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„Sissi“- Trilogie - Das Romy Schneider Archiv

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Am häufigsten tritt die

Am häufigsten tritt die Montagetechnik des „Harten Schnitts“ auf. Ein harter Schnitt wird gesetzt um einzelne Einstellungen voneinander zu trennen. Eine Szene kann unterschiedlich oft geschnitten werden. Ernst Marischka ließ die Sissi-Filme nicht wahllos schneiden. Die Verwendung von der Montage ist abhängig von Bild und Ton. Beispielsweise wurde geschnitten, wenn der Inhalt eines Bildes auf ein darauffolgendes Bild verweist, oder bei einer Ballszene, wenn der Rhythmus eines Walzers das Schnitttempo bestimmt. Dadurch konnte ein harmonisches und einheitliches Bild geschaffen werden, das den Eindruck eines Gesamtkunstwerkes vermittelt. 43

3 Typus der „Sissi“-Trilogie Unter dem Begriff Typus (= griechisch: Gestalt, Vorbild; lateinisch: Form, Figur, Ausprägung) versteht man die gemeinsame Grundform oder Urgestalt einer Gruppe oder Person. 116 In der Kunstgeschichte ist die „Gattung“ damit gemeint, da Werke der bildenden Kunst konkreten Typen zugeordnet werden können. Dabei handelt es sich in erster Linie um Vorbilder, an denen sich Künstler oder Künstlergruppen orientiert haben. Die Filmwissenschaft unterscheidet den Typus als Inbegriff der „Filmgenres“. Inwiefern sich Ernst Marischka von Werken der bildenden Kunst beeinflussen ließ wird im Punkt 3.1 untersucht. Der Folgepunkt 3.2 beschäftigt sich mit historischen Sisi-Porträts, welche Ernst Marischka gekannt haben könnte. Ein Abriss einer Analyse der „Sissi“- Trilogie im Bezug auf Filmgenres der Nachkriegszeit folgt im Punkt 3.3. 3.1 Typus in Anlehnung an Werke der bildenden Kunst 3.1.1 Tiziano Vecellio In einer Szene von Sissi (1955) nimmt Ernst Marischka auf den Typus „Mädchen bei der Toilette“ Bezug, indem er die junge Schauspielerin Romy Schneider als solches darstellt. Dabei erinnert die Einstellung (Bild 66) an das um 1515 entstandene Werk „Frau mit einem Spiegel“ von Tiziano Vecellio (Bild 65). 117 Das 99 x 76 cm große Ölgemälde entstand um 1512/15 und befindet sich heute im Musée National du Louvre in Paris. 118 Die „Frau mit einem Spiegel“ (Bild 65) wird formatfüllend als stehende Halbfigur im Vordergrund dargestellt. Unmittelbar hinter ihr ist ein Mann in einem roten Gewand zu sehen. Die männliche Gestalt hält zwei Spiegel mit den Händen fest, damit sich das Mädchen ungestört ihrer Toilette widmen kann. Der Spiegel in seiner rechten Hand ist ein kleiner Handspiegel, der große Spiegel in seiner Linken ist ein Konvexspiegel, der die junge Frau wiederspiegelt. Die weibliche Figur trägt eine weiße Bluse und ein olivgrünes Kleid, dessen Träger etwas nach unten gerutscht ist, sodass ihre Schulter zu sehen ist. 116 Mayers Taschenlexikon, Band 22, Mannheim 1995, S. 278. 117 Information aus: http://www.louvre.fr/llv/oeuvres/detail_notice.jsp?CONTENT%3C%3Ecnt_id=10134198673225143&CURRENT_LLV_NOTICE%3C%3Ecnt_id= 1013419867322514&FOLDER%3C%3Efolder_id=9852723696500816&bmLocale=en, am 04.05.07. 118 Information aus: http://www.louvre.fr/llv/oeuvres/detail_notice.jsp?CONTENT%3C%3Ecnt_id=1013419867322 5143&CURRENT_LLV_NOTICE%3C%3Ecnt_id= 10134198673225143&FOLDER%3C%3Efolder_id=9852723696500816&bmLocale=en, am 04.05.07. 44

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