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„Sissi“- Trilogie - Das Romy Schneider Archiv

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Zum Beispiel dauert die

Zum Beispiel dauert die Detaileinstellung (siehe Bild 38) einige Sekunden, damit der Zuseher die Möglichkeit hat, den Brief (den Franz Joseph an seine Gattin schreibt) zu lesen. Die Empfindungen sind so privat, dass man an den intimsten Gedanken von Kaiser Franz Joseph teilnehmen kann. Bei Außenaufnahmen dauert eine Sequenz ebenfalls lange. Die einzelnen Einstellungen folgen im Unterschied zu Innenaufnahmen jedoch schneller aufeinander. Die Einstellungslängen sind vor allem bei den operettenhaften Szenen mit der Musik im Einklang, da die Schnitte im Rhythmus der Melodien erfolgen. Im Allgemeinen dauern die einzelnen Sequenzen sehr lange, wodurch das Tempo der gesamten Trilogie als sehr ruhig empfunden wird. 2.2.5 Montage In der Regel wird ein Film nicht von A bis Z gedreht, sondern durcheinander. Erst durch die Montage werden die einzelnen Einstellungen, Szenen und Sequenzen in die richtige Reihenfolge gebracht. Der Filmschnitt (= Montage) hat großen Einfluss auf die Wirkung eines Films. 108 In der „Sissi“-Trilogie wurden folgende Schnitttechniken angewendet: • Harte Schnitt Unter dem harten Schnitt versteht man einen Schnitt, bei dem die einzelnen Einstellungen voneinander abgegrenzt werden. 109 • Überblendung Die Überblendung ist ein filmisches Strukturierungsmittel, bei dem durch Kombination von Auf- und Abblende zwei Szenen sanft ineinander übergehen. 110 • Aufblende/Abblende Die Aufblende ist ein Montageeffekt, bei dem das Bild von Schwarz bis zur richtigen Belichtung aufgehellt wird. 111 Im Unterschied dazu wird das Bild bei einer Abblende bis zum Schwarz, bei einem Farbfilm bis zur gewünschten Farbe, verdunkelt. 112 108 Information aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Schnitt_(Film), am 11.02.08. 109 Information aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Schnitt_(Film), am 11.02.08. 110 Monaco, Lexikon (zit. Anm. 61), S. 171. 111 Ebenda, (zit. Anm. 61), S. 18. 112 Ebenda, (zit. Anm. 61), S. 9. 39

• Wischblende Die Wischblende ist ein, vor allem in den 30er und 40er Jahren gebräuchlicher, optischer Effekt, bei dem ein Bild schrittweise durch ein anderes ersetzt wird, zumindest in einer horizontalen, vertikalen oder diagonalen Bewegung über die Bildfläche. 113 a) Beschreibung der Schnitttechnik in Sissi I anhand einer für Ernst Marischka charakteristischen Szene Die Überblende wird verwendet, um zwei zeitlich oder räumlich voneinander entfernte Szenen zu suggerieren. Bild 57: Überblende: Szene aus Sissi. Die Montage auf dem Bild 57 zeigt einerseits Sissi, Franz Joseph und Ludovika an einer festlich gedeckten Tafel. In dieser Szene heißt der Kaiser seine Kaiserin in Österreich willkommen. Andererseits wird ein Bild mit einigen Glocken eingespielt, da am darauf folgenden Tag in der Wiener Augustinerkirche geheiratet wird. b) Beschreibung der Schnitttechnik in Sissi II anhand einer für Ernst Marischka charakteristischen Szene Gleich zu Beginn von Sissi – Die junge Kaiserin (1956) wird eine Aufblende (Bild 58 und Bild 59) eingesetzt. Die Einstellung zeigt den Park von Schloss Schönbrunn, während im Hintergrund Blasmusik und Vogelgezwitscher ertönt. 113 Monaco, Lexikon (zit. Anm. 61), S. 185. Bild 58: Aufblende: Szene aus Sissi II. Bild 59: Aufblende: Szene aus Sissi II. 40

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