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Schriftenreihe des Instituts für Transportwirtschaft und Logistik Nr. 7

Schriftenreihe des Instituts für Transportwirtschaft und Logistik Nr. 7

Jahr 2006 waren 3.227

Jahr 2006 waren 3.227 Mitglieder gemeldet – kann im eigentlichen Güterbeförderungsgewerbe eine hohe Dominanz der Kleintransportunternehmungen festgestellt werden. Die Anzahl der Fachgruppenmitglieder der Kleintransportunternehmungen belief sich im Jahr 2006 auf 2.247. 100 Diese Aufstellung zeigt erneut die Bedeutung der Kleintransporteure im Wiener Transportsegment auf. Im folgenden Unterkapitel werden die negativen Folgen des wachsenden innerstädtischen Verkehrs aufgezeigt, um dadurch in weiterer Konsequenz das Verbesserungspotential im Güterbeförderungswesen ableiten zu können. Zur Systematisierung dieser negativen Effekte werden die Auswirkungen zu ökonomischen, ökologischen und sozialen Faktoren zusammengefasst. 3.1.1. Ökonomische Perspektive und Bestandsaufnahme Durch die zunehmende Konzentration der Städte, das rasante Verkehrswachstum und die verstärkte Vernetzung sowohl in der Stadt als auch mit dem suburbanen Raum ist der städtische Verkehr neuen Situationen ausgesetzt. Der Verkehr kann in die Bereiche öffentlicher Verkehr, Individualverkehr und Wirtschaftsverkehr unterteilt werden, wobei der Fokus dieser Arbeit auf dem Wirtschaftsverkehr liegt. Wagner untersuchte in seiner Arbeit das Verhältnis zwischen dem Konzentrationsgrad einer Stadt und dem Wirtschaftsverkehr. Er stellte dabei fest, dass der Anteil des städtischen Wirtschaftsverkehrs ansteigt wenn die Stadträume dichter am City-Kern liegen. 101 Als Wirtschaftsverkehr wird hier der Verkehr verstanden, der aufgrund erwerbswirtschaftlicher und dienstlicher Tätigkeiten erfolgt. 102 Dies führt uns auch zu den Transporteuren im Allgemeinen und zu den Kleintransporteuren im Speziellen, welche aufgrund dieser Strukturveränderung mit Produktivitätseinbußen, und dem zu Folge mit sinkende Kostendeckungsgrade konfrontiert werden. 103 Obwohl die im Folgenden behandelten Problemfelder nicht immer auf den urbanen Konzentrationsprozess zurückzuführen sind und sie auch nicht ausschließlich im innerstädtischen Transport auftreten, so sollten der Vollständigkeit halber alle Bereiche behandelt werden, die zu einer Verbesserung der Effizienz des innerstädtischen Wirtschaftsverkehrs und zu einer besseren Wirtschaftlichkeit der Transporteure in 100 Die Fachgruppe der Kleintransportunternehmungen zählte im Jahr 2007 2.432 Mitglieder. Seit 2007 stagniert der Mitgliederwachstum. 101 vgl. Wagner, Thomas (2001), S. 27 102 vgl. Wagner, Thomas (2001), S. 22 103 vgl. Wittenbrink, Paul (1995), S. 3 34

diesem Segment führen können. 104 Bevor auf die detaillierte Behandlung der Themen und ihre negativen wirtschaftlichen Auswirkungen auf die Transportunternehmen eingegangen wird, soll eine nachfolgende Aufzählung dieser Themen einen ersten Überblick ermöglichen: 105 • die Verkehrsflächenknappheit • die Lieferzeit- und Lieferortbeschränkungen • das Schnittstellenproblem Rampe • die Sendungsstruktur • der erhöhte Wettbewerb • die hohen Personal- und Energiekosten Die Verkehrsflächenknappheit kann auf ein zunehmendes Verkehrswachstum bei begrenzt erweiterbaren Verkehrsflächen zurückgeführt werden. Wie in der Einleitung im Kapitel 3.1 bereits beschrieben wurde und wie Abbildung 9, Abbildung 10, Abbildung 11 und Abbildung 12 veranschaulichen, kann in Wien ein Zuwachs des Verkehrsaufkommens, speziell im Individual- und Wirtschaftsverkehr, verzeichnet werden. Während die Zunahme des Individualverkehrs auf den zunehmenden Freizeitverkehr zurückgeführt werden kann, wird der Wirtschaftsverkehr durch den kontinuierlichen Anstieg der Transportmenge erhöht. 106 Das Umweltbundesamt bestätigt diese Tendenz und stellt allgemein einen verstärkten Zuwachs an Transportleistungen im österreichischen Straßengüterverkehr seit Mitte der 90er Jahren des vorigen Jahrhunderts um +62% fest. 107 Die besondere Bedeutung dieser Situation für die Kleintransporteure wird durch das überdurchschnittlich prognostizierte Wachstum des Wirtschaftsverkehrs im Verhältnis zum Gesamtverkehr unterstrichen. Kaupp präzisiert diese Prognose, indem er den Kurier-, Express- und Paketdienst sowie den Güterverkehr mit PKW und PKW-Kombi als die wachstumsstärksten Segmente identifiziert. 108 Diese Prognose kann, wie in Abbildung 12 veranschaulicht wird, durch den Geschäftsbericht der Wiener Kleintransporteure bestätigt werden. Während das Verkehrsaufkommen in Österreich zweistellige Wachstumsraten aufweist, expandieren die Verkehrsflächen verhältnismäßig marginal. Im Beobachtungszeitraum zwischen 2004 und 2006 konnte ein österreichweites Verkehrsflächenwachstum von 1,03% beziffert werden. Über einen größeren 104 vgl. z.B. Kaupp, Martin (1998)/Wagner, Thomas (2001)/Wittenbrink, Paul (1995)/Berg, Claus (1999) 105 vgl. Wittenbrink, Paul (1995), S. 15ff; Claus, Berg (1999), S. 93ff 106 vgl. Zach, Christine (1999), o.S. 107 vgl. Umweltbundesamt (2008a), o.S. 108 vgl. Kaupp, Martin (1998), S. 17 35

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