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Schriftenreihe des Instituts für Transportwirtschaft und Logistik Nr. 7

Schriftenreihe des Instituts für Transportwirtschaft und Logistik Nr. 7

genauere Beschreibung

genauere Beschreibung erfolgen. Demnach bezieht sich der Begriff „Lebensqualität“ in dieser Arbeit einerseits ganz allgemein auf subjektive Faktoren und andererseits auf die psychologische und medizinische Lebensqualitätsforschung. Während die allgemeine Beschreibung die immateriellen Wohlergehenskomponenten behandelt, befasst sich die psychologische und medizinische Lebensqualitätsforschung mit der Analyse der Menschen und Lebenssituationen auf ihre physische Funktionsfähigkeit. 184 Diese zwei unterschiedlichen Sichtweisen gewährleisten, dass der Mensch im Zusammenhang mit dem Verkehr auf das Wohlergehen im Allgemeinen und zusätzlich auch auf die gesundheitlichen Aspekte hin untersucht werden kann. Obwohl der Fokus dieses Abschnittes auf die durch den Verkehr verursachten negativen Effekte gelegt wird, muss zum besseren Verständnis über die Zusammenhänge zwischen dem Verkehr und der sozialen Dimension die Bedeutung und Begrifflichkeit der Mobilität näher beschrieben werden. Mobilität als Beweglichkeitsbedürfnis kann in eine soziale, geistige oder berufliche Mobilität unterteilt werden. Die Mobilität in diesem Kontext kann nicht gleichgesetzt werden mit dem Verkehr, sondern bedeutet ganz allgemein das Erreichen von Zielen, um dort durch Aktivitäten die Bedürfnisse zu befriedigen. Der Verkehr beziehungsweise die Verkehrsleistung wird dabei als Instrument verstanden, welche diese Raumüberwindung ermöglicht. Mit den bereits eingangs in Kapitel 3 beschrieben Agglomerationseffekten kann die Unterscheidung von Verkehr und Mobilität noch sichtbarer gemacht werden. Aufgrund der hohen Angebotsvielfalt in den Städten können mit kurzen Distanzen viele Bedürfnisse befriedigt werden. In anderen Worten bedeutet das, dass durch die hohe Konzentration an Angeboten eine hohe Mobilität bei gleichzeitig minimaler Verkehrsleistung gewährleistet werden kann. Aus diesem Grund tragen Städte mit diesen immateriellen Wohlergehenskomponenten, im Vergleich zu ländlichen Siedlungsstrukturen, positiv zur Lebensqualität bei. 185 184 vgl. Geser, Willi (2007), S. 24ff 185 vgl. Rauh, Wolfgang/ Blum, Martin (2003), S. 16f 58

Die Effekte die sich in urbanen Räumen auf die Lebensqualität der Bewohner auswirken, sind jedoch nicht nur positiv. Im Folgenden wird auf die hier aufgelisteten Problemfelder eingegangen. • Der Verkehr als Unfallursache – Verkehrsunfälle • Durch das Sicherheitsrisiko eingeschränkte Mobilität • Die Beeinträchtigung der Wohnqualität durch den Verkehr • Der Verkehr als Ursache für gesundheitsgefährdende Folgen • Die soziale Ausgrenzung durch mangelnde Mobilität Obwohl der Wiener Verkehr mit 5.184 Verkehrsunfällen (im Jahr 2007) im österreichischen Vergleich keinen Höchstwert aufweist, so kann das Unfallrisiko, international betrachtet, als überdurchschnittlich hoch eingeschätzt werden. Während die EU-25 Länder im Jahr 2007 durchschnittlich 3 Unfälle pro 1.000 Einwohner verzeichnen, sind es in Österreich 4,8 Unfälle pro 1.000 Einwohner. 186 Zusätzliche Brisanz erhält diese Darstellung durch die Tatsache, dass der Unfall in Österreich als die häufigste Todesursache unter den 40-Jährigen gilt. 187 Die Abbildung 26 veranschaulicht mit den Unfallzahlen des Wiener Verkehrs die Entwicklung in den Jahren 2004 bis 2007. Anzahl Unfälle, Verletzte und Verkehrstote 8.000 7.000 6.000 5.000 4.000 3.000 2.000 1.000 - 5.562 6.983 Abbildung 26: Verkehrsunfälle in Wien (2004 - 2007) 188 186 vgl. Kuratorium für Verkehrssicherheit (2008), S. 89 187 vgl. STATISTIK AUSTRIA (2007), o.S. 188 vgl. STATISTIK AUSTRIA (2008), o.S. Verkehrsunfälle in Wien (2004 - 2007) 5.698 7.120 6.724 6.568 5.328 5.184 43 34 33 35 2004 2005 2006 2007 Unfälle Verletzte Beobachtungszeitraum Verkehrstote 59

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