem Adel in Auftrag gegeben. Die Gestaltung zeichnet sich durch einen volkstümlichen Charakter aus und erinnert an zeitgenössische Graphik, Holzschnitt und Buchillustrationen. Es lohnt sich ein Vergleich mit dem Rheinauer „Füraltartuch“, das sich heute im Zürcher Landesmuseum befindet und die Verkündigung, die Kreuzigung Jesu und die „Noli me tangere“-Szene friesartig darstellt. Einige stilistische Merkmale lassen vermuten, dass unser Fragment aus dem unmittelbaren Umkreis des Herstellers des Rheinauer Antependium stammt oder sogar von ihm selbst geschaffen wurde. Die Personen weisen ähnliche naive Gesichtszüge auf, mit s-förmig in die Augenbraue übergehendem Nasenbein. Die gleichmässig angewandten, starken Farben auf dunkelgrünem Grund mit hellgrünen Ranken weisen ebenfalls auf eine Verwandtschaft hin. Der Bildgrund ist zwar schlichter gestaltet und nicht so reich mit Blumen und Ranken geschmückt, aber die Gestaltung der Blätter und Ranken des Baumes erinnert an jene des „Füraltartuches“. Die Landschaftsszenerie, die hinter die Figuren geschoben wird, besiedelt den flächig-graphischen Charakter wie die anderen Bildteile und vermag keine Tiefe zu erzeugen, was ein typisches Merkmal dieser Teppiche ist, auf denen bis zum Ende des 15. Jahrhunderts die Szenen eher flächig dargestellt sind. Die oberrheinischen Bildteppiche dieser Zeit lassen sich schwer lokalisieren und datieren. Es gibt keine eingewirkten Stadtmarken, Monogramme oder Hauszeichen der Wirker, die auf eine Jahreszahl hinweisen würden. Als Anhaltspunkte dienen jedoch die Inschriften und die Wappen der Besitzer bzw. Besteller. Einige der Wappen konnte Basler Patriziern zugeschrieben werden, und gerade für Basel ist die hohe Anzahl an Heidnischwerkerinnen bezeugt. Deshalb wird vermutet, dass diese Teppiche oder stilistische verwandte Stücke in Basel entstanden sind. Das Füraltartuch trägt das Wappen der wohlhabenden Baslerin Margarethe Brand (gest. 1474) und ihres Gatten Peter Geissler aus Lostorf (gest. 1431). Die jung verwitwete Margarethe gilt als Auftraggeberin des Tuches. Sie war die Gönnerin der 1460 gegründeten Universität in Basel und auch Wohltäterin der Basler Kartause. Gemäss zeitgenössischen Quellen beschäftigte Margarethe Brand eine Wirkerin bei sich zu Hause und stiftete vermutlich das Antependium der Basler Kartause, in der sie auch begraben liegt. In den 30er Jahren des 16. Jahrhunderts nach der Reformation wurde es an das Kloster Rheinau verkauft. Bartholomäus war einer der 12 Apostel Jesu, Heiliger und Märtyrer. Er wird oft mit Nathanael gleichgesetzt, den man nach der Berufung zum Apostel Bartholomäus nannte. Der Überlieferung nach verkündete Bartholomäus das Evangelium in Persien und vermutlich auch in Indien, wo er eine hebräische Abschrift des Matthäus-Evangelium verfasste, und predigte in Ägypyten und Armenien. 71 n. Chr. erlitt Bartholomäus den Märtyrertod, wohl in der albanischen Stadt Albanobilis. Schergen sollen ihm bei lebendigem Leibe die Haut abgezogen und gekreuzigt haben. In der bildenden Kunst wird er deshalb oft mit einem Schindermesser, einem Buch oder abgezogener Haut als Attribut dargestellt. Um 580 wurden Bartholomäus‘ Gebeine auf die Insel Lipari in Italien gebracht; nach einer Invasion der Saraszener gelangten sie nach Benevent. CHF 90 000.- / 140 000.- (€ 59 600.- / 92 720.-) | 9

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