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Schriftenreihe des Instituts für Transportwirtschaft und Logistik Nr. 7

Schriftenreihe des Instituts für Transportwirtschaft und Logistik Nr. 7

Produktangebot noch

Produktangebot noch nicht sehr vielfältig ist, muss von einer unmittelbaren Anwendung dieser Alternativtechnologie abgesehen werden. 252 Die Hybridtechnologie ermöglicht durch das Zusammenwirken von zwei Antriebsarten eine optimale Kraftumsetzung. Eine zusätzliche Eigenschaft, mit der sich die Hybridtechnologie beschreiben lässt, ist die Fähigkeit der Energierückgewinnung. Die durch den Bremsvorgang freigesetzte Energie kann durch die Koppelung zweier Antriebsarten zurückgewonnen und gespeichert werden, was in anderen Worten als eine Reduktion der Entropie (siehe Kapitel 2.2) beschrieben werden kann. Die Verbindung zwischen diesen Antriebsarten führt zu einer effizienteren Nutzung der Energie und zu einer Verbesserung des Teillastbetriebs. Da dadurch in Situationen mit hohen Leerlaufzeiten ein erhöhter Wirkungsgrad erreicht werden kann, bietet sich die Hybridtechnologie gerade im innerstädtischen Verkehr als geeignete Alternative an. Eine unmittelbare Anwendung für den Nutzfahrzeugsektor ist allerdings aufgrund des geringen Forschungsfortschritts noch nicht möglich. Die Forschung an einer alternativen Kombination von Dieselmotoren mit dem Elektroantrieb stellt dabei eine potenzielle Möglichkeit dar. 253 Im Unterschied zu den Elektrofahrzeugen wird bei Brennstoffzellenfahrzeugen der elektrische Strom direkt im Fahrzeug erzeugt. Der erzeugte Strom wird dann mit Hilfe eines Elektromotors in mechanische Energie umgewandelt. Ein langfristiges Ziel in diesem Forschungsbereich ist die Nutzung von Wasserstoff als Quelle für die Energieerzeugung. Aus ökologischer Sicht wird dieser Technologie große Bedeutung beigemessen, da sich der Ausstoß bei dieser Technik auf Wasserdampf beschränken würde. Da sich die Betankung und Lagerung von Wasserstoff noch als äußerst schwierig erweist, hat dieses Produkt die Marktreife noch nicht erreicht. 254 Die EU-Richtlinie 2003/30/EG „(…)zur Förderung der Verwendung von Biokraftstoffen oder anderen erneuerbaren Kraftstoffen im Verkehrssektor“ 255 hat die verbreitete Verwendung von Biokraftstoffen im österreichischen Verkehrssektor vorangetrieben. Bereits in diesem Jahr soll der Biotreibstoff in Österreich einen Marktanteil von 5,75% erreichen. Die Zielerreichung in diesem Jahr würde einen zeitlichen Vorsprung von zwei Jahren bedeuten, da die Umsetzung gemäß EU-Richtlinie erst bis zum 31. Dezember 2010 verpflichtend ist. 256 Das positive ökologische Potential wird bei Biodiesel durch die Reduktion des CO2-Ausstosses definiert. Während ein Neuwagen 252 vgl. klima:aktiv (2008), o.S. 253 vgl. sauberer-stadtverkehr.info (2008), o.S. 254 vgl. klima:aktiv (2008), o.S. 255 EG-RL 2003/30/EG (2003), S. 1 256 vgl. EG-RL 2003/30/EG (2003), S. 45 82

ohne Alternativantrieb im Durchschnitt 170 Gramm CO2 pro Kilometer emittiert, kann bei einem rein mit Biodiesel betanktem Fahrzeug der Ausstoß auf 66 Gramm CO2 pro Kilometer gesenkt werden. 257 Da sich jedoch der Hauptanwendungsbereich von Biotreibstoffen in der Beimischung zu Diesel beziehungsweise Benzin befindet, muss das Potential in der Praxis geringer eingeschätzt werden. 258 Um weitere Alternativen aufzuzeigen, wie die negativen Effekte des Verkehrs reduziert werden können, bietet sich das klima:aktiv Beratungs- und Förderprogramm „Mobilitätsmanagement in Betrieben“ an. Diese Initiative unterstützt, in Zusammenarbeit mit dem Lebensministerium und der Wirtschaftskammer Österreich, Unternehmen bei der Umsetzung von Strategien für eine klimafreundliche Mobilität. Beispiele für solche Unterstützungsmaßnahmen sind dabei die Umstellung von Transportsystemen und Fuhrparks, die Umrüstung von Fahrzeugen auf alternative Treibstoffe oder Spritsparaktionen. 259 Die nachfolgende Auflistung soll einen Überblick der Serviceleistungen der klima:aktiv Initiative geben: 260 • „Beratung bei der Suche nach geeigneten, betrieblichen Verkehrsmaßnahmen • Unterstützung bei der Einreichung eines Projektes zur Förderung bei der Kommunalkredit Public Consulting GmbH (KPC GmbH) • Erstellen und Weiterentwickeln von spezifischen Informationsmaterialien und diversen Informationspackages • Öffentlichkeitswirksame Vermarktung und Marketingmaßnahmen • Koordinierung verschiedener Bundes- und Landesaktivitäten, um einen größtmöglichen Nutzen für Betriebe und Institutionen zu erreichen“ Zusätzlich werden diese Umsetzungsmaßnahmen im Zuge der Umweltförderung des Lebensministeriums finanziell unterstützt. Die Förderhöhe für themenbezogene Projekte beträgt dabei bis zu 30% der gesamten umweltrelevanten Investitionskosten, vorausgesetzt, die Investitionskosten betragen mindestens € 10.000. 261 In Bezugnahme auf den Themenfokus dieses Kapitels wird nun auf die von dieser Initiative hervorgebrachten Spritspar-Maßnahmen eingegangen. Neben zahlreichen praktischen Tipps zur Verbesserung der ökologischen und ökonomischen Effizienz beim Autofahren werden auch Fahrtrainings für ein spritsparendes Fahren angeboten. 257 vgl. Töpfer, Klaus (2008), S. 26 258 vgl. klima:aktiv (2008), o.S. 259 vgl. Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (2007), S. 7 260 Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (2007), S. 10 261 vgl. Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (2007), S. 12 83

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