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Schriftenreihe des Instituts für Transportwirtschaft und Logistik Nr. 7

Schriftenreihe des Instituts für Transportwirtschaft und Logistik Nr. 7

Marktsituation fester

Marktsituation fester ist. Somit können der Markt, das Netzwerk beziehungsweise die Kooperation und die Hierarchie als die drei groben Ausprägungsformen von Organisationen, im weiteren Sinne, festgelegt werden, wobei die Kooperation im Spannungsfeld zwischen den beiden Polen steht. 231 Die Kooperation bietet durch ihre hybride Beziehungsform eine rechtliche und wirtschaftliche Selbständigkeit bei gleichzeitiger Stabilität, was im Vergleich zu einem marktlichen Leistungsaustausch oder einer hierarchischen Struktur unter gewissen Rahmenbedingungen zu einer effizienteren Aufgabenerfüllung führen kann. Die wirtschaftliche Selbständigkeit beziehungsweise der Abhängigkeitsgrad der Wirtschaftssubjekte lässt sich dabei durch die Kooperationsintensität und somit durch die Kooperationsform bestimmen. Es darf deshalb nicht angenommen werden, dass zwischen den Kooperationspartnern grundsätzlich keine wirtschaftliche Abhängigkeit besteht, denn zugunsten des koordinierten Verhaltens wird die Unabhängigkeit in Unternehmensteilbereichen aufgegeben. 232 Die folgende Abbildung 30 fasst die transaktionskostentheoretische Sichtweise mit den drei Organisationsformen zusammen und gibt einen Überblick, zu welchen Rahmenbedingungen die einzelnen Koordinationsformen am effizientesten erscheinen. Die richtige Wahl der Koordinationsform, wenn… Faktorspezifität Verhaltensunsicherheit Umweltunsicherheit Häufigkeit der Transaktion Abbildung 30: die Wahl der effizienten Koordinationsform 233 Ein weiteres Systematisierungskriterium der Kooperation bietet die Strukturierung nach dem leistungswirtschaftlichen Zusammenhang der Unternehmen. Eine Abgrenzung kann dabei durch die Unterteilung in horizontale, vertikale oder komplementäre Kooperationsbeziehungen erfolgen. Die horizontale Kooperation beschreibt die Zusammenarbeit von Unternehmen auf der gleichen Wertschöpfungsstufe, während sich in einer vertikalen Kooperation Unternehmen zusammenschließen, die auf 231 vgl. Pfohl, Hans-Christian (2004), S. 5ff 232 vgl. Thoma, Lothar (1995), S. 108 233 vgl. Friese, Marion (1998), S. 73 Markt Kooperation Hierarchie gering mittel/hoch hoch existent existent existent gering mittel hoch hoch gering hoch 74

unterschiedlichen Stufen agieren. Die komplementäre Kooperationsbeziehung umfasst die Zusammenarbeit von Unternehmen unterschiedlicher Wertschöpfungsketten und bewirkt eine ergänzende Funktion. Ein Beispiel für eine komplementäre Kooperation stellt die Zusammenarbeit unterschiedlicher Verkehrszweige beziehungsweise Verkehrsträger hinsichtlich der Gestaltung von multimodalen Transportlösungen dar. 234 Abschließend kann festgestellt werden, dass die Unternehmensziele der Wiener Kleintransporteure durch eine Kooperationsstrategie, im Vergleich zum herkömmlichen Vorgehen, besser erreicht werden können. Wesentliche Gründe für die Kooperationsbildung stellen die Erfolgs- und Rationalisierungspotentiale dar. Dabei kommt den Transaktionskosten besondere Bedeutung zu. Aus transaktionskostentheoretischer Sicht wird der Nutzen einer Kooperation durch die enge Beziehung der Kleintransporteure und daraus durch die Erfüllung der Aufgaben bei geringen Transaktionskosten bestimmt. 235 Bezogen auf diese Sichtweise besteht für die Wiener Kleintransporteure durch die Kooperation die Möglichkeit, heterogene Kundenanforderungen, Verhaltensunsicherheiten und Marktunsicherheiten besser zu bewältigen. Das erhöhte Transaktionsvolumen wirkt sich zusätzlich positiv auf die Wirtschaftlichkeit der Kleintransporteure aus. Es sollte eine Kooperationsform gefunden werden, in der die wirtschaftliche Selbständigkeit der Kleintransporteure nur in Teilbereichen, wie beispielsweise bei der Leistungserbringung, eingeschränkt wird. Bei der Festlegung der passenden Bindungsintensität scheint die Anwendung eines Stufenkonzepts sinnvoll. Diesem Konzept liegt anfänglich eine geringe Bindungsintensität zu Grunde, die mit zunehmender Ausweitung des Leistungsumfangs und damit verbunden durch die Erhöhung der Investitionen gestärkt werden sollte. 236 Unter dem Gesichtspunkt des leistungswirtschaftlichen Zusammenhangs können für die Wiener Kleintransporteure sowohl horizontale als auch vertikale Kooperationsformen in Betracht gezogen werden. Durch die horizontale Kooperation, also durch die unternehmensübergreifende Zusammenarbeit der Kleintransporteure, ergibt sich neben den Vorteilen einer Kooperation auch zusätzlich ein verbessertes Bündelungspotential (siehe Kapitel 4.1). Die vertikale Kooperation kann für die Kleintransporteure aufgrund der Tendenz zur Fremdvergabe von Logistikleistungen in der Industrie- und bei den Handelsunternehmen positiv genützt werden. 237 Aber nicht nur durch die Fremdvergabe von Logistikleistungen, sondern 234 vgl. Kaupp, Martin (1997), S. 98 235 vgl. Kaupp, Martin (1997), S. 97 236 vgl. Allemeyer, Werner et al. (2003), S. 19 237 vgl. Kaupp, Martin (1997), S. 98f 75

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