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„Sissi“- Trilogie - Das Romy Schneider Archiv

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Das 70,5 x 90,8 cm große Ölgemälde „Morgendlicher Empfang der Comtesse“ von William Hogarth (Bild 71) befindet sich heute in der National Galerie in London. Es entstand um 1743/45 und ist Teil von William Hogarths satirischem Gemäldezyklus „Mariage à la Mode“. 127 Bild 71: William Hogarth, Morgendlicher Empfang der Comtesse, 1743/45, Öl auf Leinwand, 70,5x90,8 cm, National Galerie, London . 128 Bild 72: Helene bei der Toilette: Szene aus Sissi. Auf dem Gemälde „Morgendlicher Empfang der Comtesse“ ist ein Interieur dargestellt. Vermutlich handelt es sich hierbei um das Schlafzimmer der Comtesse, da sich ein Bett in der Nische befindet, die durch einen Rundbogen erreichbar ist. Der auf dem Gemälde abgebildete Raum kann in Vordergrund, Mittelgrund und Hintergrund unterteilt werden. Im Vordergrund befinden sich zwei Personen. Ein Mohr kniet vor einem Korb und packt einige Kunstwerke aus. Auf derselben Höhe befindet sich ein Opernsänger, der auf einem Stuhl in der linken Bildhälfte Platz genommen hat. Die restlichen Personen befinden sich im Mittelgrund des Bildes. Die Gräfin sitzt in der rechten Bildhälfte vor einem Schminktisch und wird in Gesellschaft einiger Adeligen von einem Bediensteten frisiert. Ein Anwalt zu ihrer Rechten lädt sie zu einer Maskerade ein, während er mit seiner linken Hand auf einen Paravant zeigt. Eine Personengruppe zu ihrer Linken hört dem Sänger zu, der von einem Flötist musikalisch begleitet wird. Ein weiterer Dienstbote bietet der Dame mit dem Hut ein Getränk an, an dem ein Mann der Besuchergruppe bereits nippt. An den Wänden im Hintergrund hängen vier Gemälde. In der rechten Bildhälfte sind die Gemälde „Lot und seine Töchter“ und „Jupiter und Io“ (nach Correggio) zu erkennen. Auf der linken Seite sind ein Porträt des Anwalts (Silvertongue) und das Werk „Raub des Ganymed“ (nach Michelangelo) zu sehen. 129 Die Bildfläche ist bis auf den Vordergrund und Teile des Hintergrundes komplett ausgefüllt. Die Leerräume im Vordergrund und jener über der Gräfin haben zur Folge, dass der Blick des Betrachters auf die Comtesse geleitet wird. Im Hintergrund ist zudem der Bereich rund um das Bett unausgefüllt, wodurch der Charakter eines intimen Schlafgemaches verstärkt wird. Die Farben sind sehr kräftig und kontrastreich. Im Allgemeinen dominieren die Farben Grün, Braun und Grau. Die erdigen Farbtöne kommen an der Wand, dem Fußboden, den Gewändern und Kunstwerken vor. 127 Information aus: http://www.nationalgallery.org.uk/cgi-bin/WebObjects.dll/CollectionPublisher.woa/wa/work?workNumber=ng116, am 20.09.07. 128 Abbildung aus: http://www.nationalgallery.org.uk/cgi-bin/WebObjects.dll/CollectionPublisher.woa/wa/work?workNumber=ng116, am 20.09.07. 129 Information aus: http://www.nationalgallery.org.uk/cgi-bin/WebObjects.dll/CollectionPublisher.woa/wa/work?workNumber=ng116, am 20.09.07. 49

Die Farbe Rot, die einen starken Kontrast zu Grün bildet, wird bei den Sitzgelegenheiten, den Gewändern und beim Bett verwendet. Als Blickfang werden die weißen Gewänder empfunden. Das der Farbe Gold nachempfundene Ocker an der Kleidung der Comtesse und des Sängers wirkt sehr leuchtend. Die Leuchtkraft der Farben wird durch das Licht, das von links oben einstrahlt, verstärkt. Bild 73: Verso: Skizze von Nenés Schlafrock. 130 Bild 74: Recto: Skizze von Nenés Schlafrock. 131 Ernst Marischka stellt Uta Franz im Film Sissi (1955) in Anlehnung an William Hogarth als „Mädchen bei der Toilette“ dar (Bild 72). Die Einstellung Teil wurde in der Normalsicht festgehalten und zeigt den Innenraum eines Gasthofes, der den Protagonisten während ihres Aufenthaltes in Bad Ischl als Unterkunft dient. Das Einzelbild kann in drei Ebenen eingeteilt werden: Horizontebene (Fußboden), Bildebene (Bildfläche) und Tiefenebene (Raum). Im Vordergrund sitzt Helene im rechten Bildteil auf einem Stuhl vor einem Frisiertisch, während ihr eine Zofe die Haare frisiert. Ernst Marischka gibt seine „Frau bei der Toilette“ im Vergleich zu Hogarth seitenverkehrt wieder. Zudem wird Helene von nur vier Personen begleitet. In der Mitte befinden sich eine Kammerfrau und Sissi in der linken und Ludovika in der rechten Bildhälfte. Die Mittelachse des Bildes wird durch den Tisch und den Luster betont. Durch die Schrägstellung des Tisches wird zudem die Diagonale von rechts unten nach links oben betont, wodurch der Eindruck von Tiefe verstärkt wird. Der Hintergrund wird von der Architektur bestimmt. Auf der rechten Seite ist ein Bett zu erkennen. Links steht eine weitere Kammerfrau vor einem Schrank, um ihn einzuräumen. Die Ausstattung und die Protagonisten nehmen beinahe die gesamte Bildfläche ein. In Anlehnung an William Hogarth ließ Ernst Marischka nur den vorderen Teil der linken Bildhälfte frei, um die Aufmerksamkeit des Betrachters auf Nené zu lenken, die in dieser Einstellung im Mittelpunkt steht. Man muss die Szene auch im Zusammenhang mit der Geschichte lesen, welche besagt, dass Helene in Wahrheit auch von einer Zofe für den Kaiser Franz Joseph „vom Staub befreit“ wurde, bevor sie ihn kennen lernen sollte. 132 Aus diesem Grund zoomt die Kamera auch einige Sekunden nach der abgebildeten Einstellung auf Helene, bevor der erste Schnitt folgt. In dieser Einstellung trägt Helene ein rosarotes Kleid, das mit weißer Spitze versehen ist. 130 Abbildung aus: Filmarchiv Austria, Obere Augartenstraße 1, 1020 Wien. 131 ebenda, Filmarchiv, (zit. Anm. 130). 132 Egon Caesar Conte Corti, Elisabeth. Eine seltsame Frau, 43. Auflage, Graz/Wien/Köln 1998, S. 24/25. 50

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