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Schriftenreihe des Instituts für Transportwirtschaft und Logistik Nr. 7

Schriftenreihe des Instituts für Transportwirtschaft und Logistik Nr. 7

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und in Staub mit kleineren Teilchen (PM10 und PM2,5). Die Abkürzungen PM10 und PM2,5 beschreiben den durchschnittlichen Partikeldurchmesser in Mikrometer (µm) und sind jeweils Teilmengen des Gesamtstaubes (TSP), der die Obermenge bildet. 179 Eine weitere Unterscheidung zu den bereits behandelten Schadstoffen besteht in der Entstehung dieser Luftverunreinigung. Feinstaub wird nicht nur durch die Verbrennung von fossilen Brennstoffen freigesetzt, sondern entsteht auch durch die Abrieb- und Bremsvorgänge der Fahrzeuge sowie durch das Aufwirbeln von Straßenstaub speziell im innerstädtischen Verkehr. 180 Da die Wiener Feinstaub-Messwerte erst seit 2005 vereinheitlicht wurden, soll die bundesweite Darstellung, siehe Abbildung 25, die Entwicklung der Feinstaubemissionen veranschaulichen. 181 Messwerte in 1.000 Tonnen [Gigagramm, Gg.] 18 16 14 12 10 8 6 4 2 0 11 5,38 3,41 13,46 Abbildung 25: Feinstaubemissionsentwicklung in Österreich 182 Die Abfallproblematik verschrotteter Fahrzeuge kann, wie die Emissionen, durch den „outputseitigen“ Charakter beschrieben werden. Die Richtlinie zur Behandlung und Verwertung von Altfahrzeuge, RL 2000/53/EG, regelt diesen Sachverhalt, indem unter anderem Gebote und Maßnahmen zur Abfallvermeidung und Verwertung erlassen 179 vgl. Anderl, Michael et al.(2008), S. 17 180 vgl. Anderl, Michael et al.(2008), S. 22 181 vgl. Umweltschutzabteilung der Stadt Wien (2000 – 2008), o.S. 182 vgl. Anderl, Michael et al. (2008), S. 124 7 4,73 Feinstaubentwicklung 1990 - 2006 14,66 15,03 15,31 15,75 16,24 16,37 16,56 16,21 7,72 7,96 8,15 8,45 8,78 8,77 8,84 5,28 5,49 5,64 5,9 6,17 6,1 6,13 8,41 5,67 1990 1995 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 Beobachtungszeitraum TSP PM10 PM2,5 56

wurden. Das Abfallvermeidungsgebot dieser Richtlinie sieht vor, dass ab dem 01.07. 2003 Materialien aus Blei, Quecksilber, Kadmium oder sechswertigem Chrom für die Produktion von Fahrzeugen nicht mehr eingesetzt werden dürfen (Ausnahme bilden Materialien die nicht substituiert werden können). Zusätzlich sollen Vorschriften, die an den Erstübernehmer des Fahrzeuges, sowie an den Verwerter, den „Shredder“, oder an die Anfallstellen der Altfahrzeuge gerichtet sind, gewährleisten, dass bis zum 01.01.2015 mindestens 95% des durchschnittlichen Fahrzeuggewichts verwertet und mindestens 85% recycelt werden. 183 Die Zerschneidung von Lebensräumen beziehungsweise die Bodenversiegelung beinhaltet Problemstellungen, die durch die Expansion von Verkehrsinfrastruktur entstehen. Detaillierter ist hier die Substitution von Grünfläche durch Verkehrsfläche gemeint. Der Eingriff in den Wasserhaushalt weist auf die Problematik hin, die durch das Einsickern von Streusalzen sowie Kraft- und Betriebsstoffen in den Boden entsteht. Abschließend kann festgestellt werden, dass der Verkehr aufgrund der behandelten Problemfelder umweltschädigende Auswirkungen aufweist und dadurch das Potential zur Verbesserung der Nachhaltigkeit gegeben ist. Durch den Verkehr verursachte Umweltbeeinträchtigungen beziehen sich „inputseitig“ auf den verhältnismäßig überhöhten Verbrauch von nicht erneuerbaren Rohstoffen. „Outputseitig“ können direkte Auswirkungen auf die Gesundheit der Menschen, der Treibhauseffekt, die Verschlechterung der Ozonwerte, die Versauerung, die Eutrophierung und die Schwebestaubbelastung festgestellt werden. Bei den unmittelbaren Natureingriffen muss die Reduktion von Grünflächen und die Verschlechterung des Grundwassers als kritisch betrachtet werden. 3.1.3. Soziale Perspektive und Bestandsaufnahme Im dritten Teil dieser Bestandsaufnahme werden die sozialen Auswirkungen des Verkehrs behandelt. Da, wie auch schon in der ökologischen Bestandsaufnahme erwähnt wurde, die Trennung zwischen der ökologischen und sozialen Sphäre nicht immer eindeutig erfolgen kann, werden auch hier Themen behandelt, die nicht nur ausschließlich der sozialen Perspektive zugeordnet werden können. Zur Systematisierung dieser Abgrenzungsproblematik werden speziell die Effekte behandelt, die eine unmittelbare Auswirkung auf die Menschen und ihr Leben haben. Dabei gibt der Terminus „Lebensqualität“ eine geeignete Orientierungshilfe. Da jedoch die Lebensqualität sehr unterschiedlich interpretiert wird, sollte an dieser Stelle eine 183 vgl. EG-RL 2000/53/EG 57

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